1. Fernbeziehung Partner scheut Zukunftsfragen

    Liebe Foristen,

    ich habe hier schon einige Beiträge zum Thema Fernbeziehung gelesen und möchte gerne Eure Meinungen bzw. Erfahrungen wissen.

    Ich w / 48 habe vor 2 Jahren über eine Partnerbörse einen Mann / 56 kennengelernt und mich sehr gefreut, in eine neue Partnerschaft zu starten. Wir waren uns gleich sehr sympathisch und auch die körperliche Anziehung auf beiden Seiten war stark. Dass wir ca. 150 km entfernt leben, haben wir nicht problematisch eingeschätzt und es auch gern in Kauf genommen, für die Liebe mobil zu sein. Meinen Wunsch, wenn mein Kind selbständig ist (zum Studium geht) als Paar in ein gemeinsames neues Zuhause zusammenzuziehen, habe ich kommuniziert und dieser Wunsch wurde von seiner Seite akzeptiert und tätigt. Er meinte, er könnte sich da so einiges vorstellen, aber er hat das Gespräch nie bewusst in die Richtung gelenkt. Ich habe immer wieder Ideen eingebracht, wie und wo wir wohnen können, das es für uns beide passt, hatte aber das Gefühl, es interessiert ihn nicht sonderlich stark, weil es ja in der Zukunft liegt. Jetzt rückt der Zeitpunkt näher, dass mein Sohn zum Studium geht. Ich bin das Thema in zwei Gesprächen mit Abstand von ca. 3 Monaten mit meinem Partner angegangen, mit einem sehr enttäuschenden Ergebnis: im ersten Gespräch meinte er, er bleibt an seinem Standort und hat alles was er braucht und er möchte nichts verändern. Ich habe ihm mitgeteilt, dass ich enttäuscht bin und er bitte nocheinmal darüber nachdenken möchte. Im zweiten Gespräch meinte er, ich kann ja zu ihm ziehen (er geht in zwei Jahren in den Ruhestand, ich arbeite Vollzeit, kann aber auch viel im Homeoffice erledigen). Hier gäbe es sicher Gestaltungsspielraum. Aber auf die Frage, welche Wünsche und Ziele er für unsere Zukunft hat, ist er nicht mehr eingegangen. Mir viel dann ein, dass er häufig in Gesprächen gemeinsame Projekte von Paaren negativ bewertet (z.B. Mann baut Haus mit neuer Partnerin, Paar Ü 50 baut einen alten Hof aus als neue Lebensprojekt nach Auszug der Kinder) Haben Männer in dem Alter Angst vor Veränderungen, nicht mithalten zu können oder erneuter Enttäuschung (er hatte bereits drei gescheiterte Beziehungen in der Vergangenheit). Oder ist da einfach altersbedingt die Lust und Luft auf einen Neustart raus? Sind meine Erwartungen falsch (gemeinsamer Neubeginn mit allen dazugehörenden Höhen und Tiefen) Habe ich es versäumt, am Anfang Nägel mit Köpfen zu machen? Ich fühle mich sehr unwohl und es bekommen mich Zweifel, ob unsere Liebe bestehen wird.
    Ich freue mich auf Eure Meinungen, auch gerne von den Männern :)
     
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  3. Manchmal denkt man verliebt einfach nicht nach und erst zu spät zeigt sich: es gibt Konsequenzen die man nicht will und somit Kompromisse, die man nicht machen kann.

    Und wenn man sie macht, dann geht einem meist langsam die Liebe flöten.
    In Filmen natürlich nicht aber: nach dem Happy End, wird jewöhnlich abjeblend.

    Das auch zu Dir, die plant alle Kompromisse alleine zu machen.
    Ich bin mir sicher, dass wird Dir regelmäßig hoch kommen und auf seinem Butterbrot landen.

    Dazu muss man kein Mann sein

    Ich habe gestern mit Freundinnen im Biergarten gesessen und wir kamen in Geselligkeit mit ein paar Herren.
    Einer war echt ein Schnucki, hat sich einen Link von mir schicken lassen und sich promt heute über meine Email-Adresse gemeldet.
    Was nichts mit dem Konzert ( Link) zu tun hat.
    Ist ja schon schön

    Aber er kommt halt nicht von hier
    Offiziell ist natürlich 80km keine Entfernung aber das hatte ich 7Jahre und ich weiß was es heisst.
    Niedererhein hier, Bergische da und wer sich auskennt: A52 und A40 liegen definitiv auf dem Weg = Stau
    Dort ist kein Gewasser und keine andere Stadt um mal eben auszugehen...Ich muss aber mit meiner Seele ans Wasser, grösser Fluss, See, Meer.
    Geht's mir nicht gut geh ich an den Rhein.
    Wir nennen eine 60m Erhöhung Berg und die reizt einen MTBler kaum.
    Neben Freunden habe ich hier noch Eltern, die mich irgendwann brauchen.
    Neben Eigenheim und mietfrei hier, seine Vermögenswerte oder eben nicht, kenne ich natürlich nicht.

