1. Sex versus Kuscheln/Zärtlichkeiten

    Inspiriert durch einen Nachbarthread stellt sich für mich folgende Frage:
    Ich (w39) habe jahrelang in einer Ehe gelebt, in der Sex zum einen Mangelware und zum anderen recht unbefriedigend war. Das hat seine Gründe und diese Ehe ist mittlerweile Vergangenheit. Was mich nun aber interessiert ist, gibt es tatsächlich diesen "Ausgleich" zwischen Sex und Kuscheln oder Zärtlichkeiten. Ich kenne Kuscheln oder Zärtlichkeiten immer nur als Anbahnung zum Sex. Annäherung war quasi immer der Einstieg zum Sex. Nun, das ganze hat eben zu diesem Ungleichgewicht in Sachen Sex geführt. Denn ich hätte mir auch mal nur ein Kuscheln oder Austauschen von Zärtlichkeiten gewünscht. Ich kam mir mit meinen Bedürfnissen aber vor, wie eine Ausserirdische.
    Mich würde interessieren, wie das so in euren Partnerschaften ist/war. Entweder aus euren Erfahrungen, die ihr erfüllend fandet oder eben die, die nicht erfüllend waren. Diejenigen, die von einer erfüllten Sexualität in der Partnerschaft sprechen, hatten diese einfach immer nur guten, regelmässigen Sex oder gehörte dazu gleichermaßen auch das Austauschen von Zärtlichkeiten , ohne dass daraus immer gleich mehr werden 'musste'?
     
  2. Aus 2 Beziehungen in jungen Jahren kenne ich das auch: Zärtlichkeiten nur als Vorstufe zu Sex: niemals einfach als Ausdruck/Herstellen von Nähe.
    Da wurden immer die selben "Griffe" abgearbeitet, als ob ich eine Maschine sei, die man nur einschalten muss, bevor es losgeht.
    Sehr schnell hatte ich da keine Lust mehr, hab die beiden Männer nur mehr mitleidig wie notgeile Hunde gesehen und jeglichen Respekt vor ihnen verloren: sexy war das sowieso nicht! Die Beziehungen war dann auch schnell beendet.
    Mein Mann heute ist da ganz anders: wir berühren uns oft im Alltag oder sind zärtlich - ohne dass er wie ein nerviger Welpe nach Sex bettelt.
    Das ist sexy!
     
  3. Für mich ist erfüllenden und regelmäßigen Sex in einer Beziehung unumgänglich. Kompatibilität heißt das Stichwort in wichtigen Bereichen wie: "Sex, Nähe/Distanz, Einstellung, Persönlichkeitsstand, Wünsche, Ziele etc.pp. Wenn sich ein extremes Ungleichgewicht herausbildet, kommt es meist zum Unbefriedigtsein und letztendlich zur Trennung, meistens wird zu lange gewartet! Schöner und erfüllter/befriedigter Sex ist zumindest für mich nicht mit Kuscheln und Zärtlichkeiten zu ersetzen und ich würde in keiner Beziehung bleiben, wenn ich sexuell unbefriedigt bin, dazu steh ich und kann das bestens auch so empfehlen!!
     
  4. Von meiner jetzigen Partnerschaft kann ich berichten, dass der Austausch von Zärtlichkeiten (küssen, umarmen, streicheln, kuscheln, Rückenmassagen) durchaus gleichwertig neben dem Sex vorhanden ist. Wir schlafen ca. 1-3x die Woche miteinander (je nach Alltag), aber Zärtlichkeiten gibt es jeden Tag. Insofern ersetzen die Zärtlichkeiten schon den Sex. Manche Paare schlafen ja täglich miteinander. Das brauchen wir nicht. Aber täglich Zärtlichkeiten - oh ja!
    Wir sind 43 und 51. Und Gott sei Dank kompatibel, was dieses Bedürfnisse betrifft.
     
  5. Moin,

    wenn ich extrem verliebt bin, ist Kuscheln tatsächlich vor allem eine Anbahnung zum Sex - nur wenn das gerade nicht geht, bleibt es beim Kuscheln.

