1. Was ist schlechter Sex?

    In verschiedenen Threads schreiben vorallem Frauen darüber, dass sie unter schlechten Sex leiden und zum Teil nur schlechten Sex haben/hatten.

    Bei Männern ist es dagegen eher das Problem, dass sie zu wenig oder keinen Sex haben. Dies kann ich einfach einordnen.

    Mir ist die Definition von schlechtem Sex unklar. Als Mann interessiert mich vor allem die Meinung der Frauen dazu. Noch interessanter als die Definition von schlechtem Sex sind die Fragen, was ist guter Sex und was unterscheidet guten von schlechten Sex aus der Sicht von Frauen.

    Für Männer, zumindest mich, wären Antworten auf solche Fragen sehr lehrreich. Antworten wie überhaupt kein Sex ist der beste Sex sind natürlich interessant aber nicht hilfreich.
     
  2. Eine Frau möchte emotional von Mann so berührt werden, dass sie erst richtig Lust für Sex bekommt und beim Sex die totale Erfüllung in Höhepunkte erreicht und erlebt, das ist schon alles, anscheinend sind sehr viele Männer dazu nicht fähig sie sehen überwiegend dabei nur sich selbst, Fehler Nr. 1!
     
  3. Guter Sex für mich ist:
    -die Chemie muss stimmen,ich muss ihn berühren wollen
    -ich persönlich werde gemeint und bin nicht bloß irgendeine Frau für Sex
    -er muss sich fallen lassen können und geniessen,die Blicke, die Berührung,das Gefühl der Haut der Frau
    -es macht ihn an,wie ich auf ihn reagiere
    -wenn mann halbwegs durchhalten kann
    -wie der Mann aussieht und welche Techniken er drauf hat,ist ehe zweitrangig,wenn die oben genannte Punkte stimmen.Ist er attraktiv und hat's drauf-schön,wird ehe als Bonus und nicht als Voraussetzung betrachtet .
    Schlechter Sex ist,wenn mann ichbezogen ist,null Gefühl fur sich und Körper der Frau hat, sehr technisch ist,kein Genießer und benutzt den Sex ans Triebabbau.Sehr oft wird von Frauen bemängelt,dass Männer den Kopf nicht abschalten können und sich richtig auf Frau einlassen.Wenn die Frau im Bett wie ein Brett ist,liegt es meistens an dem Mann.Dann ist seine Performance recht lau.Frauen mögen Sex und wollen ihn auch.Wenn er richtig gemacht wird.
     
  4. Dem stimme ich zu. Ergänzen würde ich aber auch, das die Frau auch physisch so berührt werden möchte, das sie Lust bekommt.

    Bei mir war es immer so, das wenn mir der Sex eine ganze Zeit lang nicht gefallen hat, konnte ich mich mit der Zeit immer seltener dazu überwinden, weil ich ja selber, auf Dauer, nichts davon hatte.

    Schlechter Sex für mich: Die Wellenlänge passt nicht. Der Mann weiß nicht wo/ wann er hinfassen muss. Er hat keine Freude an der Erregung einer Frau. Er mag "es" lieber trocken. Kein Vorspiel, bzw. nur für ihn. Liebloses rumstochern trifft es ganz gut, denke ich.

    Ich habe früher mal in anderen Foren (öfter) gelesen das die Männer dort ganz und gar nicht erfreut waren, wenn die Frau erregt war. Der Reibungswiderstand war dadurch nämlich geringer und so hatten die Männer dort selber weniger Spaß. Dann doch lieber im trockenen Zustand, war dort das Fazit. Das sagt, glaube ich, vieles.
     
  5. Schlechter Sex?
    Heißt, ich hatte nichts davon.
    Eine fade Nummer, bei der Frau dankbar ist, wenn es vorbei ist. Wo sich anfängliche Lust in Rauch auflöst.
    Kein Miteinander, kein Eingehen auf den anderen.

    Bei einem Mann verschwindet die Erektion, Frau kann es überspielen, aus Gründen zur Beziehungspflege, täuscht dann den Orgasmus vor, weil er sonst nicht zufrieden ist und nicht aufhört.
    Und manchmal ist es tatsächlich inkompatibel.

