1. Finanzieller Hintergrund bei neuer Bekanntschaft

    Wenn ich (42) einen neuen Mann kennen lerne, möchte ich schon irgendwie auch etwas über seine finanziellen Verhältnisse erfahren, denn es geht ja auch darum, eine zukunftsgerichtete Beziehung aufzubauen, welche Hausbau/Wohnungskauf oder zumindest grössere gemeinsame finanzielle Projekte beinhaltet. Viele Männer weisen ja schon von sich aus durch ihre Hinweise darauf hin (in Scheidung leben, für mehrere Kinder unterhaltspflichtig), da erübrigt sich langes Fragen und die erscheinen mir dann auch unpassend. Aber wie sollte ich, natürlich mit Fingerspitzengefühl, vorgehen, um in etwa den finanziellen Hintergrund besser beurteilen zu können? Da ich selber Wohneigentum und Vermögen habe, möchte ich eben keinen Mann ohne Geld.
     
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  3. Nun, auf die offensichtlichen Dinge wie Klamotten oder Auto kommst du sicherlich selbst. Aber abgesehen davon könntest du IHN vorschlagen lassen, in welchem Restaurant oder Café ihr euch treffen wollt. Da gibt es ja durchaus Qualitätsunterschiede.

    Wenn du daran interessiert bist, in welchen häuslichen Verhältnissen er mal leben möchte, dann frag ihn genau das und gehe nicht dem Umweg über die Finanzen. Es ist erstens riskant, wenn eine Frau einen Mann zu grob fragt, wie es um seine Finanzen bestellt ist, und zweitens kann er ja durchaus gut situiert sein, aber dennoch andere Wohnvorstellungen haben als du.

    Ähnlich verhält es sich beim Thema Urlaub. Es ist auch hier besser, direkt die Lieblingsurlaubsvorstellungen anzusprechen, statt den Umweg über die Finanzen zu gehen. Wenn er gerne eine einjährige Weltreise machen will (kostet etwa 35k), dann weißt du Bescheid. Wenn er lieber Urlaub auf Usedom macht, dann weißt du auch Bescheid.

    Den dritten Punkt betrifft die Gefahr, dass er dich finanziell ausnutzen könnte. Sowas ist natürlich schwer herauszufinden. Bestenfalls kannst du im Gespräch überprüfen, ob er einen selbstständigen Eindruck macht. Solche Leute spekulieren im Allgemeinen nicht auf das Geld anderer, weil sie selbst alle Möglichkeiten haben.
     
  4. Es geht mir nicht um teure Restaurants oder protzige Klamotten/Autos. Sowas beachte ich gar nicht. Wichtiger finde ich z.B., ob eine Eigentumswohnung/ein Haus vorhanden ist und wie es mit Vermögen aussieht. Mir ist es lieber, wenn der Mann eher bescheiden lebt, preiswerte Urlaub macht und spart (das mache ich selbst auch) als sein ganzes Gehalt jeden Monat leichtsinnig zu verprassen. Es geht mir also um das potentielle Vermögen, welches er hat oder auch nicht. Denn nur damit könnte man ja zu zweit langfristig vernünftige Zukunftsplanung in Angriff nehmen. Viele verdienen zwar ordentlich, haben aber trotzdem keinen nennenswerten Ersparnisse und noch evtl. Altlasten in Form von Kindesunterhalt bzw. Schulden aus der Vergangenheit und können somit auch nichts zurücklegen.
     
  5. Finde ich ein klasse Thema, auch viel zu sehr vernachlässigt. Gleiche Problematik hat man als Mann allerdings auch.
     
    • # 4
    • 07.10.2010
    • Gast
    Meinst Du das ernst?

    Die schönsten Tage, die ich in den letzten 30 Jahren erlebt habe, waren drei Tage gämmeliges Föhr, mit einem ganz besonderen Mann.

    Mein letzter Partner hätte mich wer weiss wohin eingeladen- irgendwie hat es nie geklappt und später wurde mir auch klar, warum ich einer konkreten Planung immer ausgewichen bin.