    In einer späteren Phase ist Kuscheln keine reine Anbahnung mehr sondern auch "Selbstzweck". Problematisch wäre nur, wenn die Frau generell wenig Lust auf Sex hat... dann würde ich Kuscheln auf keinen Fall als "Sexersatz" akzeptieren können.

    manchmal
     
  6. Hallo Irland,
    das könnte mein Thema sein .... Kuscheln und Zärtlichkeiten habe ich auch sehr vermisst in der letzten Beziehung, es war sehr wenig davon und eben auch nur als Einleitung zum Sex erwünscht.
    Wenn ich dann mal anfing, dann wurde dies auch als Aufforderung zu mehr verstanden (und dann abgewehrt, wenn mein Partner eben der Auffassung war, für Sex sei jetzt nicht der passende Moment.
    Als wir damals recht frisch zusammen waren, hatte er mal so eine Entzündung, die Sex für ein paar Tage ausschloss. Als ich mich ihm zärtlich näherte, fand er das übergriffig, weil wir ja keinen Sex haben konnten. Meine Worte, es sei doch auch so schön wurden mit "aber es ist nicht dasselbe" kommentiert.
    Ich bin dann insgesamt sehr zurückhaltend geworden, denn ich wollte weder eine Abfuhr noch jedesmal auch Sex.
    Und seine Zärtlichkeiten waren mir oft zu zielgerichtet und etwas zu mechanisch.
    Wir tickten da sehr verschieden und selbst mit der vorbildlichsten Kommunikation war da kein Weiterkommen.

    Nach einigen Jahren sah ich mal ein Urlaubsfoto des Liebsten mit seiner Exfrau. Sie wendet sich ihm zu, hat die Beine auf seinen Knien und legt ihre Hand auf seinen Arm. Er dreht sich weg.
    Vielleicht ein Zufall.
     
  7. Hallo,
    eine interessante Frage. Genau daran ist meine letzte Beziehung gescheitert. Ich habe mir diese Zärtlichkeiten auch mal im Alltag gewünscht, aber nie bekommen, was mich sehr traurig gemacht hat.
    Ich glaube, das ist eine Typ-Sache, mein Ex war generell sehr rational und eher kühl.
    Ich möchte so nicht leben.
     
  8. Genau dies kenne ich auch aus früheren Beziehungen - Zärtlichkeit, Kuscheln nur quasi als Vorspiel und zielgerichtet.

    Das geht anfangs noch, vor allem, wenn die Lust groß ist.
    Ich bin allerdings jemand, dem insgesamt körperliche Nähe wichtig ist, auch die absichtslosen Berührungen.
    Und je mehr die Absicht verspürbar war, desto mehr erlosch bei mir die Lust. Ich kam mir vor wie eine Maschine, es müssen jetzt die richtigen Knöpfe gedrückt werden, dann wird läuft das Programm...
    Sexualität war für mich in diesen Beziehungen eher lau, anfänglich Ok, dann versiegend.


    Ich hatte das Glück, auch anderes Erleben zu können, einen Mann, der genauso gerne berührte, zärtlich war und kuschelte.
    Und gerade weil es so absichtslos war, nahm die Lust auf ihn immer mehr zu, da löste fast jede Berührung Gefühle aus. Und der Sex, war klasse, oft, intensiv, immer wieder anders. Mit ihm erst entdeckte ich, wie schön und erfüllend es sein kann.

    Also nie wieder einen Mann, der nicht auch so zärtlich sein kann, der nicht gut küsst und der Frau nur berührt, wenn er sexuelle Absichten hat.
     
  9. Bei uns gehören Zärtlichkeiten, Berührungen und das Kuscheln zum Alltag und stehen gleichberechtigt neben dem Sex.
    Früh klingelt sogar der Wecker 15 Minuten vor der Zeit um noch etwas in den Tag zu kuscheln. Wir lieben diese bettwarme Nähe am Morgen, ganz ohne Sex, den es natürlich trotzdem gibt.
    Wenn wir uns im zwischendurch Haus begegnen gibt es kurze Umarmungen, körperliche Neckereien und Küsse. Schön sind auch die ausführlichen Ölmassagen. Manchmal schreiben wir uns (wie damals als Kinder) mit dem Finger Worte oder Bilder auf den die Haut... tausend Kleinigkeiten ohne die ich in einer Beziehung unglücklich würde.

