1. Kann man nach einen Streit zur Tagesordnung übergeben?

    Hallo, ich habe einen Ehestreit hinter mir. 20 Jahre sind wir verheiratet. Mein Mann möchte gern wieder zur Tagesordnung über gehen,hat es wohl schon wieder abgehagt. Aber ich kann einfach nicht. Ich würde Ihn am liebsten nicht sehen, hören. Ich will nur meine Ruhe. Hat jemand einen Tipp wie ich aus dem Quark komme um die Angelegenheit zu klären? Ich fühle mich so ausgebrannt und Handlungsunfähig. Aber ich schaffe es nicht mich mit Ihm hinzusetzen und zu reden. Ich weiss nicht was diese Benommenheit in mir ausgelöst hat. Danke schon mal
     
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  3. Wie wäre es damit? Ihm sagen, dass du noch immer sauer bist und nicht einfach so zur Tagesordnung übergehen kannst, noch Klärungsbedarf hast.
     
  4. Um was ging es denn in diesem Ehestreit?

    Viele Menschen "lösen" so ihre Probleme, indem sie sie nicht lösen, und wieder normal weiter machen.

    Zur Streitlösung sind aber zwei diskussionsfähigige Menschen nötig.

    Menschen, denen man seit 20 Jahren erklärt, dass der Müll runtergetragen gehört oder man kein zweites Stück Kuchen mehr möchte (Mutter) kannst du nicht mehr verändern, und da muss man einsehen, dass da eine Trennung dazu gehört, um gesund weiterleben zu können.

    Dass eine Ehe mal anstrengend ist, ist normal, aber zu sagen, "ich habe keine Energie mehr für uns beide" ist ein falscher Ansatz. Sich für andere kaputt zu machen, während dieser andere das Problem nicht siehst, ist ein Fall für den Psychologen. Der Psychologe wird dir sagen können, ob dein Mann evtl. ein Narzisst ist, emotional unterkühlst, sadistisch, verdrängt, ungelöste Kindheitsprobleme hat oder Machtspiele treibt oder was sein Problem ist und wie du dich ihm gegenüber richtig verhalten musst, um da gesund für dich durchzukommen.
     
  5. Können tut man viel, die Frage dabei ist nur, ob ich das will und auch kann?
    Ich möchte das nicht, ich möchte geklärte Situationen und nicht ungeklärt im Raum stehen lassen, denn die negative Stimmung, die da ist, wächst wie ein Pils und das kann niemals gut sein! 20 Jahre verheiratet, du willst ihn nicht sehen und hören, was hält dich noch bei ihm? Habe den Eindruck, die Luft ist draußen! Für mich muss eine Beziehung offen, aufrichtig, authentisch und der Partner muss für mich ein Wohlfühlpartner sein, ist dies nicht der Fall, so gehe ich, ganz einfach, niemand könnte mich da noch halten! Ich habe immer genügend Selbstwert und Selbstbewusstsein, für mich entsprechend zu handeln.
    Deine Benommenheit ist ein zeitlich langer Prozess deiner Zurückhaltung, du hast vieles, wenn nicht alles immer geschluckt, das geht auf Dauer nicht gut, deine Seele, dein Geist, dein Körper, sie melden sich und wollen das nicht mehr, deshalb musst du jetzt für dich was unternehmen! An deiner Stelle, würde ich ihm ein paar Zeilen schreiben, z B.:
    es ist dringend notwendig, dass wir uns umgehend unterhalten, wenn das nicht sein wird, so fühle ich es als notwendig, daraus meine Konsequenzen zu ziehen!
    Du brauchst dir eine solche Unverschämtheit nicht länger gefallen lassen, das geht so nicht gut, er ist total respektlos zu dir!
     
    • # 4
    • 15.02.2020
    • void
    Die Frage ist, was für ein Ehestreit das war. Es klingt ja so, als sei es noch nie so heftig gewesen. Oder als sei der Gegenstand des Streits noch nie dieser oder so ernst gewesen.

    Wenn Dein Mann wieder zur Tagesordnung übergehen will, ist natürlich die Frage, ob er recht hat damit oder ob Du recht hast damit, dass noch nichts vom Tisch ist. Hat er was gemacht, das Dich aufgeregt hat, oder hast Du was gemacht, was ihn aufgeregt hat? Im letzteren Fall wäre es ja vielleicht ganz gut, wenn er die Sache als bereinigt ansehen würde. Außer, er hat mit ner Vase nach Dir geschmissen und darüber gäbe es Klärungsbedarf. Aber wenn Deine Bedenken vom Tisch gewischt wurden, weil er irgendwas tat, das Dich beunruhigt hat, verstehe ich, wenn Du es noch nicht gut sein lassen kannst.

    Das hier
    klingt ganz anders als "zur Tagesordnung übergehen". Du willst noch was klären und mit ihm reden, er aber nicht.

