1. Verhütung beim Fremdgehen?

    Liebes Forum,
    Basierend auf dem Parallelthread mit dem fremdgehenden Ehemann, der unfreiwillig Papa wird, beschäftigt mich eine Frage sehr.

    Wer schon etwas länger mitliest, weiß vielleicht, dass ich auch mal betrogen worden bin und daran sehr zu knabbern hatte/irgendwie noch immer habe. Nach der Trennung ist sehr unelegant herausgekommen, dass mein Exfreund mit seinen Affären - wie auch der Mann aus dem Parallelthread - ebenfalls nie verhütet hat. Für mich war das unglaublich schlimm. Nicht primär weil ich an Kinder gedacht habe, das hätte mich insgeheim wahrscheinlich traurig-aber-schadenfroh gefreut, aber wegen Geschlechtskrankheiten, die ich hätte bekommen können.

    Nachdem wir hier ja alle anonym sind, würde mich brennend interessieren, wie

    1. es all jene Männer/Frauen von euch machen/gemacht haben, die ihre Partnerin einmal betrogen haben
    2. es die Affärenfrauen mit der Verhütung halten/ gehalten haben.

    Ich weiß nicht, ob sich bei diesem Thema viele trauen werden, zuzugeben, dass ihnen mal ein Ausrutscher passiert ist. Meine Frage ist in keinster Weise eine Wertung.
    Mich schockiert nur die Selbstverständlichkeit, mit der Sex ohne Kondom praktiziert wird.

    Wem das zu brisant ist, gerne auch ergänzt um
    3. wie verhütet ihr in nicht 100% exklusiven Konstellationen, also z.B. FWB?

    Ich würde mich über größtmögliche Ehrlichkeit total freuen.
     
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  3. Ich hab noch nie im Leben mit Kondom verhütet. Und die Männer, die mit mir ihre Frau betrogen haben, haben auch niemals daran gedacht eins zu benutzen.
     
  4. Das Problem ist die Lügerei. Die meisten Leute, die sich nicht trauen, ihre Ehe zu beenden, sagen, sie hätten den anderen Beziehungspartner ("Geliebte", "Geliebten") nie geliebt, um damit die bittere Pille, dass es eine andere Beziehung gab und ja ehrlich gesagt fast immer weiter gibt und was bedeutet, dass man einen anderen Menschen vorzieht, zu versüßen. Tatsächlich sind es oft sehr gute innige Beziehungen, die von Liebe getragen werden und dann wird natürlich nicht wie bei einem ONS verhütet. Wer konsequent ist, schläft dann nicht mehr mit der Frau oder dem Mann zuhause. Außerdem, warum sollte die dritte Person Geschlechtskrankheiten haben, die Gefahr besteht bei jedem, auch bei dem Partner zuhause.
     
  5. Ich habe verhütet und war auch schon ungeschützt beim GV.
    Ich hatte eine über einjährige Beziehung zu einem verheirateten Mann, wir haben zuerst nicht verhütet, weil ich schon Monate lang keine Tage mehr hatte. Die stellten sich plötzlich wieder ein. Daraufhin nahmen wir Kondome.
    Bei einem ONS habe ich einmal nicht verhütet, ich gebe zu, danach ging´s mir nicht so toll, doch ein Test gab dann Entwarnung.
    Bei früheren ONS ging´s nur mit Kondom.
     
  6. Wer heutzutage, außer in klar definierten Partnerschaften, kein Kondom verwendet, ist schlicht dumm.
    Gsd gibt es wohl keine Geschlechtskrankheiten mehr, an denen man sterben müßte, aber Herpes, Clamydien, Genitalwarzen, sind alles recht unerfreuliche Dinge. Syphilis ist wieder auf dem Vormarsch. Die meisten beim GV übertragenen Krankheiten sind auch vom Arzt meldepflichtig, richtig?
    Es scheint ja sogar Männer zu geben, die bei Prostitutierten auf "ohne" bestehen, was ja dann teurer ist.
    Den Partner wissentlich anstecken ist dann Körperverletzung und kann strafrechtlich verfolgt werden.
     