    Thematisieren mussten wir das nie, wahrscheinlich habe ich das von Anfang an unbewusst forciert, da ich sehr körperlich agiere. Schätze mal er hatte gar keine andere Möglichkeit als mitzumachen. ;-)
     
  10. Zärtlichkeiten und Kuscheln sind für mich/für uns sehr wichtig, aber daraus ergibt sich nicht zwangsläufig Sex. Ohne Sex geht mal ein paar Tage, wenn es sein muss - ohne Kuscheln und Zärtlichkeiten gar nicht, auf Dauer ersetzen sie Sex für mich nicht. Wir schlafen abends aneinandergekuschelt ein, berühren uns auch im Alltag sehr viel, halten gern immer noch Händchen, wenn wir irgendwo sitzen oder gehen. Es gibt täglich einen ganz bewussten und innigen Abschiedskuss - der hält sich schon seit Jahren so. Ich glaube, wenn ich den Eindruck hätte, Zärtlichkeiten wären immer "zweckgebunden" und laufen auf Sex hinaus, wäre das irgendwie schon nervig.
     
    • # 10
    • 04.07.2016
    • Gini
    Das ist ja interessant - was hält dann die Leute zusammen, wenn sie lieben aber nicht zärtlich miteinander sein können (ohne Sex)? Meine Meinung ist, dass der Sex mit dem zärtlichen Kuss am Morgen beginnt und durch den zärtlichen Kuss vor dem Einschlafen endet. Es kann doch nicht sein, dass man jemanden liebt, ihn aber nicht nach allen Regeln der Kunst verwöhnen will? Ist das nicht widersprüchlich? Auch die Dauer der Beziehung darf diesem Empfinden nichts anhaben. Ich würde keinen Partner haben wollen, der nicht grundlos mein Gesicht in die Hände nimmt und küsst. Vielleicht sind diese Anforderungen zu hoch , okay - dann bin ich aber leiber alleine.
     
  11. In meiner langjährigen Ehe ist Sex zwischen meinem Mann und mir eigentlich kein Thema mehr. Kuscheln und körperliche Nähe gibt es aber schon. Seien es Massagen, das in-den-Arm-nehmen oder das Anlehnen aneinander beim gemeinsamen Fernsehen.
    Für mich sind Kuscheln und Sex voneinander völlig unabhängige Dinge, die ich auch mit gänzlich anderen Leuten betreibe. Kuscheln wäre für mich persönlich auch gar kein Einstieg zum Sex...entweder hab ich Lust auf Kuscheln, was für mich immer körperliche Nähe nichtsexueller Art ist, oder eben auf Sex. Irgendwie schließen sich diese Dinge nach meinem persönlichen Geschmack auch gegenseitig aus.
     
  12. Halb so schlimm, es sind genügend Männer von Deinem Planeten hier auf der Erde, Du mußt sie nur finden. Woran Du sie erkennst? Nun, sie machen einen glücklichen Eindruck, wenn Du Dich an sie ankuschelst und offensichtlich nichts weiter willst als genau das.

    Was Du dabei aber beachten solltest: der eine oder andere Mann hat die Erfahrung gemacht, daß die Frau verletzt und enttäuscht reagiert, wenn er es von sich (!) aus bei diesem Kuscheln und Streicheln beläßt, auf deutsch: wenn ihr Körper ihn anscheinend nicht mehr so reizt, daß er Sex will. Ein kluger Mann wird daher immer so tun, als wollte er sehr wohl. Und eine kluge Frau wird dann dafür sorgen, daß es nicht dazu kommt. So sind letztlich beide glücklich.

    Das funktioniert aber alles nur zwischen zwei Außerirdischen vom selben Planeten.
     
    • # 13
    • 04.07.2016
    • void
    Berührungen waren normal in meiner Exbeziehung, Umarmen, Kuscheln, wir haben uns auch so gut wie nie losgelassen in der Öffentlichkeit. Das war losgelöst von dem, was danach passierte oder nicht, also vom Sex.
    Was ich vermisst habe, war langes und ausgiebiges Küssen. Mein Eindruck ist, dass viele Männer das weder wollen noch können, weil sie "arbeiten" wollen dabei, und ich begreife es nicht. Das ist doch das Schönste und Intimste, was man tun kann und dabei muss man sich dem anderen besonders hingeben. Ein Orgasmus und Geschlechtsverkehr sind das zwar auf andere Art auch, aber Küssen ist noch was anderes.