    Warum ich so rational denke?
    Weil ich das schon mal durch habe.
    Ich wäre ja vor einem Wechsel auf die höhere Schule meiner Jungs bereit gewesen.
    War ihm zu früh
    Und irgendwann wurde ich schon bockig, weil Mann sich nicht bewegen wollte.

    Und wer war da als die Beziehung scheiterte?
    Meine Freunde hier und mein Häuschen auch...was ein Glück das ich nicht allein in seiner Stadt sass.
     
  4. Guten Morgen, si.ka, meine letzte Beziehung war auch eine Fernbeziehung, allerdings lebten wir ca. 900 km voneinander entfernt und konnten uns entsprechend selten sehen. Bei uns/ihm war die Liebe und Anziehung sehr groß am Anfang. Wir spielten das Szenario Zusammenziehen durch, redeten viel drüber, bis es ganz schleichend aufhörte, das Thema. Ich war zu diesem Zeitpunkt Anfang 50, er 40. Ist ein ziemlicher Altersunterschied finde ich.
    Auch mein Sohn sollte erstmal selbstständig werden usw, aber irgendwann k onnte ich mir als Berlinerin nicht mehr vorstellen, in Freiburg zu leben. Wir ließen es weiterlaufen, mich stresste es immer mehr, meine Urlaube immer mit und bei ihm zu verbringen, ich kam nicht mehr zu mir selbst, nahm ziemlich ab, was ich nicht mehr aufholen konnte. Egal. Nach 9 Jahren ging es zu Ende, er lernte eine neue Frau kennen und zog prompt mit ihr zusammen, ganz in die Nähe von Freiburg nach Tuttlingen. Ob das heute noch so ist, meine Ahnung. Ich will dir damit sagen, es hat nicht gepasst und zwar mit uns beiden nicht, mit mir nicht, fertig. Er konnte ja da auch seine Zelte in Freiburg abbrechen, obwohl er mittlerweile 50 war. Die zwei haben einfach besser zueinander gepasst. Das ist kein Drama, soll vorkommen. Richte dich mal darauf ein, dass es bei dir auseinander geht.
    Nach zwei Jahren Fernbeziehung sollte man konkrete Pläne machen und diese auch umsetzen, sonst ist die Luft raus. Sprich deutlich mit ihm, sage ihm, was du willst, sonst vertrödelt du kostbare Lebenszeit. Alles Gute!
    64
     
    • # 3
    • 01.09.2019
    • FA04
    Hallo liebe FS,
    kurz vor Ruhestand irgendwas Neues aufbauen und alles aufgeben, würde ich auch nicht machen. Mann muss sehr sehr gut finanziell aufgestellt sein dafür.

    Nach "nur 2 Jahren" Beziehung ist es schwer zu beurteilen, ob es standhaft bleibt.
    Da wäre eine gemeinsame Mietwohnung/Haus bessere Lösung, um zu schauen, ob Alltag auch funktioniert oder du ziehst tatsächlich zu ihm.
    Du kannst doch viel im Home Office erledigen, bestimmt wird auch Mobile Working funktionieren.

    Es ist alles die Frage von Bequemlichkeit und Wollen von beiden Seiten.

    Nach 3 gescheiterte Beziehungen ist dein Freund vorsichtig, ist auch gut so.
    Für mich heißt es auch immer "langsam aber sicher" wenn es um eine Beziehung geht.

    Mein Exfreund wollte auch schon nach einem Jahr gemeinsame Immobilie kaufen und wo sind wir jetzt, nach 4 Jahren?
    Getrennt.

    LG
    W46
     
  5. Es ist bequem geworden.

    Am Anfang war es hypothetisch, möglich ist immer alles.
    Jetzt möchtest Du Pläne. Konkret.

    Du hörst richtig. Er will nicht zu Dir. Er ist zufrieden. Maximum Einzug bei ihm. Ohne Veränderungen.

    Mache ein konkretes Gespräch.
    Danach kannst Du Deine Konsequenz ziehen.

    Es ist Typsache. Meine Partnerin und ich haben zusammen gebaut. Wir hatten beide Häuser, wollten etwas Neues, Gemeinsames.

