1. Trennung treibt ihn in den finanziellen Ruin - Muss das sein?

    Hallo ihr Lieben,
    ich mache mir wirklich Sorgen um die Finanzen meines Lebensgefährten. Ich hänge da zwar nur so halb mit drin, weil ich finanziell unabhängig von ihm bin (bis auf die Miete eben) aber sowas belastet die Beziehung natürlich schon.
    Und zwar ist er von seiner Ex-Frau geschieden und zahlt für beide Kinder einen gewissen Betrag Unterhalt seit die gemeinsame Immobilie verkauft ist. Allerdings gibt es da noch andere bzw. weitere Kredite und Schulden, die beide gemeinsam haben. Aber da die Frau keine Ausbildung hat, putzt sie auf Minijob-Basis. Jetzt will sie ihn vor Gericht auf die Zahlung eines rückständigen Kindesunterhaltes und Ehegattenunterhaltes verklagen, sowie die Übernahme der gerichtlichen Kosten verlangen. Das Konto ist aber sowieso schon ordentlich im Minus und mit einem Monatsgehalt nicht auszugleichen. Wie kann der Staat von jemandem der jahrelang alles für Frau und Kinder getan hat, verlangen, dass er tausende von Euro zahlt, und die Frau kann sich einfach auf erschlichenen Sozialhilfen, der Gutmütigkeit ihres Ex-Mannes alle Kredite für sie zu bedienen, etc. ausruhen?
    Kann es passieren, dass das Gericht jemanden, der eh schon kein Geld hat, dazu zwingt Summen von gut 3000 Euro zu bedienen, wenn er auch kein Vermögen in Form von Immobilie oder Erspartem mehr hat, weil er all das wegen der Faulheit seiner Frau verloren hat?? Ich beginne sehr stak an unserem "Sozialstaat" zu zweifeln.
    Hat jemand hier Erfahrungen damit und weiß was passiert, wenn solche Forderungen im Raum stehen, der Unterhaltspflichtige aber selber durch das Bedienen der ehelichen Schulden so weit im Minus ist, dass er froh sein kann, wenn er die Zinsen für den Dispo aufbringen zu kann?

    Zum Schluss: ich möchte hier keine abwertenden Kommentare von Müttern, die sauer auf ihre nicht zahlenden Ehemänner sind. Ich bin sowieso die Falsche um sie dafür anzumachen. Ich mache mir nur Sorgen und abgesehen davon ist jeder Fall sehr sehr unterschiedlich und ich habe bestimmt nicht alle Aspekte hier beleuchten können.

    Danke schonmal für diesbezüglich Erfahrenere, die hierauf hoffentlich antworten werden.
     
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    • # 1
    • 04.12.2014
    • Gast
    Stimmt.
    Zum Beispiel den, wie alt dein Partner bzw. seine Ex sind. Seine Ex wird auch keinen anderen bzw. keinen Vollzeit-Job finden, wenn sie eine schlechte Ausbildung hat. Das hat deinen Partner damals nicht gestört sie trotzdem zu ehelichen. Ob sie tatsächlich "faul" war oder sie ihre Aufgaben wie z.B. Kinderbetreuung und Haushalt sorgfältig erledigt hat, kannst du ebenso nur mutmaßen. Sowas wird nachträglich gern geringgeschätzt oder ganz vergessen. Bei einer derartigen traditionellen Lösung, wäre es nur normal, wenn der Partner alles für Frau und Kinder tut.

    Ich verstehe deine Sorge, möchte dich aber auch darauf aufmerksam machen, dass du nur die Seite deines Partners kennt, der an seiner Ex sicherlich kein einziges gutes Haar lässt. Und du weißt nicht wie es der Frau geht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie wilde Champagnerpartys mit ihrem Putzjob und der Sozialhilfe finanziert. Sie wird viel eher mühsamst über die Runden kommen und es wird ihr nicht anders wie deinem Partner gehen, wenn nicht sogar noch schlechter. Freiwillig ärgert sie euch sicher nicht.
     
