1. Fremdgehen und Ehebruch als Straftat einführen?

    Fremdgehen und Ehebruch setzt dem Ehepartner einer großen gesundheitlichen und wirtschaftlichen Gefahr aus, missbraucht das grundlegende Vertrauen und verstößt gegen den stillschweigenden Vertrag zwischen den Eheleuten, Treue und Beistand zu gewähren. Es gibt soviele Regelungen im deutschen Strafrecht, warum ausgerechnet nicht gegen eine so fundamentale Straftat, die ganze Lebensläufe, Perspektiven, Zukunft ruinieren und zerstören kann? Wäre es nicht richtig, sowohl den fremdgehenden Ehegatten als auch den ehebrechende Part strafrechtlich zu belangen? Warum bleibt ausgerechnet eine solche üble Tat nach unserem Recht ungesühnt? Wäre es nicht gut, entsprechende Paragraphen zu ergänzen?
     
  2. Die Seite wird geladen...

    • # 1
    • 03.07.2010
    • Gast
    Nein, soll der Staat etwa noch darüber bestimmen, wen der/die Fremdgeher(in) im Bett haben möchte oder wen er/sie liebt? Da muß doch die Kirche aber mal im Dorf bleiben! Jeder, der eine Ehe eingeht, sollte wissen, worauf er sich einlässt! Ich lege die Hand nicht mal für mich selbst ins Feuer und sage gleichzeitig mit Inbrunst: Nein, NIEMALS wird mir so etwas passieren! Unverhofft kommt oft .... Liebe oder auch nur Poppen lässt sich staatlich nicht regeln! Was passiert denn nach einer strafrechtlichen Verfolgung? Muß der Fremdgeher reumütig in den Schoß der Familie kehren? Muß er Strafe an den betrogenen Part zahlen? Oder geht er gar in den Knast? Alles nicht ausgegoren und somit für mich völliger Unsinn.

    w
     
    • # 2
    • 03.07.2010
    • Gast
    Schau doch mal in die USA - wo es das gibt.

    Aber wie willst jemanden bestrafen, der es vielleicht nicht mal weiß, daß der andere Part bei einer schnellen Nummer verheiratet ist ? Der, der unverheiratet ist, müßte dann ja immer eine Bestätigung der Gemeinde dabei haben, daß er straflos eine schnelle Nummer schieben kann.
     
  3. @#2: Unwissen schützt vor Strafe nicht. Dann muss man eben sicherstellen, dass man nur mit nicht vergebenen Personen Sex hat.

    @#1: Natürlich muss jeder, der eine Ehe eingeht, wissen, was er da tut. Das weiß er auch: Treue, Exklusivität, in guten wie in schlechten Zeiten. Einander versprochen. Das könnte juristisch leicht zu einem Vertrag fingiert werden, gegen den man verstoßen könnte. -- Als Strafe stelle ich mir völliges Absprechen von allen etwaigen Ansprüchen gegen den Gatten vor sowie hohe Geldstrafen und Ausgleichszahlungen an das Opfer.
     
    • # 4
    • 03.07.2010
    • Gast
    Als ob sich unsere Justiz nicht mit wichtigeren Dingen zu befassen hätte (und dafür bereits schon regelmäßig zu wenig Personal bereit steht).

    Moralisch gesehen ist es nicht falsch - relistisch gesehen purer Unsinn. Abgesehen davon wüßte ich gerne hierzu Beispiele: "Straftat, die ganze Lebensläufe, Perspektiven, Zukunft ruinieren und zerstören kann". Zur Verhütung dessen gehört aus meiner Sicht insofern grundsätzlich auch eine erhebliche Portion Eigenverantwortung.

    Wer (beispielsweise) nach einer Hochzeit zu Hause bleibt (da reich geheiratet etc.), schafft sich zum Teil insofern ein Problem, als daß er ja selbst auch hätte finanziell vorsorgen können. Darauf heute zu verzichten, ist aus meiner Sicht grob fahrlässig, denn es gibt ja auch noch andere Gründe, die zu Problemen führen können (Unfall, Tod, Krankheit, etc.).

    Und die Affäre: wird man "Mitwisserschaft" nachweisen können? Wenn ja: wie? Und wie wird der Status "getrennt lebend" beurteilt, wenn er sogar wahr ist? Ist das immer noch Ehebruch? Wie lange muß dieser Zustand dann bereits andauern?

