• # 30
    • 07.02.2019
    • void
    Das sind ja auch die mit seelischen Problemen und psychischen Krankheiten und nicht die mit einem miesen Charakter. Wieso kommen die automatisch in die Kategorie "schlechter Charakter"?

    Keine Ahnung, aber wenn man Hitlers Biographie liest, hat er schon einiges mitbekommen von seinen Eltern, das ihn hätte seelisch krank machen können. Stalin hatte, wenn ich das richtig weiß, einen zertrümmerten linken Arm, den er zum Schutz vor Schlägen von seinem Vater hochgehalten hatte. Ich denke schon, dass so eine Behandlung immer zumindest psychische Störungen auslöst.

    Ich seh aber nicht, was das alles mit einem schlechten Charakter zu tun haben soll. Das ist doch ein ganz anderes Gebiet als "wer ist ein schlechter Partner". Geiz, Verlogenheit, Missgunst, Kleinhalten und Vorteilssuche sind z.B. die Eigenschaften, die idR Beziehungen schlecht machen (wenn es um Schlägertum usw. geht, gibt es sicher dafür auch Therapien, aber das sind für mich keineswegs psychische Krankheiten). Sicher gibt es auch hier vielleicht Wurzeln in der Vergangenheit, aber ich bin der Ansicht, dass jeder Mensch auch Charakteranlagen mitbekommt, die er entwickeln muss oder sie eben so auslebt, als sei er der Mittelpunkt der Welt, warum auch immer, ob nun aus Unreife oder Verbitterung und Rechnungbegleichenwollen mit dem Zielgeschlecht in Form von mieser Behandlung des Partners.
     
    • # 31
    • 07.02.2019
    • void
    Klar geht das. Es liegt immer in einem selbst, ob man das tun will, WENN einen das Umfeld drauf stößt. Wenn das immer sagt "du bist in Ordnung so, wie du bist", indem man nie kritisiert oder trotzdem bei dem Menschen bleibt, heißt das, dass es okay so ist und es entsteht kein Leidensdruck.

    Wenn sich jemand abwendet von einem, hat man zwei Möglichkeiten: Man denkt mal drüber nach, ob die Person recht haben könnte, oder man definiert sie als "doof" und sucht das gleiche noch mal mit einer anderen Person. Wenn die unerfahren genug ist, durchschaut sie nichts und macht eine bestimmte Zeit mit, bis sie dann selbst einen Entwicklungsschritt macht und auch sie sich trennt. Und wieder hat der Verlassene die Chance, sich zu ändern oder er bleibt, wie er ist und sucht den nächsten.

    Ich denke, in einzelnen, wichtigen und die jeweilige Beziehung immer besonders beeinflussenden Eigenschaften treffen sich immer die Menschen, die darin den gleichen Entwicklungsstand haben und einander ergänzen sowie sich Lehren darin erteilen. Einfach, weil andere es nicht miteinander aushielten.
    Also wenn ein Mann sein Selbstvertrauen z.B. aus Kleinhalten der Frau bezog, seine Ex sich aber gemausert hat und ihn verließ, weil sie merkte, dass seine Nörgelei nur Runterdrücken war, um sein kleines Ego nicht angekratzt zu sehen, könnte er eine jüngere Frau nehmen, die für sein Ego nicht bedrohlich ist von der Restlebenserfahrung her. Denn sie durchschaut noch nicht, warum er was an ihr bemäkelt, wenn er das tut, um sie von zu viel Selbstvertrauen abzubringen oder sich selbst abzureagieren, wenn jemand wieder sein kleines Ego ankratzte. Sie richtet sich nach seinen Mäkeleien, weil sie ja weiter gemocht werden will, weint vielleicht und sucht den Fehler bei sich, er hat die Kontrolle und fühlt sich und sein Ego in Sicherheit.
    Er könnte aber auch mal überlegen, ob es an ihm liegt, dass die Ex wegging, und sich ändern. Dann müsste er keine Angst haben vor Frauen mit Selbstwertgefühl, denn er hätte selbst welches.
    (Sorry für das genderungerechte Bsp., ist einfach eins aus Frauenperspektive)

    Narzissten - ich hab immer den Eindruck, das sei der Satan und man darf auf keinen Fall in die Fänge geraten, als sei es ein gefrorener Flugzeugtoiletteninhalt, der einem plötzlich auf den Kopf fällt. Ich denke, nur, wer selbst narzisstische Anwandlungen hat in einem Maße, die gefährlich sein könnten, sieht es nicht, was abgeht. Es ist sicher auch immer Lebensunerfahrenheit dabei und Sehnsucht nach dem Ideal. Ich war selbst auch narzisstisch und hab Lehrgeld bezahlt. Heute merke ich es, wenn jemand mich so umgarnt, wie dieser Mann damals, und fall nicht mehr drauf rein (nicht nur auf den Mann nicht, auch auf mich selbst nicht, weil ich das Bedürfnis von damals durchschauen kann).
     
  1. Mir ist emotionale Intelligenz und psychische Gesundheit bei einem potenziellen Partner sehr wichtig. Ich gehe da keine Kompromisse ein. Wer, wie du schreibst, einen "schlechten Charakter" hat, kann niemals mein Partner werden. Ich lasse mich darauf nicht ein. Bei meiner letzten Partnerwahl habe ich sehr darauf geachtet, wie gesund der Mann ist, also psychisch gesund. Ich hatte ein gutes Gefühl und auch nach vier Jahren kann ich sagen, dass mein Partner diesen Anforderungen genügt.
     
  2. Einen Menschen, von den ich sage, dass er einen schlechten Charakter hat, mit dem meide ich den Kontakt, soweit es möglich ist.
    Beziehungen egal welcher Art gehe och mit so einem Menschen nicht ein.

