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“Schon wieder so einer!” – Wie man seinem Beuteschema auf die Schliche kommt
“Schon wieder so einer!” – Wie man seinem Beuteschema auf die Schliche kommt (Kategorie: Flirtblog)
Tappen Sie nicht immer in die gleichen Fallen.

Neues Jahr, neues Glück? Nun ja. Am Silvesterabend fassen zahlreiche Singles den Vorsatz, endlich den richtigen Partner zu finden. Aber, wie jeder weiß, ist dieser nicht so einfach umzusetzen. Und wenn es dann klappt, erleben viele – mal wieder – die alte Leier. Und natürlich ist daran der Andere schuld.

Viele Beziehungen scheitern im Nachhinein, weil die Partner sich zum Beispiel beim Kennenlernen zu sehr idealisierten. Manche machen sich gar nicht die Mühe, die sogenannte rosarote Brille auch nur einmal abzusetzen. Das böse Erwachen kommt dann erst später, aber dafür mit Macht.
Auf der anderen Seite gibt es auch Singles, die geraten anscheinend immer wieder an dieselben "schwierigen" Charaktere. Und nicht nur das: Stets scheitern sie trotz wechselnder Partner an dem einem bestimmten leidigen Thema. Manche ziehen wie magisch Menschen an, weibliche wie männliche, die sie (a) irgendwann hintergehen, (b) generell enttäuschen, (c) langweilen, (d) zu sehr einengen und so weiter.
Tatsächlich ist manchmal eine dieser Angelegenheiten geradezu das zentrale Thema in der Beziehung. Tagaus, tagein geht es nur darum. Kommt es dann zur Trennung, schwört sich der Betroffene, dass er "nie wieder" auf einen solchen Menschen "hereinfallen" wird.
Natürlich wird die Schuld an dem letztlich verkorksten Beziehungsversuch dem Anderen und seinen Eigenheiten in die Schuhe geschoben. Das ist ein allgemeines menschliches Phänomen, das sich in vielen Lebensbereichen zeigt. Es ist sozusagen das Hauptproblem im Zwischenmenschlichen. Tja.
Nun wissen Paartherapeuten aller Schulrichtungen, dass an Beziehungsproblemen beide Partner maßgeblich beteiligt sind. Und vielleicht kann man aus diesem Befund eine Parallele zur Partnerwahl ziehen. Dies würde bedeuten: Singles, die immer wieder an den Falschen geraten, dürfen sich einmal die Frage stellen: Suche ich aus den vielen Solisten auf dem Partnermarkt vielleicht unbewusst immer wieder diejenigen heraus, die für eine bestimmte Problematik vorwiegend infrage kommen? Hinweise auf eine solche Motivation findet man zum Beispiel in vergangenen Beziehungen: Verliefen diese stets ähnlich?

Wenn die letzte Frage bejaht wird, darf man sich bewusst machen: Eventuell werden zukünftige Beziehungen wieder genauso (unbefriedigend) verlaufen. "Schuld" wäre dann aber nicht mehr schon wieder nur der Andere, sondern auch derjenige, der auswählt.
Wer von dem hier besprochenen Thema betroffen ist und in Zukunft etwas ändern will, kommt höchstwahrscheinlich um das Thema Selbsterforschung nicht herum. Denn auch eine "schlechte Partnerwahl" macht einen gewissen Sinn. Welcher das genau ist, gilt es herauszufinden. Wer betroffen, aber beratungsresistent ist, fühlt sich wahrscheinlich auch weiterhin wie Bill Murray in dem Film "Und täglich grüßt das Murmeltier". Nur ohne Happy End.


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Eine Antwort zu ““Schon wieder so einer!” – Wie man seinem Beuteschema auf die Schliche kommt”

  • Ralle sagt:

    Obwohl ich kein promovierter Psychologe bin, habe ich das mit dem Partnerverhalten in der Disco 1985 schon erforscht und ein Bekannter wusste genau welche Disco ich meinte. Und hier mein Problem?! Ich glaube durch die Lebenserfahrung kann man Menschen immer besser einschätzen und glaubt der "kleinen, niedlichen Blonden" ihre (gespielte?) Hilflosigkeit nicht mehr. Jetzt ist eher der Beruf, die Interessen,(das Bankkonto?), Kinderwunsch von Interesse. Plötzlich (so mit 30) versteht die "kleine Blonde" die Welt nicht mehr. Dieses Thema könnte man jetzt mit wechselnden Vorzeichen variieren. Und die These: je höher die Bildung, desto eher die Einsicht, stimmt im Zwischenmenschlichen nun mal nicht. Bis bald grüßt Ralle