1. Was ist für Männer guter Sex?

    Nachdem wir uns heiß diskutieren bei
    @D-RAN und bei @Ejscheff, nun von meiner Seite als Frau die Frage an Euch Männer.
    Wohl wissend, dass auch Ihr Individueen seid, und das was ein Mann mag, der andere nur bedingt.
    Deswegen wäre es schön, auch diese Vielseitigkeit zu lesen. Denn ein bisschen existiert schon das Klischee, Mann kann immer, mag immer, und an sich egal, Hauptsache Sex. Sehr überspitzt formuliert.

    Aber eine Ergänzungsfrage habe ich, weil ich es immer wieder erlebe, warum ist es Euch so immens wichtig, dass Frau einen Orgasmus hat?
    Für mich ist das nicht das Kriterium für guten Sex, und es kann im Gegenteil sehr abtörnend sein, wenn Mann sich immer mehr Mühe gibt. Das sind dann die Gelegenheiten, wo Frau so tut als ob. Dann ist er glücklich, und für sie hat es vorher schon gereicht und war gut.

    Also, liebe Männer, auch wir Frauen sind neugierig.
     
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  3. Ich bin kein Mann, aber mir wurden mal diese Dinge an den Kopf geknallt:
    - versauter Sex
    - verbotener Sex

    Das wäre offenbar richtig guter Sex.
    Und die Männer dazu waren richtige Langweiler im Bett, die nur eine kurze Trieb-Nummer im Bett abziehen wollten und dann verschwanden.

    Zum Thema Orgasmus:
    Mit einem Mann hatte ich mal ein jahrelanges Verhältnis, weil ich dachte, es ändert sich noch mal bei ihm mit den Gefühlen. Tat es aber nicht. Ich bin nie bei ihm gekommen, obwohl er damals ein recht "geiler Stecher" war und viele Frauen ihn wollten. Ich hab es dann beendet, weil er irgendwann immer schräger und aggressiver an mir rumrubbelte, weil er offenbar wollte, dass ich mal komme. Ich bin bei ihm aber nie gekommen, weil er den Sex immer so schnell abzog. Ich sollte sofort auf Kommando daliegen und kommen, und auf Kommando war er dann auch immer schnell weg.
     
  4. Das ist jetzt nur meine bescheidene Meinung. Wenn man eine Frau nicht liebt, kann man sicherlich kommen und Spaß haben. Guter Sex kann aber ohne körperliche Anziehung und Liebe nicht stattfinden.

    Dann ist man auch schnell erregt und muss den Partner nicht zum Orgasmus zwingen. ;-)
    Es gibt noch andere Faktoren, die aber nur sekundär sind.
     
  5. ...vielleicht sollte man differenzieren zwischen Sex mit und ohne Liebe, Respekt, Verantwortungsbewusstsein .., ebenso Lebenseinstellung, das Gedankengut etc.pp. Die Ansprüche sind da recht unterschiedlich.
    Alles gnadenlos in einen Topf zu werfen, bringt nichts und käme vielem nicht gerecht.

    Wenn mir ein Kerl erzählt, es würde reichen, wenn man einer Frau eine Aldiplastiktüte über den Kopf zieht.......Den Rest erspare ich mir.
    Diese Aussage ist für mich bedeutungslos und hat keine Kraft mich erreichen zu können.
    Entscheidend ist der Mensch, der hinter einer Aussage steckt und die Frage, wenn mich tatsächlich etwas erreichen sollte, die Überlegung, warum es mir nicht behagt. Welche Glaubenssätze trage ich selber in meinem Herzen, sind sie stabil und werden sie mir gerecht.

    Diese Aussagen, wie du sie beschrieben hast, habe ich auch schon gehört, sehr oft spürte ich eine Ladung geballte Aggression und Frustration dahinter? Männer machen auch unangenehme Erfahrungen, die auch ihr Bild von einem sexuellen Wesen trüben und sich anhand solcher Aussagen und entsprechenden Verhaltensweisen ausdrückt. Nur ein Beispiel....
     