    Eine sexuell erfüllende Partnerschaft beinhaltet für mich unbedingt Zärtlichkeiten, die nicht zum Sex führen. Und auf keinen Fall diese Sonntagabend-Nummer, wenn weder Sportschau läuft noch irgendwas anderes noch machbar ist. Der Sex verkümmert bei vielen so zur Routine, weil man keine Energie und keine Phantasie reinsteckt in das Liebesleben und weil erstmal alles andere wichtiger ist, sogar irgendwelche Fernsehsendungen. An der Häufigkeit kann man auch nicht festmachen, ob es ein gutes Sexleben ist oder nicht, weil nicht die Quantität zählt, sondern die Qualität und ob man es wichtig findet. Ich meine, quasi wie ein Hobby statt wie was essen zwischendurch.
     
  13. Ich kenne das auch, allerdings muss ich auch sagen, sind Männern lernfähig. Wenn man gleich zu Anfang ein gewisses Verhalten an den Tag legt, passen sie sich sogar an und ziehen mit.

    Also warte nicht, bis was vom Mann kommt, denn da kommt meist nichts. Man muss das wirklich "forcieren", wie eine Vorschreiberin schon schrieb. Je nach dem wie du reagierst, reagieren dann auch die Männer.
     
  14. Ich könnte keine Beziehung führen, wo es nur sexuelle Zärtlichkeiten gibt.
    Aber auch nicht ohne Sex....

    Es gehören zu den verschiedenen Beziehungsebenen auch die passenden Zärtlichkeiten.
    Küssen ist Zeichen von Liebe
    Kuscheln von Wohlbefinden
    Hand in Hand von Zugehörigkeit
    Umarmung kann auch Trost sein
    Und ich liebe abends noch Löffelchen liegen:)
     
    • # 16
    • 04.07.2016
    • void
    Hm... Also ich kenne Frauen, die sich darüber beschwert haben, dass immer SIE den Anfang machen müssen, wenn es um Kuscheln, Zärtlichkeit und z.T. auch Sex geht. Vom Mann kommt da nichts, weil anscheinend kein Bedürfnis da ist. Und weil die Frau ja sowieso immer ankommt.
     
  15. Ich bin m/38 und liebe es zu kuscheln und küssen ohne dass es zum GV kommt. Das ist bei Frauen nicht immer auf Begeisterung gestossen, sondern wurde als Ablehnung meinerseits taxiert. DAs traf jedoch überhaupt nicht zu, denn ich kann nur Kuscheln wenn ich eine Frau richtig gut mag, die Chemie stimmt und ich sie attraktiv finde..

    Also hört bitte auf, es seien nur immer die Männer die zum Sex wollen.
     
  16. Meiner Erfahrung nach sind Kuscheln und Zärtlichkeiten immer dann die direkte Vorstufe zu Sex, wenn auf mindestens einer der beiden Seiten ein unbefriedigtes Bedürfnis nach Sex besteht.
    Daher finde ich es bspw. unfair und egozentrisch, wenn Frauen ihren Partner teils wochenlang sexuell auf Abstand halten, ihn dann aber abwerten, wenn er ein starkes Bedürfnis nach Sex signalisiert, sobald es zu Zärtlichkeiten kommt, während er sie doch gefälligst jetzt zu Kuscheln hat.
    ... Die Wahrheit ist doch wohl sehr oft, dass Frauen, die sich so verhalten, ihren Partner nicht mehr wirklich lieben, ihm aber durch ihren Umgang/Reaktion mit der Situation die Verantwortung für ihr eigenes Problem in die Schuhe schieben.

    m37
     
    Moderationsanmerkung: Beitrag wurde durch einen Moderator editiert
  17. Ich seh Kuscheln nicht als Sex-Ersatz an. Hat für mich erst einmal nichts miteinander zu tun. In meiner Beziehung ist es unabhängig vom Sex und ist keinesfalls nur dessen Vorstufe, sondern alltägliche Normalität.
     
  18. Moin,

    ja, ist schon witzig...

    eigentlich scheint alles klar:
    Frau ist begeistert von möglichst viel Gekuschle, bekommt es von ihrem Mann (oder auch nicht - in diesem Fall ist man dann sexuell nicht kompatibel).
    In manchen Fällen ist Frau nicht so sehr begeistert von Zärtlichkeit (in diesem Fall ist der Mann ungeschickt und weiß nicht, was Lust bereitet).
    Auf jeden Fall ist es schrecklich, wenn der Mann nur zärtlich wird, weil er Sex will (in diesem Fall ist der Mann ein Primitivling)..

