1. Er will kaum Sex

    Hallo zusammen,

    ich (w, 30) bin ganz frisch, seit ca. seit 3 Monaten, in einer festen Beziehung. Bevor wir fest zusammen waren, hatten wir ein halbes Jahr eine eher unverbindliche Geschichte. Wir haben freizeittechnisch viel miteinander unternommen, hatten aber auch körperlichen Spaß. Quasi eine Art "Freunde mit Extras". Seit dem wir fest zusammen sind (die Initiative ging von ihm aus) läuft eigentlich auch alles toll - wir haben viel Spaß zusammen, können über alles reden und auch den Familien- und Freundeskreis gegenseitig bekannt gemacht. Es harmoniert so gut wie alles. Mein Freund meinte erst letztens, dass er sehr glücklich mit mir sei. Eine Sache macht mir allerdings noch Sorgen - wir haben nur noch selten Sex. Meistens liegen 2-3 Wochen dazwischen, was ich für eine so frische Beziehung schon recht wenig finde. Ich habe schon des Öfteren Annäherungsversuche gestartet und es auch angesprochen. Er meinte nur, Sex wäre doch nicht alles oder er hätte momentan irgendwie nicht so Lust drauf. Außerdem sei das in einer festen Beziehung doch völlig normal, dass man immer weniger Sex hat. Mich verunsichert das jedoch ziemlich. Ich habe Angst, dass er keine wirklichen Gefühle für mich hat oder mich nicht mehr anziehend findet. Zumal wir zu Anfang, als alles noch unverbindlich war, zu fast jeder Gelegenheit Sex hatten. Jetzt habe ich eher das Gefühl, dass ihn das kaum noch reizt. Er sieht das glaube ich nur noch als lästige Beziehungspflicht. Für mich ist das unverständlich. Ich weiß nicht so recht was ich jetzt tun soll...es einfach akzeptieren? Aber wenn das schon zu Anfang der Beziehung so ist, wie ist es erst in ein paar Jahren?
     
  2. Die Frage gab es hier schon ein paar Mal. Nein, es ist nicht normal, dass der Sex nachlässt. Es gibt Paare, die lebenslang regelmäßig Sex haben, weil sie den Dreh einfach raus haben. Nur warten, bis die Leidenschaft von selbst kommt, hilft allerdings nur selten. Es gibt zwei interessante Ratgeber: Christian Thiel: "Warum Frauen immer Sex wollen und Männer immer Kopfschmerzen haben". Sowie Tobias Ruland: "Die Psychologie der Intimität". Es gibt viele mögliche Erklärungen. Eine kann sein, dass beim Mann der Sexualtrieb durch vergrößerte Nähe tatsächlich nachlässt. An Deiner Attraktivität liegt es sicher nicht. Bevor Du die ganze Beziehung oder Dich selbst in Zweifel ziehst, kannst Du verschiedene Sachen versuchen: Seltener sehen (Abstand erhöht Anziehung), Initiative ergreifen (was passiert denn, wenn Du sehr direkt zur Sache kommst statt auf ihn zu warten?), andere Techniken (mal daran gedacht, ihn zu blasen - einfach mal so vor dem Fernseher o.ä.? Das erfordert etwas Mut, führt aber selten zu Abweisung), darüber Reden, Fantasieren.

    Fernsehen ist generell eher der Tod des Sexuallebens, wenn man es nicht als "Setting" nutzt (also als Gelegenheit, sich dem Partner körperlich zu nähern), also mach bei Möglichkeit die Glotze aus. Manche Männer sind auch einfach faul und finden den Akt anstrengend. Dann kann die Frau etwas aktiver werden. Wenn der Mann mal angeregt ist, ist ihm die Anstrengung eher egal. Beim Reden hilft es, nicht im Vorwurfston zu sprechen, sondern den Sex anzukündigen ("lass uns morgen" usw.). Eines der Bücher oben schlägt vor, auf Zurückweisung mit Belohnung zu reagieren. Wenn man auf Zurückweisung mit Vorwürfen oder Rückzug reagiere, hätte das eine negative Kettenreaktion zur Folge, während Belohnung dazu führe, dass sich der Partner verstanden fühle und folglich öffne.

