1. Ehemann verklemmt / schüchtern / zeigt wenig Gefühl - ich weiß nicht mehr weiter

    Hallo zusammen,

    mein Mann ist ein sehr introvertierter, schüchterner - ich würde sagen sogar verklemmter - Mann, sozial gegenüber Fremden auch sehr unsicher.

    Wir sind 16 Jahe zsuammen - ich habe ihn von Anfang an immer verführt, war die Initiatorin. Nachdem wir uns ausgesprochen haben, kam heraus, dass es ihm absolut unangenehm ist, mich nach Sex zu fragen (seine Erziehung war konservativ und gefühlsarm), er hat Angst vor Zurückweisung, dass ich ihn als sexgeil / Macho sehe usw. Leider war es dadurch aber öfter so, dass wir 3-4 Monate auch mal gar keinen Sex hatten. Er sagte, ich sandte keine Zeichen, dass ich Lust hätte, daher hat er es sich dann halt selbst gemacht. Hat sich auch Pornos angeschaut - was mich, als ich es herausfand, sehr verletzte, weil er die Pornos mir vorzog.
    Es macht mich traurig, denn ich habe ihm niemals das Gefühl gegeben, dass er irgendetwas falsch machen könne, habe ihn immer bestätigt, nie sexuell kritisiert, ich bin extrovertiert, offen, experimentierfreudig (da machte er auch gerne mit, wenn es von mir ausging...ansonsten hätten wir wohl heute noch Blümchensex). Im Gegenteil, ich habe so oft gesagt, dass ich es mir wünschen würde, dass er mich mal verführt, war teilweise sehr traurig, dass er mir nie zeigte, wie begehrenswert er mich findet. Er schaffte es nie umzusetzen. Wenn wir Sex haben, ist er super toll! Er ist sehr einfühlsam, sehr darauf bedacht, dass ich auf meine Kosten komme und macht wie gesagt, viele neue Dinge meist begeistert mit.

    Hinzu kommt noch, dass er auch keine zärtlichen Worte / Gesten äußert. Ein "Ich liebe dich"/ eine Umarmung, fällt ihm auch sehr schwer.
    Ich weiß, das kommt von seiner Erziehung, da gab es sowas nie. Aber es fehlt mir so sehr.
    Es ist auch schlimm, dass er mir nie sagt, dass er mich schön / toll / begehrenswert findet. Ich mache mich hübsch, ziehe tolle Wäsche an...kein Wort.Er zeigt mir seine Liebe anders (macht sich immer viele Gedanken, mir schöne Geschenke zu machen; steht hinter mir und meinen Entscheidungen wie ein Fels...), aber diese intime Zuwendung fehlt mir so sehr.
    Und so fing ich an, mich nach und nach mit den Frauen, denen er heimlich Blicke zuwirft zu vergleichen, mit den Damen in den Pornos konkurrieren zu wollen - denn für mich stellte sich die Frage: was haben die, was ich nicht habe, dass sie seine Aufmerksamkeit bekommen und ich nicht? Das hat mich mit der Zeit immer eifersüchtiger werden lassen.

    Auch nach unseren intensiven Gesprächen im letzen Jahr schafft er es noch immer nicht, auf mich sexuell oder gefühlsmäßig zuzukommen.
    Ich befürchte, dass er sich nicht mehr groß ändern wird. Aber ich liebe ihn so sehr und will ihn nicht verlieren.

    Ich würde gerne einfach einmal die Sichtweisen von anderen erfahren. Ob es jemanden gibt, dem es ähnlich geht und ws er / sie macht? Oder jemand, der so ist wie mein Mann und mir sein Gefühlsleben mal etwas näher bringen kann?
    Oder reagiere ich einfach über und sollte einfach meinen Fokus ändern?
     
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  3. Ich habe sogar das Gefühl, dass dein Mann nicht mehr spürt, was ihm selbst gut tut. Würde er das spüren, so hätte er kaum erwarten können, dich selbst zu verführen, denn damit würde er sich in erster Linie selbst etwas gutes tun. Weil er in seiner Kindheit und Jugend keine Bestätigung und keine Zuwendung bekommen hat, konnte er nie erfahren wie wohltuend die menschliche Nähe und Wärme ist - wie ein Balsam für die Seele.

    Mich wundert das auch, denn ich hatte immer das Gefühl, dass Menschen intuitiv spüren, was ihnen gut tut und, dass sie auch selbst aktiv werden und die Initiative ergreifen.

    Dein Mann scheint auch noch nichts zu merken, wie vereinsamt er ist, wenn er Pornofilme schaut, statt die Liebe und Sexualität mit dir zu leben. Sehr wahrscheinlich spürt er selbst auch kein Bedürfnis nach menschlicher Nähe, denn ein Eskimo kennt keine Wärme und ihm ist nur das nüchterne, kühle Elternhaus vertraut.

    Eifersüchtig auf diese Damen brauchst du nicht zu sein, denn das ist auf gar keinen Fall Zuwendung, die diese Damen bekommen, sondern eher Flucht vor menschlicher Nähe und Geborgenheit - wie ich das sehe. Er spürt womöglich nicht mal die eigene Einsamkeit, wenn er Pornos schaut.

    Aber ich verstehe dich sehr gut wie sehr dir liebevolle Worte, Komplimente, Zuneigung und Initiative deines Mannes fehlen und die Bestätigung, dass du eine tolle begehrenswerte Frau bist. Wahrscheinlich hast du manchmal/oft/immer das Gefühl, dass du der Mann in der Beziehung bist, der ständig die Initiative zu Sexualität ergreift. Es muss ausgewogen und abwechselnd sein!

    Vermutlich würdet ihr nie die Sexualität leben, wenn nicht du die Initianten wärst, was ich an den drei Monaten zeigte, wo du dich einmal zurückgehalten hattest.

    Für eine Frau ist es auch schön, wenn sie spürt dass der eigene Partner Lust auf sie hat und sich immer etwas ausdenkt, sie zu verführen, damit sie sich ihm hingeben und fallen lassen kann.

    Eine Idee dazu habe ich nicht und ich fürchte, du musst deinen Mann akzeptieren, wie er ist. Entweder die Initiative zukünftig einstellen und schauen, ob er sich bewegt, weiterhin immer die Aktive sein oder dich vielleicht doch trennen und einen neuen Partner suchen, der dir alles gibt, was du brauchst?

    Wenn sich in diesen 16 Jahren nichts geändert hat trotz vieler Gespräche, warum sollte sich plötzlich etwas anderes ändern? „Wenn du als Pinguin geboren wurdest, machen auch sieben Jahre Psychotherapie aus dir keine Giraffe“ - sagte E. von Hirschhausen. Dein Mann kann die Persönlichkeitsstruktur nicht einfach so auswechseln.
     
  4. Nach 16 Jahren Ehe beschwerst du dich??? Ist mir unverständlich. Ich habe damit keine Erfahrungen, weil ich mit einem solchen Mann nicht verheiratet wäre bzw eine langjährige Beziehung eingegangen wäre.
    Was ist es, was Du an ihm denn so sehr liebst?
    Versuche ihn, nicht umzukrempeln, das funktioniert nicht. Dann musst du gehen.
     