  6. Traurig. Eine Frage wird schon mit Klischees besetzt gestellt. An Männer.
    Erste Antwort: eine Frau.
    Aus meiner Perspektive pures Männerbashing. Wenn Du Deine Negativerlebnisse mit Männern loswerden möchtest, dann passt es in den Parallelthread besser. Da geht es ja darum, was für Frauen gut ist. Ich habe leider auch nicht das Gefühl, dass viele Frauen hier ernsthaft interessiert, was Männer denken und fühlen. Das Bild ist fertig und im Grunde geht es nur darum, das Bild bestätigt zu bekommen.
    Und trotzdem hat Frau dann jahrelang ein Verhältnis mit dem "Langeweiler". Warum? Nur weil andere Frauen ihn auch gerne wollten?

    Guter Sex aus meiner Perspektive hängt daran, dass beide aktiv sind, dass Sex abwechslungsreich ist und dass beide zufrieden sind. Und es gibt auch bei Frauen "Langeweiler". Insgesamt ist das eine individuelle Frage, eine allgemeingültige Antwort wird es nicht geben.
     
  7. Also ich habe die Frage, angestoßen durch die beiden Threads und den Kommentar von @gast_xy tatsächlich aus Interesse gestellt.
    Und ich würde mir genau die individuellen Antworten erhoffen, weder Frauen- noch Männerbashing.
    Denn vielleicht ermöglicht so ein anonymes Forum ehrliche Antworten.
    (Und warum schätze ich meine männlichen Freunde so? Weil sie mir die Welt aus ihrer Sicht zeigen, die Gleichheit und die oft völlige Unterschiedlichkeit)

    Ich habe übrigens positiv gefragt und nicht negativ. Es war ein Mann, der wissen wollte, was für Frauen schlechter Sex ist.
    Aber auch da gibt es sehr unterschiedliche, individuelle Antworten, und Antworten, die nicht das Negative sondern das Positive in den Vordergrund stellen.

    Und die Frage an Männer gerichtet, nachdem wir Frauen im anderen Thread mehr als ausreichend zu Wort kamen.

    Über den Stellenwert von Sexualität in einer Partnerschaft, und warum Beziehungen trotz schlechtem Sex aufrecht erhalten werden, könnte man - und gab es auch schon hinreichend und sehr divergierend - an einer anderen Stelle diskutieren.
     
  8. Nein, das sicher nicht.
    Ich war jung und war (noch) verliebt. Ich wollte kämpfen, an den Problemen arbeiten und ich hatte die Hoffnung das andere, positive Eigenschaften des Partners, es ausgleichen können.
     
  9. Interessante Frage, ich hatte auch schon überlegt, ob ich dieses Thema eröffne.

    Liebe Männer, plaudert mal aus dem Nähkästchen!

    Ich habe den Eindruck, dass Männern gut gefällt, wenn Frau zum Ausdruck bringt, dass sie ihn und seinen Körper begehrt und Spaß an dem Sex mit ihm hat. Dass sie ihn gerne berührt, überall, ohne Hemmungen, und gerne von ihm berührt wird. Dass sie ihn gerne küsst, auch sein bestes Stück und kein Problem mit Körperflüssigkeiten hat. Dass sie Abwechslung bei Stellungen und Örtlichkeiten mag und offen ist für Experimente. Dass sie dabei Licht an mag und nicht verschämt im Dunkeln unter der Bettdecke. Dass sie dabei nicht lautlos ist, sondern ihre Erregung und ihr Wohlgefühl hören lässt. Dass sie darauf achtet, was er mag und zum Ausdruck bringt, durch sagen und zeigen, was sie mag. Dass sie danach ihre Befriedigung zum Ausdruck bringt.

    Passt das so? Was noch? Und was nicht?
     
  10. Ich spiele mal wieder Radio Eriwan . Die Frauenbewegung ist wichtig, sie sollte aber schön rhythmisch sein.
    Ernsthaft, die Frau muss mitmachen, sonst gibts eben die 2 Minuten Nummer und gut ....
    Mir war der Orgasmus der Frau nie wichtig - vielleicht klappts genau deswegen? Ich bin halt davon ausgegangen - wenn keine Klagen kommen, wirds schon ok gewesen sein.
    Das Geilste überhaupt - der Sex danach. Unter der Dusche. Quickie - aber einfach genial. Ich liebe Wasserspiele.....
     
  11. Guter Sex setzt eine gewisse Anziehung voraus, dazu ist es von Vorteil, wenn Mann und Frau ähnlich ticken. So wird ein Hardcore Rammler vermutlich mit der romatisch veranlagten Blumensex Frau nicht unbedingt zusammenpassen, aber auch er findet Gleichgesinnte.