    "Schlechter Charakter" würde für mich bedeuten, dass er moralische Grundwerte negiert. Gewalt, Betrug, Skrupellosigkeit, andere Menschen bewusst schädigen.

    Wenn bei anderen moralischen Werten kein Konsens da ist, hat dieser Mensch für mich nicht zwingend einen schlechten Charakter. Nur wir sind nicht kompatibel.
    Ich finde, @cordula_grün hat es gut beschrieben, und ich gehe mit ihr auch mit.
    Insgesamt sind Charakter und Persönlichkeit individuell, machen diesen Menschen aus . Entweder liebe ich ihn so wie er ist, schätze ihn, respektiere ihn, oder ich lasse es.
    Vielleicht, sicher gibt es Facetten seiner Persönlichkeit, die ich weniger mag, und dafür andere mehr und so kann ich dies tolerieren.
    Aber einen "schlechten" Charakter?

    Nun, jede*r setzt seine Präferenzen.

    Übrigens, ,etwas provokativ die Frage , oder?
    Wenn ich Dich wörtlich nehme - wenn der Sex gut ist, dann mag der Schlechte Charakter irrelevant sein. Also geht es Dir dann nicht um die Frau und ihr Wesen, oder?
    Alles in allem könnte man nun hier über Charakter debattieren.
    In einer liebevollen und wertschätzenden Partnerschaft spricht man anders über seine Partnerin.

    Möchtest Du mehr Harmonie, dann ist sie die Falsche, für guten Sex anscheinend die Richtige .

    W,49
     
  3. Kirovets, du eierst bisschen seltsam rum. Worum geht's dir eigentlich?

    Meine Meinung: So schön und sexy kann kein Mensch sein, dass ich Trump-Eigenschaften akzeptieren könnte.

    Sag ich jetzt für mich, aber du kannst es ja anscheinend. Oder fragst du dich grade, wo die Grenze ist?

    Also, was war nochmal die Frage?
     
  4. Hi,
    Die Eingangsfrage finde ich cool, aber dies hier finde ich in einem Laienforum zu krass. Schon in den Medien kann man teilweise Berichte lesen, dass Ferndiagnosen z.B. von Trump diesem einfach nicht gerecht werden können, da sein Verhalten durch die Medien (sic!) verfälscht wird. Ich meine, der Mann hat zig Berater, der ist privat garantiert völlig anders als er sich darstellt vor der Kamera oder als er dargestellt wird.
    Bei historischen Personen finde ich das noch abwegiger, was sollen Laien den über einen jahrhundertelang toten Herrscher eines anderen Landes mit anderer Kultur und anderer Lebensrealität sagen? Dass man früher Frauen entsorgte, die keinen männlichen Erben brachte, war ein Pragmatismus, der heute total abstrus wirkt, aber die Situation ist nicht mal in Ansatz vergleichbar.
    Selbst bei Nero kann man nicht eindeutig von einem Wahnsinnigen ausgehen. Rationales oder psychisch divergierendes ("krankes") Verhalten ist doch immer auch in die soziale und ökonomische Lage eingebettet.
     
  5. Logo. Von für mich zweifelhaften Menschen halte ich mich möglichst fern.

    Ich war schon immer so gestrickt, dass ich mir eine langfristige Partnerschaft gewünscht hatte. Damit diese gelingt, müssen die Werte und Grundprinzipien meiner bescheidenen Meinung nach zumindest weitgehend übereinstimmen.

    Ich würde mich als pragmatisch beschreiben. In einer Partnerschaft schätze ich Unkompliziertheit, ich möchte mich fallen lassen können und auch geborgen fühlen. Mit einem Charakterschwein würde mir das nicht gelingen. Zumal ich ja damit rechnen müsste, dass irgendwann auch mal ich für seine Zwecke benutzt würde.

    Jemand, der beispielsweise ein hohes Einkommen auf Kosten anderer erzielt (z.B. ein Banker, der nur seine Provisionen im Blick hat und seinen Kunden mit zweifelhaften Anlageformen oder Hausfinanzierungen über den Tisch zieht), käme für mich keinesfalls in Frage. Schließlich will ich auf meinen Partner stolz sein und mich nicht für ihn schämen müssen. Da verzichte ich doch lieber auf einen solch zweifelhaften Luxus.

    Nicht wirklich, außer dass sich die ein oder andere "schlechte" Macke herausgestellt hat. Oder dass es vergleichsweise kleinere Streitpunkte gibt, die man so stehen lassen muss. Was man dann auch akzeptieren kann/muss. Wer ist schon perfekt? Eben.

    Bei diesen Zeitgenossen habe ich überhaupt keine Bedenken, dass diese untergehen könnten. Wozu haben diese ihre Ellbogen? ;-)
     
