1. Ihr Sohn will nicht zusammen ziehen. Was tun?

    Hallo Alle !
    Seit einiger Zeit wollen meine Partnerin und ich zusammen ziehen . Ich habe eine 10 jährige Tochter , sie einen 15 jährigen Sohn. Ich würde mit meiner Tochter in " ihre Gegend " ziehen . Das heißt, dass meine Tochter ( die ohnehin jetzt bald den Schulwechsel hat ) beginnt hier von vorne und ich müsste sie zumindest anfangs überall holen und bringen .
    Ihr Sohn ist 15, schwieriges Alter , bleibt in seiner Schule , seiner Gegend, hat allerdings Probleme mit Veränderungen . Wir wohnen ca 20 Autominuten voneinander entfernt und das Hin und Herfahren ist mit der Zeit mühsam. Sie kommt mit dem Auto , ich bin so oft ich kann bei ihr ( wenn meine 10 jährige zb bei ihrem Vater ist bzw meine älteren Kinder auf sie aufpassen).
    Ihr Sohn fühlt sich gestört , wenn man zu oft oder zu lange auf Besuch bleibt und das spiegelt sich in seinem Benehmen und Verhalten der Mutter gegenüber.
    Also fühle ich mich jetzt nicht mehr so wohl wie früher , wenn ich dort bin . Meine Partnerin kann aber während der Woche nicht bei mir übernachten, weil sie ihren Sohn nicht alleine lassen will ( er ist leider auch sehr verwöhnt und stellt den Anspruch, teilweise das Sagen zu haben).
    Am Anfang hatte ich natürlich viel Verständnis , ich selbst hatte ja schon 3 Teenies . Aber mittlerweile bin ich wirklich verunsichert, ob wir jemals zusammen ziehen werden . Er will nicht , denn dann müsste er 10 Minuten länger zur Schule usw .
    Natürlich denke ich drüber nach , dass das nicht der einzige Grund sein kann . Wohl auch seine Erfahrungen, da keine Beziehung der Mutter wirklich lange hielt .
    Er ist verunsichert . Was mir aber wirklich zu schaffen macht ist, dass ganz egal wie sehr ich mich bemühe, ich nicht an ihn ran komme . Ich interessiere mich für ihn , koche für ihn mit , schau mir seine Wettkämpfe an , suche das Gespräch. Er wirkt aber immer ablehnend.
    Ich weiss , dass die vorige Beziehung meiner Partnerin genau daran scheiterte . Weil sich alles auf die Interessen des Sohnes fokussierte und mein Vorgänger irgendwann keine Energie für dieses Stillstand hatte . Überhaupt kommt mir der Sohn sehr kalt und empathielos vor. Er zeigt kaum Emotionen . Ich spüre auch keinerlei Gefühlsregungen. Egal ob es ein Kätzchen ist ( er wollte es nicht , also muss er auch nichts tun ) oder sonst was . Wir hätten eine Wohnung zur Verfügung. Groß genug für alle . Er hätte einen eigenen Bereich. Eigentlich Luxus. Er will dennoch nicht . Seine Mutter meint , man müsse ihm zeigen wo das ist usw. Das wäre kein Problem. Aber ich denke , auch das wäre für ihn kein Thema . Ich bezweifle , dass er sich jemals umentscheidet . Und ich frage mich : soll ich warten? Soll ich warten , bis er auf einigen Beinen steht ? Ich will mit meiner Tochter nicht alleine in dieser riesen wohung wohnen, in einer Gegend, die uns völlig fremd ist . Weil ich nicht mehr daran glaubt , dass meine Partnerin jemals dazuziehen wird .
     
  2. Das Problem ist nicht der Sohn sondern deine Partnerin. Es ist aber nicht untypisch, dass sich Mütter in dieser Hinsicht zum Sklaven ihrer Kinder machen.