    Also ich finde, es fehlen einige wichtige Angaben bei Dir, damit man sich ein Bild machen könnte. Was ist "Streit" für euch, was ist "zur Tagesordnung übergehen" und wieso ist noch was zu klären. Worum ging es? Musst es ja nicht genau beschreiben, aber Streit über Fremdflirten/Fremdgehen ist was anderes als Streit über Kinderbetreuung, Familienangehörige usw. ist was anderes als Streit über "ich will mich selbständig machen, wir werden vielleicht weniger Geld haben" usw..
     
  6. Liebe @Naja, wir alle haben unseren ganz persönlichen Weg im Umgang mit Ehezwist: dein Mann zieht sich zurück und sagt vorerst nichts mehr, du selbst spielst die beleidigte Leberwurst und wartest auf sein Erstsignal.

    So wird das nix!

    Wenn du schreibst, du willst nur noch deine Ruhe!, wirst du gar nichts erreichen. Wenn du klagst, dass du nicht aus dem Quark kommst, dann gib dir einen Ruck, sag deinem Mann - mit etwas zeitlichem Abstand, damit er eine Chance hat, wieder in der Balance zu sein - dass du noch Redebedarf hast. Und dann rede! Nicht vorwurfsvoll (sonst zieht es sich sofort wieder zurück), sondern nüchtern. Und bedenke dabei auch deinen eigenen Anteil am Streit.

    Führt das alles zu nichts, klopf mal beim @INSPIRATIONMASTER an: der gibt dir dann den Tipp zur Trennung.
     
  7. Teilweise kommt es darauf an, worum es geht.
    Es ist etwas anderes, wenn man sich streitet weil beide sonst völlig im Stress sind und wegen einer Kleinigkeit aneinander explodieren.

    Geht es aber um grundlegende Dinge und beim Streit wurde unter die Gürtellinie geschlagen....dann ist es nicht einfach alles wieder gut.

    Es ist bewiesen, dass Beleidigungen echte Entschuldigung und Wiedergutmachungen brauchen.
    Sonst klebt die Seele Rabattmarken und es kommt immer wieder zu Streit.
    Das Selbe gilt für die Gründe die zum Streit führen, bleiben sie und nichts wird geklärt, dann wird es über diese immer wieder Streit geben.
     
  8. Ja warum soll man das nicht können? Ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich, manche sind nachtragender, andere weniger. Dem einen Wert zuzumessen ist schwer.

    Es hat aber grundsätzlich nichts mit Konfliktlösung zu tun, da kann ein nachtragender Streiter genauso unkonstruktiv sein.

    Auch liegt nicht jedem Streit ein sachlich Lösbarer Konflikt zu Grunde.
     
  9. Das lässt sich pauschal nicht beantworten. Ist der Grund erledigt, besprochen oder nicht mehr so wichtig?
    Ich bin nicht nachtragend. Ich finde, das ist in Beziehungen eine gute Eigenschaft. Wie lange möchtest Du schmollen?
     
  10. Liebe Naja

    Ratschläge wie diese von Inspimaster gehen wieder mal völlig an den Tatsachen vorbei, v.a. aber auch fehlt bei diesem Ratschlag völlig das Gespür für die Situation, abgesehen davon, dass er Deine Frage nicht richtig liest. Ist halt so, bei ihm geht es immer gleich um Trennung..

    .. ich finde da den Beitrag #1 von Pfauenauge kurz, prägnant und konstruktiv. Mach Dir einfach keinen Druck, dass Du das jetzt sofort klären musst und nimm Dir Zeit. Diesen Impuls, dass Du Zeit brauchst, der ist wichtig. Er führt zu den richtigen Lösungen. Da will etwas reifen, gib dem Raum.

    Alles Gute

    Kurt
     
  11. Zu 1: Das wird er bestimmt nicht hören signorieren!
    Wer nicht hören will, der soll weiterhin fühlen, lieber Kurt!
    Wer gerne freiwillig und unbegrenzt leiden möchte, für den habe ich wirklich keinen Tipp, meine Tipps sind von mir aus so gesehen, für Menschen, die sich positiv und konstruktiv inspirieren lassen und sich in ihrer Persönlichkeit weiter entwickeln wollen! Es bricht mir keinen Zacken aus der Krone, wenn ich hier nicht von allen verstanden werde!
     
  12. Hallo Naja! Bei uns ist es eher umgekehrt, die Frau ist viel impulsiver und aufbrausender als ich, kann aber nach einem Streit viel rascher zur Tagesordnung übergehen. Ist einfach ihre Art, die ich voll akzeptiere und ich eh nicht ändern kann. Ich bleib noch tagelang in der Schmollecke und verhalte mich ihr gegenüber ablehnend, bis es auch mir zu blöd ist und ich wieder zum Sprechen anfange.
    Der Grund des Streites ist für mich dann in sachlich nachzubesprechen und wenn notwendig sind auch Entschuldigungen fällig.
    Bei einer einseitigen Streitlösung ist es vermutlich sowieso besser, nach einigen Tagen Abkühlphase sich neuerlich und sachlich dem Streitthema zu stellen.
     
