1. Keine Freunde?

    Eine Frage an die Damenwelt:

    Ich (m/49) habe keine Freunde, und auch keine Familie (Eltern verstorben, zu den restlichen Verwandten besteht gewollt kein Kontakt mehr).

    Bin aber mit meinem Leben zufrieden, da interessanter Job und einige Hobbys, die mich gut ausfüllen. Mit Beziehung wäre es natürlich noch deutlich schöner (seit 2,5 Jahren Single).

    Nun zu meiner Frage : Würde euch jemand abschrecken, der weder Freunde, noch Familie hat!?
     
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  3. Ja.

    Meine erste Reaktion: was ist mit dem los, dass niemand etwas mit ihm anfangen kann oder möchte?
    Zweite Reaktion: oh je, der erwartet am Ende VON MIR, dass ich ihm alles geben kann, was er woanders nicht bekommt?

    ... und schon wäre ich weg.
     
  4. Guten Morgen,

    lieber FS, mich würde eher abschrecken wenn jemand unzählige Bekanntschaften und Freunde hat.

    Du würdest mich zunächst als Mensch interessieren. Es gibt durchaus Menschen, die sich selbst genug sein können, aus sich sehr viel Befriedigung ziehen. Oft keine schlechten Voraussetzungen für eine Beziehung, im egal. Job und Hobbys haben dich bisher ausgefüllt, jetzt suchst du ein Pendant. Alles bestens, kein Grund zur Sorge.
     
  5. Ganz ehrlich, lieber Mike123: eindeutig ja. Denn du würdest schlicht nicht zu mir passen. Ich mag meine Familie (größtenteils) und halte gern, zum Teil intensiven, Kontakt; ich habe Freundinnen ... Ich liebe den Austausch mit anderen und glaube, dass dieses Feedback einfach fehlt, wenn man all das nicht hat. Ich hätte wohl auch die Befürchtung, dass "irgendwas mit dir nicht stimmt", wenn du nicht so eingebunden bist in ein privates Netz. Mit 49 so gar keine Kontakte zu haben ... hmmmm ... Da laufen meine Gedanken mit allerlei Vermutungen Amok.
     
  6. Lieber FS,

    ich wäre tendeziell vorsichtiger, als wenn ich wüsste jemand hat zumindest einen guten Freund und Familie. Es ist schon komisch, wenn man so ganz alleine ist. Was ist der Grund dafür, dass du niemanden hast`?
    Ich bin an sich tolerant, würde in diesem Fall aber schon die Hintergründe wissen wollen und dann abwägen, ob du für mich in Frage kommen würdest.
    So lange du dich auch alleine beschäftigen kannst und Hobbys hast, wäre es ok.

    Schlimmer finde ich, wenn Männer zahlreiche oberflächliche Bekannschaften haben und Kontakt zu Exfreundinnen und alle als Freunde bezeichnen. Da würde ich Wahllosigkeit unterstellen bzw. diese Person wäre nicht tiefgründig genug.

    Wenn man allerdings so gar niemanden hat, könnte auch das bedeuten, dass du ein Problem hast und keine sozialen Kompetenzen.
    Da würde ich eben hinter die Fassade schauen. Familie und soziale Kontakte sind mir sehr wichtig und da sollte schon Übereinstimmung herrschen.
     
  7. Es zeigt eine gewisse Konsequenz und Ehrlichkeit, wenn du keine Kontakte zu Menschen unterhältst, die du eigentlich nicht magst. Das finde ich gut.

    Hinsichtlich der Verwandtschaft finde ich es auch nachvollziehbar.

    Schwieriger ist jedoch das mit den Freunden, denn die kann man sich aussuchen.

    Und das ist da niemanden gibt mit dem du oder der mit dir längerfristig etwas zu tun haben will, verwundert mich.

    Ich lerne immer mal wieder neue Leute kennen und es liegt ja auch an mir, den Kontakt auszubauen oder es zu lassen.

    Arbeitskollegen, geschäftliche Kontakte, beim Sport... es ergeben sich doch immer irgendwelche Bekanntschaften, bei denen einem manche Menschen besonders sympathisch sind. Oder man trifft mal alte Schulfreunde wieder.

