1. Es gab noch nie richtig Sex, wie lange soll ich noch warten?

    Ich (40) kenne meinen Freund (37) nun 10 Monate. Er ist beruflich sehr erfolgreich und engagiert. Freunde hat er wenig, dafür ein sehr enges Verhältnis zu seinen Eltern. Er hatte mir optisch einfach gut gefallen und er hatte auch eine sehr angenehme freundliche Art, ist intelligent und zuvorkommend. Die ersten 5 Monate lief sex. fast nichts. Vor erotischen Situationen ist er eher geflüchtet. Irgendwannn eröffnete er mir, dass er noch nie zuvor mit einer Frau geschlafen habe. So wollte ich Geduld haben und ihm Zeit geben. Leider fehlt ihm auch jede Sinnlichkeit und Leidenschaft.. Alle 1-2 Wochen hat er Lust, wenn es dann überhaupt geht (oft bekommt er keine Erektion) dann gibt es 10-Sekunden-Sex. Zum Arzt oder Psychologen will er nicht. Bei allem Verständnis, mir ist das einfach zu wenig. Hat jemand schon einmal ähnliche Erfahrungen gemacht bzw. wie sieht das ein Außenstehender?
     
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    • # 1
    • 01.06.2009
    • Gast
    Ich könnte da nicht mehr warten. Jeder Mensch hat nur ein Leben. Wie lange sollst du denn noch Geduld haben, während er jede Hilfe von außen verweigert.

    Mein letzter Exfreund verhielt sich ähnlich. Es kam nach 2 Monaten zum Sex, aber er wußte irgendwie gar nicht, was er tun kann/soll, und ich mußte meistens die Initiative ergreifen. Langsam frage ich mich, ob er vielleicht auch Jungmann war und sein Gerede von Exfreundinnen nur vorgeschoben war.

    Für mich wäre es kein Problem, wenn ein Mann Jungmann ist, aber er muß bereit sein, aktiv an diesem Zustand etwas zu ändern. Ich selbst mag gerne Sex, und eine Partnerschaft ohne Sex kommt für mich nicht in Frage (es sei denn, ich wäre bereits in einer Beziehung, und er hätte plötzlich gesundheitliche Probleme - das ist natürlich etwas anderes).
     
  3. Hm, das Problem ist typisch für psychologisch bedingte Impotenz. Anscheinend überfordert ihn die Situation völlig.

    Es ist wichtig, , dass er Küssen und Kuscheln und gemeinsamen Übernachten ohne Druck und Zwang, ohne Angst und Ansprüche erleben kann, dass ihr Euch beide eben gerade nicht auf Penetration und Vollzug konzentriert, sondern Sexualität in ihrer ganzen Bandbreite erlebt.

    Genießt einen Abend, an dem Du ihm klar sagst, dass Du ihm zeigen wirst, wie er Dich manuell und oral befriedigen kann und NICHTS anderes passieren wird. Halte Dich unter allen Umständen daran. Vielleicht kann er das sehr gut und macht es gerne? Zeige ihm alles, lass ihn Deinen Schambereich betrachten und befühlen, er muss das alles genau kennenlernen. Küsst und kuschelt, zeige ihm, wo und wie Du gerne geküsst wirst, wie er Deine Brust küssen und lecken darf, wie Deine Brustwarze reagiert, lasse Deinen ganzen Körper streicheln, und zeige ihm, wie Du gerne von ihm an den Oberschenkeln, Schamlippen und der Klitoris stimuliert wirst. Er darf Dich auch in der Schamgegend küssen, lecken, saugen. Wenn es gut läuft, lasse ihn Dich bis zum Orgasmus bringen.

    Wenn er das schafft und kann und genießt, dann ist auch ohne Therapie Hoffnung vorhanden -- ansonsten sehe ich ehrlich gesagt schwarz. Also nimm den Druck und die Penetration weg und lasse Deinen Körper kennenlernen und verwöhnen.

