1. Ab wann ist es nicht mehr normal dem Partner hinterherzutrauern?

    Im Januar 2019 wurde ich von meiner Frau verlassen. Es gab zu diesem Zeitpunkt keine Anzeichen dafür. Wir hatten gerade eine schöne Weihnachtszeit hinter uns und es sollten viele Veränderungen (Arbeit, Wohnung usw.) im neuen Jahr anstehen. Die Trennung wurde mir in meiner Mittagspause mitgeteilt. Jetzt haben wir seit 11 Monaten kaum Kontakt. Ich vermisse meine Frau jeden Tag, bei jedem Atemzug, bei allem was ich tue. Ich lebe in unserer alten Wohnung, alles erinnert mich an die gemeinsame Zeit. Mein Leben ist im Dezember 2018 stehen geblieben. Ich weine fast jeden Tag und nach der Arbeit lege ich mich ins Bett und am Wochenende bleibe ich ebenfalls liegen und versuche zu schlafen, damit ich nicht merke wie alleine und traurig ich bin. Ich kann mich nur mit meiner Arbeit ablenken. Zuhause gucke ich Youtubevideos um mich abzulenken. den Fernseher hat meine Frau mitgenommen. Ich kann mit niemandem reden, und weiß nicht wie lange ich die Trennung noch aushalte. Ich fühle mich wie amputiert. Ich habe kein Vertrauen mehr in Menschen. Ich habe versucht Termine bei? Psychotherapeuten zu bekommen, bevor man das jemals versucht hat, denkt man nicht wie unfreundlich und belächelnd man mit seinen "Problemchen" behandelt wird. Ich bin wirklich am Ende. Ich dachte, dass es mit der Zeit besser wird oder dass meine Frau zu mir zurück kommt, aber es wird jeden Tag schlimmer und sie möchte keine Ehe mehr mit mir. Kann jemand hier meinen Schmerz teilen? Versteht mich jemand?
     
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  3. Hole dir bitte Hilfe, sonst landest du in einer Depression, wenn du nicht schon depressiv bist.
    Du brauchst Ortswechsel, Urlaub, A...in der Hose zum TV kaufen, Freunde treffen, am besten eine andere Wohnung, usw.
    Geh raus, geh spazieren bei jedem Wetter, Licht und Sonne sind wichtig.
    Verstehen kann ich dich, hilft dir aber nicht weiter.
    Konzentriere dich auf DEIN Leben. Du bist selbst verantwortlich für dein Leben, nicht deine Ex.
    Geh unbedingt zum Arzt, und wenn es nur ein paar Stunden beim Psychologen sind.
    Alles Gute und pass auf dich auf!
     
  4. Auf jeden Fall solltest Du Dir Hilfe holen. Ein Liebeskummer der so lange mit dieser Intensität anhält ist eher nicht normal. Was fehlt Dir genau von Deiner Frau oder hast Du nur Angst allein zu sein? Nutze die Zeit für Dich und finde heraus was Du vom Leben willst. Ich verstehe Deinen Schmerz, aber das Leben geht weiter. Und hält noch viele Überraschungen für dich bereit. Jeder Schmerz wird weniger, und versuche positives daraus zu ziehen. Es wartet was besseres auf Dich.
     
  5. Muss heute jeder Mensch wegen jeder Kleinigkeit zu einem Psychotherapeuten rennen?
    Die meisten Antworten werden Dir raten suche Dir professionelle Hilfe. Ich rate Dir, mache die Sache mit Dir selbst klar.
    Sicher ist es nicht schön, wenn Dich Deine Frau verlassen hat, aber wenn sie hier antworten würde, so würde sie einige Dinge anders darstellen als Du sie hier beschreibst.

    Du bist seit Monaten gefangen. Statt sich zu fragen, warum ist sie gegangen sitzt Du heulend zu Hause und wartest, dass es an der Tür klingelt. Realisiere: Sie hat Dich vor einem Jahr verlassen!

    Du bist in eine Co-Abhänigkeit gerutscht, hast Dein leben aufgegeben und ggf. geklammert. Wo ist Dein Leben hin. Kannst Du auch mal alleine sein? Wo sind Deine Freunde?
    Wieso hats Du kein Vertrauen mehr in Menschen, wenn Dich Deine Frau verlassen hat. Der Bäcker gegenüber hat damit nichts zu tun.

    Hinterfrage Dich erstmal selbst. Geh durch das Tief in dem Du Dich derzeit befindest und finde erstmal zu dir selbst.
    Wir haben alle in unserem Leben schmerzhafte Trennungen, Zurückweisungen und Verluste erlitten. Das gehört zum Leben leider dazu.

    ich habe vor einigen Wochen einen schmerzhaften Korb bekommen. Im Auto laufen mir manchmal die Tränen runter. da muss ich aber durch. Es geht weiter. es muss.
     
  6. Vielleicht hilft dem FS eine Geschichte aus dem Leben meines Cousins - er wurde auch von seiner Ehefrau verlassen für ihre alte Liebe.

    Er hat ewig getrauert, zumal er immer Kontakt mir ihr haben musste weil ein gemeinsames Kind vorhanden.

    Ich hatte schon nach einiger Zeit den Verdacht, daß sich bei meinem Cousin trotz allen Schmerzes mehr um ein verletztes Ego handelte als um die Ex.

    Und ich war mir sicher, daß er die Ex vergessen wird sobald eine andere Frau seine Freundin wird.