  7. Wieso speziell beim „fremd gehen“? Für mich gilt das gleichermaßen auch für eine feste Partnerschaft.

    Wenn ich kein Kind möchte übernehme ich selbst und immer wieder auf’s Neue die Verantwortung für entsprechende Maßnahmen. Niemals verlasse ich mich dabei auf den Partner. Schon gar nicht auf „Koitus interruptus“. Das diesbezügliche treudoofe oder wohl eher bequeme Verhalten der Menschen kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Ist das Kind dann in den Brunnen gefallen wird hinterher groß gejammert.

    Die Aussage „schwanger geworden trotz Verhütung“ zweifele ich grundsätzlich an. Bedeutet meistens, dass eine sichere Verhütung nicht stattgefunden hat. Natürlich gibt es die ein oder andere Ausnahme wie z. B. ein starkes Medikament oder was auch immer, dass den sicheren Schutz in dem Moment außer Gefecht gesetzt hat.

    Insofern: Ohne Schutz geht gar nichts!
     
  8. Liebe serafina, ein trauriges Thema, was? Ich persönlich bin nie fremd gegangen, lebte aber in einer Fernbeziehung. Mit meinem Expartner verhütete ich von Anfang an nicht, ich weiß, das war oberdämlich von mir, aber ich habe vertraut und war in einem Alter, 52, wo mir klar war, ich werde nicht mehr schwanger oder es müsste mit dem Teufel zugehen, ging es aber nicht...siehe @Bodo ....bin gespannt, ob er sich nochmal meldet..Aber der gesundheitliche Aspekt!
    Da muss ich sagen, da habe ich ein riesiges Glück gehabt.
    Ich bin mir im Nachhinein nicht mehr sicher, ob der Ex immer so ehrlich war und vor allen Dingen so treu, wie er immer sagte...
    Ich bin jetzt gespannt auf die Antworten..
     
  9. Aus meiner Erfahrung: Keiner wollte verhüten, bis auf einer, aber dem ging es nur um mögliche Schwangerschaft. Und ich habe auch nie verhütet. Die Männer haben aber außerhalb abgespritzt. Gerade da viele Fremdgeher das Versaute suchen (im Gesicht abspritzen, Schlucken, eben das, was sie daheim nicht bekommen).

    Das war aber eine Phase in der ich psychisch ganz anders drauf war (destruktiv/depressiv/selbstzerstörerisch/scheiß-egal-Einstellung zu mir und meiner Umwelt). Ich denke auch, Affäremänner die nicht verhüten, suchen sich gezielt solche Frauen, wie psychisch angeknackst sind und eben keinen gesteigerten Wert auf irgendwas legen.

    Würde ich so heute aber auch nicht mehr machen. Besonders nicht mit Affäremännern, da diese in der Regel mehrere Affären aller Couleur gleichzeitig haben.

    Ich würde zudem nie Sex ohne Kondom in Großstädten haben, wo sich die "Welt" trifft, das heißt: Laufkundschaft, Drogen, Kriminallität, Prostituition.
    Ich wohne eher im Dorfland, wo das alles Fremdland ist und man mehr unter sich ist.

    Also ja, ich kann dir aus meiner Erfahrung sagen, es ist schwer, Männer zu finden, die nicht verhüten. Single, vergeben, verheiratet ist dabei egal. Verheiratet Männer mit Kind scheinen sowieso nichts mehr zu verlieren zu haben.
     
  10. @Karlo: ja das stimmt. Er hat nicht mehr mit seiner Frau geschlafen, wie schon ein Jahr , bevor es mich gab, nicht mehr.
    Es war von Liebe getragen und wir haben uns sehr geliebt und es ging nicht nur um Sex, wie hier oft geschrieben wird. Da haben einige einfach keine Ahnung...
    Um Sex geht´s beim ONS. Wir haben auch nur deshalb dann ein Kondom genommen, weil ich nicht schwanger werden wollte, und nicht wegen Geschlechtskrankheiten.
     
  11. Und mich schockiert die Selbstverständlichkeit, mit der Du von einem „Ausrutscher” sprichst, so als wäre Fremdgehen nichts weiter als eine kleine Unachtsamkeit, die eigentlich jedem mal passieren kann.

    Deshalb denke ich, daß wir hier von einer leeren Menge sprechen, nämlich dem verantwortungsbewußten Draufgänger. Denn das wäre ja ein Widerspruch in sich: sich einem kleinen Vergnügen nebenbei hingeben und gleichzeitig eventuelle Risiken vermeiden. Mit anderen Worten: wer verantwortungsbewußt handelt, geht erst gar nicht fremd. Und wer fremd geht, handelt ohnehin nicht verantwortungsbewußt, also auch nicht im Hinblick auch Verhütung.
     