    Der nächste Schritt wäre, dass Du ihn in der nächsten Nacht umgekehrt streichelst, küsst, und ganz vorsichtig oral verwöhnst. Wieder sollte klar sein, dass es auf keinen Fall zur Penetration kommen wird -- nimm den Druck weg und halte Dich unbedingt dran. Küsst und streichelt Euch. Fange ganz vorsichtig mit Fellatio an. Lasse ihn dich streicheln und stimulieren wie am Vortag gelernt. Zwischendurch wieder den Penis lecken oder küssen. Nicht übertreiben mit der Stimulation. Jetzt merkst Du, ob er organische Erektionsprobleme hat oder nicht. Die Chancen stehen sehr hoch, dass er keine hat. Dass er während er Dich stimuliert oder von Dir gestreichelt wird, durchaus eine Erektion bekommt. Dann ganz allmählich steigern... Gerade Fellatio bietet die Möglichkeit, sanft und vorsichtig zu sein. Wenn er durch die bloße Penetration so stark erregt wird, dass er vorschnell ejakuliert, dann hast Du hier Chancen, extrem vorsichtig und sanft zu sein (viel sanfter als bei anderen Männern, nicht gleich saugen und kräftig lecken, sondern den Schaft sanft küssen, ganz kurz die Unterseite lecken, dann warten, dann Dich von ihm unten küssen lassen und so weiter).

    Viel Erfolg!
     
    • # 3
    • 01.06.2009
    • Gast
    @1 Frederika: Ich befürchte,dass ein völlig unerfahrener und deshalb ängstlicher Mann bei den von dir beschriebenen "Anweisungen" endgültig die Flucht ergreift... !
    Angela
     
    • # 4
    • 01.06.2009
    • Gast
    #3 kann ich nur bestätigen - aus eigener Erfahrung (Mann, ängstlich weil absolut unerfahren).
     
  4. @#4: Wovor hättest Du da Angst?

    Und seht es mal so: Entweder er kann sich bei den harmlosen Sachen überwinden oder nicht. Wenn er keine Therapie will, wird es anders kaum gehen. Den Penetrationsdruck wegzunehmen und stattdessen mit dem Partner nur zu spielen, ist wirklich harmlos. Quasi die Steigerung von "nur-übernachten".
     
    • # 6
    • 01.06.2009
    • Gast
    Auch ich habe lange allein gelebt und bin so betroffen, wie das in #1 beschrieben worden ist. #10 aus #256 stammt von mir, so dass ich da nicht mehr näher darauf eingehe... Eigentlich würde ich mir "nur" möglichst ausgiebigen Körperkontakt (also intensives Schmusen, intensiver Hautkontakt, viel durch die Hände gleiten lassen) wünschen; damit sich bei mir alle (seelischen) Verkrampfungen lösen können (eine "Frucht" vieler Jahre)... Und wenn ich merke, ich kann (darf) mich mit ihr fallen und den Dingen freien Lauf lassen und sie hat Spass daran, hat sie eh schon gewonnen. Kinder kann sie dann haben, soviel sie mag ;-) ...
     
    • # 7
    • 01.06.2009
    • Gast
    Ich würde mich auf weitere ca. 2-3 Monate ohne Sex einstellen, d.h. keine Erwartunshaltung an ihn haben und ihn aber so was von viel verwöhnen und streicheln, daß er wirklich ohne Druck entspannen und es genießen kann Dazu gehört viel reden um Vertrauen aufzubauen. Und auch würde ich ihn in Cunnilingus schulen. So sieht er, sie es Dir geht, daß Du ihn genießt, ihm vertraust, Dich ihm öffnest. Alles zusammen in der Hoffnung, daß bei ihm sich irgendwann etwas rührt :)
     
    • # 8
    • 01.06.2009
    • Gast
    Villeicht hilft Viagra
     
    • # 9
    • 01.06.2009
    • Gast
    Ich will hier keinen beleidigen, aber ich glaube, dass sein Verhalten krankhaft ist und hier nur ein Fachmann helfen kann. Kein Laien - Forum und gut gemeinte Ratschläge. Hier musst Du aufpassen, dass Du nicht das Opfer wirst.
     
    • # 10
    • 02.06.2009
    • Gast
    Hier stimmt etwas nicht. Auch ohne fachlich geschultes Auge ist erkennbar, dass Dein Partner
    mit schwerwiegenden Problemen kämpft.
    Aber es ist wohl kaum Deine Aufgabe, sie zu lösen. Das gehört in seine eigenen Hände und evtl. die eines Fachmenschen.
     
    • # 11
    • 03.06.2009
    • Gast
    Ich bin Nr. 2, und ich gebe Nr 9 und Nr. 10 Recht.
     
  5. Also sorry, aber der beschriebene Mann ist 37! Wenn er ein Problem hat, dann sollte er es erkennen und etwas dagegen unternehmen. Da das nicht danach aussieht, gibt das doch tiefe Einblicke. Ich hätte da schon lange das Weite gesucht. Geduld von der wartenden Seite nutzt da gar nichts.

