1. Frage:
    Gefragt am: 08.06.2011, 14:30 von Gast
    Welche Gründe haben Männer wirklich...
    Was sind die wahren Gründe, eine mehr oder weniger gut laufende Beziehung zu beenden?
    Nicht eine Beziehung in der nur gestritten wird, sondern eine eher auf Respekt basierende Beziehung.

    Was meint ein Mann, wenn er einen unnachvollziehbaren Trennungsgrund nennt?

    Ich würde wirklich mal die nackten Tatsachen hören! Ich brauche keinen, der mir noch bei der Trennung versucht Honig um den Mund zu schmieren. Wieso können Männer nicht so ehrlich sein?

    Die Wahrheit kann manchmal weh tun, aber mir ist das tausend Mal lieber als mir mein Hirn zu zermatschen, weil der angegebene Trennungsgrund nicht stimmig ist.

    Also Männer, ran an die Tasten. Was wären für euch Gründe, eine Beziehung zu beenden, von heute auf Morgen.

    Ach ja.. um grad einige Sachen auszuschliessen.. Fremdgehen war nicht! Und Respektlosigkeit auch nicht. Die Beziehung hat einige Jahre gedauert.

    Also, lieber alleine, als ..... ??
    Antworten:
  2. 08.06.2011 16:20
    Ich kann zumindest die allgemeinen, nicht geschlechtsspezifischen Dinge beisteuern:

    + Man erkennt, dass man den Partner nicht mehr liebt.

    + Man erkennt, dass man mit dem Partner nicht gemeinsam alt werden möchte.

    + Man erkennt, dass man mit dem Partner kein gemeinsames Kind wollen würde.

    + Obwohl es äußerlich gut läuft, haben sich soviele Inkompatbilitäten aufgestaut oder stören einen soviele Kleinigkeiten, dass es in Summe für eine dauerhafte Beziehung nicht reicht und man lieber bald als später Schluss macht.

    + Man hat erkannt, dass der Partner in manchen wichtigen Bereichen nicht zu den nötigen Kompromissen bereit ist oder dass sich in wichtigen Bereichen kein Kompromiss finden lassen wird.

    + Der Partner hat einen emotional so verletzt, dass man das nicht verzeihen kann. Manchmal merkt der Täter das ja nicht einmal selbst.

    Sinn einer Beziehung ist ja auch nicht, "mehr oder minder gut zu laufen", sondern eine Partnerschaft sollte erfüllend und vollwertig sein, sowohl emotional als auch rational passend.

    Bezüglich Deiner Zusatzfrage, warum "Männer nicht so ehrlich sein können": Das hat gar nichts mit dem Geschlecht zu tun!

    Im Moment der Trennung ist es besonders wichtig, sich konstruktiv und reibungsfrei zu trennen. Da nützt keine Wahrheit und kein Tacheles mehr, denn wenn die Entscheidung gefallen ist, dann muss man wenigstens versuchen, in Frieden auseinander zu gehen und die Trennung so harmlos und konstruktiv abwickeln wie irgendmöglich.

    Gründe werden da schnell als Vorwürfe, Ursachen schnell als Schuld interpretiert.

    Daher halte ich es überhaupt nicht für sinnvoll, Gründe und Ursachen im Rahmen einer Trennung zu thematisieren. Das gibt nur Krieg, Tränen, Wut.

    Noch schlimmer kann es passieren, dass der Partner dann sagt: "Ja, ich ändere mich!" und zweite, dritte, vierte Chancen will. Auch daher ist es nicht sinnvoll, Gründe und Ursachen auseinanderzudröseln. Eine Trennung muss gut und vollständig überlegt sein und dann, wenn sie ausgesprochen wird, sollte sie endgültig und das letzte Wort sein.

    Die Wahrheit ist nicht besser als die bloßen Fakten der Trennung. Das einzige, was schlechter als die Wahrheit ist, wäre eine echte Lüge. Das geht natürlich nicht. Aber knallhart alle Trennungsgründe, jeden Ärger, jede Unstimmigkeit zu diskutieren -- das ergibt einfach keinen Sinn im Moment der Trennung.