    • # 2
    • 04.12.2014
    • Gast
    Silicium,

    "der Staat" kann verlangen, dass sich die Leute um ihre finanziellen Angelegenheiten kümmern, um der Allgemeinheit, nicht auf der Tasche zu liegen. Ja, das ist rechtens so und auch richtig. Denn ich habe keine Ambitionen für Deinen Freund, dessen Frau oder Exfrau (?), deren Kinder, Kredite und Schulden finanziell aufzukommen! Das möchtest ja offenbar nicht mal DU, obwohl es DEIN Freund ist. Wer soll das denn Deiner Meinung nach tun, wenn nicht die Eheleute. Ich? Alle anderen hier?

    Ja Liebes, das kann durchaus passieren.Nämlich dann, wenn Dein Freund dem Gesetz nach dieses Geld zu zahlen hat! Da man einem nackten Mann aber nicht in die Taschen greifen kann, wird er bis zum Selbstbehalt gepfändet und es bleibt 20 Jahre lang ein Titel gegen ihn bestehen.

    Und ich beginne langsam am Menschenverstand von Frauen wie Dir zu zweifeln, wenn ich solche Beiträge lese... vielleicht täte es Dir gut, mal ein wenig Abstand von Deinem Freund zu gewinnen, Deine Wut auf die Ex verrauchen zu lassen und dann noch mal in Ruhe darüber nachzudenken, wie Dein toller Freund überhaupt in diese Lebenssituation gekommen ist...? (ja klar, im Moment ist für Dich alles die böse Ex Schuld... zu der Dein Freund vormals "GEZWUNGEN" wurde;) sich diese Frau auszusuchen, sie zu LIEBEN, sie zu ehelichen, Kinder mit ihr zu zeugen, eine Familie mit ihr zu gründen und sich etwas mit ihr aufzubauen, is' klar!). Hallo Mädel, wach' doch mal auf! Zu so was, was Dein Freund da fabriziert hat, gehören immer ZWEI! Es ist der Trümmerhaufen Deines Freundes und seiner Unzulänglichkeiten... den hat nicht einfach die böse Ex über Nacht mit 'nem LKW vor seine Tür gekarrt und dort abgeladen!

    Immerhin weisst jetzt schon, wie er eines Tages über DICH reden wird...

    LG, w ü40 und keine "Mutter" und keinen "Ex", der zahlt oder nicht zahlt, blubb etc.
     
  3. Man sollte einen nicht-kurzfristigen Dispo-Kredit umschulden in einen normalen Kredit = viel weniger Zinsen.

    Wenn das Gericht Geldforderungen zuspricht, dann ist es das Problem des Schuldners, dieses Geld aufzutreiben. Denn es sind ja z.B. (gesetzliche) Ansprüche von Dritten (z.B. ex-Ehepartner). Oder Zahlungsverpflichtungen aufgrund der Gesetze. Dabei wird auch das Einkommen des Schuldners berücksichtigt. Aber gar nix zahlen müssen - wird kaum ein Gericht urteilen.

    Das Gericht könnte begründen, daß der Schuldner ja später vielleicht mehr Einkommen erzielt, und dann die Forderung bezahlen könnte. Ansonsten ratenweise. Und immer zuzügl. Zinsen ?

    Man kann (und sollte) sich vorher gründlich informieren - bevor man heiratet. z.B. Bürgerliches Gesetzbuch, diverse Scheidungsratgeber, Freunde die bereits eine Scheidung durchgemacht haben, usw. Außerdem die sog. -Düsseldorfer Tabelle- für Kindesunterhalt.

    Die dt. Gesetze lassen sehr viel zu. Das im Einzelfall zu entsprechenden Geld- und Unterhaltsforderungen werden kann. Und das kann ex-Ehemänner wie -frauen treffen.
    Wer da trotzdem heiratet, scheint mir nicht bei Verstand zu sein.

    Eine Scheidungsanwältin wurderte sich, daß eine Mandantin ihren ex-Ehemann nicht ruinieren wollte - obwohl sie könnte.