  6. Für mich gibt es keinen schlechten Charakter. Es gibt keine guten oder schlechten Menschen. Für mich gibt es lediglich freudige oder unglückliche Menschen. Wir alle sind Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen und Erfahrungen und das prägt eben den s.g Charakter.
    Es gibt Eigenschaften wie z.B Geiz, Egoismus, Missgunst, herablassendes Verhalten, mit denen ich mich nach Möglichkeit nicht freiwillig umgebe. Ich habe mittlerweile erkannt, wann immer ich einen Menschen nicht um mich haben möchte oder es mich triggert was er tut, das mir das etwas über mich selber sagt.
    Ich mag keinen Geiz, bin nach außen hin sehr großzügig. Aber mit mir selber war ich über Jahre hinweg extrem geizig. Wenn ich gegeben habe, dann selten bedingungslos. Ich wollte mit damit etwas erkaufen. Wenn der andere nicht gegeben hat, habe ich mich moralisch über ihn erhoben. Das ausgenutzte Opfer. Ich mag keine Lügner, dabei habe ich mich über Jahrzehnte im großen Stile selber belogen. Wenn man beginnt das zu reflektieren, kann man die anderen getrost so lassen wie sie sind. Man erkennt, dass sie am Ende aller Tage mit sich selber am schlimmsten umgehen. Donald Trump ist das Symptom dessen, was sich im amerikanischen Volke abspielt. In einer zufriedenen Gesellschaft wäre dieser Mann nie an die Macht gekommen. Genauso wenig wie Hitler. Es macht wenig Sinn, sich über diese Menschen den Kopf zu zerbrechen. Sie wollen uns etwas über uns selber zeigen. Besser wäre es Lösungen zu finden die verhindern, das sich der kollektive Charakter überhaupt so entwickeln und ausdrücken kann. Wir hier in Deutschland sind doch ähnlich weit. ICH, MEINS, MIR. Wenn ich so tue als hätte ich die dicksten Eier auf der Welt, dann werden die Leute das schon schlucken. Es ist Fassade und es ist erschreckend wie gut die funktioniert. Unsere Fassade ist uns mittlerweile mehr wert als wir uns selber. Wer kann da schon Auskunft über etwas geben das man Charakter nennt?! Der Skandal zu Guttenberg ist so ein Ergebnis. Der Mann wurde hoch gejubelt. Smart, eloquent attraktiv, familiär. Zu schön um wahr zu sein.
    Nach meiner Ehe erkenne ich z.B meinen Mann nicht wieder. Ich war 15 Jahre mit einem Menschen verpartnert, denn ich eigentlich nicht gekannt habe. Das bedeutet nicht, das er wirklich anders war. Es bedeutet nur das ich ihn anders wahrgenommen habe. Das mich im Zuge der Trennung die Charakterzüge, (die ich schon immer als eher unangenehm bewerten habe) mich nun mit voller Wucht treffen, liegt in der Natur der Sache. Ich habe jahrelange neben einem Mann her gelebt, der mit anderen wenig wertschätzend, geizig und unempathisch umgegangen ist. Ich habe das akzeptiert, weil ich seine Vorzüge genossen habe. Da ist es wieder. Der Egoismus, den ich bei anderen natürlich vehement ablehne ;-)
     
  7. Es ist recht einfach. Jeder zahlt, was er bestellt. Und wenn du deiner Freundin einen schlechten Charakter unterstellst, sie aber nicht missen willst, weil der Sex gut ist bzw. du sie attraktiv, aufregend und sexy findest, frage ich mich schon, wie es mit deinem Charakter aussieht. Ich hoffe, du hast dich nur unglücklich ausgedrückt.

    Bei mir war es meist so: In der ersten Verliebtheit sah ich vor allem die guten Seiten. Die Schwächen sah ich mit näherem Kennenlernen durchaus, suchte aber nach Erklärungen/ Entschuldigungen und ging davon aus, dass sich das, durch unsere Liebe ändert bzw. ich mich damit arrangieren kann. Sowohl bezüglich allgemeiner Schwächen/Eigenschaften, als auch Verhaltensweisen anderen bzw. mir gegenüber. Zum Glück habe ich ein recht klares Wertesystem, manches kann ich gut tolerieren, anderes weniger gut. Und so habe ich mich meist recht schnell, also innerhalb der ersten drei Monate intensiven Kennenlernens getrennt, wenn es nicht passte. Oder es war beiderseits erkennbar. Aus Verliebtheit habe ich einges unvernünftiges getan. Eines stand dennoch fest: Ich muss mindestens ein Jahr mit einem Mann im Alltag zusammengelebt haben, ehe ich mich "für immer" an ihn binde bzw. ein Kind mit ihm haben möchte.

    Ach ja und noch was: Mit einem Mann, den ich nicht attraktiv und sexy fand, habe ich gar nicht erst was angefangen.
     
  8. Warum ist denn manchen Männern Sex so wichtig geworden in heutiger Zeit? Früher ging es doch auch ohne Sex! Der heutige Sexdrang der Männer zerstört alle Beziehungen! Früher war es den Männern doch auch egal! Der Sex wird ja heutzutage bei Mann und Frau sehr überbewertet.

    Mein Vorschlag wäre: Sieh weniger Pornos und hör auf zu masturbieren, damit du keine Vergleiche hast und mal mit dem zufrieden bist, was du hast, aber wenn du immer in der Welt schaust, was es besseres gibt, dann ist man natürlich unzufrieden mit dem wenigen, das man bekommen könnte!

    Zu sagen, du willst unter gar keinen Umständen schlechten Sex ist frech. Dann lass es mit der Beziehung und geh ins Bordell! Du hast die Essenz einer Beziehung nicht verstanden! Sie schneidet dir eigenständig ins Fleisch, wenn die Leidenschaft nach 5-7 Jahren vorbei ist, weil du dann in die Röhre glotzt, wenns plötzlich aus ist im Bett.

    Komisch finde ich, dass du gleichzeitig Harmonie willst, aber eigentlich du derjenige bist, der der Disharmonie einbringt.
    Guter Sex war noch nie Harmonie. Eine wilde Frau gehört dir nicht, die braucht dein Stück Fleisch, aber mehr auch nicht. Dein Penis ist für sie austauschbar und zieht bald weiter. Guter Sex hat seinen Preis.
    Seitdem ich erkannt habe, dass mir Sex wichtig ist, langweilt mit der ein und derselbe Mann nach 1,2 oder 3 mal im Bett. Man spürt keine Geilheit mehr, man weiß, wie er sich bewegt, anstellt und riecht. Ich würde mich von so einem Mann auch nicht in eine Beziehung ziehen lassen, so lange mir Sex so wichtig ist, dafür sind die meisten Männer zu durchschnittlich und fordern mir gegenüber.