    Übrigens glaube ich, dass Dessous und Kerzenschein nur selten etwas bringen. Das bringt vielleicht Frauen in Stimmung, aber Männer ticken anders.

    Viel Erfolg! Du schaffst das!
     
  3. Die Situation hatten wir schon öfters hier.

    Scheint, daß ihr beide unterschiedliche Sextriebe habt.

    Bleibe noch ein wenig dran, und wenn es Dich extrem nervt, dann trenne Dich. Bessern wird sich kaum was.

    Ich weiß, daß bei mir nur dann keine Lust da ist, wenn ich jemand nicht wirklich begehre.

    Dann fange ich an, Gründe vorzuschieben wie Neurodermitis, Migräne, sogar Scheidenpilz (!!), alles damit wir nett ausgehen und ich Gesellschaft habe aber bitte ohne Anfassen.
     
  4. Das ist ja nun kein neues Phänomen, die meisten Frauen klagen darüber, sobald sie den Mann sicher in der Beziehung haben.
    Meist sind die Männer generell unverbindlich eingestellt. Nicht nur, dass sie keinen Sex wollen, sondern auch dass sie im Leben mit dir nichts fest machen wollen (Heirat, Kinder). Kann das zutreffen?

    Ich glaube, der Fehler war, dass du erst eine sexuelle Freundschaft mit ihm hattest. So prüft man Männer falsch! Man zieht das Pferd von hinten auf.

    Ich glaube, die einzige Lösung ist, dem Mann zu sagen, wie du es hier gesagt hast, dass es für dich unverständlich ist und du daher mit dem Gedanken spielst, die Beziehung zu beenden.

    Das Problem, warum Männer es schleifen lassen, ist, weil Frauen es in jedem Fall akzeptieren wie es ist, auch wenn er nein sagt.
     
  5. Du sprichst nur davon, was du über ihn denkst. Mich würde interessieren, was du dir wünschst. Wünschst du dir mehr Sex, weil du ein inneres Bedürfnis danach hast, oder meinst du, "man" sollte mehr Sex haben, weil das "normal" ist?

    Ein richtig oder falsch gibt es in der Liebe nicht. Die Frage ist nur, ob zwei Menschen zusammenpassen.

    Nähe und Intimität ist möglich ohne (häufigen) Sex. Ich fände einen Mann super, der mich liebt und dem wohl in der Beziehung ist und der nur alle zwei, drei Wochen Sex will. Das würde so ziemlich meinen Bedürfnissen entsprechen (wenn er gerne kuscheln würde, darauf würde ich ungern verzichten).

    Praktisch an Männern ist, dass sie in der Regel das sagen, was sie meinen. Ich würde deinem Freund glauben, dass für ihn alles in Ordnung ist.

    Wenn du allerdings ein deutlich grösseres Bedürfnis nach Sex hast als er, dann habt ihr ein Problem.

    Frau 50
     
  6. Ich finde nicht, dass Sex mit den Jahren weniger wird. Ich bin seit zwei Jahren mit meinem Freund zusammen, wir sind Ü40 (er sogar Ü50) und haben 1-3 x die Woche Sex (je nach Alltagsstress). Daneben immer täglich körperliche Berührungen in Form von Massagen, Körper streicheln, küssen, umarmen... Ich fürchte, hier baut sich bei dir eine Distanz auf zwischen deinem Sexualtrieb und seinem. Take it or leave it - ändern kannst du es nicht.
     
  7. Wie mein Vorschreiber schrieb, ich kenne es auch so, dass nach 10 Jahren noch locker Lust da ist, wenn man harmoniert und beide Spaß haben. Spätestens wenn man im Bett liegt, kommt die Lust, auch wenn man einen stressigen Alltag hatte. Aber ein Mann, der grundlegend von Anfang an keine Lust hat, den kannst du nicht ändern.

    Vielleicht einigt ihr euch doch wieder eher auf das "Freunde bleiben und ab und zu mal Sex haben". Es könnte auch sein, dass ihn die Routine abtörnt, sobald er in einer Beziehung ist.

