Das Thema Emanzipation wird heute groß geschrieben. Aber gilt das auch fürs Dating? Oder benehmen wir uns beim Kennenlernen eher noch wie die Jäger und Sammler? Das hat sich bestimmt jede Frau schon mal gefragt, die ewig auf "seinen" Anruf wartete und jeder Mann, der mal wieder beim Date die Rechnung zahlen musste.
"Die Emanzipation hat das geschlechtsstereotype Verhalten zwar aufgebrochen", bestätigt Single-Coach Lisa Fischbach. "Aber gerade beim Kennenlernen kommt es oft zu Unsicherheit und Missverständnissen." Wenn eine Frau sich zum Essen einladen oder die Tür aufhalten lässt, heißt das nämlich noch lange nicht, dass sie unselbstständig ist. Auch für emanzipierte Frauen kann es verlockend sein, sich umwerben zu lassen. Sogar extrem selbstbewussten und erfolgreichen Frauen gefällt bei der Partnersuche mitunter eine eher "klassische" Frauenrolle. Aber, egal ob Mann oder Frau: Vor Ablehnung haben alle Angst und verhalten sich im Zweifelsfalle eher passiv – denn wer sich zurückhält, ist vor Ablehnung scheinbar sicher.
Selbst ist die Frau
Vanessa (31) bevorzugt die Eigeninitiative und möchte ihr Glück selbst in die Hand nehmen: "Wer nur wartet, gefunden zu werden, verpasst vielleicht Mr. Right. Der will und muss ja schließlich auch gefunden werden", sagt sie. Für soviel weibliche Initiative ist die Partnersuche bei einer Kontaktbörse im Netz perfekt geeignet: Hier herrscht beim Flirten mehr Gleichberechtigung als im realen Leben. Denn es ist weniger gewagt, eine Partneranfrage zu schicken, als in einer Bar einen wildfremden Mann anzusprechen.
Das verlangt den Damen allerdings eine Portion Selbstbewusstsein ab: "Ich habe einige Körbe kassiert", sagt Vanessa. Aber sie sieht es sportlich: "Das riskieren Männer ja auch, wenn sie einen ansprechen. Gleiches Recht für alle!" Wenn die Frauen bei ihren Initiativen allzu forsch werden, kann das allerdings selbst auf sehr moderne Herren abschreckend wirken."?Nehmen Sie seine Signale wahr. Wenn nötig, schalten Sie einen Gang zurück", rät Single-Coach Fischbach.
Dann können Sie Ihr Angebot hübsch verpackt unterbreiten. Zum Beispiel: "Ich fänd' es schön, wenn wir uns bald mal treffen würden. Hast Du Lust?" So eine Aussage kann Mann schlecht unkommentiert lassen. Und vielleicht liefert er den Vorschlag, wo man sich treffen könnte, gleich mit – dann bleibt er nicht ganz passiv.
Powerfrauen und Jägertypen
Beim weiteren Näherkommen kann eine Portion Zurückhaltung manchmal der schlauere Weg sein. Denn: Es gibt sie noch, die "Jägertypen", für die der besondere Reiz darin besteht, eine Frau zu erobern. Tritt frau bei einem solchen Exemplar zu offensiv auf, hat sich die Sache erledigt. Für eher schüchterne Männer ist es dagegen die Erlösung, wenn sie das Ruder übernimmt. "Das richtige Maß an Initiative hängt davon ab, wie viel Offensive das Gegenüber verträgt", erläutert Lisa Fischbach.
Doch Aufbruch aus klassischen Rollen hin und her: Für die meisten Männer scheint es immer noch wichtig zu sein, einen Hauch Eroberungsgefühl zu spüren. Und dazu gehört eben, dass sie nicht ständig anruft oder mailt, sondern sich ein wenig rar macht. Das erhöht die Spannung. Unser Tipp: Gehen Sie anfangs ruhig in die Offensive. Drosseln Sie dann das Tempo und lehnen Sie sich nach dem Eisbrechen ein wenig zurück.
Wer zahlt?
Lars (38) nervt es, wenn Frauen sich allzu sehr in ihrer Rolle ausruhen. Der Grafiker hat sich schon mit einigen Kandidatinnen getroffen und findet nicht, dass immer er die Rechnung übernehmen sollte. "Oft gucken die Frauen komisch, wenn ich vorschlage zu teilen", sagt er. "Aber fürs erste Date finde ich das völlig in Ordnung."
