- Frage:
Unterhalt trotz Berufstätigkeit der Exfrau mit Kind fällig?Ich brauche für mich und für meinen Freund genauere Auskunft: Wer kann mir schnellstmöglich helfen? Mein Freund ist schon seit 6 Jahren getrennt, aber noch nicht geschieden. Seine Tochter ist gerade 9 geworden. Seine Ex hat dort, wo sie wohnt eine eigene Kita, wo sie arbeitet und ab und zu, glaub 1x pro woche geht sie noch putzen. Sie hat schon seit wohl 6 Jahren einen neuen Freund und der wohnt bei ihr. Ist zwar nicht dort angemeldet, aber wohnt ganz normal dort, bezahlt aber keine Miete, sondern schaut einfach für's Essen und so...
Mein Freund muss aber extrem viel für seine Ex und die Tochter bezahlen. Ist das richtig? Ich dachte immer, wenn die Frau arbeitet und ihr eigenes Geld verdient, muss der Mann nur für das kind zahlen? Und wenn sie doch mit einem neuen partner zusammenlebt, muss er doch auch nicht mehr zahlen, dachte ich zumindest.
Mein Freund möcht eigentlich endlich die Scheidung hinter sich bringen, aber hat Angst, dass es ihn noch teurer kommt. Wie seht ihr das? Wie ist das rechtlich? Was ratet ihr?
Danke für eure Antworten!
[Mod: Die Antworten spiegeln nur die Einzelmeinungen und Erfahrungen von Nutzern wieder. Für eine Rechtsberatung suchen Sie bitte einen Fachanwalt auf.]Antworten: -
Liebe Fs,
Meine Freundin ist in der gleichen Situation daher weiss ich da bisschen Bescheid.
Dein Freund wird immer für sein Kind zahlen "müssen" und das zu Recht denn er ist der Vater. Egal ob und wieviel seine Ex arbeitet und mit wem sie zusammen lebt.
Hingegen Ihre Unterhaltstzahlungen können angepasst werden wenn die Situation sich verändert, uns zwar nicht nur Ihre sondern auch Seine.
Wie genau das aussieht finaziell solltest Du/Ihr an einer profesionellen Stelle prüfen lassen.
Aber mein Tipp am Rande: Diese Geschichte ist die Sache von Deinem Freund und auch er sollte es in Angriff nehmen.
w/42
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Wenn Du wissen willst, was er tun soll: Frag einen Fachanwalt für Familienrecht. Alles andere ist doch nur Herumraten
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Warum können die Geliebten von Ehepartnern oft so schlecht mit den tatsächlichen Begriffen umgehen? Das ist eine ungesunde Verdrängung!
Liebe FS, diese Frau ist nicht seine Exfrau, sondern seine Ehefrau, die er mit dir betrügt! Er ist verheiratet und seit 6 J. (!) getrennt... Ein überaus entscheidungsfreudiger Mann, dein Freund (und die Ehefrau nicht minder, die haben sich nichts vorzuwerfen).
Wie auch immer, so wie du schreibst, ist die Scheidung ja noch nicht einmal eingereicht. Und die Frau hat 2 Jobs und die Kinder; das macht sie bestimmt nicht, weil sie zuviel Geld hat!
Wenn dein Freund klare Verhätnisse will, soll er die Scheidung einreichen. Dann werden solche finanziellen Dinge geprüft und geregelt. Dazu sind die Ämter und/oder Anwälte da. Ob sie oder er eine(n) Geliebten(n) hat, ist erst bei der gerichtlichen Regelung des Unterhaltes relevant. Z. Zt. gibt es da offiziell nur ein Ehepaar, und beide Partner haben eine Affaire - mehr nicht!
Dich geht das alles zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt nichts an und einen finanziellen Anspruch hast du auch nicht. Was geht dich sein Geld an? Wenn er Probleme hat, soll er sie lösen!
Offensichtlich ist er ja noch nicht einmal gewillt, sich von einem Fachanwalt konkrete Auskünfte zu holen, was für andere Menschen das Normalste in dieser Situation wäre. - Darüber solltest du dir Gedanken machen und nicht darüber, ob die Ehefrau und seine Kinder zuviel Geld haben/bekommen!
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1. Frage, was geht dich das an?