    Nun sind einige Jahre vergangen und er ist tatsächlich glücklich liiert mit einer Neuen - von der riesengroßen Verzweifelung über seine Ex höre ich gar nix mehr.
     
  7. Wie lange die Trauerzeit bei dir geht, kann dir kein Mensch voraus sagen, Statistiken helfen dabei nicht, da das ganz individuell ist!
    Der eine trauert nicht, der andere nur kurze Zeit und wieder der andere über Jahre. Du solltest sie vergessen, so wie sie dich auch vergisst bzw. vergessen hat!
    Es ist wohl das Schlimmste, was einem passieren kann! Lenke dich ab, mach was Schönes für dich und lass dich therapieren!
     
  8. Tut mir echt leid für dich, dir geht’s echt dreckig. Falls du schon mitten in einer Depression steckst, brauchst du professionelle Hilfe.

    Falls du allerdings nur in Selbstmitleid suhlst, würde ich dir dringend ein bisschen Disziplin empfehlen. Nicht nur rumhängen, mach zumindest regelmäßig Sport, muss ja nicht viel sein.

    Mit deinem momentanen Verhalten schadest du dir nämlich nur selbst und bei deiner Ex kannst du damit sowieso nicht punkten. Die kommt nicht zurück, weil du so leidest. Im Gegenteil.

    Hast du denn mit ihr darüber gesprochen, warum sie sich getrennt hat? Keine Trennung kommt aus heiterem Himmel, nur will der zufriedene Partner die Anzeichen nicht hören und sehen.

    Du klingst sehr einsam. Hast du Freunde oder Familie in der Nähe, oder hast du dich von allen zurückgezogen, weil du dich unverstanden fühlst? Oft genug in Trauerphasen ist es ja so, dass man immer nur dieselben Floskeln gesagt kriegt, im Sinne von „Abhaken und nach vorne schauen“, was zwar im Prinzip richtig ist, dir aber in deinem totalen Tief nicht weiterhilft.

    Du musst erstmal die Trennung verarbeiten, indem du herausfindest, was die Ursache dafür war. Es war sicher nie alles nur schön und harmonisch. Wo hat es gekriselt?

    Erzähl doch mal ein bisschen mehr über eure Beziehung, Wie lang wart ihr zusammen, seit wann verheiratet, habt ihr Kinder geplant? Am Kinderwunsch scheitert es oft.

    Das hilft dir doch nicht weiter.

    Liebeskummer hatte jeder schon mal, manche sicher genauso schlimm wie du, aber fast alle haben sich irgendwann wieder aufgerappelt und weitergemacht. Und viele fanden später einen Partner, mit dem sie viel glücklicher wurden, unter anderem auch wegen dieser Erfahrung.

    Also Verständnis hast du, aber du musst trotzdem dran arbeiten, dass du aus diesem Schmerz wieder rauskommst und wieder dein Leben lebst. Du hast nur das eine.

    Hattest du zB vor der Beziehung Hobbys, die du dann eingeschränkt hast? Was wolltest du immer schon mal machen? Vielleicht findest du da irgendeinen Ansatz, der dich wieder positiver stimmt.
     
  9. Du brauchst jemanden zum Reden.
    Hast Du Freunde, Familie? Vll kannst Du alte Kontakte wieder aufleben lassen?
    Hilfe holen ist richtig. Bis zur ersten ersehnten Sitzung kannst Du aber nicht warten. Bis dahin musst Du auch schon etwas tun.
    Trauer, Wut, alles im Wechsel, das muss mE raus. Ich bin da sehr fürs Schreiben, andere für Sport.
    Trenne Dich von altem Kram der Dich erinnert. Sperrmüll bestellt, alte Möbel raus und Farbe für die Wände kaufen. Dann hast Du auch etwas zu tun!
    Das kann Dir selbst den Neuanfang suggerieren. Häufig trauert man nicht alleine der Person hinterher. Dafür ist man hin und wieder viel zu sehr gekränkt.

    Deine alte Ordnung ist gestört.
    Und das Gefühl "wie amputiert" ist die Machtlosigkeit, der Du Dich ausgesetzt fühlst. Du bist aber nicht machtlos.
    Du hast nun alle Macht über Dich selbst.

    Deinen Schmerz kann ich mehr als nachvollziehen und Dir sagen, dass Du eine Aufgabe brauchst. Schau mal nach Dingen, die Du alleine unternehmen kannst. TV wird Dir nicht weiterhelfen. Du musst raus. Eine Gruppe in der VHS z. B.. Autogenes Training, Sprachen, Kreatives?
    Es ist nicht teuer und so ziemlich jeder geht dort alleine hin.
    Komm aus dem Bin-Allein-Strudel.
    Alleine ist toll - weißt Du nur noch nicht - aber nur, wenn Du mit Dir etwas anzufangen weißt!

    Die Zeit heilt alle Wunden. Hast Du sicher dieses Jahr schon tausendmal gehört, iss aber so. Und sie verändert Deine Sichtweise, wenn Du es zulässt.
    Wie lange das dauern wird? Keine Ahnung. Kommt wahrscheinlich darauf an, wann Du loslegst.