  5. Du hast ihn so geheiratet wie er ist. Er wird ja auch seine guten Seiten haben, das einzige, was Du als nicht funktionierend beschreibst, sind Teile (nicht mal das komplette) Sexualleben. Da haben sich bestimmte Muster etabliert, zum Beispiel, dass Du die Initiative ergreifst. Mindestens 16 Jahre lang, daher glaube ich nicht, dass sich da grundlegend etwas ändert.
    Ich sehe auch nicht die Gefahr, dass Du ihn verlieren wirst, wenn Du nicht gehst. Die Damen aus den Pornos sind keine ernsthafte Konkurrenz. Ich denke, Du solltest ihn für Dich mit all seinen schlechten aber sicher auch guten Seiten akzeptieren.
     
  6. Immerhin habt ihr nach 16 Jahren immer noch tollen Sex!!!
    Ist doch egal, auf wessen Initiative hin ihr tollen Sex habt.
    Fakt ist, wenn ihr Sex habt (und dein Mann richtet sich nach deiner Lust) dann ist er super schön!

    Das ist mehr als viele andere Eheleute haben nach 16 Jahren. Du wirst ihn jetzt nicht mehr ändern können.

    Mein Gott, der Mann macht dir tolle Geschenke!
    Merke dir: Kein Mann auf dieser Welt wird alle deine Wünsche und Bedürfnisse erfüllen können. Vielleicht wäre der nächste Mann super initiativ beim Sex, aber nach 1 Jahr wäre schon wieder Schluss, weil er andere schwere Defizite hat.
    Dann ärgerst du dich, dass du nicht deinen guten Mann behalten hast.

    Ich hatte mal einen Freund, der mir nie Blumen schenkte oder sich irgend ein tolles Geschenk für mich ausdachte. Aber er hat sämtliche Reparaturen in meiner Wohnung liebevoll erledigt und mir Schränke und Betten zusammengebaut etc.

    Jeder Mann zeigt seine Liebe anders.
    Keiner ist die 'eierlegende Wollmilchsau'.

    Akzeptiere seine Art oder gehe.
    Aber ich denke wenn du gehst, wirst du es irgendwann bereuen.
     
  7. Hallo Qentinchen - witziger Nickname,

    den Ausführungen von Mandoline widerspreche ich zu 100%. Mach ich hier selten. Mandolines Blick ist der von außen. Ich sehe das von innen.
    Ich wurde auch gefühlskalt ohne Bestätigung erzogen. Sex war ein Tabuthema - jeglicher Hinsicht. Mein Vater könnte es vermutlich bis heute nicht ertragen, wenn seiner Kinder (48 und 49) gemeinsam mit ihm vor der Glotze sitzen würde und eine - wenn auch völlig harmlose Sexszene käme. Er ginge raus.
    Folgen für mich: Verklemmt, Nähe meidend etc. pp. Wenn mich früher jemand umarmen wollte, band ich mir die Schuhe in diesem Moment zu, nur um es zu vermeiden. Nähe gemochte hätte ich. Ich kann heute Nähe gut vertragen, mag Berührungen und wenn es nur mal eine flüchtige ist. Zu viel darf es nicht sein.
    In der Kiste ging es mir ähnlich.
    Das alles ist weg. Ich verführe, ich bin mal unterwürfig, mal dominant. Mal Standard, mal was neues. Frauen gehe ich nicht mehr aus dem Weg. Umarme Freunde (auch männlich - oh was war das früher für ein Graus - könnt ja schwul sein...)
    Ich kenne ein paar wenige solcher Leute, die mal so waren. Alle haben einigermaßen die Kurve bekommen. Wie der Sex bei Ihnen läuft weiß ich nicht, aber alles andere wurde besser.
    Wie lief das ab bei mir?
    Nun es brauchte zunächst in meinen späten Zwanzigern eine Frau die mich verführte. Schwups war die Angst vorm Versagen beim Sex weg. Ich sah sie nur wenige Wochen im Leben. Nächste Freundin - Blümchensex. Aber immerhin. Danach deutlicher offener. Nächste Freundin - offener - bei allen Themen.
    So der große Unterschied zu Dir (wie alt bist Du / seit Ihr) ist, dass ich mich jeder neuen Frau weiter öffnen konnte (ich wurde ja immer besser :)) und die es war mir immer weniger peinlich. Und das war bei mir das entscheidende. Das Gefühl von Pein. Das schaffte ich immer nur ein wenig mehr mit einer anderen Frau. Jetzt bin ich so stark, dass es mir wurscht wäre, was sie will und ich sage auch was ich will.
    Der Punkt ist nun, dass es sich bei mir mit jeder Frau gebessert hat - so war es bei den anderen auch. Das geht nun bei Dir nicht. Ich sehe da schon parallel und ich will Dir keine Hoffnung machen. Aber diese Nuss ist knackbar - nur wie. Therapie? Ich hatte nach meiner letzten Trennung nur drei Therapiesitzungen. Die waren aber gut. Dort habe ich mit einer mir völlig fremden Frau, sehr offen über Sex geredet. Am Anfang fragte sie mich, ob das in Ordnung sei. Ich habe bewusst ja gesagt, in der Hoffnung, dass ich aus der Nummer nicht mehr rauskomme. So war es. Es war mir zunächst wieder peinlich - nach kurzer Zeit nicht mehr.

    Thema Porno: Das muss auch gar nichts mit Dir zu tun haben. Er würde sich diese vllt auch anschauen, wenn ihr regelmäßig Sex habt.

    Jetzt kennst Du meine Geschichte in Kurzform und weißt, wie es laufen kann. Du siehst aber auch, dass es evtl. nicht geht. Wenn überhaupt, wird es nicht einfach für Dich.

    Ich drück Dich mal, weil ich es nachempfinden kann

    Alles Gute

    M 48
     
  8. ja das stimmt auf jeden Fall. Es gibt verschiedene Sprachen der Liebe. Einer schenkt haufenweise, der andere zeigt seine Liebe durch Worte oder durch Wärme und Geborgenheit. Ein anderer repariert immer alles und hilft bei anderen Dingen. Einer meiner Exfreunde hatte auch selten ein nettes Wort für mich. Er war aber sehr zuverlässig und half mir immer bei allem. Er zeigte eben seine Liebe anders. Ich dagegen bin eher der Typ, der nette Worte braucht oder eben mehr Zärtlichkeit und Geborgenheit. Schade, dass es da manchmal nicht passt.

    Ja liebe FS,
    du kannst nicht alles haben. Und wenn er schon immer so war, dann ist es jetzt auch nicht besser. Du hast bisher ja auch immer die Initiative übernommen.

    Für mich persönlich käme von Beginn so ein Mann nicht in Frage. Da achte ich drauf. Er muss schon "Mann" sein und mir sein Begehren zeigen können. Ich finde, dass es oft ein geben und nehmen ist. Ich verführe mal und dann wieder er. Klar, dass eine Frau sich dann nicht als Frau wahrnimmt. Der Mann ist ja nicht umsonst Mann oder? Wenn du immer den Part des Mannes übernimmst, dann passen die Rollen nicht. Das frustiert dann nur.

