1. Expartner instrumentalisieren die Kinder, erschwert neue Partnerschaft. Wer kann helfen?

    Hallo
    Ich bin psychisch am Ende. Mein erster Mann ging fremd mit seiner jetzigen Frau und hat mich unserem jetzt 10 jährigen Sohn sitzen lassen. Später habe ich dann meinen zweiten Mann kennengelernt, der mich in der Ehe nur emotional erpresst hat, getrunken hat und aggressiv war. Wir haben gemeinsam eine Tochter(4). Nach 4 Jahren Ehehölle habe ich mich getrennt.Ich bin 32, habe einen guten Job, stehe mitten im Leben. Habe nun jemanden sehr liebes kennengelernt und nun machen meine Expartner mir das Leben zur Hölle, indem sie die Kinder instrumentalisieren und nur Druck auf mich abbauen. Ich bin ein herzensguter Mensch, wurde nur ausgenutzt die letzten Jahre, sowohl finanziell als auch menschlich, ich selbst komme aus sehr schwierigen Familienverhältnissen, bin adoptiert. Ich habe Angst, dass sich die Kinder von mir abwenden, ich bin stets um eine gute Vater-Kind Beziehung bemüht stand niemanden im Weg, jetzt habe ich das Gefühl seit langem endlich glücklich zu sein und jeder versucht es kaputt zu machen. Ich weiß nicht wie es weiter gehen soll, kennt jemand diese Situation?
     
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  3. In dieser Situation bist du nicht alleine, solche Fälle gibt es zuhauf. Ich würde alles genau dokumentieren und mit dem Jugendamt klären, du hast keine Chance dies direkt mit solchen Väter zu regeln. Du solltest alles den Kinder zuliebe tun, wenn die Väter den Kindern nicht gut tun, müssen sie durch das Jugendamt auf Distanz gebracht werden.
     
  4. Mein Tipp: Stark bleiben und nicht aufgeben! Du hast ein Recht auf eine Beziehung. Durch den Druck der entsteht, soll ja erreicht werden das Du nachgibst. Ich würde ein Gespräch mit den Kindern führen, das Du auch ein Recht auf Liebe hast. Und auf alles andere nicht mehr eingehen. Wenn sich deine Kinder instrumentalisieren lassen, ist das sehr traurig. Da kannst Du nur hoffen, das sie es irgendwann verstehen.
    Mein Ex war auch so: Er durfte selbstverständlich sofort eine neue Beziehung führen, die neue ständig in seinem Dunstkreis, keine Minute ist er mit unserer Tochter mal alleine. Als ich dann nach fast 1 Jahr meine Beziehung öffentlich gemacht habe, ist er bald ausgeflippt. Der neue könnte ja nix gescheites sein und er müsste sein Einverständnis dafür geben, das mein Freund Kontakt zu unserer Tochter hat. Ich war da ganz cool und hab auf den Verstand meiner Tochter gesetzt. Mein Ex hat nicht über mich zu bestimmen oder mich zu kontrollieren. Das gleiche gilt für mich im Bezug auf ihn.
     
  5. Du gehörst wohl aufgrund Deiner Kindheitserfahrungen zu den Menschen, die schlecht Nein sagen können. Deshalb tritt hier sowas wie eine Instrumentalisierung ein. Deine Unfähigkeit, Grenzen zu setzen, ist es, die Dir das Leben zur Hölle macht. Mit Deinen Expartnern und jetzt mit Deinen Kindern. Glaubst Du, dass Deine Kinder Dich nicht lieben, wenn Du keine Grenzen setzt? Wenn das so wäre, wären sie Deiner Mühe nicht wert. Du hast ein Leben geschenkt bekommen, das kostbar ist, und es ist Dein gutes Recht, dieses Leben zu verteidigen. Fakt ist: Grenzen setzen hat selten negative Folgen auf Beziehungen. Andere verstehen sehr gut, weshalb Grenzen gesetzt werden, und wenn man keine Grenzen setzt, gehen sie immer weiter und werden immer frecher. Wer keine Grenzen akzeptieren kann, er kann sich auch gerne trollen. Auch wenn es Angehörige sind.
     
  6. Hallo Meli

    Ja, das kenne ich! Da wird einem das bisschen Glück nicht gegönnt und dann bleibt manchen Menschen nur der Weg über die Kinder. Leider!!