    Könnte es sein, dass neben allgemeinen Antipathien des Sohns auch von Bedeutung ist, dass ihr beide Frauen seit? Ggf. steht Deine Partnerin selbst nicht 100 % zu ihrer Homosexualität bzw. will diese nicht allgemein offen zeigen und hat deswegen selbst kein echtes Interesse zusammen zu ziehen.
     
  3. Das ist das Los der Alleinerziehenden und das Los der Patchwork Familie, keiner macht sich vorab über solche Probleme Gedanken, erst müssen Sie da sein, die Probleme, wie bei so vielem!
    Ich finde es gut, dass der Sohn mit 15 seine Position bewahrt, sagt wo's lang geht, eine ICH Stärke! Der Sohn ist letztendlich nichts anderes, als das Endprodukt und die Oposition der Eltern! Ich würde so eine Problem Beziehung niemals eingehen und wäre ich an deiner Stelle würde ich den Kontakt abbrechen. Meine Energien, meine Nerven sind mehr tausendmal wichtiger, ich verstehe nicht, sein Leben mit solchen Problemen rumzuärgern!
     
  4. Entnehme ich Deinem Nick und dem, was Du schreibst richtig, dass es um eine Beziehung zwischen 2 Frauen geht? Ich denke, das könnte bei einem Jungen mit 15 Jahren durchaus ein Unwohlsein auslösen. Ich finde nur seltsam, dass Du das überhaupt nicht klar ansprichst(?)
     
  5. Liebe TE,

    wie wäre es denn mit der Möglichkeit, dass er keine Wohngemeinschaft mit einem Homosexuellen Paar möchte?

    Dann hast Du auch noch eine erst 10jährige Tochter. Lauter Frauen, seine Ablehnung kann ich gut verstehen.

    Da wird Dir wohl nichts anderes übrig bleiben als zu warten.

    Dann tu das doch nicht.

    w/36
     
  6. Das klingt nach einer komplizierten Patchwork-Situation. Vielleicht passt die Zeit jetzt und so nicht zum Zusammenziehen. Du kannst Dir daran die Zähne ausbeißen. Ich denke es gibt nur die zwei Optionen: Alles bleibt so, wie es ist, oder Ihr trennt Euch.
     
  7. Ich finde diese Haltung weltfremd. Wie kann man zu KONTAKTABBRUCH raten, wenn der 15jährige Sohn opponiert? Man kann raten, noch 3-5 Jahre auf das Zusammenziehen zu warten und den Jungen mit seinem Befindlichkeiten so zu respektieren. Aber Kontaktabbruch? Warst du schon mal ernsthaft verliebt? Klingt nicht so.

    Mein Rat also wäre, noch einige wenige Jahre auf Abstand zu bleiben. Mein Partner und ich (ebenfalls Patchwork) haben 6 Jahre auf das Zusammenziehen gewartet, wegen der Kinder, wegen Patchwork. Die Zeit vergeht schnell und man geht etlichen Problemen aus dem Weg. Schluss zu machen ist nun wirklich das letzte, zu dem ich raten würde.
     
  8. Wenn Du Deinen Text noch einmal in Ruhe selbst liest, wirst Du erkennen, was das Problem ist und was die Lösung: a) ihr Sohn b) nicht zusammen ziehen. Das steht schon alles glasklar drin.
     
  9. Wenn er miterlebt hat, dass die Beziehungen seiner Mutter jedesmal wieder rasch in die Brüche gingen, kann ich ihn gut verstehen. Ich hätte auch keine Lust umzuziehen und auf heile Regenbogenfamilie zu machen, wenn ich gewärtig sein müsste, dass in 9 oder 10 Monaten wieder mal das bittere Ende am Horizont heraufdräut.

    w, 52
     
  10. Kein normaler Teenie-Junge möchte die lesbische Partnerin seiner Mutter auch nur kennenlernen.
    Er hat einen Vater, und ist wahrscheinlich zutiefst irritiert dass seine Mutter die erst auf Männer stand (du sagtest es gab auch Probleme mit deinem Vorgänger) jetzt plötzlich lesbisch ist und mit einer Frau zusammen leben möchte.