    Was für mich gilt, ist die Beziehung gut, gibt es sonst viel WIR, Zärtlichkeit, Nähe, dann ist Begehren schnell da. Und dann kann soviel gar nicht schief gehen, es spielt sich ein.
    Passt der Rest nicht, dann klappt es nicht.
    Und zu oft erlebt, die Anfangszeit ist vorbei, Nähe verschwindet, aber sehr sporadisch erinnert sich Mann, da war noch was. Also kurz ein bisschen Zärtlichkeit, und dann - ist es hoffentlich schnell erledigt.
    Frau tut es, weil es zur Partnerschaft gehört. Aber die Freude daran?

    Worauf achte ich heute?
    Wieviel Nähe Zärtlichkeit mag er, kann er küssen, mag ich seinen Geruch?
    Kann ich ihm vertrauen? Denn nur dann kann ich mich einlassen und fallen lassen.

    Ist es dann beim Sex kompatibel, haben wir ähnliche Vorlieben, ist es ein Miteinander, ein sich gegenseitig Freude machen, kann er sich auf mich einstellen als Individuum, haben wir in etwa eine ähnliche Geschwindigkeit.
    Und dann noch die Faktoren Anatomie, Geruch, Geschmack.
    Manches entwickelt sich, manches muss von Anfang an stimmig sein.

    Was ich für mich gelernt habe, ich brauche zwar ein gewisses Maß an Gefühlen, aber es muss keine Partnerschaft sein. ONS ginge nicht, aber als F+ Variante,mit Vertrauen und ausreichend Zuneigung, geht es für mich gut, wenn obiges gegeben ist.
    Weil zudem es bei allen Treffen ausreichend Nähe, Zärtlichkeit gibt, auch noch andere Unternehmungen, reden, lachen, bei weitem nicht jedes Mal Sex und wir dann richtig gut harmonieren. Auf jeden Fall weiß er was ich mag, und ich was er mag, und wir sind inzwischen recht experimentierfreudig.
    Das ist guter Sex. Und das für Gefühl hinterher.

    Ich glaube aber, dass es nicht so einfach ist, eine gute Kompatibilität bei Sexualität zu finden.
    Leichter vielleicht als eine Partnerschaft, aber dafür gibt es zuviele Facetten.
    Vielleicht ist es auch ein Frauenthema, und Mann ist einfacher. Aber einem guten Liebhaber zu begegnen ist selten.

    Was mE. zusätzlich bei Frauen eine Rolle spielt, ist ein Konglomerat von Prägungen aus Erziehung, aus Gedanken, Frau tut dies nicht, jenes, Zweifeln an der eigenen Attraktivität, Hemmungen sich zu artikulieren, auch seiner eigenen Bedürfnisse gar nicht bewusst zu sein und den eigenen Körper nicht liebevoll anzunehmen.
    Solange wir Frauen dies nicht können, wird es mit gutem Sex schwierig.

    Ein liebevoller Mann kann viel korrigieren, es tut als Frau gut, das Begehren des Mannes zu spüren, macht Hemmungen obsolet. In @D-Rans Thread war dazu viel lesenswertes.
     
    • # 5
    • 27.01.2018
    • frei
    Ich erzähle hier ja ab und zu von den jungen Männern aus meinem Fitnessstudio.
    Ein Junge, damals etwa 20, erzählte mir, nachdem er zu stoffen begonnen hatte, dass eine höchst angenehme Nebenwirkung sei, dass er stundenlang 'könne'.
    Ich erspare euch jetzt die konkrete Formulierung aber da waren Begriffe wie 'hart' und 'f***' und 'stundenlang' drin.
    Was meinst du, haben diese Mädchen später gesagt, sie hätten guten Sex gehabt ?
    Nun, er dachte das. Und wunderte sich, dass sie sich, als er fertig war, schnell anzogen und nie mehr mit ihm reden wollten, daher kam es, dass er mich danach fragte.
    Er fragte mich allen Ernstes, was er falsch mache und was die Frauen denn noch von ihm wollten.
    Nun, ich gebe zu, ein Extremfall aber in diese Richtung geht es wohl bei nicht gerade wenigen Männern.

    Der @INSPIRATIONMASTER ist da aufgrund seiner reichhaltigen Erfahrung immerhin schon einen Schritt weiter. Er weiß, dass Frauen einen Orgasmus haben möchten, alle Achtung !