    Nicht umsonst habt ihr eure Beziehung ungewöhnlich als Freunde mit Beneftis gestartet. Normal macht man das nicht. Solche Konstellationen sind immer ein unsicheres Gerüst, um eine beständige Beziehung aufzubauen, denn wenn der Sex flöten geht, bleibt da nichts Spannendes mehr übrig.

    Du bist hier in einer typischen lose-lose-Situation. Egal wie du es drehst oder wendest, du wirst nicht mehr zu mehr Sex mit ihm kommen und so wenig Sex für eine frische Beziehung ist auch ungewöhnlich. Der Mann läuft Gefahr, dir fremd zu gehen. Du kannst nur verlieren mit ihm. Ein unsicheres Boot das. Tut mir leid, aber solche Männer sind schlimm.
     
  8. Moin,

    ja, finde ich auch zu wenig. Ich finde, Sex sollte eine gute, schöne Gewohnheit sein. Ähnlich wie, der Vergleich hinkt etwas, aber nicht so sehr, Sport, miteinander reden, lesen usw.. Muss nicht immer extrem neu und aufregend sein, aber man darf ihn nicht einschlafen lassen.
    Wenn ich nur alle zwei Wochen Sport mache, werde ich nie sportlich und fit, es macht mir dann auch keinen Spaß, mich zu bewegen. So geht das auch mit dem Sex...

    manchmal
     
  9. Das ist meines Erachtens ein Irrtum. Den Partner als Person sollte man annehmen, wie er ist, doch eine langfristige Partnerschaft fußt darauf, mlt dem Partner echte Probleme und Konflike zu lösen. Wer immer gleich wegläuft, wird es niemals schaffen, mit einem Menschen 50 und mehr Jahre zusammen zu sein. Man muss sich dem Problem stellen und Lösungen finden, die den anderen nicht verletzen.
     
  10. Ihr passt nicht zusammen! Die Kompatibilität ist zu unterschiedlich, er hat das Bedürfnis für dich nicht, vielleicht für eine andere. Ich würde niemals bleiben, wenn es auf diesem Gebiet nicht stimmig ist, Punkt.
     
  11. Klar. Immer so wie es gerade passt, damit die "Schuld" beim Mann liegt. Entweder sie wollen die Frau nur möglichst schnell flach legen und dann wieder verschwinden oder sie wollen nur die Wäsche gemacht haben und dafür keinen Sex bieten. "Bieten von Sex" als Leistung der Frau hatten wir hier auch schon regelmäßig.

    Ich denke, Menschen haben einen unterschiedlich ausgeprägten Sexualtrieb. Also ist auch das eine Frage der Kompatibilität. Wenn beide ein ähnlich ausgeprägtes Bedürfnis haben, funktioniert es im Bett, wenn nicht, endet das oft darin, dass einer fremdgeht (und der andere natürlich tödlich beleidigt ist).
    Helfen kann eigentlich nur, die Kennenlernphase zu nutzen, um auch da Klarheit zu gewinnen. Sonst bleibt im Grunde nur die Trennung. Und das meine ich nicht im Sinne von "vorschnell auseinanderlaufen", sondern als ernsthafte Lösung eines Problems, das sich kaum anders lösen lässt.
     
  12. Dein Freund braucht einfach wenig Sex, ihm reicht deine Nähe vollkommen.
    Mir wäre das auch zu wenig und egal, was du machst, da wird sich nichts ändern. Mach es noch eine Weile mit, aber früher oder später werdet ihr Euch trennen oder du lebst eben lebenslang mehr oder weniger sexlos und redest dir ein, dass Sex nicht wichtig ist.
    Sex ist aber das, was aus Freundschaft und einer gut funktionierenden WG ein Liebespaar macht.
     
    • # 12
    • 24.01.2017
    • frei
    Ich habe erst hier im Forum gelernt, dass es durchaus auch Männer gibt, die wenig Sex wollen.
    Ich habe in jungen Jahren immer regelmäßig Sex geboten, weil ich den Mann liebte und eine Beziehung mit ihm haben wollte und immer dachte, ohne Sex gibt es keine Beziehung.
    Naja, ging auch immer nicht so wahnsinnig lange gut, denn die Frequenz, die ich schaffen konnte, war den Männern immer noch zu wenig.