    Ich dachte in meinen jungen Jahren auch mal, dass es auf jeden Fall versaut sein muss. Heute kann ich das relativieren. Ich habe vieles erlebt und das war gut so, nun sage ich, es soll gerne auch etwas wilder und ungezügelter passieren, selbstredend auch mal schmutzig, aber eher nicht prolporn like, eher dezenter.

    Richtig gut wird es, wenn man sich dann auch sexuell besser kennt und "eingespielt" ist, man weiß um mögliche No Go's und kann sich richtig fallen lassen.

    Sehr wichtig ist aber für mich als Mann auch eine Frau die mir signalisiert, dass ich sie nicht mit Seidenhandschuhen anfassen muss, mit anderen Worten, sie darf mir sagen, was vielleicht nicht so toll für sie ist, ohne ein Drama daraus zu machen. So ist eine langsame Annäherung möglich, ohne Angst zu haben.
     
  12. Um eine der eingangs gestellten Fragen zu beantworten: Warum ist für Männer der Orgasmus der Frau so wichtig? Mglw. liegt dies an einem unglaublich großen Druck, den man(n) sich unnötigerweise macht. Man will nicht als schlechter Liebhaber da stehen, es besteht die Befürchtung, dass die Partnerin sich einen anderen sucht, etc... In diversen Medien, v.a. im Internet wird seit jeher ein sehr beschränktes Bild gelebter Sexualität publiziert. Da stellt man sich vor, dass Sex wie im Porno nur gut sein kann... Dreckig und versaut, wie o.g. Im Grunde genommen ist diese Art der emotionslosen Sexualtität, wie sie in Medien propagiert wird, gleich einer Sabotage an gesunden, erfüllenden, nachvollziehbaren Wünschen nach Intimität und Vertrauen. Kann man, darf man sich gegenseitig eine dauerhafte Beziehung vorstellen, in der der Sex nicht an erster Stelle stehen muss? Muss Sex gleich Orgasmus bedeuten? Andereseits, für Männer ist der Orgasmus der Höhepunkt, evolutionärer Zweck des Koitus. Deshalb ist es für Männer schwer nachvollziehbar, wie Sex ohne einen Orgasmus für die Frau schön sein kann. Gerade dieses letzte Missverständnis kann man aber sicherlich gemeinsam gut besprechen.
     
    • # 11
    • 28.01.2018
    • void
    Nur hierzu eine Bemerkung, den Rest kann ich als Frau ja nicht beantworten:
    Ich finde es wichtig, dass dem Mann wichtig ist, dass die Frau auch auf ihre Kosten kommt, würde das aber nicht interpretieren als "Mann müht sich verzweifelt einen ab". Eher als "Mann denkt nicht, sein Orgasmus reiche dafür, dass es für die Frau auch schön ist". Ich hab zwei solche "Partner" gehabt. Der eine dachte, weil er einen großen Penis hatte, wäre das für eine Frau befriedigend, der andere interessierte sich einen Sch*** dafür, ob seine Partnerin auch was vom Sex hat. Das war für ihn ihr Ding, wenn sie in einer Minute nicht kommen kann.

    Ein Mann, der sich immer mehr müht, ist auch für die Frau anstrengend. Da besteht auch die Frage, warum er das muss. Will er sich selbst ein Erfolgserlebnis verschaffen?
    Wenn er sich so abmüht, denke ich, harmoniert da was beim Sex nicht. Frau ist nicht richtig scharf auf ihn, könnte ich mir vorstellen, denn sie kriegt den Kopf nicht frei. Ich denke, bei Menschen, die sexuell miteinander harmonieren, passiert das Aufeinander achten, was schön für den anderen ist, nicht als einseitiges Abmühen. Vielleicht, wenn man den anderen versucht, durch andere Praktiken zu erregen, oral oder manuell, dass man da mal nachfragen muss, wie es am schönsten ist, um genau das zu machen, aber bei GV nicht, würde ich sagen. Ich denke, wenn beide harmonieren, verstehen sie die Signale, die der andere sendet, wenn es schön ist, in einem hohen Maße.
     
  13. Zu gutem Sex gehört meiner Meinung

    1) Freude daran zu haben beim Sex zu geben und weniger am eigenen Orgasmus zu arbeiten, damit sich der Partner fallen lassen kann. Synchron funktioniert das meiner Meinung nach nicht.

