1. Sorry, aber das ist mir alles schon wieder viel zu viel Klischee. Warum sollte ein Christ denn nicht Freude und Spaß an körperlicher Zärtlichkeit und Sexualität haben können?

    "Christen sind leib- und lustfeindlich und machen es wenn überhaupt nur im Dunkeln unter der Decke" - Sorry, aber bei solchen Vorurteilen geht mir mittlerweile der Hut hoch.

    Natürlich haben wir es hier im konkreten Fall mit einem Mitglied einer Kirche zu tun die eine eher fundamentalistische Theologie pflegt - aber wie gesagt die Lösung wäre nicht die Partnerin zu wechseln sondern die Kirche zu wechseln.

    Ist man denn als Christ heutzutage wirklich ein derartiger Exot? Das macht mich um ehrlich zu sein schon sehr traurig.
     
  2. Mit Religion kann ich absolut nichts anfangen und das was für mich (moralisch) vertretbar ist oder nicht, entscheide ich selbst.

    Mir kommen die Tränen. Irgendwie scheint er ein Fähnchen im Wind zu sein. Erst "in einem Ford sündigen" und sich hinterher von seinen Gebetsbrüdern belabern lassen. Der Geist ist willig, das Fleisch ist schwach.Toll. Die ganz Religiösen sind oftmals die Schlimmsten. ;-)

    Verbuch' das als Erfahrung und lass diesen Heuchler ziehen.

    Normalerweise würde mich das ledigliche Getrenntsein zwar auch stören, aber die Scheidung ist ja anscheinend eingereicht.
     
  3. Hallo Void,
    vielen Dank für deine Zeilen. Ja ich glaube, mit deiner Aussage, dass ich im Außen etwas suche was ich im Innern noch nicht gefunden habe, triffst du den Nagel auf den Kopf. ich war 30 Jahre verheiratet und ich glaube ich muss auch erst mal wieder lernen meine Filter zu setzen.
    Ich bin sehr gläubig und spirituell, aber keine Kirchgängerin. Ich habe meinen eigenen Glauben und unterwerfe mich keinen Kirchengesetzen. Mein Ex Mann hat mit 60 Jahren angefangen Theologie zu studieren , was leider unserer Beziehung nicht gut getan hat, denn er war ab dieser Zeit auf Konfrontationskurs mit meiner Esoterik oder Spiritualität. Und ja du hast auch Recht mit der Aussage, dass beide Männer ein tiefes Problem hatten. Mein Ex Mann hatte keinen Erfolg mehr im Beruf und kam sich wie ein Versager vor und mein Freund wurde von seiner Frau 2 Jahre betrogen. Anstatt sich mit diesem Problem auseinander zum setzen und es, vielleicht auch mit Unterstützung, zu bearbeiten, haben sie sich in die Religion geflüchtet, um da wenigstens einen Halt zu bekommen.
    Ich denke für mich wird es das Beste sein, wenn ich erstmals alleine bleibe und lerne mit mir und in mir glücklich und zufrieden zu werden, sonst ziehe ich immer wieder meinen eigenen Mangel an.
    ich weiss nicht wieso das so schwer ist, aber eigentlich wünsche ich mir einen Partner, der so reden kann, wie du schreibst. Aber die gibt es wohl sehr selten. Vielleicht begegnet er mir ja, wenn ich so weit gekommen bin, dass ich mich nicht mehr danach sehne.
     
  4. Ist man nicht, Matze, man trägt es nur oft nicht so laut vor sich her.
    Und in diesem Forum werden gerne die Extreme befeuert.

    In meinem Umfeld gibt es fast alles, die Extreme bis auf eine Ausnahme nicht - ein Onkel, der schon fast militant atheistisch unterwegs ist - und witzigerweise lautstark Toleranz fordert.

    Aber Glaubensfragen diskutiert man heute nur noch mit Leuten, wo man weiß, dass sie ähnlich ticken - die Abwertungen kann man sich nämlich sparen, gerade wenn es etwas ist, was einem wichtig und kostbar ist.
    Weihnachten wollen aber irgendwie (fast) alle feiern :).

    Bei fundamentalen Glaubensrichtungen würde ich aber auch auf Distanz gehen.
     
    • # 34
    • 30.11.2018
    • void
    Ich glaube, das macht man, wenn man innerlich recht starr ist, automatisch, wenn einem im Leben was wegbricht, das man mit zur eigenen Identität und dem Selbstwertgefühl zählte. Man sucht krampfhaft nach Regeln, die man befolgen muss, damit wieder alles gut wird, man wieder dazugehört zu denen, die man als "richtig" definiert hat, also man will die Kontrolle wieder über sein eigenes Schicksal erlangen dadurch. Mir ist das bei besonders streng Gläubigen begegnet, dass die alle dachten, dass sie ihr alleiniger richtiger Glaube, den sie streng praktizierten und sich allem unterordneten, vor Unglück im Leben bewahren wird. Ihnen ist auch nie bewusst gewesen, wie sie andere abwerteten, die ihren Glauben nicht teilten. Sie denken ja, dass dieser Mensch Unglück selbst hervorgerufen und damit verdient hatte.

    Ich denke aber, dass fast jeder solche Impulse hat, einen Sinn in seinem Leiden zu suchen und irgendeinen Weg suchen zu wollen, sein Schicksal zum Positiven zu wenden und vor allem, das Chaos zu beherrschen, um Verluste zu minimieren. Gerade auch das Mantra mancher politischer Richtung "jeder ist seines Glückes Schmied" und "alle haben die gleichen Chancen" gehören dazu, weil man sich suggeriert, dass man alles, was man will, schaffen kann, wenn man sich genügend anstrengt. Dass die, die es geschafft haben, auch Glück und Hilfe von anderen hatten, die andere Menschen nicht haben, sehen sie meist gar nicht. Und dass es Menschen gibt, die es nur nicht schaffen, weil Menschen mit mehr Macht sich dagegen stellen, wird auch nicht gern wahrgenommen.