    Bedenke auch, dass es ganz oft ja eine Vielzahl von kleinen Gründen sind, die sich einfach aufaddieren. Da kannman gar nicht ganz genau sagen, warum man keine Zukunft mehr sieht -- denn man sieht einfach keine mehr.

    Letztlich wird es ganz oft auf ein simples "Ich liebe Dich nicht mehr und kann mir keine gemeinsame Zukunft mehr vorstellen." herauslaufen -- natürlich nur, wenn das wahr ist. Mehr muss man gar nicht wissen und mehr muss man auch nicht sagen.

  3. #2 Gast
    09.06.2011 08:01
    Liebe FS
    Verbale Überlegenheit der Partnerin kann dazu führen, dass Mann mit einer faulen Erklährung sich loslösst.
    Deine Worte sind mit sehr viel Druck. Kann sein dass das die Verletztheit ist aus der Situation. Fürchte jedoch, dass das Deine Art ist. Direkt und Geradeaus.
    Das könnte auch ein Grund sein, dass Dein Partner nicht mehr wollte. Und keine Lust hatte auf weitere Diskusionen.
    Wenn sich Dein Partner von Dir überfahren fühlt, wird er nicht in der Lage sein, Dir das zu erklähren.

  4. #3 Gast
    09.06.2011 12:38
    Möchtest du diese Ehrlichkeit wirklich hören?
    Denk mal daran, warum du dich von Männern zurück gezogen hast. Das waren kaum rationale Gründe, denn der Bauch hat bei solchen Entscheidungen mehr Stimmrecht als der Kopf.
    Da riecht jemand komisch. Oder sieht so aus, daß der Gedanke, ihn bis zum Ende aller Tage morgens beim Aufwachen ansehen zu müssen, Horror ist, weil er mit offenem Mund schläft und sabbert. Oder die Angewohnheit, die Wurst mit den Fingern anzufassen und vorm aufs-Brot-legen noch mal daran zu riechen, bei ansonsten manierlichem Benehmen, geht garnicht.
    Wenn einen so etwas stört und man es nicht "süß" oder tolerabel findet, dann paßt unterschwellig was nicht, ohne daß man es richtig fassen kann.
    Dann wird eine rationale, nicht zu umgehende Begründung gegeben, denn diese Sachen kann man einem anderen Menschen nicht erzählen.
    Auch wenn das eigene Ego Ablehnung nicht mag: Was nicht paßt, paßt nicht.
    Oder willst du dich anhand einer Ablehnungsliste verbiegen?

  5. 09.06.2011 13:05
    Warum Männer nicht ehrlich sein können? Aus dem gleich Grund, aus dem auch Frauen nicht ehrlich sind. Manche Entscheidung wird eben eher gefühlsmäßig getroffen, dann gibt es da nicht unbedingt rational nachvollziehbare Gründe. Außer dem, dass es emotional halt nicht passt. Aber würde Dir das als Erklärung ausreichen?

    Und selbst wenn die Entscheidung, sich zu trennen, "gut" durchdacht ist, was bringt es? Ich habe damals auch tagelang mit meiner Ex diskutiert, weil ich ihre Gründe einfach nicht nachvollziehen konnte. Aber irgendwann habe ich das einfach aufgegeben. Denn geändert hätte es nichts.

  6. 09.06.2011 13:39
    Gründe zu nennen bringt schon deswegen nichts, weil im Moment der Trennung ja auch keine Veränderung oder Besserung mehr erwartet wird oder gar nützen würde, sondern sich die Sache ja erledigt hat.

    Die meisten Menschen können und wollen sich auch nicht grundlegend ändern und konkrete Trennungsgründe würden gar nicht helfen, sondern eher schaden.

    Man muss auch nicht begründen, warum man eine Partnerschaf begründet. Man hat sich eben verliebt, man begehrt den anderen, man versteht sich gut. Ebenso wenig muss man eine Trennung begründen. Man sich eben entliebt, versteht sich n icht mehr so, fühlt sich miteinander nicht mehr wohl.

    Gründe, Ursachen, Details können da nur verletzen und Krieg, Wut, Verzweiflung, Hass schüren.