    2) Entspannt genug zu sein, dass man beim Sex auch einmal darüber lachen kann wenn etwas nicht optimal läuft.

    3) Zu sagen was stört, gut oder besser ist. Dies zu hören, umzusetzen und nicht zu vergessen.

    Was das Vortäuschen des Orgasmus betrifft. Da ich krankheitsbedingt erektions- aber nicht ejakulationsfähig bin kann ich dies auch, denn Frauen erkennen den männlichen Orgasmus normalerweise eindeutig an der Ejakulation.

    Da ich mich bisher nicht fallen lassen konnte, mache ich dies quasi immer. Damit ich mich fallen lassen kann, muss die Frau das Ruder übernehmen und sich auf mein Befinden einpendeln, dass geht aber nicht, wenn sie sich gerade fallen lässt und danach satt und fertig keine Lust zur Initiative hat und schlafen will.

    Der Sex macht mir aber trotzdem Spaß weil es mir maximale Nähe gibt und es mir Freude bereitet, wenn ich ihre Reaktionen bemerke.
     
  14. Danke @Lionne69 für die Frage, ich bin ebenfalls ehrlich gespannt auf die Antworten.
    Ich denke, der parallele Frauen-Thread kann für den aufmerksamen männlichen Leser viel Wissenswertes beinhalten, ist sozusagen ein kleines Schmuckkästchen, und auch wenn die Antworten der Männer hier bislang noch nicht allzu ausführlich waren wie die der Frauen drüben, hoffe ich doch darauf, die eine oder andere Weisheit zu lesen, die frau sonst von den Gentlemen in ihrem Leben nicht so deutlich gesagt bekam :)
    Das hab ich schon häufiger gehört. Klar ist ein Höhepunkt was Feines, ohne Frage. Muss für mich persönlich aber nicht wirklich immer sein (sicher, wenn es nie passiert, ist's auch nicht okay..), aber ich brauch das nicht zwanghaft, und daher auch keinen Mann, der es zwanghaft versucht.
    Guter Sex ist an sich schon ein schönes Erlebnis, das mit allen Sinnen genossen werden darf. Besonders natürlich mit einem geliebten Mann, mit dem schon die nackte Nähe und das miteinander Verschmelzen ein wunderbares Gefühl ist. Den Mann wahrzunehmen, wie er es genießt, ist bereits ein kleiner Kopf-Orgasmus. Sich selbst in seiner vollen Ausprägung der begehrten Weiblichkeit zu erleben ein weiterer.
    Ein körperlicher Höhepunkt ist die Kirsche auf einem auch ansonsten wohlschmeckenden Kuchen.
     
  15. Moin,

    gute Frage, gar nicht so einfach zu sagen.

    Extrem emotional ist Sex, wenn man sich der Dame nicht sicher ist, wenn man Sorge hat(te), dass die Beziehung irgendwie von ihr gekappt werden könnte oder so.

    Ist die Beziehung sicher, nun, dann ist Sex eigentlich immer gleich gut. Klar, man fühlt sich besonders zufrieden, wenn die Dame ein oder mehrere Male gekommen ist, am besten möglichst heftig. Nicht besonders schön ist es, wenn man selbst mal sehr lange braucht.

    Aber insgesamt eigentlich keine sooo riesigen Unterschiede. Vielleicht ist das Männer-typisch?

    manchmal
     
  16. Ich kann da nur für mich selbst antworten, weil ich sicher bin, dass es keine generelle Antwort auf diese Frage gibt.

    Für mich ist „guter Sex“ keine Frage der Technik oder des Orgasmus, sondern „lediglich“ der Tiefe des Erlebens. Und die hängt zum größten Teil davon ab, wie sehr ich mich ihr und sie sich mir hingeben kann ... und das ist ja auch davon abhängig, wie nah man sich mit seinem Innersten dem Anderen nahe fühlt.
     