    Ich stelle mir vor was meine Kinder sagen würden wenn ich vorhätte mit einer Frau zusammen zu ziehen.

    Die fänden das äußerst befremdlich (sanft ausgedrückt) und würden wahrscheinlich alles daran setzen dies zu verhindern.

    Ich verstehe den Sohn sehr gut!
     
  11. Schwierig.
    Daran, dass die anderen Beziehungen scheiterten siehst du, dass er höchste Priorität hat. Bis zum 18. Lebensjahr finde ich das in Ordnung.

    Was ich mich frage: Warum zusammenziehen, wenn es so viele Nachteile gibt?
    Ist, der Sohn da, gibt es Unfrieden. Diesen Unfrieden möchtest du noch vergrößern, indem ihr zusammenzieht?
    Ist er zu deiner Tochter auch so?
    Besser wird es garantiert nicht. 20 Autominuten sind gar nichts.

    Der Sohn ist doch nicht verunsichert. Er hat bisher mit seinem Verhalten immer das erreicht, was er wollte. Nämlich den Partner seiner Mutter zu vertreiben.

    Den Sohn kann ich aber auch verstehen.
    Schwieriges Alter
    ... um zu einer homosexuellen Mutter zu stehen. (Wird er noch Freunde einladen können?)
    ... mit drei Frauen zusammenzuleben
    ... ein großes Stück Privatsphäre aufzugeben.

    Fremde Menschen, die man nicht mag, oft in seiner Nähe zu haben, ist sehr anstrengend.
    Wenn er dich bei seinen Wettkämpfen nicht haben will, solltest du nicht hingehen. Was soll das? Sei nicht so nervig. Höflich hallo sagen und dann abwarten, ob noch was kommt. Wenn nicht, hast du es wenigstens versucht. Mach dich doch nicht zum Affen.
    Für mich wäre so eine Beziehung in Ordnung. Ich würde aber niemals mit so einem Partner zusammenziehen. Ein pubertierendes Kind. HILFE!!
     
  12. Ja! Die kurze Zeit werdet ihr schon noch durchhalten, wenn die Liebe groß genug ist. Und so weit seid ihr ja auch nicht voneinander entfernt. Übrigens, vergiss nicht, auch an Deine Tochter zu denken!
    ErwinM, 50
     
  13. Du schreibst, dass alle Beziehungen zu deiner Freundin nach kurzer Zeit gescheitert sind, und von deinem Vorgänger. Waren alle Vorbeziehungen deiner Freundin, vielleicht Männer, und Du bist jetzt die erste längere Beziehung zu deiner bisexuellen Freundin? Kann vielleicht sein, dass der Sohn damit schlecht umgehen kann, wenn es so ist? Dazu eine weitere „Halbschwester“ im Haushalt, und im Hintergrund drei weitere erwachsene Kinder bei Dir. Er hat seine Mutter derzeit für sich zumindest in der Wohnung allein und ihre ganze Aufmerksamkeit, vielleicht ist er indirekt eifersüchtig und möchte als Einzelkind ungern diese Aufmerksamkeit teilen und sich auch nicht Dir und der neuen Schwester anpassen bzw. sich von Euch „Neuen“ im Patchwork etwas sagen oder verbieten lassen?
    Wie lange seit ihr überhaupt schon zusammen und wann war ihre Trennung von dem damaligen Vater ihres Sohnes? Wie ist sein Verhältnis zu seinem Vater?
     
  14. Ich kann dir da nur zustimmen. Ich würde auch nur noch jemanden suchen die keine Kinder hat bzw schon außer Haus sind. Habe keine Lust an zweiter Stelle zu stehen.
    Ich stimme dir ansonsten meistens zu. Hier muss ich dir widersprechen. Wo kommen wir denn da hin wenn pupertierende Kinder den Eltern vorschreiben wo es lang geht. Das gab es früher bei mir nicht. Da sieht man wo antiautoritäre Erziehung hin führt. Früher hätte ich da noch ein paar hinter die Ohren bekommen. Es hat nicht geschadet.