    Joa, das dürfte tatsächlich ein Kriterium beim Qualitätscheck sein, sicher sogar ein wichtiges.
    Du hältst das für selbstverständlich ?
    Nun, den meisten Männern, außer jungen, bildungsfernen Pumpern dürfte es bewußt sein, dass dies von den Frauen gewünscht wird, was aber nicht bedeutet, dass sie wissen, wie es geht. Erst recht nicht, dass sie es beurteilen können, ob es ihnen gelungen ist.
    Ich stelle die kühne Behauptung auf, dass es nahezu keine Frau gibt, die ihrem Mann noch nie einen Orgasmus vorgeheuchelt hat und weiter, dass es keinen Mann gibt, der das bemerkt hätte.
    Das einzige, was eine Frau nicht faken kann, ist squirten, nur dann kannst du dir sicher sein, sonst nie, vergiß alles Stöhnen, Schreien, wildes Gebärden etc.
    ( Kleiner Tip, die wenigsten Frauen erreichen den Orgasmus allein durch Penetration. Der Weg ins Ziel führt über die Klitoris. )

    Herr @INSPIRATIONMASTER sagt aber noch etwas wichtiges, und ich denke, DAS macht für die Normfrau guten Sex aus:
    Sie will nicht nur den Orgasmus, den kriegt sie leichter, schneller und besser allein hin, es geht ihr nicht um Triebabbau, was ja, ich weiß das aus diesem Forum das wichtigste, geradezu die Triebfeder eines jeden Mannes ist, zu einer Frau in Kontakt zu treten, sogar die Mühsal einer Beziehung zu ertragen, ohne würde er es nicht machen, da sind sich hier alle einig, nein, sie will Nähe, Innigkeit, Verschmelzung.
    Als Ausdruck seiner Liebe.
    Sie will geliebt werden.

    Deswegen will sie auch keinen Sex, wenn er keine Lust auf Gespräche, Spazierengehen, Händchenhalten, Müllrausbringen hat, dieses Forum ist voll davon.

    Was bedeutet guter Sex für Frauen ? Nähe, Liebe und ja, auch den Orgasmus, das ist nicht schwer, oder ?

    w 50
     
    • # 6
    • 27.01.2018
    • Noor
    Also nein! Ich muss nicht erst emotional berührt werden, um "richtig" Lust zu bekommen. Höhepunkte habe ich eh jedes Mal. (Das ist auch eine Frage, wie man sich beim Sex um den eigenen Körper kümmert, das überlasse ich doch nicht dem Zufall!). Mit die tollsten Abenteuer hatte ich außerdem mit ONS.
    Ich vergleiche Sexualität gern mit Musikalität. Beides eine Mischung aus Naturtalent und 10000 Stunden harter Übung. Man findet sich zum gemeinsamen Musizieren ein. Stimmt die Instrumente. Spielt dann einfach jede Note bestmöglich.
    Die Stücke können gern unterschiedlich sein. Vom 2.5 minütigen Punksong bis zur sechsstündigen Oper, je nach Vorlieben. Da können dann auch mal Fehler drin sein, bei dieser Jam-Session, aber es ist auch klar, dass es Profis gibt, die aus einem Ton das Maximum an Tiefe, Spannung und Resonanz herausholen. Und die, die jeden Einsatz verbaseln, ihr Instrument nicht kennen, keinen Spannungsbogen halten können, die Atmosphäre des Raumes und der Begegnung nicht zu würdigen wissen und am Ende nicht mal ordentlich applaudieren. Die man die ganze Zeit unterstützen muss, weil sie keine Kreativität, keine Sensibilität, keine analytische Schärfe und keine Empathie besitzen- was alles nunmal notwendig ist, um gut zu musizieren. Und um den Ort zu erreichen, wo wirklich erweiternde Erfahrungen gemacht werden.
    Und wo man sich dann auf einem Ramones-Konzert oder bei John Cage wähnte, schlägt man entsetzt die Augen auf und befindet sich beim Discofoxtrott in der Dorfdisco.
    Das ist übrigens äquivalent zu den Klagen der Frauen, man könne mit Männern keine ordentlichen tiefgründigen Gespräche führen.
    Auch da gilt: mit Menschen, mit denen ich im Gespräch ein Feuer entzünden kann, kann ich das normalerweise auch im Bett. Und so ist es mir auch am liebsten. Als Fortführung intensiver Kommunikation. Gern in Abgründe, gern in Höhen, gern in Abwegigkeiten.