    Inzwischen stehe ich dazu, dass ich gar keinen Sex will und das für mich richtig gut und schön ist.
    Wie @Babar möchte ich aber gerne sehr viel kuscheln, seine Hand halten etc. Das mache ich mit anderen Leuten nicht, das macht also meine Exklusivität in Abgrenzung zu Freunden aus.
    Wenn ich heute noch mal auf die Pirsch gehen wollte, würde ich das vielleicht direkt in mein Profil schreiben.
    Ganz deutlich, dass ich keinen Sex will, aber viel kuscheln.
    Ob ich Zuschriften bekäme ? Sicher ganz wenige, aber mit den anderen hätte es ja keinen Sinn.
    Und wer weiß, vielleicht würden sie mir auch die Bude einrennen :)

    Das muß ich mir auch immer mal wieder vergegenwärtigen.
    Ich kann es nämlich nicht so 100% fassen und glauben, dass mein Freund es ok findet, dass wir keinen Sex haben, der hörte nach einem Jahr auf.

    Bis dahin hatten wir das, was er unter optimalem Sex versteht.
    Ich fessele ihn, er ist nackt und dann benutze ich ihn. Er ist völlig passiv.
    Er berührt mich nicht intim, ich bin angekleidet, ( das nennt man CFNM, bei Bedarf mal googlen ).
    Das fand ich ok und am Anfang hat mir das gefallen.
    Jetzt haben wir das, was ich optimal finde und für ihn ok ist: wir kuscheln sehr viel, sind aber immer angekleidet und es gibt nichts, was man entfernt als Sex bezeichnen könnte. Das ist für ihn die zweitbeste Variante.
    Was wir beide auf gar keinen Fall wollen, und DAS kann ich ihm wirklich glauben, ist nach landläufiger Meinung richtiger Sex.
    Also beide sind nackt, streicheln und stimulieren sich mannigfaltig und er dringt dann in sie ein.
    Das hatte ich viele Jahre lang, das hatte er viele Jahre lang und wir sind beide extrem erleichtert, dass der jeweils andere das nun wirklich überhaupt nicht will.

    Du siehst, es gibt viele Modelle.
    Ok, wir sind sehr speziell.
    Aber es gibt kein Richtig und Falsch, nicht mal ein Normal und Abwegig ( höchstens, wenn man die statistische Häufung bemüht ), es gibt nur Passung.
    Und bei euch paßt es nicht.

    w 49
     
  13. Trenne dich von diesem Wesen, von einem Mann möchte ich hier nicht sprechen. Wo soll das enden? Er wird den Sex immer homöopathischer dosieren, und du wirst dich vor Verlangen verzehren. Bald wirst du ein Vierteljahr lang darben, später dann nur noch zum Geburtstag überrascht werden(aber nur an den runden). Falls ihr später Kinder wollt, müsst ihr den Empfängnistermin schon per Exceltabelle ganz genau planen, mal ehrlich, das ist doch kein Leben!

    Im Normalfall des annähernd gleichaltrigen Paares will der Mann moderat mehr Sex als die Frau, dass pendelt sich im Laufe der Jahre bei den meisten Beziehungen ein. Aber hier ist schon gar nichts zum Einpendeln mehr vorhanden. Wenn der Partner nicht gerade in einer stressigen beruflichen Situation steckt, solltet ihr darüber reden, ob es das jetzt für dich gewesen ist oder ob von seiner Seite gesundheitliche Gründe ausschlaggebend sind. Wenn beides nicht zutrifft, trenne dich. Währest du Mitte 50, so könnte man sich damit arrangieren, aber doch noch nicht mit dreißig.
     
  14. Du solltest an diesem Punkt ansetzen und ein offenes Gespräch suchen. Vielleicht kennt er das aus früheren Beziehungen nicht anders und findet das so wirklich normal?