    Wenn man sich trennt, muss man vorallem Fakten schaffen: Trennung und wie sie ablaufen wird. Da passt es zu sagen, dass man sich eben nicht mehr liebt, keine gemeinsame Zukunft mehr sieht und fertig. Das ist Grund genug.

    Einzige Ausnahme sind eben die Situationen, in denen es durchaus konkrete Gründe gibt. Die wissen dann aber fast immer beide gut genug selbst, als dass man sie noch einmal Auswalzen müsste, z.B. Fremdgehen, häusliche Gewalt, Alkoholismus, Sexverweigerung, vorausgegangene massive Streitereien, extreme Uneinigkeit in essentiellen Fragen.

  7. #6 Gast
    09.06.2011 16:46
    Zitat Zitat von Frederika Beitrag anzeigen
    Gründe zu nennen bringt schon deswegen nichts, weil im Moment der Trennung ja auch keine Veränderung oder Besserung mehr erwartet wird oder gar nützen würde, sondern sich die Sache ja erledigt hat.
    Das stimmt, die Sache hat sich erledigt. Aber wer behauptet, dass sich derjenige nicht verändern kann? Für die beendete Beziehung natürlich nicht, aber für die nächste. Dafür müssen jedoch die Gründe bekannt sein.

    Zitat Zitat von Frederika Beitrag anzeigen
    Die meisten Menschen können und wollen sich auch nicht grundlegend ändern und konkrete Trennungsgründe würden gar nicht helfen, sondern eher schaden.
    Das stimmt nicht. Jeder normale, erwachsene Mensch sollte in der Lage sein, Kritik anzunehmen. Damit schaden konkrete Trennungsgründe nicht, sondern nützen.

    Zitat Zitat von Frederika Beitrag anzeigen
    Man muss auch nicht begründen, warum man eine Partnerschaf begründet. Man hat sich eben verliebt, man begehrt den anderen, man versteht sich gut. Ebenso wenig muss man eine Trennung begründen. Man sich eben entliebt, versteht sich n icht mehr so, fühlt sich miteinander nicht mehr wohl.
    Das sind zwei völlig verschiedene Ausgangssituationen, die du so nicht vergleichen kannst. Oder andersherum, vergeiche: Du sagst doch deinem Freund auch irgendwann einmal, warum du dich in ihn verliebt hast? Also ich schon, wenn ich meine Zuneigung zum Ausdruck bringe.

    Zitat Zitat von Frederika Beitrag anzeigen
    Gründe, Ursachen, Details können da nur verletzen und Krieg, Wut, Verzweiflung, Hass schüren.
    Das sehe ich anders: Durch Nennung von Gründen, Ursachen, Details können Wut, Verzweiflung und Haß unterbunden werden weil durch das Verständnis die Verarbeitung der (meist ja einseitigen) Trennung leichter fällt.

    (Fortsetzung folgt wegen Zeichenbegrenzung)

  8. #7 Gast
    09.06.2011 16:48
    (Fortsetzung wg. Zeichenbegrenzung)

    [Mod.= ausnahmsweise veröffentlicht! - Halten Sie sich künftig an die, nicht ohne Grund bestehende Zeichenbegrenzung!]

    Das sehe ich anders: Durch Nennung von Gründen, Ursachen, Details können Wut, Verzweiflung und Haß unterbunden werden weil durch das Verständnis die Verarbeitung der (meist ja einseitigen) Trennung leichter fällt.

    Zitat Zitat von Frederika Beitrag anzeigen
    Wenn man sich trennt, muss man vorallem Fakten schaffen: Trennung und wie sie ablaufen wird. Da passt es zu sagen, dass man sich eben nicht mehr liebt, keine gemeinsame Zukunft mehr sieht und fertig. Das ist Grund genug.
    Das ist richtig, aber nicht ohne Angabe von Gründen. Wie man plant, sich später zu begegnen, ist der letzte Punkt am Ende des ausführlichen (begründeten) Trennungsgespräches. Man kann z. B. in diesem Gespräch die Gründe nennen, anschliessend festlegen, dass man für Zeit x keinen Kontakt hat und abschliessend festlegen, wie man sich im Falle eines Zusammentreffens verhalten wollen wird. Das sind die Rahmenbedingungen. Rahmenbedingungen legt man ja auch fest, wenn man die Beziehung eingeht - wenngleich ohne extra darüber zu sprechen. Aber vorhanden sind sie.