    Aber "Orga-Gespräche" oder "Etüden" im Bett brauche ich nie wieder. (Obwohl, dem Druckabbau von Männern kann ich irgendwie auch was abgewinnen, ich hatte lange Jahre bis zu dreimal täglich Sex, aber da gab es dann auch immer wieder die ganz große Symphonie... und unsere Körper passten perfekt zusammen... Das ist mit meinem jetzigen Mann nicht so, aber dafür passen wir in den Köpfen perfekt...)

    LG

    Noor
     
  6. Schlechter Sex zeichnet sich für mich durch folgende Punkte aus:
    - Wenn ohne die entsprechende Stimmung auf Knopfdruck Lust da sein soll. Besonders, wenn der Partner den ganzen Tag maulig und grantelig ist, sich nicht zusammenreißt, ständig nörgelt und dann meint, er bekomme Sex auf Zuruf.
    - Wenn der Anfang zu plump ist. Der Partner ist total unkuschelig, Zärtlichkeiten sind extrem selten, Küsse Mangelware und dann kriecht er an Dich heran und meint, er müsse nur an bestimmten Stellen anfassen. Brrrrh, das törnt total ab.
    - Wenn Frau sich benutzt fühlt zum Triebabbau
    - Wenn der Mann ungepflegt ist
    - Bei Mangel an Zärtlichkeit und emotionaler Zuwendung
     
  7. Naja, guter Sex entsteht im Kopf, nicht im Bett. Viele Männer verstehen nicht die Kunst der Verführung, haben wenig Ideen (vor dem Sex), machen immer dasselbe, meinen der Sex sei beendet, wenn sie selber gekommen sind oder machen noch stundenlang rum, nachdem sie gekommen sind, und bemühen sich bis zum Abwinken, dass die Frau auch kommt - beides schlimm.
    Als Frau will man sich sexy fühlen können, deswegen muss das Drumerhum stimmen. Das hat nichts mit Endlos-Vorspielen oder Kerzenschein und Wein zu tun zu tun, obwohl das auch mal nett sein kann, sondern eher damit, dass es kein Standardprogramm wird.
    Schlimm sind auch Männer, die Porno spielen und die Anatomie der Frau gar nicht kennen und meinen, dass Frauen, die dann nicht so abgehen, wie im Film irgendwie falsch sind. Es gibt Stellungen, die sind einfach als Frau komplett witz- und gefühllos.
    Habe einige Männer kennengelernt, die durch Pornos eine völlig falsche Vorstellung vom Sex bekommen haben und denen ich sogar mit 40 erst mal erklären musste, wie Sex richtig geht, während sie immer der Meinung waren, dass sie gute Liebhaber sind. Da muss man dann erst mal Mami spielen und sie in richtige TEchniken einweisen, das ist echt mühsam, weil ja jeder Mann denkt, er hätte es drauf.
    Viele Frauen haben ihnen aber (da bin ich mir sicher) einen O vorgespielt, weil es bei ihrer Performance nahezu unmöglich war zu kommen....sie selber behauptetet natürlich, dass sie sofort merken würden, wenn eine Frau das vorspielt. War natürlich nicht so. Aber Männer werfen es ja einer Frau auch vor, dass sie selber schuld wäre, wenn sie nicht kommt... Manche spielen das auch zur Selbstverteidigung vor, damit das Ding ein Ende hat.
    Also einfach merken: Guter Sex beginnt oft schon Stunden VOR dem Sex. Ab und zu ist spontaner Sex auch super ohne jegliches Gedöns - manchen Männern fehlt dazu aber auch ein Händchen.
    Ein SUPER-ABTÖRNER ist auch, wenn ein Mann etwas fordert, was ich nicht will. Dann hab ich gleich tagelang null Lust mehr. Zumindest nicht mit ihm. ;-)
    Es muss nicht Liebe sein aber ohne richtige Emotionen wird es kein guter Sex.
    In einer festen Beziehung kann aber auch mal Blümchensex am Samstagmorgen ganz nett sein. Ich brauch nicht ständig ein Emotionsgewitter. Besser als gar kein Sex.
     