Gerade, wer recht aktiv auf Partnersuche ist und sich häufig mit potenziellen Kandidaten trifft, wird merken, dass das ins Geld gehen kann. Da ist es nur verständlich, wenn die Herren auf diesem Gebiet eine gesteigerte Emanzipation von der Damenwelt erwarten.
Ich Tarzan, Du Jane
Genauso übel findet Lars es übrigens, wenn seine Geschlechtsgenossen ihre vermeintliche Dominanz und Durchsetzungsstärke zu sehr ausleben. "Die meisten versuchen doch nur, damit ihre Schwächen zu vertuschen, weil sie Angst haben, als Weichei zu gelten?, vermutet er. "Dabei gehört es für mich auch zur männlichen Emanzipation, meine vermeintlich schwachen Seiten zu zeigen." Genau das finden Frauen manchmal recht anziehend, wie Vanessa bestätigt: "Ich suche nicht gerade einen Softie, aber ein Mann muss mir auch nicht dauernd zeigen, dass er ein harter Kerl ist."
Der arbeitslose Versorger
Besonders "Powerfrauen", die sich im Beruf durch Kompetenz und Durchsetzungsvermögen profilieren, sollten im Vorfeld ganz genau überlegen, was für einen Mann sie eigentlich suchen: "Wenn Sie sehr selbstbewusst wirken, zieht das vor allem nähebedürftige Männer an, die eine Schulter zum Anlehnen brauchen", erklärt Lisa Fischbach. "Da bleibt wenig Platz für das eigene Anlehnungsbedürfnis."
Es gibt immer mehr gebildete, karriereorientierte, selbstständige Frauen ? und die suchen nur selten einen Mann, der sie im klassischen Sinne versorgt. Klar, dass der eine oder andere über althergebrachte Rollenbilder verunsichert ist. Was suchen die "neuen Frauen" denn in einer Beziehung? "Solche Powerfrauen haben eher Erwartungen jenseits materieller Werte. Es geht ihnen mehr um eine emotional erfüllende Beziehung. Vertrauen, Intimität, Kommunikation, Respekt und Gleichberechtigung gehören dazu."
Eine Herausforderung an beide Geschlechter, die mit ein wenig Fingerspitzengefühl von beiden Seiten in eine spannende und erfüllende Partnerschaft führen wird.
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19 Kommentare (älteste zuerst)Ja, die alten Muster scheinen immernoch zu funktionieren. Da hilft uns Frauen die ganze Emanzipation herzlich wenig. Wir müssen entweder das Spiel nach diesen Regeln (Jäger –> Gejagte) spielen oder wir haben von vornherein verloren. Diese Erfahrung habe ich kürzlich persönlich gemacht, dachte mir – Blödsinn, ich bin, wie ich bin, gebe mich ehrlich und natürlich, und habe dabei wohl zwei, drei Mails zuviel geschrieben. Diese blieben dann unbeantwortet, und es kamen auch künftig immer weniger Nachrichten bei mir an. Durch mein Engagement habe ich den Mann wohl vergrault – er wollte selbst bestimmen, wann er handelt und hat sich durch mich genötigt gefühlt – das wars dann…. Frau hat also nur die Möglichkeit, in der Warteposition zu verharren, möglichst sehr geduldig…. Oder sie sucht sich den "richtigen" – für sie passenden – Typ Mann!
Ich habe den Eindruck, dass die Männer gerne die Initiative ergreifen möchten, wenn sie sich trauen würden. Da sie aber davon ausgehen, dass das alles doch keinen Zweck hat, bzw. die Auserwählte doch nicht echt ist, oder nicht ganz passt (die ist nicht mein Typ) lieber doch nicht schreiben und sich damit trösten, dass es einfach nicht die passende Frau gibt. Ich habe Gästebücher von Männern gelesen in denen Frauen tonnenweise Briefe, Gedichte, nette Bildchen gestellt haben und der Mann antwortet "Danke, sehr nett". Will damit sagen, wir Frauen verwenden sehr viel mehr Energie auf die Partnersuche und in die Eroberung und das scheint Männer abzuschrecken, aber da müssen die Männer auch mal erkennen, dass sie was tun müssen. Freiwillig veranstalten wir den Aufwand auch nicht. Weisste? Also Männer, ran an den Speck!