    M, 54
     
  6. Hallo,

    ich finde, du interpretierst sehr viel in seine Reaktionen hinein.
    Angst vor Veränderung, vor Enttäuschung, mithalten zu können, oder dass altersbedingt die Lust und Luft raus wäre.
    Dabei will er schlicht an seinem gewohnten Ort und Umfeld leben. Es gefällt ihm dort. Er sagt, er hat dort ALLES was er braucht.

    Derweil baust du sehr viele Luftschlösser und bist enttäuscht, dass er nicht Feuer und Flamme ist. Dir fehlt sein Antrieb, sich für den gemeinsamen Nestbau zu interessieren.
    Er möchte, dass du erstmal zu ihm ziehst. Vielleicht möchte er erstmal testen, wie ihr im Alltag harmoniert, bevor er darüber nachdenkt sein Umfeld maximal zu verändern.

    Da liest wohl jemand zwischen den Zeilen....
    Ich denke, dein Partner ist nicht auf den Kopf gefallen. Wenn du versuchst ganz beiläufig solche Projekte von Paaren in Gespräche einzustreuen, weiss er sicherlich was du damit bezwecken willst.
    Gut möglich, dass du sehr fixiert bist auf die Thematik und er bereits davon genervt.
    Es ist wohl deutlich, dass er zu einem solchen Schritt, gemeinsam ein Haus zu bauen, oder zu kaufen, zu renovieren, noch nicht bereit ist.

    LG
     
  7. Liebe Fs,

    Ich fürchte das von dir Beschriebene erinnert mich sehr an einen Ex Freund vor mir mit schlechten Erfahrungen im Zusammenleben mit seiner Exfreundin, die er dann kaum aus dem Haus bekommen hat, der wollte dann auch nicht zusammenziehen mit mir.

    Ich würde sagen er ist altersbedingt bequem geworden, will sicher kein neues Projekt starten, was er dir auch mitteilt durch die Erzählung über andere. Ich glaube es passt ihm so wie es ist.

    Auch geht er nicht auf deine Befürfnisse ein, obwohl ihr schon zwei Jahre zusammen seid, das allein ist schon ein Grund für Trennung - Ich würde dir einen Mann unter u50 raten!

    Alles Gute!
     
  8. Liebe si.ka,

    es tut mir leid, aber dieser Mann liebt Sie nicht. Er mag Sie, er schaetzt Sie, aber er liebt Sie nicht. Liebe veraendert sich mit den Jahren, aber ihr wesentlicher Inhalt bleibt der gleiche.
    Ein Mann, der seine Freundin/Partnerin liebt, moechte sie immer um sich haben, manchmal auch zu viel. Dafuer gibt es keine Altersgrenze. Oft will er sie auch heiraten, um gluecklich denken zu koennen: meine Frau.
    Was mich an Ihrem Post erschreckt hat, ist die Aussage Ihres Partners: Ich habe doch alles, was ich brauche. Das heisst mit anderen Worten: ich brauche nicht die Naehe meiner Freundin. Das wuerde mir aber gewaltig zu denken geben.

    An Ihrer Stelle wuerde ich eine Entscheidung treffen. Meines Erachtens gibt es nur zwei Moeglichkeiten.
    a) Sie finden sich damit ab, dass nur seine Wuensche von einer Partnerschaft zaehlen und es kein Zusammenziehen geben wird oder
    b) Sie fassen ins Auge, sich nach einem Partner umzusehen, der eine andere Vorstellung von Partnerschaft hat.

    Die 3. Option sollten Sie im eigenen Interesse unbedingt vermeiden: darauf zu hoffen, dass er mit der Zeit seine Meinung aendert, wenn Sie nur lange genug Geduld zeigen. Sie wuerden nur Ihre kostbaren Lebensjahre damit verschwenden. Sie haben noch das halbe Leben vor sich !
    Es kann sogar sein, dass er noch trotziger wird, je oefter Sie das Thema erwaehnen. Die gescheiterten Beziehungen haben da ihre Spuren hinterlassen. Vielleicht ist ein Zusammenleben mit ihm auch gar nicht das nonplusultra.
    Finden Sie nicht, dass er ganz schoen egoistisch ist?
     