    Ich habe auch schon erlebt, dass mir der "Außendienstmitarbeiter" mit dem ältlichen Dienstwagen bei dem dritten Date eingestand, es sei seine Firma und er wolle selbst, als Person, gemocht werden.

    Du hättest sicherlich kein zweites Date mit ihm vereinbart, oder? Manchmal kann ich Männer schon verstehen....
     
  6. irgendwie hört sich diese Frage an, als solle eine GmbH gegründet werden und nicht eine Liebesbeziehung.
     
    • # 6
    • 07.10.2010
    • Gast
    @FS: Und was, wenn es trotzdem die große Liebe ist?

    @1: "solche Leute", die einen selbständigen Eindruck machen, spekulieren nicht auf das Geld anderer?
    Schonmal auf so jemanden reingefallen? Scheinbar nicht...
    Und was, wenn ich auf Usedom ein Ferienhaus habe, weil ich es da mag?
     
    • # 7
    • 07.10.2010
    • Gast
    Finde es absolut richtig. Übrigens: erstaunlich viele Männer machen sich auch Gedanken über den finanziellen Hintergrund. Keine "Romantik" oder so was! Ich habe 2 "echte" Abzocker erlebt , noch einer hat mich beim 1. Telefonat(!) beinahe gefragt, wieviel ich verdiene. Mein erster Gedanke war , traurig sowas. Aber man muss sich als Frau halt an- und aufpassen. Der Mann muss schon etwas bieten können, denke mal der FS geht es auch darum, und nicht um Oberflächlichkeiten (wie Autos etc.) . Mit 30-45 ist der Mann in der Regel entweder "Gewinner" oder "Verlierer", ich erlebe oft "nette Kerle" zu denen ich schon mal sagen wollte: "junger Mann, machen Sie was aus ihrem Leben!" Ein Mann ohne Geld ist (sorry!) entweden ein Verlierer oder... ein Abzocker.
     
    • # 8
    • 07.10.2010
    • Gast
    Ich (w/47), finanziell unabhängig, Single-Mama, mit bescheidenem Lebensstandard, habe leider einige Männer kennengelernt, die fast nicht mal ihren Latte selber zahlen konnten, weil sie Schulden hatten oder sehr viel Unterhalt an Ex oder Kinder zu zahlen haben. Ich mache nur Urlaub in Deutschland, lieber auf nem Bauernhof, als auf Malle, aber nicht mal ein Kurz-Wochenende in Warnemünde, im preiswerten Hotel, gibts da auch, war bei diesen Männer drin.

    Ich kann die Frage der FS, sie ist vielleicht ein wenig taktik falsch formuliert, gut verstehen. Ich suche bei einem Mann finanziell nur das, was ich selber "bieten" kann.
     
    • # 9
    • 07.10.2010
    • Gast
    Fingerspitzengefühl?
    Ich würde sagen hier ist kein Fingerspitzengefühl notwendig, sondern Ehrlichkeit.
    Ehrlichkeit von Anfang an seine Motive und Wünsche für eine Partnerschaft klar zu beschreiben.
    Es gibt doch auch genug Kontaktanzeigen, in den der solvente Mann, gutsituierte , in gesicherter Position mit Vermögen und ohne "Altlasten" seine Liebste sucht.
    Insofern gibt es doch genug Chancen hier den "Richtigen" zu finden.
    Das man dann vielleicht auf der anderen Seite etwas Abstriche machen muss, damit sollte man dann leben können.
     
    • # 10
    • 07.10.2010
    • Gast
    zu #8 Sorry, ich denke, es ist nicht richtig. Die Frau hatte (früher!) normalerweise für den Haushalt & Familie gesorgt und der Mann war ein VERSORGER. Wenn ich (w) selber arm bin und auch einen bescheidenen Lebensstandart habe, dann bleibe ich lieber alleine als noch eine männliche "arme Socke" bei mir zu haben. Bringt nur noch mehr Probleme! Habe früher anders gedacht, aber nach meinen Erfahrungen stehe schon dazu. w/34
     
  7. @#2: Hört sich jetzt eher so an, als seist du eher an seinem Lebensstil interessiert. Auch das kann man doch leicht herausfinden, indem man einfach über Gott und die Welt plaudert und den anderen zum Beispiel Details über den letzten Urlaub erzählen lässt. Das Einkommen kann man ja ungefähr an dem Beruf oder der ausgeübten Tätigkeit abschätzen.
     