    Frauen, die Sex fordern und guten Sex gewohnt sind, da hälst du als Mann nicht lange mit. Diese Frau schmeißt dich weg und ist dir untreu, weil du sie nach einiger Zeit im Bett langweilst mit immer der selben Technik und Routine.

    Erkenne lieber, dass jede Frau wertvoll ist, anstatt etwas von Charaktern und Sex zu labern. Der Hauptakteur beim Sex bist und bleibst du, denn du möchtest ja auch den Sex in verstärkter Form. Emanzipierte Frauen, die nur guten Sex suchen, gibt es ja mittlerweile genug und spielen dir entgegen.

    Anzunehmen, eine Top-Frau mit durchtrainiertem Körper und gutem Sex bleibt bei dir, dafür hast du weder einen bekannten Status noch Namen, dass sich eine Frau mit dir schmücken kann.

    Von frigiden Krichenmäusen und Jungfrauen würde ich in deinem Fall eben die Finger lassen. Regulär sind Frauen besser im Bett, wenn sie bereit sind, dich offensiv anzuflirten und sofort am selben Abend noch mit dir ins Bett gehen, also bleibe in Warteposition und sprich keine schüchternen oder passiv stehenden Frauen an, die haben ganz andere Vorstellungen einer Beziehung.
     
  9. Ja genau. Das ist ein wichtiger Grund für die Frage.
    Was nimmt man (also andere Paare) inkauf und was nicht; bzw, nicht mehr...
    Auch will ich herausarbeiten, wie genau man einen Partner am Anfang überhaupt kennenlernne kann, oder will.

    Ich würde allerdings konkrete Fragstellungen aus der Beziehung mit meiner Partnerin (so es diese denn gibt) nicht in diesem Thread erörtern wollen; ggf. in einem Eigenen.

    Intressant ist, wie unterschiedlich das hier gesehen wird. Das hatte ich so nicht erwartet.
     
  10. Glaubst Du das wirklich ?
    Ich kenne z.B. etliche Politiker auch aus Situationen, wo keine Kameras laufen und verhandelt wird, und glaubt mir, wirklich anders sind die dann auch nicht (z.B. Nahles, Wowereit, Lindner, Bosbach..etc).
    Ich habe noch keinen erlebt, der im persönlichen Umgang wirklich anders war, als man das aufgrund der medialen Berichterstattung glauben durfte. Die waren alle recht authentisch, manchmal ein bischen witziger, manchmal steifer und doch sehr wiedererkennbar (und leider auch oft oberflächlich).

    Klar kenne ich den Hr. Trump nicht, aber ein angenehmer Mensch ist er garantiert nicht. Das würden wahrscheinlich nichtmal seine Anhänger (und auch nicht sein Ehefrau) so postulieren. Deswegen darf man diese Menschen durchaus mal als Beispiele heranziehen.
     
  11. Dann gebe ich Dir Beispiele: ich habe immer schon einen Bogen um Menschen gemacht die: komplett unfreundlich sind
    Völlig herablassend
    Und sehr zu ihrem Vorteil taktieren.
    Dazu kommt: extremistische Ansichten

    Heute mit Erfahrung kommt: wie kommuniziert jemand, obendrauf.

    Details siehst Du unter
    Re-empowerment
     
  12. Das ist aber viel weiter gespannt als die Frage nach Charakter.
    Um einen Menschen, von dem man sagt, er habe einen schlechten Charakter, macht man in der Regel einen Bogen, als Partner*In kommt so ein Mensch für andere selten in Betracht. Grundtenor der Antworten.

    Umfassender als nur auf den Charakter bezogen, ist es eine individuelle Abwägung, jeder Mensch hat seine Facetten, die auf andere unterschiedlich wirken, und unterschiedlich beurteilt oder wertgeschätzt werden.

    Für mich muss das für mich Positive am Anderen überwiegen, und andere Facetten an diesem Menschen muss ich zumindest mit gutem Gefühl akzeptieren können, als zugehörig zu diesem Menschen, den ich als Gesamtpaket liebe.
    Wenn Worte wie kompliziert, schwierig, anstrengend fallen, ich abwertend beurteile, mich die Eigenheiten stören, selbst unter Stress setzen, dann passt es nicht.
    Ob dies dann Eigenheiten in der Persönlichkeit sind, im Verhalten, in Denkweisen ist irrelevant - der Andere wird sich nicht ändern, so wie ich mich auch nicht.
    Störende Facetten auszublenden, sich schön zu reden funktioniert auf Dauer nicht. Oder es führt zu einer der vielen Partnerschaften, wo man sich irgendwie miteinander arrangiert hat, ohne dass noch größere Zuneigung vorhanden ist. Davon kenne ich etliche.

    Deswegen sollte man mE versuchen, den / die potentielle Partner*in möglichst gut kennen zu lernen, es geht doch um diesen Menschen?
    Geht man eine Partnerschaft mit einem Menschen ein, ohne ihn zumindest einigermaßen zu kennen, ist es nur eine Illusion.
    Warum sollte man dies nicht zumindest wollen? Weil der Mensch gar nicht interessiert? Weil es egal ist, Hauptsache ein paar Eckdaten passen? Wo ist dann Liebe?

