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Trennungsgrund: Fernbeziehung
Trennungsgrund: Fernbeziehung (Kategorie: Trennungsblog)
Irgendwann muss die Liebe zwischen Hamburg und München verloren gehen. Geht es auch anders?

Wenn man gebeten wird, einen Blog über Trennungen zu schreiben, kommt man nicht umhin, seine vergangenen Beziehungen Revue passieren zu lassen. Da ging es mir nicht anders. Mir fielen dabei vor allem meine Fernbeziehungen ein. Ich hatte mal eine Neigung dazu. Außerdem betreute ich im Studium einige Jahre lang Austauschstudenten.

Und die eine Sache, die ich über Fernbeziehungen gelernt habe, ist, dass sie nicht halten. Weder meine, noch die von anderen. Sind zwei Menschen räumlich getrennt (also soweit auseinander, dass man den anderen nicht innerhalb von ein paar Stunden erreichen kann) müssen sie sich schon wirklich lieben, um zusammen zu bleiben. Die meisten Vorteile einer Beziehung verliert man dadurch. Der andere ist aber wichtig genug, um trotzdem nicht von ihm abzulassen. Zumindest gehören Menschen, die versuchen, mit einem Telefon und ein paar E-Mails eine Beziehung zu führen, zu denen, die sich wirklich lieben. Woran scheitert es dann? Am Entzug der Nähe, des Sex und der gemeinsamen Aktivitäten? Nach meiner Erfahrung ist es das meistens nicht. Was mich auch überrascht hat. Es ist die persönliche Entwicklung. Man verändert sich. Man merkt das gar nicht so. Aber die Zyniker, die sagen, Menschen ändern sich nicht, haben nie festgestellt, wie einem der Partner langsam fremd wird. Wie die tausend Gespräche, Aufgaben und Herausforderungen und Prüfungen des Lebens ihn langsam zu etwas geformt haben, dass nicht mehr zu einem passt. Eine Weile liebt man noch die Erinnerung an den anderen. Dann verblasst die und der Gedanke, es zu beenden kommt langsam, aber sicher immer häufiger auf. Dann zieht man entweder an einen gemeinsamen Ort und nähert sich wieder an oder geht getrennter Wege. Wenn man Schluss macht, überrascht das den anderen meistens nicht. Er versteht einen nur zu gut.
Es ist traurig, aber meistens unvermeidbar. Als Trostpflaster kann man nur sagen, dass aus Fernbeziehungen echte Freundschaften entstehen können. Besonders weil man es versucht hat.


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33 Antworten zu “Trennungsgrund: Fernbeziehung”

  • Gustel sagt:

    Mein Exfreund und ich haben zwar nicht katastrophal weit von einander weg gewohnt (mit der Bahn ca. 2 Stunden), dennoch habe ich durch diese Erfahrung fetsgestellt, wie anstrengend es ist, eine "Fernbeziehung" zu führen. Unter der Woche war man damit beschäftigt, alles zu erledigen, damit die Wochenenden freigeschaufelt sind. Die eigenen Freunde mit denen man sich sonst am Wochenende getroffen hatte, hatte man sträflichst vernachlässigt.
    Letztendlich war aber trotzdem nicht die Entfernung der Grund für die Trennung, sondern die verschiedenen Lebenseinstellungen und Prioritäten, die nicht in Einklang gebracht werden konnten. Am Projekt "Fernbeziehung" müssen beide Parteien gleich stark mitarbeiten, damit es es funktioniert.

  • Virginia sagt:

    Ich stecke zur Zeit noch in einer Fernbeziehung und erwische mich immer wieder bei dem Gedanken an Trennung. Daran ist sicher nicht die Entfernung Schuld, auch wenn die es schon schwer macht, da wir uns maximal alle zwei Wchen sehen können. Bereits vorher, als wir noch zusammen wohnten, lag einiges im Argen. Diese Dinge werden jedoch jetzt, wo man in der Woche sein eigenes Leben lebt und die konzentrierte Zeit am Wochenende so harmonisch wie möglich verbringen möchte, immer größer und bestimmen die Zeit ohne einander und auch die Zeit miteinander. Ich merke, dass ich mich immer weiter zurück ziehe und mich nach einem Leben sehne, dass ich mit ihm nicht führen kann. Insofern bin ich wohl auf dem Weg mich weiter zu entwickeln und er kann mit dieser Entwicklung nicht Schritt halten…Doch ich würde wohl länger für das WIR kämpfen, wenn ich nicht Unterstützung, Verständnis und Gemeinsamkeiten vermissen würde.

  • Katrin sagt:

    Die Resümees aus den Fernbeziehungen klingen für mich recht ernüchternd. Vielleicht bin ich noch im Zustand der psychotischen Verliebtheit und mache mir da was vor. Vor knapp 3 Jahren habe ich einen Kanadier kennengelernt. Wir führen eine recht offene, undefinierte Beziehung, die ich sehr gern in eine Partnerschaft umwandeln möchte. Ich kann mir da meinerseits so einiges Vorstellen mit Hinziehen usw. Allerdings ist es bei wenigen Emailkontakten und 2-3 Treffen im Jahr schwierig, sich richtig kennenzulernen. Nach dem Lesen der Kommentare habe ich nun den Eindruck, dass keine Hoffnung besteht. Bin ich blind?

  • Dana sagt:

    Nein!!!! ich denke nicht dass du blind bist…Kenne dieses Gefühl nur zu gut.Hatte 2 Jahre lang eine Fernbeziehung, hätte diese auch nie aufgegeben, wenn er mich nicht betrogen hätte:( Auch wir hatten nur Email-oder Tel.-Kontakt…Kannten uns auch nie wirklich richtig…Ich bin von meinem Ex nun schon 1 1/2 Jahre getrennt und ich dachte, ich hätte es längst überwunden. Vor kurzem habe ich seine Handynummer in meinem Tel entdeckt und ihm geschrieben…"Nur mal hören wie es ihm so geht" pffff…dachte ich…Nun weiß ich, dass ich nie aufgehört habe, ihn zu lieben, genau wie er mich. Was ich damit sagen möchte ist: nach so langer Zeit handelst du bestimmt nicht aus Euphorie! Wenn du das Gefühl hast, er könnte der Richtige sein…Dann wird er es auch sein…Wenn er das auch möchte, versuche es, was hast du denn zu verlieren???