    Grundsätzlich vertrete ich die Meinung, wenn es sexuell nicht harmoniert, kann man da nicht all zu viel machen. Manch mal passt es einfach nicht und eine Trennung ist für beide Seiten die beste Option. Und nur alle paar Wochen mal Sex, da würde ich ganz schnell die Beine in die Hand nehmen....

    Allerdings ist die Situation bei euch ja schon ein wenig anders. Denn in den ersten sechs Monaten, harmonierte es laut dir doch super in diesem Bereich. Die Veränderung trat erst ein, als ihr eine verbindliche Beziehung eingegangen seit. Da solltest du ansetzen. Denn ob es sexuell harmoniert, merkt man sehr schnell. Also muss das für mein Verständnis andere Gründe haben.
     
  15. Dieses Phänomen habe ich auch erlebt mit einem Mann. Als ich noch in einer WG wohnte, da hatten wir dort zusammen regelmässig Sex, aber dann sobald ich meine eigene Wohnung hatte, verlor er plötzlich die Lust und ich konnte die Welt nicht verstehen. Er wollte dann sehr selten mit mir schlafen, was ich nie begreifen konnte.

    Dabei lagen zwischen der WG und meiner eigenen Wohnung nur 3(!) Monate zeitlichen Abstand. Ich konnte nicht verstehen, warum ein Mann nach so kurzer Zeit die Lust verliert, so dass ich trotzdem immer Lust hatte mit ihm zu schlafen und selber die Initiative häufiger ergriff. Es war schlimm, weil er mich manchmal dann zurückwies. Und dabei war das meine eigene Wohnung und wir lebten nicht zusammen.

    Keine Ahnung, warum so etwas passiert. Vielleicht hat man (oder einige) so lange Lust auf Sex und schläft viel zusammen solange man sich nicht gefestigt hat und die Beziehung nicht sicher ist, sondern wie am seidenen Faden hängt.

    Ich hatte irgendwo in einem Artikel gelesen, dass zu Beginn die Paarw deswegen so viel Sex haben, damit die Beziehung noch enger und fester wird. Das ist aber keine bewusste Entscheidung das geschieht alles unbewusst und intuitiv und sobald sich etwas an der Situation ändert ändert sich dann auch die Sexualität. Dennoch ist es mir ein Rätsel, denn ich kann mir das nicht vorstellen in sehr jungen Jahren.

    Vielleicht gehört dieser Mann zu den Menschen die Sexualität nur phasenweise intensiv ausleben zu Beginn einer Beziehung damit sie auch eine festen Freundin an sich binden können. In dieser Phase geben sich beide sehr viel Mühe und zeigen grössten Einsatz auch was die Sexualität betrifft. Ich denke dieses ständige Einsatz und sich von der besten Seite zeigen auf Dauer natürlich sehr anstrengend ist und auf die Substanz geht.

    Und es gibt noch eine andere Erklärung dafür und zwar: Angst vor zu viel emotionaler Nähe, weil er befürchtet dadurch abhängig zu werden und verletztbar zu sein. Je häufiger ein Paar Sex hat, desto enger und intimer werden sie aneinander gebunden und desto abhängiger sind beide voneinander und jemandem macht diese Abhängigkeit grössere Ängste.
    Darum wird der Partner auch auf körperlichen Abstand gehalten und die Sexualität - wenn möglich - gemieden. Wenn das der Grund ist für seine Lustlosigkeit, dann sind ihm eigentlich diese Ängste vermutlich gar nicht bewusst.

    Denn es gibt auf der einen Seite nichts beglückenderes und schöneres als der Liebe aber auf der anderen Seite ist sie auch gleichzeitig "tödlich" i.S.v. gerade in der Liebe ist ein Mensch am verletztlichsten. Ja, man kann sagen, die Liebe und die Sexualität ist ein zweischneidiges Schwert.
     