    Allerdings verstehe ich auch nicht, wieso ein Mann nach der Zeit immernoch nicht selbst aktiv wird. Da muss mehr dahinterstecken. Das Vertrauen ist doch insoweit da. Wieso hat er immernoch Angst vor Zurückweisung?
     
  9. Zunächst einmal .... er hat viele gute Seiten, sonst wärst du nicht so lange mit ihm zusammen.
    Du sagst selber, du liebst ihn und willst ihn nicht verlieren.

    Ich verrate dir nun ein Geheimnis:
    Auch wir Männer sind lernfähig. Allerdings erreichst du das nicht durch Diskussionen. Darüber entwickelt kaum ein Mann für die Frau positive Emotionen.
    Nein, bei uns Männern ist "learning by doing" angesagt. Das heisst für dich:
    - Schaut er Pornos, nimm ihn bei der Hand, ziehe ihn ins Bett und erkläre ihm deutlich: Hier spielt die Musik.
    - Willst du körperliche Nähe, dann schaffe diese. Berühre ihn, er ist ja dein Mann. Lang ihm ins Hemd ... und später auch in die Hose. Mach das so lange, bis er fast platzt, dann kanns passieren, dass er sich den Weg ins Bett spart. Und dich auf der Couch ......

    Mach das geduldig so oft, bis bei ihm die Verknüpfung entstanden ist: Mein Mädel auf der Couch nahe bei mir = riesige Chance auf Sex.Und: Pornos guggen = Auftakt für Sex mit meiner Frau.

    Versuchs mal. Ich habe noch vor 1 Jahr gesagt: Ich kann nur Affairen, ich lass keine Frau wirklich an mich ran. Tja, falsch gedacht. Nach fast 30 Jahren, in denen ich niemals eine Frau als Teil meines Glückes gesehen habe, hat es nun eine geschafft. Ganz sanft und ohne Diskussionen.....
     
  10. Aber gerade darum geht es ja nicht! Sie nimmt ja die meiste Zeit die Initiative zu Sex und wenn sie das nicht täte, gebe es gar keinen. Sie macht das doch schon 16 Jahre lang! Und leider hat er sich nicht so entwickelt wie @Cho Oyu. Nicht alle können das!

    Nicht sie sollte ihm die Knöpfe des Hemdes aufmachen, sondern er auf sie zu gehen und seine Lust und sein Begehren und Leidenschaft zeigen und ihr die Knöpfe aufreißen oder ihren Hals berühren und küssen...usw.

    Zur Zeit habe ich auch eine Beziehung mit einem Mann der einfach beginnt mich leidenschaftlich zu küssen (manchmal schon im Lift), zu streicheln, mich auszuziehen mich aus dem Rolli zu heben und ins Bett zu legen! Das alles macht er von alleine ohne dass ich etwas sagen oder ihm ein Zeichen geben muss, damit er beginnt. Einmal wollte er mir ein T-Shirt aufreißen und fragte mich ob es teur gewesen sei?

    Wobei ich sagen muss, dass ich ganz beim ersten Mal bemerkte, wie zurückhaltend er war und ich als erste seine Hand genommen und gestreichelt habe. Aber von dem Moment an war das umgekehrt oder wir zeigen wechselseitig und gleichzeitig unsere Begierde und Lust.

    Ein Ex-Freund von mir meinte, die Männer beginnen die Frau zu berühren, wenn sie ihnen Zeichen gibt, dass sie das wollen.
    Mein jetziger braucht gar keine Zeichen und er sagt sogar deutlich: „Ich will dich ****“ :)
     
  11. ...weil eine Kommunikation in Liebe stattgefunden hat, die bedarf auch nicht so sehr der ausgesprochenen Worte.

    Liebe Fs und guten Morgen erst einmal,

    deine Überschrift löste bei mir einen Kälteschauer aus und ich fürchte um einen Schnupfen.
    Ich empfinde deine Überschrift wie einen Stempel, der gewaltsam aufgedrückt wird. Da gibt es keinen Raum, um sich entwickeln zu können. Denk nach und überlege, wie du deinen Mann typgerecht in deine Welt mit einbeziehen kannst. Es gibt so viele Möglichkeiten, wenn sie in Liebe genutzt werden.
     
  12. Vielen Foristen haben schon gute Hinweise gegeben.
    Ja das glaube ich auch.
    Hat er eine gutes Hobby, in dem er sich wirklich ausleben kann?

    Ja OK, dann sollte allerdings der Sex auch für beide befriedigend sein und nicht nur geschaut werden ob der Mann auch irgendwann mal eine Samenerguss hatte.
    Hier steckt ein klare und erhebliche Forderung gegenüber dem Mann drin, aus dem sich dann aber auch eine Benefit für ihn ergeben muss.
    Liebe mandoline, eine Samenerguss alleine ist höchstens für ein 18-25 jährigen Mann ein Benefit.

    Angeblich ist die FS ja ohnehin die "Aktive".

    Diesen Tipp hier sollte sie also wirklich nur dann umsetzen, wenn sie da bisher nicht sehr einfallsreich gewesen wäre.

    Wenn es solch eine Verführung schon mehrfach gegeben hat, dann lasse sie das, sondern schlage ihm vor, eine schöne Paarzeit nach seinem Gusto zu organisieren. Egal,was es ist.
     
  13. #7 @Tom26. Du hast im Grunde schon recht, doch, ich weiß nicht, ob dies anwendbar für eine 16 Jahre laufende Ehe ist. Er ist seit 16 Jahren schon passiv, emotionslos, intitiativlos. Sie hat ihn schon so kennengelernt, geheiratet und mich wundert es auch sehr, warum sie es nach 16 Jahren plötzlich stört.
    Auch braucht er nicht in einer Ehe Initiative zum Sex zeigen, so schnell kann seine Frau nicht weg, da wartet er wohl solange, bis seine Frau wieder ankommt, wie auch die lange Zeit davor. Wenn sie was braucht, wird sie schon kommen und es sich holen. Er braucht es halt weniger oder hat andere Alternativen dafür. Seine Kinderstube wird die FS nicht aus ihm herausbekommen und ihn ändern, das müsste er schon selbst wollen und aus eigenem Antrieb, oder Leidensdruck, sich selbst ändern wollen. Er ist zufrieden damit wie er ist, er will kein Macho sein. Er zeigt ihr seine Gefühle auf andere Weise (ausgewählte Geschenke, beim Sex einfühlsam und offen für Neues, der Fels in der Brandung) als in feurigem Begehren. Warum sie sich nicht auf seine Stärken konzentriert, sondern sich ihn nach 16 Jahren neu stricken, also ihn umerziehen will, anders zu sein, verstehe ich nicht. Wenn es so stark frustriert, alles zu initiieren und der andere wählt aus, dann passt es nicht. Oder man akzeptiert die jahrelang gezeigte und in der Ehe eingespielte Eigenart des Partners, ist halt die Initiative für Sex, wenn Sie Lust verspürt oder sucht für sich selbst nach Lösungen (Dildo, SB, Pornos für Frauen)? Und v. a. vom abwegigen Gedanken sich mit den Frauen in Pornos zu vergleichen, sie als Konkurrenz zu betrachten oder besser sein zu wollen, davon sollte sie sich freimachen. Es sind nur auf den Punkt gebrachte Filme, an einem Set mit paar Leuten, mit Schnitttechnik, Szenenwiederholungen, Kameramann und Regieanweisung.
     