    Kennen ist allerdings ein großes Wort, man entwickelt sich weiter, man kommt in neue Situationen... Ich entdecke auch immer wieder an mir selbst neue Facetten, Stärken, merke Veränderungen.
    Und wie oft kommt es bei Krisensituationen zu großen Enttäuschungen, weil man diese Reaktion des / der Partner*In nie erwartet hätte.
    Also 100% Kennen gelingt nie, aber darum bemühen sollte man sich.

    Siehst Du es anders?
    Und natürlich wird man, wenn man Dir hier schreibt, auch auf Deine Situation schauen.

    Denn warum stellst Du so eine Frage
    - Schlechter Charakter
    - Was nehme ich in Kauf
    - Will ich den anderen kennen lernen

    Da solltest Du Deine Antworten finden, alle 3 Fragen würde ich mir nie stellen bzw. die 1. Frage ist für mich immer - will ich diesen Mann kennen kernen. Aber anderes "will", als Du meinst, für mich ist dieses Wollen der Beginn. Habe ich Zweifel, Haken.
    Und dann ist es ergebnisoffen. In Kauf nehme ich nichts.

    W,49
     
  13. Ich würde mich bei der Partnerwahl grundsätzlich niemals für einen Menschen mit schlechtem Charakter entscheiden. Wenn du glaubst, dass deine Freundin einen schlechten Charakter hat, was hält dich dann bei ihr? Das Aussehen? Ich schätze mal, sie hat auch positive Charaktereigenschaften.

    Es gibt viele Eigenschaften, die wenn sie häufig vorkommen, für mich zu einem „schlechten Charakter“ gehören wie Skrupellosigkeit und Neid. Ich weiß, dass sie durch ständige Unzufriedenheit und Minderwertigkeitsgefühle aufgebaut werden. Wenn ich einen Mann kennenlernen würde und er z.B. viel lästert und meckert, würde ich ihn als Partner ausschließen. Wie Lionne richtig schreibt, muss man einen Menschen dazu länger kennen, weshalb ich nach meiner jetzigen Erfahrung die Kennenlernphase deutlich verlängern würde. Das erspart viel Ärger auf beiden Seiten. Erst wenn man jemanden über längere Zeit kennt, kann man den Menschen wirklich lieben. Es stimmt, es ist eine Illusion, ein Wunsch, den man auf den anderen projiziert. Aussehen passt, Ausstrahlung passt, er flirtet mit mir: Interesse passt, ist charmant: Charakter passt. Deswegen kommen viele nach ganz kurzer Zeit zusammen und wundern sich später, dass es eben doch nicht passt.
     
    • # 45
    • 10.02.2019
    • void
    Ich denke schon, dass Du nicht beides haben können wirst in einer Frau. Wie nun die Disharmonie bei euch aussieht, weiß ich ja nicht, aber ich denke, Du wirst einschätzen können, wieviel erotische Spannung daraus entsteht. Schlecht ist es, wenn es den besten Sex nach Streits gibt. Denn dann können die unbewusst inszeniert werden und die Leute reiben sich jedesmal emotional wieder auf. Ich denke, es gibt bestimmte Menschen, die einander richtig kaputt machen können. Ich würde nicht mal denken, dass sie einfach einen ruhigen Partner suchen sollten, mit dem eine offene Beziehung möglich wäre, weil eben auch die Emotionen wichtig sind dafür, dass man heißen Sex haben kann.

    Ich seh für diese Menschen keine Lösung, außer vielleicht zu lernen, wie man Konflikte nicht in Dramen ausarten lassen kann. Die harmonischen Paare werden ja auch selbst harmonische, ruhige Menschen sein, dh. sie müssen nicht so viel lernen, mit ihrem Temperament umgehen zu können. Konfliktlösungsfähigkeiten müssen sie nicht so ausarbeiten für sich wie die anderen, einfach, weil es nicht so viele Konfliktsituationen geben wird (bei denen muss vielleicht gelernt werden, dass man was ausspricht, aber auch dann wird es nie dramatisch bei ihnen, sondern geht unemotionaler und mit mehr Verstand vonstatten).
    Vielleicht müssen disharmonische Paare auch für mehr Abstand sorgen, also zwei Wohnungen statt einer, wenn es zu viel Disharmonie gibt. Dann sind bestimmte Reibungsflächen schon mal weg, die mit Sex nichts zu tun haben.
     
  14. "Sie hat einen schwierigen Charakter - aber eine verdammt hübsche Nase"
    (Miraculix über Cleopatra - extra für Pixi wieder ausgegraben)
    Sind es nicht die interessanten Menschen, die einen öfters als "schwierig" wahrgenommenen Charakter besitzen ?
    Benötige ich wirklich gesellschaftlichen Konsens, um einen für mich wertvollen Charakter zu definieren?
    Charakterlos - sehe ich als umgangssprachliche Beschreibung eines Charakters, der mit meinem eher nicht kompatibel ist.
    Was ist ein guter und was soll ein schlechter Charakter sein ?
    Nein, ich würde mit keiner Frau zusammen sein, deren Charakter ich als "Schlecht" bezeichnen würde. Egal, was für eine Rakete im Bett sie denn ist ....
    Über Charakter und über Geschmack kann man nicht urteilen. Und wenn ich mir kriminologische Studien anschaue, wie viele Groupies Massenmörder haben - nun, so komme ich zu dem Schluss: Jeder Charakter findet irgendjemanden, der diesen nicht für schlecht hält.
     
  15. Ja sicher. Sie ist ehrgeizig und kümmert sich mehr um unsere (ihre) sozialen Kontakte als ich. Hierin ergänzt sie mich, bzw. bringt mir Vorteile die ich sonst nicht hätte. Ich bin allerdings z.B. wesentlich fleißiger.