  8. @Zwangsberlinerin: Ich finde, ThomasHHs Tipps treffen genau ins Schwarze. Unterhalte dich nicht über Finanzen, sondern über Lebensziele, Wohnsituation, Urlaubsvorlieben und so weiter. Man kann doch ganz unkompliziert und unauffällig darüber sprechen, ob man in einer Mietwohnung wohnt oder Eigentumswohnung oder ob man schon ein Haus hat. Das gleiche gilt für die meisten anderen Bereiche -- schließe die Finanzen aus dem Leben und Wunschvorstellungen, ohne dass Du direkt darüber sprichst. Beobachte auch, wie normal er im Restaurant bezahlt, wie er auf Ausflugs- oder Urlaubsideen reagiert und so weiter. Eigentlich habe ich nie Probleme, mit Männer über solche Aspekte zu sprechen: Sie erzählen gerne davon.

    Ach ja, und lass Dir hier nicht einreden, Finanzen wären egal. Du siehst das prinzipiell schon richtig. Wir suchen einen Partner, um gemeinsame Lebensziele umzusetzen. Dazu müssen sowohl die Lebensziele als auch die Möglichkeiten passen.
     
    • # 13
    • 07.10.2010
    • Gast
    Finanzieller Hintergrund bei neuer Bekanntschaft! Antwort: "ich könnte mir nicht vorstellen dies als Kriterium für eine neue Partnerschaft voranzustellen! Für mich kommt nur eine natürliche Herzfrau und keine wirtschaftliche orientierte Kopffrau in Frage! Ich schließe mich #5 zu 100% an:
    "irgendwie hört sich diese Frage an, als solle eine GmbH gegründet werden und nicht eine Liebesbeziehung." m48
     
    • # 14
    • 07.10.2010
    • Gast
    Ehrlich gesagt, wenn ein Mann mit 40 keine Eigentumswohnung hat, dann ist er ein Verlierer, finde ich gelinde gesagt ziemlich anmassend. Es kommt auf die Lebensziele an, die ein Mensch hat. Es gibt genügend, denen das nicht wirklich wichtig ist.

    Jetzt zur Frage:
    Du scheinst gerne vorauszuplanen. Genau das würde ich bei deinen Dates ansprechen, da dir persönlich dieses Thema sehr wichtig ist. Es kann dann natürlich sein, dass Du zu Beginn eine gewisse Ausfallquote hast, aber diese Männer passen halt nicht in dein Schema. Es gibt sicherlich genügend Menschlein auf dieser Erde, denen das gleiche Thema am Herzen liegt und dann weißt Du, dass Du damit abgedeckt bist.

    Für mich persönlich war Geld in der Vergangenheit immer nur so wichtig, dass ich in einem Restaurant nicht auf die rechte Preisspalte schauen muss. Das ist schnell erreicht. Zu Planungen, da ich dort wohl etwas aus dem Rahmen falle. Bis vor zwei Jahren war ich wohlhabend, dann ein armer Schlucker und jetzt gehts wieder in die andere Richtung. Eigentumswohnung hab ich keine, bereitet mir aber auch keine schlaflosen Nächte. Von daher würde ich z.B. zu deiner Ausfallquote zählen. Ich glaube, da wären wir beide nicht traurig drüber ;-).

    Ich wünsche dir trotzdem alles Gute.
     
    • # 15
    • 07.10.2010
    • Gast
    Die Fragestellerin hat gute Gründe, bei einem Mann auf Vermögen und Einkommen zu achten.
    Da sie sich als Zwangsberlinerin bezeichnet, schliesse ich daraus, dass sie in Berlin einen Mann auf finanzieller Augenhöhe sucht.