  14. Das schrieb die Fs ja schon. Wo ist der Rat an die FS?

    Umgekehrt genauso.
    Ich will auch eine weiblichen Sextrieb spüren.

    Ich bin der Meinung, dass die FS teilweise Toms Ratschläge berücksichtigen sollte

    Das schrieb die FS auch: Weil er blöderweise von seine Eltern so erzogen wurde. Damit ist er auch nicht alleine.

    Ob er viel Vertrauen zur FS hat, wissen wir leider nicht. Das die Ehe so lange hält, ist dafür aus männlicher Sicht kaum ein Indiz.
    Auch hier: Wo ist der Rat an die FS?
    Ich meine die FS soll ihrem Mann einseits klar machen, dass die Ehe vor dem Scheitern steht und er nun handeln müsse aber anderseits auch gute Angebote machen, wie sie für ihn dasein kann, und seine Wünsche erfüllen, wenn das irgendwie geht.

    Und das bitte nicht nur so, wie sie (die FS) das meint.Auch der Mann muss auch "auf seine Kosten kommen". S.o.

    Also "Zuckerbrot und Peitsche"; das sollte bei dem Mann funktionieren.
     
  15. Mit solchen Männern habe ich auch Erfahrungen. Es scheint viele Männer zu geben, die ihre Gefühle nicht gut zeigen oder verbalisieren können, die passiv sind und beim Sex nie die Initiative ergreifen. Meiner Erfahrung nach ändert sich da nie was. Egal wie häufig ich gezeigt oder kommuniziert habe, was mir gefallen würde.
    Ich bewundere dich, dass du nach 16 Jahren noch Sex mit ihm hast. Bei mir erledigte sich das Thema, weil ich spätestens nach einem Jahr keine Lust mehr hatte, beim Sex immer den ersten Schritt zu machen und den Sex dann ganz einstellte. Selbst dann kam keine Initiative von diesen Männern. Ihre fatalistische Einstellung dazu: schade, dass wir keinen Sex mehr haben, aber das lässt sich wohl nicht ändern.
    Für mich käme ein solcher Mann nicht mehr in Frage. Ich brauche das Gefühl, begehrt zu werden und keinen hilfsbereiten Mann, der seine Liebe durch handwerkliche Tätigkeiten zeigt. Das endet immer in Freundschaft.
    Aber du scheinst damit klar zu kommen, immerhin habt ihr noch Sex und versteht euch gut.
     
  16. Liebe FS,
    man merkt, wie sehr du darunter leidest und das kann ich auch nachvollziehen. Aber was die anderen sagen, stimmt schon: Du hast ihn so kennengelernt und ihr seid bereits so lange verheiratet... Mich hätte gleich am Anfang sehr gestört, dass ich vom Partner keine liebevollen Gesten erwarten kann, kein "Ich liebe dich" usw. Das mit dem Sex - nun ja, wenn es eben so ist, dass du immer den ersten Schritt machen musst, und du weißt, es liegt nicht daran, dass er dich nicht attraktiv findet, dann könnte ich damit vielleicht umgehen.
    Du schreibst, er hat auch sehr gute Seiten. Er ist also kein kalter Mensch, nur durch seine Kindheit leider "verbogen". Das einzige, was mir dazu wirklich als Rat einfallen würde, wäre eine Therapie, vielleicht erst einmal eine Paartherapie, in der ein Dritter das von außen ein bisschen aufdröselt. Natürlich nur, wenn dein Mann dazu bereit ist und auch selbst einen Leidensdruck verspürt. Ich kenne Leute, bei denen das wirklich sehr geholfen hat. Es geht ja nicht so sehr um fehlende Liebe, die ist doch noch da. Sondern um den Umgang und die Kommunikation miteinander. Da haben Ehetherapien oft gute Erfolge.
     
  17. Hallo und ganz lieben Dank für die zahlreichen Antworten.
    Ich möchte der Reihe nach etwas dazu sagen. Ich habe wirklich jetzt vielen Input bekommen, den ich erstmal für mich sortieren muss.

    @#1 und #8:
    Er hat auch heute noch nicht das Bedürfnis nach viel Nähe. Er sagte, er brauche das nicht so sehr. Ja ich verstehe das Ganze mittlerweile schon viel mehr, weil ich verstehe, wie die Kindheit einen beeinflusst. In dem Bereich habe ich mich auch schon viel mit mir selbst beschäftigen müssen.
    Ja, man kann durchaus sagen, dass ich mich eigentlich zumindest sexuell als Mann fühle. Ich hatte damit am Anfang auch kein Problem, ich wusste, dass er sehr zurückhaltend ist. Er sagte mir neulich, dass wir wahrscheinlich erst nach 1-2 Jahren unser erstes Mal gehabt hätten, hätte ich die Initiative nicht ergriffen. Wobei ich fast bezweifle, dass er jemals damit auf mich zugekommen wäre.
    Es war nicht nur einmal,dass wir 3-4 Monate keinen Sex hatten, das kam immer einmal wieder vor. Da lief es so: ich kam 3-4 auf ihn zu, aber er hatte keine Lust und wies mich recht gefühlskalt ab. Danach resignierte ich und machte dann auch "mein Ding". Zeigte ihm somit auch nicht mehr, dass ich immernoch Lust auf ihn hatte und er interpretierte es als vollkommene Lustlosigkeit meinerseits. Bis ich es dann eben irgendwann doch nicht mehr aushielt und wieder auf ihn zuging. Er macht Probleme leider immer mit sich selbst aus. Selbst wenn ich frage, was los ist, erzählt er mir es meist nicht (vielleicht weil ein Indianer keinen Schmerz kennt...ich weiß es nicht). Und interpretierte ich seine Abweisungen als Desinteresse an mir, dass irgendwas mit mir nicht ok ist. Es ging dann soweit, dass ich ihm unterstellte fremdzugehen. Das hat sich alles aufgebauscht und im Moment ist halt auch mein Kopf so voll von diesen blöden Gedanken: was ist, wenn er in den zeiten einfach wirklich eine andere hatte? Irgendwie weiß ich, dass es irrational ist, denn wenn er bei mir so ist, wie soll er sich dann einer anderen öffnen. Aber dennoch schwingt in mir dieses blöde: Was wenn doch...???
    Er sagt, dass ich ihn damit sehr verletze, dass ich ihm das zutraue. Ja, das weiß ich....dennoch ist da dieses ABER...