  17. Meine Aufmerksamkeit war nach den ersten paar Beiträgen hinüber. Was soll ich lernen von Frauen, die mal wieder jede Gelegenheit nutzen, zu beschreiben, wie und wo und wie oft sie im Leben schlechten Sex hatten? Und jeder erfahrenere Mann hier weiß genau, wie viele Frauen erwarten, dass der Mann ein paar Kunststücke vollbringt und sich sonst über "schlechten" Sex beklagen, während der eigene Beitrag sich auf "ich bin eine Frau und ich bin anwesend" beschränkt.
    Zu gutem Sex gehören immer zwei. Wenn sich eine beklagt, sind in der Regel zwei "Nieten" aufeinandergetroffen. Dann liegt es oft sicher auch wieder mal daran, dass sie nicht genügend kommunizieren.

    Die Frage musst Du dann im Grunde jedem Mann individuell stellen. Für mich hat guter Sex etwas damit zu tun, dass zwei Menschen auf ihre Kosten kommen und in einer Beziehung eine tiefere emotionale Verbundenheit dazukommt. Bei einem ONS ist die auch nicht wirklich wichtig. Damit gibt es keine pauschale Antwort.

    Natürlich hat diese Antwort auch einen "political correctness"-Aspekt. Wir Männer wissen doch, dass die ehrliche Antwort auf die Frage nach außergewöhnlichem, besonders guten Sex hier einen Sturm der Entrüstung hervorrufen würde. Man liest ja an den (ungefragten) Antworten der Frauen hier schon, dass der eigene (männliche) Orgasmus nicht so wichtig zu sein hat und die allgemeine Erwartung ist, dass es dem Mann wichtig sei, dass die Frau einen Orgasmus habe, auch wenn es der eigentlich nicht wichtig ist.
    Wenn ich hier schon immer wieder mal die Frauen lese, die kalkulieren, wann sie Sex haben müssen, um den Mann an sich zu binden, dann weiß ich ganz genau, warum die Männer die einmal mitnehmen und sich dann verabschieden. Der Reiz des Neuen ist sicher ein Kriterium für möglicherweise für den Mann guten Sex. Aber der ist naturgemäß nach dem ersten Mal nicht mehr da.
    Also - lesen, warum die Frauen hier ständig schlechten Sex haben? Nein danke. Die Antwort der Frauen ist klar vorhersehbar: schlechte Liebhaber.
     
  18. Für mich nicht. Ohne körperlichen Höhepunkt hatte ich noch nie guten Sex. Der wirklich tolle Orgasmus ist dann eher das Backpulver, ohne den der ganze Kuchen nicht richtig aufgeht. Das ist wohl der Kern der Antwort auf die Eingangsfrage.

    Für wirklich guten Sex für mich selbst brauche ich auch keinen Orgasmus der Frau. Der Orgasmus der Frau ist für mich nur ein mögliches Zeichen dafür, dass die Frau erregt ist, sich aktiv beteiligt, Spaß hat, wirklich Sex will und nicht nur mitmacht, weil sie "muss". Damit wird der Sex dann auch für mich besser. Wenn eine Frau das aber gut spielt, ist das für mich auch ok.
    Stimmt. Außergewöhnlich guter aber schon. Und es ist auch ein riesiger Unterschied, ob Sex in einer Beziehung gemeint ist.
     
  19. Ich überlege gerade was ich da schreiben könnte. Und mir fällt dazu nichts, wirklich gar nichts ein was Aufschluss bringen könnte. Weil ich der Meinung bin das man das nur fühlen kann. Klar kann ich sagen was ich beim Sex gerne mag, aber dass ist doch von Mal zu mal verschieden und von der momentanen Stimmung abhängig.
    Dafür wird sich nie einen Ratgeber finden.

    Dat @Leander-Köln hat dat schon jut beschrieben.
    Mich wunderts aber auch ein wenig, dass eine an Männer gestellte Frage unmittelbar von den Frauen beantwortet werden muss.
    War das eigentlich im Parallelthread auch so?

    Nein ich habe gerade mal nachgeschaut. Nur der @INSPIRATIONMASTER hat uns da die Quote versaut, da er als Mann als erstes antwortete. Ansonsten haben die Herren sich zurück gehalten und den Damen den Vortritt gelassen.

    Interessant!

    m47
     
  20. Hier und in dem parallelen Thread zum Thema "Schlechter Sex" wird gelegentlich die Erwartungshaltung des Manns zum Oralsex problematisiert.

    Einmal zur Verdeutlichung der männlichen Haltung zu dieser sexuellen Form, einige Ideen.