  • Andreas sagt:

    Fernbeziehungen sind eine schwierige Sache. Ich bin seit über 10 Jahren

  • Peter sagt:

    Fernbeziehungen funktionieren solange beide eine Perspektive miteinander sehen, sich lieben und vor Allem: Solange der Zeitraum der Trennung begrenzt ist.

  • Anja sagt:

    Ich musste die leidvolle Erfahrung machen, dass Fernbeziehungen, selbst wenn man vorher mehrere Jahre zusammengelebt hat und vereinbart hat, dass dies nur ein vorübergehender Zustand ist, zerbrechen können. Während der gemeinsam verbrachten Wochenenden werden Probleme häufig nicht angesprochen, da man jede Sekunde mit dem Partner geniessen möchte. Es kann sogar sein, dass der andere sich unmerklich verändert, insbesondere wenn der Job sehr aufreibend ist. Männer verschweigen in diesen Situationen häufig ihre wahren Gefühle, so dass der endgültige Bruch und damit die Trennung für die Frau sehr überraschend sein kann.

  • Isabelle sagt:

    Ich finde es immer wieder spannend verschiedene Meinungen zum Thema Fernbeziehung zu lesen. Mit jedem Beitrag, den ich in diesem Forum gelesen habe, kann ich mich auf die eine oder andere Weise identifizieren. Auch ich führe seit dreieinhalb Jahren eine Fernbeziehung mit einem Italiener. Uns trennen ca. 350km und nicht immer gelingt es uns, uns in regelmässigen Abständen zu sehen. Berufliche und private Verpflichtungen schränken uns ein. Dazu kommen die kulturellen Unterschiede und individuellen Erwartungen vom Leben. Nach anfänglichen Stolpersteinern haben wir es geschafft eine tiefe und vertraute Bindung zueinander auf zu bauen. Das hat nicht zuletzt damit zu tun, dass wir immer wieder aufeinander zugehen, Kompromisse eingehen und uns im gleichen Masse weiterentwickeln. Wichtig scheint mir, dass eine funktionierende Fernbeziehung nur dann dauerhaft Bestand hat, wenn auf kurz oder lang gemeinsame Ziele und Pläne geschmiedet werden. Das verbindet und gibt der Beziehung Halt. Ich schliesse mich dem Kommentar von Peter an und kann nur nochmals bekräftigen, dass Fernbeziehungen funktionieren solange beide Partner eine Perspektive miteinander sehen, sich lieben und vor allem, solange der Zeitraum der Trennung begrenzt ist.

  • Esmeralda sagt:

    Die geschilderten Erfahrung einer Fernbeziehung kann ich nur zu gut bestätigen. Man verzichtet auf soviel Dinge, die eine Beziehung ausmacht. Es kostet sehr viel Kraft und Mühe und nach über sieben Jahren stehe auch ich vor der Entscheidung einer Trennung. Das schlimmste daran ist, dass man sich zwangsweise auseinander gelebt und geliebt hat, auch wenn die Liebe noch so groß war steht man irgendwann vor einer Entscheidung. Nach sieben Jahren hat mein Freund nicht den Mut gefunden sich für mich zu entscheiden, obwohl die Möglichkeit bestand. Traurig wenn man bedenkt, dass er der Vater meiner Kinder sein sollte!!!

  • Elflein sagt:

    Meine(w., 55)- nun schon jahrelange Erfahrung mit Fernbeziehungen zeigt, dass sie auch die Absicht verbergen, gar keine ernst gemeinte Beziehung ein gehen zu wollen oder können. Unter dem Motto "wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass" werden Beziehungsangst-,Unfähigkeit- oder einfach nur bereits bestehende Bindung verleugnet. Man(n) hat sich bereits gut eingerichtet im (Single)Dasein, holt sich sexuelle Bestätigung(Telefonsex wird schon bei tel. Erstkontakten eingefordert),und Erfolg bei Bedarf, zeigt beste Qualitäten wenn einem danach ist, geht auf Distanz, sobald

  • Mathias sagt:

    Ich habe nun wieder eine Fernbeziehung. Es ist der die Gleiche, die ich aus den hier schon aufgezählten Gründen selbst nach 2 3/4 beendet habe. Dazu kamen halt noch ziemlich heftige Tiefs in der Zeit, in der wir uns nicht sehen konnten. Ich dachte, es würde besser werden, nach dem Motto, lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. Das war auch das, was mir viele andere Menschen in meinem Umfeld geraten hatte. Na ja, habe versucht mich 5 Monate selbst zu belügen, den Kopf über den Bauch gewinnen zu lassen. Hat nicht geklappt. Nun ist es wie vorher, doch alles ist anders… Ich denke Elfleins Kommentar beschreibt eher die Ausnahmen in einer Fernbeziehung. Und das wahre Liebe einfach so weniger wird, glaub ich nicht wirklich. Es liegt meiner Meinung nach an der Bequemlichkeit, etwas dafür zu tun. 60-70% der Hochgefühle aus der Zeit des stürmischen Verliebtheit kann man bewahren… aber nicht vor dem Fernseher oder Computer sitzend…

  • Martin sagt:

    Ich kann die ganzen Beiträge sehr gut nachvollziehen, jedoch ist die Lage bei mir vielleicht ein wenig anders: Seit etwas einem Monat leben wir getrennt (800km) und das Problem ist, dass ich es einfach kaum noch ertragen kann, dass sie nun ihr eigenes Leben führt. Ich bin beruflich in eine andere Stadt gezogen und damit raus aus unseren gemeinsamen Freundeskreis. Was mich jetzt so verrückt macht ist, dass sie nun halt (wie auch vorher) was mit unseren Freunden macht. Einerseits bin ich natürlich froh für sie und es wäre total verrückt dagegen was zu sagen, aber es macht mich wirklich total krank und grade jetzt weiß ich nicht so recht, was ich tun soll. Ich bin eigentlich auch nicht der Typ, der neidisch auf andere ist, aber da wo ich diese Gefühle habe, weiß ich nicht so recht, was ich damit anfangen soll und ich bin oft (meist wenn man mal für sich ist) sehr down und grad total unzufrieden und das Problem ist, dass ich ihr es nicht sagen will, da ich ihr ja keinen Umgang mit anderen verbieten kann und will.

