Die Hamburger Psychologin und Psychotherapeutin Dr. Julia Peirano hat im Rahmen ihrer Doktorarbeit die Beziehungspersönlichkeit näher untersucht. Gemeinsam mit ihrer Kollegin, der Paartherapeutin Dr. Sandra Konrad entstand daraus das Buch „Der geheime Code der Liebe“.
Die Prägung der Eltern
Die Beziehungspersönlichkeit ist stark von unseren Eltern geprägt, aber auch von früheren Erfahrungen und Beziehungen. Tatsächlich ticken wir in der Liebe oft völlig anders als im normalen Leben. Klar: Die Freundschaft zu unseren besten Freunden ist natürlich von anderen Faktoren bestimmt als das Liebesleben, bei dem so viele emotionale Dinge einfließen.
Die Beziehungspersönlichkeit bestimmt auch unsere Partnersuche und wie wir in der Beziehung lieben und streiten. Das Fatale daran: Sie ist uns nicht bewusst. Die gute Nachricht ist aber, dass wir an unserer Beziehungspersönlichkeit durchaus arbeiten können. Und genau dabei hilft das Buch ganz konkret.
Schluss mit dem Tunnelblick
Aber nicht nur das: Wir haben bei uns selbst oft eine Art Tunnelblick, der es uns schwer macht, das Offensichtliche zu erkennen. Nämlich, wer eigentlich wirklich zu uns passt. Das Buch hilft bei der Orientierung. Es hilft dem Leser, sich selbst mitsamt den eigenen Stärken, Schwächen und Bedürfnissen besser kennenzulernen. So ist es leichter herauszufinden, welcher Partner der oder die Richtige ist.
Dr. Julia Peirano sagt dazu: „Je besser ich mich selbst kenne, desto einfacher gelingt es mir, den richtigen Partner für mich zu finden. Wenn ich mein Beziehungspersönlichkeitsprofil mit dem ausführlichen Test im Buch erstelle, sehe ich auf einen Blick meine extremen Ausprägungen. Ich kann mir dann überlegen, ob mein Partner mir ähnlich sein oder meine eigenen Macken eher ausgleichen sollte.“
Die Mischung macht's
Am günstigsten ist übrigens, wenn die Partner in ihren Bedürfnissen nicht allzu sehr divergieren. Nur in der Facette „Dominanz“ sollte man laut Autorin eher gegensätzlich sein. Die Partner sollten am besten auch in ihren Vorstellungen von einer Partnerschaft übereinstimmen.
Das Problem dabei ist, dass es natürlich nur ganz selten den Traummann oder die Traumfrau gibt. Doch jemanden zu finden, der diesem Konzept am nächsten kommt, dabei hilft das Buch durchaus. Und das ist ja schon eine ganze Menge.
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