1. Frauentag am 8. März - Fortschritte seit der Gründung?

    Am 8.März 1918 wurde der erste internationale Frauentag zu Ehren der Rolle der Frau in der Revolution ins Leben gerufen. Später wandelte sich dann die Bedeutung dieses Tages zur Erinnerung an die katastrophalen Arbeitsbedingungen und niedrigen Lohnverhältnissen von Frauen zu einem Gedenktag zur Einforderung von Frauenrechten. Was hat sich seit damals getan und wie steht es heute um die Rechte der Frauen? Sind Frauen mittlerweile auch gesellschaftlich auf der gleichen Ebene wie Männer? Was bringt in diesem Zusammenhang eine von Firmen auferlegte Frauenquote? Sind diese Entwicklungen noch mit einer Familie zu vereinbaren?
     
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  3. Frauen haben mittlerweile die gleichen Rechte, wie die Männer, scheuen aber die gleichen Pflichten.
    Familie und ernst zu nehmenden Beruf zu vereinbaren, ist in Westdeutschland so gut wie unmöglich, aus Gründen der Kinderbetreuungmöglichkeiten ebenso wie aus Gründen gesellschaftlicher Akzeptanz. Unter diesen Bedingungen wäre ich eine kinderlose Karrierefrau geblieben (die Alternative interressierte mich nicht so).
    Auch aus diesen Erfahrungen heraus werden für bestimmte Jobs Frauen überhaupt nicht ernsthaft in Betracht gezogen. Sie sind einfach zu schnell wieder auf der Weibchen-Schiene bzw. man traut ihnen viele Jobs nicht zu.
    Das halte ich aber zu 80% für ein hausgemachtes Problem der Frauen. Eine Quote nutzt da nicht viel.
     
    • # 2
    • 07.03.2012
    • Gast
    Männer stellen sich meistens nicht die Frage ihre ehrgeizigen Karrierepläne einer Familiengründung im Wege stehen. Und daran sieht man, dass sich zwar einerseits sehr viel getan hat, aber dass wir andererseits von Chancengleichheit noch sehr weit entfernt sind. Das Problem ist, dass viele Frauen in Deutschland Angst davor haben sich als Feministinnen zu bezeichnen. In anderen Ländern ist dieses Phänomen nicht so stark ausgeprägt. Feministin zu sein hat ja nichts damit zu tun eine lila-Latzosen-tragende, hysterische Männerfeindin zu sein. Leider haben viele Frauen Angst, dass sie so gesehen werden, wenn sie sagen "ich bin Feministin". Oder dass man sich über sie lustig macht oder sie für antiquiert hält. Dabei muss man nur den Fernseher einschalten um zu sehen, wer nach wie vor als Geschlecht Nummer 1 gilt: Fast alle großen Abendshows von DSDS bis hin zu "Wer wird Millionär" werden von Männern moderiert. Kinderfilme zeigen fast nur männliche Helden. Spielt ein Mädel oder eine weibliche Zeichentrickfigur die Hauptrolle, handelt es sich um einen Mädchenfilm. Das sind zwar Kleinigkeiten, doch sie verraten über eine Gesellschaft so Einiges.
    w,36
     
  4. Ich finde solche Frauentage nur lächerlich und anachronistisch und Sinnbild einer ultralinken, männerhassenden Frauenverständnisses. Ohne mich.

    Ich möchte niemals Quotenfrau sein, sondern aus eigener Leistung etwas erreichen. Schon der Gedanke, man könne ja ggf. nur die Quotenfrau sein statt die Erfolgreiche, sollte doch genug Grund für alle Frauen sein, solchen Quoten abzulehnen.
     
    • # 4
    • 07.03.2012
    • Gast
    ich würde mir wünschen, dass Frauentage etwas Lächerliches wären. Leider ist es (noch) nicht soweit. Sollten jemals Außerirdische bei uns irgendwelche Feldforschungen anstellen, werden sie notieren, dass das männliche Geschlecht das herrschende ist, dass es viele Menschen mit sehr patriarchalem Denken gibt und dass Frauen aufpassen müssen ihre hart erkämpften Rechte nicht zu verlieren. Klingt lächerlich, ich weiß...
    w,38
     
  5. Als Frau in einener Männerdomäne kann ich nur sagen: ja, der Tag hat noch seine Berechtigung, in anderem Sinne aber mehr den je.
    Ich habe letztens einen jungen Mann, in einem von mir durchgeführten Ausbildungskurs gefragt, weshalb er mir gerade eben die Tür vor der Nase zugeschlagen hat und mir nicht mal ein paar Unterlagen abnehmen konnte. Da meinte der: wir haben doch Gleichberechtigung!
    Woran man sieht, daß oftmals Gleichberechtigung mit grober Unhöflichkeit durcheinandergewürfelt wird.
    Wir Frauen leiten Feuerwehreinsätze, bilden Feuerwehrmänner aus, gehen unter schwerem Atemschutz in brennende Häuser vor, sind von mir aus Polizeichef,
    Vielleicht sollten wir diesen Tag nutzen, um nicht zu vergessen, daß wir trotzdem Frauen sind,mit oft anderen sozialen Kompetenzen als unsere Männer, aber niemals die besseren Männer!
     
  6. 1. Eine pauschale Quote ist unsinnig. Sie entspricht im Normalfall niemals dem Verhältnis von Bewerbern und Bewerberinnen um eine Stelle. Wie soll etwa im Maschinenbau ein Quote erfüllt werden, wenn es kaum Maschinenbauerinnen gibt?

    2. Eine Quote will vermeintliche frühere Ungerechtigkeiten bei den nachwachsenden Generationen ausgleichen. Die sich jetzt bewerbende Frau würde bevorzugt, der Mann benachteiligt, weil (möglicherweise) in der Vergangenheit andere Frauen benachteiligt und andere Männer bevorzugt wurden. Was das mit Chancengleichheit zu tun hat, möge man mir erklären. Es würde ein Mensch alleine aufgrund seines Geschlechtes benachteiligt. Darüber sollte unsere Gesellschaft eigentlich hinweg sein.

    3. Frauenquoten sind frauenfeindlich und diskriminierend. Ich möchte keiner Frau, die aus eigener Kraft Karriere macht, zumuten, daß sie ständig mit der Unterstellung leben muß, letztendlich habe ihr nur die Quote zur Beförderung verholfen. Schlimmer können wir Frauen nicht abqualifizieren.

    4. Es gibt auch Jobs, wo Männer benachteiligt werden und eher eine Frau eingestellt wird. Wenn man Quoten für gerecht hält, müßte man sie konsequenterweise überall fordern, so auch in Kindergärten, bei Grundschullehrern, Bürokaufleuten oder bei Hebammen/Geburtshelfern. Dort dürften Frauen nicht eingestellt werden, bis mindestens ein 60/40 Verhältnis erreicht ist. Ferner müßten auch bei Müllabfuhr, der Kanalentsorgung und am Hochofen ein gewisser Prozentsatz an Frauen eingestellt werden.

    5. Wenn, was Studien nahelegen, Unternehmen tatsächlich besser wirtschaften, wenn Führungsetagen auch mit einem ausreichenden Anteil Frauen besetzt sind, wird der Markt dies regeln. Wenn etwas Erfolg bringt, wird es die Wirtschaft umsetzen.

    6. Ich bilde unter anderem junge Juristen und Juristinnen aus. Die nachwachsende Generation von Akademikerinnen braucht und meines Erachtens will keine Quote. Die jungen Akademikerinnen sind extrem gut ausgebildet, motiviert, selbstbewußt und wissen was sie können. Sie brauchen den Vergleich mit den männlichen Mitbewerbern nicht ansatzweise zu scheuen, weil sie die in großen Teilen schon längst überholt haben. Diesen Frauen täte man größtes Unrecht, wenn man sie mit einer Zwangsquote gutmenschenhaft zwangsbeglücken würde.
     
    • # 7
    • 07.03.2012
    • Gast
    Bei diesen Thema fällt mir eher ein Zitat von Hildegard Hamm-Brücher ein.
    Nachdem uns die Männer in 2 furchtbare Kriege geführt haben und wir Frauen am Ende alles ausbaden dürfen wird es nun 1949 Zeit das die.Frauen die Sachen in die Hand nehmen.
    Ich Schätze gerade Frauen die nach 1970 auf die Welt kamen, fehlt in meinen Augen der Blick auf das was hier geleistet wurde.Mit solch einer aussage wird das ansehen und der Verlust mancher Suffragette mit den Füssen getreten.
    Mit Sicherheit hinken wir Frauen immer noch meilenweit den Männern hinterher, doch außer sich zu beklagen und zu”jammern” ist die heutige junge Frauenwelt zu nichts in der Lage. Solche Wörter wie Protest und selber ein Risiko eingehen sind den jungen Frauen fremd, da durch die Gnade
    der späten Geburt sind sie in einer Welt aufgewachsen wo man viele Rechte hat und ja nichts selber machen muss. Es ist doch viel einfacher sich zurückzulehnen und den “bösen” Männern die Schuld geben.

    Die eigne Karriere ist dann doch vielen wichtiger als was zu verändern und zu riskieren.
     
    • # 8
    • 07.03.2012
    • Gast
    Trotzdem ist es doch interessant, dass gerade im juristischen Bereich die Quote nicht benötigt wird. Das liegt doch unter anderem daran, dass Richterinnen z.B. eine exzellente Möglichkeit haben Kinder und Karriere unter einen Hut zu bringen! Gerade hier zeigt sich doch, dass Quoten in anderen Bereichen wo sich die hauptsächlich männlichen Vorstände und Geschäftsführer befinden, durchaus ein Umdenken in den verkrusteten Strukturen herbeiführen können.

    Ich finde, Du machst es Dir zu einfach. Die Quoten machen vor allem deshalb Sinn, weil (aus männlicher Sicht verständlich) nur so eine tatsächliche Veränderung herbeigeführt werden kann. Viele Frauen scheuen sich heute noch, beides zu leben, weil, wie auch viele Frauen hier im Forum, weiterhin propagiert wird Kinder und Karriere ist nicht möglich, bzw. diese Frauen sind keine echten Frauen und vernachlässigen ihre Kinder.

    Wie man den Frauentag lächerlich und mit ultralinken, männerhassenden Frauenverständniss gleichsetzen kann, zeigt, wie wenig Wissen um die Geschichte dieses Frauentages herrscht. Ohne diese Bewegung gäbe es immer noch kein Wahlrecht von Frauen. Genau diese Begriffe wurden damals für die Frauen verwandt, die sich dafür eingesetzt haben, dass Frauen mehr Rechte bekommen. Sehr ärgerlich und geradezu dumm.
     
  7. Liebe Louisa, es ist Spiegelbild unserer Zeit, überhaupt dieses Thema führen zu müssen. Die Quasi Aufspaltung in Menschen erster und zweiter Klasse ist einfach nur noch Unsinn, anachronistisch und respektlos! Es zeigt allzu deutlich auf, dass wir in einer hochgradig kranken Gesellschaft leben, die es immer wieder schafft, sich selbst unerwünschte Eier ins Nest zu legen. Und es wäre so einfach, miteinander die wirklich grossen Probleme des Landes (und darüber hinaus) zu lösen, aber nein, wir halten das Feuerchen auf Flamme, politisieren und polarisieren kräftig, und machen dabei noch gute Kasse. Leider ist es so, dass Frauen immer noch in vielen Bereichen benachteiligt werden, voran bei der Entlohung und bei Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Und es wird sich so schnell auch nix ändern.

    Man stelle sich mal ein recht einfaches Szenario vor:
    Mann und Frau bilden Familie und setzen ein Kind in die Welt. Häufig bleibt einer von beiden über Jahre hinweg zu Hause beim Kind, meist ist es die Frau.
    Jetzt zur Wirtschaft: Der Betrieb geht nun hin, und bietet der Frau folgendes an: nach dem 2. (Kindes-) Jahr arbeitest Du bei mir weiter, sagen wir 3 Tage/Woche von 8.30 bis 12.30 Uhr, ab dem 3. Lebensjahr, arbeitest Du 4 Tage/Woche, und wenn Kind in Schule geht, kommst Du wieder 5 Tage / Woche je Vormittags. Selbstverständlich hast Du Urlaub, wenn Ferienzeit ist (kannst ja Dein Kind nicht "einfrieren"). Wenn Kind in höhere Schule geht (also ab 10./11. Lj.), arbeitest Du wieder 30 Stunden, wenn Kind z. Bsp. 14 ist, kannst Du auch wieder voll arbeiten, Urlaub wird dann von 14 Wochen auf 10 Wochen reduziert.
    Warum machen wir (als Unternehmen) das? Wir wollen, dass Du Deine Erfahrungen weiter bei uns einbringst, Dich weiterqualifizierst und somit problemlos die Chance hast, bei uns auch "Karriere" zu machen.

    Nun, ist nur ein Beispiel, welches facettenreich angepasst werden kann. Wenn die Politik und Wirtschaft (wer ist denn das eigentlich?) sich mal auf ein solches Modell ernsthaft hinbewegen würde, dann würden
    1. sehr viel mehr Frauen in Arbeit sein (Planungssicherheit, Zufriedenheit, eigene Rentenansprüche ausbauen, mehr Eigenständigkeit)
    2. sehr viel mehr Frauen imstande sein, Beruf und Familie sinnvoll zu vereinbaren (wegen Planungs un sicherheit bleibt häufig eines von beiden auf der Strecke),
    3. viel mehr Frauen auch Karriere machen können, und
    4. ein deutlich grösserer Anteil von Männern (!) zunächst bei den Kindern bleiben wollen.

    Ganz abgesehen von allem, die Geburtenquote würde wieder deutlich ansteigen (gut für Wirtschaft und Generationenvertrag), und das Thema "Frauenquote" hoffentlich endlich aus unseren Köpfen verschwinden. Ist ja schon schlimm genug, dass wir Muttertag und Vatertag haben ...
     
  8. Wurde Hitler nur von Männern gewählt?
    Wurde Hitler nur von Männern zugejubelt?
    Haben "uns" (ich weiß ja nicht, wie alt Du bist, mich hat niemand in diese Kriege geführt?) wirklich "die", also die Männer an sich in diese Kriege geführt?
    Haben in KZs nur Männer gearbeitet?
    Haben nicht auch "die" Männer auf Seiten der Alliierten dafür gekämpft und ihr Leben gelassen, diesen Wahnsinn zu endigen?

    Haben "die" Frauen wirklich "alles" ausgebadet?
    Wurde kein Mann in diesen schrecklichen Kriegen verwundet?
    Wurde kein Mann in diesen schrecklichen Kriegen Invalide?
    Wurde kein Mann in diesen schrecklichen Kriegen getötet?
    Hat kein Mann in diesen schrecklichen Kriegen sein Heim verloren?
    Hat kein Mann in diesen schrecklichen Kriegen seine Familie verloren?
    Hat kein Mann in diesen schrecklichen Kriegen seinen Sohn verloren?

    Bei allem Respekt vor Frau Hildegard Hamm-Brücher: Aber Unsinn wird nicht dadurch wahrer, daß er von der angeblichen Grand Dame der Liberalen stammt.

    Doch sie ist zu viel mehr in der Lage. Sie ist dazu in der Lage, selbstbewußt ihren Weg zu gehen, gleichzeitig nicht verbiestert-spaßbefreit zu sein, Erfolg zu haben, gerne und wirklich Frau zu sein und nicht ständig über die angeblich ach so große Ungerechtigkeit und Diskriminierung zu lamentieren. Sie ist in der Lage, sich nicht um so einen Schwachsinn wie Gender Mainstreaming zu kümmern, weil es ihnen egal ist, ob es Studenten, StudentInnen oder Studierende heißt, weil sie nämlich gelernt haben, Wesentliches von Unwesentlichem zu unterscheiden und sich nicht mit so einem Blödsinn aufhalten.

    Haben nicht die Frauen der Frauenbewegung gerade dafür gekämpft, daß Fraeun ihre Karriere machen können? Jetzt ist es soweit und sie können und tun es und bekommen genau das vorgehalten.


    Ich will nicht herabwürdigen, was die Vertreter (generisches Maskulin) der Frauenbewegung erreicht haben und daß es tatsächlich wichtig und verdienstvoll war. Aber nach der Zielerreichung den Kampf um des Kampfes willen und aus verbohrtem Prinzip weiterzuführen, ist lächerlich.
     
  9. Richter wird nur ein sehr kleiner Prozentsatz aller Juristen, da es hierfür extrem guter Examina bedarf. Das ist nicht repräsentativ. Aber auch in den Kanzleien, Behörden und so weiter arbeiten Juristinnen und da sind die Bedingungen nicht so komfortabel wie im Richterdienst. Aber die Frauen die auf den Arbeitsmarkt drängen sind gut und schaffen es trotzdem.

    Aber wo ich Dir Recht gebe, ist daß die Rahmenbedingungen verbessert werden müssen. Wir brauchen Betreuungseinrichtungen für Kinder berufstätiger Eltern. Alleinerziehend zu sein, ist Armutsrisiko Nummer 1 in Deutschland und es trifft vor allem Frauen. Wir müssen diesen Frauen Rahmenbedingungen schaffen, trotz Kind zu arbeiten. Meines Erachtens schadet es Kindern auch nicht, den Tag mit anderen Kindern wohlbehütet, aber ohne Mutter zu verbringen. Wir brauchen intelligente Modelle, wie Eltern Arbeit und Familie unter einen Hut bringen. Und vor allem brauchen wir mehr Väter in der Elternzeit. Umso mehr Väter wegen der Kinder ausfallen, umso weniger sinnvoll ist es für einen Arbeitgeber, statt der 29-jährigen Frau einen 29-jährigen Mann einzustellen. Auch nivelliert sich so der Karrierevorsprung von Männern, die bislang überwiegend nicht für Jahre aus dem Job aussteigen und es steigt das Verständnis bei Männern für diese Situation.

    Das alles muß sich aber gesellschaftlich entwickeln und kan nicht mit einer starren Quote verordnet werden.
     
    • # 12
    • 07.03.2012
    • Gast
    @Volljurist

    Du weißt aber schon dass Frauen in größeren Kanzleien teilweise bei gleicher Arbeit schlechter bezahlt werden. Ich kenne genug Juristinnen aus dem Freundeskreis die das bestätigen können. Also da brauchen wir von Gleichberechtigung nicht reden. Da geht es auch nicht um Quote sondern um Cash.


    w45
     
    • # 13
    • 07.03.2012
    • Gast
    Dann schau dir die Veranstaltungen zum Frauentag bei uns auf Arbeit (Berufsschule) an, da geht dein Wunsch in Erfüllung. Ich weiß nicht was Yoga, Burnout-Prophylaxe und fair gehandelter Tee mit Feminismus zu tun hat (dass Lehrerinnen ab einem gewissen Alter auch jedes Klischee erfüllen müssen...). Vielleicht sollte man anfangen sich von solchen Tagen zu lösen und lieber die Realität etwas mehr in Augenschein nehmen. Da könnte man dann mal Bestandsaufnahme machen und würde feststellen, dass viel erreicht wurde, viel zu tun bleibt, man manchmal übers Ziel hinausgeschossen ist und man im Übrigen besser die Männer in das Projekt Gleichberechtigung einbeziehen würde, um so zu einer ausgewogeneren Betrachtungsweise zu gelangen, anstatt so skurrile Tage zu begehen.
     
    • # 14
    • 07.03.2012
    • Gast
    Mit Sicherheit hat die Frauenbewegung einiges erreicht, aber ist das ein Grund sich jetzt zurückzulehnen und sich auf den Lorbeeren auszuruhen.
    Die Quotenregelung ist doch genauso sinnvoll oder effektiv wie das AGG.
    Auf dem Blatt Papier ist es alles schön und hübsch, gleichwohl spricht die Realität eine andere Sprache.
    w,51
     
  10. Solange Frauen noch diskriminiert werden, solange ist auch so ein weltweiter Frauentag nötig. Denn er bietet ein Sprachrohr und Öffentlichkeit, um auf die Mißstände hinzuweisen, und sie den Menschen bewußt zu machen.
    Und dadurch die (kleine) Chance, diese Mißstände zu beseitigen.

    Auch Männer können und sollten mitarbeiten, diese Mißstände zu beseitigen. Und nicht denken: Interessiert mich nicht, weil ich als Mann nicht davon betroffen bin.

    Die Frauenquote halte ich für eine unglückliche "Krücke" - man sollte eine bessere Lösung finden.

    Frauen sind auch Menschen. Nur ihre Details sind anders.
     
    • # 16
    • 07.03.2012
    • Gast
    Ich halte den Frauentag für wichtig, da man mal dazu angestubst wird über die Entwicklung der Frauenrechte nachzudenken - und darum geht es!
    Zum Glück wurde schon viel Positives erreicht - Frauen haben die gleichen Rechte bei uns. Es gibt aber noch viel zu erreichen, wie z.B.die gleiche Entlohnung für die selbe Arbeit wie beim Mann.
    Ja, wir können stolz sein auf die Vorkämpferinnen sein!
     
    • # 17
    • 08.03.2012
    • Gast
    ja ja der frauentag, ich war einmal auf einer veranstaltung anläßlich dieses tages. sehr interessant. danach war mir klar wieso frauen nachwievor benachteiligt sind. wenn an einem frauentag fast ausschließlich über esoterik und selbstfindung gesprochen wird.....

    wir frauen sind an unserem elend oftmals selber schuld. wir sind in einer art endlosschleife aus selbstkritik und selbstmitleid und selbstzweifeln. egal ob im privaten oder im beruf. wir wollen perfekt sein. perfekte tochter, perfekte partnerin, perfekte angestellte, perfekte mutter, perfekte hausfrau. das geht nicht!!! männer versuchen es erst garnicht, oder kennt eine von euch einen mann der auch nur versucht der perfekte sohn, der perfekte partner, der perfekte angestellte, der perfekte partner, der perfekte hausmann etc zu sein?. nein, männer picken sich das raus was sie am besten könne oder was ihnen am meisten liegt oder am meisten erforderlich ist. sind dann der perfekte vater und perfekt im job, halbperfekter sohn, halbperfekter partner, hausmann - was ist das denn - . geschweige denn versucht der dann auch noch fitnessstudio, lauftreff, v orsitz im bibliotheksverein, einkaufen für mutter, elternbeirat dazu zu "buchen".

    nö aber wir frauen wollen ALLES perfekt machen und dann natürlich dabei auch noch perfekt aussehen und unsere kinder müssen auch alles perfekt machen (wenn ein kind in der schule nicht gut ist, wer zieht sich den schuh an? der Vater? mit sicherheit nicht).

    wir können nicht perfekt sein. es geht nicht! wenn die frau das erstmal begriffen hat, kann sie so wahnsinnig viel erreichen und trotzdem noch entspannd lächeln.

    frauen werden in vielen bereichen benachteiligt. aber es nützt auch nichts täglich darüber zu jammern. wir dürfen auch mal laut etwas einfordern. ein mann kann auch ein lob ganz anders wegstecken. eine frau bekommt ein dickes lob vom chef: oh danke, aber da könnte noch dies und das besser gemacht werden...bla blabla....einfach das lob mal annehmen, als das was es ist: ein lob. punkt. männer werden gelobt und denken, jo, recht hat er. wo eine frau denkt, sie hat etwas halbwegs gut hingekriegt, geht ein mann bei der gleichen sachen schon eine stufe höher auf der karriereleiter. weil der kerl ernsthaft glaubt, er war klasse.

    ich rede hier wohlgemerkt von ganz "normalen" frauen. nicht hier assi-tv.

    es gibt einen tag des kaffees, tag des hundes, tag des friedhofs, welt-kuss-tag, tag der autoren hintergittern to be continued.....also sollte man wohl den frauentag nich überbewerten.


    wenn ich auch in diesem forum hier lese, wie verunsichert und kindisch manche erwachsene frauen sind. wie zerfressen, mürrisch, sehr unfreundlich, etc. soltle man glauben wir sind von emanzipation meilen entfernt.

    es gibt viel zu tun.....

    w53
     
    • # 18
    • 08.03.2012
    • Gast
    Es wurde ja nicht nur Gleichberechtigung gefordert, sondern ja auch Gleichbehandlung und Gleichstellung. Da hast du sie. Er hätte einem Mann nicht die Bücher abgenommen oder die Tür aufgehalten (wozu auch?), also nimmt er sie dir auch nicht ab oder hält sie auf.
     
    • # 19
    • 08.03.2012
    • Gast
    1. Geben wir allen Eltern während der gesamten Ferien Urlaub? Also auch Vätern, so wegen AGG?
    2. Wer bezahlt die 14 Wochen Urlaub im Jahr?
     
    • # 20
    • 08.03.2012
    • Gast
    Egal wie viele “Frauentage” wir einführen,die Frauen werden immer benachteiligt sein solange wir von Männern regiert werden.
    Ist aber ganz logisch, Warum soll man was ändern, was zum eignen Nachteil sich entwickeln kann.
    Nur die dümmsten Rinder gehen freiwillig zur Schlachtbank.
    Nur bei der KFZ-Versicherung werden Frauen mit Sonderrabatten bevorzugt. Klasse oder ?
    Und darauf müssen wir dann stolz sein.
     
    • # 21
    • 08.03.2012
    • Gast
    liebe 18: ich arbeite in einer abteilung mit 16 frauen. abteilungsleiterin ist eine frau. übergeordnet auch eine frau. ich kann dir sagen: wir brauchen keine männer die uns fertig machen, das erledigen wir bestens selber!!!
    w53
     
  11. Nachdem ich noch einmal darüber geschlafen habe: Ich glaube, das essentiellste Recht, das Frauen im Geleichberechtigungsprozeß eingeräumt wurde, ist das Wahlrecht gewesen. Schon, weil es in der philsophischen Dimension eine Kette von Selbstbestimmungsrechten nach sich zog: Das Recht, selbst über Erwerbstätigkeit zu bestimmen, über ihr Geld zu bestimmen, ihren Wohnort selbst zu wählen.
    Diese Freiheit zieht eine Freiheit im Kopf nach sich, aber auch Pflicht und Verantwortung.
    Ich glaube, eine Frauenquote wird es nicht richten. So lange Frauen nicht ermöglicht bekommen, ihren Beruf so auszuüben wie ein Mann und die Kinderbetreuung nicht allein oder größtenteils an ihr hängt, wird sich da nicht viel tun.
     
    • # 23
    • 08.03.2012
    • Gast
    Abgesehen von anderen Nachteilen sticht mir besonders das geringere Entgeld für Frauen ins Auge.

    M.E. gibt es zwar noch genug Gründe, zu meckern, aber sollte sich die Frauenwelt (zumindest hier in Deutschland) sich nicht einmal an Tagen wie diesen darüber im Klaren werden, wie gut sie es haben? Vielleicht wird das deutlich, sofern man sich den "Rechten" türkischer Frauen mal bewusst wird.

    Türkische Frauen haben weit weniger Rechte als deutsche Frauen. Erstere werden unterdrückt, ihnen wird vorgeschrieben, wie ihr Lebenslauf auszusehen hat ... der Vater bzw. der Mann ist in der Familie/Partnerschaft der Dominierende. Es gab Verbrechen seitens der Väter/Großväter an ihren Töchtern/Enkeln, nur weil diese mit Jungen sprachen!

    Es bleibt sicher noch viel zu tun, aber wir haben es doch schon zu etwas gebracht!
     
  12. Mal abgesehen von Personalentscheidungen, wo von vornherein gesagt wird: Für den Job wollen wir eine Frau, denn ein Mann mischt uns hier mit seiner großen Klappe den ganzen Laden auf, tut nix und ist außerdem teurer, halte ich das geringere Entgelt für Frauen oft für ein hausgemachtes Problem.
    Bei den Personalgesprächen die ich betreut habe, habe ich immer wieder mit großem Befremden erlebt, daß Frauen ihren Wert weder kannten noch bemessen konnten. Entweder ihre Kenntnisse über Bezahlung stammten aus bunten Frauenmagazinen oder sie hatten keine Ahnung und bettelten darum, nicht weniger als in ihrem alten Job zu bekommen.
    Da müssen Frauen noch viel lernen.
    Der Klassiker ist weniger, daß für eine Frau ein geringeres Gehalt kalkuliert wird, als daß für einen Mann von vornherein eine höhere Bezahlung in Betracht kommt, weil er eine Familie zu ernähren hat.
     
  13. Ich fände so einen Frauentag ganz sinnvoll, wenn er genutzt würde, um plakative Aktionen zugunsten unserer weniger privilegierten Schwestern in anderen Erdteilen zu veranstalten.

    Z.B. als konzertierte Aktion allen Männern am Weltfrauentag morgens den Autoschlüssel zu verstecken, um ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass den Schwestern in Saudi nur wegen ihres Geschlechts diese Selbstverständlichkeit ein Leben lang verwehrt bleibt, einfach mal morgens ins Mobil zu steigen und zur Arbeit zu fahren.

    Oder beliebige andere unkonventionelle Aktionen, die den Blick global auf verheerende Frauensituationen (in weniger reichen Ländern als Saudi) lenken, denen wir uns hier nicht gewahr sind/sein wollen und die wir verdrängen.

    Nur mit ein paar der üblichen Reden und ein paar mahnenden Presseartikeln finde ich den Weltfrauentag ähnlich aussagearm wie den Weltspartag.
     
  14. Nun, ich denke diejenigen, die heute schon Millionen ausgeben, um den Fachkräftemangel auszugleichen, die ins Ausland gehen und betteln, dass von dort Menschen endlich zu uns zum arbeiten kommen. Diejenigen, die dann Integrationskurse, Sprachkurse, Umzugskosten etc. bezahlen. Wäre eine Alternative!
    Die zweite wäre ein Blick auf die im Schuldienst tätigen Menschen. Soweit ich mich entsinne, haben die meisten auch "frei", wenn Schulferien angesagt sind. Also wenn´s dort geht, kann es auch (vorübergehend) in der Wirtschaft funktionieren.
    Auf der anderen Seite muss aber auch gesehen werden, dass die Wirtschaft eher mehr Vorteile als Nachteile davon haben würde. Weniger Personaleinstellungsgespräche, weniger Einarbeitungsphasen, mehr Flexibilität bei Personalplanung, mehr Umsatz durch mehr Konsum. Ergo, der Staat profitiert durch höhere Steuereinnahmen, die Krankenkassen hätten mehr Beitragszahler (Betonung liegt auf "Zahler"), die Rentenkassen würden voller werden, um nur einige Aspekte hier zu benennen. Und ob jetzt 14 Wochen Urlaub das Mass der Dinge sind, oder nur 12, keine Ahnung. Es geht um die prinzipielle Richtung, nicht um die Details. Wenn Kinder 14 Wochen Ferien haben, dann ist man mit 6 Wochen Urlaub überfordert (wenn keine Opas/Omas und Co. in greifbarer Nähe). Leider begreifen das die Entscheider nicht so richtig ... .
     
    • # 27
    • 08.03.2012
    • Gast
    Die rechtliche Gleichberechtigung ist längst erreicht bzw, schon in die andere Richtung gependelt. Wenn es trotzdem noch Abweichungen gibt, gibt es zahlreiche Möglichkeiten zu klagen. Gerade die erwähnten Juristinnen sollten das am besten wissen.

    Ich denke das ist eher das Frustheulen derjenigen, welche feststellen mußten, dass auch "als Quasimann" die Tauben nicht gebraten in den Mund fliegen, sondern mit Abstrichen in der Lebensqualität udn massig Einsatz erkauft werden müssen.
    Und das von solchen, die halt die übliche Propaganda anlässlich solcher Events wie Frauentag und den entsprechenden Tendenzartikeln von Profiteuren dieser Wahnvorstellungen abkaufen.
    Es ist aber sicher einfacher sich anzuhören: ihr habt Rechte, ihr werdet nur diskriminiert, als die die Ärmel hoch zu krempeln und die Nachteile in Kauf zunehmen oder aber auch wie die Mehrzahl der Männer (zwangsweise) festzustellen: es reicht halt für einen nur bis Level X.

    Was fehlt ist die soziale Gleichberechtigung. Da haben es aber gerade die Frauen im reproduktiven Alter in der Hand über ihre Partnerwahl entscheidend zu wirken - tun sie aber auf breiter Front nicht, profitieren sie doch auf kurzsichtige Sicht davon ohne zu sehen, dass ihnen das über den Umweg der gesellschaftlichen Reaktion auf die von ihnen geschaffenen Realitäten wieder ins Genick zurückfliegt - oder eben einer Geschlechtsgenossin.

    Warum werden weniger Männer Kindergärtner, Krankenpfleger oder gehen in Teilzeit? - Weil ihnen das auf dem Partnermarkt wieder brutal um die Ohren gehauen würde.

    Was der Gleichberechtigung fehlt sind Frauen, die in genügender Zahl so erwachsen sind, wie die Rechte, welche sie in Anspruch nehmen, erfordern würden.
     
    • # 28
    • 08.03.2012
    • Gast

    Ich wünsche erstmal denn Frauen alles gute zu ihrem Ehrentag. Ich muss ihnen aber wiedersprechen ,es ist schlichtweg falsch, dass Frauen angeblich 23% weniger Lohn bekommen.
    Es gibt Tarifverträge die für alle gelten.

    Es ist nur eine weitere Kampfthese vom "Feminismus" um die angebliche Opferolle der Frau weiterhin zu Verteidigen. Es gibt mehrere Quelle die dieses Problem sehr gut wiedergeben.

    Schonmal die Zeitung gelesen oder TV gesehen, Mann wird in der Öffentlichkeit immer als Täter und die Frau fast ausschliesslich als Opfer dargestellt.

    Leider geht für mich die Emazipation viel zuweit, es war damals schon richtig, dass man sich Emanzipiert hat.Leider ist das Pendel ins andere extrem umgeschlage.Es ist ein Rosinen- Feminismus entstanden.Leider!
     
    • # 29
    • 08.03.2012
    • Gast
    Hä? Ich verstehe nicht ganz. Was haben deutsche Männer mit Saudi-Arabien zu tun? Warum willst du Unbeteiligten schaden? Das einzige was du damit provozierst ist den Tag der zu spät zur Arbeit kommenden Männer und den Tag des daraus resultierenden Beziehungsknatsches. Naja, Hauptsache: Hoch die Internationale!
     

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