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Was ist bloss in der Promiwelt los?
Was ist bloss in der Promiwelt los? (Kategorie: Liebeskummerblog)
Reich, schön, beliebt. Doch der Schein trügt: Auch Stars haben reichlich Trouble mit der Liebe.

Promis haben auf den ersten Blick alles, was man sich als "Normalo" wünscht: Sie sind reich, sie sind schön, sie sind erfolgreich. Das i-Tüpfelchen für einen garantiert hohen Neidfaktor ist, wenn auch noch privat augenscheinlich alles im Lot ist.

Doch es ist nicht alles Gold was glänzt. Auch Promis haben mit den üblichen Fallen des Alltags zu kämpfen. Sie haben es sogar schwerer, denn wenn eine Beziehung diesen Test nicht besteht und zerbricht, können sie sicher sein, dass die Medien die Trennung bis ins kleinste Detail auskosten, zur Freude der Zeitschriftenleser und Boulevardmagazin-Zuschauer. Denn Schadenfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude. Das ist nicht nett, aber absolut menschlich. In letzter Zeit wimmelte es in den Schlagzeilen der entsprechenden Magazine von Zerwürfnissen zwischen den VIPs. Von wegen Wintimacy und Verlangen nach Liebe und Geborgenheit.
Da war zum Beispiel die Trennung von Boris Becker und seiner Sandy. Gut, so richtig erstaunt und schockiert war wohl keiner von uns. Schließlich gilt der ehemalige Tennis-Champ nicht als der bodenständigste seiner Riege und ist für seine schnellen "Bäumchen-wechsel-dich"-Spielchen bekannt. Der nicht unerhebliche Altersunterschied tat sein Übriges dazu, dass man schlussendlich nur mit dem Knopf nickte und sich in der "Das-konnte-doch-nicht-gut-gehen"-Einstellung bestätigt fühlte.
Überraschender war da schon die Bekanntgabe der Trennung von Sarah Connor und ihrem amerikanischen Boygroupstar Marc Terenzi. Vor nicht allzu langer Zeit waren die beiden per Realityshow "still crazy in love" und ließen sich ungeschminkt und ohne doppelten Boden in ihrem Alltag und Zusammenleben filmen. Klar, dass man zunächst neidisch wird und sich fragt, wie der Popstar den verschiedenen Rollen als Karrierefrau, Hausfrau, Mutter und Ehefrau gerecht werden kann und dabei auch noch glänzend aussieht und täglich top geschminkt ist? Doch dann fragt man sich auch, was der ganze (Medien-)Zirkus eigentlich soll, wenn es letztendlich trotzdem wieder heißt: Wir werden eine Familie und Freunde bleiben, doch wir trennen uns. Es ist aus!
Der nächste Schock kam mit der Trennung von dem sympathischen Sänger Ben und der nicht weniger liebenswerten Sängerin Kate Hall um die Ecke. Stets und ständig hieß es: "Wir heiraten!" oder "Es ist das große Glück!", dass einem schon fast das Brötchen im Halse stecken blieb vor lauter Glückseligkeit und Harmonie, wenn man auf dem Weg zur Arbeit diese Schlagzeilen aufschnappte. Doch auch dieses Glück währte nicht! Woran es lag? Man munkelt, dass es an Kates Karriereplänen lag. Wurde sie zu selbstbewusst, zu unabhängig für den deutschen Teenieschwarm?

Für die definitiv Aufsehen erregendste Schlagzeile sorgte allerdings die Grande Dame des deutschen Films Veronica Ferres. Ihr "zerbrochener Krug" war ein wahres Highlight für das Winterloch der Klatschzeitungen. Was waren wir neidisch auf so viel Glück. Die Auszeichnungen häuften sich und aus dem einstigen Bauerntrampel wurde eine stilvolle und attraktive Aktrice.
Ich als Single empfand es schon zum Teil ekelhaft, immerzu in deren strahlenden Gesichter sehen zu müssen. Die Perfektionierung der Harmonie – zum Kotzen. Bei der letzten Preisverleihung horchte ich zuckend auf. Frau Ferres dankte nur ihrer Tochter – nicht aber ihrem Göttergatten. Hatte eine unsichtbare Hand etwa Zwietracht gesät? So ganz wollte aber keiner was von dem Ehe-Aus nach über sieben Jahren wissen. Nein, einer so umwerfend glücklichen Familie kann das verflixte siebte Ehejahr nichts anhaben. Doch nun haben wir den Salat. Denn schon kurze Zeit darauf wurde verkündet: "Wir trennen uns in Freundschaft!" Wenn ich das schon höre! Sich in Freundschaft zu trennen ist genauso utopisch wie mit Currywurst-Pommes sein Idealgewicht zu erreichen. Nach jeder Trennung braucht man Abstand, um zu verarbeiten, was passiert ist. Natürlich kann man nach einer gewissen Zeit, wenn beide Partner dazu bereit und fähig sind, versuchen eine Freundschaft aufzubauen. Doch das geht in den seltensten Fällen gut.

Was ist aber der Grund für diese Trennungen so kurz vor dem Fest der Liebe? Möchte man nicht mit sogenannten Altlasten ins neue Jahr gehen? Tabula rasa am Jahresende? Oder ist es reiner Zufall, dass dieser Zeitpunkt gewählt wurde?

Wie dem auch sei, wir Singles jedenfalls haben keinen Grund neidisch zu sein und können uns entspannt zurücklehnen. Wir sind nicht damit beschäftigt, eiligst die Scherben des Lebens zusammenkehren zu müssen und unsere Liebeskummerwunden zu lecken. Wir dürfen hingegen miterleben, dass Promis auch "nur" normale Menschen sind – wie Du und ich, die mit ihren Problemen zu kämpfen haben. Dazu fällt mir ganz spontan mein Lieblingsspruch ein: Das Glück der Anderen wird meist überschätzt!


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