    Der passive orale Akt ist für den Mann eine Möglichkeit sich völlig seinen Gefühlen hinzugeben, ggf. fallen zu lassen, da er selbst wenig aktiv ist. Er kann sich stärker als bei anderen Formen auf seine eigenen Gefühle und seinen Körper konzentrieren bzw. einfach loslassen. Dies ist etwas, was Partnerinnen oft beim Mann vermissen und sich für sich selbst wünschen. Warum sollten sie nicht ihrerseits geben?

    Auch emotional hat diese Form eine besondere Bedeutung für den Mann. Dem Mann ist in der Regel klar, dass aktiver Oralsex für viele Frauen eine Grenzüberschreitung ist. Einige haben Probleme aus emanzipatorischer Sicht, der Akt kann als Form der Unterwerfung bzw. des Dienens interpretiert werden, tatsächlich hat er auch einen etwas devoten Charakter (z.B. wenn die Frau vor dem Mann kniet um ihn aufzunehmen).

    Andere Frauen haben ganz einfach Probleme mit Ekel etwas mit mit dem Mund zu berühren ... . Wenn die Frau unter diesen Bedingungen den Mann so versorgt und zu geneigt ist, zeigt sie ihm auch eine ganz besondere emotionale Nähe und Tiefe. Aus Dienst wird so ein Liebesdienst.

    Was den aktiven oralen Akt betrifft, sollte meiner Meinung nach für Frau und Mann nicht das Ziel der Befriedigung des Partners im Vordergrund stehen. Zweck dieses Aktes sollte für den Aktiven die Freude sein zu riechen, zu schmecken, zu fühlen, ganz besonders nah zu sein und Reaktionen aus zu lösen.

    Auf den ersten Blick gibt es einen Widerspruch zwischen dieser Freunde zur oben genannten Überwindung. Aber Dinge für die eine gewisse Überwindung notwendig ist (z.B. Fallschirmspringen), können letztlich besonders lustvoll sein. Die Überwindung selbst bereitet Lust.
     
  21. Hm ... das geht mir so, aber nur einseitig.
    Wenn meine Partnerin alla´Hollywood sagen würde, komm Schatz ich geb dir einen Blowjob, würde sie Kiefersperre bekommen. Nicht weil ich so unglaublich gut bestückt bin, sondern weil es ewig dauern würde. Oralverkehr als Vorspiel? Sehr schön, aber nicht als Akt.
    Anders herum gebe ich meiner Partnerin das so lange sie Lust danach verspürt. Mache das auch dann sehr gerne. Fühle mich dann quasi wie ein Schneckchen im Salatfeld, grins...

    m47
     
  22. Auch wenn meine Antwort von dir Lionne69 wohl ungerne gelesen wird, antworte ich trotzdem.

    In meiner ersten längeren Beziehung hatte ich eine Frau, wo der Sex sich auf einmal in zwei Wochen eingependelt hat und der immer nach Schema F ablief. Immer bei Druckabbau bin ich gekommen und Sie war mal zu Müde,kaputt, schlecht gelaunt oder es lief dann einmal ab.

    Meine jetzige Freundin ist eher der Mann in unserer Beziehung, wenn es um das Vorurteil Sex geht...
    Immer interessiert, immer 'geil' und startet immer mal wieder was neues.
    Mal weckt Sie mich am Morgen, nur um mich Oral zu befriedigen. Setzt sich auf mich. Legt meine Hände auf Ihren Körper, verführt mich wo anders, heizt mich an....und ist genervt, wenn ich zu Müde bin und ist genervt, dass ich so wenig will und genervt, dass Sie 90% immer alles startet. 1x in der Woche reicht mir.
    Ich freue mich zwar, dass Sie so auf mich fliegt aber kuscheln bedeutet mir mehr.
     
  23. @Lebenslust: das hat damit rein gar nichts zu tun. Erregt kann die Frau sein, aber keinen Orgasmus haben. Dazu sind nicht alle Frauen während des GV fähig. Dazu bedarf es u.a Kenntnisse des Mannes wie er das hinbekommt, bestimmte Stellung und Kenntnisse der Frau- sie muss ihren Körper gut kennen und vorher erforschen. Das ist alles Arbeit und passiert nicht von jetzt auf gleich. Das spielt sich im Laufe der Zeit ein, wenn man mehr Vertrauen aufbaut und Frau sich wirklich fallen lassen kann. Wenn die Frau unter Druck gesetzt wird, dann geht es nicht. Bei mir jedenfalls funktioniert es.