  9. Liebe si.ka,
    Ich bin zwar kein Mann, aber vielleicht kann ich dir einige hilfreiche Denkanstöße zum Thema Fernbeziehung geben. Kurz zu meiner Geschichte: ich habe mich vor 2 Monaten aus einer knapp 2 jährigen Fernbeziehung gelöst (uns trennten 500 km). Fernbeziehungen haben ganz eigene Dynamiken. Vieles wurde mir erst nach der Trennung bewusst. Die für mich wichtigste Erkenntnis war die Frage nach der "Bindung". Frage dich, ob neben der körperlichen Anziehung (die sehr stark und erfüllend sein kann) auch eine seelisch-emotionale Verbindung zwischen euch besteht? Ist da bereits tiefe Liebe entstanden, oder seid ihr noch in der eher unverbindlichen Verliebtheitsphase?
    Wenn dein Partner Zukunftsfragen ausweicht, ist das kein gutes Zeichen. In meinem Fall war es so, dass eine Fernbeziehung für meinen Partner die einzige Form von Beziehung war, die er (jedenfalls im Moment) führen konnte und wollte. Keine Verantwortung, keine Verpflichtungen, keine Rücksicht nehmen, einfach den Moment geniessen, die angenehmen Seiten einer Partnerschaft ausleben, das war sein Ding. Die anfänglichen Zukunftspläne (von ihm nach 5 Wochen Beziehung geschmiedet) sind immer weiter in die Ferne gerückt.
    Er hatte mir mal gesagt, er glaube nicht, dass er beziehungsunfähig sei. Heute weiss ich, es gibt einen grossen Unterschied zwischen Beziehung ( die man im Leben mit vielen Menschen hat, mit Freunden, Familie etc.) und Bindung. Nur letzteres wird in Liebe und einer gemeinsamen, erfolgreichen Zukunft münden.
    Was das "Nägel mit Köpfen machen" am Anfang einer Beziehung angeht, bin ich überzeugt, dass es nichts bringt. In der Verliebtheitsphase kannst du einen Partner nicht auf "irgendetwas" festnageln. Du kannst lediglich Wünsche, Träume, Vorstellungen mitteilen, aber nicht erwarten, dass dein Gegenüber, nur weil er nicht gleich schreiend davonläuft, eine Art stillen Vertrag mit dir eingeht.
    Um die Motivation deines Partners zu verstehen, müsste man ihn natürlich kennen. Wie sind seine bisherigen Beziehungen verlaufen, hat er sich sich daraus vollständig gelöst, hat er ein bestimmtes Muster, das er in Beziehungen immer wiederholt? Da wird dir vermutlich auch kein Mann eine verlässliche Erklärung liefern können. Jeder Mensch hat seine eigene Geschichte, Ängste und Erfahrungen.
    Alles Gute für Dich,
    (W,49)
     
  10. Tja, so geht es eben, wenn die Willenserklärungen nicht überein stimmen. Es kommt nicht zusammen, was nicht passt.
    Warum sollte er sein Haus, das er mag, verlassen ?
    Um mit dir neu zu bauen und in 2 Jahren vor dem Scherbenhaufen zu stehen ? Das wäre Dummheit.
    Ganz einfach - ER hat sein Leben geordnet, ist in 2 Jahren am Ziel. Er ist bereit, am Ziel gemeinsam mit dir zu geniessen, er ist nicht bereit, alles umzukrempeln.
    Das hat er klar formuliert.
    Du kannst dich nun entscheiden - mit ihm am Ziel zu sein ... oder Ehrenrunde allein oder mit jemand anderem.
    Man kann es sehen wie du - dass ihm Neugier und Lust auf Neuanfang fehlen. Man kann es aber auch so sehen - du bist getrieben von deiner Unzufriedenheit und wenig effektiv.
     
  11. Erstmal lieben Dank an die vielen Antworten, insbesondere auch für die eigenen Erfahrungsberichte. Und Danke auch an die Männer in der Runde.
    In einigen Antworten kam die Frage nach den vergangenen Beziehungen auf: alle drei Frauen zogen bei ihm ein und haben ihn verlassen.
     
    • # 11
    • 01.09.2019
    • void
    Vielleicht hat sich eure Beziehung mittlerweile so eingependelt, dass er zufrieden damit ist, dass ihr nicht zusammen wohnt, vielleicht hat er von Anfang an so eine "schau'n wer mal"-Haltung gehabt und Dir nur gesagt, was Du hören wolltest. Wenn man sich noch nicht gut kennt und verliebt ist, ist auch gut reden davon, dass man irgendwann mal dies und das und jenes zusammen tut. Es muss sich ja erstmal zeigen, ob man dahin kommt.