    Ich erwarte auch gar nicht, dass er sich um 180° dreht. Ich fände einfach nur schön, wenn er sich ab und an mal ein wenig überwinden könnte.
     
  18. natürlich gibt es keinen Rat. Wie @carpe schreibt ändert sich da rein gar nichts. Du kannst seinen Charakter nicht ändern, nur dich selbst ;)
    Sie übernimmt ja andauernd die Initiative und hat es 16 Jahre so gemacht. Eventuell eine Therapie für ihn, damit er seine Hemmungen fallen lässt.

    Wie schon von einigen hier beschrieben. Für mich wäre dies auch kein Mann auf Dauer und für eine Beziehung. Ich habe einmal so einen Mann kennengelernt. Ich habe ihn auf der Straße angesprochen und auch irgendwann mit heim genommen. Der hat bei mir übernachtet und ich musste bei allem den Anfang machen-sehr sehr schüchtern war er. Ich denke mir, dass sich das irgendwann eben legen sollte wie @Cho Oyu beschreibt.

    Was meinst du denn mit Sextrieb spüren? Durch einen Blick geht alles schnell...das läuft irgendwie von ganz alleine. Bestenfalls gibt es von keinem alleine die Initiative sondern von beiden gleichzeitig, Schwer zu beschreiben.
     
  19. Liebe Fs,

    Mein Ex war (ist) ähnlich wie dein Mann, vielleicht nicht ganz so schlimm. Er war auch kaum in der Lage, irgendwelche positiven Emotionen zu zeigen. Beim Sex war er zwar weniger zurückhaltend, jedoch bei allem im Leben. Immer sollte ich alles entscheiden, Verantwortung übernehmen, mit Kritik sparte er hinterher aber nicht.

    Er hatte auch eine Menge guter Eigenschaften, er war absolut zuverlässig, fleißig, handwerklich sehr geschickt, ehrlich. Ich wusste auch, dass er mich liebt, aber er konnte es weder sagen, noch auf eine Art und Weise zeigen, wie ich es mir gewünscht hätte.

    Als ich ihn kennenlernte war ich 17 und hatte entsprechend wenig Erfahrung mit Männern. In dem Alter waren alle irgendwie noch etwas schüchtern und unbeholfen . Ich dachte das gibt sich noch.

    Und so lief ich jahrelang immer wieder gegen diese Mauer, in der Hoffnung, dass er sie einreisst, wenn ich ihn nur genug liebe, ihn liebevoll behandele. Immer hoffend, dass er sich öffnet.

    Statt dessen gab es immer wieder einen Schlag vor den Bug. "Warum soll ich Blumen für dich kaufen, die wachsen doch im Garten!"

    Ich bin emotional verhungert und habe selbst das lange gar nicht wirklich realisiert.
    Danach kam Gleichgültigkeit meinerseits, ich blieb des Kindes wegen.
    Erst später begriff ich, dass andere Männer nicht so sind, dass sie durchaus auch liebevoll und zugewandt sein können.

    Dann trennte ich mich. Auch da kämpfte er nicht und nahm meine Entscheidung hin.

    Wir haben heute ein freundschaftliches Verhältnis. Er hat eine wirklich nette neue Partnerin, hat aber kein bisschen dazugelernt, was mir für beide leid tut.

    Ein Pinguin wird niemals auch nur ansatzweise eine Giraffe, schon gar nicht, wenn er das selbst nicht will... da hat der Hirschhausen recht.

    Ich würde für daher zur Trennung raten. Du hast alles versucht. Und Du hast auch nur das eine Leben.
     
  20. ...und weiter geht`s:

    @#5
    Lieben Dank für diese Ausführungen!
    Das hat mir einen tiefen Blick gewährt.
    Ich bin 35 und er 34. Heisst, wir sind zusammen, seit er 15 und ich 16 bin. Ich bin seine erste Freundin, ich hatte vorher nur etas kurzes unbedeutendes. Heisst, wir sind im Grunde unsere Jugendlieben.
    Und da hatte er keine Möglichkeit, immer weiter zu wachsen. War halt immer die selbe, die von Anfang an geführt hat :)
    Über Therapie habe ich auch schon nachgedacht. Einzeltherapie will er absolut nicht, aber Paartherapie würde er mitmachen. Ich denke, da werden wir uns mal einen Termin geben lassen!
    Vielleicht wird da wirklich mal aufgedrüselt, ob bei ihm noch etwas viel tiefer steckt.
    Zum Porno: ich glaube, wenn er die imemrnoch regelmäßig gucken würde, wäre der Sex auch wieder weniger (hatte ich oben ja schon erwähnt, dass er nciht soooo oft Lust hat).

    @#6
    Vom Typ her bin ich da wie du. Ich brauche die Worte und Zärtlichkeit.
    Ja Vertrauen ist absolut von seiner Seite da. Doch ich denke, so ganz vollkommen fallen kann er sich trotzdem nicht lassen.
    Er mag es zB nicht, im Mittelpunkt zu stehen. Ob allgemein oder auch beim Sex. ich liebe es zb total, ihm dabei ins Gesicht zu schauen. Da merke ich, dass er sich dann total zurück nimmt.
    Neulich gab es in der Familie auch so einen "Vorfall": wir machten in seiner Familie ein Spiel (Acitivity) in Teams (ich mit SchwiMu, er mit Schwägerin in spe, und seine Schwester mit Mann). Er war dermaßen aufgeregt, schlotterte, als er dran wr, Stimme brach weg - weil der Fokus auf ihm lag und er alles richtig machen wollte.
    Das ist krass, selbst in der eigenen Familie fühlt er sich so unsicher. Und mir gegenüber eben auch noch.

    @#7
    Pornos guckt er nur heimlich, weil ihm das pure Ansehen schon eigetnlich peinlich ist (Sowas macht man ja eigentlich nicht) und er mich damit auch nicht verletzen will.
    Und das andere mache ich ja schon.
    Und wenn er merkt, dass ich scharf bin, kann er sich ja auch darauf einlassen. Es geht nur darum, wenn ich halt nicht offensiv juckig bin, dass er dann mal auf mich zukommmt.

    @#9
    Ich wusste nicht, wie ich es anders definieren soll. V.a. weil er sich selbst als schüchtern, introvertiert und zurückhaltend bezeichnet.

    @#10
    Ein richtiges Hobby hat er nicht. Im Sommer widmet er sich gern seinen Pflanzen (Chillis uns), werkelt gern am Auto.
    Zusammen gehen wir 1x pro Woche tanzen.
    Sexuell kommen wir aber beide auf unsere Kosten. Ich merke schon, wie sehr er es genießt!
    Wenn ich ihm solch eine Paarzeit vorschlage, sagt er nur, er wisse nicht, was wir machen könnten. Er findet alles gut, wie es ist. Und braucht nach seinen Worten nicht viel, um zufrieden zu sein.
    Was er gern hat, ist mal ein Wellness-WE, was wir auch ab und an machen.
     