  13. Ja, es geht um die Situation.

    Angenommen ihrer streitet über eine sachliche Problematik... wie: soll eine neue Couch gekauft werden...
    Hierüber wird sachlich gestritten, bis irgendwann eine einstimmige Entscheidung getroffen wird. Der Streit sollte den Alltag nicht beeinflussen.

    Angenommen ihr streitet, weil er nach Deiner Ansicht etwas falsch gemacht hat... z.B. besoffen mit den Kindern Auto gefahren... hier sagst Du klar, was Dich stört, was Du künftig willst und vielleicht brauchst Du auch Zeit für Dich/eine Entschuldigung von ihm / seine Zusicherung, das nie wieder zu tun usw.

    Angenommen der Streit ist aus dem Ruder gelaufen mit Beleidigungen und Verletzungen. Auch hier kann es wie bei Punkt 2 sein.

    Wichtig ist für die Beziehung schon, dass ein Streit irgendwann auch wieder komplett beendet ist. Allerdings können die Verletzungen so groß sein, dass man das nicht einfach beenden kann.

    Hier haben wir oft Fragesteller, die im Forum nachfragen, wie sie besser verzeihen lernen, anstatt zu verstehen, dass die Beziehung schlecht ist
     
  14. Liebe FS,
    man kann Dir dazu nichts sagen, solange man nicht weiß, worum es ging und wie ansonsten "eure Streitkultur" ist.

    Vollkommen unabhängig vom Thema: Dein Mann ist damit durch, will nicht mehr darüber reden. Damit ist vollkommen egal, was Du willst. Du stößt bei ihm auf taube Ohren.
    Man kann mit jemandem nicht etwas klären, der nichts klären will.

    Was willst Du denn nun, mit ihm reden oder Deine Ruhe vor ihm haben. Das ist ein Widerspruch. Beides geht nicht. Klär das mal für Dich.

    Schau Dir an, worum es in dem Streit ging. Genau da liegt der Grund für die Benommenheit. Es wurde etwas berührt, was unter dem Streit liegt.
     
  15. Du willst deine Ruhe und für ihn ist alles geklärt ?!
    Wie wäre es mit einer Auszeit ? Kurzurlaub oder ein WE alleine ? Zur Not - heute ist Sonntag, schnapp dir deinen warmen Mantel und dein Auto und geh 3 Stunden über die Felder ... oder durch den Wald. Im Wortsinne - Kopf frei pusten lassen.
    Um was es geht schreibst du nicht. Auch zur Streitkultur kommt nix.

    Vielleicht solltest du , ähnlich wie dein Mann es wohl tut, einfach akzeptieren, dass ihr einmal nicht der selben Meinung seid. Und dann in Ruhe reden, wenn beide Gemüter sich beruhigt haben.
     
  16. Hallo Naja,
    einer meiner Leitsätze, der mir schon viel geholfen hat (und den ich auch erst lernen musste) ist: Reden Hilft!
    Ich weiss jetzt nicht genau worum es bei euch geht, und wer bei wem den Streit "gesucht" hat, aber ich habe früher auch häufig dichtgemacht und mich nicht mehr gemeldet. Das ist dann "Beziehungsschliessendes" Verhalten und die Gräben vertiefen sich.
    Das ist es, was du gerade tust.
    Im Gegenzug dazu weiss ich auch, wie schlimm so ein Verhalten deines Mannes sein kann, "einfach Schwamm drüber und gut", zeigt wenig Verständnis und gerade bei wiederkehrenden Konflikten ist das wenig hilfreich.
    Daher würde ich sagen, ihr müsst unbedingt nochmals ruhig zusammen sitzen und es bereden - ohne Vorwürfe, einfach den Standpunkt des anderen verstehen und Kompromisse für die Zukunft finden.
    Wenn du aktuell noch zu aufgewühlt bist, dann is es dein gutes Recht, noch zu warten, aber du musst ihm das unbedingt mitteilen! Sage ihm, dass du noch Zeit brauchst, wenn du ihn nicht sehen kannst, kläre mit ihm, dass du für ein paar Tage weggehst, wenn das möglich ist. Dass du auf ihn zukommst, sobald du bereit bist.
    In der Zeit überlege dir in Ruhe, schreibe dir die Punkte auf, die dir wichtig sind und bereite dich auf das Gespräch vor.
    Wenn du denkst, dass es zu emotional wird, suche einen Mediator, vielleicht hilft das.
    Alles Gute.
     

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