    Außdem ist sie gerne mit mir sexuell aktiv. Das ist das entscheidende Pfund, welches alles andere überwiegt.

    Wenn das wegfällt, bleibt leider nur ein (nicht nur zu mir) nörgeliger, arroganter, egomaner und besserwisserischer Charakter übrig, der auch nicht dass allerkleinste Kritik zulassen kann (und sich auch selbst nie kritisiert, macht grundsätzlich keine Fehler). So sieht sich doch auch Trump, (dass könnt ihr doch auch alle selbst bei ihm nachlesen).


    ich weiß, solche Charaktere gibt in der Gesellschaft oft und sie werden nicht weniger, sondern mehr. Sollen alle diese Menschen ausgegrenzt werden, können wir sie wirklich alle ausschließen ?

    Das Forum glaubt (nicht nur hier), man könnte (jeder für sich) diese Menschen ausschließen. ich glaube das eben nicht und wir alle auch als Partner mit diesen Menschen klarkommen müssen.
    Wir können das idividuell versuchen, insgesamt wird es aber nie klappen. Dafür sind es einfach zu viele. Sonst würde viele ohne Partner sein...
     
  16. Also du hast guten & häufigen Sex mit ihr & sie kümmert sich um eure Sozialkontakte, dafür gibst du dir ihr arrogantes Genörgel & ihre Klugscheißereien.

    Wäre mein Partner ein arroganter, nörgeliger Klugscheißer, der nicht mit Kritik umgehen kann, hätte ich gar keine Lust auf Sex mit ihm, dafür wäre ich von ihm & diesen Eigenschaften viel zu genervt, aber jedem das Seine ;)
     
  17. super. Dann hast du sofern der Sex wegfällt nichts mehr, was dich an dieser Frau hält. Meiner Meinung nach kann das nicht klappen und das wird früher oder später scheitern. Da fehlt einfach die geistige und seelische Kompenente in der Beziehung. Schlimm echt, wie manche sich das Leben versauen.
     
  18. In so einer Konstellation befinde ich mich jetzt zum zweiten mal ca 1,5 Jahren. Ich würde mal sagen narzisstische Tendenzen.

    Entscheidend ist nicht was die Gesellschaft zu so einem Deal (Liebe oder Verliebtheit spielt doch sicher keine Rolle oder ?), sonder ob man selbst mit so einer Disharmonie klar kommt. Spätestens wenn sie sexuell keine Lust mehr hat, kippt das schmale Gleichgewicht ins absolut negative.

    Wie sieht es mit der Zukunft von so einem Paar aus. @Kirovets lebt ihr zusammen? Glaube ich nicht, dass geht überhaupt nicht. Oder etwa doch? Wenn doch, wie kommst du damit klar? Unterwirfst du dich völlig ihren Launen? Oder siehst dies alles weitgehend emotionslos distanziert analytisch, etwa wie ein wissenschaftliches Experiment an? Wie denkt ihr beide über Familiengründung? Seit ihr wenigstens ehrlich zueinander? Weichst du Auseinandersetzungen aus oder sagst du Stop, dass ist respektlos.
     
  19. Das hört sich wirklich unangenehm an und wäre nix für mich.

    Ich denke, das wirst du genauso sehen, sobald der Sex weniger oder schlechter wird, was ja oft passiert.

    Familie würde ich mit so einem Menschen auf jeden Fall nicht gründen.
    Nö, muss ich nicht. Da bliebe ich lieber allein.
     
  20. Natürlich kann man sich gegenüber JEDEM bei begrenztem, alltäglichem Kontakt freundlich und fair verhalten, als PARTNER würde ich so eine Person trotzdem nicht wählen, dann würde ich lieber allein sein!
    Dann müssen sie sich wohl zum Besseren ändern, wenn kein Mensch mehr übrig bleibt, der mit ihnen eine Partnerschaft eingeht.
    Aber ich denke, das wird nicht passieren, weil es immer Menschen geben wird, die ihren Partner trotzdem behalten, obwohl sie ihn mit diesen Worten beschreiben würden:
    Vielleicht ändert sie sich ja noch zum Guten! Alles Liebe für euch.
     
  21. Hier kann sich nur jeder an besagte Nase fassen. Bei mir wären die Würfel gefallen, in dem Moment wo ich es erkannt hätte. Und das nicht weil ich ein Pirat mit Klugscheissermodus bin
    (@Tom26 )

    Da möge sich die Gesellschaft doch ohne mich verändern, das mag auch in zukünftigen Generationen passieren.
    Ich möchte so einen Menschen nicht, bzw niemanden über den ich überhaupt soviel Negatives berichten kann.
    Wäre ich ein Mann würde mir wahrscheinlich auch noch etwas runterfallen und so wären auch die Vorzüge dahin.

    Letztendlich ist die Partnerwahl individuell und Verlieben hat für mich etwas mit: liebenswert zu tun

    Was ich allerdings feststelle in meinen Umfeld ist: manche Charaktereigenschaften scheinen in Jung übersehen zu werden oder entschuldigt.

    Zumindest kommt es öfters zu Trennungen im Alter, weil man nicht mehr damit klarkommt.

    Dir fallen sie aber jetzt schon auf und fragst indirekt: würdet ihr das wirklich ablehnen oder ändert sich die Gesellschaft/ gilt schon als akzeptiert.

    Wie ist es denn für Dich?
    Leidest Du oder ist es Dir völlig schnuppe?
     
