Studien zeigen, dass diese beiden Dinge tatsächlich so gar nichts miteinander zu tun haben.
Wenn Paare sich streiten, geht es oft um das liebe Geld. Warum sind finanzielle Angelegenheiten so konfliktträchtig in einer Beziehung?
Forscher erklären das so: Der Mensch unterteilt sein Leben in den geschäftlichen und den sozialen Bereich, und die sind so unterschiedlich, dass es nur zu Konflikten kommen kann, wenn sie einander berühren.
US-Wissenschaftler der Universität Denver in Colorado haben in einem Versuch herausgefunden, dass Menschen in ihrem sozialen Umfeld wesentlich eifriger arbeiteten, wenn sie dies ohne Bezahlung und als Gefallen taten. Wurden sie für die gleiche Aufgabe bezahlt, so blieb dieser Eifer aus. Im sozialen Umfeld herrschen also Geborgenheit, Nähe und Vertrauen, während das Geschäftliche anderen Gesetzen unterliegt. Hier muss sich ein Einsatz lohnen und etwas einbringen. Und das ist keine gute Basis für die Liebe.
Weitere Studien belegen, dass eine Beziehung umso besser gelingt, wenn die beiden Partner in finanziellen Dingen einig sind. Und tatsächlich: Geld verändert eine Beziehung merklich. Ein Versuch der US-Studie zeigte: Schon der Anblick von Geldscheinen bringt Menschen dazu, sich abzuschotten. Die Probanden vergrößerten den Abstand zu ihrem Partner, nachdem sie zufällig ein Bild von Geldscheinen auf einem Monitor erblickt hatten. Geld weckt in uns also den Wunsch, uns abzuschotten und das auch in einer Liebesbeziehung.
Im Sinne eines harmonischen Liebeslebens sollten Sie sich also unbedingt möglichst frühzeitig darüber einigen, wie Sie Ihr finanzielles Miteinander regeln wollen. Sonst riskieren Sie womöglich Ihr Glück. Ob Sie ein gemeinsames Konto oder getrennte Kassen wählen, bleibt Ihnen überlassen. Machen Sie sich aber schon zu Beginn einer Beziehung darüber Gedanken, wie Sie das handhaben wollen und finden Sie eine für beide Seiten befriedigende Lösung.