    Ich stoße auf viele Männer, die ihr heiraten bereuten. Ich fand persönlich noch keinen Mann, der ein weiteres Mal heiratete, außer einem Witwer. Ehefrau tot = keine direkten Ansprüche.

    Es wurde ja (zum Glück) das Schuldprinzip bei Scheidung abgeschafft.
    Es interessiert nur noch, ob die Ehe unwiderbringlich zerrüttet ist. Wie die Eheleute ihr Eheleben und Finanzen regeln - ist deren Sache - ggf. deren Problem.

    Ich kannte Frauen, die betrieben Kinder-kriegen und heiraten als ihr Geschäftsmodell. Dann wurden sie Beamten-Witwe, und hatten für den Rest ihres Lebens ausgesorgt.

    Wer einen Heiratsantrag stellt, der weiss nicht, was er ggf. dem Anderen antut. Ich halte es für Ahnungslosigkeit, und bin nachsichtig.
    Aber durch das heiraten wird soviel Macht eingeräumt, das man den (eigenen) lebenslangen Ruin schon mal einplanen sollte.
    Wären die Beiden aber nicht verheiratet gewesen, wäre es viel einfacher und billiger. Aufgrund der Gesetze.

    Aber es fing an, in dem sie "Liebe" behaupteten.
     
  4. Der Post von Gast 1 trägt eigentlich nichts zur Sachlage bei, schiebt die Diskussion allenfalls in Richtung "arme AE Mamas müssen mal wieder ihren Unterhalt einklagen", also Geschlechterkampf-Polemik.

    Der Bundesgerichtshof hat aber schon entschieden. Solange dein Partner einem 40h Job nachgeht, hat er nichts zu befürchten und darf von der Unterhaltspflicht nicht in die Privatinsolvenz getrieben werden. Stichwort Zumutbarkeit.

    Siehe:
    http://ra-scheuten.net/news/fiktiver-unterhalt-muss-zumutbar-sein.html

    Und:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Unterhalt_(Deutschland)
    "Bereinigtes Nettoeinkommen
    Von den Einkünften eines jeden geschiedenen Ehegatten sind die öffentlich-rechtlichen Abgaben (Steuern, Beiträge), die Fahrtkosten zur Arbeitsstätte (Pauschale von 5 % des Nettoeinkommens oder konkrete Berechnung möglich) und sonstige dienstlichen Aufwendungen, Zinsen für ein ehebedingtes Darlehen und angemessene Ausgaben für die Daseinsvorsorge absetzbar.

    Abzuziehen sind auch andere Unterhaltsverpflichtungen gegenüber vorrangig Berechtigten. Darunter fällt insbesondere der Kindesunterhalt."

    Es ist also eindeutig, dass weder Kinder noch eine schlecht ausgebildete Ex-Gattin durch Unterhaltsforderung, Gerichtskosten usw. eine Privatinsolvenz herbeiführen dürfen und können. Auch wenn es erst einmal doof klingt, dass Gläubigerbedienung Vorrang vor Menschen hat.

    Wenn der Mann 40h pro Woche arbeitet und trotzdem nicht einmal den Eigenbehalt hat, muss die Frau sich eine besser bezahlte Stelle suchen oder zum Amt gehen und sich Steuergelder holen.
     
  5. Du schreibst von Krediten und Schulden: dafür muss es ja irgendwelche Werte geben, wenn das Haus schon verkauft worden ist? Wofür wurde denn das Geld ausgegeben? Insolvenzen? Luxusgüter, die das Einkommen überstiegen haben? Vielleicht konnte dein Freund noch nie mit Geld umgehen und so sind schon diese Schulden entstanden?
    Diese Informationen sind ebenso wochtig wie eurer Alter, Dauer der Ehe, Alter der Kinder usw!
    Und mich würde noch interessieren, wer für den rückständigen Kindesunterhalt SEINER Kinder aufkommen soll wenn nicht ER?
     