    Ein fast unmögliches Unterfangen in der Altersgruppe ab 40 in dieser Stadt. Berlin hat zu Mauerzeiten bundesweit die Leute angezogen, die etwas fauler und erfolgloser sind als in anderen Gegenden Deutschlands. In Berlin konnte man jahrzehntelang unbehelligt arbeitslos sein oder jahrzehntelang studieren und sich mit Studi-Jobs finanzieren. Ein Ding der Unmöglichkeit in z. B. Schwaben oder Bayern. Die Lebenshaltungskosten in Berlin waren von 1980 - 1999 lächerlich im Vergleich zu anderen Gegenden Deutschlands (Ausnahme Ex-DDR).

    Ausserdem sind damals scharenweise junge Männer wegen Flucht vor Wehrpflicht nach Berlin gekommen.
    Diese Männer sind inzwischen über 40 Jahre alt, haben häufig ihr Studium nicht zu Ende gebracht, leben teilweise immer noch in WG, teilweise mit Ofenheizung, Aussenklo und ohne Bad.

    Da ich ebenfalls ín Berlin einen normalen Mann ab 40 suche, muss ich leider sagen, dass der normale Mann in dieser Stadt ein Einkommen von etwa 28 000 Euro brutto hat, wenn er denn überhaupt arbeiten geht.

    Ich kann aus eigener Beobachtung sagen, dass die meisten erfolgsorientierten Männer aus meinem Bekanntenkreis aus Berlin abgewandert sind oder beruflich pendeln.
    Nach dem Studium haben sie es in Berlin versucht und sind inzwischen verstreut auf das gesamte Bundesgebiet, hauptsächlich Richtung Süden.
    Die Männer, die in meinem Bekanntenkreis arbeiten und ein gutes Eikommen haben, sind verheiratet mit Kindern.
    Eigenheim ist in Berlin eher die Ausnahme.
    Wozu auch? Die Mieten sind billig, steigen nur moderat und man ruft die Hausverwaltung an, wenn was kaputt ist.
    Wer ein Häuschen im Grünen hat oder will, lebt im Umland.
    Liebe FS, such Deinen Traummann lieber ausserhalb Deiner Zwangsheimat.
     
  9. Erschreckend wie manche hier an eine Beziehung herangehen^^
    Meint Ihr das alles ernst?
    Sollten nicht Gefühle das Pro und Kontra steuern und nicht das prall gefüllte Sparbuch?

    Vielleicht liegt es auch einfach an mir aber ich bin ein absoluter Bauchmensch, der ohne das entsprechende Kalkül in eine Beziehung geht.
    Ich könnte mit den Fragen oder Andeutungen sicherlich auch nicht umgehen und es würde mich auch ein wenig abschrecken.
    Lerne den Menschen doch erst einmal kennen und es werden sich die Fragen von alleine beantworten. Ich glaube nicht, dass es von Erfolg gekrönt ist, wenn man mit der Tür ins Haus fällt.

    [Mod: Unzulässige Signatur entfernt. Bitte registrieren!] (m38)
     
    • # 17
    • 07.10.2010
    • Gast
    Ich vertrete auch die Ansicht, dass man sich gut überlegen sollte, auf welcher bass man eine Beziehung bauen möchte. Wenn man sich in der Beziehung einen gewissen Lebensstandard erhalten möchte, den man sich selber finanzieren kann, dann möchte man das ja auch gerne in einer partnerschaft weiterhin. Wenn ein neuer Partner im Alter von > 40 finanziert werden muss, kommt da ein seltsames Gefühl bei auf, dass mir auch nicht gefällt.

    Wenn man nun ein Millioneneinkommen jährlich hat, dann stellt sich die Frage der Möglichkeit wahrscheinlich nicht, ob man einen Partnr mit "durchziehen" kann, ohne das zu merken. Aber wer hat das schon ;)

    Wirklichgar nicht gefällt mir der Gedanke, dass ich einen Mann mit ernähren soll, der sein Einkommen in großen Anteilen an seine Altfamilie abgeben muss. Während seine Ex sich von ihm finanzieren lässt und auch einen Anspruch darauf hat, weil sie Jahre ihres Lebens und eigene Karriere geopfert hat usw. , finanziere ich dann die finanziellen Engpässe ihres EX-Mannes nach Scheidung beklagt. Wenn das so wäre, dann empfinde ich das so, dass ich mein Geld auch gleich der Ex-Frau geben könnte, ist ja eigentlich kaum ein Unterschied. Das will ich ganz sicher nicht.
     