    W, 46
     
    • # 8
    • 12.12.2019
    • void
    Uh, das klingt sehr nach Depression. Du kannst damit zum Hausarzt gehen und ihm schildern, was los ist. Der gibt Dir dann auch eine Überweisung. Er kann auch irgendwas Stimmungsaufhellendes verschreiben, jedenfalls hat meine Hausärztin mir das mal angeboten. Ich würde das so schnell wie möglich machen, also einen Termin beim HA, denn irgendwann gehen die auch in die Weihnachtsferien und ich stelle mir Weihnachten für Dich besonders schlimm vor.
    Hat sie Dir denn gesagt, weshalb sie Dich verließ? Sonst hast Du ja nicht mal was, worüber Du nachdenken kannst.
    Ich finde, den Schmerz vermeiden zu wollen, tut immer noch mehr weh, als sich darin zu ergeben. Also wegen Ablenkung usw.. Das habe ich früher auch versucht, aber das hat die Sache verschlimmert, finde ich. Es war wie eine Schutthalde vor sich her schieben, die immer größer wurde, und schließlich war es doch nicht zu vermeiden, dass die Schutzmauer brach. Nur war es dann viel heftiger, als wenn ich mich den Stimmungen ergeben und durch sie hindurch gegangen wäre, so wie ich es jetzt mache.

    Ich hatte auch schon schlimmen Liebeskummer, der eigentlich gar nicht mehr davon kam, dass ich den Mann nicht als Partner haben konnte, sondern dass ich die Lebenskrise, die das ganze ausgelöst hatte, bewältigen musste. Z.B. zu sehen, was alles nicht perfekt war in meinem Leben, wo ich Halt brauchte und keinen bekam, wo ich Verständnis gebraucht hätte und keins bekam. Ich will damit sagen, dass dieses Verlassenwerden durch Deine Frau vielleicht was ganz anderes in Dir ausgelöst haben könnte, und Du könntest ihren Weggang irgendwie akzeptieren, aber kannst ihn nicht abtrennen von einem anderen, tieferliegenderen Thema?

    Geh zum Hausarzt. Da kriegt man schneller einen Termin meiner Erfahrung nach und der kann auch was für Dich tun.
     
  10. Ich habe einige Männer in live daran zugrunde gehen sehen:

    Die wurden über kurz oder lang zum schweren Alkoholiker, hingen teils asozial an Imbissen herum, einige wurden zum Sesselpotatoe bei Muttern, einer ist so gaga...der hängt jedes WE bei der ehemaligen Schwiegermutter ab und beamt sich in heilige heile Welt von Familie was sich seit Jahren längst erledigt hat, da seine Ehefrau ja abgehauen war.

    WILLSTE SO ENDEN?

    Falls nicht, dann wurschtel Dich hoch, raus aus dem Bett.
    Wasche alles, Wäsche kann man auch im Waschcenter waschen, dusche und rasiere Dich.
    Dann die gesamte Wohnung entmüllen, säubern, unnütze Zeug draußen auf Straßen abstellen...nehmen andere Leute mit.
    Dann gehst Du in die Bibliothek und meldest Dich an, mit dem Ausweis kannst Du herrliche Hörcds ausleihen und während des Anhörens in der Wohnung herumwuseln, packen, renovieren, klar Schiff machen.

    Die Wohnung wird von Dir auszugsfertig vorbereitet und wenn Du Päuschen am Küchentisch machst, schaust Du bei Immobilien Scout und bei ebaykleinanzeigen rein und suchst kontinuierlich nach kleinen Wohnungen.
    Sende Fragen und Interessebekundung ab.

    Hast du keine Arbeit, such dir welche. Auf der Seite arbeitsagentur.de ist alles voll.

    Vergiss die Alte, vergiss Youtube, Finger weg von Alkohol und Drogen. Falls du rauchst, kannst du auch dieses Problem bekämpfen.

    Veränderungen tun gut. Geh raus. Geh auf den Sportplatz, das ist der Spielplatz für gesunde Erwachsene. Du brauchst dann auch keine Psychologen. Du musst lernen selbständig zu leben, dich und deine neue Wohnung dann in Schuß zu halten.
     
  11. Hey, Puuh, das klingt schon sehr heftig! Wie sah denn eure Beziehung aus? Habt ihr alles nur zu 2. gemacht und nur für euch gelebt?
    Hast du keine Freunde/Hobbys?

    Ich bin der Meinung, dass du Hilfe benötigst, aber denke, dass die Trennung nicht dein Hauptproblem ist, bzw. dies ist eher das Symptom. Du solltest grundsätzlich an deiner Einstellung zum Leben und an deinem Selbstwertgefühl arbeiten.
     
  12. Hi,
    ich verstehe dich schon,.........ein bisschen.......mein Freund und ich haben uns auch vor einem Jahr getrennt.......ich denke jeden Tag an ihn.......sehr viel, er ist leider noch immer in meinen Gedanken, bin noch sehr am verarbeiten dieser leidenschaftlichen Beziehung die 4 Jahre dauerte, so wie es aussieht wird es noch länger dauern, bis ich ihn aus meinen Gedanken habe......ABER.......ich lebe trotzdem mein Leben normal weiter, habe Freunde die ich treffe, Familie, gehe hie und da aus, bin nach außen, wieder der fröhliche Mensch, lasse mich nicht unterkriegen, und ja ich finde das normal, ein Jahr ist nicht lang.
    Ich möchte erst wieder einen Mann in mein Leben lassen, wenn ich diese Beziehung verarbeitet habe.......du lässt dich ein bisschen gehen, das ist alles andere als gesund, geh wieder unter Menschen, richte deine Wohnung anders ein, such dir ein Hobby, mach Bewegung, lies viel zu diesen Themen. Hat mir sehr geholfen.......wenn du Videos schaust, dann klick dich bei Christian Hemschemeier rein, der ist super:)
    Du musst einfach anfangen dich zu bewegen, im Bett liegen zu bleiben.........das bringt dich nicht weiter!!!!
     