    Mein Rat wäre, ganz dringend feste Strukturen aufbauen und den Umgang nur zu festen Zeiten, auf das Minimum reduzieren. Keine Zugeständnisse machen was den Umgang spontan angeht und die gängige Regelung alle 14 Tage einhalten. Ferienzeit so gut es geht selbst überbrücken wenn irgendwie möglich.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es mit einer festen Struktur und eben so wenig Umgangszeit wie möglich, am besten funktioniert hat und wenn deine Exen fragen warum du da so streng bist, dann würde ich das ruhig und sachlich erklären. Wer einem das Leben zur Hölle macht, der muss eben mit den Konsequenzen leben!

    Meine Kinder waren auch lange Zeit sehr aufgewühlt und hin und her gerissen, weil ihr Vater versucht hat sie zu instrumentalisieren. Ich habe meinem Ex dann eine klare Ansage gemacht, dass dieses Verhalten dazu führt, dass es eben keinen Umgang mehr gibt wie es ihm beliebt und ich den Umgang auf das normale Maß reduzieren werde, da die Kinder unter diesem Stress den er ihnen macht leiden. Vorher war der Umgang eher flexibel gestaltet. Den Kindern habe ich das auch genau so erklärt und ich habe während sie bei mir waren, ihren Vater nie schlecht gemacht oder über ihn geschimpft, er war einfach nie Thema.

    So kam es, dass sie bei mir eine entspannte Zeit hatten und schnell merkten, dass die anstrengende Zeit für sie bei ihm ist. Was dazu führte, dass sie irgendwann nicht mehr so gerne hin wollten und er das gemerkt hat. Erst dann hat dieses Gehetze gegen mich aufgehört. Und jetzt läuft es!

    Bleib stark, setze Grenzen und halte dich bedeckt was ihn angeht bzw. deine Exen angeht. Mach du es anders als sie und versuche nicht mit gleichen Mitteln die Kinder zu beeinflussen. Das geht nach hinten los! Kinder merken schnell, wer ihnen gut tut und wer nicht. Lass die Zeit für dich arbeiten!!! Bleib ruhig und stark.

    Du hast jetzt eine neue Beziehung und möchtest sicher so viel Kinder-freie Zeit wie möglich mit deinem Partner haben, was aber im Moment deinem Ex zu Gute kommt und er somit viel Zeit hat um negativ auf die Kinder einzuwirken. Deshalb würde ich an deiner Stelle an diesem Punkt zurück stecken und lieber eine gute Zeit mit den Kindern verbringen und mit deinem neuen Partner zusammen, sodass euer gemeinsames Band gestärkt wird. Dann brauchst du auch keine Angst mehr zu haben, dass der Plan deiner Exen funktioniert. Entspann dich und habt eine gute Zeit zusammen.

    Alles Gute für dich!
     
  7. Das reicht um die Kinder gegen die Mutter zu manipulieren, für mich ist das in diesem Fall keine Lösung, wenn die Kinder darunter leiden, würde ich das Sorgerecht der Väter nehmen! Solche Spielchen würde ich niemals mittragen, Wann muss sich gegen das Schlechte durchsetzen Grenzen ziehen!
     
    • # 6
    • 13.06.2019
    • void
    Aber die leben doch bei Dir und Du kannst die Beziehung zu ihnen beeinflussen. Dh. nicht verhören und strafen, wenn sie was Negatives über Dich und das Leben mit Dir sagen, was ihnen vielleicht eingeimpft wurde, sondern mit ihnen reden, ihnen erklären, und naja, Dich eben auch durchsetzen. Ein Kind ist ja kein Erwachsener, dh. für manches ist vermutlich noch kein Verständnis da und wenn Du Hemmung hast, den Vater negativ dastehen zu lassen (was ich richtig fänd), dann musst Du den Umweg nehmen.

    Für einen 14tägigen WE-Vater ist es es einfach, den Lieben zu machen, indem er alle Süßigkeiten, lange Aufbleiben, zu dünne Klamotten anziehen erlaubt. Falls das bei Dir Thema ist, müsstest Du Dich informieren, wie man mit sowas am besten umgeht. Gibt sicher Bücher dazu und Foren, wo Du Anregungen bekommen kannst. Du hast nunmal den Alltag, wenn ihr dieses Modell habt, und da kommen mehr Verbote vor.

    Wenn die nicht um eine gute Mutter-Kind-Bez. bemüht sind und Dir sogar Ärger machen, lässt sich das doch ändern. Vor allem, wo Du selbst nicht gerade gut von den Vätern denkst. Der Charakter ist doch da, wenn es um die Kinder geht. Soll heißen: Hältst Du die denn für gute Väter? Wenn nicht, würde ich mich nicht drum bemühen, dass mehr als von denen gefordert mit den Kindern Kontakt stattfindet bzw. versuchen, ihn zu verringern. Dann sind sie eben mehr bei Dir als gesetzlich vorgegeben.