    Natürlich sollte man das nicht machen. Wenn ich mit einer Frau zusammen komme dann hat mein Sohn das zu akzeptieren.
     
  15. Da gibt es wohl eher mehrere Probleme. Ihr seit ein gleichgeschlechtliches Liebespaar und da wird der Herr Sohnemann ernste Probleme mit haben. In diesem Alter sind Jungs nicht einfach, vieles ist peinlich. Besonders wenn die eigene Mutter lesbisch ist. Ich vermute da das Hauptproblem!
    Dann scheint er jeden Zucker in den Arsch geblasen zu bekommen und spielt sich auf. Das ist ganz normal, aber er sollte mal eine klare Ansage gemacht bekommen. Gibt es zu dem Sohn noch einen Vater? Wie steht der zu eurer Beziehung? Es kann natürlich auch sein, das der Vater negative Äußerungen macht und der Sohnemann sich beeinflussen lässt. Das sind aber nur Mutmaßungen meinerseits.
    Auch muss ich sagen, das 20 Autominuten Entfernung ein Luxusproblem ist. Da würde ich eher warten mit dem Zusammenziehen, bis alle Probleme gelöst sind. Da muss mal Tacheles geredet werden. Auch bin ich der Meinung, das Kinder ihre Meinung äußern können und die auch berücksichtigt werden muss, aber am Ende treffe ich als Erziehungsberechtigte die Entscheidung.
    Und ich würde mir von einem verwöhnten, rebellischen Teenager nicht meine Liebe zerstören lassen. Da sind einfach klare Worte nötig. Das ist ein Geben und Nehmen.
    Wie hier bereits vorgeschlagen die Beziehung aufzugeben, finde ich übertrieben. Der Schreiber ist bekannt für seine negative und radikale Meining. Manchmal dauerts leben länger, besonders bei Patchwork Familien.
    Ich hab eine Patchwork Familie verteilt auf 600 km. Sein Sohn, auch 15, war am Anfang total gegen mich und meine Tochter. Heute nach fast 2 Jahren freuen wir uns auf unseren gemeinsamen Urlaub und planen unser Zusammenleben.
    Denk daran, es lohnen sich immer 2 Dinge: Liebe und Geduld!
     
  16. Also das war auch mein erster Gedanke und ich musste zweimal lesen und war mir immer noch nicht sicher ob ihr nun beides Frauen seid?

    Bei aller Toleranz und Offenheit heutzutage denke ich ist es dennoch für einen Teenager ein Problem, wenn seine scheinbar bislang heterosexuelle Mutter plötzlich eine homosexuelle Beziehungen eingeht.
    Ich denke das ist der wahre Grund, warum er ein Zusammenleben ablehnt.
    Der Junge wird sich auch gerade in seiner Sexualität zurechtfinden wollen und die plötzliche Umorientierung seiner Mutter ist sicher auch für ihn irgendwo verstörend.

    Ich glaube nicht, dass er wirklich innerlich kalt ist, das ist nur eine doch ganz alterstypische Schutz- und Abwehrreaktion. Cool sein über allem.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass es für ihn trotzdem zu Hänseleien in der Schule kommt oder er diese befürchtet.

    Dass man einen 15-Jährigen nicht umbedingt mit einem niedlichen Kätzchen begeistern kann, wundert mich jetzt auch nicht wirklich. Sowas ist doch eher Mädchenkram. Nicht jeder ist ein Katzenfreund.

    Ich denke es ist für jeden neuen Partner sehr schwer von Teenager Kindern akzeptiert und sogar bestenfalls geliebt zu werden. Aber eure Konstellation aufgrund der nun vorliegenden Homosexualität macht das Ganze denke ich besonders schwer.