    • # 18
    • 08.10.2010
    • Gast
    Wenns dir drauf ankommt lass seine finanziellen Verhältnisse von einer Detektei checken.

    Und schreibs hier rein worauf es ankommt !
     
  10. Danke für Eure hilfreichen Antworten! Ich wiederhole noch einmal, dass es mir nicht um Protzerei und Angeberei geht, für mich tut es der preiswerte Urlaub im 3-Sternehotel und die Dönerbude um die Ecke - aber: ich bin froh, dass ich mir, wenn ich wollte, Luxus leisten könnte. Warum ich keinen Partner ohne Vermögen möchte, ist ganz logisch. Selbst wenn anfangs Verliebtheit herrscht, nach einiger Zeit kommt man in die nächste Phase, wo es um gemeinsame Ziele geht und wo man an gemeinsames Wohneigentum, oder eine Ferienwohnung oder ähnliches denkt und da hat jemand, der ausschliesslich sein monatliches Durchschnittsgehalt zur Verfügung hat, einfach schlechte Karten, die finanzielle Basis und somit das Gleichgewicht ("sog. Augenhöhe") fehlt halt. Man geht dan neben in verschiedene Richtungen, das Ende jeglicher Partnerschaft. Und bei einem Mann Mitte 40 mit Unterhaltspflichten ohne Vermögen und den eher unterdurchschnittlichen Gehältern im Raum Berlin, kann man sich die Zukunft ausmalen. Ich möchte eben nicht in einer reinen Freizeitbeziehung (Frederika hat dafür einen passenderen Ausdrück !) landen, wo gemeinsame vernünftige Projekte, welche automatisch Finanzen beinhalten, tabu sind, nur weil der Mann wenig Ersparnisse hat. Es geht mir auch darum, etwas vernünftiges aufzubauen, Sicherheit und Sachwerte zu schaffen.
     
    • # 20
    • 08.10.2010
    • Gast
    Entscheidend ist meiner Meinung nach, wie jemand mit Geld/Vermögen umgeht und nicht wieviel er verdient oder hat. Es soll ja gut verdienende Schauspieler geben, die finanziell am Abgrund stehen.
    Und den Umgang mit Geld kann man nicht besser als im Alltag beobachten und da wird sich beim näheren Kontakt bald ein Bild ergeben.
    Einer Frau, die mehr oder weniger direkt (zumindest zu Beginn eines Kontaktes) nach Einkommen oder Vermögen fragen würde, würde ich vielleicht erzählen, daß ich "Millionenschulden" hätte.
    Selbst wenn jemand ein Eigenheim besitzt und dieses auch wunderschön eingerichtet ist, sagt dies noch rein gar nichts darüber aus, wie es finanziert ist. Und wenn es fremdfinanziert ist, sagt dies noch gar nichts darüber aus, welches Einkommen dem gegenübersteht. Und das ist auf den ersten Blick auch nicht auf einem Kontoauszug zu erkennen.

    Ich versuche mir am Anfang einfach ein Bild zu machen und später kann man auch offen über das Thema Finanzen reden. Und da spielt das Thema Lebensziele (#14) für eine neue Partnerschaft die entscheidende Rolle.
    m
     
    • # 21
    • 08.10.2010
    • Gast
    Erstaunlich, für wie viele Menschen Geld bei der Partnerwahl wichtig ist.
    Ich wäre niemals auf die Idee gekommen. So lange ein Mann seinen Lebensunterhalt verdient, ist es für mich in Ordnung.

