85 Prozent der Männer lieben es, neben ihrer Freundin einzuschlafen. So das Ergebnis unserer Studie. Bei den Frauen sind es 75 Prozent. Dabei schlafen sie ohne viel besser. Sollten Paare also lieber getrennt schlafen?
Eins steht fest: Frauen schlafen anders. Zu diesem Ergebnis kam der Verhaltensbiologe John Dittmami von der Universität Wien als er das Schlafverhalten von Paaren untersuchte. Männer wachen nachts nicht so häufig auf und sind morgens ausgeruhter, wenn sie neben ihrer Frau schlafen. Frauen dagegen reagieren empfindlich auf äußere Reize. Damit ist auch der Herzbube gemeint, der neben ihr schnarcht, während sie schlaflos die Lamellen der Jalousie zählt. Katja (34) kann das bestätigen: Ihr Freund Kai (38) wird regelmäßig auf die Couch verbannt – weil er schnarcht. Die beiden sind zwar erst vor kurzem zusammengezogen, doch schon wieder auf Wohnungssuche: "Wir brauchen zwei Schlafzimmer, sonst halte ich das nicht lange durch", sagt die Pharmareferentin.
Lieber getrennt schlafen?
Aber nicht jeder Mann schnarcht oder wirft sich unentwegt hin und her. Woran liegt es also, dass Frauen neben Männern schlaflos bleiben? Der Urmensch war als Rudeltier seit jeher gewohnt, in Gruppen zu schlafen. Also schläft mann neben seiner Frau wie damals in der Höhle im Rudel – und fühlt sich sicher und geborgen. Entsprechend tief sein Schlaf. Warum gilt das nicht für sie? Die Forscher vermuten, es liege am Mutter-Kind-Verhältnis: Die Mutter reagiert äußerst sensibel auf jede Bewegung des neben ihr schlafenden Kindes. Diese weiblichen Sensoren stehen auch auf Empfang, wenn stattdessen der Partner neben ihr liegt. Das ist eine mögliche Erklärung für die weibliche Schlafstörung. Schlafstudien zufolge sind davon 65 Prozent aller Frauen betroffen, während nur 20 Prozent der Männer darüber klagen. Alles spricht für getrennte Schlafzimmer. Und eine Seltenheit sind Paare, die getrennt schlafen nicht. Das das getrennt schlafen kein Romantikkiller sein muss, bestätigt Psychologin Lisa Fischbach "Ein Besuch im Schlafzimmer des anderen kann anregend sein. Das wirkt sich positiv auf die Beziehung aus. Und der erholsame Schlaf ist trotzdem möglich." Wenn Sie dennoch nicht schlafen können: Ein weiteres Ergebnis österreichischer Forscher: Sex wirkt sich sowohl bei Frauen wie bei Männern positiv auf den Schlaf aus.
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3 Kommentare (älteste zuerst)und ich habe mich immer gewundert, warum ich nicht schlafen kann, wenn jemand neben mir liegt! Wobei das nicht bei jedem so ist, es kommt drauf an wer neben mir liegt.
Guten Abend,
also Georg Danzer
"Getrennte Betten
oder Schlaftabletten"?
Alles sehr interessant, aber wenig hilfreich. Es ist nämlich viel einfacher: das handwerkliche muss stimmen. So einfache Dinge wie ein ausreichend breites Bett — und damit meine ich nicht 1,80m, sondern 2m — mit selbstverständlich getrennten Matratzen und Unterfederungen sowie getrennten Bettdecken, so romantisch auch immer die Vorstellung sein mag, in einem französischen Bett unter einer Decke zu schlafen.
Beziehungen müssen sich im Alltag bewähren, wenn sie eine Chance haben sollen. Wie so oft ist unsere Vorstellung vom Kino geprägt. Dort sieht man Paare aber immer nur beim Liebesspiel, aber praktisch nie beim Aufwachen und wirklich nie beim Schlafen. Das prägt die irrige Annahme, ein französisches Bett mit ungeteiltem Ensemble sei ideal für glücklich verliebte Paare.
Quatsch!
Einander begehrende Paare werden keine Mühe haben, die — nebenbei bemerkt kaum spürbaren — Nachteile eines geteilten Ensembles zu überspielen und aus zwei Decken lässt sich wunderbar ein Liebeszelt bauen, wenn es denn erwünscht ist.
Wohl aber haben auch einander begehrende Paare keine Möglichkeit, die Nachteile eines ungeteilten Ensembles beim Schlafen auch nur ansatzweise zu kompensieren. Dreht sich der eine, trudelt der andere. Wird dem einen kalt und zieht er die Decke über sich, ist es nur eine Frage der Zeit, bis dem anderen kalt wird. Anfängerfehler!
Jeder Psychologe, der einen Patienten nicht zunächst zu einem Fachverkäufer, der wirklich etwas von Betten versteht, schickt (oder eine Broschüre eines Herstellers, der wirklich etwas von Betten versteht, aushändigt), segelt zielsicher am Problem vorbei. Anfänger!
Brecht hatte schon recht: "Erst kommt das Fressen, dann die Moral." So ist es auch hier: erst kommt das Bett und dann vielleicht — aber eben nur vielleicht — der Psychologe oder das getrennte Schlafzimmer. Also nix mit Georg Danzer!
Herzliche Grüße
PETER MEYER
STIMMT
wer schnarcht und stinkt, fliegt raus !
sonst; ob getrennt oder zusammen, wenn es paßt, paßt es sowieso !!!