    Die Lebensgelassenheit, an Ungerechtigkeiten nicht zu zerbrechen oder in starre Denkmuster abzugleiten, sondern weiter zu kämpfen und andere Wege zu suchen, Vorstellungen loszulassen, finde ich schwer zu lernen, und es hilft auch nie, einem anderen vorzuwerfen, dass es ihm ja vergleichsweise noch gut geht, wenn er sich bemitleidet wegen Ungerechtigkeiten. Aber wenn man nicht die Verantwortung abgeben will für sein Leben, indem man einfach Regeln befolgt, die von irgendeiner Religion aufgestellt wurden, seh ich nur die Möglichkeit, selbst nach Wegen zu suchen. Klar kann der Glaube da viel helfen, weil er Hoffnung geben kann, aber nie als Garantiegeber "Glück gegen Gehorsam".

    Finde ich sowieso das Beste. Dann merkt man schneller, wer einem nicht guttut und weiß eben auch, wer gut zu einem passt.
    Wenn man sich was sehr wünscht, vernachlässigt man schneller, was auch noch wichtig ist, aber das meldet sich doch wieder in Form von Problemen.
     
  5. Och kenne nur noch wenige Christen, erst recht wenige, die noch in der Kirche sind. Es macht für die Wenigsten heute Sinn für einen Glauben Geld zu bezahlen. Und das ist gut so.

    Aber macht doch nicht, wenn man Weihnachten feiert! Es ist ein heidnisches Fest und kein christliches. Wer kopiert, hat noch lange kein Patent drauf. ;)
     
  6. Liebe @Karamia, gewiss sind gläubige Christen mit Bibelversen gut bewandert, aber dennoch ist alles eine Frage der Interpretion. Zu jedem Vers in der Bibel könntest du einen Gegenvers finden, der etwas anderes behauptet.

    Ich glaube auch nicht an Zufälle gerade auch deswegen, weil ich nicht nur Vorahnungen, sondern auch Wahrträume habe, die sich erfüllen. Auch nur Gedanken, die sich später als Wirklichkeit (Darmkrebs meines Vaters, das Geschlecht und sogar der Vorname(!) des Mädchens meines Exfreundes) erweisen. Da traf mich fast der Schlag, als das wahr wurde! Meine deutsche Grossmutter hatte ebenfalls Wahrträume. Ich hatte zahlreiche solche Erlebnisse, an die ich mich rückblickend erinnere.

    Nun, ich kenne mich leider nicht in der Bibel gar gut aus und habe vor Jahren das neue Testament gelesen aber mir ist in Erinnerung geblieben, wie Jesus über sich selbst gesagt hat, er würde aus den eigenen Reihen verraten (Judas) und das alles nach Gottes Plan geschehe. Wie hätte Jesus das über sich selbst sagen können, wenn er nicht gewusst hätte, was ihn erwartete? Insofern ist das Leben ganz vorbestimmt, sogar bis ins letzte Detail - weiss ich aus eigener Erfahrung - auch die Scheidung dieses Mannes bzw. der lange Betrug seiner Frau.

    Im Joh. 9.1 Unterwegs sah Jesus einen Mann, der seit seiner Geburt blind war.
    9.2 Da fragten ihn seine Jünger: Rabbi, wer hat gesündigt? Er selbst? Oder haben seine Eltern gesündigt, sodass er blind geboren wurde? 9.3 Jesus antwortete: Weder er noch seine Eltern haben gesündigt, sondern das Wirken Gottes soll an ihm offenbar werden.

    Ein Freund interpretierte das Wirken Gottes als die anschliessende Heilung durch Jesus aber ich sagte ihm er hätte das falsch verstanden, denn das Wirken Gottes bezieht sich auf die Blindheit selbst. Das sei sein Werk und weder er selbst noch die Eltern seien schuld. Doch die aller meisten Christen wollen nur glauben, weil sie sie Realität nicht akzeptieren können und interpretieren diese Verse falsch und sehen nicht das offensichtlichste: kein blind geborener Mensch wurde jemals geheilt. Das pure Wunschdenken („Gott kann alle heilen“) machen aus der Realität eine Illusion!
     
  7. Rein zahlenmäßig wirst Du sicher immer mehr zum Exoten. Wir haben ein Grundrecht auf Religionsfreiheit im Grundgesetz und das ist richtig so. Also sollte auch toleriert werden, wenn jemand religiös ist. Vermutlich haben wir mittlerweile mehr praktizierende Muslime als Christen in Deutschland, wenn man mal die Weihnachtsmesse außen vor lässt.

    Andersherum haben wir heute keine Staatskirche mehr und immer mehr Menschen können mit den christlichen Kirchen nichts mehr anfangen. Die Trennung von Staat und Kirche sollte einfach dazu führen, dass Kirchen selbstverständlich frei agieren können, aber keinen Einfluss mehr auf den Staat haben.
     
  8. Ich würde demjenigen, der betrügt, zu verstehen geben, dass ich es weiß und auch, was ich davon halte.

    Ferner würde ich meine Kontakte zu diesem Mann sehr einschränken und mich aus der Sache heraus halten.

    Es ist leider eine sehr unschöne Angelegenheit, aber es geht mich objektiv einfach nichts an. Es ist ganz alleine Sache des Ehepaares.
     

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