  6. Er wusste vor der Eheschließung, dass seine Frau keine Ausbildung hat. Da musste ihm doch klar sein, dass er für die Familienfinanzierung aufkommen wird. Er hat es also in Kauf genommen, dass die Frau an seiner Seite die altmodische Hausfrauenehe leben wird. Mit all den Konsequenzen die jetzt folgen.

    Wahrscheinlich hat er sich damals die "Schönste" ausgesucht und nicht weiter mit dem Gehirn nachgedacht.

    Er sollte sich vernünftig mit seiner Ex auseinandersetzen. Es ist nur das Geld zu verteilen, was da ist.

    Außer die Ex ist sauer, dass es ihrem Exmann bei seiner Neuen so gut geht und versucht im das auch noch madig zu machen. Mißgunst ist eine starke Triebfeder.
     
  7. Warum suchst du dir so einen Mann aus, der beladen mit Problemen und total verschuldet ist?!
    Es ist immer die selbe Geschichte, in erster Ehe wird immer eine Frau geheiratet, wo Mann sagt, egal Hauptsache sie sieht geil aus, auch wenn sie keine Ausbildung hat

    Wenn die Männer mit dieser Ehe auf die Nase fallen, kommen plötzlich auch die mittlerweile solventen Frauen in frage, die er früher nichtmal mit der Kneifzange angefasst hätte...
    Lustig, wenn der Mann doch ALLES für die Familie getan hat, warum ist der jetzt geschieden?
    Die finanziellen Risiken bezüglich dieser Frau kannte dein Mann bereits vor der Ehe, es ist nur fair, wenn er nun die Quittung zahlt und nicht wir.
    Die Unterhaltspflich geht IMMER vor!
    Wenn er Unterhalt (in voller höhe) überwiesen hat und am Montsende ist noch etwas Geld übrig, dann kann er damit seine Schulden begleichen, aber zu sagen ich habe Schulden und zahle deshalb keinen Unterhalt, geht nicht!

    Dein Mann sollte einen Schuldnerberater aufsuchen (staatliche!).

    Wenn dein Mann wirklich so viele Schulden hat und auch noch Unterhalt für 3 Personen zahlen muss, ist die Privatinsolvenz für ihn die beste Lösung.

    Der zu zahlende Unterhalt wird von seinem Einkommen abgezogen, er hat einen Freibetrag, der ihm zum selbsterhalt bleiben muss und der Rest geht halt für die Dauer der Privatinsolvenz an die Gläubiger, danach ist er Schuldenfrei und braucht nur noch die Unterhaltszahlungen zu bedienen, bis die Kinder erwerbstätig sind.

    Wenn ihr beide zusammen wohnt, seit ihr eine Bedarfsgemeinschaft, das heisst der Staat behandelt euch, genauso, wie Eheleute, wenn er also in die Privatinsolvenz geht, darfst du alle Lebenshaltungskosten für euch zwei alleine bezahlen und ggf. sogar Unterhalt für die Kinder.

    Du solltest also zusehen, das du mit einer Trennung heile deinen Kopf aus der Schlinge ziehst.
    w 28
     
    • # 8
    • 04.12.2014
    • Gast
    Für mich [Mod]... wenn mein Konto schon im Minus ist, dass ich merke, es ist mit einem Monatsgehalt nicht mehr auszugleichen, dann wende ich mich doch mal langsam an Anwälte oder Berater, die mir helfen, oder?! Man kann niemandem Geld abnehmen, der ohnehin nichts hat.
    Nur vom Zurücklehnen und auf Gerechtigkeit hoffen, das kann man in dieser Welt lange! In unserer Welt siegen halt nur die
    Starken und die Starken sind in der Regel die Bösen.
    Dann muss man halt mal ein Schreiben aufsetzen und eine Erklärung abliefern, warum man jeden Monat nicht paar Tausender abdrücken kann. Also ich wüsste mir schon zu helfen...
     