    Neee, aus meiner Sicht gibt es schon genug Gesetze, Verbote und staatliche Eingriffe in das persönliche Leben, da brauchen wir sowas nicht auch noch. Und das sage ich, OBWOHL ich selbst Treue für eines der obersten und herausragenden Gebote in einer Partnerschaft halte.
     
    • # 5
    • 03.07.2010
    • Gast
    OK Frederika, ich bin Nr. 2.

    Mal praktisch:

    Wir treffen uns in einem romantischen Etablissement und wir entscheiden, Sex zu haben.

    Ich sage: "Ich bin nicht verheiratet."

    Du sagst: "OK dann ab in die Kiste."

    Jetzt bin ich es doch. Wie stellst Du sicher, daß ich nicht verheiratet bin ? Eine Anfrage beim Einwohnermeldeamt nachdem ich Dir meinen Personalausweis gezeigt habe ? Dumm nur, daß es tiefe nacht ist.

    Sicher schützt Unwissenheit von der Strafe nicht - aber nur dann wenn man, hätte man alles in seiner Macht getan, die Straftat hätte vermeiden können. Aber so liegt der Fall hier ja gerade nicht.
     
    • # 6
    • 03.07.2010
    • Gast
    Meine Güte, da wäre ich ja jetzt vorbestraft.
    Ich habe mich mal in jemanden verliebt und wir wurden ein Paar. Nach einigen Wochen stellte sich heraus, dass er verheiratet war.
    Er lebte seit Jahren getrennt und seine Frau hatte seit langem einen neuen Partner. Vielleicht hätten wir uns alle vier eine nette Großraumzelle im Knast teilen können.... ;-)

    Auch dürfte es mit der Beweisführung schwierig werden vor Gericht, denn Zeugen gibt es nur selten. Sollen meine Nachbarn vor Gericht aussagen? Was denn ?
    In 999 von 1000 Fällen würde es ohnehin auf einen Freispruch aus Mangel an Beweisen hinauslaufen.

    lEs ist eine sehr traurige Erfahrung, in einer anscheinend intakten Partnerschaft betrogen und hintergagen zu werden.
    Andererseits : Wer möchte schon, dass sein Partner nur aus Angst vor einer hohen Geldstrafe oder Gefängnis treu ist ?
     
  4. OK, die Frage ist provokant. Aber zur Begründung: Die Ehe ist eben nicht nur Kennzeichen nach außen, jetzt zusammenzugehören, sondern begründet eine extrem weitreichende Wirtschaftsgemeinschaft, Vorsorgegemeinschaft, Lebensgemeinschaft, Sexualgemeinschaft und oft auch gemeinsame Elternschaft.

    Die Ehe ist für die meisten Deutschen der mit weitem Abstand folgenreichste und wirtschaftliche bedeutendste Vertrag ihres Lebens, selbst im Vergleich zu Hausbau noch!

    Wer die Ehe durch Ehebruch gefährdert, gefährdet im allgemeinen Güter von sehr hohem Wert, gemessen an der Vermögenslage der beiden Betroffenen. Es ist schon in der Tat seltsam, dass der Gesetzgeber keine Straftaten in diesem Zusammenhang kennt, wo doch sonst viel harmlosere Vergehen vergleichsweise hart bestraft werden.

    @#6: Natürlich, da hast Du recht. Niemand möchte einen Partner, der nur treu ist, weil Untreue verboten ist. Die Lösung hier lautet doch aber: Erst trennen, dann vögeln. Und das wiederum ist schon mit Minimalanstand problemlos möglich.
     
    • # 8
    • 03.07.2010
    • Gast
    Ja, ich fände es gut, wenn Ehebruch unter Strafe gestellt würde! Unser liberalisiertes Scheidungsrecht hat davon Abstand genommen. Die Gründe sind auch nachvollziehbar, jedoch widersprechen sie den Gefühlen der Betrogenen!

    Nur scheinbar können jetzt beide Geschlechter betrügen, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen. Dem ist jedoch nicht so. Der wirtschaftlich abängige Partner wird mit Sanktionen belegt (z. B. Unterhaltsküzung bis -Ausschluß), der wirtschaftlich unabhängige muss dagegen keine Sanktionen befürchten! Das verträgt sich nicht mit gleichem Recht für beide.
    Der wirtschaftlich Starke müsste Schadensersatz für seinen Betrug leisten, dann wäre die Waage wieder im Lot! Natürlich käme damit erneut die schmutzige Wäsche vor Gericht!

    Das neue Scheidungsrecht ist eben nur für jene sinnvoll, die wirtschaftlich unabhängig sind.
    Aber davon sind wir ja noch weit entfernt.

    Zudem dürfte es schwierig werden Betrugshelfer und -helferinnen zu belangen. Sicher, Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Doch, wie soll man jemand ausfindig machen, einen ONS, dessen Namen man/frau gar nicht kennt? Ein Gesetz zu erlassen allein genügt nicht, es muss auch praktikabel umgesetzt werden können, ansonsten wäre es ja sinnlos.

    Doch scheint es mir lohnenswert zu sein, darüber nachzudenken wie zukünftig Betrogene besser geschützt oder entschädigt werden können!

    m,56
     
    • # 9
    • 03.07.2010
    • Gast
    Straftatt nein aber sollte bei der Scheidung berücksichtigt werden.
     
    • # 10
    • 03.07.2010
    • Gast
    Sprechen wir hier nicht von der guten alten Schuldfrage?? Ich weiß zwar nicht wer sie abgeschafft hat, aber besonders den Scheidungskindern hätte sie oft genug geholfen. Wer Angst vor Strafe hat, wird sich 100 mal besser überlegen, ob es das Fremdpoppen wert ist!

    Das beste Beispiel dafür ist der Nachbarthread : WARUM WILL ER SICH NICHT SCHEIDEN LASSEN?
    Dieser Mann wäre sicher noch zuhause und hätte versucht an seiner Ehe zu arbeiten, anstatt mal eben um die Ecke zu vögeln, die Geliebte wäre wahrscheinlich nicht schwanger geworden, weil er besser aufgepasst hätte oder er gleich die Finger von ihr gelassen hätte...und eine Familie weniger wäre zerstört!!
    Meine eigene Familie mit 3 Kindern wurde ebenfalls durch das gleiche Kaliber zerstört und hat uns alle in das Desaster geführt, welches Frederika in ihrer Frage beschreibt.
    Von mir aus muss der fremdgehende Part nicht gleich in den Knast, jedoch eine empfindliche finanzielle Strafe ist längst überfällig, da fast alle genau da am meisten verletzbar sind und weit vorsichtiger wären!
     
    • # 11
    • 03.07.2010
    • Gast
    Nein, in den Knast soll der Betrüger nicht! Er sollte besser arbeiten bis zum Umfallen, um die finanzielle Entschädigung an den Betrogenen leisten zu können. Und dies käme nur einem Trostpflaster gleich, für eine zerstörte Ehe/Familie!
     
    • # 12
    • 03.07.2010
    • Gast
    Ehebruch und Fremdgehen als Straftat?
    Es ist keine Straftat sondern "nur" ein Vertrauensbruch (wohl wissend, ein sehr trauriger, schlimmer, oft mit weit reichenden Folgen)
    Es gibt schon genug staatliche Gängelung, und wenn wir als Partner, ob mit oder ohne Trauschein, nicht ehrlich und vertrauensvoll miteinander umgehen, dann regelt das auch keine Gesetzgebung. Moral, Anstand, Ehrlichkeit kann man nicht per Gesetz erzwingen.

    Wer soll denn Anzeige erstatten? Lauert dann jeder jeden auf?
    Heutzutage kann ich nicht mal den Ehemann wegen Betrugs o. ä. anzeigen ohne dabei selbst
    rechtliche Konsequenzen bei einer Trennung zu tragen - Verstoß gegen Loyalität gegenüber dem Ehepartner.
    Und was soll es, wenn der betrogene Ehepartner nicht gegen den Betrüger aussagen will und muss?
    Wer heiratet dann noch? Oder soll dann Zwangsehe eingeführt werden?
    Wie wird Fremdgehen unter ledigen Paaren (mit oder ohne Kinder) geahndet?
    Wer zahlt welches Strafmaß an wen? Hilft diese Bestrafung den Betrogenen dann wirklich?

    "... Ehebruch gefährdet im allgemeinen Güter von sehr hohem Wert...", das ist absolut übertrieben,
    es muss eine vernünftige Vermögensteilung getroffen werden, so dass jeder Partner eine faire Chance
    für einen Neuanfang bekommt. Mir ist klar, dass das schwierig ist aufgrund der Emotionen, nur diese
    werden durch Strafe ganz und gar nicht geregelt. Und ich kenne diese besch... Situation als Betrogene. Nur beweisen könnte ich es nicht und der Ex sitzt auf dem Vermögen.
    Im Übrigen, Ehebruch wurde bei den Genossen der SED z. T. mit Ausschluss aus der Partei bestraft.
     
    • # 13
    • 03.07.2010
    • Gast
    Man kann ja nun verlorene moralische Orientierung nicht mit dem Strafrecht kompensieren - seltsame Vorstellung!
    Im Übrigen kann man ja in einem Ehevertrag eine Vertragsstrafe festlegen, falls sich einer der Beteiligten nicht an die Vereinbarung sexueller Treue hält ;)
     
  5. @#13: Vielleicht fällt dir auf, dass ich absichtlich nicht mit Moral und Anstand argumentiert habe, sondern mit weitreichender Wirtschaftsgemeinschaft, mit fiktiven Vereinbarungen und Verträgen, mit Versorgung und Absprachen, mit Treu und Glauben.

    Es geht nicht primär um Moral, genauso wenig wie bei Diebstahl, Körperverletzung, Veruntreuung oder Betrug. Es geht um konkreten Vertragsbruch und um wirtschaftlichen Schaden, um verpfuschte Leben und vernichtete Lebensziele.
     
    • # 15
    • 03.07.2010
    • Gast
    In Österreich war Ehebruch bis vor ca. 10 Jahren strafbar. Das wurde abgeschafft, weil es - soweit ich mich erinnere - so gut wie keine Anzeigen gab (so ca. 50 pro Jahr bei 8 Mio Einwohnern) und somit der Bevölkerung offensichtlich kein wirkliches Anliegen war und weil man es einfach nicht mehr für zeitgemäß hielt.

    Meine persönliche Meinung: Fremdgehen ist moralisch höchst verwerflich, keine Frage, aber strafbar muss es deswegen noch lange nicht sein. Lieblosigkeit, Kaltherzigkeit etc. ist ja auch nicht strafbar. Was ist, wenn einer der Ehepartner sich im Laufe der Zeit zum Biest entwickelt und dadurch die Ehe zur Hölle macht? Soll das auch unter Strafe gestellt werden? Oder wenn einer einer Sucht verfällt - Alkohol, Spiele, etc. - das macht das Leben des Ehepartners genauso zur Hölle, verdirbt alle Zukunftspläne inkl. finanzieller Pläne und hat Auswirkungen auf alle Lebensbereiche. Soll das auch unter Strafe gestellt werden?
     
    • # 16
    • 03.07.2010
    • Gast
    Frederika,

    kann deine Frage irgendwie schon verstehen, sie ist zwar ungewöhlich, aber irgendwie auch nachvollziehbar.

    Ich plädiere auf klare Regeln und Vereinbarungen in einem Ehevertrag.

    Wenn ich so bedenke, dass viele Männer regelmäßig ins Bordell gehen oder den Strassenstrich bedienen, wo Prostituierte erzählen, dass bei Freier, die Sex ohne Kondom wollen, der Kindersitz im Auto noch warm ist, dann hätten ja dein Wünsche dramatische Folgen im Scheidungsrecht.

    Es gäbe nur einen Haufen Ärger mit dem Rotlicht-Milleu und Mann müsste dich erklären, warum er sich ne Prostituierte kauft etc. und dann käme raus, dass ja angeblich die Ehe-Frau Schuld ist, weil sie abends kaputt ist und keine Lust mehr auf Sex hat etc.

    Ich kann mir vorstellen, dass viele Frauen ahnen oder wissen, dass ihr Mann ab und zu sich ne Prostituierte leistet, aber lieber den Mund halten, weil sie finanziell von ihm abhängig sind oder keine AE-Mama werden wollen.
     
  6. @#16: Na ja, ist ja klar, dass die Frage mehr Provokation und Anstoß zum Denken ist als ein ernstgemeinter, konkreter Vorschlag, oder?

    Aber Fakt ist, dass eine Ehe nicht nur eine moralische Komponente hat, sondern eben auch Wirtschaftsgemeinschaft ist und demzufolge Fremdgehen eben auch nicht nur moralisch zu bewerten ist, sondern auch Schaden zufügt. Hinzukommt, dass für viele andere Formen von "Zusammenarbeit" vom Gesetzgeber instantmäßig geformte Gesellschaften bürgerlichen Rechts fungiert werden (Fahrgemeinschaft, Wohngemeinschaft) und gegenseitige Rechte und Pflichten entstehen, die sich durchaus an Maßstäbe wie Treu und Glauben messen lassen müssen und Veruntreuung, Schadenersatz und ähnliche nach sich ziehen können.

    Es ist daher eigentlich tatsächlich nicht einsehbar, dass die Ehe, die einen der weitreichendsten Verträge darstellt, die Bürger im Regelfall im Leben eingehen, ausgerechnet immer nur moralisch betrachtet werden und nicht wirtschaftlich oder vertraglich. Treue und Exklusivität, Loyalität und Beistand müssten Vertragsbestandteil sein und ein Verstoß dagegen strafbar.

    @#15.2: In allen genannten Fällen: Erst trennen, dann vögeln. Ganz einfach.
     
  7. eine Straftat setzt ja nun vorraus, dass einer 3. Person ein Schaden zugefügt wird. Verletzte Gefühle und verletzte Eitelkeit ist ja nicht gerade ein Schaden. Es ist ja wohl kaum möglich alle Verhaltensweisen, die einer 3. Person gefühlsmäßig weh tun, unter Strafe zu stellen. Fremdgehen mag ja moralisch verwerflich sein, aber in keiner intakten Beziehung wird fremd gegangen. Daher ist dann ja wieder die Schuldfrage zu klären. Das wurde in dem anderen Tread schon dirkutiert, ist wirklich der Fremdgeher schuld an dem auseinandergehen einer Ehe oder hat der andere Teil der Beziehung nicht auch sein Teil zum Scheitern dazu getan.
    Treue ist ein Versprechen, was sich zwei Menschen gegenseitig geben, nicht dem Staat. Täglich werden viele Versprechen, die Menschen sich gegenseitig geben, gebrochen. Wie verwerflich das moralisch sein mag, eine Straftat ist das nicht, dann es kommt niemand zu schaden. Der von Frederika beschriebene Schaden entsteht ja nicht durch das Fremdgehen, sondern die Unfähigkeit der beiden Menschen danach normal mit einander umzugehen und die zu klärenden Dinge zu besprechen. Und Menshcen die Fremdgehen, zeigen ihr Defizite im Charakter auch in anderen Bereichen, nur leider hat der Partner da nie reagiert und wundert sich dann. Im nachhinein ist das Fremdgehen ja keine Überraschung und es gab viele Anzeichen
     
  8. @#18: Hast Du #17 überhaupt gelesen, bevor Du geantwortet hast?

    Ich habe doch ausdrücklich dargestellt, dass es nicht um die Moral geht, sondern insbesondere um die Wirtschaftsgemeinschaft und den fiktiven Ehevertrag. In veträgen zwischen Unternehmen sind die Vertragsstrafen auf Untreue, Veruntreuung, verbotenen Geschäften mit Dritten und so weiter viel härter.

    Es geht hier um die Komponente der Wirtschaftsgemeinschaft der Ehe und um vertragliche Absprachen der Treue und Loyalität, die, wenn sie gebrochen werden, durchaus dem Strafrecht unterliegen könnten.
     
    • # 20
    • 04.07.2010
    • Gast
    @#19
    Deine wirtschaftlichen Aspekte resultieren aber erst aus dem Statement von #18.
    Wo genau willst Du ansetzen?
    Ganz plattes Beispiel: Die Ehefrau hat keine Lust mehr auf Sex, verweigert sich. Nach ca. einem Jahr und zig erfolglosen Gesprächsversuchen geht er fremd.
    Nach Deiner Ansicht ist dann der Fremdgeher alleine Schuld .... und das kann es nicht sein.
    w
     
    • # 21
    • 04.07.2010
    • Gast
    Ich halte das für eine ganz tolle Idee!

    Dazu müsste man aber Verheiratete markieren. Vielleicht mit einem Schild um den Hals, auf diesem könnte z.B. "Ich lasse mir meine Beziehung von Steuerzahler subventionieren" stehen.

    Mit dem Schild ist kein unabsichtlicher Seitensprung mehr möglich und beide Beteiligte könnten bei Wasser und Brot in den Karzer gesteckt werden!
     
    • # 22
    • 04.07.2010
    • Gast
    Es gibt doch sog. Eheverträge, dort kann man alles regeln. Falls der Partner mitmacht!!!
     
    • # 23
    • 04.07.2010
    • Gast
    schuldig geschieden... oder frei gesprochen geschieden...
    hatten wir ersteres nicht auch mal? So in Zeiten, als Wörter wie Emanzipation und Glaichberechtigung noch nicht existiert haben?
    Mich schüttelts da, denn wie bereits weiter oben erwähnt wurde, die Verhältnisse eindeutig zu beweisen wird schwer, da ist doch auch leicht was zu fingieren, ein paar Kumpels, die als falsche Zeugen Aussagen machen usw.
    Ehebruch, Fremdgehen - ja, damit betrügt man den Partner/die Partnerin. Aber körperlicher und materieller Schaden entstehen direkt dadurch ja in der Regel nicht, materieller häufig als Folge davon (Trennung), phsychischer Schaden ist schlecht mess- und nachweisbar.
    Da halte ich mehr von Hilfsangeboten und Beratungsstellen, die sich der Leute annehmen und ihnen beistehen, die betrogen wurden, sich trennen wollen, aber dabei nicht auch noch materiell den kürzeren ziehen wollen.
     
    • # 24
    • 04.07.2010
    • Gast
    Nein sehe ich nicht so. Auf jeden Fall aber Kontaktabbruch, den/die "Täter(in)" aus dem Kopf streichen, nach vorn schauen und einfach mal wieder an sich denken.
     
    • # 25
    • 04.07.2010
    • Gast
    Ein toller Vorschlag!
    Die Details inklusive der Strafen wurden auch schon kodifiziert und wurden und werden in einigen Ländern angewendet: Afghanistan (bis 2001), Saudi-Arabian, Sudan, ...
     
    • # 26
    • 04.07.2010
    • Gast
    So ein Unsinn!
    Es gibt leider zu wenig Menschen, die wirklich zusammenpassen. Daher auch zu viele Menschen, die fremdgehen. Nocheinmal: jede zweite Ehe in Deutschland wird geschieden.
     
  9. Eheschließungen sollten eine ,,Ehekaution" von mindestens jeweils 20000 Euro voraussetzen. Pro Kind ist diese Kaution um weitere jeweils 10000 Euro aufzustocken. Der ,,Einsatz" des Fremdgängers verfällt unverzüglich zu Gunsten des Betrogenen bzw. der Kinder. Außerdem ist das sofortige Räumen der Wohnung ohne Veränderung bei der Mietzahlungspflicht fällig. Für gemeinsam Angeschafftes gibt es keinen Ausgleich, Scheidung auf Kosten des Fremdgängers wird binnen drei Monaten möglich. Für den Kindesunterhalt hat der Fremdgänger - notfalls durch Kreditaufnahme - eine Rücklage in Höhe von zwei Jahresverpflichtungen zum Schutz vor der Einspring-Pflicht des Sozialamtes zu bilden, die das Jugendamt treuhänderisch verwaltet. Der Verstoß gegen das Treuegelübde führt wie Meineid zu einer Vorstrafe. Wiederverheiratung ist binnen fünf Jahren nicht möglich. Für Frederika würde ich das sofort unterschreiben. Allerdings fürchte ich, dass unsere Täterjustiz sowas als sittenwidrig einstufen würde. Schade eigentlich.
     
    • # 28
    • 05.07.2010
    • Gast
    @#27
    Ja und hast du daran gedacht, dass sich da neue Geschäftsfelder auftun könnten. Ach was, nicht könnten, sondern werden. Wieviele % willst du, wenn du meinen Partner verführst? (Inkl. Beweismittel)
     
    • # 29
    • 05.07.2010
    • Gast
    Statt am Ende der Ehe einen Schuldigen zu suchen, sich zu beklagen und großartig herumzurechnen, wer wie ausgezahlt bin, wäre ich viel mehr für einen verpflichtenden Ehevertrag, der vor dem Austauschen der Eheringe unterschrieben wird. Dann sehen beide Parteien schwarz auf weiß, wozu sich sich verpflichten. Und ob in diesem Vertrag nun steht, dass der/die, der/die fremdgeht, vor den Karren gespannt und durch die Stadt gejagt wird (im Mittelalter sehr beliebt) oder der Partner/die Partnerin nackt durch die Stadt rennen muss, weil er/sie keine Lust mehr auf Sex hatte in dem letzten Jahr, bleibt dem Ehepaar überlassen.

    Insgesamt sehe ich es nicht als Aufgabe des Staates dafür zu sorgen, dass zwei mündige Bürger sich in der Ehe vollständig absichern. Der Staat hat bereits sehr viele Grundlagen geschaffen und irgendwann muss schon mal der Bürger ran und sich Gedanken machen.
     

Jetzt Partnersuche starten

Ich bin
Ich suche

Es gelten die AGB und Datenschutzbestimmungen. Mit der kostenlosen Mitgliedschaft erhalten Sie regelmäßig Angebote zur kostenpflichtigen Mitgliedschaft und weiteren Produkten der PE Digital GmbH per Email (Widerspruch jederzeit möglich)