    Mein Klischeedenken über Männer ab einem bestimmten Alter sagt: Das ist typisch Mann und das war vorauszusehen.
    Auch das. Aber immerhin - er will nicht GAR NICHT zusammenziehen, außer er denkt, dass Du es sowieso nicht machst.
    Mal ne Frage: Was sollte das sein? Wünsche und Ziele für die Zukunft eines Paares? Meinst Du heiraten, Kinder adoptieren, viel reisen? Neues Zuhause bauen ist vom Tisch, das hat er gesagt, indem er Dir anbot, zu ihm zu ziehen, weil ER sich dort nicht wegbewegen wird aus genannten Gründen.
    Kann alles sein, aber manchmal ist es auch so, dass man mit diesem Part in seinem Leben einfach zufrieden ist und abgeschlossen hat. Vielleicht hat er anfangs drüber nachgedacht, ob er umziehen würde, um mit Dir irgendwo neu anzufangen, und dann generell entdeckt, dass er wohnorts- und sozial-angebunden-mäßig total zufrieden ist.
    Vielleicht ein bisschen ungewöhnlich. Hast Du so viel Energie, Dein ganzes Leben umzukrempeln, um VIELLEICHT irgendwann doch noch mal ganz allein irgendwo anfangen zu müssen? FB führen ist nicht Zusammenleben, da können noch einige böse Überraschungen auf euch zukommen. Von daher ist es höchst riskant, so aus dem Fast-Nichts seine Existenz, wo sie schon gesichert ist, noch mal aufzugeben.
    Würdest Du den gemeinsamen Hausbau dann zur Hälfte finanzieren und könnte er sein altes Haus dabei behalten als Sicherheit? Oder müsste er das verkaufen, um dann am Ende mit ner Frau zusammenzuwohnen und nicht mehr ohne Verluste aus dem ganzen rauszukommen, wenn es doch mit euch nicht funktioniert in zwei Jahren? Immerhin hat er schon Erfahrung, dass Beziehungen scheitern, ob er die Schuld nun bei sich sieht oder nicht.

    Mein Rat wäre: Überlege Dir, ob Dein Wunsch realistisch ist mit dem kompletten Neuanfang mit Risiko in diesem Alter. Vor allem, ohne vorher wirklich zusammengelebt zu haben.
     
  12. Ich denke, es kommt auf die Persönlichkeit an.

    Möglicherweise hat er nun seinen Ruhepol gefunden und kann ein erneutes Aufbrechen an einen neuen Ort nicht mit dem gleichen Elan betrachten, wie Du. Kann sein, er ist in einer Lebensphase, wo er einfach eine vertraute ruhige Basis braucht. Er wird Dich gern haben, aber möchte nicht mehr weiterziehen.

    Wenn er nicht mit Feuer und glänzenden Augen auf einen Neubeginn in Eure gemeinsame Zukunft losgeht, dann würde ich es so belassen. Es ist sein Recht.

    Ich persönlich zog immer gern um. Würde mich auch heute noch in neue Abenteuer, neue Menschen, neue Orte stürzen.

    Vielleicht ist das aber in 10 Jahren nicht mehr so.

    Ich denke dieser Mann wird nicht Dein Weggefährte für einen Neuanfang. Jedenfalls nicht an einem neuen Ort. Ich würde ihn in Frieden dort sein lassen, wo er glücklich ist. Auch wenn ich traurig wäre und alleine weiter muss.

    Es müssen immer zwei in die gleiche Richtung wollen.
     
  13. Hallo Fs!
    So einen Mann hatte ich auch mal an einer Seite.
    Warten bringt nichts. Dem Mann sind deine Bedürfnisse einfach egal. Du kannst es immer und immer wieder sagen und auch Kompromisse schließen, aber er wird immer nur das machen was am Besten für ihn ist und NIE einen Schritt in deine Richtung.
    Natürlich soll jeder das machen, was ihm am Besten tut, aber wie dein Freund, hat auch meiner, mich immer in den Glauben lassen, das wir diese Schritte gemeinsam wollen und erst als es ernst wurde und wir vor der Schwangerschaft standen und er sich nicht mehr rauswinden könnte, kam das "Ich wilm das gar nicht" und genau das gleiche kam davor beim Zusammenziehen. Da wo er reagieren musste, kam das "Ich will das gar nicht". Davor hat er mit mir geschwärmt, wie schön das Zusammenleben wäre oder wie toll unsere Kinder wären.
    Er ist und wahr einfach ein Aal. Der sich aus allem rausgewunden hat und immer den, für ihn, leichtesten Weg gegangen ist.
    Es ist einfach egal, welche Bedürfnisse der andere ist. Man selbst ist sich der nächste und danach kommt erst einmal Kilometerweit nichts.
     
  14. Du fühlst dich nicht umsonst unwohl @si.ka, denn dieser Mann hat kein wirkliches Interesse an einer gemeinsamen Zukunft. Er möchte alles so behalten wie es ist und für deine Befindlichkeiten interessiert er sich nur am Rande.