  12. Ich kann da nur im Konjunktiv sprechen, denn ich habe bislang nie parallel was mit mehreren Partnerinnen gehabt. Aber wenn, dann wäre Verhütung für mich ein nicht verhandelbares Muss. Das gilt für mich auch - unabhängig vom Mehrgleisigkeiten - zumindest im Kennenlern-/Anfangsstadium jeder neuen festen Beziehung. Und zwar zumindest anfangs defintiv mit Kondom. Wenn entsprechendes Vertrauen gewachsen ist, wäre ich sehr für andere Varianten, weil Kondome nerven und für mich schon ziemliche Lustkiller sind. Solange ich mich nicht in einer wirklich gefestigten, von großem gegenseitigen Vertrauen und Ehrlichkeit geprägten Beziehung bewege, würde ich mich aber immer unwohl fühlen, wenn ich Frau allein die Kontrolle darüber überlasse. (Stichwort: Frau schafft beim Kinderwunsch einfach mal Tatsachen). Ich bin noch immer perplex, wieviele Frauen und vor allem Männer gerade mit möglichen Schwangerschaften überhaupt kein Problem zu haben scheinen und sich lustig ungeschützt durch zig betten vögeln. m/43
     
  13. Du gehst also davon aus, dass fast jeder Mensch geschlechtskrank ist und er diese dann weitergibt? Wenn das so wäre, so würde ich es auch nicht mit Kondom machen!
     
  14. Apfeldieb, ich glaube jetzt überhaupt nicht, dass Serafina das so sieht! Sie möchte ganz einfach nur wissen, was einem Fremdgeher in diesem Moment durch den Kopf geht, ob er seinen Verstand überhaupt einschaltet. Fremdgehen, das braucht es eigentlich nicht zu geben und ist ein mieser Vertrauensbruch. Das steht fest. Wie tickt ein Fremdgeher? Das möchte ich auch gerne mal wissen. Ich denke, sie steht da noch unter dem Eindruck von Bodos Geschichte gestern.
     
    • # 13
    • 07.04.2016
    • Perl
    Liebe Serafina,

    ...ich bin selbst nicht fremdgegangen!
    Ich kann nur aus meiner Kennenlernphase erzählen.
    Ich war 3 Jahre lang Single, bevor ich meinen (jetzigen) Partner übers Internet kennengelernt habe.
    Er war der einzige mit ich, in dieser Zeit, sexuellen Kontakt hatte.
    Wir haben beim ersten mal nicht verhütet - er ist vasektomiert, ich hysterektomiert. Was ich aber zu einem späteren Zeitpunkt erfahren hatte war, dass er in seiner Singlezeit doch etwas öfter sexuelle unterwegs war!
    Er ist Arzt - sollte also wissen, was so in der Welt passiert!
    Etwas später hat er dann auch einen Test machen lassen.
     
  15. OK - mag sein ich bin da etwas vertrauensseelig.

    Affairen... also Sex neben einer Beziehung war noch nie Thema, genauso wenig wie ONS... aber es gab Kennenlernphasen mit möglichen Partnerinnen, (selbst wenn aus denen dann doch nichts geworden ist) bei denen wir aber schnell im Bett gelandet sind.
    Erstaunlicherweise war in diesen Momenten der Begeisterung / Verliebtheit vor dem Sex das Thema Schutz vor Krankheit oder Verhütung aber immer kurz angesprochen.
    Natürlich hätte frau mich reinlegen können.. ist aber nicht passiert.
    Auch später, nach meinem Cut (den ich übrigens nur empfehlen kann), gab es in solchen Momenten immer auch kurz das Thema Gesundheit. In aller Regel wurde es erstaunlicherweise von mir und nicht von der Frau angesprochen. Für sie war gesund sein immer selbstverständlich und Ansteckung nie ein Thema!

    Kurzum - Präservative hatte ich lange keine mehr an.
     
    • # 15
    • 07.04.2016
    • frei
    Sehr gute Essenz.