  • Daniela sagt:

    Mir gehts ein wenig wie Matthias. Ich habe meine Beziehung vor 5 Monaten beendet, weil ich diese Tiefs zwischen den Wiedersehen nicht mehr aushalten konnte. Er ist beruflich weggegangen, wobei er gerade mal ein halbes Jahr bei mir und meinen Sohn gelebt hat. Er hat für uns alles aufgegeben, hat seine Frau verlassen und ist zu uns gezogen und ist dann doch der Arbeit wegen wieder gegangen. Wir habe uns im Schnitt nur alle 3 Wochen gesehen, die WE waren perfekt, doch wenn er weg war fiel ich in ein Loch. Die Kommunikation verlief sehr negativ, weil ich mir soviel Nähe wünschte und auch Unterstützung bei der Bewältigung der Alltagsaufgaben. Hinzu kommt, dass wir beide recht negative Menschen sind, nicht an uns glauben. Ich denke, wenn wir positiver damit umgegangen wären, man sich aufgebaut hätte, sich gesagt hätte, wie sehr man sich liebt, dann hätte es auch funktionieren können. Jedenfalls habe ich über den Verstand entschieden mich zu trennen. Doch ich merke, dass mein Herz nicht loslassen kann. Ich werde keinen Ersatz finden, weil ich diese Liebe nur bei ihm spüren konnte. Doch wie soll es gehen, wenn man keine Aussicht auf eine gemeinsame Zukunft hat??

  • Natascha sagt:

    Ich kenne Eure Gedanken nur zu gut. Ich hatte eine 1,5 Jahre lange Beziehung. Ich liebe ihn immer noch überalles und kann einfach nicht loslassen. Ich muss wirklich jeden Tag mehrere Male an ihn denken. Ich dachte wirklich, dass sei meine große Liebe. Wir haben immer noch Kontakt (freundschaftlich) aber ich merke bei jedem Telefonat, dass ich gerne als meinen Freund hätte! Er ist so lieb und nett am Telefonat! Ich will nicht, dass einen andere ihn bekommt.
    Aber von einem Zusammenziehen habe ich trotzdem auch angst.. ich liebe auch meine Familie, meine Freunde habe ich sehr gerne, meine Verwandtschaft etc..
    ich müsste alles aufgeben, wegen einer Person.. Jeder sagt zu mir, vergiss ihn und hake es ab! Aber ich kann nicht. ich liebe ihn nunmal.. ich empfinde etwas für ihn.. ich kann doch nicht einfach meine Gefühle abstellen!!! Wie soll das denn gehn??? Klar wäre es einfacher, wenn ich hier in der Nähe Jemanden kennen lernen würde (sind ja auch meheree an mir interessier) aber ich kann nicht aufhören an IHN zu denken.
    Was soll ich nur tun??? *verzweifelt*
    Freu mich auf Antwort.

  • jellysin sagt:

    Hallo zusammen…
    Ich kann euch alle total gut verstehen…bin in einer Fernbeziehung seit ca. einem Jahr. Ich bin Schweizerin und er ist Spanier. Die Distanz, die Abneigung seiner Familie (teilweise) und die sprachlichen sowie kulturellen Differenzen machen das ganze nicht einfach. Es ist schwierig da auch niemand meiner Verwandten oder Kollegen meine und seine Gefühle nachvollziehen können. Manchmal kommt mir alles so aussichtslos vor….

  • Kjara sagt:

    jellysin, du schreibst mir genau aus dem Herzen. Allerdings hat meine Fernbeziehung gerade erst angefangen: zwei Länder (knapp 2000km), zwei verschiedene Kulturen/Religionen. Und ich zweifel so oft… Beide studenten, kein Geld fuer häufiges Sehen (nicht einmal einmal im Monat)… Und trotz gemeinsamer Pläne etc. immer wieder diese Zweifel… schwindende Kräfte,…

  • Susie sagt:

    Fernbeziehungen sind für mich definitiv keine Beziehungen. Man sieht den Partner so selten, dass man in einer völliger Illusion lebt. Wenn man sich trifft kann es nur gut laufen (urlaub o. Wochenende), weil man sich so wenig trifft..
    Ich glaube, dass es zwischen zwei Personen passiert, die nicht richtig alleine sein können und die aber keine richtige Beziehung führen können.
    Ich habe es so oft bei meine Freunden feststellen können.