    • # 54
    • 11.02.2019
    • void
    So geht ja keiner ran. Die kriegen ihr Publikum, solange es drauf reinfällt oder es erträgt. Wenn es immer mehr Menschen merken, wie ätzend diese Leute sind, immer mehr Menschen es nicht mit ihnen aushalten, werden sie privat vereinsamen und müssen umdenken. Das ist doch bei jeder Verhaltensweise so - wird sie von anderen abgelehnt, weil sie verletzt, nervt etc. muss man sie ändern oder bleibt allein.

    Wer nie Gegenwind bekommt oder auch sitzengelassen wird, weil er sich ätzend und unsozial verhält, der ändert sich auch nicht, weil das Umfeld ihn so akzeptiert. Der Mensch braucht geduldige Partner und Freunde, die ihm sagen, was er falsch macht und dann auch mal ein Ultimatum stellen.
    Was die Gesellschaft angeht - genau das Gleiche in Groß. Wenn nicht jeder einzelne Bürger Gelaber und leere Versprechungen durchschaut oder wenn sich irgendwas rausstellt, mit den Schultern zuckt und sagt "man kann eh nix tun", gibt es keine anderen Leute in der Politik und sowas kommt weiter durch. Die interessiert das auch sicher kaum, ob "der Bürger" sie liebt oder nicht, es sei denn, die Felle schwimmen davon. Das bedeutet, dass man kein Geld mehr bekommt, ergo versucht man, mehr auf den anderen einzugehen.
    Ich weiß nicht, ob jetzt viele so viel glücklicher wären, wenn Clinton Präsidentin wäre. Wenn man sich ansieht, wer da so Kandidat wird und wie (es geht ja nun alles übers Geld und vor Trump auch über "Clans"), sehe ich die Situation nicht so, als sei ein übler Typ eingebrochen in eine wundervolle und humane Gesellschaft oder "über sie gekommen".

    Nein, ich denke das so nicht. Aber ich meide diese Leute, wo es geht. Wenn sie in Machtpositionen sitzen, hat dafür irgendwer gesorgt. Oder sie haben diesen Charakter entwickelt durch die Macht und keiner traute sich, ihnen Contra zu geben bzw. es geht nicht mehr. Aber solange das so ist, ändern die sich nicht oder sind halt weg vom Fenster. Also wenn sie in Machtpositionen sitzen, kann ich es ja nur ertragen oder riskiere, dass ich nicht an mein Ziel komme. Manchmal ist es auch schwer, siehe bestimmte metoo-Fälle. Die Gesellschaft deckt das Verhalten, der Mensch hat Macht, also fallen die Opfer raus, nicht er.

    Wieso denn, man kann den Partner verlassen, wenn er einem zu sehr zusetzt. Er hat kein Anrecht auf die Stellung "Partner" und es gibt nur eine Person, die Daumen rauf oder runter geben muss. Es liegt an ihr und wie sehr sie drauf achtet, was ihr guttut.
    Kinder sind drauf angewiesen, dass solchen Menschen ein anderer die Macht entzieht. Entweder das andere Elternteil oder aufmerksame Andere.
     
  22. Selbst WENN es viele davon gibt - die sind doch nicht alle gleich (nörglerisch, egomanisch, besserwisserisch, arrogant). Da gibt es unendliche viele Abstufungen.
    Und im Grunde kann jede Charaktereigenschaft positiv oder negativ ausgelegt werden.
    Gerade mal als einfache Beispiele:
    Geiz - Sparsamkeit, Genügsamkeit
    Verschwendungssucht - Großzügigkeit

    Es kommt auf die Ausprägung der Eigenschaften und das Gegenüber an, das diese Eigenschaften für sich bewertet und in einen Kontext stellt. Es gibt Menschen, die von ihrer Charakterausprägung überhaupt nicht zu mir passen, aber die haben deshalb nicht notwendigerweise einen schlechten Charakter, nur weil sie quasi mein Gegenteil sind bzw Eigenschaften haben, mit denen ich nicht gut umgehen kann. Das hieße ja, dass ich einen ganz fantastischen Charakter hätte :D. Dabei hat doch jeder seine Schwachstellen, seine ganz eigene "Schlechtheit", könnte man sagen.
     
  23. Danke.
    Ich finde nicht einen einzigen Grund, warum ich einen Menschen mit für nach meinem Maßstab "schlechten" Charakter in meinem Leben akzeptieren sollte.

    Schon gar nicht als Partner, auch nicht als Freund. Ich gehe auch keine Geschäftsbeziehungen mit solchen Menschen ein, oder andere Arten von Beziehungen - das gibt nur vermeidbaren Ärger und Stress.

    Bei einem "schwierigen" Charakter kommt es darauf an, welcher Art die Schwierigkeiten sind, und welcher Art die Beziehung.
    Schwierig kam ja auch interessant sein - nur nicht als Partner, da wäre es anstrengend.

    Ich gebe void recht, nicht die Umgebung muss sich an einen schlechten Charakter anpassen und gewöhnen, es ist umgekehrt.
    Oder der-/ diejenige hat die Außenseiterrolle, mit allen Konsequenzen.
    Wobei ich immer noch der Meinung bin, es finden sich die richtigen.

    Die einen begegnen schlechten Charakteren, weil sie etwas über sich lernen (sollen), manchmal mag auch dieser Lernprozess etwas dauern, und schauen dann zu, dass sie einen derartigen Menschen aus ihrem Leben befördern - bei den anderen passt es genau so.
    So hat ein Trump seine Melania. Gekauft wie gesehen. Und so wie eine Gesellschaft, die einen solchen Präsidenten hat, auch noch einiges lernen muss.