    Ich habe nie betrogen, bin nie betrogen worden ( soweit ich weiß ) und hatte nur zwei unabsichtliche ONS mit ca. 20 Jahren.
    Damals nahm ich die Pille.
    Ich habe nie mit einem Mann geschlafen, ohne die Pille zu nehmen und eher selten ein Kondom benutzt. Das nur, wenn ich Durchfall hatte oder so.
    Ach halt, bevor jemand sagt, dass ich lüge: ich habe natürlich einmal ( ja wirklich einmal, denn es war das erste mal mit diesem Mann ) in meinem Leben mit einem Mann geschlafen, ohne zu verhüten. Das war, als ich mir sehr gut vorstellen konnte, schwanger zu werden und zwar mit diesem Mann.

    Das hat sich dann im Nachhinein als Fehler rausgestellt.
    Ach nee, eigentlich nicht. Wer weiß, vielleicht hätte ich sonst kein Kind bekommen, denn ich fand erst im zarten Alter von 46 Jahren einen Mann, der ein guter Vater gewesen wäre.

    Ich hatte übrigens nur einmal in meinem Leben sowas wie eine Geschlechtskrankheit, das waren Clamydien. Wo die ursprünglich herkamen, weiß ich nicht.
    Ich war in einer festen Beziehung ( fünf Jahre, das Problem etwa nach einem Jahr ) und wie gesagt, bin ich sehr sicher, dass er mich nicht betrog.
    Kann sein, dass er das schon lange hatte, denn er war immer symptomfrei.
    Ich bekam Symptome, ließ mich behandeln, er nicht.
    Nach wenigen Wochen das gleiche Spiel von vorn.
    Dreimal, bis er einsah, dass er auch zum Arzt gehen muss. Er hat sich mit Händen und Füßen gewehrt. Ich glaube, Männer gehen nicht so gern zum Urologen, ich aber auch nicht zum Gynäkologen.
    Danach war dann der Spuk vorbei.

    w 48
     
  16. Es gibt viele "versteckte" Geschlechtskrankheiten wie z.B. Chlamydien, aber auch HIV am Anfang, die den Betroffenen gar nicht auffallen und trotzdem weitergegeben werden können und beim nächsten Partner dann als Infektion ausbrechen können.

    Ich persönlich habe in jungen Partnerschaften sowie losen Bekanntschaften immer ein Kondom verwendet und die Männer, die mir begegneten, sahen das auch als selbstverständlich an und machten es von sich aus. Ich bin allerdings auch noch sehr jung (20) und habe diesbezüglich deutlich weniger Erfahrung als andere hier. Aber in meinem Umfeld habe ich es nur so mitbekommen.
    Lediglich in einer Partnerschaft möchte ich (und meistens auch der Partner) nach ein paar Monaten darauf verzichten.
    In einer Affäre oder losen Sexbekanntschaft könnte ich mir nur vorstellen, doppelt zu verhüten, also Kondom +Pille/Spirale o.Ä.; finde ich auch das einzig verantwortungsvolle. Außerhalb einer festen Beziehung möchte ich schließlich auf keinen Fall eine Schwangerschaft riskieren. Und Pille danach oder Abtreibung sind keine (!) Verhütungsmethoden.
     
  17. Das ist aber nicht die Intention der Frage der FS!

    Ich habe seit der Trennung vor 3 Jahren keine Affären, explizit möchte ich hier noch mal festhalten, dass dies (für mich) ein Fremdgehen oder Mehrfachbeziehungen bedeutet, gehabt, aber wechselnde Partnerinnen. So habe ich die Sache der Verhütung für mich generell geregelt und insoweit kein Problem mehr.

    Ein Kondom benutz(t)en wir nicht. Erstens hüpfe ich nicht gleich mit einer Frau ins Bett und spreche das Thema explizit an sowie kläre es. Auch lasse mich regelmäßig untersuchen.

    FS,

    ich kann Dir da leider nicht hilfreich sein.
     
  18. Ich hab Gott sei Dank nichts mit Affairen zu tun, bin aber mit 3 (ehemaligen) Affairefrauen gut befreundet..
    Keine hat je verhütet, alle drei dachten es sei Liebe von beiden Seiten, alle drei dachten, sie werden die Lebenspartnerin ihres Fremdgehers.
    Alle drei kamen irgendwann dahinter, dass es auch ( noch) Sex mit der ( Ehe)Frau gab.
     