  13. Lieber TE

    im Normalfall hat man für so Situationen einen richtigen Freund.

    Du hast keinen Freund also kannst Du Dir auch Hilfe von Fremden holen, den ersten Schritt hast Du mit Deinem Post nun gemacht.

    Schnelle Hilfe von Professionellen bekommst Du z.B. in meinen Breitengraden nur wenn Du schon eine Gefahr für Dich selber und andere bist. Ansonsten hilft wie so oft in dem Fall nur Geld, sprich such Dir jemand der keine Kassenzulassung hat und leg die Scheine auf den Tisch.

    Seelsorger sind gute Ansprechpartner, es gibt ebenfalls etliche gute schriftliche Ratgeber, ich lese gern Anselm Grün. Sehr viele kluge Menschen haben seit Hunderten von Jahren uns ihre Gedanken und Erkenntnisse vererbt.

    Um mal von der Tellermitte wieder zum Rand zu rutschen empfehle ich besonders in dieser Zeit Charles Dickens Weihnachtsgeschichte. Rufus Beck hat jetzt die Bibel gelesen als Hörbuch steht auch schon auf meiner Liste.

    Selbst ich weiß, dass ich zum Fernsehgucken kein TV Gerät mehr brauche und ich übers TV Gerät ins Internet gehen kann. Mein 4 Jahre altes Handy kann das schon. Das hört sich bei Dir so an als wäre der Fernseher ein gemeinsames Kind gewesen.

    Nun nach Deinem ersten Schritt machst Du den Zweiten. Lies Dir alles gründlich durch, Du wirst ganz viele Anregungen bekommen, such Dir das raus, was zu Dir passt damit Du Deine Trauer verarbeiten kannst.

    w/36
     
  14. Ich möchte Dir in diesem Fall sogar mein Beileid ausdrücken! Denn Deine Frau ist praktisch gestorben, plötzlich und überraschend. Aber doch nicht wirklich. Und damit ist es sogar noch schwieriger damit umzugehen, als wäre sie tatsächlich tot.

    Sie hat Dich einfach so verlassen, Du hängst komplett in der Schwebe, weißt nicht, warum, wieso, weshalb. Sie hat Dir keinen Grund geliefert, möchte anscheinend nicht mit Dir darüber reden.

    Wäre es möglich, nochmal mit Deiner Frau ein Gespräch zu führen, was der Grund für die Trennung gewesen ist? Damit Du wirklich Abschied nehmen kannst!

    Wenn das nicht der Fall ist, würde ich ein paar professionelle Beratungsstunden in Deinem Fall tatsächlich empfehlen!

    Alles Gute für Dich!
    ErwinM, 50
     
  15. Dem muss ich zustimmen. Allerdings ist meine Erfahrung, dass es doch oft Männer sind, die "hängen bleiben" und ihr Leben nicht mehr in den Griff bekommen. Pass bitte auf, dass du nicht Job und Wohnung verlierst. Genau wie deine Schilderung beginnen oft die Lebensgeschichten der Obdachlosen, die man in den Dokus sieht. Ok ich hoffe, dass ich übertreibe, aber wehret den Anfängen.
    Für mich klingt es auch nach Depression. Aber eine, die man mit Hobbys und Neuausrichtung des eigenen Lebens nicht selbst wieder hinbekommt.

    Ganz genau.
    Ich denke, es ist eine Typfrage, sich hängen zu lassen und der Ex die Schuld für den eigenen Sumpf zu geben, oder wieder Batterien einzulegen und neuzustarten.
    Ihr wart verheiratet, eine gewisse Trauer ist auch ok, aber du scheinst es dir im Selbstmitleid gemütlich zu machen, das musst du durchbrechen. Da deine Depression nicht organisch verursacht ist, würde ich als Laie empfehlen, befasse dich mit und stärke deine Resilienz. Auf deutsch: Arsch hoch und auf in dein neues Leben! Raus aus der Komfortzone!
    w35
     
  16. Nein, ich habe es nicht erlebt, so plötzlich verlassen worden zu sein und ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass ich eine Beziehung- sogar Ehe - führe, alles für mich super ist und nicht merke, dass es meinem Partner dabei so schlecht geht, er so unzufrieden ist, dass er über Trennung nachdenkt. Sorry, aber so ignorant kann man doch nicht sein.

    Gerade Frauen sprechen Probleme und Wünsche oft an, was ja gern männerseits als "rummeckern" abgetan und ignoriert wird.

    Wenn die Frau so plötzlich und unvorhersehbar sich trennt, wird sie ja einen Grund haben. Was hat sie denn als solchen benannt? Hat sie dich beim Fremdgehen erwischt?
    Dann würde es Sinn machen...

    Also auch mein Tipp: schau nach deinem Anteil, akzeptiere diesen und mach es in Zukunft besser.
     
  17. Ich würde auch unbedingt anfangen, Dein Leben wieder zu leben.
    Ganz wichtig ist, Du hast nun 11 Monate gelitten und deine Frau kam nicht zurück..... Somit bist Du diesen Weg gegangen und dem einzigen, dem es schlecht ging, bist Du......
    Wenn Du willst, dass es Dir besser geht, dann musst Du das ändern.