  21. @Quentinchen
    "Gekauft wie gesehen" gilt hier. Du hast von Anfang an die Initiative in Eurer Partnerschaft übernommen und die "Verführerin" gespielt. Du hast ihn dir geschnappt. Er blieb von Beginn an passiv. Da bleibt wenig Raum für den Mann, um in seine männliche Eroberungsrolle zu kommen! So sind die Rollen jetzt bei Euch verteilt. Er hat sich von dir bei der Partnerwahl aussuchen lassen. Genau deshalb raten immer die Experten den Frauen in der ersten Kennenlernphase dem Mann die Initiative zu überlassen, also das Fragen nach den 1.-3. Dates, das Initiieren des ersten Kuss, des Sex etc. Das ist genau der Grund! Wenn ein Mann auf eine Frau steht, dann will er sie und dann ergreift er natürlich von selbst die Initiative. Macht er das nicht, dann stimmt eben sein Eigenantrieb und die Motivation nicht. Die Frau gibt ihm nicht genug Anreiz. Dein Mann hat, so vermute ich, sehr spezielle sexuelle Vorlieben, die nur in den Pornos erfüllt werden. Ich kann nur annehmen, dass er auf sehr devote, unterwürfige Frauen und Erniedrigungen oder ähnliches steht. Davon wird er dir aber nichts erzählen, auch nicht was genau sein Fetisch ist. Ich war einmal mit einem dominanten Mann zusammen, der stand besonders auf Oral und alles rund um Sperma. Es gibt so besondere Vorlieben. Ist dein Mann dominant oder ein devoter Typ? Ich denke, du weißt zu wenig von seinen geheimen Fantasien und sorry, das hat wirklich Null mit Erziehung in seiner Familie zu tun. Da bist Du einfach auf der völlig falschen Spur...
     
  22. Gekauft wie gesehen. Dein Mann war schon immer so. Du kannst ihn nach 16 Jahren nicht umkrempeln. Sex findet doch statt und er ist dabei einfühlsam. Nur, dass eben Du die Initiative ergreifst. Sorry, aber nach 16 Jahren halte ich das nicht für so schlimm. Er zieht sich doch weder körperlich, noch emotional zurück. Seine Liebe zeigt er Dir durch viele Sachen. Das er gefühlskat ist, halte ich für Unsinn. Er hat doch Gefühle für Dich, die er Dir auch zeigt.
    Mein Rat: sei zufriedener und suche nicht die eierlegende Wollmilchsau. Du kannst nicht den fürsorglichen Partner und den Macho in einem haben.
     
  23. Ja, er ist so, kann auch bestimmt nicht gegen seinen Willen verändert werden.
    Ich denke, der Weg der ganz kleinen Schritte, der kleinen Erfolge ist hier der richtige. Immerhin habe ich auch gelesen, dass er Pornos schaut, wenn Flaute im Bett ist.
    Nicht den Mann verändern, sondern ihm Wege zu zeigen ... und zwar zu zeigen, nicht "Kommunizieren" - das müsste klappen. Geht langsam, aber auch Erziehung ist nur eine Konditionierung.
    Sicherlich wird er nicht der grosse Verführer werden, aber lernen, dass er sich Sex holen kann, darf und soll, wenn sein Verlangen erwacht. Denn Pornos haben ihm seine Eltern bestimmt auch nicht ans Herz gelegt.
     
  24. Welche Zeichen sendest du ihm denn, wenn du Lust auf Sex mit ihm hast, er aber mal die Initiative ergreifen soll & diese Zeichen aber nicht wahrnimmt? Habt ihr euch vielleicht schon mal ein Signal "ausgemacht" das er nicht missverstehen kann & bei dem er weiß, dass er aktiv werden kann, ohne irgendwelche Befürchtungen zu haben?

    Du schreibst du bist extrovertiert & experimentierfreudig. Eventuell setzt ihn auch das etwas unter Druck. Ich bin selbst recht introvertiert & wenn es um sehr extrovertierte Leute geht, habe ich schnell mal das Gefühl nicht mithalten zu können. Während mir Dinge schnell zu viel sind, ist es einigen extrovertierten Freunden noch nicht genug. Sich von extrovertierten Leuten "mitreißen lassen" geht schnell, selbst für extrovertierte Leute aktiv werden ist etwas ganz anderes.
    Hat er vielleicht Angst, dass selbst wenn er die Initiative ergreifen würde, es dir nicht "gut genug" sein könnte? Er kennt dich als aktiv & experimentierfreudig & verknüpft das mit deinen Erwartungen an ihn. Du möchtest gerne mehr Initiative & Aktivität von ihm, damit tun sich sehr viele Schüchterne schon in verschiedensten 0815 Alltagssituationen schwer & das kann ein sehr großer Schritt für ihn sein. Umso größer wird da auch die Angst sein, diesen Schritt zu wagen & dann zu versagen. So etwas wird von Extrovertierten häufig garnicht verstanden oder wahrgenommen, weil es für sie selbst ja gar kein Problem darstellt.
    Ich kenne das von mir selbst, mein Partner ist extrovertierter als ich & in gewissen Situationen, die mehr Aktivität von mir gefordert hatten, hatte ich Angst ihm nicht das geben zu können, was er als selbstsicherer Extrovertierter vermeintlich so erwarten könnte/würde. Was natürlich kompletter Blödsinn war.. aber das musste er mir erst zeigen.

    Wenn er wirklich so schüchtern & unsicher ist, ist es denke ich genau umgekehrt. Du hast etwas, was die Damen auf dem Bildschirm nicht haben: Erwartungen an ihn.
    Er dürfte wohl wenig Vertrauen in sich & vermutlich auch in dich haben, wenn er nach 16 Jahren immer noch Angst vor Zurückweisung hat. Jetzt wirst du auch (verständlicherweise) seinetwegen immer unglücklicher, was noch mehr Druck aufbaut..
    Ich kann Cho Oyu nur zustimmen, da muss man sich rantasten & mit jedem mal wird es besser, bzw die Zweifel & Ängste weniger. Die Frage ist nur, wie du an ihn rankommst, um diese endlich zu lösen. Ich würde wie oben gesagt, mal bei den Zeichen ansetzen, um ihm mal diese Unsicherheit, deine Signale falsch zu deuten, zu nehmen.
     
  25. Eigentlich zeigt er dir den Weg und sagt dir was er möchte. Er sagte dir, dass du keine Signale sendest. Warum sagst du ihm nicht, dass du Sex möchtest. Das muss doch gar nicht sein. Es gab vor einigen Monaten eine Frage von @manchmal hier im Forum über die Sexfrequenzen in einer Ehe. Ich fand die Diskussion sehr interessant. Vielleicht kannst du dir den Thread anschauen. Ich meine 3-4 Monate zu warten ist nicht gut, wenn man einen Partner hat. Er liebt dich und ist so wie du es schreibst an sich ein einfühlsamer Mann. Nur kann er eben seine Gefühle nicht in Worte fassen und hat Angst vor Ablehnung.
    Wie wäre es damit, wenn Ihr alle paar Wochen einen Abend für euch habt. Zusammen ausgeht, euch füreinander Chic macht und zusammen einen schönen Abend habt? Vielleicht kann es euch helfen. Einfach eine Verabredung mit dem Partner kann helfen . Ich habe es eigentlich nie gemacht aber ich denke, dass es wirklich helfen könnte, wenn jemand verklemmt ist. Es ist dann kein von Angst geprägtes Anklopfen von Seite deines Mannes sondern eine feste Verabredung und man kann sich darauf freuen. Es ist auf jeden Fall besser als 4 Monate zu warten. Das muss nicht sein, denn Lust habt Ihr doch beide, Ihr musst nur an die Gestaltung arbeiten.
     