  16. Jeder Mensch hat seine individuelle Motivation Sex zu haben. Und für manche Menschen ist es hauptsächlich die, dadurch die Bestärkung/Bestätigung der Bindung zu erfahren, bzw. zu vermitteln. Wenn diese Menschen sich dann durch andere Umstände (gemeinsames Wohnen, Kinder, usw.) fest gebunden fühlen, verlischt die Lust auf Sex.
    Das ist dann das Phänomen, was oft in längerdauernden festen Beziehungen auftritt.
    Ich vermute mal, dass Dein Partner ein solcher Mensch ist. Für ihn gibt es jetzt, da ihr eine feste Beziehung habt, viel weniger "Anreiz" Sex zu haben.
    Da diese Dinge unbewusst ablaufen, lassen sie sich auch nicht willentlich steuern. Man kann also nicht daran "arbeiten" - eine Lösung gibt es nur, wenn einer oder beide ihre eigentlichen Bedürfnisse hinten anstellen.

    Du könntest Dir jetzt jemand suchen, der in diesem Bereich ähnliche Bedürfnisse hat wie Du, bzw. der Deine Motivation Sex zu haben teilt. Allerdings wirst Du dann in anderen Bereichen wohl Abstriche machen müssen. Perfekte Passung in allen Bereichen gibt es eben nicht.

    Also stellt sich die Frage, ob das "Sex-Ding" für Dich so wichtig ist, dass Du deshalb die Beziehung zu diesem Mann aufgibst und Dir einen anderen suchst, um dann mit dem neuen Mann andere "Baustellen" zu haben. Prioritäten setzen eben.
     
  17. Willst Du bis ans Lebensende ein sexloses Leben akzeptieren?
    Du hast bereits alles versucht, es hat nicht geklappt. Über die Gründe oder gar "Schuld" zu debattieren ist zwecklos.

    Wo ist für Dich das Problem, Dich zu trennen und Dir einen neuen Partner zu suchen?
     
  18. Wenn es Euch Glücklich macht ist das echt Super. Aber mich interessiert wirklich, kommt nie der Wunsch auf dann mal hier und da mehr zu wollen von Euch. Weniger ok. Aber so ganz ohne? Es ist Interessant das zu lesen, also dass zwei Menschen die sich lieben auch ohne Leben können/wollen. Hm. Verrückte Welt. Es gibt nichts was es nicht gibt.
    m46
     
  19. Wenn ein Mann nach 3 Monaten schon kaum noch Sex mit mir möchte, dann frage ich mich woran dies jetzt liegt. Begehrt er mich nicht mehr oder holt er sich seinen Sex woanders?

    Ich möchte als Frau 1 – 2-mal in der Woche Sex und wenn dies nicht stattfindet, dann frage ich mich warum.

    Die FS sagte ja, dass man am Anfang regelmäßig Sex hatte und nach 3 Monaten nicht mehr. Das hört sich für mich so an als wäre die FS schon seit über 10 Jahren ein Paar und nicht erst 3 Monate.
     
  20. Bei dir und deinem Freund aber auch nicht mehr wirklich; Du hast jetzt das Optimale für dich, er aber nicht mehr....
    Ihm bleibt nur noch kuscheln und die Selbstbefriedigung übrig. Das für ihn Otimale müsste er sich nun aber woanderst holen.
    Ich schätze mal dein Freund liebt dich, aber sexuell befriedigt kann er ja so nicht mehr sein.
    Spezielles Modell hin oder her, im Grunde unterscheidet sich seine gegenwärtige Situation nicht grossartig von der der FS. Wobei, immerhin bekommt sie noch was Sexuelles, wenn auch immer spärlicher...
     
    • # 21
    • 04.04.2017
    • frei
    Ja, da hast du recht.
    Kann sein, dass es ihm mit mir irgendwann nicht mehr reicht und er dann versucht, es sich woanders zu holen.