    Du warst engagiert, hast immer wieder Ideen eingebracht, wie und wo ihr wohnen könntet und dass es für euch beide schön ist, doch wie du jetzt erkennst, möchte er das gar nicht, sondern hat sich gedacht, kommt Zeit, kommt Rat. Er möchte, aus Bequemlichkeit, am liebsten alles so belassen, wie es ist, da wirst du ihn wohl nicht umstimmen können. Für manche Menschen ist der Gedanke an einen Umzug oder eine Veränderung schon der Horror. Anscheinend gehört er zu diesen.

    Was mich allerdings immer wundert ist, dass Frauen gerne mit einem Mann zusammenziehen wollen, wenn ein Kind zum Studieren auszieht.
    Wie schaut es denn aus, wenn das Kind mal zu Besuch nach Hause kommen möchte oder überhaupt wieder nach Hause kommen möchte, aus welchem Grund auch immer.

    Ich hätte ein ungutes Gefühl das Zuhause meiner Kinder aufzugeben, solange sie sich nicht gefestigt irgendwo niedergelassen haben und finde, ein Zuhause sollte nicht durch eine bloße Studienaufnahme abgeschnitten werden. Und wenn doch, dann sollte immer ein Platz für das Kind im neuen Zuhause sein.
     
  15. Liebe FS,

    vor etwa acht Jahren lernte ich - online - meinen jetzigen Mann kennen. Nach etwa vier Monaten fragte er, ob ich mir vorstellen könnte irgendwann einmal zu heiraten. Ich bejahte ein wenig zögernd - nach etlichen gemeinsam gelösten Problemen und Veränderungen leben wir jetzt an einem anderen Ort zusammen, haben vor vier Jahren geheiratet und eine gemeinsame Immobilie gekauft.

    Das bedeutet "ja" von beiden Seiten - Dein Partner will nicht wirklich.
     
  16. Liebe Fs,
    Du bist eine lebenserfahrende Frau. Warum also hast Du diese Frage überhaupt gestellt, wenn Du diese Hintergrundinfo bereits hast? Du wusstest von vornherein, dass er ein träger Mann ist, der nichts mehr im Leben ändern will und auch nicht mit Dir was gemeinsames machen will. Es läuft mit euch nur, wenn Du Dich nahtlos in sein Leben einfügst. Alles muss seinen Trott gehen. Darum laufen ihm die Frauen nach kurzer Zeit davon.

    Er will nur eine weibliche Wärmeflasche für etwas mehr Behaglichkeit in seinem Leben. Ob es der Frau dabei gut geht, interssiert ihn nicht die Bohne. Was meinst Du, wie das wird, wenn er in Rente ist.
     
  17. Mein Partner ist auch 55. Seit fünf Jahren sind wir ein Paar und wohnen bisher noch nicht zusammen, auch wegen meiner Kinder, die nun aber flügge werden. Und nun werden wir ein gemeinsames Haus an einem komplett neuen Standort kaufen und auch heiraten. Also kann ich deine Vermutung, dass Männer diesen Alters die Veränderung scheuen, nicht bestätigen. Ich kann aber auch nicht herauslesen, dass er abgeneigt ist mit dir zusammenzuleben. Versuch doch noch mal ins Gespräch zu kommen. Und lass ihm Zeit. Mein Partner brauchte Zeit. Ich hätte nicht gleich nach ein oder zwei Jahren Beziehung so weitreichende Entscheidungen wie Hauskauf oder Hochzeit treffen wollen und können.
     
  18. Nein das stimmt so pauschal nicht. In der "Verliebtheitsphase" trifft das wohl mehr zu. Die Tatsache, dass es gesellschatlich so gesehen wird, heißt noch lange nicht dass auch jeder so fühlt.

    Ich z.B. nicht brauchte und brauche schon immer meinen Freiraum, und der ist eher nicht bei meiner Partnerin vorhanden.
     
  19. Soll ich dir was sagen? Das war sein Plan von erster Sekunde an!
    Am Anfang lügt man für die Beziehung als Mann so ziemlich viel, um ein besseres Bild von sich abzugeben.

    Als Renter nochmal umziehen? Neue Leute, neue Umgebung, unbekanntes Netzwerk, alles nochmal neu lernen. Ich stell mir das sehr ermüdend vor, da man doch irgendwann mal Ruhe haben will.

    Wie wäre es, wenn du erstmal versuchweise paar Wochen bei ihm wohnst, um zu sehen, wie schnell sich der Alltag einschleicht, wie schwer es ist, neuen Anschluss für dich zu finden und in einer komplett neuen Stadt zurechtzufinden, einen neuen Dialekt zu lernen und wie schnell dein Freund sich andern Dingen widmen wird wie Fernsehen, Computer, Arbeit. Und wenn das klappt, dann eben immer länger.
     