    Vielleicht wäre es des friedlichen Zusammensein zu liebe das beste, mit dem Zusammenzug noch ein paar Jahre zu warten bis der Junge volljährig ist und eigene Wege geht.
     
  17. Liebe FS,
    Du kannst garnichts tun. Die Einzige, die was tun kann ist Deine Partnerin und die tut nichts. Sie wird wissen warum.
    Schade, dass sie es Dir nicht sagt. Da würde ich nachhaken und ich vermute, dass Dir die Antwort nicht gefallen wird.

    Du schreibst, dass Deine Tochter zu ihrem Vater geht, d.h. ihr habt eine lesbische Beziehung und habt das beide erst im fortgeschrittenen Erwachsenenalter entdeckt, denn ihr habt beide ältere Kinder.
    Für die meisten Erwachsenen ist das heutzutage kein Problem, wohl aber für einen Jungen in der Pubertät.

    Unter Jugendlichen, die grad ihre Sexualität entdecken läuft übles Mobbing ab gegen alles was anders ist als das, was sie "normal" finden und das ist nunmal Heterosexualität.
    Spätestens in 5 Jahren denkt er differenzierter darüber. Solange wird er mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln verhindern, daß die sexuelle Orientierung seiner Mutter offensichtlich wird durch euer Zusammenleben.

    Es wundert mich, dass Du das nicht weißt, wo Du doch selber ältere Kinder hast. Erstaunlich, dass eine kinderlose Frau über 60 Dir die Welt erklären muss.
    Deine Egozentrik scheint deutlich ausgeprägter zu sein als Deine Empathie.

    Es ist ok, dass er sich durch Deine Anwesenheit gestört fühlt. Er fängt grad an, seine Sexualität wahrzunehmen und da irritiert ihr ihn bzw. stößt ihn ab. Dagegen kannst Du Dich nicht anbemühen sondern musst den Prozess der sexuellen Reifung bei ihm abwarten. Je aufdringlicher Du bist, desto mehr hat er mit Widerständen zu kämpfen und umso länger dauert es.

    Die vorherigen Beziehungen Deiner Partnerin scheiterten nicht daran, dass alle sich auf die Interessen des Sohns fokussierten sondern weil sie versuchten, ihn im Sinne ihrer Partnerschaftsinteressen zu manipulieren. Das konnte er erfolgreich aushebeln - scheint cleverer zu sein als seine Widersacher.

    Zum Thema Empathielosigkeit: s.o. wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen schmeissen. Wenn Du keine Gefühlsregung von ihm spürst, dann heißt das nicht, dass er keine Gefühle hat.
    Leg ihm statt eines Kätzchens eine bildschöne 15-jaehrige ins Bett und er wird sich begeistern.
    Arbeite an Deiner eigenen Empathiefähigkeit, statt an seiner. Da hast Du Aussichten auf Erfolg. Man kann schwierige Situationen besser durchstehen, wenn man sie versteht.
     
  18. Da würde ich auch zum Kontaktabbruch raten. Wer hat schon Lust in einer Beziehung immer nur das fünfte Rad am Wagen zu sein? Wenn der Partner bzw die Partnerin nicht an erster Stelle steht kann man es gleich bleiben lassen.
     
  19. Ich habe auch eine Tochter, diese opportuniert nicht gegen meine Beziehung aber wir leben nicht zusammen. Weihnachten hatten wir harmonisch zu viert gefeiert. Meine Tochter, ihr Freund, meine Freundin und ich.

    Im Freundeskreis habe ich mehrere Konflikte Kinder vs neuer Beziehung beobachtet. Überwiegend stimmte dann etwas aus Sicht der Kinder etwas mit dem neuen Beziehungspartner oder dem eigenen Elternteil nicht.