  • FreshBerry75 sagt:

    Hm, habe gerade vorgestern eine Fernbeziehungs-Trennung hinter mir (Kanadier aus USA). Gestern tat es so weh, dass ich dachte, ich verbrenne von innen heraus. Aber gut, wir wollen Freunde bleiben und ich denke, dass das funktionieren wird, weil wir uns trotzdem mögen. Wir habe nur einfach festgestellt, dass es zur Zeit einfach nicht der richtige Zeitpunkt ist und wir uns beide nur quälen, weil wir uns fehlen aber nicht real greifbar sind. Er hat mir gesagt, er wünscht sich für mich jemanden hier vor Ort, so wie er auch die Nähe vor Ort vermisst, weil er es zur Zeit nicht erfüllen kann.
    Ich denke, dass wir eine schöne Freundschaft haben werden, vielleicht irgendwann wieder mehr, wenn der Zeitpunkt stimmt. Trotz der tiefen Traurigkeit, weil die Umstände so schwer sind, bin ich auch erleichtert, weil ich mich jetzt beser auf andere wichtige Dinge in meinem Leben konzentrieren kann, ohne ihn mit einplanen zu müssen/wollen. Aber wie meine Mutter sagt: Ihr findet wieder zusammen – irgendwann – sonst hättet ihr euch auf diese Distanz gar nicht erst gefunden…UND MÜTTER HABEN JA IMMER RECHT ;) )

  • isabella sagt:

    Hallo
    Fernbeziehung und die dazu gehörende Problematik hängt mit den Persönlichkeits- und Beziehungsmuster beider ab. Ich habe mich als Deutschschweizerin vor einem Jahr unsterblich in einen Wahltessiner verliebt, es war mein absoluter Traummann in meinem Traumgebiet in den ersten Monaten. Ich litt aber bald an seinem unerklärbaren langsam stetigen Rückzug, welches er bis heute dementiert. Wir sahen uns nicht einmal jedes Wochenende, die Treffen waren euphorisch schön, der Absturz zu Hause, die Sehnsucht und die Leere grausam. Während ich eine verbindliche tiefe konstante und verlässliche Partnerschaft suchte, lebte er seine totale Freiheit, sagte aber er suche dasselbe wie ich. Er vertröstete mich auf die Zukunft und gab Versprechungen ab, dass wir bald zusammenziehen würden, was aber nicht konkret wurde. Er machte seine Aktivitäten nicht transparent. Seine Aussagen widersprachen sich immer mehr, er vergass Dinge , die er gesagt hatte, war Abende für Abende weg. Durch die Woche interessierte es ihn nicht wie es mir ging. Dieser Mensch war wie auf einem Höhenüberholspurtripflug, ständig euphorisch, abgehoben, ständig unterwegs, immer in Action, aber nie Zeit zum Reden und Austauschen, immer mehr nur an sich interessiert, … dann wie ein umgekehrter Handschuh wenn ich bei ihm war für ein bis zwei Tage…dann Karussell begann von vorne…Er guckte jeder schönen Frau nach, resp. war das sogar ein Hobby von ihm, in eine Bar oder Kaffe sitzen und Frauen nachschauen….. ich kannte das nicht, wollte es zuerst nicht wahrhaben …Er bestritt jedoch jegliche Affairen oder Treffen mit anderen Frauen obwohl er nur noch 1 sms pro Tag schrieb. Als ich die Augen auftat und begann alles anzusprechen, wurde ich angegriffen mit einer unglaublichen Aggression und Wut und verantwortlich gemacht, dass ich die ganze Beziehung zerstörte. Grausam, verletzend unverständlich, unreif schmerzhaft…

  • Paula sagt:

    Hallo,alle zusammen ! Ich habe ganz gespannt jeden Beitrag von Euch gelesen. Denn ich führe auch eine Fernbeziehung seit 5 Jahren. Inzwischen bin ich jedoch auch an einem Punkt, wo ich an Trennung denke, mich mehr und mehr distanziere, obwohl ich sehr die Nähe und Gemeinsamkeit brauche. Aber ich finde, dass in einer Fernbeziehung besonders Wert auf eine Perspektive zu legen ist. Es braucht mehr gegenseitige Versprechen, Absprachen, um in der Gegenwart auch die Zukunft zu sehen.Ich wünsche mir sehr, dass wir mehr Verbindlichkeit leben, d.h.zum Beispiel auch heiraten. Das klingt für manche evtl. altmodisch, aber ich sehe es als das Happy End einer begonnenen Beziehung. Ehe ist der Punkt, wo Verantwortung übernommen wird. Für mich ist sie Zeichen, dass gerade die Fern-Beziehung ernst genommen wird.Denn es ist eine bewusste Entscheidung für eine ganz bestimmte Person, obwohl es noch viele andere Partner gäbe. Da mein Partner dazu nicht bereit ist nach 5 Jahren Beziehung, inzwischen belastet es mich richtig, werde ich wohl diese Fernbeziehung beenden. Ich sehe keine andere Wahl. Ich will ihn dazu ja auch nicht zwingen. Was meint Ihr ? Zu gern wüsste ich die Meinung von Euch. Mit anderen habe ich darüber nie gesprochen, denn ich wollte unsere Beziehung vor anderen nicht schlecht machen. Ich habe seit ca. 2 Jahren in immer größeren Abständen mit ihm dazu gesprochen, jedoch nie verbindliche Aussagen dazu bekommen. Was soll ich davon halten ?

  • madi sagt:

    hallo an alle,vor ca.5 wochen habe ich einen mann im internet kennengelernt.es war sofort eine gegenseitige sympathie vorhanden und wir haben vom ersten tag an jeden tag mind.2-4 stunden teléfoniert.die gespräche waren sehr intensiv und wir wußten beide auf was wir uns einlassen.uns trennen fast 800 km.vor 2 wochen hat er mich besucht.und es war wunderschön auch für ihn und ich hab mich verliebt.wir haben danach wieder viel telefoniert und sms geschrieben.aber vor einer woche ist er unschlüssig geworden.er ist sich nicht sicher ob er die kraft hat mich solange nicht zu sehen.wir würden uns wahrscheinlich nicht mal einmal im monat sehen.er hat gefühle für mich,aber er hat angst vor dem stress,der aus seiner sicht mit sicherheit kommen würde.er hat selten frei und will auch mal was mit freunden alleine unternehmen.wir haben stundenlang darüber gesprochen.es tut mir so verdammt weh und seit freitag(da war das letzte gesräch) bin ich nur am heulen,weil ich verdammt viele gefühle für diesen mann habe.er meinte,er möchte den kontakt zu mir halten aber ohne druck auf eine feste bindung und dann schauen,was passiert.was haltet ihr davon?