    A), such Dir professionelle Hilfe, kann auch ein Coach sein. Jemand der Dir hilft Deine Gedanken zu ordnen
    b) zwinge Dich, jeden Tag was zu machen, auch am Weekend.
    c) geh 1x pro Woche raus, triff Freund, geh zum Sport oder ins Kino
    d) akzeptiere, dass Deine Beziehung nicht so war, wie Du sie gesehen hast (sonst wäre Deine frau nicht gegangen). Ist nicht einfach - ich hab fast das selbe in Grün durch gemacht, aber ganz ehrlich, Du willst sie nciht zurück, Du könntest nie mehr Vertrauen..... und wer den langjährigen Partner in der Mittagspause verlässt, ist nicht wirklich was wert........ meine Meinung....!

    Ich drück Dir die Daumen und lass uns wissen, wie s geht.
     
  18. Man man man, nur weil einem selbst Depressionen oder depressive Episoden fremd sind, sollte man tunlichst unterlassen anderen mangelnde Stärke vorzuwerfen!

    An den TE- in jeder größeren Stadt gibt es psychiatrische Kliniken mit Akut Ambulanzen oder Polikliniken.

    Bitte wende dich umgehend an diese.
    Dort gibt es Akutsprechstunden und scheue dich nicht es klar als Depression zu benennen.

    Eine Depression hat nichts mit Faulheit oder Schwäche zu tun!

    Was genau die Hintergründe sind kann nur der Fachmann mit dir erörtern!

    Ich wünsche dir Kraft und wieder Licht!
     
  19. Liebe Kimi, wir sind alle verschieden und wir gehen unterschiedlich mit Enttäuschungen um. Deshalb ist es in vielen Fällen sinnvoll, sich Hilfe zu suchen, besonders dann, wenn der/die Betroffene sich nur noch im Kreis dreht. Dann kann oft nur jemand von Außen neue Fragen stellen, auf die Löcher hinweisen, in denen der Leidende immer wieder landet. Also: Nur zu, lieber @livetofunction, deine Frage an das Forum war schon der erste Schritt, so langsam streckst du dich ja wieder ans Licht!

    Weiter oben wurde dir schon geraten, die Wohnung - die dich ständig an scheinbar bessere Zeiten erinnert - zu wechseln. Nicht die Hände in den Schoß legen, weil der Fernseher mit »ausgezogen« ist, sondern einen neuen kaufen! Das ist durchaus symbolisch gemeint, du lässt die Entwicklungen »über dich ergehen«, ziehst kurz den Kopf ein und leidest. Lass das nicht zu! Ein Jahr lang, ein ganzes Jahr verschenkt! Ändere das, nicht nur um dich abzulenken sondern um dich wieder zu spüren, Freude zu haben.
    Fang klein an und buche eine Städtereise. Etwas später eine Studienreise zu einem Thema, das dich interessiert. Die finden in kleineren Gruppen statt und du kommst unter andere Menschen, bekommst neue Anregungen, baust vielleicht Freundschaften auf.

    Geh ab und zu mit einem Kollegen (oder einer Kollegin) abends ein Bier trinken oder lade sie zu dir nach Hause ein. Du musst dein Bett verlassen, unter Menschen gehen. Dabei nicht ständig überlegen, dass es mit »ihr« alles schöner wäre - begreife, dass diese Zeit vorbei ist, schön war, dass aber Neues genauso erfüllend werden kann. Sei kreativ - und falls du therapeutische Hilfe für diesen Anstoß brauchst, suche sie dir.
     
  20. Korrekt, manche sind so. Ich hab mehrere Therapeuten "getestet" bis ich meine gefunden habe, die sehr emphatisch ist und sowas NIE belächeln würde. Bei den anderen hab ich sofort gemerkt, dass sie mir zu kalt sind, das ist wie Partnersuche. Also man sollte nicht einfach den erstbesten Therapeuten nehmen, ich hab jetzt eine geniale Therapeutin, und ich fahr jede Woche 50 Min in die Nachbarstadt zu ihr.

    Kimi schreibt gut, du warst abhängig von deiner Frau, vermutlich hat sie das auch gespürt, und dann ist ihr wohl die Liebe abhanden gekommen, sehr schade. Aber auch wenn du das jetzt nicht hören willst, irgendwann wirst du deiner Frau dankbar sein, denn nur dadurch dass sie dich verlässt, hast du die Chance emotional zu reifen. Es ist völlig normal, dass du jetzt erstmal durch ein Tal der Tränen gehst.

    Es klingt für mich so als wäre durch diese Trennung ein womöglich sehr altes Verlusttrauma aus deiner Kindheit o.ä. getriggert worden.

    Mach dir klar, dass nur du dich retten kannst. Und dazu brauchst du den Willen dazu. Also überleg dir was du willst. Deine Frau kommt nicht zurück, aber du kannst dich selbst neu erfinden. Vielleicht glaubst du an Gott? Obwohl ich konfessionslos bin, hilft mein starker Glaube mir immer sehr, und auch Beten. Wir sind nie alleine. Aber ich musste auch erst einige heftige Krisen durchmachen, bis ich das gespürt habe...

    Am wichtigsten find ich, dass du dich nicht hängen lässt. Schade dass du schreibst, dass du mit niemandem reden kannst. Wieso nicht? Das ist ja das hilfreichste überhaupt nach ner Trennung, mit Freunden reden...

    Ich wünsch dir viel Kraft und dass du bald die Kurve kriegst. Nutz den Jahrestag der Trennung.
     