  8. Meiner Erfahrung nach neigen viele Männer dazu, den Sex zu routiniert ablaufen zu lassen. Jeden Abend im Bett nebeneinander zu liegen und dann langt er rüber, um zu verdeutlichen, dass er Sex haben will...das ist einfach langweilig. Ich werde gerne überrascht und mag es, wenn der Mann mich packt, meine Hände an die Wand drückt, nicht erst fragt und weiß, was er will. Umgekehrt zeige ich natürlich auch meine Lust. Das sollte wechselseitig sein.
    Vielen Männern fehlt auch das spielerische beim Sex und mich stört die Orgasmusfixiertheit. Guter Sex ist mehr und nicht ergebnisorientiert. Männer denken fälschlicherweise oft, die Frau kommt durch viel Penetration zum Orgasmus. Der ganze Körper sollte beim Sex mit einbezogen sein, wild und leidenschaftlich. Nicht nur Busen und Vagina.
    Dann verstehen viele Männer nicht, wie man eine Frau mit der Hand erregt oder zum Höhepunkt bekommt. Trotz Anleitung haben das nur wenige Männer drauf gehabt.
    Gute Küsser haben es auch leichter, mich zu erregen. So fängt es eigentlich schon an.
    Mein aktueller Partner ist der erste, der Dirty Talk praktiziert und beherrscht. Hätte früher nie gedacht, dass das so toll sein kann.
    Die Chemie muss natürlich stimmen, sonst nutzen alle Techniken nichts. Wenn man sich begehrt, hat man ohnehin ständig das Bedürfnis sich zu berühren und zu küssen. Dies sollte vor allem auch im Alltag so sein und nicht nur vor dem Sex.
    Wenn Sex vorhersehbar wird, dann langweile ich mich schnell oder fühle mich unter Druck gesetzt.
    Männer, die nur Sex haben können, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind (zB irgendwas in Fetischrichtung oder bestimmte Unterwäsche), sind auch nichts für mich. Fühle mich dann funktionalisiert und die Sache wird mir wieder zu eintönig. Das heißt natürlich nicht, dass man ab und zu sowas einsetzen kann.
    Es sollte eine männliche Energie da sein und ich will mich begehrt fühlen. Zögerliche, weiche, passive Männer sind beim Sex oft nicht bestimmend genug. Sie machen auch ungern den ersten Schritt. Wenn immer ich dafür zuständig bin, was ich schon oft erlebt habe, verliere ich schnell das Interesse.
     
  9. Schlechter Sex ist für mich eine Kombination aus mehreren Negativfaktoren, die der Mann so zu bieten hat:

    Arrogant sein, A-loch, spult nur sein technisches Gestochere ab, das er von irgendwo her kennt. Dabei ist der Sex allgemeinhin kurz und unbefriedigend, und danach verschwindet er wieder oder findet alles in Ordnung, wie es ist. Er sieht das Problem nicht und reflektiert nicht und sieht keine Bereitschaft, sich zu ändern oder darüber zu reden, weil das seine männliche Seele offenbar angreift. Offenbar reicht diesen Männer dieser schlechte Sex selbst.
    Während Frauen immer bemüht sind, sich zu reflektieren und sich fragen: "Was mach ich bloß falsch? Was kann ich anders machen? Was kann ich verbessern? Bin ich gut genug? Bin ich noch attraktiv?" Für Frauen, die häufiger auf ihre Optik und ihr Tun reduziert werden, ist das eine 24-Stunden-Frage. Während Männer offenbar gar nichts tun und nichts tun müssen.

    Und das alles in Folge macht schlechten Sex aus. Es stehen offene Befriedigungswünsche im Raum, die dauerhaft nicht erfüllt werden. Andersrum gilt das natürlich auch für Männer mit schlechten Liebhaberinnen daheim. Wir kennen alle die Storys von Frauen und Männern, die an ihrer eigenen Schlafzimmertüre klopfen müssen und sich lieber in Foren ausheulen.

    Für mich ist das keine Sex-Sache, denn guter Sex kann man lernen. Es ist eine Charakterfrage, ob man dem Partner entgegenkommen will, zusammen daran arbeiten will oder wenn man sich davor so sehr ekelt und was nicht gerne machen möchte, sich dann trennt und gut ist. Das aber nicht einsehen wollen, und unempathisch auf seine Ansichten bestehen, macht eben einen schlechten Liebhaber aus.
     
