Wenn ein Liebespaar sich für die erste gemeinsame Wohnung entscheidet, sprengen die Erwartungen und Vorstellungen oft die neuen vier Wände – und somit den Hausfrieden. 5 Tipps für Harmonie im Kuschelnest.
Endlich jeden Morgen nebeneinander aufwachen! Aber nicht nur das: Wenn Paare sich die erste gemeinsame Wohnung suchen, sind laut einer amerikanischen Studie unterschiedliche Beweggründe dafür verantwortlich. Frauen entscheiden sich zu diesem Schritt meist aus Liebe, Männer erhoffen sich laut der Erkenntnisse mehr Chancen auf regelmäßigen Sex. Doch manchmal zieht die Erotik nicht wie erhofft mit, sondern stattdessen ungeahnte Konflikte mit ein. Mit unseren fünf Tipps kommen Ihnen keine bösen Überraschungen über die Schwelle.
1. Motive klären
„Dann können wir ja auch bald heiraten!“, denkt sie! „Endlich jeden Tag Knickknack.“, hofft er. Forscher der Universität of California Hustings in San Francisco stellten fest, dass Motive fürs Zusammenziehen wie geteilte Kosten sich ähneln, Mann und Frau jedoch in anderen Bereichen sehr unterschiedlich ticken. Deshalb: Vor dem Umziehen gegenseitig den Grund für den Wunsch zusammenzuziehen hinterfragen!
2. Einrichtung: Kompromisse!
Er will den Fußballschal anstelle eines Bildes über dem Sofa drapieren, sie wünscht sich eine pinke Wand im Schlafzimmer. Doch die gemeinsame Wohnung ist weder Junggesellenbude noch romantisches Mädchenschloss! Stöbern Sie schon lange Zeit vor dem Umzug gemeinsam durch Möbelläden und blättern Sie in Wohnzeitschriften, um einen gemeinsamen Nenner zu finden. Denn den gibt es! Ganz sicher. Nur zwei bis drei absolute Lieblingsteile des anderen dürfen mit einziehen, den Rest verkaufen Sie zum Beispiel bei ebay oder auf dem Flohmarkt – und gönnen sich vom Erlös ein edles Stück, das beiden gefällt!
3. Privatsphäre erhalten
Der Tod der Erotik: Offene Badezimmertüren, Pediküre beim TV, ungehemmte Körpergeräusche. Wahren Sie die eigene Privatsphäre und machen Sie den Partner darauf aufmerksam, sollte dieser nachlässig werden. Wenn es hilft: Vereinbaren Sie eine „Ich-Zeit“ und okkupieren Sie zum Beispiel das Badezimmer eine Stunde pro Woche, um in Ruhe die Beine zu epilieren oder die Zehennägel zu kürzen. Einige Paare schaffen sich eine dauerhafte Rückzugsmöglichkeit, indem sie getrennte Schlafzimmer wählen oder die Räumlichkeiten nach dem Prinzip einer Wohngemeinschaft in zugewiesene Bereiche aufteilen.
4. Haushaltspflichten aufteilen
Bei manchen Paaren werden Haushaltspflichten ohne großes Konfliktpotenzial erledigt, andere bekommen sich wegen unterschiedlicher Putzgewohnheiten oder Definitionen von Ordnung und Sauberkeit ständig in die Haare. Beide sollen sich wohl fühlen – und nicht einer von beiden sich zwischen Staubsauger und Spülschwamm aufopfern. Teilen Sie die Aufgaben ein – oft ergänzen sich die Vorlieben. Bei unliebsamen To Dos können Sie das Los entscheiden lassen. Sie empfindet die Badreinigung als meditativen Akt, er bügelt leidenschaftlich gern und schon seit Jahren seine Hemden – na bitte! Wenn der Haushalt sich jedoch als Konfliktherd entpuppt, lohnt sich die Überlegung, eine Reinigungsfachkraft zu engagieren, deren Gehalt sich beide teilen. Der Vorteil: Mehr Qualitätszeit zu zweit!
5. Verabredungen treffen, Rituale pflegen
Schnell wird aus der ersehnten Nähe der ganz normale Alltag – und die Anwesenheit des Partners zur Selbstverständlichkeit. Viele Paare leben zwar zusammen, aber in Wirklichkeit nebeneinander her. Dabei ist es ganz einfach, einer solchen Entwicklung liebevoll entgegenzuwirken: Pflegen Sie Rituale wie das gemeinsame Glas Wein am Abend, bei dem Sie den Tag Revue passieren lassen. Verabreden Sie sich! Reservieren Sie schöne Momente ganz bewusst für sich, wie früher, als sie noch kein gemeinsames Zuhause hatten. Auch Überraschungen helfen, die Liebe auf engem Raum frisch zu halten. Lassen Sie sich hin und wieder etwas einfallen: Duftende Blumen auf dem Küchentisch. Liebesbotschaften auf Post-its in der ganzen Wohnung verteilt. Dem Schatz ein Schaumbad einlassen. Eine Nacht im Hotel. Und lernen Sie, sich immer wieder fremd zu werden: Gönnen Sie sich ein Wellness-Wochenende mit der Freundin oder eine Fußballnacht bei den Freunden. Quartieren Sie sich selbst aus, um freudig und von neuen Erlebnissen beflügelt zurück nach Hause zu kommen – und sich gegenseitig immer wieder einfach wunderbar zu finden.
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