    Ich würde mich fragen, warum jemand niemanden kennt oder an allem etwas auszusetzen hat, wie introvertiert oder interessenloser ist?

    Was ist mit deinem Hobby? Auch dort keine Gleichgesinnten, die man mal privat trifft?

    All das ließe mich befürchten, dass du in einer Beziehung entweder zu anhänglich bist oder es mir dir schwierig werden könnte im Beisein meiner Freunde und Verwandten, dass du vielleicht sehr empfindlich und intolerant bist?
     
  8. Hallo Lieber FS :)

    auf den ersten Blick klingt es für mich auch komisch, wenn jemand keine Freunde hat. Aber darüber nachgedacht: ich z.b. habe Freunde, sehe diese aber ehrlicherweise gar nicht so oft. Teilweise wochen- und monatelang nicht. Das eine Mal, wenn man sich mal wieder sieht ist natürlich wunderschön, aber gemessen an der Zeit eigentlich vernachlässigbar.
    Nach Arbeit und Hobby freue ich mich auf die Ruhe auf meinem Sofa :)

    Ergo: wer nicht gerade Job und Hobby einsam im dunklen Keller verbringt, hat mit Sicherheit genug soziale Kontakte. Die einen brauchen mehr Leute um sich herum - die anderen weniger :)
     
  9. Das glaube ich eher weniger.
    Ja, das wird oft angenommen.
    Mich nicht. Es kommt auf die Umstände an und wie man damit umgeht. Wenn man verletzt und hintergangen wird, hat man dich Möglichkeit zu vergeben oder eben nicht.
     
    • # 8
    • 10.01.2019
    • frei
    Naja, mir würde das nichts ausmachen, wenn du nicht klammern würdest.
    Also nicht denken, dass meine Freunde jetzt auch deine sind und du dann immer mitkommen willst.
    Oder nicht erwarten, dass ich am Abend oder das ganze Wochenende für dich Zeit habe.

    Aber da du dich ja bislang auch gut allein beschäftigen kannst, hätte ich da keine Sorge.
    Ich würde hoffen, dass unser beider Leben so weitergehen kann wie bisher, nur noch ein bisschen schöner.

    w 51
     
  10. Es geht ausschließlich um dich, wenn du zufrieden bist so, ist alles okay.
    Du solltest dich nicht im Außen orientieren, sondern einzig alleine im Innen, es geht hierbei um dich,, wer deshalb Probleme mit dir hat, sind seine Probleme, nicht deine Probleme.
     
  11. Ich kann mir das irgendwie gar nicht so richtig vorstellen, dass jemand überhaupt keine Freunde hat. Wie geht denn sowas? Verrückt, was es alles gibt.

    Für mich wärest du sehr kurios. Wenn du allerdings trotzdem ein geselliger Mensch wärest und dich an sich gerne in großen Runden aufhältst, dann wäre mir eigentlich egal, ob du selber keine Freunde hast. Hauptsache, ich kann meine behalten und du bist tauglich für Abende mit denen.
     
  12. Das muss alles nicht so sein, einfach dass FS sehr konsequent ist, zu unterscheiden, mit sich alleine sein können, das ist sehr positiv, denn die meisten Freunde sind keine Freunde und Verwandte, naja immer ein schönes Masken-Gesicht machen müssen, passt auch nicht jedem, wir sollten uns von vielen negativen Konditionierungen freimachen, das tut uns selbst gut und bringt uns in der Persönlichkeit weiter.
     
  13. Ja, das würde mich abschrecken. Ich hätte Bedenken, dass mit dir etwas nicht stimmt. Nicht wegen dem Kontaktabbruch zu Verwandten. Ich habe auch gewollt keinen Kontakt zu Eltern und Bruder. Aber gar keine Freunde? Wieso denn nicht? Hast du einen schwierigen Charakter? Der Mensch ist im Allgemeinen ein soziales Wesen.