  21. Liebe FS,

    nach 11 Monate meldest Du Dich hier. Das ist ein erster Schritt. Ob du fremde Hilfe brauchst? Ich habe ebenfalls sehr lange gelitten. Wir hatten eine Krise nach der anderen. Sie gab mir ein Signal, dass ich falsch gedeutet habe - es kam Hoffnung auf - und weg war sie. Bis heute (nach Jahren) kann ich es nicht verstehen. Ich trauere und denke nicht mehr drüber nach. Aber das hat sehr sehr lange gedauert. Drei Termine bei einer Therapeutin hatte ich - mehr nicht. Was mir geholfen hat war letztendlich, dass ich es zugelassen habe, dass ich sie bis zu meinem Tod irgendwie lieben werde. Dazu habe ich viel Sport gemacht, bin raus etc. pp. Aber letztlich war es dieses enorme Eingeständnis und ab und an eine gaaaaaanz extreme Trauer.

    Aber und dafür wurde ich hier schon gesteinigt - auch eine neue Frau (zu früh, da hatte ich die Beziehung noch nicht verarbeitet) in meinem Leben. Nun haben wir gemeinsam ein Kind und ich habe es überlebt. Entscheidend war die neue Frau jedoch nicht.

    Fühl Dich gedrückt

    M 49
     
  22. Hier liegt der Schlüssel, denn das wird so nicht stimmen!

    Ja, ich glaube auch, dass es möglich ist, dass man die Anzeichen vorher nicht erkennt. Nein, im Nachhinein kann man sich bestimmt nicht auf diese Position zurückziehen! irgendwas stimmte nicht! Völlig egal, ob du selber Mist gebaut hast, oder deine Frau!

    Dass deine Frau dir die Trennung "in der Mittagspause mitgeteilt" hat ist alleine schon ausreichend um sie menschlich/charakterlich so weit abzuqualifizieren, dass du mit ihr keine weitere Beziehung mehr führen möchtest!

    Das Gegenteil ist der Fall!

    Wäre seine Frau gestorben (und die Beziehung gut gewesen), dann wäre es unmöglich irgendwo einen "Grund", oder eine "Schuld" aufzufinden. Es gibt dann keinerlei Argumentationskette, warum es BESSER ist, dass man kein Paar mehr ist! Verwitwete haben nicht einmal die Möglichkeit einem neuen Partner zu sagen "Mit dir passe ich besser zusammen, weil ...". Wie soll dieses Punkt-Punkt-Punkt auch aussehen?

    Der Schlüssel zu Abschließen von (Lebend)-Trennungen ist den Grund zu erkennen und sei er noch so lapidar und nichtig! Lebend-Getrente wissen gar nicht wie gut sie es haben, dass ihnen diese Möglichkeit offen steht!!!

    V.m49
     
  23. Liebe Community, ich danke jedem einzelnen von euch für die Antworten und Reaktionen! Danke, dass ihr euch die Zeit genommen habt, um meinen Post durchzulesen und eure Meinungen zu sagen. Das bedeutet mir sehr viel, weil ich merke, dass ich Leuten nicht egal bin. Obwohl sie mich gar nicht kennen! Danke für die Buchtipps und Videoempfehlungen. Danke für die Empathie, dass man sich manchmal (vielleicht wegen einer Depression) einfach nicht selbst in den A.... Treten kann. Ich habe immer Sport gemacht. Ich gehe Joggen. Ich habe meine Arbeitsstelle gewechselt, weil ich mit der alten schon lange unzufrieden war, worunter auch die Ehe litt. Ich rauche und trinke nicht, ich habe jeden Tag durch meinen ärztlichen Beruf eine sehr hohe Verantwortung anderen Menschen gegenüber. Da werde ich gebraucht und bin für andere da, aber es ist sehr schwer die eigenen Verletzungen zu heilen. Ich wünschte es gebe eine höhere Instanz(Gott), die uns irgendwie auffangen könnte, aber die habe ich in meinem ganzen Leben-ich bin jetzt Ende 30-nie erlebt. Das Thema Religion hat in unserer Ehe auch viel kaputt gemacht(fundamental christliche Ansichten der Eltern) deshalb hat da auch ein Bruch stattgefunden. Es ist sicherlich so, dass aus meiner Kindheit alte Traumen aufgerissen wurden. Ich hatte mit meiner Frau zum erstenmal wieder eine Sicherheit, eine familiäre Bindung und ein Zugehörigkeitsgefühl was jetzt einfach weg ist. Wahrscheinlich war ihr das alles zuviel, was an Erwartungen auf ihr lastete. Zudem kam es zu immer weniger Intimität zwischen uns, worunter sie auch sehr gelitten hat. Ich bin nie fremdgegangen. Am Wochenende soll ein Mediations gespräch stattfinden - ich hoffe dass dadurch auch noch weitere ungesagte Dinge geklärt werden könne. Ich werde die Feiertage und Silvester in Nordamerika verbringen. Ich versuch also mich abzulenken bzw. mich nicht hängen zu lassen, aber irgendwie ist alles was ich plane(immoscout kenne ich auch schon rauf und runter) nebensächlich im Vergleich zum Verlust meiner Frau-wirklich als ob sie gestorben wäre. Charles Dickens lief als Hörbuch die letzten Jahre immer um diese Zeit bei uns und Rufus Becks Stimme würde auch nur traurige Erinnerungen hervorrufen. Wir haben wirklich immer alles zusammen gemacht und waren eigentlich nie mehr als eine Armlänge voneinander entfernt und wir konnten alles miteinander bereden und das fällt jetzt alles weg. Ich habe auch schon mit der Telefonseelsorge gesprochen und einfach nur alles runterzuschreiben hilft schon etwas, auch wenn es sich sehr merkwürdig anfühlt das intimste Innere, wenn auch anonym, aber doch öffentlich offenzulegen. Danke für eure Zeit!
     