    Dass er es bislang nicht versucht hat, könnte, neben der sehr sicheren Tatsache, dass es mit uns in wirklich vielen Bereich paßt, daran liegen, dass ihm klar ist, dass es extrem schwer sein würde, eine Frau zu finden, die ihm sexuell genau das gibt, das ihm gefällt.
    Die ihn fesselt und dann sexuell benutzt, ohne ihm Schmerzen zuzufügen oder ihn zu demütigen.
    Für die er im Gegenzug null machen muß, nicht mal mit der Hand befriedigen, nichts.
    Ich kenne keine außer mir ( und ich kenne viele Domsen ), die dazu bereit wäre, die das will.
    Männliche Subs sind erstmal, sofern sie nicht wunderschön und jung sind, unglaublich froh, wenn sie überhaupt eine Frau finden.
    Sie nehmen quasi jede, auch deutlich ältere und unattraktivere als sie selbst. ( Ich habe mit Anfang 40 nur sehr junge Männer gehabt, max. 30 Jahre alt und hatte die freie Auswahl, obwohl ich nicht schön bin ).
    Solche, die ihnen charakterlich und bildungsmäßig oder sonst was gar nicht zusagen.
    Sie dulden Cuckold-Verhältnisse.
    Sie dulden einfach unfaßbar viel, erstens weil sie das Dulden kickt und zweitens, weil sie keine Wahl haben.
    Das Verhältnis könnte 1:100 sein, also sind sie dankbar, wenn sie der eine unter hundert sind, der eine Frau abkriegt.

    Mein Freund ist nicht jung, nicht schön, nicht schlank, nicht reich.
    Und er hat gewisse Ansprüche an eine Partnerin, die über das rein Sexuelle hinaus geht. Die erfülle ich.

    Ja, er geht einen Kompromiss ein, aber tun wir das nicht alle ?
    Sein Kompromiss ist gering.
    So wie es meiner, seinen speziellen Humor ( Kalauer ) auszuhalten, gering ist.
    Ihm ist Sexualität nicht komplett unwichtig wie mir aber fast.
    Und das, was er als zweitbestes nach dem, was er wirklich will und ich ihm eine Zeitlang gegeben habe, ansieht, ist die Enthaltsamkeit.
    Normalen Stinosex will er auf gar keinen Fall.

    w 49
     
  21. Für mich ist Sex wichtig. Nicht der Akt an sich aber das Streicheln und Sich fallen lassen. Dieses ist in einen One-Night-Stand meinerseits nicht machbar. Mein Partner weiss worauf ich stehe aber leider passiert das immer weniger. Es belastet mich sehr und natürlich habe ich ihn schon oft darauf angesprochen. Ich muss oft allein einschlafen weil er auf dem Sofa einschläft. Wir kuscheln auch immer weniger. Mich nervt das ewige Gerede weil ich der Meinung bin dass wir froh und dankbar sein sollten dass wir uns haben und Partnerschaft auch bedeutet die Bedürfnisse des anderen ernst zu nehmen und kleine Streicheleinheiten selbstverständlich sein sollten. Ja ich werde manchmal sehr streitbar weil ich keine Lust mehr habe einmal die Woche meinen Dildo zu benutzen obwohl ich die körperliche Nähe vermisse und keinen stundenlangen Sex. Wenn es dann passiert weiss ich nicht ob es mir zuliebe geschieht oder nicht.
     
  22. Also ich sehe das nicht so, dass ich auf Angriff gehe. Ich habe jetzt schon 2 Wochen nichts über das Thema gesagt zu ihm. Ich lasse ihn in Ruhe, ich will ihm eben keinen Druck machen. Ich sehe ihn nicht als meinen "Versorger", was auch immer diese unangebrachte Aussage soll. Ich verstehe nur nicht, wieso er einfach so keine Lust auf mich zu haben scheint. Bei mir ist es doch auch so, dass ich nach 4.5 Jahren ihn immer noch mega attraktiv und heiß finde und ihn einfach liebe...wenn das bei ihm nicht mehr so ist, oder es ihm einfach zu öde immer mit der gleichen ist, dann soll er es halt sagen! Wir sind beide erwachsen, man kann über alles reden. Sowas tut dann weh, bringt mich aber nicht um. wenn ich ihn mal gefragt hab, ob es an mir liegt, kommt immer ein Nein, es läge an der Arbeit. Ich werde das jetzt beobachten und dann mal sehen was ich mache.
     
