1. Neuen Partner den Kindern vorstellen

    Liebes Forum,

    ich (45) habe vor gut zwei Monaten einen Mann kennengelernt. Er lebt seit knapp einem Jahr getrennt von seiner Frau mit seinen beiden Kindern (15 und 19) in seinem Haus. Ich habe ebenfalls eine Tochter, sie ist 16. Seine Freunde, Nachbarn und Kinder habe ich schon kennengelernt, allerdings nur kurz. Obwohl er mich schon mehrfach zum Übernachten bei sich eingeladen hat, habe ich dies immer vermieden, wenn seine Kinder da waren. Ich glaube, dass es für die Kinder komisch sein muss, wenn eine neue Frau im Haus rumschwirrt. Meiner Tochter habe ich schon viel von ihm erzählt, habe ihn jedoch noch nicht vorgestellt. Er war immer nur bei mir, wenn meine Tochter bei ihrem Vater war oder bei einer Freundin.

    Wie habt ihr das gehandhabt mit neuem Partner und dem Bekanntmachen mit den Kindern?
     
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  3. Bin in derselben Situation wie du (wir sind drei Monate zusammen) und handhabe es ähnlich wie du. Vorstellen werde ich meinen Partner meinem Sohn (17) erst, wenn ich mir wirklich sicher bin, dass es mehr wird als eine Affäre (auch wenn alles danach aussieht) - aber er weiß, dass ich jemanden kennen lerne (was ihm zu schaffen macht). Mein Partner ist da entspannter. Ich habe seine Kinder (8+10) schon kennen gelernt (zuerst Museumsbesuch, dann Spielenachmittag bei mir) und war sogar bei "Oma und Opa" zum Kaffee. Demnächst steht eine Familienfeier an. Es lief bisher gut mit seinen Kindern.
    Mein Partner hat kein Problem damit, dass ich länger brauche für meinen Sohn. Übernachtet habe ich bei ihm bisher nur, wenn die Kinder bei seiner Ex sind. Alles andere, wäre mir, wie dir, noch viel zu früh. Ich verlasse mich da komplett auf mein Gefühl und frage mich im Zweifel : was ist im Sinne der Kinder? Ansonsten kann ich dir einen Tip meiner Analytikerin weitergeben. Du kannst es nicht kontrollieren. Du musst die Dinge sich entwickeln lassen. Niemand sagt, dass Patchwork einfach ist. Es dauert. Manchmal wird es kompliziert und dann guckt man mal. Und überstürzen muss man nichts mit den Kindern. Wer sagt denn, dass ihr in 2 Monaten noch zusammen seid? Lass dir Zeit - und genieße die Zeit des Kennenlernens!
    W-45
     
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  4. Mein Sohn ist 18.

    Er weiß, wie ich mein Leben gestalte, wenn ich unterwegs bin, eine Freundin treffe,..., oder ein Date habe. In einem angemessenen Umfang.

    Und so wie er jederzeit jemanden mitbringen könnte, er ist ja auch in dem Alter, wo das vorkommen kann, gilt das auch für mich - das unsere interne Absprache.
    Für mich müsste es aber schon etwas Ernsteres sein.

    Allerdings würde ich ihn fragen, ob es ihm recht ist, wenn konkret jemand käme und ob für ihn der Zeitpunkt für ein Kennenlernen ist. Ggf. kann er auch bei seinem Vater Zeit verbringen, übernachten, das entscheidet er situativ.
    Haben wir schon so gehandhabt, war für alle Beteiligten relativ entspannt.

    Früher mit kleinen Kindern habe ich mir mehr Zeit gelassen, mein Bauchgefühl war immer mein Indikator.
    Und nie ohne Vorwarnung und ein Gespräch, je nach Alter des Kindes und Verständnishorizont.
     
  5. Ich bin da sehr Bauchgefühl abhängig.
    Letztendlich haben meine Kinder nur meinen langjährigen Partner nach der Ehe kennengelernt.
    Wichtig ist ja, dass man sich selbst sicher ist, dass es weitergeht und ernst ist!
    Damals war ich auch unsicher, die beiden waren 8 Jahre.
    Nach ca 3 Monaten fragte ein Sohn...Bist Du verliebt, Du lächelst so wenn Du SMS schreibst.
    Lügen wollte ich natürlich nicht und so fragten mich die beiden, wann sie ihn kennenlernen dürfen.
    Dein Sohn ist älter....frage ihn wenn du es wirklich willst. Und überlasse ihm den Zeitpunkt.
     