    Zitat Zitat von Frederika Beitrag anzeigen
    Einzige Ausnahme sind eben die Situationen, in denen es durchaus konkrete Gründe gibt. Die wissen dann aber fast immer beide gut genug selbst, als dass man sie noch einmal Auswalzen müsste, z.B. Fremdgehen, häusliche Gewalt, Alkoholismus, Sexverweigerung, vorausgegangene massive Streitereien, extreme Uneinigkeit in essentiellen Fragen.
    Ja gut, aber diese Sonderfälle sind hier ja offensichtlich nicht gemeint.

    In meiner ganzen Argumentation gehe ich von einer echten Beziehung aus. Ich gehe nicht aus von einer Affäre oder der speziellen (aber gar nicht so seltenen) Situation, dass zum Erreichen einer Affäre eine Beziehung vorgespielt wurde. In diesem letzteren Sonderfall ist es natürlich klar, dass es keine Begründung gibt.

  9. #8 Gast
    09.06.2011 20:44
    Ich kann den vorigen Antwortern zustimmen, besonders Frederika hat es gut erläutert.
    Ein für mich wichtiger Grund ist der Sex. Vielleicht ist das der unnachvollziehbare Grund ?!
    Das bisschen Sex ist wichtiger als viele (meist Frauen) denken.

  10. #9 Gast
    09.06.2011 21:58
    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Ich kann den vorigen Antwortern zustimmen, besonders Frederika hat es gut erläutert.
    Ein für mich wichtiger Grund ist der Sex. Vielleicht ist das der unnachvollziehbare Grund ?!
    Das bisschen Sex ist wichtiger als viele (meist Frauen) denken.
    Ist es zuwenig Sex oder "schlechter" Sex? Wie häufig wäre gut und was wäre guter Sex? Das wäre erst einmal zu klären. Sonst ist für mich tatsächlich ein nicht nachzuvollziehbarer Grund.
    1. Weil der Sex i. d. R. besser wird, je länger und besser man sich kennt und zusammen ist.
    2. Weil sich keine Frau über den Sex definieren muß.
    3. Weil auch zu gutem Sex immer zwei gehören.

    (#6/7)

  11. #10 Gast
    10.06.2011 10:01
    Hier noch einmal #8
    Meist zu wenig UND schlechter Sex.
    zu 1. ich bezweifle, dass der Sex in der Regel besser wird; eher immer weniger.
    zu 2. das halte ich für Emanzengelaber.
    zu 3. ja, aber wenn einem Partner der Sex einfach nicht wichtig ist ???
    siehe hierzu auch:
    https://www.elitepartner.de/forum/sex-nur-am-anfang-interessant-18971.html

  12. #11 Gast
    11.06.2011 15:16
    Ich denke schon auch ,dass der Sex eine wichtige Rolle spielt. Aber trotzdem sehe ich nicht ein, dass zu wenig Sex ein Trennungsgrund sein soll. Ich meine, dass sollte man doch in einer Partnerschaft bereden können?! Auch das mit dem schlechten Sex. Man muss ja nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen, aber man könnte z.B. dem Partner sagen, dass man auf dieses oder jenes stehen würde. Oder ihn fragen, ob man mal was Neues ausprobieren wolle.. Ich denke, da gibt es mehrere Möglichkeiten es dem anderen näher zu bringen, für den, der wirklich möchte.
    Aber wenn der andere eigentlich am liebsten Sex mit einem neuen Partner erleben möchte, eben etwas neues, prickelndes, dann trennt man sich halt vielleicht eher.

    Sex mit neuen, einem noch nicht so vertrauten Partner kann aufregend sein, sicher. Aber seien wir mal ehrlich, einem neuen Partner verrät man sicher nicht sofort die eigenen Vorlieben und testet auch nicht gleich neue "Spiele" aus.