    • # 24
    • 23.07.2018
    • NiHe
    Merkwürdig - ich dachte immer, es seien eher die Frauen, denen die Lust abhanden kommt... Sofern er keine Erektionsprobleme hat, hat meiner Erfahrung nach ein Mann häufig und regelmäßig Lust auf Intimität. Die Aussage “Das nimmt in Beziehungen halt ab“ finde ich unzutreffend und vor allem von männlicher Seite unüblich. Mich würde das irritieren und erfahrungsgemäß steckt meist mehr als nur sexuelle Unlust dahinter. Eventuell war die unverbindliche F+ - Zeit aufregender und erregender für ihn als eure jetzige sicherheitsspendende, “gemütliche“ Beziehungsform. Sollte es in seinen Augen an deiner Attraktivität liegen, bin ich sicher, er würde es niemals äußern, um dich nicht zu verletzen. Man kann als Außenstehender also kaum mehr als nur Herumorakeln.
     
  23. Sorry wenn ich mich mal als Mann einmische, aber abgesehen davon dass du eher dein Bauchgefühl Vertrauen solltest als dir hier irgendwelche Tipps zu holen typisch Frau wie wäre es wenn man im Zeitalter der Gleichberechtigung mal mit ein paar Klischees aufräumt? Als Mann will man ja immer Sex ansonsten ist man ja kein Mann nee ist klar, gut mal abgesehen davon dass ich mir aus dem Thema auch nicht viel mache und etwas eingeschränkt bin und noch so ein paar Sachen in der Familie haben weswegen das Thema Kinder auch für mich etwas schwierig ist, euch Frauen sollte ja der kookkurrenz Kampf allgemein bekannt sein dass man sich ein bisschen auf plustert (;. Vielleicht hat er einfach nicht so ein starkes Limbo vielleicht fühlt er sich auch gerade bei dir sehr geborgen und sieht dich nicht als Objekt an, sondern stellt eure Beziehung auf eine höhere Ebene und fühlt sich sicher bei dir Geborgenheit ist nicht nur etwas was Frauen gefällt.
    Rede doch einfach ganz vernünftig mit ihm wie oben schon erwähnt werde sind wir relativ einfach gestrickt und sagen meistens das was wir denken wenn du nicht ein komplettes a******* vor dir hast dann spielt er auch gerne Spielchen und sag dir ehrlich was er denkt und fühlt.
     
  24. Wenn Du also hiermit meinst, dass der Mann ganz anders "funktionieren" würde, wenn die FS sich am Anfang wochenlang zurückgehalten oder selten gemacht hätte, ist so dumm und falsch dass ich es kaum ausdrücken kann.

    Wahrscheinlich wäre dann einfach diese Beziehung nicht zustande gekommen.

    Hierbei hadnelt es sich offensichtlich um einen Mann, welchem eher weibliche Attribute in der Beziehung wichtig sind.

    Viele Frauen mit anderen Männern betteln auf Knien um sowas.
     
  25. Ich hatte dasselbe Problem mit einem Freund, mit dem unsere Beziehung sogar sehr sexlastig begann. Irgendwann schlief seine Libido ein. Es wurde nicht besser, und ich habe ihm deshalb einen Laufpass gegeben. Ich finde die These sehr gewagt, dass Frauen Sex nur als Bestätigung wollen. Natürlich haben wir auch Spaß daran. Es ist kaum etwas schlimmer als neben einem Mann zu liegen, der keine Lust hat. Was soll man dann machen? Um Sex betteln, sich nackt auf ihn legen, sein gutes Stück bearbeiten? Wenn er nicht will, passiert dann überhaupt gar nichts. Was bei meinem Exfreund der genaue Grund für seine Unlust war, kann ich nicht sagen. Er zog sich auch zurück. Er sagte mir, er wisse nicht, warum er keine Lust hat. Er philosophierte es habe etwas mit Hormonen zu tun. Das kann es aber kaum gewesen sein, denn es ging ja anfangs super. Er hatte mir schon zum Beginn der Beziehung gesagt, dass seine alten Beziehungen alle nicht gehalten hätten, und ein Grund war, dass er aufhörte, mit den Frauen zu schlafen. Sie gingen dann. So wie ich.
     

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