    • # 23
    • 12.12.2019
    • Gini
    Deine Ex-Frau hat Dich verlassen, weil Du in der Beziehung zu 51% an Dich gedacht hast. Sieh mal an, nur 2 % und die Welt steht Kopf. Sie hat Dir Freiheit in Deiner Handlung und in Deinen Entscheidungen eigeräumt - das scheint für Dich zu viel gewesen zu sein. Ihr Befinden war Dir nicht wichtig genug. Jetzt ertrinkst Du in Selbstmitleid. Egoismus pur!

    Geh lieber ein bisschen an die frische Luft Sport treiben, anstatt Videos anzuschauen. Jeden Morgen um 5 Uhr. Das wird Dir gut tun.

    w 30
     
  24. Symbiotische Beziehungen sind nicht unbedingt »gesund«: sie fördern die Abhängigkeit zueinander, machen den Einzelnen völlig unselbständig. Das sind dann zwar die Ehen, die nach Außen als »glücklich und harmonisch« gelten, aber wehe, eine/r aus der Beziehung bricht aus, wünscht sich Eigenständigkeit und Freiheit!

    Du hast nicht geschrieben, warum dich deine Frau verlassen hat - möglicherweise wurde ihr alles zu eng, zu eintönig, zu selbstverständlich. Alles Gründe, warum auch ich ausbrechen würde. Wenn ihr nie ohne den/die Andere etwas unternommen habt (eine Reise alleine; Mädelsabend oder du zogst mit deinen Freunden um die Häuser) fehlte das vielleicht. Und irgendwann ist deine Frau aufgewacht, wollte anders leben ... ich würde ihr das nicht verdenken.

    Meide Wiederholungen die dich an früher erinnern (keine vorweihnachtlichen Hörspiele o.ä.), entdecke völlig Neues für dich! Dass du das Jahr fern von deiner täglichen Umgebung verbringst ist schon mal ein Superschritt. Wenn du es dann noch schaffst, in diesen Tagen - unterwegs - nicht ständig die Vergangenheit herauf zu beschwören, hast du die erste wesentliche Hürde schon genommen. Trau dich!
    Ein kleines Glas Champagner, zum Jahreswechsel, wird dir nicht schaden und dir eine Ahnung vom prickelnden Leben zurück geben! Auch »wenn du sonst nicht trinkst« ...
     
  25. Ich dachte zuerst, Du bist ein Troll. Bitte nimm es nicht persönlich, wenn ich jetzt sehr klar und möglicherweise grob klinge. Ist normalerweise nicht mein Ding.
    1. Eine Frau, die einem Arzt in der Mittagspause die Trennung gibt, handelt verantwortungslos und feige.
    2. Trennungsgründe vorenthalten ist verantwortungslos und feige.
    3. Sie ist WEG. Akzeptiere das. Sie handelt ja auch verantwortungslos und feige. Also: Besser so.
    4. Du suhlst Dich in der "Opferrolle". Lies Dich bitte mal ein über "Opferrolle". Wo warst Du zuvor der "Täter"? Niemand verläßt freiwillig eine erfüllende Beziehung!
    5. Wenn Du keinen zum Reden hast, mach einen Therapeutentermin, auch wenn der erst in paar Monaten ist. Sei hartnäckig und zäh in der Suche und beschwer Dich nicht, wie schwer das ist. Du wirst einen finden, wenn Du es willst.
    6. Geh in einen Verein. Such Dir einen Club oder Interessensverband, wo Du hingehst und Leute triffst, mit denen Du was machst. Auch ein Arzt mit schwierigen Arbeitszeiten wird was finden. Kümmer Dich.
    7. Tob Dich irgendwo aus, statt im Bett zu liegen. Entmülle, renoviere, stell die Möbel um, bau Dir neue, bastel, bau, tu was, miete Dir eine Werkstatt und schreinere, schnitze oder sonstwas. Beweg Deinen A***! Geh auf friedliche Demos für einen tollen Zweck, fahre Rad bei der nächstgelegenen Critical Mass oder geh ins Hallenbad. Alleine im derzeit Dunklen rumzujoggen bringt Dich den Menschen nicht näher.
    8. Anstatt herumzuheulen, darfst Du Dir mal überlegen, was alles gut ist in Deinem Leben, und wofür Du dankbar sein kannst. Kohle für Nordamerika über Weihnachten haste ja, Du hast Gesundheit, Job und Arbeit, ein Bett zum drin rumhängen. Weißt Du, wie privilegiert Dein Gejammer ist? Lies mal Zeitung. Weltweite Flüchtlingsströme, Kriege. Sag mal, geht´s Dir eigentlich wirklich noch gut in Deinem Bett, wenn Du da nach der Arbeit heulst?

    Du gibst gerade die komplette Verantwortung für Dein Leben an diese komische Trennung ab. Aber reiß Dich mal am Riemen, hör auf, auf Deine Ex und die Religiosität der Anderen zu projizieren und übernimm Verantwortung für Dich selbst. Google mal "Projektionen". Das erklärt Dir sonst der Therapeut.