  13. 11.06.2011 16:00
    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Ist es zuwenig Sex oder "schlechter" Sex?
    Kann in jedem Fall anders liegen. Beide Gründe kommen oft vor. Ich glaube aber, dass Sex selten Trennungsgrund ist. Ausbleibende sexuelle Erfüllung ist ein sehr häufiges Symptom für eine Beziehungskrise, nicht aber deren Ursache.

    1. Weil der Sex i. d. R. besser wird, je länger und besser man sich kennt und zusammen ist.
    Das sehe ich nicht so. Die ersten Wochen wird der Sex zunehmend besser, weil man die Vorlieben kennenlernt und sich erst einmal aufeinander einspielen muss. Aber ab dann.... sorry, man muss im Gegenteil verdammt aktiv daran arbeiten, den Sex auf Dauer spannend, erregend, abwechslungsreich zu halten. Viel zu schnell zieht sonst Routine und Langeweile ein.

    2. Weil sich keine Frau über den Sex definieren muß.
    Meine bisherigen Partner haben sich aber auch nicht über Sex definiert... Das klingt so nach Geschlechterkrampf.

  14. 11.06.2011 16:02
    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Wie häufig wäre gut und was wäre guter Sex?
    So oft wie man Lust hat, ist ideal. Falls beide verschieden oft Lust haben, sind die Differenzen daher vorprogrammiert. Es gibt keinerlei absolute Häufigkeit, die besser als eine andere wäre, aber es muss eben für beide passen. Nicht zu oft und nicht zu selten. Genau das ist der Haken an der Sache mit dem Sex.

    In meiner persönlichen Erfahrung sind zwei Punkte dabei ausgesprochen hilfeich:

    a) Tägliche Zärtlichkeit, Körperkontakt, Kuscheln vor dem Einschlafen, jederzeit anfassen, streicheln und sich erregen dürfen. Sich zeigen, dass man sich gerne hat, den Geruch mag, den Kontakt genießt. Das schafft eine Atmosphäre der Geborgenheit, des Vertrauens, des Intimseins und macht Avancen eben auch leicht und unkompliziert.

    b) Gefälligkeitssex -- auch wenn sich das erst einmal schlimm anhört. Aber wenn man nur dann Sex hat, wenn beide exakt in dem Moment Lust haben, dann wird es mit der Zeit wirklich zu wenig. Nein, wen einer erregt ist, dann muss er auch mal dürfen, dann muss man gerne mitmachen, denn der Appetit kommt dann auch oft beim Mitmachen. Warum nicht seine Morgenlatte aus Liebe schnell reiten, wenn er darauf steht; warum sich nicht abends mit Cunnilingus befriedigen lassen, wenn er zu mehr gerade keine Lust hat? Und wie oft wird beides nicht doch für beide erregend und befriedigend. Sex sollte kein Kampf, kein Tausch, kein Muss sein, sondern freiwillig mit Freude ausgeübt werden -- aber eben auch dann mal, wenn nur der eine wirklich scharf ist.

    Tja, dann fragst Du noch, was guter Sex ist. Das ist natürlich schwierig zu beantworten, weil die individuellen Vorlieben eben stark voneinander abweichen.

    Die überwältigende Mehrheit der Frauen findet aber Sex meist dann gut, wenn er zärtlich und liebevoll beginnt, den ganzen Körper umfasst, wenn genug (aber nicht zwangsläufig viel) Zeit ins Vorspiel gesteckt wird, wenn er ihr zeigt, dass es nicht nur um körperliche Befriedigung geht, sondern in der Tat "Liebe gemacht" wird.

    Umgekehrt lieben es die meisten Männer, wenn die Frau auch aktiv ist und nicht nur platt daliegt, sondern eben mit Bewegung, mit Begeisterung, Wünschen, Initiative dabei ist. Für beide Geschlechter ist Experimentierfreude und Abwechslung gut, keiner der normalen Stellungen und Praktiken sollte Tabu sein, Fellatio und Cunnilingus gehören heute für die meisten dazu.

  15. 11.06.2011 19:03
    Liebe #11,
    ich habe mich schon getrennt, weil es mir von Anfang an nicht so sehr gut gefallen hat im Bett und mir Eigenheiten, Bewegungen, Rhythmus irgendwann so auf die Nerven gingen, dass ich den Wunsch verspürte, er möge bald fertig sein. ICH! Völlig absurde Vorstellung, ich kann auch bei mäßig gutem Sex nicht genug kriegen!