  8. Korrektur, es ist genau anders herum. Der Selbstbehalt darf nicht nur Insolvenz aufgezehrt werden, heißt also, die Kinder bekommen den Unterhalt, Gläubiger gehen leer aus. Das aber auch nur sicher, wenn die Schulden keine Eheschulden sind.
     
    • # 10
    • 04.12.2014
    • Gast
    Das ist schon hart für Deinen Freund. Aber - wer sollte wohl sonst für die Schulden, den Unterhalt, die Gerichtskosten und was auch immer noch aufkommen? Die Allgemeinheit? Ich glaub es wohl. ER hat sich da hineinmanövriert - also muss ER auch alleine da wieder heraus.

    Wie kann man nur auf solche Fragen kommen???

    w, 50
     
    • # 11
    • 04.12.2014
    • Gast
    Also erst mal deuten die vielen Kredite trotz Hausverkauf wohl eher auf Konsumschulden und ein "Leben über den gegebenen Verhältnissen" bzw auf einen schlechten Umgang mit Geld. Wieso deshalb der nacheheliche Unterhalt und der Kindesunterhalt entfallen und zur Lasten der Allgemeinheit gehen soll, ist in keinster Weise einzusehen- deine Frage aus diesem Grunde auch nicht wirklich zu verstehen.
    Ich verdeutliche es einmal an einem Beispiel: Wenn ein (Ehe)Partner Normalverdiener ist, sagen wir der Mann, die Frau hat einen Minijob, schmeißt den Haushalt und kümmert sich um die Erziehung der zwei Kinder. Beide beschließen, es wäre toll einen Porsche zu haben. Beide überschulden sich maßlos, der Porsche geht vorzeitig kaputt, es bleibt eine hohe Restschuld. Mann und Frau trennen sich und der Mann meint, er könne wegen des hohen Kredites keinen nachehelichen Unterhalt für die Frau und nur einen Bruchteil des Kindesunterhaltes zahlen. Möchtest DU dann für die Folgen der verfehlten Geldpolitik der Beiden aufkommen? Wenn du das fair und sozial findest, kannst du es ja im Fall deines Freundes machen. Wenn ihr in einer "eheähnlichen Lebensgemeinschaft" lebt, kann es ohnehin sein, dass bereits Forderungen gegen dich auflaufen. Informiere dich rechtzeitig, welche finanziellen Pflichten im Falle einer weiteren Beziehung mit diesem Mann auf dich zukommen und auch in Zukunft auf dich zukommen können. Das Zustandekommen der Schulden dieses Mannes würde ich mir auch mal ganz genau anschauen.
    Ein verschuldeter, seinen Kindern keinen Unterhalt zahlender Scheidungsmann wäre übrigens das Letzte, was ich in meinem haben möchte, lieber bleibe ich bis ans Ende meiner Tage allein, aber jedem das seine.
     
    • # 12
    • 05.12.2014
    • Gast
    [QUOTE="Gast, post: 818085"Ein verschuldeter, seinen Kindern keinen Unterhalt zahlender Scheidungsmann wäre übrigens das Letzte, was ich in meinem haben möchte, lieber bleibe ich bis ans Ende meiner Tage allein, aber jedem das seine.[/QUOTE]

    Naja, die erste Frau war wohl attraktiv, die jetzige Freundin ist naiv und unwissend.

    Ich weiss, warum ich unfreiwillig Single bin, weil da draussen viele solcher getrennten und geschiedene Männer rumlaufen, die sich jetzt, als gestandene Frau, die immer berufstätig war, dazu AE-Mutter, kaum das Kind ausser Haus ist, sehr für mich interessieren.