    In Wirklichkeit ist es aber einfach so - wie so oft - dass der Richtige nichts falsch, und der Falsche nichts richtig machen kann.
    Und es gibt genau zwei Konstellationen:
    > Sie liebt ihn mehr - dann bitte möglichst viel Zärtlichkeit und Sex (da hat er es nicht nötig zu drängeln, wirkt durch Sättigung "absichtslos")
    > Sie liebt ihn weniger - dann bitte möglichst wenig Sex, vielleicht ein bisschen Zärtlichkeit, muss aber auch nicht (da wird er drängeln, wodurch sie ihn noch weniger liebt...).

    Man mag einwenden, dass es ja auch die Situation gibt, dass beide einfach mit der Menge an Zärtlichkeit zufrieden sind... ja, das Pendel scheint an den Umkehrpunkten ruhig zu stehen...

    manchmal
     
  19. Es ist schon erstaunlich wie die selektive Wahrnehmung funktioniert.
    Ich lese hier aus den Beiträgen nicht heraus, das der Mann alles falsch macht aber ok.
    Leider sind viele Männer einfach beratungsresistent. Das ist schade, denn dann gäbe es auch mehr glückliche Paare.
    Sage einem Mann du willst sexuell was anderes und du wirst fast immer einen beleidigten Typen da sitzen haben.
    Ein Grund warum ich sicher 300 Männer geküsst aber nur 7 im Bett und Herz hatte.
    Wer beim Kuss und ersten Kontakt schon null bereit ist auf den anderen einzugehen...
     
  20. Schön, daß ich nicht der einzige bin, dem das so ergeht. Frauen sind in dieser Beziehung erheblich radikaler als Männer: einmal keinen Sex gewollt, obwohl die Frau es insgeheim gerne gehabt hätte, und man ist als Mann für immer unten durch. Liebe Frauen, das Risiko, Euch durch sexfreies Kuscheln zu verprellen, ist einfach zu groß.
     
  21. Moin @Dahlie,
    wenn du meinen Beitrag, den du oben zitierst, verstanden hättest, würdest du auf die naheliegende Frage kommen:
    "Und, haben die andern 293 Männer jetzt alle was falsch gemacht?"
    Deine Antwort:
    "Ja, klar, sie können lernen, sie können besser auf mich eingehen, Lisas Liste abarbeiten, nicht beleidigt sein, meine sexuellen Wünsche erfüllen, bla, blupp..."
    Meine Antwort: "Nein, natürlich nicht. Sie waren nur nicht die Richtigen."

    manchmal
     
  22. Ich komme mal wieder zu dem Thema: Dinge besprechen zu können;-)

    Gerade bei diesem Thema wichtig.
    Letztendlich ist kuscheln und Sex für beide gut, wenn beide miteinander harmonieren wollen.

    Ich kann auch als Frau nicht erwarten, dass mir jemand jedes Bedürfniss an der Nasenspitze ansieht. Oder im Bett sofort alles beim ersten Mal für mich richtig macht.
    Und ein Mann, der sich bei körperlichen Themen zur beleidigten Leberwurst ,verwandelt ist nicht besser.

    Paare die es schaffen, sich auszutauschen und gemeinsam weiterentwickeln, haben die beste Chance später wortlos körperlich glücklich zu sein.

    Beim Kuscheln, Küssen und beim Sex.
     
    • # 25
    • 05.07.2016
    • void
    Weil die Frau das auf sich bezieht und meint, dass der Mann sie nicht mehr aufregend findet oder sogar schon wen anderes hat. Männer wollen immer. So heißt es doch. Und gerade, wenn viele Zärtlichkeiten ausgetauscht wurden, führt das zu Irritationen bei der Frau mit diesem Vorurteil.

    Ich kenne das auch nur so, dass ein Mann immer will. Aber wenn man merkt, dass es ihm auch sehr um die Partnerin geht, wie ich das in meiner Beziehung auch hatte, dann ist das total schön, wenn spontan aus dem Gekuschel entsteht, dass einer gleich einen Orgasmus haben wird oder beide. Wenn man sich vertraut, kommen bei "ich kann grad nicht" auch keine Gedanken auf, dass einer die schlimmen Gründe nicht sagen oder einen mit Ablehnung bestrafen will, sondern vermutlich gerade an Verdauungsmalessen leidet und das nicht diskutieren möchte.