    Mein Ex-Mann ist für mich in einen anderen Landesteil umgezogen. Dort lebten wir fünf Jahre, bis ich mich trennte. In fünf Jahren hat er keinen einzigen Freund am neuen Ort gefunden. Und ja, er hat einige Macken. Er ist kein Psychopath oder sonst was Schlimmes, aber viele Menschen finden ihn "seltsam". Er hat auch oft schlecht über meine Freunde gesprochen.

    Ausserdem hätte ich Angst, dass du klammern könntest, weil du ja sonst niemanden hast. Und dass du meine Freunde nicht gerne triffst. Und schliesslich passt ein Partner am besten, der einem ähnlich ist. Ich bin zwar nicht jeden Abend auf Achse, aber ich bin gesellig, unternehme gerne etwas mit Freunden, und ich denke, ein Mann, der da ganz anders ist, würde nicht zu mir passen.
     
  14. Menschen gänzlich ohne Freunde erscheinen mir problematisch, ob Mann oder Frau. Das Bedürfnis nach wertvollen, menschlichen Kontakten ist normal und gesund und - wie Joggerin schreibt - irgendwo lernt man immer jemanden kennen, mit dem man Gemeinsamkeiten hat.
    Wer also wirklich gar keine Freund hat, hat irgendeine Störung, entweder in der Form, dass er kein Bedürfnis nach persönlicher Nähe hat oder er hat Eigenschaften, die andere Menschen früher oder später dazu bringen, sich abzuwenden.
     
  15. Das ist das Wichtigste. Da sollte es eigentlich egal sein, was andere darüber denken. Sollte - aber leider ist es einem vielfach doch nicht egal, wenn andere einen dann für merkwürdig halten. Einem sogar - bewusst oder unbewusst - einreden wollen, dass da doch etwas nicht stimmen kann. Da braucht es ein starkes Selbstbewusstsein, um das an sich abprallen zu lassen. Dabei ist es doch völlig normal, dass wir es nun mal nicht jedem recht machen können - und dass wir Menschen doch sehr unterschiedlich ticken. Bist du introvertiert? Da braucht man eigentlich immer mal einen Rückzugsort.

    Schade finde ich es schon, wenn andere befürchten, dass ein Mensch ohne Freunde (Wie viele wahre Freunde haben wir doch gleich? Wurde hier auch schon thematisiert) klammern könnte. Das glaube ich gar nicht mal. Jedenfalls nicht bei einem Menschen, der gut allein sein kann.
     
  16. Lieber Mike, ich glaube, damit bist Du in sehr guter Gesellschaft.

    Viele, die glauben, sie hätten viele Freunde haben in Wirklichkeit nur viele Bekannte, meist oberflächliche dazu.

    Im Grunde kann man schon froh sein, wenn man 1-2 Freunde hat. Und nein, jemand, der ein aufgeregtes gesellschaftliches Leben führt und mit vielen Menschen zusammenkommt, der braucht noch lange nicht glauben, er hätte Freunde.

    Ach und nochwas: das weiß man erst hinterher, ob es wirklich eine echte Freundschaft ist.
     
  17. Natürlich würde mich das abschrecken. Dass man keinen Kontakt zu Verwandten zweiten oder nachrangigen Grades hat, finde ich heutzutage normal wo jeder wegen Arbeit und Studium durch die Gegend zigeunert.

    Nicht normal finde ich, keine Freunde zu haben wennman länger als 2 Jahre an einem Ort ist, grad wenn es keine Familie gibt.
    Was stimmt mit Dir nicht, dass Du ausserhalb des Berufs keine sozialen Kontakte hast? Da verliert man doch alle sozialen Fertigkeiten.

    Du müsstest eine sehr gute Antwort auf diese Frage haben, damit ich weitermache mit Dir.
    Im Wesentluchen hätte ich schwere Bedenken, dass ich all die Lücken füllen sollte, die Du hast, statt dass es um mich als Person geht.
     
  18. Ja, es würde mich abschrecken. Nicht wegen den Verwandten, wohl aber dass dir Freundschaften zu pflegen wohl einfach nicht wichtig ist. Denn darum geht es immer.
     