    w
     
  9. In DE und AT geht man als Mann unter der derzeitigen Gesetzeslage bei der Partnerschaft mit einer Frau ein mehr oder weniger großes (hauptsächlich finanzielles) Risiko ein, das sollte eigentlich jedem bewusst sein wenn man nicht ganz ignorant durch die Weltgeschichte wandert. Das reicht von erschwinglichen "Reparationszahlungen" bei Trennung mit vorherigem gemeinsamem Haushalt bis hin zum Verlust der selbst in die Beziehung eingebrachten Eigentumswohnung und Ersparnisse inkl. existenzvernichtender Aliments- und Unterhaltszahlungen falls Kinder mit im Spiel sind, das müssen nicht mal die eigenen oder adoptierten sein, es genügt wenn das Kind aus der vorherigen Beziehung der Frau sich mal in der eigenen Wohnung eingelebt hat, dann darf das Kind nicht aus der gewohnten Umgebung gerissen werden und der Eigentümer muss gehen, bezahlen muss er für Kost und Logie aber weiterhin).
    Eine kirchliche Ehe macht die Rechtslage für den Mann noch etwas brisanter.
    Jeder muss für sich selbst entscheiden ob er bereit ist dieses Risiko einzugehen und dafür den "Luxus" einer Beziehung zu genießen oder ob er eben nicht bereit ist und dafür darauf verzichtet. Freie Wahl.
    Ob diese Gesetze gut oder schlecht sind kommt wie immer auf den Blickwinkel an und ist sicher eine Streitfrage.
    Also meine sachliche Antwort: "Ja, wenn seine Ex den Rechtsweg beschreitet dann kann sie ihn bis aufs letzte Hemd ausziehen", das tut mir sehr leid für dich und eure Beziehung aber er (und doch auch du wenn du von seiner Vergangenheit wusstest) hätte das ahnen müssen und ist deshalb selbst für diesen Zustand verantwortlich.
    Ich wünsche Dir alles Gute und hoffe, dass du nicht selbst emotional und finanziell zu tief mit rein gerissen wirst.
    M30
     
  10. Ach, sowas kann sehr leicht passieren.
    Ein Paar, drei gemeinsame Kinder, dann Heirat um eine bessere Miet-Wohnung zu bekommen.
    Die Ehefrau ging bereits nach einem Jahr Ehe fremd, und zog nach zwei Jahren zu diesem Liebhaber in die Schweiz. Nahm die Kinder und den halben Hausrat mit.
    Unterwegs kaufte sie neue Möbel dazu - die Rechnung ging an ihren Ehemann. (Es ist in Dtl. legal, Waren etc. einzukaufen, und den Ehepartner dafür bezahlen zu lassen)
    Ihr Liebhaber verdient vermutlich mehr Geld, als ihr Ehemann in Dtl. Trotzdem soll der Ehemann Unterhalt für die drei Kinder bezahlen. (Vielleicht auch Unterhalt für die Ehefrau ? Zumindest Trennungsunterhalt ?)
    Ehe vorbei, Kinder weg, Unterhaltsforderungen, Schulden .... ohne eigene Schuld.
    Obwohl er stets sehr fleißig ist, und sehr gut für seine Familie sorgte. Das funktionierte knapp aber gut, solange die Familie zusammen war.
    Aber Unterhalt für drei Kinder (davon zwei = Zwillinge) nach der Düsseldorfer Tabelle zahlen müssen - bricht so manchem Mann finanziell "sein Genick".
    Für Betroffene noch unverständlicher, wenn die Frau + Kinder in wirtschaftlich guten Verhältnissen leben.
     
    • # 15
    • 05.12.2014
    • Gast
    Die Rechtsprechung ist in bezug auf nachehelichen Unterhalt nicht eindeutig. Das Unterhaltsrecht ist ja vor einigen Jahren geändert worden, so dass nicht mehr der Lebensstandard in der Ehe maßgeblich ist, sondern die BEDÜRFTIGKEIT.
    Die abgelegte Ehefrau putzt ja bereits, da kann man wohl davon ausgehen, dass sie finanziell nicht auf Rosen gebettet ist und sich von ihrem Ex ein Luxusleben finanzieren läßt.