2. Frage, wieso scheut dein Freund die Kosten einen Rechtsanwalt aufzusuchen, damit dieser ihm rechtlich fundiert sagen kann, wie es nach einer Scheidung aussieht?
Wenn Dein Freund sich bis jetzt nicht hat scheiden lassen, wird er seine Gründe haben, 6 Jahre seine Ehefrau zu finanzieren, zu akzeptieren, dass die Ehefrau mit einem anderen Mann zusammenlebt.
Es ist nicht dein Geld, welches Dein Freund für seine Familie ausgibt, von daher, solltest Du dich nicht einmischen.
Aus Deiner Sicht würde ich mich fragen, wo ist Platz in diesem Konstrukt?
Macht mal eine Familienaufstellung, dann gehen dir vielleicht die Augen auf.
Aus beruflicher Praxis ein kleines Beispiel. Die seit 16 Jahren getrennt lebende Ehefrau kam zu mir in die Beratung, um sich zu erkundigen, ob sie Nachteile hätte, wenn sie sich scheiden lassen würde. Viele Sachen waren bei Trennung mit Vertrag geregelt worden, so auch der nacheheliche Ehegattenunterhalt etc.
Auf meine Frage, wieso der Ehemann sich nicht scheiden lassen würde, da er seit 10 Jahren in einer festen Beziehung lebt, antwortete sie, er hat Angst sie dann heiraten zu müssen!
Für die Ehefrau gab es keine Nachteile, so dass sie jetzt die Scheidung einreicht. Wir haben beide gelacht bei dem Gedanken, wie der Ehemann seiner Freundin gegenüber jetzt argumentieren wird, um nicht heiraten zu müssen.
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Glaubst Du wirklich, im Internet bei den wenigen Informationen, die Du bringst, eine aussagekräftige Antwort zu erhalten? Wir wissen ja nicht einmal, auf welcher Grundlage der Mann an seine Ehefrau Unterhalt leistet. Gibt es eine gerichtliche Entscheidung? Haben die sich vor einem Notar geeinigt oder zahlt er halt irgendeinen Betrag? Es gibt jedenfalls einen Grund, warum sich der Berufsstand des Rechtsanwalts etabliert hat. Solche Fragen kann niemand auf Zuruf beantworten, ohne eine Vielzahl an Informationen und Unterlagen zu bekommen.
Auf solche Fragen in Internetforen wirst Du zweierlei Antworten bekommen:
- Seriöse Antworten, die Dir sagen, daß man es nicht sagen kann und
- die Aussagen der üblichen Dummschwätzer, die meinen alles zu wissen und Dir irgendwelchen Unsinn erzählen, weil sie in Wahrheit doch keine Ahnung haben.
Beides hilft Dir nicht weiter.
Gegenfragen: Warum fragst Du und nicht der Mann an Deiner Seite? Ist es ihm zu teuer oder Dir? Warum läßt er sich nicht endlich scheiden? Billiger wird es durch Zuwarten nicht, es wird nur teurer, weil er seine in der Ehe erworbenen Rentenanwartschaften mit seiner Ehefrau teilen muß. Das kostet ihn einen Teil seiner Rente und macht den Scheidungsprozeß immer teurer, weil der Wert um den gestritten werden mit den Rentenanwartschaften steigt.
Du hast nach einem Rat gefragt: Wendet Euch an einen Anwalt, der sich spezialisiert hat. Das muß nicht, aber kann ein Fachanwalt sein.
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Für denjenigen, der in der Ehe mehr verdient, wird es wegen der zunehmenden Ehedauer immer teurer. Derjenige, der Unterhalt verlangen möchte, ist dagegen im Vorteil, wenn es eine "lange Ehe" ist. Konsequenz zahlt sich für den Unterhaltsschuldner auch in finanzieller Hinsicht aus. Wer nach Ablauf des Trennungsjahres nicht ganz schnell den Scheidungsantrag einreicht, meint es entweder nicht ernst, verspricht sich als Unterhaltsgläubiger hiervon einen Vorteil oder sieht als zur Unterhaltszahlung Verpflichteter nicht durch. Ich selbst habe schon vielen trennungswilligen Ehefrauen geraten, noch einige Zeit abzuwarten, bis der Mann im Beruf aufgestiegen ist oder um die Ehedauer zu verlängern. Wer als Mann in dieser Situtation nicht konsequent auch seinen Familienstand klärt, sollte aussortiert werden.
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