    Bleib prüfend. Gerade kennengelernt heißt noch nicht viel. Ich drücke Dir die Daumen, dass das nicht so einer ist, der erst beschützend, umsorgend auftritt, und dafür aber Unterordnung erwartet. Deine andere Beziehungen haben sicher auch gut angefangen. Und wenn man vorsichtig bleibt, heißt das ja nicht, dass man seine neue Liebe torpediert, es heißt, dass man sich nicht gleich wieder mit wehenden Fahnen in emotionale Abhängigkeiten begibt, dass man sich so lange so behandeln lässt wie Du und vielleicht schweigt und erträgt, wenn Blödes passiert.

    Du kannst Dir Liebe nicht verdienen oder erarbeiten und Liebe verlangt auch nicht Selbstverleugnung. Wenn es nicht passt, Wenn es Dir nicht passt, was passiert, dann kannst Du auch "Nein" dazu sagen und ohne diese "Liebe" weiterleben. Die Kraft hast Du, es sieht nur in den Momenten vielleicht nicht so aus. Klar ist sowas immer eine geplatzte Hoffnung, aber wenn es zu viel ist, was Du geben musst, ist es zu viel.
     
  8. Hallo,
    Ich finde, du befindest dich von deiner Einstellung her zu stark in der Opferrolle.

    Ich denke nicht, dass JEDER versucht es kaputt zu machen.
    Natürlich ist das sicherlich nicht ganz einfach mit zwei Expartnern, die jeweils Vater eines deiner Kinder sind. Worum geht es denn genau beim "zur Hölle machen"? Um organisatorische Probleme bei der Kindesbetreuung?

    Gleich zu Beginn bist du schwanger geworden?

    Das wird so schnell nicht passieren. In der Regel wenden sich Kinder nicht ab, egal von welchem Elternteil. Kinder spüren auch sehr genau, ob man sie "instrumentalisieren" will.

    Dieser Satz fällt so mittendrin in deinem Text. Welche Rolle spielt dieser Umstand?
     
  9. In meinem Kollegium gab es solche Fälle. Die Kolleginnen waren daraufhin in bezahlten "Mutter-Kind-Kuren". Dort gibt es für Alle auch psychologische Begleitung.
    In einem mir zugetragenen Fall zeigte sich aufgrund nächtlichen Einnässens eines Kindes, daß der Vater die Kinder physisch disziplinierte. Die Kollegin erreichte daraufhin gerichtlich den Entzug des Umgangsrechts.
    Ruhe hat sie jetzt aber dennoch nicht. Das Jugendamt fragt periodisch nach, ob die Situation sich ggf. entspannt hat.
    Du solltest Dich dennoch an das Amt wenden, denn alleine reibst Du Dich auf. Davon profitiert niemand.
     
  10. Liebe Meli, du hattest es schon als Kind schwieriger als andere, wenn du zu wenig Liebe, Sicherheit und Freude erlebt hast. Das tut mir sehr leid für dich. Aber nun bist du erwachsen und es liegt an dir, mit wem du dich umgibst, wie du dich behandeln lässt, wie du dir das Leben schön machst und wo du Grenzen setzt.

    Dein Sohn hat nie ein glückliches Elternpaar erlebt, sieh es mal aus seiner Perspektive. Statt dessen bekam er einen aggressiven Trunkenbold als Stiefvater, mit dem seine Mutter lange Jahre zusammen war, den sie sogar heiratete und mit dem sie ein Kind bekam. Deshalb könnte er mehr Vertrauen in seinen Vater haben, als in dich. Es bringt auch nichts, wenn du ihn verwöhnst oder streng forderst. Es wird deine gelassene, starke Ausstrahlung sein, mit der du sein Vertrauen zurückgewinnst. Dazu gehört auch die Alltagstauglichkeit deiner neuen Beziehung.

    Mit deinem Alkoholiker-Ex beginne bitte kein Tauziehen. Du hast hier schon gute Tipps bekommen, wie du Struktur und Grenzen schaffst. Zusammen mit deiner von dir geschilderten Freundlichkeit und Fairness gegenüber deinem Ex könnte daraus eine solide Basis werden. Ich denke auch, es liegt daran, dass du zu spät deine Bedürfnisse erkennst und diese nicht gelassen, aber konsequent kommunizieren und durchsetzen kannst. Das ist wichtig, auch für deine Kinder. Ich rate dir, dies mit guter therapeutischer Unterstützung aufzuarbeiten und aus der Angst- und Opferrolle auszusteigen.
     