    In Norddeutschland und in Ostdeutschland ist die Rechtsprechung so, dass Ehefrauen sich selbst ernähren müssen, auch wenn sie jahrzehntelang Hausfrau waren und Kinder aufgezogen haben.
    In Bayern bekommen sogar Millionäre wie der Mann von Christine Neubauer Unterhalt zugesprochen, obwohl sie selbst viel Geld verdienen, Sportwagen fahren usw., um den "ehelich bedingten Nachteil" auszugleichen, dabei sollte doch das genau nicht mehr der Fall sein. Habe aber von zwei Anwälten gehört, dass Ehefrauen im Süden mehr Chancen auf nachehelichen Unterhalt haben als im Norden.

    Kindesunterhalt muß immer gezahlt werden, das ist ja wohl klar, denn der ist für die Kinder bestimmt.

    Was hat das ganze mit "Sozialstaat" zu tun? Dem Staat ist das doch egal, der sieht hauptsächlich zu, dass er nichts zahlen muß. Deshalb sind Ehegatten auch Jahre nach der Scheidung zum Unterhalt verpflichtet, wenn der Expartner zum Sozialfall wird, dann holt der Staat sich das beim Expartner wieder, genau wie die Betreiber von Altenheimen bei den Kindern. Oder genau wie das Amt versucht den leiblichen Vater eines Kindes auszumachen, um dem dann die Rechnung für vorgestreckten Kindesunterhalt zu präsentieren. Überall wo etwas zu holen ist, da holt sich der Staat die gezahlte Unterstützung für Bedürftige wieder.

    Die meisten haben bei der Eheschließung keine Ahnung auf was sie sich da wirklich einlassen, denn diese ist rechtlich hauptsächlich eine Wirtschaftsgemeinschaft.
    Verunglückt der Ehepartner und fällt ins Koma und muß in teures Pflegeheim, dann wird der andere Partner für die Kosten haften müssen und verliert unter Umständen Haus und gesamtes Vermögen. Da kann von einem sozialen Staat absolut nicht die Rede sein.
    Das wissen die meisten gar nicht, die heiraten weil sie mal ein schönes weißes Kleid tragen wollen und das soooo romantisch ist.

    Scheidung und Krankheit sind große Armutsrisiken, das sollte sich doch langsam mal herumgesprochen haben.
     
    • # 16
    • 05.12.2014
    • Gast
    Sorry, aber ich muss Bernds Ausführungen mal ganz klar widersprechen. Wer Kinder in die Welt setzt, sollte es in beiderseitlichem Einverständnis und dem Bewusstsein der mindestens 20. jährigen Verantwortung tun. Die Düsseldorfer Tabelle ist alles andere als hoch und bei drei Kindern sagt auch niemand etwas, wenn der Kindsvater weniger zahlen kann und sich anderweitig bemüht. Kinder sind keine Einkommensquelle schlecht bis gar nichts verdienender Väter! Drei Kinder in nur zwei Jahren Ehe, die Frau ging vor, nach und während den Schwangerschaften fremd und der arme Mann ist völlig schuldlos geschieden....klingt alles auch ein wenig sehr abenteuerlich.
    Viele scheinen hier ohnehin Halbwissen und Vorurteile durcheinander zu werfen.

    Ja, Scheidungen sind teuer und Scheidungen tun weh. Ist doch inzwischen ohnehin jedem klar. Daher ist es das beste und günstigste, sich zusammen zu setzen, das ganze gütlich zu regeln, sich ein bisschen in Gesetze einzulesen-und plötzlich ist alles gar nicht mehr so teuer und unfair. Wer während der Ehe nicht über die Verhältnisse gelebt hat und nicht bis über beide Ohren Schulden und Immobiliendarlehen für Häuser, Lifestyle oder Autos, die man sich ohnehin nie hätte leisten können, angehäuft hat, wird bei der Scheidung auch nicht auf die Nase fallen. Mein Ex und ich sind ebenfalls geschieden und haben ein Kind. Und obwohl wir beide nur Normalverdiener sind, bedeutete das Eheende für keinen von uns Schulden oder das Ende der Existenz. Und das, obwohl ich nur Teilzeit arbeite und mein Ex selbstverständlich Kindesunterhalt bezahlt (einen Teil des Unterhaltes kann er direkt für den jährlichen Urlaub mit und Ausflüge fürs Kind ausgeben, so ist Papa auch weiterhin der Größte ;-)). Zugegeben wohnen und wohnten wir auch immer bescheiden und waren nicht jede Woche bei Media Markt und haben uns und dem Kind die neuesten Smart Phones, 200 Zoll- 3 D-Plama- Fernseher und Retro-Kühlschränke für mindestens 1000 Euro das Stück gekauft!
    Dass der Freund der FS angeblich ohne Schuld und obwohl er nur einen kleinen Teil des Kindesunterhaltes zahlt, schwer verschuldet sein soll, ist dagegen schon ein bisschen suspekt.
     