    Ja und du bist ein Mann. Natürlich ist dir der Orgasmus wichtig. Frauen legen nicht viel Wert darauf. Es ist schön wenn, aber kein muss. Für uns ist die Nähe wichtig und das innige...
     
  24. Sehr diplomatisch ausgedrückt, um nicht ins Detail gehen zu müssen.
    Dann lehne ich mich nun mal aus dem Fenster: (Bin gespannt ob es freigeschaltet wird)
    1. Frau arbeitet vor (ist quasi schon erregt).
    2. Verführt mit Gesten und Blicken (vielleicht auch Unterwäsche)
    3. Ergänzend durch Hand und Mund (nicht zu zärtlich)
    3. Streckt das Becken freudig entgegen
    4. Übernimmt den Stellungswechsel und führt den Mann

    Noch wünsche offen?
     
    • # 24
    • 29.01.2018
    • void
    Ich würde solche Praktiken, wo einer den anderen zum Höhepunkt bringt, unterscheiden vom Miteinanderschlafen. Denn es kommt ja eigentlich niemand selbst zum Orgasmus dabei, wenn er den anderen zum Höhepunkt treibt, auch wenn es demjenigen Spaß macht, ihn auch erregt und dergleichen. Aber wenn man miteinander schläft, könnten ja beide einen Orgasmus haben. Deswegen fänd ich das auch gut, wenn nicht schon von vornherein geplant ist von der Frau, was vorzumachen, weil ihr Partner unbedingt Sex will und sie Angst hat, dass er woanders hingeht, wenn sie nicht mitmacht. Dh. wenn sie schon weiß, dass sie dem Mann nicht mal "körperlich nah sein" will an diesem Abend und es trotzdem schön sein könnte.
    Hm. Wenn eine Frau nur stillhält und den Orgasmus NICHT vorspielt, könnte man das aber auch sehen wie manuelle oder orale Befriedigung, nur mit weniger Energieaufwand. Wenn sie den Orgasmus aber vorspielt, kriegt das für mich die Dimension, den Mann täuschen zu wollen, das ist noch was anderes, als zu sagen "ich finde es auch schön, dir so nah zu sein, muss aber keinen Orgasmus haben". Das wäre eine Lüge in einer Beziehung, sowas ist nicht mein Ding.
    Ich denke aber, es wäre gut, das mal zu hören ohne pc. Oder hast Du gemeint, was Du in Deinem anderen Beitrag schriebst - Orgasmus der Frau ist für Dich für guten Sex nicht nötig? Ich finde das auch nicht verwerflich. Wenn es so ist, ist es eben so. Diese Lügerei, um romantische Vorstellungen nicht zu zerstören, bringt doch auch nichts Neues an Erkenntnis.
     
  25. Was für einen Mann guter Sex ist: Sich nicht unter Druck gesetzt fühlen seiner Partnerin gefallen zu müssen und auch mal selbst genießen zu können. Nicht beurteilt zu werden und nicht das Gefühl zu haben der Partnerin zuliebe irgendwas machen zu müssen. Und wenn es ihr TROTZDEM gefällt, dann ist es am schönsten.

    Wenn ich mit Frauen Sex habe, dann kommen diese meist mehrfach und ich selbst oft genug gar nicht oder bestenfalls nur einmal. Klar finden sie alle den Sex ganz toll und ich darf mich dann als "ganzer Mann" fühlen aber befriedigt bin ich oft gar nicht. Ist manchmal ziemlich anstrengend der perfekten Liebhaber für Frauen zu sein.
    Meist sind Frauen nur an ihrem eigenen Spaß interessiert und erwarten, dass der Mann für sie und seinen eigenen Spaß arbeitet, selber bewegen oder selbst auf Ideen zu kommen ist eher keine Eigenschaft die oft bei Frauen vorkommt, nicht mal bei Frauen denen Sex extrem wichtig ist. Deswegen genieße ich Sebstbefriedigung oft mehr als Sex.
     
    Moderationsanmerkung: Beitrag wurde durch einen Moderator editiert
  26. Richtig. Für mich, und rein für mich, ist es grundsätzlich völlig unerheblich für phantastischen Sex, ob die Frau einen Orgasmus hat. Und in allen Situationen, in denen ich das egoistisch betrachten kann, sehe ich das auch so.