Ja, ich kann dem gesagten nur zustimmen. Einerseits wollen Männer die großen Jäger sein, andererseits sind sie mehr als ängstlich. Gleichzeitig habe ich bereits mehrfach die Rückmeldung erhalten, dass die Flut der Zuschriften die Zeit und Möglichkeiten einiger Männer hier völlig übersteigt. Also bei mir war es bisher nur durch meine Initiative überhaupt zum Kontakt gekommen, der dann ohne weitere Kommentare im Sand verlief. Irgendwas muss ich offensichtlich falsch machen?
Vielleicht kann mir eine bereits hier erfolgreiche Frau ein paar Tipps geben.
Mit dem Bezahlen beim Date habe ich kein Problem, es sei denn, es wird von mir erwartet. Andererseits habe ich schon von Frauen gehört, die sich in ihrer Selbstverständigkeit eingeschränkt fühlen, wenn man die Rechung zahlt.
@Chaja und Taori
Ich als Mann musste genau die umgekehrte Erfahrung machen. Wenn ich eine Frau anschreibe, dann habe ich bisher keine Antwort bekommen, obwohl ich einfach mal davon ausgehe, daß ich mir beim Schreiben der Mail Mühe gebe, sprich auf Punkte im Profil eingehe, Fragen dazu stelle usw. Mühe allein scheint aber nicht zu reichen.
Mit einem Korb kann ich ja leben, ich muß und will ja nicht jeder gefallen, aber das man ihn auf diese Art und Weise bekommt, ist aus meiner Sicht nicht in Ordnung, gerade weil sich hier exakt über dieses Verhalten beschwert wird. Ein derartiges Verhalten fördert nämlich nicht besonders die Motivation …
Offenbar bekommen Frauen so viele Mails am Tag, daß sie nicht alle beantworten können. Anders kann ich es mir nicht erklären. Oder liegt das Problem ganz wo anders?
Ich gehöre eher zu den "Powerfrauen", deren Profil beeindruckt, aber auch das Flair der Unnahbarkeit versprühen kann. Dabei lasse ich mich durchaus gern erobern – Erobern aber im Sinne gegenseitigen Flirtens. Bei der Online-Partnersuche habe ich die Erfahrung gemacht, dass Warten aufs Angeschrieben-Werden das Dümmste ist, was man oder frau machen kann. Da brauchen meine daten nur knapp außerhalb des Suchbereichs des Traumpartners liegen, und schon werde ich ihm nicht angezeigt… So sehr ich bestimmte traditionelle Umgangsformen mag, in Sachen "wer tut den ersten Schritt?" haben sich die Zeiten doch wirklich gewandelt!
Es lohnt sich auch, bei jedem Mailverkehr auf Zwischentöne zu achten, die signalisieren, ob mein Gegenüber eher mehr oder weniger Engagement von mir wünscht. Ich habe auch kein Problem, beim Bezahlen einfach zu fragen: "Stört es dich, wenn ich das Bezahlen übernehme?" So habe ich ein Angebot gemacht und zugleich signalisiert, daß ich als Frau damit nicht unbedingt die "Chefin" spielen will. Möglicherweise gibt es uns sogar die Gelegenheit, anderweitig unausgesprochene Rollenerwartungen zu thematisieren.