  20. Ich denke es ist auch einfach eine Typfrage. Manche mögen Beständigkeit und sind zufrieden, mit dem was sie haben und andere streben immer nach Veränderung und Neuem, krempeln gerne alle paar Jahre ihr Leben um. Kommen oft aber auch dauerhaft zu nichts.

    Ich denke einfach, dass was du ihm in Aussicht stellen kannst, ist nichts, was er besonders toll findet, es ist keine Verbesserung aus seiner Sicht. Wo wären seine persönlichen Vorteile?

    Es ist schön für ihn, wenn du da bist und er will auch mit dir zusammenziehen, das heißt du kannst zu ihm ziehen, aber er selbst möchte eben nicht noch mal von vorne anfangen.

    Er weiß was er hat und will damit kein Risiko eingehen, das zu verlieren, wenn es mit euch ggf nicht mehr passt.

    Ich kann seine Einstellung verstehen und würde das nicht anders machen.

    Ich würde auch nicht aus meinem Haus ausziehen, wenn der Partner das will, weil er etwas gemeinsames Eigenes aufbauen möchte, wenn damit für mich auch nur irgendein Risiko einhergeht, das zu verlieren was ich jetzt bereits habe.

    Das hat für mich auch nichts mit mangelnder Liebe zu tun, sondern mit Eigenverantwortung für mein Leben.

    Ich würde keine romantische Liebe über meine finanzielle Altersicherheit stellen.

    Wenn man außer einer mittelmässigen Mietwohnung nichts zu verlieren hat, fällt diese Entscheidung natürlich leichter.
     
  21. Bei euch hat es geklappt. Man kann aber anderseits nicht von jemandem verlangen, dass er seine eigene Wohnung oder sein eigenes Haus einfach so aufgibt. Er hat ja da auch viel Geld rein gesteckt. Wenn man zur Miete wohnt ist es ja noch was anderes. Kurz vor der Rente will man natürlich auch keine große Veränderungen mehr.

    Viele können es sich finanziell einfach auch nicht leisten nochmal neu anzufangen. Ihr habt es geschafft. Ein anderer schafft das vielleicht nicht.
     
  22. Ich würde mich überhaupt nicht auf eine Fernbeziehung einlassen (Ausnahme ein langjähriger Partner muss sich beruflich bedingt räumlich verändern). Wer gezielt Fernbeziehungen sucht hat oft ein Näheproblem und dieses wäre dann eine Zeitbombe die spätestens dann hoch geht wenn man sich dann doch wesentlich näher kommt.

    Dazu warum sind eigentlich die drei Beziehungen deines Partners gescheitert @si.ka ? Dazu ergänzend war mit den gescheiterten Beziehungen jeweils ein Neuanfang notwendig? Vielleicht hat er deswegen dazu keine Lust mehr oder er hat immer irgendetwas Entscheidendes verweigert und deswegen haben sich seine Partnerinnen von ihm getrennt. Nicht wenige Menschen verfolgen Muster und neigen zu Wiederholungen. Er vielleicht auch.

    Ich persönlich hätte auch keine Lust über 100 km weit weg von meinen aktuellen Wohnort zu ziehen, es sei denn ich werde beruflich dazu gezwungen. Wer weiß was an weiteren Wünschen ggf. verknüpft mit Trennungsdrohung kommt wenn ich in so einer Sache nachgeben.

    Für eine Familiengründung sehe ich dies alles noch anders aber mit 50 gründe ich keine Familie und es entfällt damit ein wesentliches Motiv sich neu aufzustellen.

    Meine Freundin hat mich jetzt ebenfalls erneut gefragt ob wir zusammen ziehen. Meine Wohnung gefällt mir. Ihr ihre nicht mehr und meine auch nicht. Beide sind ihr zu städtisch. Sie will ländlicher wohnen. So wie ich über 25 Jahre gelebt habe. Das habe ich für mich abgeschlossen.

    Hinzu kommt für mich ein Problem. Sie nur einmal vor über 20 Jahren wenige Monate mit einem Mann zusammen gelebt und meine Frage was damals nicht passte nur mit einem Wegdrehen beantwortet. Ich habe keine Lust mich ebenfalls nach ein paar Monaten erneut zu verändern.

    Es gibt noch andere Faktoren die die Idee eines Zusammenziehen für mich unattraktiv macht. Sie minimalisiert permanent und trennt sich von Dingen. Ich habe sehr sehr viele Bücher von denen ich mich definitiv nicht trennen werde.

    Vielleicht hat der Freund von @si.ka ähnliche Gedanken (?)
     
  23. Die Frauen wollen schon viel früher zu ihrem Partner ziehen. Aber sie nehmen Rücksicht auf das Kind, damit das Kind nicht kurz vor dem Schulabschluss die Schule wechseln muss.
     