  19. Du bist ein interessanter Mensch, und ungewöhnlich. Ich hätte sicherlich kein Problem damit, Dich kennenzulernen, würde aber nachfühlen, woran es liegt, dass Du so gar keine Bezugspersonen hast. Sortierst Du zu vorschnell aus? Müsste ich fürchten, dass Du mich bei der kleinsten Unstimmigkeit ins Nirvana kickst?
     
  20. Ich hatte bis vor enigen Jahren auch keine Freundschaften, weder im Studium noch danach. Und es lag nicht daran, dass ich total unsozial wäre. Aber es ist ab einem gewissen Alter schwer, neue Freundschaften aufzubauen; viele wollen das nicht, haben genug Freunde; suchen nur wahnsinnig unternehmungslustige und extravertierte Personen: manche interessieren sich nur für ihre Familie und und und...

    Es ergeben sich KONTAKTE, aber Kontakte sind keine Freundschaften. Eine Freundschaft ist ja eine tiefe Verbundenheit und eine besondere gemeinsame Wellenlänge und nicht nur jemand, mit dem ich mal zusammen Sport gemacht habe. Selbst wenn einem jemand sympathisch ist, muss der andere ja genauso denken.

    Also ich bin froh, dass mein Partner auch kaum Freunde hat, weil ich es in früheren Beziehungen immer blöd fand, dass die Damaligen von ihren zig Freunden in Beschlag genommen wurden und mitunter waren das Leute, die ich nicht mochte. Außerdem haben die mich mit zu ihren Freunden geschleift und waren dann enttäuscht, wenn ich mit denen nicht ins Gespräch kam.
     
  21. Lieber Mike,

    ich halte es an dieser Stelle mit Frau frei und finde es auch mutig , zu wenn auch wenig populären, aber ehrlichen Entscheidungen zu stehen, die nach meiner Erfahrung sicherlich gute Gründe haben. Wohl wissend, dass das innerhalb der Familie sehr schmerzhaft ist und auch bestimmt gute Gründe haben kann. Mich würde es also gar nicht abschrecken, solange ich nicht all das ersetzen muss, sondern eher interessieren. Es gibt doch so viele heuchlerisch, ängstlich und unehrlich aufrecht erhaltene Kontakte, die keinem der Beteiligten wirklich gut tun.Liebe Grüße und alles Gute, steh zu Dir und Deinen Entscheidungen und Deiner Lebensweise.
     
  22. Nun, nach mehreren Umzügen ist es gar nicht so einfach, Freunde - Menschen, die die Bezeichnung verdienen, S. auch Parallelthread, wie werden Bekanntschaften zu Freunden - zu finden.

    Familie ist immer ein heikles Thema, es gibt öfters gute Gründe, diese hinter sich zu lassen.

    Also, so pauschal würde ich es nicht sehen.
    Ich würde mehr wissen wollen.
    Wie lange bist Du am Ort, wie kommst Du mit Kollegen, Nachbarn aus.
    Welche Hobbies hast Du.
    Hat Du nur keine Freunde, oder auch keine Bekannte?
    Bist Du ein Einzelgänger?
    Hättest Du ein Problem damit, dass ich gesellig bin, ziehst Du da gerne mit?
    Kannst Du auch Zeit unabhängig von einer Partnerin verbringen, oder erwartest Du , dass ich meine Aktivitäten reduziere, minimiere?
    Wäre ich dann zuständig für die Aktivitäten...

    Also meine Kernfrage - bist Du ein geselliger, umgänglicher, optimistischer, offener Mensch, und dass Du keine Freunde hast, liegt nur an der Situation, oder bist Du eben der klassische Einzelgänger.
    Dann würde es für mich z.B. nicht passen.

    Einen Vorteil hat es - wenn ich so Repliken hier im Forum lese
    Man muss nicht 2 Freundeskreise zusammen bringen, und die Balance zwischen Paarzeiten und der Zeit zur Pflege beider Freundeskreise finden. Es gibt keine Debatten mit ihr über Verwandten- / Freundebesuche.
    Und für Frauen gibt es dann bei Dir keine potentiellen Konkurrentinnen oder eine Prioritätendebatte. Frau hat Dich ganz alleine. (Ironie)
    Es gab hier schon zu diesen Themen endlose Threads, von Frauen eröffnet mit genau diesen Beschwerden.