    • # 17
    • 07.12.2014
    • Gast
    Die Sorgen machst Du Dir zu Recht.
    Wer Kinder hat, ist verpflichtet, für diese aufzukommen. Voll und nicht nur mit einem "gewissen Anteil", so wie er gerade Lust hat. Und unabhängig davon, ob er über seine Verhältnisse lebt und daneben noch weitere Schulden hat.
    Die Frau wird sicher Recht bekommen und er die Kosten völlig zu Recht tragen. "Alles" für Frau und Kinder getan hat er eben nicht, denn denn Unterhalt hat er wohl nicht gezahlt, er hat nicht mal das Minimum geleistet. Mit Gutmütigkeit hat es auch nichts zu tun, dass er Kredite bezahlt. Das Geld hat er ja wohl auch mit ausgegeben.

    Da bleibt nur bezahlen und sparen oder Privatinsolvenz...
     
  11. Liebe FS,

    so hart das klingt - aber nicht der Staat hat die Schulden gemacht, sondern dein Freund zusammen mit seiner Ex-Frau - daher muss er auch für diese Schulden aufkommen! Und angesichts der Tatsache, dass seine Ex wohl die gemeinsamen Kinder betreut und aufzieht, kann sie kaum Vollzeit arbeiten - das sollte Dir schon klar sein! Also hat der Vater der Kinder Unterhalt zu zahlen, der im übrigen nach dem Verdienst berechnet wird - sollte der Mann also nichts bis wenig verdienen, fällt auch der Unterhalt entsprechend aus.
    Wie wärs denn damit - er holt die Kinder zu sich und du betreust die 3 Kinder gemeinsam mit ihm - dann muss er keinen Unterhalt zahlen, sondern bekommt eher welchen! Ach so, da hast du keine Lust drauf... na dann....

    Ich wüsste wirklich nicht, was der Staat in so einem Fall für eine Rolle spielen sollte - ich als Steuerzahler möchte weder Unterhalt für fremde Kinder zahlen mit meinen Steuern noch für die Schulden fremder Leute aufkommen müssen wie die deines Freundes - das Geld hat er ja auch ohne mich ausgegeben!
     
  12. Hallo Silicium, ich war selbst nie verheiratet, aber ich kenne relativ gut den Ex-Mann meiner Cousine und er hat mir mal erzählt, dass es ein Limit von 1200 Euro gibt, das dem Mann zusteht. Der Unterhalt für die Kinder wird entsprechend berechnet und auf dem Konto deines Freundes müsste monatlich mindestens diese Summe bleiben. Wenn nicht, kann er sich auch einen Anwalt nehmen und dagegen klagen. So hat der Ex-Mann meiner Cousine gemacht und meine Cousine hatte mich damals deswegen angerufen und sich erkundigt, wie viel netto Geld man mit Steuerklasse 1 so bekommt. Ich glaube, man unterschätzt bei einer Scheidung, dass die Steuerklasse sich auch ändert und mit Steuerklasse 1 bekommt man etwas weniger netto. Meine Cousine war empört, dass sie viel weniger Unterhalt bekommt als gedacht. Ich weiß auch noch, dass er darüber empört ist, Unterhalt zahlen zu müssen. Und es wundert mich, warum Du darüber auch empört bist.
    [Mod: Nebenthema entfernt]
     

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