    Das war ein solches Alarmsignal, dass ich danach auf die Freundschaftsschiene eingeschwenkt bin- zur sehr geringen Begeisterung des Herrn.

    In Bezug auf Trennungsgründe von Männern kann ich nicht wirklich mitreden, von mir hat sich nur ein Mann getrennt, weil er die Fernbeziehung nicht aushalten konnte- und das später bereut hat, aber das ist ein weites Feld. Er hat es jedenfalls zunächst nicht wirklich vernünftig gesagt, sondern per Mail die Beziehung ohne Begründung beendet und sich danach tot gestellt. Fand ich ziemlich fies, und auch deshalb hätte ich mich nie auf ein Revival eingelassen.

  16. #15 Gast
    12.06.2011 11:13
    Liebe Fragestellerin, vielleicht kann "ein Mann nicht so ehrlich sein" aus dem selben Grund aus dem ich als Frau in der Hinsicht nicht immer ganz ehrlich bin? Der Grund bei mir ist der folgende: Unendlich viele Menschen beiderlei Geschlechts sagen, dass sie die Wahrheit hören wollen bzw. mit der Wahrheit umgehen können, und dann können sie es eben doch nicht.
    Ich lege übrigens auch keinen Wert darauf von einem früheren Partner irgendwelche potentiell "beleidigenden" Gründe genannt zu bekommen, die ja immer höchst subjektiver Natur sind. Dass sie subjektiver Natur sind und nicht der "absoluten Wahrheit" entsprechen müssen erfasse ich mit dem Verstand, emotional können sie aber trotz dieses Wissens verheerende Folgen haben.
    Hinzu kommt, dass der Moment der Trennung für beide eine Ausnahmesituation ist. Ich stoße da an meine Grenzen was Kommunikation angeht.

    Ich hoffe, es war für Dich jetzt in Ordnung, dass ich als Frau Dir geantwortet habe, denn Du hattest ja um Rückmeldungen von Männern gebeten.

    <MOD: In jedem Thread dürfen selbstverständlich alle Teilnehmer antworten und diskutieren. Wir wollen ausdrücklich beide Geschlechter ermuntern, an allen Threads teilzunehmen! Einschränkungen durch die Fragestellung brauchen nicht beachtet zu werden!>

    w/49

  17. #16 Gast
    12.06.2011 13:51
    das ist ein schwieriges kapitel.
    der "verlassene" möchte natürlich das "warum" wissen und hat auch ein recht darauf. wenn ich das warum weiß, fällt es mir leichter es zu akzeptieren.... hab ich schon oft gehört.
    nur, wie ist es in der regel: das warum ist für den verlassenen nicht nachvollziehbar oder kein akzeptabler grund und wenn doch, macht es die sache auch nicht leichter.
    mein grund war immer mangelnde liebe und diesen habe ich auch kommuniziert. das ist als grund endgültig, irreparapel und läßt keinen raum für diskussionen, so glaubt man. meist kam dann die frage: warum kannst du mich nicht lieben? ich könnte jetzt dieses und jenes nenne, was mich stört oder mir nicht passt. aber ist das der grund für mangelnde liebe? ich habe frauen geliebt, bei denen mich einiges "gestört" hat und habe mich nicht in frauen verliebt, bei denen "alles" passte. und die knallharte wahrheit dahinter: ich war überzeugt, dass es andere frauen gibt, die attraktiver sind für mich.
    m/45

  18. #17 Gast
    12.06.2011 14:15
    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Ein für mich wichtiger Grund ist der Sex. Vielleicht ist das der unnachvollziehbare Grund ?! Das bisschen Sex ist wichtiger als viele (meist Frauen) denken.
    Über angeblich schlechten Sex zu urteilen ist eine gefährliche Sache, denn es kann Gründe geben, sich erotisch zurückzuhalten. Treue zum Beispiel.