Ich bekenne ich mich schuldig, dass ich schon mal keine Absage schicke, wenn ich mehrere sehr ausführliche Anfragen von Herren erhalte, die mein Vater sein könnten, und ich sie nicht mit einer Standardabsage abspeisen möchte, mir aber auch die Zeit für ein ausführlicheres Eingehen auf diese Romane fehlt. Irgendwann gerät das ganze in Vergessenheit… Als kleiner Tipp an beide Geschlechter: zu ausführliche Selbstdarstellungen in einer Partneranfrage können leicht so wirken, als preise man/frau sich an wie "sauer Bier"… Das schlechte Gewissen läßt grüßen! Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es bei Partneranfragen reicht, ein paar Gemeinsamkeiten im Profil hervorzuheben und ein paar nette und persönliche Worte dazu zu finden; dann bekomme ich am ehesten ein Feedback. Schließlich ist es ein Erstkontakt, aus dem sich noch mehr entwickeln soll…
Also ich finde ausführliche Darstellungen gut. Gebe sie gerne selbst und freue mich auch, wenn ich solche erhalte. Je mehr ich erfahre, umso besser kann ich mir ein Bild machen von meiner Gegenüberin und umgekehrt. Und das ist ja wohl das vorrangige Ziel…
Dass das allerdings nicht so üblich ist, habe ich schon mitbekommen. Aber ich bin ja auch ich und suche eine Frau, die zu mir passt… Bleibt es also bei dem alten Tipp: Sei einfach authentisch, wenn Du jemanden suchst, der zu Dir passt. Und das wäre klug
Und noch etwas: eine Antwort gehört für mich zum Fairplay – es sei denn die Kontaktbörse lässt das nicht zu ohne kostenpflichtige Mitgliedschaft. Was hier in Elite ja gottseidank nicht so ist.
Eigentlich ist es ganz einfach, nur beide Geschlechter tun sich schwer. Ein Problem unserer gesamten heutigen Zeit, ist das vorschnelle Aufgeben!!! Sie oder Er erhalten ein, zwei Körbe oder Absagen und aus ist es mit dem Selbstbewusstsein. Es schon ein bisschen wie im richtigen Leben, nichts klappt meist auf Anhieb was man neu beginnt, dass heisst aber nicht, dass es nie funktioniert!!! Unschön und bedauerlich und das gilt für beide Geschlechter, ist nur die um sich greifende Unhöflichkeit. Im realen Leben würde man nach dem Angesprochen werden, zumindest sagen : Danke nett aber kein Interesse, im Netz scheint das nicht mehr nötig, weil so ziemlich alles anonym ist und bleibt und gerade weil es so anonym ist, wäre eine Antwort welcher Art auch immer, einfach nur ein fairer Zug …
Ja, ja – Die Emanzipation.
Ich habe den nachhaltigen Eindruck, daß viele Männer – nach der E-man(n)zipation – sich heute E-frauzipieren und damit aber auch nicht mehr wissen, was Frauen gerne hätten, bzw. wie mann denn nun erfolgreich um Frau wirbt und dennoch zeitgemäß und nicht "albern" dazustehen.
Hinzu kommt sicher auch, daß das Angebot im Internet nicht so kompliziert ist wie die leibliche Variante des Gegenübers.
Für mich habe ich festgestellt, daß ich eher das Gefühl habe ich hätte eine Annonce bei einem Escourt-Service oder anderen Foren aufgegeben. Gerne überspringen die Herren doch mal die Phase Annäherung / Werbung und wollen lieber gleich "zur Sache" gehen, wenn sie sich entschieden haben.
Das ist eine komische Sache zwischen Menschen…
Lieber Gruß
Petra
Wer ist hier von den Damen oder Herren so weise, daß er mir sagen könnte, warum die Emanzipation, deren Ergebnis vermännlichte Frauen und effeminierte Männer sind, das A und O der Begegnung zwischen Mann und Frau darstellen soll, wo die Emantipation eh versagt hat, sich auch nicht vor Rufmord scheut, Frauen in Akkord verdummt, sie in ihrem marxistisch-ideologischen System ghettoisiert und letzten Endes ein alter Hut ist?
Hi, ich getraue mich – obgleich ich nicht weise bin – noch einmal zu schreiben….
Bereits bei der Emanzipationswelle habe ich mich gefragt, was DAS soll. Frauen, die die besseren Männer sein wollten und umgekehrt statt einander zu respektieren lernen. Und ich gebe Apollo darin Recht, daß die Emanzipation eh nicht erfolgreich war. Die Männer scheinen nun vollens verunsichert und nehmen "lieber die einfache Variante" an Frau, nämlich die, die ihnen beweisen will, daß SIE die Richtige ist. Damit ist noch keiner glücklich geworden! Mann nicht, Frau aber auch nicht! – Und nun?! Zum Glück gibt es ja Alternativen: Sucht in jeder Form.
Da ist es schwierig, ein Pendant zu finden, aber – Gott sei Dank! – nicht unmöglich
Für Frau heißt es: Offen bleiben, so schwierig es auch ist. Glauben, lieben, vertrauen, dankbar & mutig sein.