    Mit der neuen Freundin eines Kumpels kamen seine Töchter nicht klar. Später stellte sich heraus, dass diese Freundin eine Persönlichkeitsstörung hat(te). Mit seiner aktuellen Freundin und jetzt Frau und der Lebenspartnerin ihrer Mutter kamen diese Kinder dagegen klar.

    Meine Exfreundin wurde von den Söhnen ihres damaligen Partners nicht akzeptiert. Er gestand ihr dann, dass die Söhne sie nicht ernst nehmen und näheren Kontakt ablehnen weil sie nicht die einzige übernachtende Partnerin im gleichen Zeitraum war, denn er sei polyamor. Sie hat das dann eine Weile ausprobiert. An seinen Söhnen ist das dann nicht gescheitert.

    Wenn Kinder dicht ggü. neuen Partnern machen ist das Abgrenzung zum Selbstschutz. Entweder haben sie noch nicht das Ende der elterlichen Beziehung akzeptiert, weil sie zu jung sind oder die Trennung zu frisch ist, oder sie nehmen, siehe obige Beispiele, die Beziehung zu recht nicht ernst (häufiger Wechsel, Parallelbeziehungen) oder sehen eine reale Bedrohung (psychisch gestörter Partner).

    Selbstverständlich spielt aber auch Eifersucht oder Konkurrenz eine Rolle. Dies kann man aber durch den Versuch sich anzufreunden auflösen wenn alles andere passt und es sich nicht um eine ungesunde enge Mutter-Kind-Beziehung handelt. Die Kätzchen waren ein Versuch. Aber mit 15 war/ist er damit schon nicht lockbar weil er cool sein muss (typisches Rollenbild in seinem Alter).

    Die erste homosexuelle Beziehung seiner Mutter oder häufige Beziehungswechsel von ihr sind eine besondere Coolness fordernde Situation für ihn.
     
  20. Hi,

    ist wirklich schade zu sehen wie manche ihre Kinder so die Überhand nehmen lassen. Das Kind sollte sich eigentlich eher der Mutter anpassen und diese nicht zu ihrem Sklave machen lassen. Also ehrlich gesagt denke ich auch dass deine Partnerin da schon längst etwas hätte machen müssen, wenn ihr eure Beziehung wichtig ist. Und du solltest dein Leben und dein Glück nicht von einem "fremden" Kind bestimmen lassen.
    Hast du das denn schon genau so wie du es hier schreibst mit deiner Partnerin besprochen? Ihr solltet darüber reden und su solltest deutlich machen, dass sie sich entscheiden muss zwischen dir und ihrem Sohn, klingt zwar hart aber hat ja offensichtlich keinen Sinn wenn sie doch nur nach der Ofeife ihres Sohnes tanzt. Und das Alter geht auch iwann vorbei.

    Liebe Grüße und alles Gute wünsche ich dir!
     
  21. Kann es sein, dass der Sohn mit eurer gleichgeschlechtlichen Beziehung ein Problem hat oder Angst davor hat, dass er deswegen in der Schule gemobbt wird wenn ihr zusammen zieht.
    Wenn die Möglichkeit nicht ganz ausgeräumt ist würde ich ihn einmal darauf ansprechen.

    Abgesehen davon könnte ich mir auch vorstellen, dass der Sohn gerade stark dabei ist sich abzunabeln und auf einmal kommt eine ganze "Ladung" Familie auf ihn zu. Das könnte ich in dem Alter sogar verstehen, vielleicht einfach 1-2 Jahre warten wenn das möglich ist?
     
  22. Rate Dir zu warten. Kinder/ Jungen in der Pubertät sind sehr verletzlich, die Jungs-Frauenpaar-WG wird für ihn eher bedrohlich wirken.
    20 Autominuten sind auch zu packen, denke ich. Dieses Übel schätze ich kleiner ein, als das des Zusammenlebens, wenn die Konstellationen sind, wie sie sind.
     