    Mach für Dich keinen Mangel / Defizit daraus, am Ende zählst Du. Ich würde es auch nicht thematisieren, damit räumst Du dem Ganzen eine Bedeutung ein, die es nicht hat.

    W,49
     
  23. Mein Partner hat wirklich keine Freunde, und das IST ein Problem. In seinem Heimatland hat er noch einen Schulfreund, den wir alle 1-2 Jahre mal besuchen, wenn wir vor Ort sind, aber er braucht keine anderen. Er negiert deswegen aber mein Bedürfnis nach Beziehungen, und das ist immer wieder ein Kampf, und das glaube ich kann bei dir, Mike, auch passieren langfristig.
    Ich halte das nicht für normal und nicht gesund. Also wenn du mit deinem Leben zufrieden bist, ist es super, aber als Partner wärst du für mich nach meiner jetzigen Erfahrung ein No Go.
    Mein Partner schätzt zum Ausgleich die Familie sehr hoch, dadurch finde ich relativiert es sich bei ihm halbwegs.
    w34
     
  24. Ein Freund von mir hat auch eine Freundin, die so gar keine Kontakte hat außer ein paar Familienmitglieder. Sie ist nett und man kann sich gut mit ihr unterhalten, aber manchmal habe ich den Eindruck, dass sie in ihren Ansichten und Meinungen sehr festgefahren ist, weil sie wenig Reflektion und Austausch hat.
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das öfter Leute zu sein scheinen, die schon immer an einem Ort wohnen - da gibt es die, die einen riesigen über ihr Leben angesammelten Freundeskreis haben und eben die, denen das - gewollt oder nicht - nicht gelungen ist. Ich selbst bin oft umgezogen und habe zu diversen Leuten in ganz Deutschland und darüber hinaus Kontakt, manche sehe ich auch nur sehr selten, aber ein paar Leute im Alltag, mit denen man sich austauschen kann und was unternehmen gehören für mich dazu, vor allem als Single.
     
  25. Ja ich würde wohl automatisch den inneren Rückzug antreten, weil ich damit keine gute Erfahrung habe.
    In der Beziehung entstand auch kein Freundschaftspart, der mir wichtig ist.
    Und wir waren zu unterschiedlich im Sozialverhalten.

    Aber wie Du hier lesen kannst, ist das nicht für Jede ein Problem und letztendlich geht's ja nur darum, dass Menschen passen sollten.
     
  26. Lieber FS,
    das ist doch die Hauptsache:
    Nö, abschreckend fände ich das zunächst mal nicht. Bin nämlich selbst so etwas wie eine einsame Wölfin. :) Es ist m.E. völlig legitim, sich von Menschen zu distanzieren, die einem nicht guttun. Auch wenn's die eigenen Eltern oder Verwandte sind. Lieber allein, als in schlechter Gesellschaft.

    Ich bin immer wieder erstaunt, dass viele Menschen sich ewig im Kreis drehen und sich in hahnebüchenen oder gar ungesunden (Familien-)konstrukten aufhalten, sich ausnutzen lassen o.ä. Und das vor lauter Angst vor dem Alleinsein. Oder aus Angst, nicht mehr zur Clique dazuzugehören. Oder gar aus Angst vor dem Verlust eines möglichen Erbes.

    Dennoch würde ich natürlich nach den Hintergründen fragen. In erster Näherung würde ich vermuten, dass du im Job genug Leute um dich hast und nach Feierabend nicht auch noch Remmidemmi brauchst. Hobbybedingt dürftest du dennoch mit anderen zusammenkommen. Es sei denn, du bist Briefmarkensammler und Angler. Aber das wollen wir jetzt mal nicht hoffen. Im Umkehrschluss ließe sich hoffen, dass du kein Couchpotatoe bist.

    Mindestens eine Beziehung hattest du ja auch schon gehabt. Hier würde ich mich fragen, woran diese gescheitert ist/sind, ob Kinder da sind, usw. Und natürlich, ob du überhaupt Zeit für eine Beziehung hättest, weil du ja sehr aktiv zu sein scheinst. Doch wer weiß, evtl. gäbe es bei den Hobbies sogar eine Schnittmenge.