    Bißchen Spiritualität tät Dir vll. eh gut. Lies mal zum "Schattenprinzip", zu "Polaritäts/Resonanzgesetz". Scheinst keine Ahnung zu haben, wer Du selbst bist. Bist aber Arzt, am Ende sogar mit dem Anspruch, "Heiler" zu sein?. Oh weia. Andere heilen, ohne sich selbst ansatzweise heilen zu können. Junge, beweg Dich. Es wird Zeit. Daß Deine Frau sich abgemacht hat, ist vll. die größte chance Deines Lebens, aufzuwachen.
    Ich wünsche Dir alles Gute auf Deinem aufregenden Lebensweg, den Du garantiert noch vor Dir hast! Das meine ich sehr ernst.
     
  26. Freut mich zu lesen, dass du dein Leben durchaus weiterlebst, das kam im ersten Beitrag nicht raus.

    Das ist sicher wichtig für dich, weil du ja anscheinend gar nicht verstehst, warum sie dich verlassen hat. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass das "Symbiotische" auf Dauer zu viel wurde.

    Aber du hast erkannt, dass es viel mit erlernten Mustern zu tun hat, das ist mehr als die meisten durchschauen.

    Ich wünsch dir alles Gute und schöne Feiertage in den USA.
     
  27. Wenn jeden Tag verschiedene Dinge bemängelt werden und die dann am Ende auch nur stellvertretend für irgendein anderes (empfundenes oder tatsächliches) Defizit stehen, ist und bleibt es eben doch nur "rummeckern".

    Ich bin es mir auch lange schon nicht mehr wert, hier also noch tiefgründige Foschungen zu betreiben, was Frau denn so meint und ob sie dabei die Beziehung infrage stellt oder auch nicht.

    Aus diesem Grunde habe ich schon Beziehungen von mir aus beendet.

    Wenn Frau unfähig ist, sich klar auszudrücken und andere Dinge sagt, als sie meint, lehne ich solche Kritik grundsätzlich ab und stelle auf Stur. Für so einen Mist ist mein Leben zu kurz.
     
  28. Ich kann nachvollziehen, was du durchmachst und etwas ähnliches habe ich auch durchgemacht. Ich möchte dich aufmuntern. Diese graue Tage werden vorbei gehen. Die Trennung wird irgendwann vorbei sein, du wirst dich irgendwann neu verlieben und die schlimme Tage hinter dir lassen. Alles wird gut werden.
     
  29. Lieber Fs,
    von mir bekommst Du nun leider auch nur einen etwas gröberen Denkanstoss.
    Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie man kopfüber in den Abgrund stürzen kann. Mein Mitleid für Dich hält sich aber auch in Grenzen.

    Als Arzt gehörst Du zu einer mehrfach privilegierten Gruppe und hast Möglichkeiten, die andere nicht haben:
    - Wer auf YouTube Videos gucken kann, kann auch online einen Fernseher bestellen. Also hör auf mit der albernen Dramatik.
    - Als Arzt in Deinem Alter mit Berufserfahrungen und entsprechendem Gehalt stehst Du immer ganz vorn in der Bewerberliste um Wohnungen. Du musst es besonders dumm anstellen, wenn Du in 10 Monaten keine Wohnung gefunden hast - ist meinem Neffen (Arzt) als Berufsanfänger mit befristetem Arbeitsvertrag binnen 2 Monaten geglückt und so viel Aufwand war das nicht.
    - Du musst nicht unbedingt einen Psychotherapeuten haben, denn in so einer schweren Depression wie Du sie beschreibst können Antidepressiva viel wichtiger sein, um erstmal wieder in die Schuhe zu kommen. Du willst doch hoffentlich niemandem hier erzählen, dass Du von einem Kollegen nicht bevorzugt behandelt wirst? Versuch es garnicht erst, mein Mann ist Arzt, ich weiß wo der Hase langläuft.
    - Du kennst die GOÄ und weißt genau, wie hoch die Stundensaetze für Selbstzahler beim Psychotherapeuten sind. Bei Deinem Gehalt kannst Du Dir das leisten, wenn die Not so groß ist, wie Du in Deinem Eingangspost beschreibst.
    - Du kennst als Fachmann unser Gesundheitssystem und weißt genau, das Psychotherapeuten wie alle andere Fachrichtungen lieber und vorrangig Selbstzahler nehmen als Kassenpatienten, auch wenn die Selbstzahler nur ein geringes Problem haben. Wenn Du Therapie wirklich brauchen würdest, stündest Du immer vorn in der Schlange und keiner ist unfreundlich zu Dir oder behandelt Dich schlecht - im Gegenteil. Auch ich kenne das System.
    - Und ebenfalls aus eigener Erfahrung: wäre Deine Deoressiin so schlimm wie Du im EP beschreibst, dann würdest Du ganz sicher nicht über die Feiertage in die USA fliegen können.
    Von dem Preis den das Vergnügen kostet könntest und wenn es notwendig wäre würdest Du eine eine Kurzzeittherapie finanzieren. Dass Du garnicht auf den Gedanken kommst, zeigt dass es so schlimm nicht sein kann.

    Fazit: ist alles nur halb so wild und eher gekraenktes Ego als eine manifeste Depression - haben die Kassentherapeuten richtig erkannt.

    Ich hoffe, die Mediation hilft Dir, nachträglich Deinen Eigenanteil, die übersehenen Vorboten des Scheiterns der Ehe zu erkennen und somit Deine Opferrolle zu verlassen.
     

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