• # 150
    • 03.04.2019
    • void
    Sie würde doch gern mit ihm zusammenbleiben. Da ist es mE gut, wenn sie erstmal versucht zu verstehen, was in ihm vorgeht und wie er was sieht, warum er was sagt. Das sollte erstens den Effekt haben, dass sie sich sein Genörgel nicht mehr zu Herzen nimmt, sondern das Problem bei ihm sieht, und zweitens bringen, dass sie überlegt, wie sie ihm helfen kann, WENN er das zulässt.

    Wenn es nur reichen sollte, dass sie sich zunehmend unattraktiv, ungeliebt und zu fett fühlt, bleibt sie ja darin stecken, statt zu erkennen, dass er was an seiner Einstellung ändern müsste.
    Es macht meiner Ansicht nach einen Graben in einer Beziehung, wenn es so ein Problem gibt und man immer nur auf sich guckt, statt zu versuchen, das Problem des anderen zu verstehen und darauf dann zu reagieren. Denn sie muss sich ja abschotten gegen sein Verhalten, es geht Offenheit weg, Unsicherheiten werden produziert. (Z.B. dass sie sich nicht mehr nackt zeigen will)
    Natürlich ist sie nicht seine Therapeutin, insbesondere, weil sie selbst beteiligt ist am Problem und er den Eindruck haben wird, sie wolle sich nur rechtfertigen "für ihr Fett", wenn SIE ihm irgendwas versucht zu erklären in der Hinsicht, dass ER hier den Fehler macht. Aber wenn sie ihn durchschaut, kann sie sich was überlegen. Z.B. Gespräche mit einem Paartherapeuten, irgendein Dritter, den er als neutral ansehen kann, müsste mE ihm mal klarmachen, dass er eine ungesunde Haltung zu Körpern und Essen hat.

    Wenn er sich darauf versteift, dass er recht hat, bleibt halt nur damit zu leben oder zu gehen. Ich finde, wie schon mal geschrieben, das ganze aber bedenklich in Hinsicht auf die Kinder. Nicht nur Sirikit ist von seinem Problem, was seine Haltung zu Körper und Ernährung angeht, betroffen. Wenn er wirklich Menschen mit Übergewicht als irgendwas abstempelt, kann das ja auch einem Kind im Haushalt passieren, und dass er bei ihm eine Essstörung herbeierzieht.
     
  1. Das klingt plausibel. Vielleicht auch im Vergleich zu anderen Männern.

    Möglicherweise ist es auch eine Art Neid auf dickere Menschen, die ohne es explizit zu wollen zunehmen können, was er ja offenbar nicht kann.

    Oder auch Neid auf das Selbstbewusstsein und die Genussfähigkeit dicker Menschen, die es sich einfach erlauben und zugestehen zu genießen, zu essen wie sie wollen, ohne sich Gedanken darüber zu machen, was andere dazu denken.
    Diesen Neid wandelt er in Abwertung um.

    Es gibt ja auch Unterschiede bei Speck ansetzen. Bei manchen verteilt es sich gut und gleichmäßig, die sehen dann einfach bäriger aus und andere kriegen einen Kugelbach und der Rest bleibt dünn.

    Auch fällt mir in meinem Umfeld auf das besonders dünne Menschen sehr unruhig und hibbelig in ihrer Wesensart sind.

    @Sirikit wenn dir das Ganze noch nicht zu blöd ist, kann er / ihr vielleicht dort anfangen?
    Entspannen -> ruhiger werden -> zunehmen -> Neid/Abwertung damit relativen
     
  2. Hallo,

    es gibt Neuigkeiten. Nachdem mir die Beiträge von @void schon weitergeholfen haben, und ich ihn glaub ich ein Stück besser verstehe, hat sich letztlich gezeigt dass doch alles ganz anders ist.

    Wir haben herausgefunden das wir uns an einem bestimmten Punkt der Beziehung aufgrund für uns damals unlösbarer Konflikte die einfach zu verwirrend und verletzend waren beide verschlossen und zurückgezogen haben.

    Hat er eh auch früher öfter gesagt gehalbt weil wir damals auch viel Gestritten haben, aber dann haben wir aufgehört zu streiten weil ich schwanger war und wir da nicht so rumstreiten wollten und DANN haben wir den Konflikt "vergessen" und beide angefangen die Gewichtsthematik als einzige Ursache zu sehen. Sicher ist er dünn und hibbelig und sexuell auf sich stark fühlen wollen geprägt aber es ist eigentlich weit weniger wichtig sondern war eher ein stellvertreter Thema.

    Uns geht es jetzt viel besser auch wenn wir gleich wieder gestritten haben als unsere alten Probleme hochkamen. Weil auch beiden klar wurde dass es einfach eine vielschichte emotionale Situation ist wo zwar beide sich lieben aber verletzt sind und überfordert mit dem Konfliktkommunikationsverhalten des anderen.

    Das ist ein besserer standpunkt als "Liebe auf körperlicher Ebene ist nicht möglich wegen Oberflächlichkeiten".

    Es fühlt sich an als hätten wir unbewusst unseren Konflikt in eine Schutzzone verbannt wegen dem Baby weil so etwas kostet schon energie.. und wir finden das war auch richtig.
     

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