  19. #18 Gast
    12.06.2011 15:31
    Lieber 16

    danke für deine Ehrlichkeit. Finde ich gut. Also im Endeffekt ist glaub ich schon meist mangelnde Liebe der Grund. Den mit Liebe geht ja bekanntlich alles, sprich, hält man auch einiges "Unpassendes" aus oder findet Kompromisse.

    Erkläre doch mal etwas näher "attraktiver"! Was macht den in deinen Augen eine Frau attraktiv oder anhand von was würdest du beurteilen, dass eine Frau attraktiver ist als eine andere? Oder ist es einfach das Gefühl, dass egal mit wem du zusammen bist, sich sicher immer eine Bessere finden würde?
    Irgendwie hatte ich es auch lange Zeit so, ich habe nach einiger Zeit in einer Beziehung immer das Gefühl gehabt, es würde noch was "Besseres" auf mich warten, irgendwo. Dann war ich mit einem Mann zusammen, dem ich innerlich "Ja" gesagt habe. Mich hat bei ihm auch das einte oder das andere gestört, aber ich habe da grosszügig drüber hinweg gesehen. Ich wollte mich in dem Moment wirklich einmal für jemanden entscheiden. Und ich muss sagen, es war ein sehr schönes Gefühl!! Ich hatte das bis dahin nicht gekannt, ehrlich. Und ich musste 38 werden, um dies zu erleben.

    Was hat dich denn so gestört? Und... hast du schlussendlich "Attratkitveres" gefunden? Ah und ja.. wie hast du die mangelnde Liebe kommuniziert? Wirklich in diesen Worten?

  20. #19 Gast
    12.06.2011 15:56
    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    das ist ein schwieriges kapitel.
    nur, wie ist es in der regel: das warum ist für den verlassenen nicht nachvollziehbar oder kein akzeptabler grund und wenn doch, macht es die sache auch nicht leichter.
    Du sagst es: "in der Regel". Was, wenn eine aus der Reihe tanzt und nachvollziehen und akzeptieren kann? Du gehst davon aus, dass kaum eine das kann. Und doch, es macht die Sache leichter für die, die es kann. Aber das ist dir schon wieder zuviel, also flüchtest du dich in diese für dich bequeme Behauptung.

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    mein grund war immer mangelnde liebe und diesen habe ich auch kommuniziert. das ist als grund endgültig, irreparapel und läßt keinen raum für diskussionen, so glaubt man.
    Ich frage jetzt nicht, wie ein Mann das "kommuniziert", sondern ganz konkret: Was sagst du in diesem Fall?

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    meist kam dann die frage: warum kannst du mich nicht lieben? ich könnte jetzt dieses und jenes nenne, was mich stört oder mir nicht passt. aber ist das der grund für mangelnde liebe?
    Das ist es gerade: Du sollst die Gründe im Einzlenen nennen. Oder ist dir die Person so wenig wert und wichtig, dass du dir nicht mal mehr die Mühe gibst, diese Gründe in deinem Kopf herauszufiltern und vernünftig zu artikulieren?

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    ich habe frauen geliebt, bei denen mich einiges "gestört" hat und habe mich nicht in frauen verliebt, bei denen "alles" passte. und die knallharte wahrheit dahinter: ich war überzeugt, dass es andere frauen gibt, die attraktiver sind für mich.
    m/45
    Ist das alles? Du kannst dir nicht vorstellen, dass eine mal gut genug für dich ist? Immer auf der Suche? Das wäre doch ein (zwar unverschämt frecher und unausgereifter) Grund, aber wenigstens verständlich. Die Akkzeptanz wäre ein Leichtes...

    Ich glaube, du bist einfach zu bequem und/oder zu feig, einer Frau solche Gründe zu benennen. Glaube mir, wenn du diesen letzten Grund nennst, wird keine Frau mehr diskutieren, sondern froh sein, dass es beendet ist.

  21. #20 Gast
    06.07.2011 11:20
    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Also Männer, ran an die Tasten. Was wären für euch Gründe, eine Beziehung zu beenden, von heute auf Morgen.

    Ach ja.. um grad einige Sachen auszuschliessen.. Fremdgehen war nicht! Und Respektlosigkeit auch nicht. Die Beziehung hat einige Jahre gedauert.
    Der Tropfen der das Faß zum überlaufen gebracht hat!

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