    Du musst das jetzt nicht öffentlich beantworten. Diese Fragen sollen nur aufzeigen, dass bei einer Beziehungsanbahnung so viele Dinge passen müssen. Das Thema Freunde ist m.E. nur ein Aspekt von vielen. Entscheidend ist das Gesamtpaket.

    Lieber ein Partner, der sich selbst gut ist und wohlüberlegt selektiert als einen mit 500 Facebook"freunden", mit Hinz und Kunz, einschließlich Exen, dicke ist und die Partner wechselt wie die tägliche Unterwäsche. Oder einen mit riesiger Verwandtschaft, die ein riesen Pflichtprogramm mit sich bringt wie z.B. morgen die Geburtstagsfeier von der Nichte Salomé-Schantall und übernächste Woche der Geburtstag von Onkel Schorsch.... ;-)

    Alles Gute und viel Erfolg!
    W50
     
  27. Würde mich jetzt erstmal nicht abschrecken.
    Es würde mich aber sehr interessieren, wieso.
    Findest du niemanden, der als Freund zu dir passt, zB für dein Hobby, also ergibt sich da einfach keine Freundschaft, oder meidest du bzw meiden dich ehemalige Freunde aus bestimmten Gründen usw.

    Wenn das jetzt nicht in die Richtung geht, dass du zB schlechte Erfahrungen hattest & jetzt aus Selbstschutz alle Leute ausschließt, oder das dich andere Menschen meiden, weil du dich so oder so verhältst, sondern du einfach von dir aus kein Bedürfnis danach hast, oder so, dann kann ich das selbstverständlich akzeptieren.
    Ungewöhnlich ist es schon etwas, aber da gibt es doch auch viel "schrägere" Leute..
     
  28. Guten Morgen,

    wohl wahr, liebe Moona, da bleibt oft nicht viel über.
    Sozialkontakte bestehen ja, schon anhand der Arbeit. Da muss der FS sich sozial reiben, sich anpassen etc.pp.
    Ein Mensch, der aus sich selbst viel ziehen kann, sich selbst genug ist, ist oft wie ein Fels in der Brandung.
     
  29. Der fehlende Kontakt zur entfernteren Verwandtschaft finde ich nicht schlimm. Seine Verwandtschaft kann man sich nicht aussuchen, evtl. wohnt sie weit weg etc...
    Die fehlenden Freunde dagegen würden mich schon vorsichtig machen. Bei jemanden, der vor zwei Jahren noch in einer Beziehung war, würde ich als erstes gar nicht annehmen, dass die sozialen Kompetenzen völlig fehlen. Ich hätte eher den Verdacht, dass er eine "untreue Tomate" ist, die sich sobald verpartnert nicht mehr für seine Freunde interessiert.
    Die Frage ist also auch, hattest Du nie Freunde oder sind sie Dir abhandengekommen?
     
  30. Da ist ja richtig. Ebenso finde ich es richtig, sich von Menschen zu trennen, die einem dauerhaft nicht guttun, egal ob Freunde, Bekannte oder Familie.

    Aber wenn sich im Laufe eines Lebens sich keine einzige Bekanntschaft zu einer innigen Freundschaft entwickelt, liegt das nMn vor allem an einem selbst, dass man selbst nicht in der Lage ist, Vertrauen zu schenken, etwas von sich preiszugeben, auch mal selbstlos zu agieren, zuzuhören.

    Ich meine, was man von anderen wünscht, muss man auch selbst geben wollen. Nur so können echte Freundschaften entstehen.

    Denn wenn man das mal weiter denkt: was ist denn eine Beziehung anderes als eine Freundschaft, zu der noch sexuelle Anziehung und Liebe hinzukommen?

    Warum sollte jemand in der Lage sein eine gute Beziehung zu führen wenn er schon nicht in der Lage ist, die Basis, gute Freundschaften zu führen? Es geht dabei doch immer um soziale Kompetenz.

    In Freundschaften ist es doch nicht anderes als in Beziehungen: es liegt nie nur an einem, wie es läuft.
     

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