    Meine Erfahrung und daraus folgend vielleicht das Vorurteil oder möglicherweise sogar die Wahrheit ist, dass Männer eigentlich besser entspannen können und deswegen weniger Absagen zu einer Möglichkeit auf Sex erteilen würden als Frauen. Aber ich würde gern erfahren, was für Gründe es für Männer gibt, keinen spontanen Sex nach dem Zärtlichkeits-Kuschel-Austausch zu haben.
     
  23. Ich hatte so eine Beziehung noch nicht (und auch keine andere), aber ich denke, da wäre bei mir der Ofen auch ganz schnell aus. Ich würde mich benutzt und sexuell "überrannt" fühlen.

    Allerdings bin ich kein Fan von stundenlangem Streicheln und Küssen. Ersteres empfinde ich meist eher als unangenehmes Kitzeln, Zweiteres langweilt mich nach ein paar Sekunden und Zungeneinsatz mag ich gar nicht. Schön fände ich es dagegen, einfach eng aneinandergeschmiegt dazuliegen; sich dabei ab und an mal ein zärtliches kurzes Küsschen ohne Zunge zu geben. Übrigens sehr gerne auch auf die Stirn. Kürzlich gab es hier ein Thema, wo Viele schrieben, Küsse auf die Stirn hätten nichts in einer Beziehung verloren - konnte ich gar nicht nachvollziehen.

    Aber ewige Zungen-/Lippenaction ohne Pause - nein danke.

    In meinen Affären; wenn ich selbst nicht verliebt war, hätte ich dagegen lieber etwas weniger Zärtlichkeit gehabt (inzwischen will ich gar keine Affären mehr, aber das ist ein anderes Thema). Liebevolle Gesten ohne die entsprechenden Gefühle dahinter fühlen sich einfach nicht stimmig an.
     
  24. Ich finde beides gleich wichtig. Lebe seit Jahren in fester Beziehung ohne Sex (mein Begehren weg), aber Kuscheln, Umarmen, Küsse ohne Zunge gibt es immer und ohne hätten wir uns vermutlich getrennt, statt die Beziehung zu öffnen.
    Liebevollen Körperkontakt kann und sollte man täglich haben, auch ohne Sex, wenn man einander liebt oder sehr gerne hat u. zusammen lebt. Besser gesagt - entweder müssen beide dieses Bedürfnis in gleichem Maße haben, oder es passt nicht.
     
  25. Das ist schlicht eine plumpe Verallgemeinerung. Sie wird nicht wahrer, wenn man sie andauernd wiederholt. Dieses Bild macht es für Männer, die anders ticken, so schwer im Alltag Frauen kennen zu lernen. Lächelt man(n) in der Strassenbahn oder auf der Strasse eine Frau an, wird es kaum erwidert. Sie bemerkt es eh nicht, da sie den Blick stur gerade aus gerichtet hat. Bemerkt sie es wider Erwarten trotzdem, gibts meistens einen verachtenden Blick zurück. In ihrem Kopf kommt sofort dieses Schubladendenken "Der will mich nur in die Kiste kriegen" in Gang. Und nein. Ich sehe nicht schmuddelig aus, und bin auch nicht der aufdringliche Kerl..

    Warum wir Männer Kuscheln auch schätzen und nicht gleich Sex brauchen ? Ganz einfach. Wer jeden Tag Rinderfilet isst, weiss es irgendwann nicht mehr zu schätzen. Da gibt es doch so viele hier in den Foren, die jammern, der Sex sei nicht mehr aufregend und folge nur noch nach einem abtörnenden Schema F. Schon mal überlegt, dass der Sex nicht mehr überraschend kommt?
     
  26. Moin,
    Das ist sicher so ähnlich wie bei Frauen; Sex ja auch für viele Männer keine reine "Triebabfuhr"... wenn die Beziehung an sich nicht gut ist bzw. das Gefühl nicht stimmt, wenn sie sich zu etwas "genötigt" sehen, wenn da mehr Mitleid oder Nachgeben als echte Lust ist, macht es auch Männern keinen Spaß.
    Tendenziell ist das bei Männern ja sogar noch "schlimmer" mit der Unlust - sie können sich schließlich nicht "des lieben Friedens willen" einfach hinlegen und sie "machen lassen"....

    manchmal
     

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