  26. @Joggerin: dein Post erinnert mich 1 zu 1 an meine letzte Beziehung mit einem Mann, der wie dein Ex war. Er war auch handwerklich geschickt, zuverlässig, helfend/hulfsbereit und sehr fleißig. Tatsächlch habe ich aber emotional nie viel von ihm erhalten wie du. Weder nette Worte, noch zärtliche Zuwendungen als auch das Gefühl von Herzen geliebt zu werden. Der war auch in seinen Gefühlen eher kühl. Ich glaube, dass er mich geliebt hat, er es aber nicht zeigen konnte. Blumen gabs selten und wenn dann vom Garten der Mutter geklaut :)

    Hallo FS,

    ja bei dir scheint mehr dahinter zu stecken als seine Passivität. Dir fehlt das emotionale wie damals mir oder @Joggerin stimmts? Du hast das Gefühl nicht geliebt zu werden, weil er dich zurückweist. Vielleicht braucht er weniger Nähe und Sex...aber dann seid ihr doch sehr unterschiedlich. Du brauchst mehr emotionale Nähe, die er dir nicht geben kann. Lass mich raten. Wenn du gehst, dann kämpft er nicht mal mehr, er ist gleichgültig dir gegenüber. Ich glaube seine Gefühle sind erloschen.
     
  27. Das sind Luxusprobleme, die du da hast. Sei doch froh darüber, dass du einen Mann neben dir hast, der seine Liebe mit waschechten Taten zeigt und nicht mit irgendwelchem Gelaber. Er macht sich immer viel Gedanken dir schöne Geschenke zu machen, steht immer hinter dir bei jeder Enstcheidung wie ein Fels, schreibst du! Was möchtest du noch? Das ist der höchste Liebesbeweis, den es geben kann! Die meisten Männer sind Meister im Reden, Taten kommen Null von diesen Männern. Sei doch froh, dass du einen Mann hast, der nicht nur rumredet, sondern seine Aufmerksamkeit mit Taten beweist. Worte sind Schal und Rauch. Was zählt sind die Taten. Ich wünschte mir, ich würde einen Mann kennenlernen, der mir seine Liebe mit Taten beweist. Aber nein, es sind alle nur Meister des Redens und nix dahinter. Außerdem scheint er nach deiner Beschreibung sehr feinsinnig zu sein, er möchte dich nicht mit Sex überrumpeln, wenn er keine Zeichen von dir bekommt. Es ist egal von wem dann hier die Initiative kommt. Du weißt doch dass er auf dich SEHR WOHL steht, denn du schreibst, dass er alles dafür gibt, dass du auf deine Kosten kommst, nachdem du die Initiative ergriffen hast!
     
  28. Ich muss allerdings auch sagen, dass wir nach dem großen Krach (nachdem ich das mit den Pornos entdeckte) schon mehr Sex haben (sonst hatte sich wirklich 1- max 2x im Monat eingependelt, manchmal nur alle 2) - 1x pro Woche oder alle 2 im Schnitt mittlerweile. Aber eben auf meine Initiative. Er ist jemand, der generell nicht so oft Sex braucht. Aber ich bin mit 1x zufrieden, das war selbst am Anfang nicht viel mehr. Wenn ich mehr möchte, dann habe ich durchaus mein Spielzeug.
    Ich denke das leigt daran, dass er den Pornokonsum eingeschränkt hat. Denn wenn er eh nicht viel Lust hat, dann ist es klar, wenn er allein nur 1x pro Woche einen schaut udn sich befriedigt, sein Maß dann voll ist und ich hinten runter falle.
    Das ist eigentlich wirklich auch mein größtes Problem mit den Pornos. Dass sie Ersatz für mich waren, dass schnerzt mehr, als das Konkurrenzdenken.

    Selbst wenn er das,was du in #8 beschriebst mit mir alle 2 Monate mal machen würde, ich wäre super zufrieden. Wie gesagt, ich möchte gar nicht, dass er sich komplett umkrempelt. Nur ein wenig auf mich zukommt.

    @#2 Ich beschwere mich ja nicht jetzt erst. Ich rede mit ihm seit vielen Jahren darüber. Und hatte immer wieder das Gefühl, dass es ihn nicht interessiert. Ich habe sogar geweint, als ich sagte, dass er so abweisend ist. Aber ändern konnte er es nie. Und jetzt bin ich eben an dem Punkt, dass ich verzweifelt bin, weil ich mich eben als Frau nicht mehr wahrgenommen fühle. Es hat sich über die Jahre hinweg eben so dermaßen aufgebauscht bei mir, dass die Themen Eifersucht und Misstrauen dadurch (und auch Dinge, die in meiner Kindheit vorfielen) bei mir einen immer größeren Stellenwert einnehmen.
    Was ich so sehr liebe ist seine Geduld, seine Verlässlichkeit, sein Ehrgeiz...einfach das beschriebene "Fels in der Brandung sein". Er steht hinter meinen Entscheidungen und unterstützt mich. Er ist meine Konstante im Leben. Und das schätze ich sehr. Vielleicht habe ich genau auch deswegen so eine Angst, ihn zu verlieren.

    @#3:
    Ich bin ja auch bereit, es bis zu einem gewissen Punkt zu akzeptieren, aber ebenso wie er von mir möchte, das sich manche Dinge an mir ändere (wie Eifersucht...), denke ich, dass ich eben auch von ihm verlangen kann, dass er einen kleinen Teil dazu beiträgt, dass eben diese unbegründet ist.

    @#4
    Ja, da bin ich auch wirklich froh drüber, dass wir noch so tollen Sex haben! Und er macht nicht nur tolle Geschenke, sondern ist auch einer der immer hilft, repariert...
    Als er neulich Urlaub hatte, hat er die Bude geputzt und neue Stimmungslichter installiert, hat alles schön gemacht, um mich zu überraschen. Und da freue ich mich wirklich mega drüber!
    Und trotzdem ist da irgendwie etwas, was fehlt...
     
    Moderationsanmerkung: Beitrag wurde durch einen Moderator editiert
  29. Dein Partner wurde in seiner Kindheit seelisch missbraucht von seinen Eltern und ist jetzt sexuell gestört. Nicht nur in Bezug auf verklemmte Erziehung trifft das zu, sondern es kann auch ein zu offenherziger Umgang mit aufdringlicher Nähe, Privatsphäre-Überschreitungen und Sexualität in der Familie sein, womit man Kinder schädigt. Das Negative ist: Es wird sich nicht mehr ändern. Das Positive ist: solche Menschen haben auch viel Einfühlungsvermögen und sind in sich ruhend und angenehme Mitmenschen.