    Gruß .. Loredana
     
  6. @Fragestellerin: Deine Geduld wird in dieser Beziehung ganz schön auf die Probe gestellt. Vor allem so ein Satz wie "Leider fehlt ihm auch jede Sinnlichkeit und Leidenschaft" gibt mir doch arg zu denken, ob es sich in diesem Fall noch lohnt, sich die Mühe zu machen. Aber das musst du natürlich selbst entscheiden.

    Diejenigen hier, die einfach nur eine Abschiebung des Problems an einen "Fachmann" vorschlagen (z. B. #9, #10 und #11), haben offenbar die falsche Vorstellung davon, was ein Fachmann überhaupt leisten kann. Dieser Fachmann wird auch nur einen Weg aufzeigen, wie der Patient und sein Umfeld das Problem zusammen (!) am besten lösen könnten. Es glaube mal keiner, dass die Fragestellerin ihren Freund einfach so zum Psychologen schicken kann und in 2 Monaten ist das Problem ohne ihr Zutun dann vom Tisch.

    Der Fachmann wird (aus meinem Gefühl heraus) wahrscheinlich eine Lösung so ähnlich wie in #1 beschrieben nahe legen. Die hört sich für mich sinnvoll an.
     
    • # 14
    • 03.06.2009
    • Gast
    @ Frederika: Wenn mir eine Frau, die sich ihre Schamgegend weder rasiert noch anständig stutzt, sagen würde, ich solle sie dort ausgiebig lecken, würde ich wohl erst recht nicht zur Erektion kommen ...
     
    • # 15
    • 03.06.2009
    • Gast
    Vielleicht is er schwul???
     
    • # 16
    • 04.06.2009
    • Gast
    #14 verstehe ich nicht. #15 ist nicht ausgeschlossen.

    Ich denke, dass die beschriebene Zeitspanne zu lang ist. Wenn er sich nicht voll öffnen kann und keinerlei Zärtlichkeit sucht, dann sind die Aussichten eher schlecht. Du musst entscheiden, ob Du mit einem Partner oder einem engen Freund glücklicher bist.

    Gerade für Männer ist Jungfräulichkeit schon ein heikles Thema. Es gibt sicher genug Frauen, die sich ein potenzielles Drama ersparen wollen.

    Was wäre denn ein geeigneter Zeitpunkt, an dem ein Mann einem weiblichen EP-Kontakt seine Jungfräulichkeit mitteilt?

    Per Mail oder Telefon ist das sicher zu früh. Während oder gegen Ende des ersten Treffens diese Thematik beiläufig anzusprechen, wäre mein Vorschlag. Man plaudert ja eh beiläufig über vergangene Beziehungen.

    Was ist ein geeigneter Zeitpunkt?
     
    • # 17
    • 08.06.2009
    • Gast
    Ich bin ein Mann, 25, weiß Gott kein Mauerblümchen, hatte schon viel sexuelle Erfahrung (meist one night stands) und kann manches Beschriebene trotzdem nachvollziehen.
    In meinen Beziehungen war es bisher meist der Fall, dass ich mich so sehr sexuell unter Druck gesetzt habe, meiner Partnerin ein guter Liebhaber zu sein, dass ich selbst keine Freude daran hatte oder gar nicht erst konnte. Das mag für manche hier unverständlich sein, ist aber so. Vielleicht hat es etwas damit zu tun, das wir uns in einer hypersexualisierten Gesellschaft befinden, in der Sex einfach ständig abrufbar sein muss (siehe manche der Vorredner) und dadurch manche Männer unbewusst "streiken"?
    Ich weiß es nicht, bin leider jedoch auch zu einem gewissen Ausmaß (nicht so schlimm wie oben beschrieben) betroffen, kann die Ausführungen verstehen und möchte mich #2 anschließen. Würde der gegenseitige Umgang so stresslos sein wie bei Friederika beschrieben, könnte da echt "mehr drin sein". Sicherlich ist es nicht die Aufgabe eines Partners bis zur Erschöpfung alles zu probieren. Aber wenn der Mann sich darauf einlässt, ist es zumindest EINEN Versuch wert.

    Und, manche der Vorposter: Es hilft wirklich nicht viel, impotente Männer gleich in die Ecke des "krankhaften" Verhaltens zu stellen.

    Türülüüü
     

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