  6. Als mein Sohn noch klein war, habe ich bewusst darauf geachtet, dass "erst einmal" keine Frau bei mir übernachtet, wenn er auch da war und habe die Übernachtungstermine auch auf seine Mamawochenenden gelegt, bis ich die beiden miteinander bekannt machen wollte.

    Als ich mich bei EP angemeldet hatte, war er 16 und reif genug und ich habe das mit ihm besprochen... ihm war klar, dass es sein kann, dass auch mal eine Frau am Frühstückstisch sitzt, wenn er am späten Morgen aus seinem Zimmer kommt.

    Genauso habe ich ihn informiert, wenn ich an diesem oder jenem Samstag woanders geschlafen habe, diese Info habe ich von ihm auch immer verlangt... (das machen wir heute noch, wenn wir auswärts schlafen. Er wohnt immer noch bei mir)

    In einem Alter, in dem die Jugendlichen selbst die ersten Kontakte zum anderen Geschlecht suchen, kann man das gut besprechen... es ist doch eigentlich nichts anderes... und beide müssen sich darauf einstellen, dass es einen neuen wichtigen Menschen im Leben des anderen gibt, mit dem man Berührungspunkte haben wird.

    Im Übrigen kann man es ihnen auch erzählen, wenn es mal nicht funktioniert hat... und man traurig ist... auch das kennen sie ja (bald).
     
  7. Danke für die Erfahrungen und Empfehlungen aus weiblicher und männlicher Sicht. Alles klar, Kinder in Stufen mit einbeziehen. Wenn es ernster wird oder sie von sich aus fragen: entsprechende Information, dann erstmal kurz vorstellen und zum Schluss nach Vorwarnung und Einverständnis auch mal eine Übernachtung.

    Dennoch: wie haben eure Kids reagiert?

    Ist das nicht irgendwie peinlich für mindestens eine Seite, wenn die Kids dem/ der "Neue/n" an der Badezimmertür oder am Frühstückstisch begegnen? Ich würde insgesamt anfangs versuchen, unnötige Begegnungssituationen zu meiden, beispielsweise meiner Tochter freistellen, am gemeinsamen Frühstück teilzunehmen oder wahlweise später etwas zum Frühstück bereitstellen. Und auf wahrnehmbare Aktivitäten im Schlafzimmer verzichten...
     
  8. Ich denke, wie hier auch oft erwähnt....es kommt auf das Alter an.
    Und auf das miteinander reden!
    Mit 8 Jahren lernten sie meinen Partner nach ca 4 Monaten kennen, weil sie es wollten.
    Übernachtungen gab es trotzdem erstmal, wenn sie nicht da waren.
    An einem gemeinsamen Nachmittag fragten sie von alleine: warum schläfst du nicht einfach hier.

    Heute mit fast 17j brauch ich nicht mehr für sie denken, sondern sie fragen.
    In Ordnung? Peinlich?....etc.
    Sie werden mir ihre Meinung schon mitteilen!
     
  9. Ich würde die ersten Monate im Hotel oder einer kleinen Pension die Puppen tanzen lassen .Dann gemeinsam Eisessen gehen zum Beispiel mit den Kids.Und erst wenn man sich Grün ist dann den neuen Typ mit heimbringen. Egal ob erwachsene oder jüngere Kinder. Ich würde auch nicht bei einem Mann mit Kindern übernachten wenn dieser Ablauf des Kennenlernens nicht stattgefunden hat. Deshalb mir die unangenehme Situation am Frühstückstisch mit wild oder halbfremden Leuten kaum passieren würde.
     
  10. Ich war etwa 16 oder 17, als mein Vater nach dem Tod meiner Mutter seine Bekanntschaften mit nach Hause brachte. Wenn sie über Nacht blieben, fand ich das komisch und etwas unangenehm, aber nicht schlimm. Deshalb suche ich wohl die beste Lösung. Es scheint so, wie in anderen "Erziehungsfragen" auch, als würden es die Väter etwas lockerer sehen, die Frauen etwas zu korrekt.

    Meine Tochter weiss von ihm, weil ich ihr selbstverständlich von den Treffen und Unternehmungen erzähle und sie nun neugierig ist. Sie hat schon gefragt, wann sie ihn mal kennenlernen kann. Ich glaube sie sieht es entspannter als ich.
     

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