  19. Ich muß gestehen, noch nie im Leben ein Kondom benützt zu haben auch wenn ich ein Mann bin der nie fremdgegangen ist noch jemals ONS und/oder Affären gelebt hat.

    Mir ist bewußt damit sehr fahrlässig umgegangen zu sein, habe ich mich doch immer mit meiner Menschenkenntnis herausgeredet, meine ehemaligen Beziehungen lange genug kennengelernt zu haben, bevor ich zum Sex bereit war.

    Eigentlich hätte mich auch ein Erlebnis wachrütteln sollen, als ich bis zum negativen Bescheid eines Testes 6 Monate Angst hatte, nachdem ich herausgefunden habe das meine damalige Partnerin promisk war, bei 100 aufgehört zu zählen und mich in unserer Beziehung mehrmals betrogen hat - und es mit der angenommenen Menschenkenntnis zu Fehleinschätzungen kommen kann.
     
  20. Genau davon sollte man ausgehen. Oder wie stellst Du Dir das sonst vor? Geschlechtskrankheiten sind auf dem Vormarsch - und das in dieser aufgeklärten Zeit. Und man "schläft" praktisch mit jedem, mit dem der andere auch geschlafen hat. Man sollte sich selbst so viel Wert sein, sich zu schützen und nicht noch andere anzustecken.

    Chlamydien, auch so ein nettes Mitbringsel. Da wandert es in die Prostata und die Gelenke und der Mann fragt sich: Was ist denn jetzt los?

    Ja, Kopf einschalten und nicht nur mit dem Schw*** denken - ist los.

    @Apfeldieb
    Habe auch das Gefühl, dass Fremdgehen hier als Ausrutscher betrachtet wird und die eigene Beziehungsunfähigkeit gar nicht erkannt wird.
    Klar, ist ja auch einfacher es dem Partner anzulasten, warum man unbedingt jemand anderen poppen musste.
     
  21. Ich bin schon in den Sechzigern, meine Geliebte ist Mitte 50. Sie kann schon lange keine Kinder mehr bekommen. Wir sind uns treu und haben nur zusammen Sex. Warum sollten wir Kondome benutzen?
    Und meine Frau schläft schon seit mindestens 8 Jahren nicht mehr mit mir. Wie sollte ich sie mit Geschlechtskrankheiten anstecken?
     
  22. Jeder Mensch natürlich nicht, aber wenn man sich zB die Zahl der Neuerkrankungen mit Chlamydien anguckt, ist das schon erschreckend. Und das ist nur eine mögliche Krankheit, die für Frauen aber gerade weitreichende Konsequenzen (Unfruchtbarkeit) haben kann und die man nicht so leicht bemerkt (das macht es ja so tückisch). Ich kenne 2 (!) Frauen, die diese durch ihre betrügenden Freunde bekommen haben (und es zum Glück noch rechtzeitig aufkam).

    Ich selbst habe eine offene Beziehung und würde IMMER mit Kondom verhüten wegen der Krankheiten. Bei einer früheren "Freundschaft Plus" wie man das heut so nennt, habe ich nur mit der Pille verhütet. Damals hatte ich meinen jetzigen Freund noch nicht, ich kannte den anderen gut und er hat auch in einem Bereich gearbeitet, wo er regelmäßig auf Infektionskrankheiten überprüft wurde.
     
    • # 23
    • 07.04.2016
    • frei
    Potenziell ist jeder infiziert, könnte infiziert sein, bis zum Beweis des Gegenteils oder einer verschwindend geringen Wahrscheinlichkeit, wie sie eben in festen, treuen Beziehungen besteht.

    Ich betreue u.a. einen Firma, die mit Menschen mit geistiger Behinderung arbeitet.
    Da wird ein Riesenaufwand betrieben, was die Hände- und Flächendesinfektion angeht bei allen Tätigkeiten, bei denen die Betreuer Umgang mit sog. biologischen Arbeitsstoffen, also Körperausscheidungen, Blut und Sekreten, haben, d.h. Assistenzen bei der Körperpflege und dem Toilettengang, aber auch Umgang mit beschmutzter Wäsche sowie der Gebäudereinigung.
    Es gibt Desinfektionsmittel, Schutzkleidung, Vorsorgeuntersuchungen, Unterweisungen, Impfungen gegen Hepatitis usw.