    Das kann aber auch daran liegen, dass ich andere Ziele habe im Leben als Haus oder zumindest Eigentumswohnung und dickes Auto und teure Reisen. (Übrigens, ich habe vor Jahren eine 8-monatige Reise gemacht durch Indien, Nepal, Burma, Thailand, Malaysia, Singapur, Indonesien, die Philippinen und China. Diese Reise hat mich - mit allen Flügen, es waren insgesamt 13 - etwa 4000 Euro gekostet, und wir - mein damaliger Freund und ich - haben nicht schlecht gelebt. Ich war auch schon in Mexiko, Marokka, Sri Lanka, immer mindestens 4 Wochen, und keine dieser Reisen war teuer. Keine war luxuriös, alle haben wir auf eigene Faust gemacht, also außer Hin- und Rückflug hatten wir nichts gebucht, alle waren ganz wunderbar und reich an Erlebnissen und Erfahrungen. Sie haben mein Weltbild nachhaltig geprägt.)

    Ich lebe seit ein paar Jahren mit einem Mann in einem gemieteten Einfamilienhaus zusammen am Rande Berlins, und ich bin mit so einem Lebensstandard völlig zufrieden.

    Es ist wie immer: es geht um Kompatibilität. Wenn einem Finanzen wichtig sind, dann muss man sich eben so einen Partner suchen. Mir sind ganz andere Dinge wichtig, ich bin ausgesprochen glücklich und zufrieden, und darüber bin ich froh und dankbar.
     
    • # 22
    • 08.10.2010
    • Gast
    Auf Fragen zur finanziellen Potenz als Auftakt reagier ich recht allergisch, ich erfülle Deine Vorselektionskriterien als Indikator auf Habenix und bin doch keiner, aber das häng ich nicht an die grosse Glocke. Da muss Frau sich in Geduld üben und wenn das zwischenmenschliche passt dann kann man auch über Schotter reden. Ich mag keine Finanzexibitionisten.
     
    • # 23
    • 08.10.2010
    • Gast
    @21:

    Ich stimme Dir prinzipiell zu und habe wohl einen ähnlichen Lebensstil bzw. finde Lebensglück in ähnlichen Dingen, wie Du. Selbst habe ich meine Arbeitszeit (und damit den Verdienst) kräftig heruntergeschraubt, habe statt Geld jetzt das Luxusgut von viel Freizeit und Urlaub.

    Kritisch wird für mich die Finanzsituation des Mannes, wenn er sich selbst die von Dir angeführten Dinge (billige Urlaube, gemietetes Haus ect.) nicht mehr erlauben kann.

    Ich habe das in der letzten Beziehung erlebt, wo meinem eigentlich sehr gut verdienenden Partner nur noch 1.000 € netto für sich blieben, dank Unterhalt an Ex und Kinder. Solche Männer gibt es zuhauf, das ist kein Einzelfall!
    Wenn der Partner sich schon überlegen muss, ob er Essen gehen, Saunabesuch, ein Urlaubswochenende u.ä. bezahlen kann, dann ist für mich eine Grenze erreicht, die ich heute nicht mehr akzeptieren würde. Dann bleibt nämlich nur, den Partner ständig "auszuhalten" oder auf Freizeitunternehmungen, die man sich selbst ohne Nachdenken erlauben könnte, zu verzichten. Diese Beziehung ist zwar nicht an diesem Problem gescheitert, aber es war doch auch ein beziehungsbegleitendes Dauerproblem...

    Daher versuche auch ich bei den ersten Dates die finanzielle Situation des Mannes abzuchecken, wobei ich etwa wie von ThomasHH vorgeschlagen, agiere.

    w/49
     
  11. eigentlich verstehe ich das problem der fs nicht.
    offenbar erwartet sie mit ihrem zukünftigen ein ganz normales leben, ohne besonderen luxus.
    der kauf von wohneigentum ist auch mit durchschnittlichen einkommen möglich.

    ich gehe mal davon aus, dass die fs durchschnittlich verdient. kommt nun noch ein durchschnittsgehalt des mannes hinzu, dürfte der erfüllung ihrer lebensziele, finanziell kaum etwas im weg stehen.

    fragen an die fs: wie ist deine einkommenssituation?
    erwartest du vom mann ein besseres einkommen, als deines?
     