Nach John Gray:
Mann sollte sich die Frau, die er glücklich machen möchte, suchen.
P.S.: Antworten, insbesondere Absagen, sollten selbstverständlich sein. Der andere hat schließlich auch Gefühle, die respektiert werden wollen!
Liebe Frau Fischbach!
Was Sie über die Partnersuche der "Powerfrauen" geschrieben haben und deren Wünsche ist meiner Meinung nach eher ihre individuelle Fantasievorstellung als wissenschaftlich belegte Realität. Ganz das Gegenteil ist der Fall. Spätestens bei der Partnerwahl kommen archaische Motive ganz deutlich zum Vorschein. Die Frau, welche ein deutlich höheres Risiko in der Partnerschaft trägt (Kindversorgung), wählt vorwiegend den aus ihrer Sicht starken, bzw. stärkeren Partner, als sie selbst es ist, aus. Versorgungsgedanken spielen dann unabhängig ihrer eigenen finanziellen Situation eine entscheidene Rolle. Ein weiterer Punkt ist das Image, welches der Partner zu erfüllen hat. Eher noch auf der intellektuellen, beruflichen Ebene, als die finanzielle Ausgestalltung sind hier von Bedeutung. Letztendlich legt die Frau die Latte auf ihr Niveau über die der Mann dann noch drüber springen muß. Realität ist,dass beruflich erfolgreiche oder besonders gebildete Frauen entweder keinen Partner haben weil die Latte nicht übersprungen wurde, oder sie einen Partner haben, welcher ihr "Niveau" erreicht hat bzw. darüber liegt. Hinzu kommen die Problematiken der gemeinsamen Kommunikation und Interessenlage. Das ist auch der Grund warum hochqualifizierte und gebildete Frauen Probleme bei der Partnersuche haben. Es sei denn, sie haben den Partner schon auf der Uni kennen gelernt. Im Gegensatz zu Männern machen Frauen ihren vermeindlichen Partnern kein Angebot auf Versorgung. Emanzipation ist wichtig, weil sämtliche Kompetenzen der Frauen in modernen Gesellschaften benötigt werden. Bei der Partnersuche befinden wir uns noch viele Generationen zurück.
Nicht Emanzipation ist von Nöten, sondern gegenseitiger Respekt, der sich in Anerkennung und Begehren der Andersheit des anderen äußert. Mann sein oder Frau sein sind keine Modefragen, die kommen und gehen. Die Natur in uns beiden wird sich nicht nach den ideologischen Trends und Dogmen des Feminismus richten. Daran ist er letztendlich gescheitert. Zum Glück Männer liebender Frauen und zum Glück Frauen liebender Männer.
Die Kommentare hier überraschen mich doch sehr. Als Mann maile ich hier durchaus. Doch immer wieder spüre ich als Mann: Entsprichst Du nicht ihrem Wunschbild nach dem Richtigen, dann beendet sie das Kennenlernen.
Noch mehr erstaunt mich, daß "ElitePartner.de" dieses Wunschbild vom Richtigen / von der Richtigen auch noch forciert.
Dr. Judith Sills hat bereits Ende der 70er Jahre festgestellt: Mr. Right / Mrs. Right sind maximal eines: Beziehungsverhinderer.
> (Judith Sills)
Denke, wir sollten alle mehr Mut haben, einen Kontakt fortzusetzen und uns endlich von der Vorstellung verabschieden, es gäbe da irgendwo den oder die Richtige.
Wir passen zu weitaus mehr Menschen.
@Apollo: Deine Dummheit tut echt weh. Höre auf Dieter Nuhr: " Wenn du keine Ahnung hast, einfach mal Fresse halten!"
Für dich ein Auszug aus einem Herkunfts-Wörterbuch:
Emanzipation (16. Jh.) aus lat. emancipatio "Entlassung eines Sohnes aus der väterlichen Gewalt"
… Im Deutschen vor allem im Zusammenhang mit der Französischen Revolution und der Befreiung der amerikanischen Sklaven gebraucht. Aktualisiert … durch die Frauenbewegung … . Heute: Synonym für Befreiung von Abhängigkeit, Gleichstellung, Gleichberechtigung
@Markus: Nur ungern stimme ich dir zu, dass (wenige emanzipierte Frauen ausgenommen) archaische Aschenputtel-sucht-Prinz-Vorstellungen selbst bei hoch gebildeten, beruflich erfolgreichen Frauen existieren. Und sie haben in den letzten zwanzig Jahren sogar zugenommen!