    Da geht es nicht um Ekel oder Gestank, sondern einzig um das potenzielle Infektionsrisiko.
    Und obwohl vielleicht nur jeder 100. wirklich etwas hat, gehen sie dort davon aus, dass jeder etwas haben KÖNNTE.
    Denn man weiß es nicht.
    Nichtmal unbedingt der Patient bzw. dessen Angehörige.
    Weil sie keine vielleicht Symptome haben.
    Weil sie sich vielleicht nie testen lassen, vielleicht weil es kein Bewußtsein für die Notwendigkeit gibt.
    Weil sie vielleicht neu infiziert sind.

    Es ist verantwortungsbewußt, bei allen neuen und bei allen nicht vollkommen vertrauenswürdigen Sexualpartnern sich so gut es geht zu schützen.
    Gegen alles und jedes schützen Kondome allerdings auch nicht ( Feigwarzen oder Sackratten ), also wie hier gestern jemand sehr schön formulierte: Augen auf beim Geschlechtsverkehr.

    w 48
     
  23. M.E. werden hier zwei Themen durcheinander geworfen. Das eine ist Prävention vor Schwangerschaft und sexuell übertragbaren Krankheiten und das andere ist das Fremdgehen.
    Zum ersten sehe ich es so, dass Singles selbst entscheiden, was sie machen.
    Zu letzterem: Neben dem Fremdgehen an sich ist das inkauf nehmen bestimmter Risiken im Zweifelsfall mit Beeinträchtigungen für den betrogenen, festen Partner verbunden. Das ist ein vabanque Spiel, eine Sauerei und das Vertrauen ist weg. Da helfen auch keine Statistiken oder Menschenkenntnis. Mit jemandem, der vabanque mit meiner Gesundheit spielt, würde ich nicht zusammen sein wollen.

    Im übrigen schützen Kondome nach meinem Kenntnisstand auch nicht komplett. HPV und Herpes können auch mit Kondom übertragen werden.
     
  24. Mit Kondom. Wobei der eine Mann, mit dem ich so eine Art ONS hatte, wohl ganz gern darauf verzichtet hätte...zumindest kam es mir so vor. Er hat mich nicht gedrängt, den Gummi wegzulassen, aber von sich aus ist er auch nicht darauf gekommen, einen überzuziehen. Ich musste ihn schon recht deutlich daran erinnern. Vor allem, als wir nach einer kurzen Pause wieder loslegten wollten. Da wäre er um ein Haar ohne Gummi in mich eingedrungen.

    Der andere Mann, mit dem ich auf F+-Basis Sex hatte, hätte dagegen lieber doppelten und dreifachen Schutz gehabt. Als wir miteinander anbandelten, hatte ich gerade die Pille abgesetzt (weil ich nicht damit gerechnet hatte, in nächster Sex zu haben und mich nicht sinnlos mit Chemie vollstopfen wollte). Ich wollte auch nicht extra wegen dieser Sexgeschichte wieder damit anfangen. Aber so ganz wohl war ihm wohl nicht dabei, es "nur" mit Gummi zu tun.

    Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie vehement ich auf einem Kondom bestanden hätte, wenn ich die Pille genommen hätte. Vielleicht wäre ich da etwas nachlässiger gewesen...es ist aber schon zu lange her, als dass ich mich noch an meine damalige Einstellung erinnern könnte. Ich weiß auch gar nicht, ob ich sein Sperma wirklich in mir hätte haben wollen... bei einem Mann, den man liebt, muss das ein großartiges Gefühl sein, aber wenn man nur mit jemanden schläft, um Erfahrungen zu sammeln, so wie ich damals? Irgendwie finde ich die Vorstellung ziemlich abtörnend, dass ein Mann, der mir nichts bedeutet, in mir abspritzt (natürlich sollte man gar nicht erst mit jemandem schlafen, dessen Körpersäfte man nicht in sich haben will - aber damals hatte ich es eilig, endlich entjungfert zu werden).

    Darüber hinaus haben beide Männer insofern aktiv verhütet, als sie einfach nicht gekommen sind beim Sex mit mir (was nicht verwunderlich ist - die Wahrnehmung, dass es einfach "schlecht" ist, beruhte wohl jeweils auf Gegenseitigkeit).
     