  • Bettina sagt:

    Hallo miteinander,
    ich habe vor zwei monaten einen total lieben tiroler kennengelernt, am anfang bekam ich 100 sms, leider kam es sehr schnell zum ersten treffen und prompt landeten wir im bett. Nagut, wir wollten es probieren. Er kam die ersten wochen jedes zweite Wochenende zu mir aber bereits das dritte Treffen war furchtbar….er kam bei der Türe hinein war natürlich müde, legte sich vor den Fernseher und schlief durch bis zum nächsten Tag. Ich war total fertig, ich fragte mich ununterbrochen was ich falsch machte….ich konnte es mir nicht erklären. Dann wurden auch noch die sms beschränkt auf 3 in der Woche und Gestern war es mir zuviel. Da er ja beruflich leider viel unterwegs ist und immer wieder erklärte das sei der Grund dafür. (hallo, nicht mal ein sms am Tag…wer glaubt das bitte???)
    Da ich ihn ja nicht anrufen sollte und er mir bereits seit einer Woche einen Rückruf versprach schrieb ich ihn ein sms mit den Worten…..dass ich am ende sei und es keinen sinn mehr für mich hat…..
    und jetzt……ich bin ihn nicht mal eine Antwort wert !!!!
    Also Fernbeziehung hin und her….ich bin der Meinung….wenn man sich wirklich liebt dann ist die Entfernung kein Problem!!!

  • Susi sagt:

    Hallo, ich habe alle Kommentare aufmerksam gelesen. Ich hatte 5 1/2 Jahre eine Fernbeziehung. Uns trennten 150 km. Für manche keine große Entfernung – aber für mich war sie groß. Anfangs war alles wunderschön. Man hat die Stunden, Tage gezählt, bis endlich Wochenende war. Und dann war das Wochenende traumhaft, perfekt – und am Montagmorgen am Bahnhof hab ich nur geheult und eine Leere in mir gespürt. Hinzu kam, dass ich Kinder habe und er eine Tochter hat. Meine Kinder gehen so gut wie ihre eigenen Wege. Seine Tochter ist mittlerweile 10 Jahre. Alle 14 Tage hat er Papa-Wochenende. Somit mussten wir jedes 2. Wochenende mit seiner Tochter teilen, konnten keine Beziehung führen. Oft hat er auch Wochenenden wegen seiner Tochter platzen lassen, weil er ihr alle Wünsche erfüllen wollte. Ich habe da nie richtig meinen Platz gehabt – hab lange gebraucht, das zu verstehen. Habe gelitten wie ein Hund. War nicht mehr ich selbst. War nur noch auf diese Wochenenden fixiert. Und an seinem kinderfreien Wochenende musste alles gelebt werden, was an seinem Papa-Wochenende nicht ging. Ich hatte nur noch Druck und Unglück in mir – konnte aber lange nicht loslassen, habe immer gehofft, dass alles noch gut wird. Träumerin! Ich bin aufgewacht – und habe die Beziehung vor ein paar Wochen endgültig beendet. Funkstille ! Ich fang jetzt (endlich) wieder an, ich selbst zu sein. Mach wieder Dinge, die mir Spaß machen. Pflege wieder meinen Freundeskreis, den ich wegen der Beziehung so sehr vernachlässigt habe. Ich kann nur sagen, dass eine Fernbeziehung nur dann funktonieren kann, wenn man sich dazu entscheidet, dann doch zusammenzuziehen. Mir hat dieser gemeinsame Alltag so sehr gefehlt. Oder die Möglichkeit, abends einfach zu ihm zu fahren, wenn ich vor Sehnsucht gestorben bin. Er war unter der Woche einfach nicht greifbar – oft ist so eine Distanz entstanden, die am Wochenende kaum aufzuholen war. Nein, ich möchte keine Fernbeziehung mehr haben!

  • Judith sagt:

    Für mich ist eine Fernbeziehung auf jeden Fall auch ein Trennungsgrund. Ich finde, wenn man eine Fernbeziehung führt, lebt man in einer Illusion. Man hat "offiziell" einen Partner, ist aber dennoch im Alltag immer allein. Ich finde, all der Schmerz ist es nicht wert, und man sollte sich lieber nach einem passenden Partner in der Umgebung umschauen.

  • MartinB sagt:

    Hey! Für mich stellt sich nicht die Frage ob eine Beziehung eine Entfernung ÜBERBRÜCKEN kann, sondern ob die Beziehung stark genug ist um sich dazu zu entschließen die Entfernung zu BESEITIGEN. Es ist doch klar eine Frage von Prioritäten. Wer sich als Opfer der Umstände sieht, hat einfach nicht begriffen dass man sein Glück selbst in die Hand nehmen muss. Es zeigt ob man seine Beziehung allem Anderen unterordnet oder nicht. Ich habe einen festen Job aufgegeben, bin ins Ausland gezogen und habe eine andere Sprache gelernt weil mir die Beziehung wichtiger war. Solche Entscheidungen sollte man natürlich aus eigener Überzeugung treffen, ohne den Anderen verantwortlich zu machen falls es schiefgeht. Viel Erfolg! (7E18EB47)

  • Leon sagt:

    Hallo ihr!
    Bei mir ist es vor 3 Tagen passiert. Nach 5 Jahren glücklicher Beziehung haben wir uns getrennt. Sie zog vor 1,5 Jahren nach Hamburg, um ihren absoluten Traumberuf zu erlernen. Ich hab sie dabei immer unterstützt, weil sie für mich immer oberste Priorität war. Bis zum Schluss. Wir haben uns in der gesammten Beziehung nie wirklich oft gesehen. Aber wir waren trotzdem 5 lange Jahre glücklich. Wir haben uns immer mehr drauf gefreut, den anderen wiederzusehen, als an die Zeit zu denken, die wir uns wohl nicht sehen werden. Im letzten halben Jahr wurde es dann schlimmer. Sie hatte kaum noch Zeit (Workaholic) und ich lebe ein "tpisches" Studentenleben. Ich hab meinen Nebenjob, mein Studium und Hobbys. Sie allerdings eine 60 Stunden Woche mit mittlerweile 3 kaputten Bandscheiben. Die letzten Monate musste ich mir immer wieder Gedanken machen, ob diese Beziehung so noch tragbar war. Doch ich hab mich immer wieder für sie entschieden. Dass die Stimmung nach 2 Wochen immer ein bisschen geladen war (ob positiv oder negativ), war für mich eine Nebenerscheinung der Fernbeziehung. Doch vor 3 Tagen sind alle Bedenken, Ängste und Sorgen hochgekommen. Das Schlimme dabei ist, dass ich mir seit längerem schon vorgestellt habe, sich zu trennen, nur jetzt wo es passiert ist, kann ich das irgendwie nicht glauben. Sie sagte mir, dass sie es genau so sieht. Mich damit nicht mehr verletzen wolle und einfach unglaublich viele Probleme hat, als das sie noch Kraft hätte, mich zu vermissen. Wie soll ich nur loslassen, wenn ich das Gefühl hab, dass beide das nicht wollen? Wenn ich das Gefühl hab, dass sich beide noch lieben und brauchen, aber noch lange nicht alles versucht haben?
    Einfach ein scheiß Gefühl zu wissen, dass der Kopf diesmal beiderseits gewonnen hat und das Herz nun vergeblich versucht, dagegen anzukämpfen.

  • Linda64 sagt:

    Hallo zusammen,
    ich führe seit 5 1/2 Jahren eine Fernbeziehung mit meinem Mann und es bricht mir fast mein Herz. Ich kann diese ständigen Trennungen kaum mehr ertragen (wir sehen uns alle zwei Wochen für ein Wochenende) und denke ständig über eine Trennung nach. Allerdings kommt bei uns hinzu, dass wir drei gemeinsame Kinder haben und dies hält natürlich zusammen. Auch telefonieren wir fast täglich abends. Mein Mann "verspricht" mir schon seit Langem, sich eine Arbeit in Deutschland zu suchen, aber ich sehe nicht viel Bemühen. Natürlich kann eine Fernbeziehung halten, aber nicht auf Dauer und nur wenn die Möglichkeit besteht, dass man auf längere Sicht wieder zusammen wohnt.
    Auch wenn ich einen sehr großen Freundeskreis habe, fühle ich mich in der Woche trotzdem alleine.
    Ich kann nur jedem von einer so langen Fernbeziehung abraten und wenn die Kinder nicht wären, hätte ich diese Beziehung schon längst beendet…..

  • Susanne sagt:

    Ich hatte bis vor ein paar Tagen eine Fernbeziehung über 500 km. Wir sahen uns jedes zweite WE und mehrmals im Jahr für einen Kurzurlaub und Sommerurlaub. Telefonate je nach Stimmung mehrmals am Tag, aber auf jeden Fall abends.
    Nun ist Schluss, nicht das erste Mal! Mein Partner hat die Beziehung beendet, weil er Beziehung anders gestalten möchte. Er braucht seine Partnerin jeden Tag bzw. erreichbar. Leider konnten wir beide unser Umfeld nicht verlassen, da wir beruflich – und ich auch wegen meiner kleinen Tochter – räumlich gebunden sind. Ich habe die Beziehung sehr genossen, ich empfand unsere WE immer als eine Auszeit, als etwas ganz besonderes Intensives. Die km waren nicht wesentlich, ich habe damit verbunden wunderbare Menschen durch die Mitfahrzentrale kennnen gelernt.
    Mein Partner fand unsere gemeinsame Zeit immer wunderbar, stürzte dann aber danach in ein Jammertal. Obwohl er daran arbeitete, kamen immer wieder Trennungsgespräche auf und mehrmals hat er sich auch von mir getrennt. Für einen oder zwei Tage! Dann ging es wieder weiter. Ich habe mich darauf eingelassen, weil ich ihn liebte und weil die Fernbeziehung absolut ok für mich war. Jetzt ist bei ihm wieder die Luft raus und ich habe mich nun auch zurück gezogen, auch wenn ich am liebesten im Auto sitzen würde und 500 km fahren würde.
    Ich kann ihn verstehen und auch wieder nicht. Wenn die Liebe geht, soll man sich trennen, aber trennt man sich von einem geliebten Menschen, nur weil mir die Bedingungen nicht passen?
    An den Rahmenbedingungen kann ich arbeiten, wenn ich sie nicht ändern kann, kann ich lernen sie zu akzeptieren, weil ich glücklich bin einen Menschen an meiner Seite zu haben, den ich wirklich liebe, auch wenn uns km trennen.
    Ist das Finden einer neuen intensiven Liebe wirklich leichter als die Änderung bzw. Akzeptanz von trennenden km?

  • D. sagt:

    Durch Zufall bin ich auf diese Seite gekommen. Ich denke, wir Frauen sind doch mehr Träumerinnen, Männer sehen alles realistischer. Trotzdem bin ich der Meinung, wenn man einen Menschen kennen lernt, der es einen wert ist, dass man eine große Entfernung überwindet, dann hat die Liebe eine Chance. Es ist – wie bei jeder Beziehung – die Frage der Nähe und Distanz. Wieviel Nähe oder Distanz brauchen die Partner? Ich glaube trotzdem daran, dass sich aus einer Fernbeziehung auch eine "Nahbeziehung" entwickeln kann…

  • Diana sagt:

    Auch ich führe ein Fernbeziehung seit 3 1/2 Jahre. Allmählich ist meine Kraft am Ende. Ich habe alle meine Freunde vernachlässigt, schließlich haben sie auch nur Zeit am WE wie mein Partner und ich konnte mich nicht in zwei teilen. Es ist unerträglich geworden, sich nur alle 14 Tage zu sehen. Da er Vater eines 11jährigen Sohnes ist, kann ich verstehen, dass er jedes 2. WE Zeit mit ihm verbringt. Mittleweile jammere ich ihm die Ohren voll damit, aber ich fühle mich verdammt einsam. Er findet leider keinen Job in meine Gegend. Ich habe eine gute Arbeit gefunden und musste 170 km entfernt von ihm umziehen mit dem Gedanken, dass er irgendwann nachkommen wird. Er versucht es, schickt viele Bewerbunbgen raus, aber findet nichts. Alles nur Absagen. Er ist auch so nachdenklich, wenn er dann endlich bei mir ist. Sex scheint nicht wichtig für ihn zu sein, das fehlt mir auch so sehr – aber irgendwie kriege ich ihn nicht gelockt. Er meint, er kann nicht immer nur an Sex denken, und er kann nicht 24 Stunden mit mir Händchen halten. Was soll ich zu diese Äusserungen sagen? Wir halten keine 5 Minuten Händchen!! Irgendwie ist die Romantik zwischen uns erlöscht und ich kann versuchen, sie wieder zu erwecken, aber mein Freund ist viel zu nüchtern zu ernst. Wenn ich ihm sage, ich kann nicht mehr, ich möchte mich trennen , dann will er sich nicht dazu äußern und lässt mich weinend alleine sitzen. Am nächsten Morgen tut er so, als ob nichts gewesen wäre! Er ignoriert meine Bitte, er will mich nicht verlieren. Ich bin verzweifelt. Es gibt so vieles darüber zu schreiben, was ich hier leider nicht kann in so kurzer Zeit. Es hilft einfach, es hier andere mitzuteilen – so wie viele andere es hier auch tun. Kriegt man eigentlich eine Antwort oder ein Rat?

  • Goia sagt:

    Ach Gott, Fernbeziehung! Mehr als 2,5a habe ich sie erlebt, geliebt und auch gehasst. Jedes Mal die Trennung – immer zu früh, immer noch nicht alles gesagt und getan, immer noch mit vollem Herzen weg gegangen. Und dann wieder eine Woche im gewohnten Umfeld, keine Zeit für eigene Freunde und Interessen, nur das Nötigste wird erledigt, damit am Wochenende wieder die Fahrt zum geliebten Menschen möglich ist. In meinem Fall bin ich nahezu jedes WE für 3.5h pro Richtung unterwegs gewesen. Das war sehr anstrengend. Und nun, wo ich mehr Freizeit hätte, stelle ich fest, dass ich keine Lust habe, zu ihm zu ziehen, obwohl er es mittlerweile für möglich hielte. Vorher hatte er zu viel Angst vor Nähe. Und nun habe ich zu wenig Lust dazu. Aber der Anfang war wunderbar und die Menschen sind verschieden – also trotz meiner Erfahrung eine ProStimme für eine Fenbeziehung – doch man muss sie hegen und pflegen, wie eine Orchidee, wenn es schöne Blüten geben soll. In diesem Sinne – viel Glück allen Jungverliebten und ein wundervolles neues Jahr 2011!

  • Max sagt:

    Ich (44) hatte eine 2jährige Fernbeziehung, diese ist nun auch schon wieder seit 2 1/2 Jahren Geschichte. Anfangs, wenn man sich kennen lernt, ist alles erst toll, da hängen die Geigen in der Luft usw. jeder kennt ja dieses Verliebtsein-Gefühl.
    Meine Freundin hatte ihre Arbeitsstelle vor Ort, ich hatte, habe mein eigenes Haus vor Ort. Die Probleme waren also eigentlich vorprogrammiert, aber man sieht diese erst garnicht oder will sie nicht sehen. Im Laufe der Zeit, wir haben uns jedes Wochende bis auf wenige Ausnahmen gesehen, wurde es dann immer stressiger und zumindest für mich unerträglicher. Wirkliche Gespräche über Zukunft wurden seitens meiner Freundin aber meist geblockt, auch am Telefon fanden sie kaum statt. Sie hatte immer Ausreden parat wie: “Jetzt nicht, ich bin müde, ist mir jetzt nicht der Zeitpunkt für, habe Kopfschmerzen.” oder halt irgendein anderer banaler Grund.

    Über einen Zeitraum von über einem Jahr bin ich immer zu ihr gefahren, also quasie Einbahnstraße, bis ich sie schon fast zwangsweise dazu überreden musste auch mal zu mir zu kommen. Das fand dann auch im Anschluss an diesem Jahr statt. Aber viel gebracht hat das nicht, im Gegenteil. Es fanden weiterhin keine wirklichen Gespräche über unsere Zukunft statt, noch bemühte sie sich wirklich um eine Arbeitsstelle hier bei mir vor Ort, obgleich sicher etwas zu finden gewesen wäre.
    Die Spannungen die zumindest bei mir enstanden wurden immer intensiver…ich wurde immer unzufriedener mit dieser Situation. Klar, es kamen die üblichen Dinge auch zu Worte, sie kann ihre Freundschaften nicht mehr so pflegen usw. Ich frage mich dann aber nur, warum fängt man dann eigentlich eine FB an, wenn man doch weiss oder davon ausgehen muss, dass mann Freundschaften nicht mehr so pflegen wird können oder gar ganz aufgeben muss? Gibt man dafür dann lieber den angeblich geliebten Partner auf oder wie stellt man sich das vor? Ich habe das in dieser Zeit nie wirklich verstanden oder akzeptiert.
    Ich habe meine Freundin damals auch klar zu verstehen gegeben, dass ich ihre Freunde nicht zu meinen werde machen können, schon alleine wegen der räumlichen Distanz nicht. Und ich sicher später auch nicht laufend dort runter fahren würde, um sie zu besuchen oä. Es ging mir doch um meine Liebe, also um ihr und nicht um ihre Freundschaften die zumeist ja oft eh nur oberflächlich sind.

    Wenn ich meine Zukunft mit der Partnerin plane, plane ich das dort wo beide ihr zuhause haben werden und nicht anders, so meine Einstellung dazu. Mir reicht es erstmal wenn ich meine Partnerin auch als beste Freundin habe, alles andere ergibt sich doch meist von selbst von allein. Und wenn nicht auch kein Beinbruch. Alles wird man nie haben können.
    Jedenfalls war es von vornherein klar, dass sie zu mir ziehen müsste, und genau das war wohl der Knackpunkt, den sie nie wirklich so wollte. Erstens wegen ihres Berufes nicht, zweitens wegen der “Freunde” und der bekannten Umgebung nicht. Aber sie hat mir im Grunde da immer etwas vorgespielt, und so muss ich zum Einen der Userin “Elflein” hier zustimmen: So sah das zumindest in der Anfangszeit bei mir und meiner Freundin auch aus. Telefonischer Sex wurde schon fast beim Erstkontakt eingefordert, der reale sah aber dann doch oft wesentlich, ich sage mal so, trüber aus, aber ok daran lag es im Grunde nicht. Aber mit dem späteren auf Distanz gehen sehr wohl.
    Als die Fronten meinerseits ganz klar angesprochen wurden und ich meiner Freundin klar machte, was ich möchte und wie ich es mir mit der gemeinsamen Zukunft vorstelle, ging es im Grunde dem Ende entgegen.
    Ich investierte sogar noch in einer gemeinsamen Küche, ich Idiot sage ich heute, sie war beim Kauf noch dabei. Aber anstatt die Wahrheit zu sagen, wurde ein ganz kleiner Teil sogar dazu bei gesteuert von ihr, quasi so, als dass ich nichts merken sollte, dass es ihr gar nicht ernst ist.

    Im Grunde war es da auch schon so gut wie zu Ende. Sie kam noch ein paar Mal, die Spannungen hier wurden zunehmend schlimmer, vielleicht auch ein wenig provoziert von ihr, bis ich letztlicht eine Auszeit genommen habe. Ich sagte zu ihr, dass sie erstmal nicht mehr kommen bräuchte etc und wir uns besser erstmal ein paar Wochen nicht mehr sehen sollten bis Ruhe einkehrt.
    Es waren auch ein paar Gründe die hier bei mir zuhause dazu bei getragen hatten, die ich hier aber nicht näher erlären möchte.
    Jedenfalls hat sie es damit dann sang und klanglos ganz zu Ende gehen lassen und seither nie mehr zu mir gekommen. Wir haben danach noch 2 Jahre lang telefonischen Kontakt gehalten und Emails ab und an geschrieben. Ich habe nun aber auch das sein lassen, da ich den wirklichen Sinn nicht erkenne, warum ich das nun noch weiter tun sollte.

    Ich finde, dass das für erwachsene Partner im Alter von auf die 50 zugehend schon fast lächerlich ist. Keinen richtigen Schlusstrich von ihrer Seite aus ziehen wollen, aber mich warm halten wollen wie einen Suppenteller, den man bei Bedarf wieder hervor holt oder wie? Auf Fragen, wie sie es sich vorstellt, kommt weiterhin kein Lösungsvorschlag oder dergleichen von ihr, ausser das es so nicht weiter gehen könne. Dann aber wieder eine Aussage von ihr, vielleicht haben wir zu einem späteren Zeitpunkt ja doch eine gemeinsame Zukunft, aber bis dahin belässt man es halt einfach so wie es ist und hält nur Kontakt? Gut, aber nicht mit mir.
    Hier trifft wohl der Kommentar von Martin B den Nagel voll auf den Kopf. Eine FB darf einfach nicht so lange ohne Ziel auf Distanz laufen, man muss die Distanz aus dem Raum schaffen, ansonsten schafft die Distanz einem aus dem Raum, ganz einfach. Die Zeit spielt hierbei nur eine untergeordnete Rolle denke ich, ob es 1 Jahr, 2, 3, 4, 5 oder mehr Jahre sind, es verlagert nur das Ziel und den Endpunkt nach hinten.
    Für wirkliche wahre Liebe darf es keine Gründe wie Job, Freunde geben, die “nageln” einen an einen Standort nicht unbedingt fest und man kann diese ersetzen oder neu finden. Einen neuen Freund findet man doch auch schon in seinem Partner, und bei wirklicher Liebe ist es ein wirklich wahrer Freund auf dem man sich immer verlassen kann.

    Ist man örtlich fest verankert, so in meinem Fall mit eigenem Haus, Mutter darin die alt ist und für die man die Verantwortung übernommen hat wird es schwierig. Und das macht kaum eine Frau/Mann mit, wenn keine wirkliche Liebe vorhanden ist. Denn dann kommen genau solche Aussagen zustande wie ich sie zum Ende hin per Mail zu lesen bekam: “Vielleicht kommen wir später zusammen…” Wie markaber und traurig zu gleich dies von seinem Partner zu lesen, von dem man glaubte, er würde voll zu einem stehen und halten und vorallem geliebt werden.
    Vieles ist es einfach nur Geschwätz, egoistsich und sonst gar nichts. Und eine Fernbeziehung bleibt eine Fernbeziehung: Man bleibt sich immer fern!

    in diesem Sinne viel Glück den Unglücklichen, ich werde keine FB mehr haben wollen und bekommen.

  • Ann-Kathrin Schneider sagt:

    Was haltet Ihr davon, wenn der Partner aus dem Nachbarland stammt, man deshalb eine andere Sprache lernen muss, jedoch der Partner nie in dem Land arbeitet, weil er 3/4 seiner Zeit in einem der höchstgefährlichsten Gebiete der Welt!-Kabul in Afghanistan, hilft, und das restliche Viertel in Tunesien und nur ganz wenige Wochen im Heimatland ist. Was soll ich denn nur tun?