    Rein praktisch ist mir aber natürlich klar, dass sich beim Sex
    in einer Beziehung
    zwei Menschen miteinander beschäftigen. und wenn ich nur rein auf mich schaue, dann wird das längerfristig nicht funktionieren, weil sich dann die Frau logischerweise über einen langweiligen Liebhaber beklagt.

    Das ist so wie beim kommunizieren. Für manche Frau ist es rein theoretisch völlig egal, ob ich zu Wort komme, Hauptsache ich höre zu oder tue zumindest so. Und an den Beiträgen #22 und #23 siehst Du ja auch, dass es hier im Grunde manchen völlig wurscht ist, was der Mann denkt oder schreibt. Wenn man aber wirklich kommunizieren will, sollten beide beteiligt werden.
     
  27. Ich nutze mal die Gelegenheit des Theads und stelle auch mal eine Frage an die Herren, was ich schon immer wissen wollte:

    Gehören für Männer für den Oralsex bei der Frau auch Gefühle dazu? Wie man weiß, küsst ein Mann nicht gerne eine Frau für die er rein gar nichts empfindet. Einmal rein und raus, Sex kann er trotzdem mit dieser Frau haben. Empfindet der Mann aber auch Freude daran wenn er die Frau oral befriedigt, obwohl er für sie nichts empfindet? Mach das ihm dennoch Spaß? Oder vermeiden das Männer, wenn sie nichts für die Frau empfinden? Kann man davon ausgehen, dass ein Mann kein wirkliches Interesse an der Frau hat, wenn er sie nicht oral befriedigen möchte?
     
  28. Letzteres ist aus meiner Sicht ganz wichtig.
    Ich mag eine Frau für die Sexualität kein Tabuthema darstellt über das man "verschämt" kommuniziert, sondern die damit offen umgeht und auch Ihre Wünsche und Bedürfnisse klar zum Ausdruck bringt.

    Ansonsten ist es natürlich arge Definitionssache, was "guter" Sex ist. Für mich sollte sie auch aktiv und leidenschaftlich mitmachen und sich übertrieben gesagt halt nicht nur hinlegen bis der Mann fertig ist.

    Die Frage ob Sex "gut" war definiert sich zumindest für mich nicht über den Orgasmus. Ich kann auch guten Sex gehabt haben ohne gekommen zu sein.
     
  29. Frauen argumentieren gerne, dass der Mann ihren Körper oft nicht gut genug kennt bzw. sich dafür nicht ausreichend interessiert. Ich glaube es ist aber genauso wie du es beschreibst. Durch den eigenen Ehrgeiz angespornt erkunden viele Männer durchaus erfolgreich den Körper der Frau, während Frauen erwarten, dass der Mann sie befriedigt und sich dabei quasi selbst mit befriedigt.

    Nicht wenige Frauen beschweren sich dann über Männer die nicht fertig werden. Vielleicht liegt das "nicht fertig werden" auch daran, dass die Frau den Körper und Bedürfnisse des Manns unzureichend kennt und aktzeptiert.

    In der Praxis ist das doch oft anders. Der Mann wird beim Standardgeschlechtsverkehr nicht fertig und nervt damit oder endet viel zu früh.

    Mit der Hand oder Oral sieht es anders aus. Gleichzeitiges abschließen ist ein Ideal, welches schwierig und selten zu erreichen ist. Dieses Ziel verführt z.B. Frauen zum Fakeorgasmus. Meiner Meinung nach ist zeitversetztes enden, viel entspannender als der Versuch synchron zu enden. Der passivere Partner kann sich dann vollständig fallen lassen, der aktive Partner genießt die Reaktion seines Partners.

    Allerdings setzt so etwas auch voraus, dass die Frau den Körper eines Mannes kennen lernt. Denn nicht nur Frauen sondern auch Männer reagieren sehr unterschiedlich. Da kann dann rasch eine Haltung ins Spiel kommen, dass die Frau nicht dazu da ist den Mann zu bedienen. Dahinter steht vielleicht keine böse Absicht sondern auch die Sorge etwas falsch zu machen oder sich mit Unwissen zu blamieren. Für letzteres spricht, dass Frauen sich sehr ungerne über solche Themen unterhalten und solche Gespräche sogar als abturner klassifizieren. Dann brauchen sie sich damit nicht auseinander zu setzen.
     

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