  25. Ich habe nicht betrogen, aber sehr kurze Zeit nach der Trennung von meinem Mann mit meinem jetzigen Partner geschlafen. Ich hatte eine Hormonspirale und war somit vor einer Schwangerschaft sicher. Aber er hat mich nicht gefragt vorher und wusste es nicht. An Krankheiten haben wir gar nicht gedacht und hatten ungeschützten Verkehr.
    Später habe ich ihn mal gefragt, ob er gar keine Angst vor einer Schwangerschaft hatte. Er sagte, er hielt mich für so vertrauenswürdig und intelligent, dass er dachte, ich sorge sowieso für Verhütung. Ziemlich naiv, ja.
    Aber so lief es bei uns, um ehrlich zu sein.
    Wir sprachen vor dem zweiten Mal über Verhütung, er ließ sich im Anschluss sterilisieren.
    Ja, wir waren sehr naiv was Krankheiten betrifft. Dabei sagte er, er hätte auf meinen Wunsch auch ein paar Wochen gewartet bis ein Attest auf dem Tisch liegt. Aber er selber hat nichts angesprochen.

    Dabei ist er sehr vertrauensvoll und umsichtig. Es sieht ihm eigentlich nicht ähnlich. Aber ein Beleg dafür, dass wohl die meisten, auch intelligenten, reifen Menschen, eher naiv sind am Anfang einer Beziehung/Affäre.
     
  26. Außer beim Sex mit meinem Mann verhüte ich immer. Sex, auch Oralsex ohne Kondom geht gar nicht.
    Allerdings gehöre ich auch zu den Menschen welche immer Desinfektionsspray, antibakterielles Mundwasser, etc. bei sich haben und auch benutzen. Ich ekel mich vor Haut- zu Hautberührungen mit Fremden und bekomme Zustände wenn ich sehe, wie Menschen unverpackte Lebensmittel im Geschäft, mit bloßen Fingern antatschen. Gerade wenn man sieht wie sie sich vorher an sllen möglichen Körperstellen kratzen und der Zeigefinger zum Höhlenforscher umfunktioniert wird. Gruselig.
    Komme ich von einem "Date" zurück gehts sofort unter die heisse Dusche, wird geschrubbt, desinfiziert, gegurgelt, ehe ich mich meinem Partner zuwende.

    Und ob Du @INSPIRATIONMASTER davon ausgehen kannst, dass die meisten Menschen sexuell übertragbare Krankheiten wie Chlamydien, Syphilis, Gonorrhoe, Herpes genitalis und HPV in sich bergen! Feigwarzen (kann man übrigens auch im Mund bekommen) sind auch eine lecker Angelegenheit und dieser Herpesvirus ist weit verbreitet, wer ihn hat bekommt ihn auch nicht mehr los. Die Anzahl der Infektionen steigen wieder. Vor allem bei Syphilis, Chlamydien, Genitalherpes und Tripper sind auf dem Vormarsch.

    All das braucht kein Mensch und soweit sollte auch jeder, noch so Hormonumnebelte, denken können.
     
  27. Da wäre es doch konsequent und auch folgerichtig mit keinem Menschen zu nahe zu kommen und ebenso auch keine Hände reichen etc. pp.
     
  28. Ich lebe in einer einseitig offenen Beziehung - mein Mann monogam, ich nicht. Gemeinsamen Sex haben wir selten und wenn dann ohne gesonderte Verhütung, weil er nicht mehr zeugungsfähig und das Thema Ansteckung bei ihm keins ist. Wenn ich ein Treffen mit einem anderen Mann hab, ist die Benutzung von Kondomen unabdingbar. Das liegt daran, dass ich nicht anderweitig verhüte und zudem den Schutz vor Krankheiten schätze.
    Ich erlaube mir sogar zu sagen, dass man die Qualität der "sexuellen Performance" eines Mannes daran beurteilen kann, wie er zu der Kondomfrage steht. Es gibt Männer, die sind sehr versessen drauf, es "ohne" zu tun, weil sie es mit einfach nicht können - das spricht meiner Meinung nach für relativ wenig Erfahrung im sexuellen Bereich und wird damit für mich uninteressant oder es spricht dafür, dass der Mann seine Erfahrungen ungeschützt sammelt - und damit für mich auch "raus" ist.
    w,39
     

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