Outdoor-Aktivitäten "bringen" den Kick. Aber nicht nur das: Mit etwas Glück kann man sich sogar von seinem ungeliebten Single-Dasein verabschieden.
Letztens stieß ich beim Internet-Surfen auf einen Dienstleister (PAS-TEAM GmbH), der Outdoor-Events für Singles veranstaltet. Die Betreiber haben zweifellos einen guten Riecher für die unbewussten Mechanismen bei der Partnerwahl von Frauen und Männern bewiesen. Dazu später mehr.
Natürlich kann man Outdoor-Events auch ausprobieren, wenn man nicht gerade einen neuen Lebensgefährten sucht. Wer sich nämlich durch so manche Extremsituation in der freien Natur quält, beschenkt sich mit der Ausschüttung von Glückshormonen. Dopamin und Co. sind immer mit "am Start", wenn man erfolgreich schwierige Situationen durchlebt, in denen starke Emotionen provoziert werden. Außerdem wird das Selbstwertgefühl gestärkt.
Doch zurück zum Thema Techtelmechtel in der freien Natur. Bei Outdoor-Events lernen die Kursteilnehmer viel über das Zwischenmenschliche, zum Beispiel, dass man sich gegenseitig helfen und gleichzeitig vertrauen muss, um das jeweilige Ziel (etwa sicheres Abseilen aus großer Höhe) zu erreichen. Diese Tatsache schweißt schon mal in der Startphase schnell zusammen, erschafft gewissermaßen den Kontakt auf der Beziehungsebene. Nicht ohne Grund schickt so mancher Therapeut daher ein zerstrittenes Zweiergespann mal übers Wochenende in den Hochseilgarten. Betreffende begegnen sich auf diese Weise wieder auf einer tieferen Ebene.
Outdoor-Events bieten – weil alle ein gemeinsames Anliegen haben – viele Flirtmöglichkeiten. Alleine schon die zahllosen Reize aus der Umgebung eignen sich dazu, einen Small Talk zu beginnen. Abraten würde ich von tiefer gehenden Unterhaltungen. Die Situation ist ja vergleichbar mit einem Urlaub: Man unternimmt etwas abseits des Alltags. Und mit der "Tretmühle" will man sich doch nicht gleich wieder auseinandersetzen müssen, oder?
Frauen und Männer können aufeinander auch mit ihren Überlebenskompetenzen einen guten Eindruck machen. Denn wer zeigt, dass er in der Natur überlebt, der offenbart gleichzeitig auch Bewältigungskompetenzen, die im "normalen Alltag" hilfreich sind. Das unvermeidliche Lagerfeuer unter dem Sternenhimmel darf ausgenutzt werden, um den Anderen besser kennenzulernen.
Aber Vorsicht: Jemanden abseits des "alltäglichen Wahnsinns" begeistern zu können, ist noch keine Garantie dafür, dass es auch im normalen Leben funktioniert – unabhängig davon, ob er ein guter Freizeitpartner ist!