  12. Warum tun sich die Leute so schwer damit, solche Themen anzusprechen, während manchen intime Themen wie sexuelle Vorlieben locker über die Lippen gehen? Kann es sein, dass sich vorwiegend weniger gut gestellte Menschen darüber echauffieren? Wenn Augenhöhe bezüglich Bildung und Interessen als legitim gilt, warum dann nicht auch im finanziellen Bereich? Die Empörung befremdet mich. Ich kann meine Vorstellungen doch nur realisieren, wenn der Partner in etwa so viel einbringen kann wie ich, oder? Alles andere wäre zum Scheitern verurteilt. Ich möchte nicht in einer Mietwohnung leben müssen und genügend Bargeld vereinfacht halt das Leben. Man kann ja trotzdem bescheiden leben, wenn man möchte. Vernünftiger Umgang mit Geld, Sparsamkeit ist mir eher wichtig. Da lange hinterm Berg zu halten mit Informationen, macht doch keinen Sinn. Wenn die optische Anziehung nicht schon anfänglich vorhanden ist, wartet man ja auch nicht Jahre lang, bis die sich einstellen könnte; warum also sollte man aus seinen Zukunftsvorstellungen so ein Geheimnis machen oder den Mann mit Samthandschuhen anfassen? Sind Männer wirklich so zerbrechlich? Ich verstehe auch umgekehrt, dass ein Mann auch nicht die Teilzeit arbeitende alleinerziehende Friseurin mit Dumpinglohn als Favoritin hat und habe keine Scheu, den Mann von meiner finanziellen Seriosität zu überzeugen. Mit offenen Karten spielen! Wer da rumdruckst, hat etwas zu verbergen oder ist eben ohne Vermögen. Diskussionen über unterschiedlichen Musikgeschmack oder Klamotten erscheinen mir da viel weniger wichtig. Die "absoluten" Bauchmenschen fallen ja oft genug auf die Nase, da sie weniger auf Komptabilität achten.
     
    • # 26
    • 08.10.2010
    • Gast
    ....ähm, da hab ich als Mann mal eine Frage, so rein interessehalber.
    60K im Jahr Bruttoeinkommen ist wohl dann in Augen der FS nah' dran an Hartz4?
    Kann mir das hier bitte mal jemand beantworten, wieviel wirklich Viel und wenig Geld in Zahlen ausgedrückt ist??
    Nur, damit ich hier in Zukunft keine Missverständnisse erlebe...
     
  13. @#19: Ja, ich kann Deine Argumente rundherum nachvollziehen. Lebensziele gehören dazu und sie müssen verwirklichbar sein. Dazu gehört eben nicht nur Wollen sondern auch Können, im Sinne von Finanzen und Kompetenzen.

    Du hast einfach recht, wenn Du sagst, es ging Dir nicht um eine reine "Freizeitbeziehung" [sic], sondern um eine vollwertige Lebenspartnerschaft, bei der man gemeinsam an einem Strang zieht, um durch Synergien Ziele zu erreichen, die man alleine eben nicht so einfach erreicht hätte.

    Kinderwunsch, Hausbau, komfortable Gestaltung des Lebensabends sind keine übertriebenen Träumereien, sondern ganz realistische, gesunde und sinnvolle Pläne.

    Ich plädiere hier ja beständig gegen geschiedene Männer für ledige Frauen. Männer, die Geld an eine Ex zahlen müssen, gehen für mich gar nicht. Sobald man daran denkt, eine Wirtschaftsgemeinschaft zu gründen, sobald man also ein Wir-Gefühl für Haushalt, Einkommen, Zukunft entwickelt, kämen mir Unterhaltszahlungen vor, als ob ich eigenes Geld einfach direkt aus dem Fenster werfe. Das geht gar nicht. Ich arbeite doch nicht für eine Ex mit. Nein, das alte Scheidungsrecht mag unfair sein, aber so oder so muss man es nehmen, wie es ist: Geschiedene Männer mit Unterhaltsverpflichtungen sind bestenfalls Kandidaten zweiter Klasse. Und die will ich nicht. Auf keinen Fall.

    Danach aber, Zwangsberlinerin, kann man doch auch direkt fragen. Man spricht doch über Vorbeziehungen, seit wann man Single ist, ob man mal verheiratet war und so weiter und in dem Kontext kann man dann auch problemlos fragen, ob er irgendwelche Unterhaltsverpflichtungen schultern muss. Partnerschaft setzt Vertrauen und Informationen voraus.
     
  14. @#23: Ja, auch das stimmt. Mit Geld umgehen können, die richtige Balance aus Sparsamkeit und Großzügigkeit, zwischen Bescheidenheit und Komfort, sachliche Kentnisse und psychische Strukturen, die einen guten Umgang mit Geld ermöglichen sind eben nicht nur "hat er Geld", sondern sind ganz wesentliches Merkmal des Charakters.

    Sicherlich erzähle ich auch nicht am ersten Abend, ob und wieviel Geld ich habe. Aber man kann nach Unterhaltsverpflichtungen, nach Wohnsituation (Miete oder Eigentum?), nach Beruf und Stellung fragen und locker darüber sprechen, man kann Kleidung, Auto, Restaurantrechnung beobachten. Außerdem muss man das alles ja auch nicht am allerersten Date erledigen. Gerade das zweite oder dritte Date bieten doch oft bessere Gelegenheiten, mal über Politik und Gesellschaft, über Finanzen und Umgang mit Geld zu diskutieren, zu lästern, seine Meinungen herauszuhören.

    Mir ist zum Beispiel auch wichtig, dass er für Leistungsbereitschaft, Eigenverantwortung, Klartext ist, dass er gerne und selbstverständlich Verantwortung übernimmt, Kompetenz und Souveränität ausstrahlt. Dazu gehört eben auch, bisher in seinem Leben sinnvoll mit Geld umgegangen zu sein und zu wissen, "wo der Hammer hängt", also gesunden Menschenverstand zu haben und anzuwenden.

    @#25: Ja, Deie Schlussfragen sind zielführend. Hoffentlich antwortet die Fragestellerin darauf.
     
    • # 29
    • 08.10.2010
    • Gast
    Liebe 28, mach dir da mal keine Sorgen mit deinen 60k. Damit kann man wunderbar leben :).

    An die FS:
    Ich möchte dir nochmal auf deine #19 antworten

    Du hast deine Sicht der Dinge und dir sind Sicherheit, Eigentumswohnung/Haus und Planung sehr wichtig. Das respektiere ich und ist für dich sicher vernünftig, da Du daraus deine Zufriedenheit ziehst. Es gibt aber auch andere Menschen, wie Du bei einigen Antworten gemerkt hast. Leute, denen eine Eigentumswohung absolut unwichtig ist, z.B. Für mich käme so etwas nie in Frage, da ich bei Bedarf die Wohnung/Stadt/Land wechseln möchte, ohne mir vorher die Mühe machen zu müssen, die Wohnung zu verkaufen. Das ist immer mit Verlusten und Arbeit&Zeit verbunden. Zeit ist aber das, was mir am wertvollsten ist.

    Wenn ich z.B. bei einer Antwort lese, dass jemand weniger arbeitet, um mehr Freizeit zu haben, ist das genauso legitim. Du bist halt zu demjenigen mit deinen Einstellungen nicht komaptibel. Die Welt ist nicht schwarz/weiß. Auch Habenichtse sind keine unwerten Menschen, die stellen sogar die Mehrheit. Trotzdem findet man dort sehr liebenswerte Menschen. Auch Habenichtsen ist zumeist das Geld wichtig. Sogar wichtiger als dem gehobenen Mittelstand, weil die ständig darum kämpfen müssen, über den Monat zu kommen.

    Sei ein bisschen lockerer mit deiner Haltung, Du musst ja nicht jeden Habenichts heiraten. Es kann aber sein, wenn Du deine Finanzplanung immer an erster Stelle stellst, dass der wichtigste Mensch in deinem Leben an dir vorbei geht. Das will ich für dich nicht hoffen, eine gewisse Chance besteht aber schon.
     

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