  10. Guten Morgen lieber FS,

    schöner Sex ist für mich, Körper, Geist und Seele zu berühren und das beidseitig.
    Guter Sex beinhaltet bei vielen, den Körper zu stimulieren und die Konzentration auf die richtigen Techniken. Geist und Seele werden nur wenig, oder gar nicht berührt. Das lässt eine innere Leere entstehen, die man versucht, durch noch mehr abwechslungsreichen und *guten* technisch ausgefeilten Sex auszugleichen.

    Um schönen Sex zu haben, bedarf es vieler sinnlichen und erotischen Erlebnisse im täglichen Leben. Ein liebevoller Blick, eine schöne Geste, Umarmung, eine gute Kommunikation und die vielen Vorspeisen, für die man sich keine Zeit mehr im täglichen Miteinander nimmt, sie vergisst, diese vielleicht sogar belächelt, oder als Belohnung für gut abgelieferten Sex, einsetzt.

    Ein freier Geist, der Massenkonditionnierungen nicht zulässt und einen eigenen Raum für eine gemeinsam komponierte sexuelle Melodie erschafft, ist eine Grundvoraussetzung.

    Wir lesen und hören durch Medien, wie Sexualität aufregend und erlebnisreich funktionieren sollte und könnte und verlernen und vergessen, unseren eigenen Körper und unseren Partner lesen zu lernen. Damit erschließt sich nicht unsere eigene sexuelle Welt, die wir mit unserem Partner teilen und Sex zu etwas Großem werden lassen können, fernab vom ganzen Zwangsjackensex.

    Sex, der Geist, Seele und Körper berührt, nutzt sich niemals ab, im Gegenteil, er macht auf allen Ebenen satt und entwickelt sich zur Krönung einer gemeinsam erschafften Liebe, die fähig und in der Lage ist, Sex bis ins hohe Alter zu konservieren.
     
  11. Ich fürchte, der Grund, warum viele Männer unter wenig Sex leiden ist, dass deren Frauen auf Dauer keine Lust auf schlechten Sex haben.
    Und ich fürchte, meine Antwort wird eher frustran sein - "guter Sex" ist ein sehr komplexes Konstrukt.

    Für mich fängt das schon mit einem "Vorspiel im Kopf" an. Ich muss den Mann begehrenswert finden, was wiederum situationsabhängig ist. Ich persönlich stehe ja auf männliche Männer, hätte mal einen Bekannten, der mir eine Duschwand montiert hat, direkt anspringen können, wie er da stand: die schwere Glaswand in der einen Hand, den Akkubohrer in der anderen, und in 10 Minuten war das Ding an der Wand festgedübelt, so einfach und gekonnt, ohne zu Murren oder dafür Bauchpinselung zu fordern - sehr kerlig und sexy, ein Macher. Wenn mein Ex hingegen was Handwerkliches gemacht hat, war das immer begleitet von Gestöhne und Gemecker, und hingekriegt hat er's nicht so gekonnt, trotzdem für jeden Handschlag quasi das Bundesverdienstkreuz eingefordert. War eben kein Macher, er hat's auch nicht gern getan, und war damit nicht sexy.
    Aber auch Unverhofftes kann sehr sexy sein, z. B. ein eher trockener Typ, der unvermittelt seine weiche Seite zeigt. Ein unerwartetes, schönes Kompliment. Eine fürsorgliche Geste. Ein gutes Gespräch. Zum Lachen gebracht werden. Etc.. solche Dinge lösen Kopfkino aus.

    Für mich sollte der Mann Begehren zeigen. Allerdings nicht solches, bei dem frau merkt, dass es der eigenen Triebabfuhr dient, sondern welches konkret an sie als Individuum gerichtet ist. "Ich begehre ... an dir", "Ich finde an dir ... besonders schön", "Ich mag es besonders, wenn du/wir ... tust/tun". Das darf gern in dirty talk verpackt werden, oder auch mal in Romantik (aber nicht zu häufig, sonst wird's schnulzig).
    Auch gern mal zwischendurch, wenn Sex gerade nicht sofort möglich ist. Im Supermarkt, während einer Autofahrt oder so. Es steigert die Vorfreude. Also nicht nur zweckorientiert kurz vorm Schlafengehen. Mein Ex sagte immer zur Bettgehzeit "Hast du schon geduscht?" - da ist mir schon alles vergangen.