    W,49
     
  24. Für mich ist ein schwieriger Charakter etwas anderes als ein schlechter Charakter.

    Schwieriger Charakter trifft in Teilen auch auf mich zu und klar gibt es Menschen, die wegen dieser Charakterzüge zu mir auf Abstand gehen. Sie mögen mich deswegen nicht.
    Da ist Distanz doch die bessere Strategie, als sich über mich zu ärgern. Wo soll da ein Problem sein, solange es trotzdem Menschen gibt, die mich trotz oder wegen dieser Charakterzüge schätzen. Da muss ich mich noch nichtmal ändern.

    Umgekehrt definiere ich an anderen, was für mich einen schwierigen Charakter ausmacht und warum ich den Kontakt zu diesen Menschen so weit wie möglich meide. Und andere haben einen schwierigen Charakter, aber ich komme trotzdem damit zurecht.

    Beim Umgang mit einem schwierigen Charakter entscheiden die Interakteure selber, ob sie unter dem Strich auf eine positive Bilanz kommen und die Beziehung aufrecht erhalten.
    Du hast entschieden: der gute Sex ist es wert, ihre Besserwisserei und ihr Genoergel zu ertragen - Du wirst es wissen. Was also ist Dein Problem damit?

    Ein schlechter Charakter ist was ganz anderes. Dazu gehören für mich bösartige Eigenschaften im Kontakt mit anderen, z.B. lügen, betrügen, stehlen, manipulativ sein, gewalttätig sein, Illoyalitaet etc.

    Meistens erscheinen diverse schlechte Charaktereigenschaften gemeinsam und das macht einen schlechten Charakter aus.
    Solche Leute brauche ich nicht in meinem Umfeld und grenze sie sehr konsequent nach nur einem negativen Erlebnis für immer aus.
    Wenn sie glauben, was draus gelernt und sich geändert zu haben, können sie das gern anderswo beweisen.
    Hierfür gehe ich auch in Konflikt mit anderen Menschen, die da duldsamer sind als ich. Dann muss derjenige entscheiden: sie oder ich.
    Über die Jahre habe ich mir so ein erfreuliches soziales Umfeld geschaffen - übrigens nicht nur ich. Auch die früher gutmütigen Trottel haben nach vielen Enttäuschungen und von niederträchtigen Menschen in ihr Leben getragenen Problemen irgendwann ab 40 dazugelernt und ihr soziales Umfeld bereinigt.

    Menschen mit konstant schlechtem Charakter müssen sich halt alle paar Jahre neue Freunde und Partner suchen, weil sie diese verschlissen haben - bis sie sich ändern.
    Mit schlechten Charakteren muss niemand in seinem Privatleben klarkommen, wenn man das nicht will und im Job meistens auch nicht, wenn man gut genug ist.
     
  25. Ich könnte mit keinen Mann fest zusammen sein der in meinen Augen einen schlechten Charakter hat, da kann er noch so gut aussehen und der tollste Hecht im Bett sein.

    Das Zusammensein wird nun mal größtenteils vom Alltag geprägt und dieser sollte harmonisch sein!
    Für gewöhnlich kann man nicht 24/7 in der Kiste verbringen oder den lieben langen Tag die Attraktivität des Partners betrachten.

    Wenn ich meinen Partner öfters menschlich nicht ertragen könnte dann nutzt mir sein gutes Aussehen oder Potenz langfristig auch nichts. Das macht mich auf Dauer nicht glücklich. Solche Beziehung haben ein Mindesthaltbarkeitsdatum oder nennen sich Affären.

    W, 26
     
    • # 59
    • 12.02.2019
    • void
    Ich hab gerade den Gedanken gehabt, dass Du derzeit am Überlegen bist, ob Du die Beziehung beenden solltest oder nicht. Und weil Du Angst hast, Single zu sein, deswegen versuchst Du, Dir Deine Beziehung schönzureden. Kann das sein? Also dass Du denkst "jeder hat Fehler, also wäge ich ab, ob ich in dieser Beziehung bleibe oder wirklich gehe"?

    Ich denke, fast jeder hat solche Gedanken, es sei denn, er ist generell bindungsunfähig. Irgendwann entdeckt man, dass "jeder Mensch irgendwie was Gutes hat" und man bei dem einen dies und bei dem anderen das schätzt, was man gern in einer einzigen Person vereint hätte. Dann sagt er sich "das gibt es ja nicht" und bleibt und grübelt aber weiter.

    Du beschreibst die Menschen auch statisch, statt einzuräumen, dass man sich entwickeln kann. Aber dazu muss man bereit sein, dh. dem anderen auch die Chance geben dazu. Und die gibt man nicht, indem man ihn ohne Murren erträgt. Das funktioniert auch so nicht, weil man mehr und mehr sieht, wie sehr einen was stört. Dann beginnt der langsame Ablöseprozess und immer mehr Distanz kommt auf.
    Das Chancengeben besteht darin, nicht an der Leine zu sein wegen Geld oder Sex, was der andere so schön gibt, sondern auch das wichtig zu finden, was stört und das dann anzusprechen. Mit dem ernsthaften Hintergedanken, dass man das so nicht bis an sein Lebensende ertragen will. Mit anderen Worten: Du musst bereit sein dafür, dass Du die Beziehung auch beendest, wenn sich das Theater mit "ich bin die Größte" weiter so fortsetzt. Geh doch mal auf Distanz, statt "ja, Schatz" zu sagen (googel mal Bodo Wartke und "Ja, Schatz" und hör es Dir an).

    Das seh ich auch so. Und das ist ja auch die Chance. Also niemand wird aussortiert, sondern bekommt die Lernchance. Wenn sich sein Partner entwickelt, kann er auch mal drüber nachdenken, ob er sich ändern sollte für den Erhalt der Beziehung oder sein schlechtes Verhalten verteidigen und dann einen anderen suchen.
     

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