Viele Twens, selbst Thirties wissen nicht, was Emanzipation oder Feminismus ist. Sie glauben, das habe etwas mit sexueller Orientierung ("Kampflesben"), Kleidungsstil ("Hosen") oder Manieren zu tun ("ich kann meine Zigarette selbst anzünden") und sehen ihren Klein-Mädchen-Traum von der Errettung und Behütung der Prinzessin durch den Ritter gefährdet.
Junge Frauen:Wacht auf!
Es geht nur darum die gleichen Rechte zu haben, nicht (z.B. aufgrund des Geschlechts) beruflich benachteiligt zu werden, wie es immer noch geschieht!
FOCUS online vom 23.01.08:
Berufstätige Frauen -> Von Gleichberechtigung weit entfernt!!!!!
Frauen in der Europäischen Union sind laut einer Studie oftmals besser ausgebildet als Männer, verdienen aber immer noch deutlich weniger und machen seltener Karriere.
Wie aus dem am Mittwoch von der EU-Kommission in Brüssel veröffentlichten Gleichstellungsbericht 2008 hervorgeht, lag der Bruttostundenlohn von Frauen im Jahr 2006 EU-weit durchschnittlich um 15 Prozent niedriger als der von Männern.
In Deutschland verdienten Frauen sogar 22 Prozent weniger!!!!!
Größer war diese Differenz nur noch in Zypern und Estland. In Malta und Belgien hingegen erhielten weibliche Angestellte nur drei
beziehungsweise sieben Prozent weniger Gehalt.
Oh, bei so viel Bedenken wegen des Benehmens von Powerfrauen und schüchternen Männern, Jagen oder Bejagt werden, frage ich mich bloß, wie ihr denn eure Beziehung meistern werdet. Leute, das ist der erste Schritt, der Spaß machen soll, auch wenn es nicht der oder die Richtige ist. Klar, lange suchen frustriert, wenn man immer die gleichen Geschichten erzählt. Da hilft manchmal eine Pause, nicht so eilig. Die richtigen Probleme kommen doch erst bei einer Beziehungskrise mit dem/der Richtigen danach. Wenn man sich wegen solcher Kleinigkeiten schon den Kopf zerbricht, landet man in wenigen Monaten wieder auf einer Single-Plattform.
Ich bin nach einer Woche schon ziemlich überrascht, zu merken, wie sehr Aktivität meinerseits wohl zu erschrecken scheint. Nun hat meine Mutter vor Jahren schon gesagt: "mach Dich rar". Es fällt mir schwer zu glauben, aber es scheint noch immer so zu sein. Also selbstbewusste Frauen werdet zurückhaltender, ich muss offenbar an diesem Punkt arbeiten und sehr viel dazu lernen.
Hallo, ich klinke mich da mal ein.
Zur Emanzipation: Wer sagt, dass sie gescheitert ist, muß sich m.M. erst mal fragen, was er davon erwartet. Die weibliche Emanzipation dauert noch nicht so lang, dass wir von ihr diese völlige Umwälzung von Rollenbildern verlangen können. Es war schon ein Kampf, rechtliche Gleichstellung zu erreichen, und ist es vielleicht immer noch. Und vielleicht braucht es noch ein vierte und fünfte Welle der Frauenbewegung, um Rollenbilder zu durchbrechen. Oder eine Männerbewegung, die den verunsicherten Männern dazu verhilft, den heutigen Frauen ebenbürtig zu werden. Aber ich kenne das Problem als eher unabhängige Frau sehr gut, und das ganze manifestiert sich jetzt hier in meinem Profil, in dem angeblich ein weniger Nähe, dafür aber Versorgung suchender Mann am besten zu mir passt. Sprich: Einer, den ich wahrscheinlich eher bemuttern würde. Aber: WILL ICH DAS? NEIN! Was folgt für mich daraus? Entweder dieser Test ist Mist, oder ich muß einfach ein bisschen zurück fahren in dem, was ich gebe… und da sind wir Frauen vielleicht oft ein bißchen zu eifrig. (Kann man diesen Test eigentlich nach einer Zeit nochmal machen?)