    Du wirst verstehen müssen, dass du nichts je machen kannst. Keine Reizwäsche und keine Verhaltensänderung wird diesen Mann je bekehren. Sein Grundcharakter und Umgang mit Sexualität wurde in frühen Jahren geprägt und ist unveränderbar.
    Je älter er wird, desto unmöglicher wird es, dass sich da noch was drastisches ändert.
    Gutes Zureden wird ebenso ins Leere gehen.

    Die Frage ist, ob du das mitmachen kannst und wie selbstbewusst du damit umgehen kannst. Du hast offenbar Probleme und fühlst dich unbegehrt, obwohl es nicht an dir liegt. Es wird keine Frau geben, die er so richtig begehren kann. Meiner Erfahrung nach wirst du beim nächsten Mann das alles suchen, was du jetzt nicht bekommst kannst, weil du ausgehungert bist.

    Ich würde mich trennen, wenn es dich psychisch irgendwann zu sehr belastet und du anfängst an dir zu zweifeln.
     
  30. @#11 + #14
    Verheiratet sind wir erst seit 2 Jahren. Also vorher hätte ich schon immer gehen können. Ich glaube daran liegt es nicht, dass er sich da sicher war und nichts hätte tun müssen.
    Leidensdruck hat er nicht. Ich denke das kommt auch daher, dass ich seine einzige Frau war. Er kennt es nicht anders. Es so viele gute Seiten, deswegen liebe ich ihn ja und bin deswegen in der emotionalen Zwickmühle…
    Wie schon geschrieben, ich will ihn nicht jetzt erst umstricken, das versuche ich schon sehr sehr lange. Nur mein Leidensdruck deswegen wird halt immer mehr mit der Zeit.
    Mir ist klar, dass die Pornodamen im Grunde keine Konkurrenz sind. Trotzdem vergleiche ich mich teilweise mit ihnen, weil ich eben denke, ich bin nicht attraktiv genug für ihn.

    @#12
    Vertrauen ist von ihm da, von meiner Seite leider mittlerweile sehr wenig. Ich hab mich da glaube so ziemlich in diese irrigen Gedanken reingesteigert.
    Ich mache ihm laufend Angebote, dass wir mal etwas probieren können, was er möchte. Aber es kommt immer nur: Alles gut, ich bin zufrieden so, wie es ist. Ich brauch nicht mehr.
    Ich weiß nicht, was ich sonst noch machen soll?!

    @#17 und #24
    Ja, mir fehlt diese Emotionalität sehr. Mir kommen da auch einige Dinge bekannt vor!
    Er sagt auch öfter mal: wozu soll ich dir denn sagen, dass ich dich liebe, das weisst du doch!?
    Und selbst braucht er es auch nicht hören, weil im Gegenzug sagt, dass er weiss, wie sehr ich ihn liebe. Und er braucht auch keine Bestätigung, wie toll er ist. Vielleicht denkt er, was ich nicht brauche, braucht sie auch nicht – obwohl er weiss, dass ich es mir wünsche?!
    Aber erloschen sind seine Gefühle nicht, da bin ich mir sicher, denn er kämpft wie ein Löwe um unsere Beziehung im Moment.
    Ich bin wirklich im Moment sehr oft sehr eklig zu ihm, mache ihm Vorwürfe wegen dem Ganzen, unterstelle ihm, wie bereits erwähnt, auch Untreue. Und er bleibt. Er ist verletzt, aber lässt es sich dennoch gefallen. Auch wenn es in letzter Zeit viel kracht. Er sagt: es gab auch bessere Zeiten und deswegen wird er wegen diesem Tief unsere Beziehung nicht wegwerfen, weil er hofft, dass wir uns wieder zusammenraufen.
     
  31. Das ist doch Unsinn. Mal ganz abgesehen, dass wir nicht genau wissen wie bei der FS das Kennenlernen abgelaufen ist; haben wir ihier doch fast jede Woche einmal mit dem Fall zu tun, vertreten dass Männer keine Lust mehr auf ihre Frauen haben.
    Die werden wohl auch nicht alle beim Kennerlernen passiv gewesen sein. Als ich meine Frau kennenlernte, konnte ich gar nicht genug von ihr bekommen. Und ja, ich war der aktive Anmacher.

    Was ich nach meinem eigenen Thread zu dem Thema über mich gelernt habe:

    Das Begehren hat einzig und allein etwas mit der erotischen Anziehungkraft des Partners zu tun;

    und

    das Beghren ist Sache des Mannes !


    Allerdings möchte ich auch darauf hinweisen, das verschiedene Foristinnen (z.B. @Laleila , @Elfe11 oder @Jana_09/15) in diesem Falle ihren Partner verlassen würden. Sie dulden keine Kritik an ihrer sexuellen Anziehungskraft. Die hat so dazu sein, wie sie sind.
    Ich finde das krass, aber auch nicht unverständlich, wenn sie kein anderes Rollenverständnis als das hier im Forum mehrheitlich propagierte (Frau überwiegend passiv) zulassen wollen.

    Bei der FS ist das schon differenzierter zu sehen; sie ist ja überwiegend (selbstwahrnehmend) aktiv.



    Die FS muss sich mal eines klarmachen.

    Ihr hat nicht öfter Sex mit der FS weil er den Sex mit ihr einfach nicht öfters möchte!

    Das Pornogucken hat er ja schon eingeschränkt und das kann sowieso auch etwas andere Motivationen haben als einen allgemeinen Sexwunsch (z.B. bestimmter Typ Frau oder auf eine bestimmte Art, wasweisich).

    Der Rückschluss der FS, der Trieb könne entweder durch sie oder durch Ponos bedient werden werden, ist so eigentlich falsch.

    Die FS schreibt ja auch, dass ihr Mann beim Sex ihr gegnüber durchaus aufmerksam ist.

    Sie sagt, dass sie den Sex variiert (sonst nur "Blümchensex") ,
    aber ist sie ihm gegenüber denn auch aufmerksam?

    Hat sie überhaupt Ahnung davon, was ihm wirklich anmacht, oder ist er beim Sex nur ein freundlicher Dienstleister (auch wenn die FS das ganz anders wahrnimmt), der erst bei SB in seiner Phantasie die Dinge machen kann, welche ihn wirklich anmachen?
    Die Tatsache das er erigiert war und einen Samenerguss hatte, heißt nämlich noch nicht, dass ihm der Sex auch wirklich Spass gemacht hat.

    Lösungsansatz:
    Vielleicht sollte die FS ihrem Mann auch mal deutlich sagen (sogar androhen) , dass er sie auch ab und zu mal versucht zu verführen, (sagen wir etwa 1 mal im Monat).

    Die FS mag sich da fragen:
    Kann bei einem solchem Zwang denn Stimmung aufkommen?

    Na, wahrscheinlich ist er nur am Anfang verkrampft, ich finde die FS möge es ausprobieren.
     

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