  11. Hallo Meli,

    du hast bereits zwei Mal Männer gehabt, die dir nicht gut getan haben und von jedem ein Kind. Warum willst du nicht einmal eine Zeitlang alleine bleiben und dich auf dich und die Kinder besinnen? Warum muss es gleich der dritte Mann sein?

    Du bist erst 32, hast einen guten Job und stehst mitten im Leben und doch lässt du dich von deinen beiden Ex-Männern terrorisieren. Du meinst, du hättest nun jemand sehr liebes kennengelernt, doch was ist, wenn dieser Mann sich, nach einiger Zeit, wiederum als Fehlgriff zeigt und du mit einem dritten Kind und drei Ex-Partnern da sitzt und unglücklich bist?

    Es genügt nicht, ein herzensguter Mensch zu sein.
    Mitten im Leben zu stehen bedeutet u.a. sich nicht menschlich unter Druck zu lassen und sich bei Widerstand zu behaupten. Wenn dir das nicht gelingt, bist du immer ein leichtes Opfer für Personen, die das ausnutzen und dir das Leben schwer machen. Schaffst du es nicht alleine, dich oder deine Interessen durchzusetzen, suche dir professionelle Hilfe und arbeite an deinem Selbstwert und deinem Selbstbewusstsein.

    Natürlich hast du ein Recht dazu glücklich zu sein.
    Ich würde dir jedoch empfehlen, wenigstens eine gewisse Zeit, ohne eine neue Bindung zu leben, dich auf deine Person und die Kinder zu konzentrieren und zu reflektieren, wie es kommen konnte, dass du zwei Mal in eine so schlechte Partnersituation geraten konntest.
     
  12. Liebe FS, ich schließe mich dem Post von @piepegal vollumfänglich an. Lerne erst, mit Deinen Kindern alleine klar zu kommen. Auf mich wirkst Du noch sehr labil, durchsetzungsschwach und abhängig von der Meinung anderer.
    Auch denke ich, Deine Kinder - vor allem Dein Sohn - haben Deine zweite Ehe noch lange nicht verarbeitet und benötigen gerade jetzt Deine besondere Aufmerksamkeit und Liebe.
    Vor allem solltest Du Deinem neuen Bekannten etwas kritischer gegenüber stehen. Du kennst ihn noch nicht lange und evtl. haben da Außenstehende auch einen objektiveren Blick drauf.
     
  13. Ich wuerde darauf vertrauen, dass die Zeit das richtet.
    Gehirnwäsche funktioniert. Ja. Aber während die Manipulation den Sprint gewinnt, gewinnt die Wahrheit den Marathon :)

    Ich hatte zwei Eltern die heftig instrumentalisiert haben. Bei Kindern mag das funktionieren. Aber spätestens ab dem jungen Erwachsenenalter oder schon der Pubertät werden sie anfangen zu hinterfragen.
    Also bleib Dir treu. Grenz Dich ab. Verteidige Deine frische liebe :)
    Und hol Dir notfalls Hilfe von Schlichtungsstellen. Bitte nicht die Kinder "impfen" gegen die Väter. Die merken eh was Sache ist. Ich glaub schon als Baby raffen sie, wie Mami u Papi gestrickt sind. Nur können sie da noch nicht weg.
    Wenn sie gross und reif sind, werden sie zu dem Elternteil halten, der ihnen weniger geschadet hat.
    Übrigens ist das wichtigste für Kinder, stabile und glückliche Eltern zu haben. Also investiere in die Partnerschaft! Du stützt damit Deine Kinder und bist nicht so gefährdet sie als Partnerersatz zu missbrauchen wie viele AEs es tun.
    Es wird sie enorm entlasten!
     
  14. Hallo
    Danke für die vielen Antworten. Nein ich habe nicht vor noch ein Kind zu bekommen(im Moment), zu heiraten oder sonst irgendwas. Ich sehne mich aber nach Nähe, Zärtlichkeit und Verständnis. Ich kann nichts dafür das ich immer scheisse behandelt wurde denn ich habe immer fair gespielt. Ich war immer allein trotz ehe habe mit den Kindern alles allein gemacht jetzt möchte ich nicht mehr allein sein.
     

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