    Der Akt an sich ist natürlich wichtig, also die Technik. Die meisten Männer, mit denen ich im Bett war, hatten keine Ahnung davon, welche Berührungen Spaß bereiten und welche nicht. Haben sich auch nicht dafür interessiert, sondern ihr Schema-F abgezogen. Die richtig "guten" Männer wussten, was sie taten. Und dies taten sie, wie oben der Handwerker beschrieben: gekonnt, ohne Unsicherheit, und sie hatten Spaß an ihrem eigenen Können. Haben sich daran erfreut, der Frau richtig Freude bereiten zu können. Darüberhinaus variantenreich, soft und romantic sex, die härtere Gangart, verschiedene Orte und Stellungen, mal die Führung zu übernehmen, aber auch mal (nicht ständig) die Frau aufzufordern, ihm zu Diensten zu sein. Einfach ein großes Repertoire, mit dem es nie langweilig wurde.
    Ach ja: hinterher gleich einschlafen geht gar nicht.
     
  12. Vermutlich erwartet jede/r von uns etwas anderes von »gutem« Sex. Für mich sind zwei Dinge besonders wichtig dabei: einmal, dass der Partner auf meine Wünsche im Sex eingeht oder sie gar erfühlt, und dann - genauso wichtig - dass mein Partner auch an sich selbst denkt und sich einfach nur gehen lässt. Dann weiß ich, dass er Freude am Sex (mit mir) hat und das befriedigt mich ungemein.
     
  13. Guter Sex berührt meine Seele im Innersten. Ich begehre meinen Partner und er mich, ich fühle mich ihm tief verbunden. Die Basis muss für mich Liebe und Vertrauen sein. Der Mann geht auf mich ein, wir sprechen offen über das, was gefällt, flüstern uns heiße Dinge zu, teilen Phantasien. Letztlich geht es darum, miteinander Spaß zu haben, kreativ zu sein, Sachen auszuprobieren und den Sex vor allem genießen zu können.

    Schlechter Sex war für mich, wenn der Partner nicht auf mich einging, kein Interesse oder Lust zeigte, wenig offen oder ohne Initiative war. Oft zeigte sich schlechter Sex aber auch dann, wenn es in der Beziehung nicht (mehr) funktionierte oder kein Vertrauen/"Wir-Gefühl" mehr da war.
     
  14. Schlechter Sex ist Sex für mich, wenn der Mann nur nach sich schaut. Hauptsache er hat seinen Höhepunkt und alles andere (fast) egal. Am schlimmsten, sich danach umdrehen und einschlafen. Oder dann die Frage: war ich gut?
    Viele Männer wissen nicht, dass fast keine Frau durch Penetration zum Höhepunkt kommt, da hier die Klitoris idR nicht richtig stimuliert wird. Ich brauche Zeit um zum Höhepunkt zu kommen. Als ich jünger war, haben sich Partner diese Zeit nicht immer genommen. So nach dem Motto: jetzt ist aber gut...
    Da war Sex oft unbefriedigend. Heute ist das anders, da ich anders kommuniziere. Auch wenn ich das erste Mal mit einem Mann schlafe, spreche ich heute, frage was ihm gefällt, so wie ich umgekehrt gefragt werde. Das macht das Liebesspiel auch beim ersten Mal oft schon sehr schön und erfüllend.
    Ich denke schlechter Sex entsteht oft durch mangelnde Kommunikation oder dadurch , dass viele Frauen nicht richtig wissen, was ihnen gefällt und ihnen gut tut.
    Um kein Missverständnis aufkommen zu lassen. Ich geniesse es auch meinen Partner zu verwöhnen, das gehört für mich dazu und es würde mir etwas fehlen.
    Insgesamt kann ich sagen, das bei mir mit zunehmenden Alter der Sex immer besser wurde.
     
  15. Für mich bedeutet schlechter Sex, neben dem von @INSPIRATIONMASTER benanntem wichtigem Punkt, dass er "mechanisch" verläuft. Ich habe es oft erlebt, das mich meine Männer auf die immer gleiche Weise berührt haben. Ich wusste quasi schon nach den ersten beiden Berührungen, das es bei ihm jetzt auf Sex hinausläuft. Für mich ein absoluter abturner. Oft hatte ich auch nicht den Eindruck, das sie sich ernsthaft die Mühe gemacht hätten, heraus zu finden was ich mag und was nicht. Es wurde nicht zärtlich auf Zwischentöne gelauscht sondern einfach eine Art Programm abgespult. