1. Gehen oder bleiben?

    Liebe Alle,

    ich glaube ich brauche einfach mal eine unabhängige Meinung. Mein Mann und ich sind 10 Jahre zusammen, 8 davon verheiratet. Ich habe einen Job, wo ich viel im Ausland arbeite. Das heißt, mein Mann hat sich vor 8 Jahren beurlauben lassen 8er ist Beamter) und ist mit mir ins Ausland gegangen und dort Hausmann gewesen.. Das Leben alleine im Ausland ohne Freunde oder Familie ist nicht einfach (gewesen). Dieses Jahr im Sommer geht es zurück nach Deutschland. Unsere Ehe war nie einfach. wir haben eigentlich immer viel gestritten. Wir haben auch einen Altersunterschied von fast 13 Jahren. Im Laufe der Zeit wurde es immer mehr. Mein Mann hat die letzten 3 Jahre hier im Ausland keinen Anschluss gefunden und sitzt eigentlich jeden Tag nur zu Hause und kümmert sich um den Haushalt und den Hund während ich arbeiten gehe..Das hat ihn mit der Zeit ziemlich frustriert..Aber er hat auch den Absprung nicht geschafft. Ich habe immer gesagt, geh mal raus tu was..Aber er meinte immer, hier wären die richtigen Leute nicht und er hätte keine Lust..und so sitzt er jeden Tag auf dem Balkon oder dem Fernseher. Versteht mich nicht falsch, er hält mir den Rücken frei und kümmert sich zu Hause um alles und hat auch meist gekocht wenn ich nach hause komme. Das ist schön..Aber man hat sich nichts mehr zu erzählen..Er fragt nie wie mein Tag war..Es interessiert ihn nicht, da er glaube ich nichts erlebt. Er streitet immer öfter mit mir, ich kann ihm nichts Recht machen. Alles ist falsch und ich bin immer Schuld und wäre zu dumm zu allem. Im Laufe der zeit habe ich resigniert und zu Hause wirklich nicht mehr viel gemacht, da es eh nie gut genug war. Aber er hat dann auch angefangen mir in Streits immer das Wort im Mund um zudrehen und es so hinzustellen, dass ich immer Schuld sei und er hat mich eigentlich dann nur noch fertig gemacht auch mit ziemlich gemeinen Beleidigungen. Irgendwann habe ich nichts mehr gesagt und alles in mich rein gefressen. Wenn ich was gesagt habe, war es wie Majestätsbeleidigung. Er sagt dann immer du hast ja überhaupt kein Selbstvertrauen und so..Stimmt, das ist mir irgendwie abhanden gekommen.. Auch sind wir eigentlich nicht mehr als Freunde. Im Bett abends gibt es einen kleinen Gute Nacht Bussi, das wars, dann dreht er sich um. Keine Zärtlichkeit nichts..Der Gedanke an Trennung kam immer öfter..Beim letzten Streit habe ich gesagt ich kann nicht mehr. Er ist aus allen Wolken gefallen..wir haben doch so eine tolle Beziehung, er liebt mich über alles. Er hätte immer alles für mich getan und liebt mich von ganzem Herzen..Wir bekommen das wieder hin..Ich weiß nicht weiter..Wir haben es 8 Jahre nicht hinbekommen, tun wir das jetzt? Wenn ich jetzt wieder umkippe, verlier ich meine Glaubwürdigkeit? Will ich das? Aber wenn ich ihn weinend vor mir sehe, dreht es mein Herz um.. Ich weiß einfach nicht weiter..Alles hinwerfen oder doch weiter machen?

    Sorry das ist jetzt wahnsinnig lang geworden..
     
    Moderationsanmerkung: Bitte achten Sie künftig auf eine korrekte Rechtschreibung. Vielen Dank.
  2. Solche Fälle sind hier zu Hunderten Beispielen schon diskutiert worden, ich muss meinen Kopf wieder schütteln, dass du bei so einem Typen bleibst und ihn noch mitfinanzierst, dich dafür beschuldigen lässt, nicht auszuhalten, für mich ist da Hopfen und Malz verloren, an deiner Stelle, würde ich mich umgehend trennen, seine Tränen sind gespielt, sind nicht echt, um dir manipulativ ins Gefühl zu gehen, damit du bleibst.
    Es scheint, dass du kein Selbstbewusstsein und kein Selbstwertgefühl hast, sonst würdest du solche Sachen nicht schon so lange mitmachen. Eine Beziehung in Leid, Trauer und Schmerz ist für mich das allerletzte und niemals eine Beziehung wert.
     
  3. Das dürfte nicht der Hauptpunkt sein ... und ich kann gut verstehen, wie du dich fühlst.

    Natürlich gibt es auch die zweite Seite, seine, aber du schreibst hier und bist in Not. ICH hätte meine Probleme mit einem Mann ohne Eigeninitiative, egal in welchem Land ihr euch auch gerade befindet. Es ist eine Einstellungssache und ob sich das ändert, wenn ihr zurück in Deutschland seid? Will - und kann - er dann wieder zurück in seinen ursprünglichen Job, d.h. ist die Beurlaubung eine begrenzte oder muss er woanders völlig neu anfangen?

    Rede mit deinem Mann! Finde mit ihm zusammen heraus, was er sich für die Zeit nach eurer Rückkehr beruflich vorstellt. Je nachdem, wie er sich hier verhält, ob er glaubwürdig aktiv sein wird (sich z.B. jetzt schon nachweislich um die Rückkehr in den eigenen Job kümmert) würde ich ihm sagen, dass du abwartest, wie sich euer Zusammenleben entwickeln wird. Ich würde ihm aber auch mitteilen, dass du dich im Falle des weiteren Stillstands von ihm trennen würdest.

    Dabei ginge es mir nicht darum, dass ich seinen Einsatz über alle die Jahre im Ausland nicht würdigen würde, schließlich hat er dir den Rücken frei gehalten in dieser Zeit und du konntest in Ruhe deinem Job nachgehen - mich würde stören, dass er neben der Hausarbeit nichts für sich selbst unternommen hat. Nichts, was euer Leben darüber hinaus bereichert hätte, Gespräche und gemeinsame Aktivitäten befördert hätte. Er schlicht auf dem Punkt stehen geblieben ist, den er vom ersten Tag an im fremden Land für sich eingenommen hatte.
     
  4. Liebe FS,

    wenn ich das lese dann merke ich wie sehr du mit dir haderst und im Prinzip ist deine Entscheidung schon lange gefällt. Den Absprung schaffst du aber nicht, weil du Mitleid mit ihm hast. Du gehst davon aus, dass er es nicht durchsteht, wenn du ihn verlässt. Damit erhebst du dich aber über ihn und das ist nicht gut. Stört ihn das, wenn er den ganzen Tag zu Hause sitzt? Ich denke du spürst schon, dass er auch unzufrieden ist und ihr keine Gesprächsthemen mehr habt. Ich kann dich da verstehen. Du bist doch im Prinzip die, die Geld ins Haus bringt. Habt ihr Kinder oder sind Kinder geplant? Dann könnte er ja zu Hause bleiben und sich darum kümmern. Ich finde es schwierig, wenn der Partner sich so ganz von der Außenwelt abschottet und ohne soziale Kontakte lebt. Du musst dann die ganze Last tragen und für ihn sorgen wie für ein Kind. Er sollte in die Pötte kommen, aber er will nicht. Du weisst schon, dass du ihn nicht ändern kannst oder?

    Höre einfach in dich hinein. Bist du froh, wenn du ihn siehst? Kommst du gerne heim?

    Falls nein überlege dir was dich hält.
     
  5. Liebe Naschkatze,

    hab ich richtig verstanden: Ihr seid also jetzt noch im Ausland und viel an dem Zustand eurer Ehe hängt mit dieser besonderen Konstellation zusammen, dass er zu Hause ist und ansonsten keine oder kaum Kontakte hat, richtig?

    Das ist natürlich eine Sonder-Situation und letztlich ja auch ein bisschen schiefgelaufen. Eigentlich finde ich das sehr modern, dass er dich ins Ausland begleitet und dafür seinen Job weglegt. Schön, dass das ging. Aber an seinem "Schicksal" kann man mal sehen, dass es gar nicht so einfach ist, im Ausland Fuss zu fassen. Noch dazu, wenn man nicht in einem Arbeitsverhältnis ist und ja eben auch Kollegen hat.

    So liegt doch viel an dem Zustand wie er jetzt ist an eurer akuten Situation. Insofern kannst du da jetzt erst einmal nichts machen, sondern eher warten, wie sich der Wiedereinstieg hier in Deutschland gestaltet. Ob du deinen "alten" Mann wiederbekommst, wenn der sein Umfeld und auch seine Arbeit wiederhat?

    Für ihn sind eure Auslandsjahre wohl eher eine bittere Erfahrung gewesen, die viel am Selbstwert gekratzt hat. Darum ist er so unzufrieden und schiebt dir im Streit die Rolle mit dem wenigen Selbstbewusstsein zu. Das ist natürlich absurd, denn er ist es ja, der den sozialen Anschluss nicht geschafft hat. Wenn der "Schaden" an eurer Ehe nach der Rückkehr nach Deutschland weiterhin besteht und sichtbar wird, dass sich da auch nichts mehr verändert, kannst du handeln. Aber ich denke, dass sich mit der Änderung des Umfelds schon auch bei euch noch mal was tut.

    Alles Gute für euch beide!
     
  6. Die Kernfrage - liebst Du ihn?

    Mein Bild, das ankommt - Ihr bzw. Du hattest einen Traum. Ihr seid zusammen ins Ausland, Du hast dort gelebt. Beruf, Erfolg, Umfeld, Anregungen, und wenn Du nach Hause kamst, ein Zuhause.
    Er hat Dir diesen Traum ermöglicht, ohne den Preis zu ahnen. Es war nicht sein Traum, vielleicht ist er auch gar nicht der Extrovertierte, der in einer fremden Umgebung aufblüht, und Impulse, Anregungen und Kontakte findet?
    Stattdessen landet er in der Haushaltsmühle - Haushalt ist eine Arbeit, die oft nicht als Arbeit begriffen wird, nicht als vollwertig gesehen wird, nicht wertgeschätzt wird, und dann noch unentgeltlich. (Frage am Rand - habt Ihr von Deinem Einkommen etwas zurück gelegt für den Ausgleich des Pensionsverlustes?)
    Dazu kommt also die finanzielle Abhängigkeit.
    Und die Fremde.

    Kann es sein, dass er immer unzufriedener, unglücklicher wurde - dass er evtl. in eine depressive Stimmungen geraten ist? Als Erklärung für die zunehmenden Streitigkeiten?
    Jeder Mensch braucht Erfolge, Anerkennung, das Gefühl, Sinnvolles zu tun. Männer haben oft mit der Rolle des Hausmannes viel mehr Probleme, da schlägt die gesellschaftliche Prägung zu - Mann als Ernährer, Hausmann = Weichei, Waschlappen (überspitzt, aber diese Meinungen gibt es)

    Es ist immer schade, dass man statt zu kommunizieren, miteinander nach Lösungen zu suchen, viele Paare dann immer mehr auf Distanz gehen - manchmal bleibt Streit das letzte Kommunikationsmittel - eigentlich ein Hilferuf.
    Weil die meisten es auch nicht gelernt haben, ihre Bedürfnisse zu spüren und zu artikulieren.

    Ihr könntet, wenn Du noch nicht beenden möchtest, einen Neustart versuchen.
    Ihr kommt ja wieder her, er wieder in seinen Beruf?
    Nehmt Euch vielleicht eine gemeinsame Auszeit zum wieder hier ankommen.
    Es wird ein neuer Lebensabschnitt.
    Redet miteinander - wie stellt Ihr Euch Eure Zukunft vor?
    Was vermisst er, was will er? Was willst Du? Wo sind Eure Gemeinsamkeiten, Pläne, Wünsche?
    Nehmt Euch dafür Zeit, und macht es moderiert. Evtl auch als Paartherapie.
    Und als echten Neuanfang.

    Und nur so am Rand mal über das Stichwort Bore Out nachdenken.

    Vielleicht magst Du es wagen, ich finde , es ist einen Versuch wert.
    Wenn Ihr Euch trennt, dann aber bitte wertschätzend und wohlwollend. Er hat für Dich und Deinen Traum sehr viel Beitrag geleistet.

    W,49
     
  7. 1. Menschen ändern sich von sich aus nicht! Sei du die Veränderung, die du möchtest!
    2. Sei ein Vorbild! Ändere die Dinge, die du haben willst. Mach vor, dass du viel daheim tust, kreativ bist, immer neue Ideen hast. Bitte ihn, dir bei was zu helfen.
    3. Sei auffordernd, werde knackig selbstbewusst: "So, jetzt wird der Fernseher ausgemacht, wir gehen am Wochenende dort und dort hin. Ich habe Karten ..."
    Wenn er nicht will, sucht du dir einen Hausfreund und sage ihm, was du vor hast und dass du kompromisslos bist und jetzt was unternimmst mit einem anderen Mann!
    4. Rede über deine Sexualität und entwickele wieder eine eine!
    5. Entwickle Standhaftigkeit, Dominanz und Unnachgiebigkeit. Denn diese Personen sind selbstbewusst und jederzeit bereit zu gehen!
    6. Was will er tun, wenn ihr wieder in Deutschland seid? Frag ihn aus! Forder ihn heraus!
    7. Konsequenz: Warum fühlt er sich beleidigt? Erkäre ihm, dass du dich zutiefst beleidigt fühlst und du dir dieses Geflenne nicht mehr weiter anhörst!
    8. Gewöhne dir Mitleid ab! Gegen alles und jeden. Höre auf, dir z.B. wie andere verweichlichte Personen Videos von Tierbabys im Internet anzusehen, denn das fördert diese Mitleidsschiene und mangelnde Durchsetzungskraft! sondern beschäftige dich mal mit knallharten Themen und lege sie ihm vor. Nur so als Beispiel. Du möchtest Respekt, aber tust selber nichts dafür, sondern bist weich und nachgiebig.

    9. Besorge einen Sexshop-katalog und lass ihn herumliegen. Er soll sich was davon aussuchen. Richte dein Leben ab sofort sexualisiert aus, damit er dich eben nicht nur als Neutrum sieht. Und lerne über Sex zu reden!

    10. Wenn er weint, sagt ihm, er soll sich gefälligst zusammenreißen und mal wie ein Mann benehmen!
    Er gibt keine Lieblosigkeit, als gibt es auch keine Lieblosigkeit fürs Nichtstun zurück!
    11. Dein höchstes Ziel sollte sein, am bekommenden Respekt zu arbeiten. Es sollte ihm peinlich sein, dass er nichts zu tun hat, wenn du heim kommst. Sieh ihn abwertend von oben bis unten an. Zieh dich schick an und laufe daheim auch nur noch im schicken Kleid herum, damit er merkt, was er sich da antut. Wenn er nur fernsehn guckst, melde dich ab und sage, du gehst aus. Nach 3 Wochen hast du eine Affäre.
    Schmeiß deine Hausschuhe weg und trage elegante Schuhe. Er muss da bisschen merken, dass ihm die Situation entgleitet.

    Gäbe es nur noch ein schräges Wort, das ich nicht hören will, wäre ich SOFORT weg. Wer ist der, das ser sich das nach 10 Jahren noch erlauben kann? Hat er keine Angst, dass bald weg bist? Bereite ihn erneut darauf vor, dass du immer häufiger mit der Trennung spielst. Es kommt nichts mehr von ihm. Sexuell und Liebestechnisch nichts, beruflich nichts und wenn ich heimkomme, würde ich verlangen, dass die scheiß Kiste aus ist, sonst gäbe es von mir kein nettes Wort mehr und der Kiste bekäme einen Tritt.

    Tut mir leid für das alles, aber ich würde die Krise kriegen und das eben nicht so lange mit mir machen lassen.
     
  8. Es wäre jetzt natürlich noch schön, die Geschichte aus der Sicht deines Mannes zu hören.
    Hat er wirklich freiwillig seinen Job an den Nagel gehängt? Oder fühlte er sich doch unter Druck gesetzt? Oder hat er das ganze dir zu Liebe getan? Wenn es so war, warum hast du die Sache nicht abgebrochen, als du gemerkt hast, wie er leidet? Er hat seinen Job aufgegeben, um deine Träume zu verwirklichen, wieso schaffst du es nicht, das gleiche zu tun, als du gesehen hast, dass es für ihn zum Albtraum wurde?
     
  9. Na ja, hier geht es um zwei erwachsene Menschen und einen Deal, oder? Er begleitet dich, gibt dafür seinen Job auf, dafür ernährst du euch beide und er macht den Haushalt. Aber: Hätte er nicht auch einen Job im Ausland finden können? Ist er nicht selbst groß und hätte sich um Anschluss oder irgendeine Betätigung tagsüber kümmern können? Etwas Ehrenamtliches? Den Hund der Nachbarn mit ausführen, Gartenarbeit in den städtischen Parkanlagen? Es gibt 1000 Möglichkeiten, sich an einem neuen Ort "ins Spiel zu bringen". Und warum macht ihr nicht abends was Nettes zu zweit, wo ihr auch andere Leute kennenlernt. Oder etwas mit deinen Kollegen? Bindest du ihn gar nicht ein? Und wenn nicht, warum nicht? Weil er generell ein Miesepeter ist, einer, der sich nicht integriert?

    Es hakt bei euch ganz generell, bei ihm auf jeden Fall (nach deiner Schilderung mindestens in puncto soziale Kompetenz), aber auch bei dir. Du hast psychisch während der Auslandszeit offenbar eine ungute Entwicklung genommen. Das ist nicht schön und du solltest überprüfen, woran genau es liegt und ob du nicht/zu spät über deine Wünsche und Gefühle und Erwartungen gesprochen hast. Habt ihr am Anfang oder zwischendurch gar nicht abgeglichen, was ihr euch von der Auslandszeit versprecht, wie ihr sie gestalten wollt - was beide dafür tun können, dass es schön wird?

    Ihr habt keine Beziehung auf Augenhöhe - aber du schreibst ja auch, er sei 13 Jahre älter und würde dich oft runtermachen und ihr streitet oft. Das ist doch nicht wirklich gut auszuhalten, oder?

    Für ein Scheitern einer Beziehung sind meist zwei Leute verantwortlich. Schau dir auch deinen Anteil noch einmal an und entscheide, ob du jetzt noch ins Gespräch mit deinem Mann kommst (eher unwahrscheinlich) oder ob Hopfen und Malz verloren ist und du ohne ihn besser klarkommst (mittelfristig vermutlich wohltuender). Und dann arbeite auch an dir. Dann kannst du irgendwann eine neue Beziehung eingehen und diese ganz anders gestalten.Vielleicht hilft dir dabei ein therapeutisches Gespräch oder ein Termin mit einem Coach.

    Mach was aus deinem Leben und gib dich nicht mit diesem Zustand zufrieden!

    Alles Glück der Welt!
    w55
     
  10. Probleme in eigener Sache nimmt man mit ,egal wo man hingeht.
    Wieso braucht man jemand, der einem den Rücken freihält, wenn man keine Kinder hat?
    Ist das modern, wenn die Frau den Mann finanziert, dann mal viel Spaß für die Zukunft, Männer merkt euch das, die schönsten Zeiten kommen anscheinend noch für die Männer!☺
     
    • # 10
    • 11.01.2019
    • void
    Schwierig. Um Deine Glaubwürdigkeit geht es doch nicht, ich meine, ist Dir das wirklich das Wichtigste, wenn es nicht darum geht, dass er Dich betrogen hat und Du, statt Dich zu trennen, wieder zu Kreuze kriechst oder sowas? Du hast festgestellt, dass eure Beziehung mies ist. Wenn Dir noch was dran liegt, dann ist erstmal Problembesprechung dran. Wenn Du Dich schon innerlich verabschiedet hast, bleibt Dir nur die Trennung.
    Das musst Du wissen, wie Du empfindest.

    Den Mann versteh ich auch. Er hat sich gedacht, Haushaltführen für euch sei toll oder er wollte Dich nicht verlieren.
    Das ist ungewöhnlich, dass ein Mann seinen Job aufgibt. Ist er denn wieder Beamter, wenn er nochmal einen Job bekommt, oder hat er diesen sicheren und vermutlich nicht gerade unterbezahlten Job für immer weggeworfen?
    Jedenfalls bringt es einem gar nichts rauszugehen, wenn man keine Lust auf das hat, was man da draußen treffen könnte.
    Er vergeudet sein Leben, wird er denken. Und da Du schuld sein wirst in seinen Augen, weil Du ihn ja ins Ausland "verschleppt" hast, lässt er seinen Frust auch an Dir aus. Na gut, Frust an der Partnerin auslassen machen auch andere, aber ich denke, dass er Dir wirklich die Schuld gibt, dass er unzufrieden mit seinem Leben ist.
    Nun kommt hinzu, dass er, wenn Du jetzt Schluss machst, seine Lebensjahre im Ausland komplett in den Sand gesetzt hat. Nicht mal die Belohnung dafür, dass er das tat, erntet er noch, wenn die Beziehung zu Ende ist.
    Er ist auch sicher völlig abhängig von Dir. Du und die Bez. sind Sicherheit für ihn. Wo soll er hin, wenn Du ihn "verstößt". Wie soll er sich erklären, dass sein Opfer, mit Dir ins Ausland zu gehen, für nichts war? DAS können mE die Punkte sein, die ihn zum Weinen bringen. Nicht der Verlust der Partnerin an sich, wenn er sich abends schon wegdreht von Dir. Wo ist denn da Liebe. Vielleicht irre ich mich und er liebt Dich, aber dann seh ich das Problem, dass ihr da, wo ihr seid, gar nicht neu anfangen könnt. Seine Frustsituation wird bleiben, wie sollte er sein Leben ändern, wenn er es Deinem untergeordnet hat und an der Beziehung hängt? Ihr müsstet irgendwohin, wo auch ER Fuß fassen kann und das auch tut. DANN erst würde man mE sehen, ob eure Beziehung eine Augenhöhe erreichen kann, auch so sein kann, dass er mit seinem Außerhalb-der-Beziehung-Leben zufrieden ist und ob er Dich wirklich liebt.
    So in Abhängigkeit, wie er ist, und mit seinen Lebensumständen ist es für mich völlig logisch, dass er weint, wenn Du die Beziehung beenden willst. Du bist sein einziger Ankerpunkt dort, und wo er mal war, bevor er der Hausmann wurde, gibt es für ihn gefühlt keine wirkliche Wurzel mehr, auf die er bauen könnte.
    Abhängige Menschen - emotional oder finanziell - haben eine Heidenangst vor Veränderungen, insbesondere, wenn der Mensch, von dem sie abhängig sind, sich loslösen will.
     
  11. Hi,
    Ohje, das liest sich gruselig! Wenn sich einer vom anderen aushalten lässt - ihr habt keine Kinder, da ist Rücken freihalten im Haushalt ehrlich gesagt nicht viel Arbeit! - dann finde ich das immer schlecht, egal ob Mann oder Frau. Er könnte doch irgendwas Nützliches machen. Sein Beurlaubungsverhältnis macht normale Arbeit vielleicht schwieriger aus rechtlichen Gründen, aber so ein passiver Zustand ist nicht hinnehmbar.
    Dass er vor lauter Herumsitzen depessiv wird und als Ventil dich beleidigt, ist eigentlich nur logische Konsequenz, wenngleich nicht verzeihbar. Er bräuchte vielleicht mal existentiellen Druck, ansonsten sehe ich keine Chance, dass er aus seinem Loch rauskommt.
    Lionne hat auch schon Depression angesprochen, in die Richtung würde ich forschen, aber das bringt euch nicht viel weiter.
    Als du ihn kennenlerntest, war er denn da aotiver? Kann ich mir nach deiner Schilderung seines Beamtentums kaum vorstellen. Falls ihr nach Deutschland zurückkehrt, glaube ich kaum, dass er sich groß ändern würde... Da fällt mir momentan leider kein nützlicher Tipp ein.
    w34
     
  12. Ich denke, dem Mann fehlt definitiv eine erfüllende Aufgabe, für die er Anerkennung bekommt. Einfach beruflicher Erfolg, positiver "Stress", das Gefühl, etwas zu leisten und das ganze berufliche Umfeld samt Sozialkontakten. Nicht umsonst geraten gerade Männer mit Eintritt in den Ruhestand in eine Krise.
    Ggf. fühlt er sich Dir zusätzlich noch unterlegen. Deinetwegen seitd Ihr im Ausland und Du bist dort beruflich erfolgreich.
    Ich glaube, es gibt nicht viele Männer, die das ganz entspannt sehen und den Rollentausch genießen.
    Ein Bekannter von mir, ebenfalls Beamter, hatte irgendwann einen Pseudoposten - fast ohne Aufgaben und vor allem ohne positive Erfolgserlebnisse oder gar Anerkennung. Der mutierte zum Ekelpaket, besonders bei erfolgreichen Frauen war seine Missgunst unverhohlen.
    Dann gibt es noch das Phänomen des Boreout.
     
  13. Das glaube ich aber schon sehr...

    Guten Morgen ihr lieben,
    Ich denke sehr wohl, dass er zurück in der Heimat wieder Drall bekommt. Er ist Hausmann ohne Kinder. Also was macht er, Haushalt ist keine Berufung sondern eine notwendige Pflicht. Na klar hat er Depris, er hat keine wirkliche Aufgabe. Putzt ein wenig herum, kocht, wäscht die Wäsche und " wartet" dann auf seine Frau.
    Tausende Frauen kennen und kannten ganau das so.
    Wie viele von diesen Frauen sind oder waren denn zufrieden damit?
    Von Hundert vielleicht Eine?
    Dann noch im Ausland zu hängen, klar ist das leicht gesagt, Geh mal raus und mach was. Die FS hat ihre Jobkontakte, er nicht.
    Es sind keine Kinder da die einem den Nerv rauben können, dass meine ich positiv.
    Er kommt sich so Wertlos vor wie tausende von Frauen die in seiner Situation leben.
    Klar hat er das selbst mit entschieden. Aber er hat sich verzockt bei dem Gedanken, er könne das.
    Ja er soll die FS nicht beleidigen oder so sein wie er jetzt ist. Aber mein Gott, ich wette er macht das nicht weil er ein A..... loch ist, denn dann wäre er erst gar nicht mit der FS gegangen.
    Von der FS kann ich hier jetzt auch nicht großartig lesen , dass sie sich in seine Situation mal hereindenkt, außer ein " Geh mal raus und tu was".
    Damit ist es nicht getan.
    Wenn der Mann wieder hier ist und arbeitet und eine andere zusätzliche Aufgabe hat als putzen und kochen und mit dem Hund Gassi gehen, wird er wieder aufblühen.
    Der Kerl ist einfach nur Deprimiert und das hat nichts mit einem Krankheitsbild zu tun.
    Und wenn ich immer höre Zärtlichkeiten gibt es auch keine mehr.
    Ja, auch dafür sind immer Zwei Menschen zuständig, oder fällt das auch in den Aufgabenbereich seiner Hausmannstätigkeit?
    Liebe FS vom Glauben allein ist noch nie jemand Schlauer geworden! Was soll er dann im Gegensatz zu dir schon groß erleben? Ich finde auch DU hast die Aufgabe, dich um deine Beziehung zu bemühen. Ich finde es, so wie du hier schreibst total Oberflächig und etwas Egoistisch.
    Es hat jetzt 10 Jahre mehr oder weniger funktioniert, du hast Karriere gemacht, dein Ding machen können, weil er mitgezogen ist und was nun. Entsorgen, weil er nicht mehr gut funktioniert?
    Er war doch früher nicht so, oder warum bist du so lange bei ihm?
    Was für eine Rücken musste er dir denn freihalten? Du hättest doch auch alleine ins Ausland gehen können, hättest dann natürlich selbst kochen müssen und die Bude aufräumen.
    Und auch du wärst dann ganz alleine in einem anderen Land gewesen.
    Also warum genau bist du mit deinem Mann nochmal zusammen???

    m48
     
  14. @neverever: Danke. Wenn es hier eine Like-Funktion gäbe, hätte ich die gerade sehr gerne benutzt :D.

    @Naschkatze: Bei mir war es andersherum. Plus vier Kinder im Schlepptau, also nur Herumsitzen ging bei mir gar nicht. Aber: Mein Mann war der einzige, dem es in unserer Auslandszeit gut ging. Er hatte seinen Job, Anerkennung, Unterstützung.
    Ich hatte die Kinder und den Haushalt. Und regelmäßige außerhäusliche Aktivitäten. Es hat nichts genutzt. Vielleicht wäre es mir besser gegangen, hätte ich mir einen Job suchen können. Dann wiederum hätte ich nicht genug für die Kinder da sein können, bei denen das dringend nötig war ... Hätte, hätte, hätte.
    Im vierten Jahr ging mir allmählich die Puste aus, ich habe die ersten Anzeichen der Depression bemerkt, nach fünf Jahren bin ich mit den Kinder wieder zurück nach Deutschland. Wir haben uns noch neun Jahre lang in Fernbeziehung versucht, bis ich letztendlich die Reißleine gezogen und mein Leben zurückgenommen habe. Jetzt stehe ich zwar im Erwerbsleben ganz unten, aber es geht mir psychisch so gut wie in meiner ganzen Ehe nicht ...

    Was war das Problem? So ungefähr das, was @neverever beschrieben hat. Ich dachte, das wird "unser" Familienprojekt. Wir kriegen das hin. Dabei war es letztendlich der Traum meines Mannes, den wir gelebt haben. Sein Leben. Dein Mann hat vermutlich etwas ähnliches für dich getan. Und jetzt würdest du ihm noch einen Tritt verpassen, nachdem er dein Leben mitgelebt hat, anstatt seines. Das hätte mein Mann niemals getan, obwohl ich alles andere als einfach bin. Er weiß, dass er seinen Anteil daran hatte, wie alles schief ging und er hätte mich nicht fallen lassen.
    Andererseits - vielleicht wäre dein Mann auch erleichtert, sein Leben zurückzubekommen?
     
  15. Aus eigener Erfahrung kann ich dir nur sagen: Geh!

    So wie du die Frage stellst, kennst du die Antwort eigentlich auch schon. Du weißt dass es untragbar ist. Dein Mann wirkt narzisstisch und unreflektiert. All das hat nichts mit Liebe zu tun, sondern eher mit Manipulation.

    Du bist nicht Schuld an seinen Entscheidungen. Du bist nicht Schuld an seinem Leben. Du bist nicht Schuld an seinen Gefühlen. Er hat die Verantwortung für sich, sein Leben und seine Gefühle.

    Das ist keine Partnerschaft mehr, sondern Abhängigkeit.
     
  16. Große Entscheidung, wie den Umzug in ein anderes Land, trifft man als Paar gemeinsam. Und dann gewinnt man als Team oder man verliert als Team.
    Wenn einer der beiden Partner nun nicht mit der neuen Situation klar kommt, heißt es Lösungen finden, es gibt immer Alternativen.
    Mir persönlich wäre das Wohlbefinden meiner Frau wichtiger als die Karriere, aber offenbar sieht das jeder anders.
     
  17. Jetzt haue ich mal das Klischee heraus.
    Diese Haltung erwarten viele Frauen von Dir als Mann, ganz selbstverständlich.
    Aber wenn die Rollen sich vertauschen, heißt es von Frauen, weg mit dem Weichei...
    Der Mann hier hat Emanzipation gelebt - Freiheit bei der Rollengestaltung, jetzt zahlt er den Preis.

    Die beiden hätten viel früher darüber reden sollen, dass das Experiment Ausland so nicht funktioniert.
    Aber dann hätte man abbrechen müssen, hätte das die FS gewollt?

    Als Beamter hätte er im Ausland nicht berufstätig werden können, dann wäre der Beamtenstatus weg. Ihm blieb nur die Beurlaubung - oder, und das wäre für ihn besser gewesen, hier zu bleiben im Beruf.

    Die beiden sollten sich hinsetzen und mal ganz ehrlich schauen, was zu ändern geht, ob es einen Neustart gibt.

    Trennen ist einfach.
     
  18. Leider gilt Emanzipation für manche (nicht alle!) Frauen nur, wenn sie davon einen Vorteil haben.
    Die Frage ist für mich, ob die FS, die sich leider nicht mehr zu Wort meldet, überhaupt noch mit ihrem Mann zusammen sein möchte und ihn nicht als gescheiterten Versager sieht. Ein bisschen wirkte es so in dem Posting, sie hat die erfolgreiche Karriere, er bekommt nichts auf die Reihe.
    Vielleicht bin ich zu verklärt romantisch, aber als Ehepaar steht man sowas gemeinsam durch, auch wenn die See rauher wir. Und ich bin froh, eine Frau an meiner Seite zu haben, die mich in einer Krise nicht fallen gelassen hat, obwohl ich in der Zeit nicht die starke Schulter an ihrer Seite sein konnte.
     
  19. Wenn es nur umgekehrt auch öfter so wäre, dass der Mann die Frau stützt, wenn es ihr in irgendeiner Situation nicht gut geht ...
    Ich habe zwar geschrieben, mein damaliger Mann hätte mich nicht fallen lassen (heißt, er hätte mich nicht mir nichts, dir nichts sitzen lassen), aber das bezog sich auf die Gedanken der FS, ihren Mann jetzt, wo es wieder zurück nach Deutschland geht, zu verlassen. (Weil sie ihn jetzt nicht mehr zum Rücken freihalten braucht, oder wie?)

    Aber gestützt hat er mich auch nie. Das war meine Aufgabe für ihn, leider nie umgekehrt.
     
  20. Sorry, ER hat ihr den Rücken frei gehalten, sich beurlauben lassen, damit IHR Traum im Ausland erfüllt würde.
    Hast sich für eure , für ihn würde es zum Albtraum.

    Jetzt geht es zurück, und der Narr hat ausgedient und darf gehen.

    Sorry, Naschkatze.
    Es wäre schön, wenn Du Dich melden würdest und vielleicht auch noch ein paar offene Fragen beantwortest.

    Und natürlich ist manches hart formuliert, aber das, was Du aussendet, kommt eben je nach Empfänger / Leser unterschiedlich an.

    W,49
     
    • # 21
    • 19.01.2019 um 17:32 Uhr
    • Fryun
    ich kann nachvollziehen, dass jemand ohne eigenem Kopf, der dich nicht challenged, eine Lücke in die Beziehung bringt, gerade für starke, unabhängige Charaktere.

    Da es keine Reibungspunkte gibt und er dir alles recht macht, fällt es natürlich auch schwer Trennungsgründe zu finden. Vielleicht kommt auch etwas Angst dazu, dass nichts besseres mehr nachkommt, da er dir ja theoretisch alles rechtmachen will.
    Nehme dir eine Auszeit. Lasse die Seele baumeln und tu wonach dir ist. Wenn es dich von der Beziehung weg trägt: gut.
    Wenn nicht, steht er sicher auch dann wieder zur Verfügung.
     
  21. Ich glaube, dieser Absatz war etwas verwirrend,aber genau das hatte ich doch gemeint - dass sie ihn jetzt nicht mehr braucht zum Rückenfreihalten. Und deshalb denkt sie darüber nach, sich zu trennen.
    Und so blöd es bei uns damals gelaufen ist, DAS hätte mein Ex niemals getan.
     

Jetzt Partnersuche starten

Ich bin
Ich suche

Es gelten die AGB und Datenschutzbestimmungen. Mit der kostenlosen Mitgliedschaft erhalten Sie regelmäßig Angebote zur kostenpflichtigen Mitgliedschaft und weiteren Produkten der PE Digital GmbH per Email (Widerspruch jederzeit möglich)