  24. Lieben Dank an Euch, ich sehe ganz unterschiedliche Meinungen. Zum Thema Eigentum, er wohnt im eigenen Haus in einer Wohnung. Diese würde der Sohn, gerne übernehmen, da er auch das im Haus befindliche Gewerbe übernimmt. Ich wohne in einer eigenen Wohnung, welche meine große Tochter auch gern übernehmen würde. Beide würden Miete zahlen. Es gibt keinen finanziellen Verlust zu befürchten. Alles ist abbezahlt, das Erbe ist klar. Wir sind finanziell beide unabhängig. Ein neues Zuhause würde sich ohne finanzielle Verluste und Kredit realisieren lassen und das Eigentum bleibt. Also das kann nicht der Grund sein.
     
  25. Genauso sehe ich dies ebenfalls.

    Abgesehen davon, Veränderungen stehen auf jeden Fall bevor - selbst, wenn der eine Partner "nur" zum Anderen zieht.
    Es ist schon ein massiver Unterschied, ob man alleine wohnt und der Freund/Freundin nur ab und an "zu Besuch" kommt.
    Unvermeidlich, dass der Dazuziehende etliche persönliche Dinge mitbringt, für die Platz geschaffen werden muss - das Gefühl von "Heimvorteil" gilt es für den bisher allein Wohnenden aufzugeben.
    Miteinander zu wohnen/zu leben bedeutet auch absolut nicht, dass man seine eingeschliffene Lebensführung einfach so beibehalten kann. Schliesslich sollen sich ja Beide in der dann gemeinsamen Wohnung wohlfühlen. (Da können schon die - gewohnheitsmässig - sich unter dem Tisch stapelnden Arbeitssocken zu einem netten Problem mutieren ... )
    An einer Neugestaltung seines bisherigen Lebens kommt der Freund der FS auch dann nicht vorbei, wenn sie sein "Angebot" zu ihm zu ziehen annehmen würde.

    Dies klingt auch nicht wirklich danach, dass er überhaupt viel davon hält, wenn Menschen sich auf wirklich feste, verpflichtende Bindungen einlassen.
    Eher in einem tiefen Misstrauen verhaftet, dass "so etwas" überhaupt gut gehen kann ...

    Ich lese nichts wirklich überzeugendes heraus, dass dieser Mann eine nahe Beziehung möchte ... So, wie momentan scheint es in Ordnung - er lebt sein Leben und trifft sich ab und an mit einer netten Frau, die für etwas Abwechselung, Spass und körperliche Aspekte sorgt.
    Nicht wenig - aber eben nicht mehr ...
     
  26. Du kannst rechnen?
    2 Häuser, guter Verkauf, ergibt problemlos 1 Haus gemeinsam, Neubau oder Kauf, und gute Restbeträge für Rücklagen.

    Man kann, mit dieser Ausgangslage. Wenn man will.

    Man kann jeden Neuanfang, wenn man will.

    M, 54
     
  27. Die FS hat geschrieben, dass ein Sohn im Haus des Freundes mit diesen ein Gewerbe betreibt und dies nach dem Endes des Berufslebens weiter betreiben will.

    Ich will ja nicht sagen, dass Kinder generell immer Vorrang vor dem neuen Partner haben müssen. Aber für eine Altersbeziehung würde ich garantiert nicht mit ihnen nachhaltig brechen in dem ich ihnen ihr Geschäft zerschlage oder verlange, dass ich marktüblich ausgezahlt werde.

    Wie siehst du das @Aries ?
     
  28. Stimmt wenn man 2 Häuser verkauft dann geht das. Wenn man die Häuser abbezahlt hat ist das natürlich kein Problem.

    Anderseits ist es aber auch ein Problem wenn man ganz weit weg zieht. Damit meine ich jetzt nicht das finanzielle. Man hat ja auch einen Job. Außerdem hätte ich auch keine Lust wegen meinem Freundeskreis. Man hat ja auch Freunde die man schon jahrelang kennt.

    Bis 50 Kilometer ist das eigentlich kein Problem. Es gibt ja auch welche die gleich ein paar hundert Kilometer umziehen. Das würde ich nie im Leben machen.
     
  29. Das funktioniert nur, wenn man genug Geld auf der hohen Kante hat, um es mal eben in eine neue Immobile, bei den aktuell sehr verrückten Preisen, zu investieren.

    Aber alleine die Tatsache, das er seinen Wohnort behalten möchte, sagt schon alles. Ich würde ja darauf beharren, das beide Parteien an einen ganz neuen, dritten Ort ziehen. So gibt es keine Vorteile, beide stehen am Anfang und befinden sich somit in der selben Ausgangssituation.
     

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