Woran liegt es, dass sich die "guten" Männer nicht trauen und nur die Vollidioten die Initiative ergreifen?
Hallo EP-Redaktion,
ich habe da mal eine Frage, die mir schon seit langem unter den Nägeln brennt. Und zwar: Meine beste Freundin ist eine wirklich sehr attraktive Frau, aber angesprochen wird sie immer nur von Idioten, die sowieso nichts zu verlieren haben.
Woran liegt es, dass sich die "guten" Männer nicht trauen?
LG
Bianca*
*Name von der Redaktion geändert
Antwort: "Der erste Anblick kann Vorurteile auslösen"
Hallo Bianca,
hierzu möchte ich gerne etwas sagen. Zunächst: Mit dieser Frage werden einige Themen gleichzeitig angesprochen. Vielleicht einige Worte zur Eingangsfrage: "Warum trauen sich Männer nicht, eine attraktive Frau anzusprechen?" Tendenziell ist es tatsächlich so, dass sehr reizende Damen vom männlichen Geschlecht eher von der Ferne bestaunt als direkt angesprochen werden.
Wer sich mit menschlicher Wahrnehmung ein bisschen auskennt, der weiß, dass bereits beim ersten Anblick Vorurteile ausgelöst werden. Im Falle eines sehr attraktiven Erscheinungsbildes kommt es menschlicherweise auch zu negativen Vorurteilen. Mit ein Grund ist ein brüchiges Selbstwertgefühl. Betreffende denken dann eventuell: "Wow! – Aber die ist bestimmt eingebildet!" Dahinter steckt dann meistens schlicht und einfach die Angst vor einem Korb. Da man dies aber vor sich selbst nicht wahrhaben will, greift man – unbewusst motiviert – auf ein negatives Vorurteil zurück.
Eine andere Flirtbremse ist möglicherweise evolutionärer Art. Wer weiblicherseits einen hohen "Partnermarktwert" hat, selektiert alleine schon durch seine Anwesenheit die männliche Klientel. Denn aus statistischer Sicht ist es meistens so, dass sich oft diejenigen Singles suchen und finden, die in etwa gleich attraktiv sind. Oder um es mal auf "Fußballerisch" zu sagen: Regionalliga und Champions League – das verträgt sich nicht. Ausnahmen bestätigen die Regel.
Nun ist aber auch nicht von der Hand zu weisen, dass auch "Idioten" (aus der Regionalliga?) gerne mal die Herausforderung annehmen und einen Flirtversuch mit der Champions League wagen. Das sollte man nicht zu ernst nehmen.
Vielleicht liegt es an der Location, die eine hohe Regionalliga-Wahrscheinlichkeit aufweist, sodass frau sich ärgert. Wie wäre es mal mit einem Ortswechsel? Es gibt doch in Ihrem Umfeld bestimmt seriöse Adressen.
Eine andere Sache: Mittlerweile hat sich unsere Gesellschaft doch stark verändert – auch auf die Flirt-Gepflogenheiten trifft dies zu. Noch vor 20 Jahren war klar: Männer sprechen Frauen an, nicht umgekehrt. Auf was ich hinaus will: Es spricht nichts dagegen, dass Ihre Freundin sich selbst ihre Flirtpartner aussucht und anspricht.
Herzlichen Gruß,
Ihr Marcus Damm