  23. Das sind Ansichten aus den 50iger Jahren! Es gibt eben Partner, die Kinder mit in die Beziehung bringen. Da kann man nicht beim kleinsten Problem das Handtuch werfen!
    Aber diese Ansicht kommt eben von einem älteren Jahrgang und wundert mich nicht. Mein Partner steht an zweiter Stelle, da mein Kind IMMER wichtig sein wird in meinem Leben. Das heißt nicht, das ich dem Kind keine Grenzen setzte. Es ist aber mein Kind. Männer wie Du, die immer im Vordergrund stehen wollen würden mich verrückt machen. Ihr seit nicht das wichtigste im Leben.
     
  24. Das "Kind" ist 15, also kein Kind mehr sondern Jugendlicher und in wenigen Jahren volljährig. In dem Alter hat er ein Recht, dass seine Wünsche ebenfalls akzeptiert werden. D.h. wenn er jemanden nicht mag, muss man ihm den Kontakt zu dieser Person nicht aufzwingen.

    Liebe FS.
    Ja, der Sohn mag dich nicht. Du kannst nur vorsichtig versuchen, dies zu ändern, aber wenn er nicht will, will er nicht. Wenn er dich bei seinen Wettkämpfen nicht dabei haben will, solltest du nicht mitgehen. Du kannst Symphatie nicht erzwingen.

    Katzen kann man übrigens süß finden, muss man nicht. In erster Linie macht ein Haustier Arbeit. Einen 5-jährigen hättest du mit dem Kätzchen vielleicht noch bezirzen können, aber doch keinen 15-jährigen. Der hat ganz andere Interessen.

    Auch verstehe ich nicht, warum ihr unbedingt zusammenziehen wollt, wenn schon der Besuch nur auf kurze Zeit funktioniert. Zieht ihr zusammen, wird es erst richtig jeden Tag knallen. Ja, du willst Nähe. Verstehe ich. Geht aber in der Situation nicht. Das würde alles verschlimmern. Solange wird es nicht mehr sein, bis er ohnehin sein eigenes Leben leben und ausziehen will. 20 Minuten Fahrtzeit sind nun wirklich nicht die Welt.

    Wieso kann seine Mutter ihn eigentlich nachts nicht alleine lassen? Mit 15 waren wir den ganzen Tag mit Freunden unterwegs, mitunter auch bis spät abends. Ab 16 war ich regelmäßig in der Disko (sah älter aus).
    Er wird ja nun wohl keinen Babysitter mehr brauchen. Muss ja nicht regelmäßig sein, aber ab und zu? Naja, jeder hat einen anderen Erziehungsstil. Ich war schon sehr früh sehr selbständig (und habe trotzdem ein sehr gutes Verhältnis zu meinen Eltern).

    An eurer Stelle würde ich mit dem Zusammenziehen noch etwas warten. Der Sohn braucht nicht den/die nächste Partner/in im Leben seiner Mutter, mit dem/der es dann schnell wieder vorbei ist.

    W34
     
  25. Liebe FS, da soll sich eine Frau zwischen der neuen Liebe (DIR) und dem eigenen Sohn entscheiden. Das Kind, das sie geboren hat, dessen Köpfchen sie bei Fieber hielt, dessen Kotze sie aufgewischt hat, weil er Magen-Darm hatte, dessen erste Schritte sie sah - das Kind, das sie gemacht hat, welches sie mit klebrigen Fingerchen zurück umarmt hat und sich nun momentan innerlich in ein kratzbürstiges Häuflein Pubertätschaos und äußerlich in einen stacheligen Seeigel verwandelt hat.

    FS, die Menschheit hat Dürren, Hunger, Kriege überlebt. Städte neu aufgebaut, Vitaminsynthese entschlüsselt und Flüsse umgeleitet: Ihr schafft es sicher auch, Euch ein bisschen zurück zu nehmen und Eure Beziehung trotzdem zu leben, ohne, dass Deine Partnerin – Frau und immer noch Mutter - sich entscheiden muss.

    Seid umsichtig und großzügig, denn Ihr seid mehr als doppelt so alt und erfahren, wie der Junge. Ihr müsst nicht ihn oder Euch aufgeben. Nur etwas umdenken. (Wenn er sich allerdings wie ein Honk benimmt, kann man ihn ja trotz Pubertät mal etwas auf den Pott setzen – schadet nicht :) )

    Alles Gute
     
  26. Pubertät hin oder her - je ehe ein Kind/Jugendlicher lernt, dass es noch andere Lebenspartnerschaften als die Hetero-Ehe gibt, desto besser.
    Wie weltfremd ist der Knabe denn aufgewachsen? Ich kenne sogar Jugendliche, die sich in dem Alter schon als homosexuell outen (zugegeben, es sind Ausnahmen, aber immerhin).
    Es kann doch nicht sein, dass so ein verwöhntes pubertierendes Prinzchen über das Leben von zwei erwachsenen Frauen bestimmt. Da hat seine Mutter in der Erziehung einige Fehler gemacht. Klar, darf der Junge sagen, dass er das ganze doof findet, aber mehr auch nicht.
    Ich würde auf das Zusammenziehen verzichten, weil ich bezüglich der Mutter des Jungen Bedenken hätte, auch wegen der schnell wechselnden Partnerschaften. Ich sähe da keine große Halbwertzeit für die Beziehung (unabhängig von dem Bengel).
     
  27. Macht doch zusammen eine schöne Reise. Da seid Ihr alle in einer neuen Umgebung und habt alle Zeit. Vielleicht hilft es, wenn er dich näher kennenlernt und Ihr alle zusammen schöne Erlebnisse habt.
     
  28. Nein, das sind Ansichten von reifen Menschen mit tieferem und erkenntnisreichem Bewusstsein!
    Wenn der Partner in einer Beziehung nicht die nötige Aufmerksamkeit bekommt, wird diese Beziehung früher oder später zu 99% in die Brüche gehen, ich habe mit hunderten Paaren die geschieden worden sind, bzw. in Trennung lebten genau über dieses Thema im Nachhinein gesprochen, alle haben mir das bestätigt, dass sie als Partner vernachlässigt wurden! Während der Beziehung waren einige anderer Meinung, so wie Eingangs hier! Ich empfehle eine Woche lang hier sämtliche Problem Beiträge zu lesen und man bekommt auch hier die Bestätigung dafür exakt geiefert!
     
  29. Bei kleinen Kindern kann ich es vielleicht ja noch verstehen. Ich kenne aber viele Fälle da sind die Kinder mittlerweile erwachsen und wohnen auch nicht mehr zuhause. Siehaben evtl schon eine Familie und auch selber schon Kinder. Trotzdem stehen in dem Fall dann bei vielen ihre Kinder immer noch an erster Stelle. Da braucht man sich dann auch nicht zu wundern wenn Beziehungen später scheitern.

    Ich bin selbst Vater von einem 11 jährigen Sohn. Natürlich liebe ich ihn über alles.

    Wenn die Kinder später also erwachsen sind sollten sie nicht mehr an erster Stelle stehen. Trotzdem liebt man sein Kinder natürlich immer noch keine Frage.
     
  30. Das würde mir an deiner Stelle den größten Kummer bereiten.
    Ich weiß ja nicht wie lange ihr schon ein Paar seit.
    Aber wenn es unter der Zeit ist unter der sie sich immer trennte, würde ich warten was passiert.
    Nicht das du umziehen wirst und den Megastress hast um dann in die Galerie der Exen zu wechseln.
    Mein Onkel und seine jetzige Frau hatten übrigens auch das Problem das ihre Kinder ( sie drei, er drei) die neue Partner Schaft nicht mochten.
    Sie haben dann 9 Jahre mit dem zusammenziehen gewartet.
    Nun sind die Kinder groß und dir beiden zusammen. Von allen Seiten akzeptiert.

    Alles Gute für dich
     

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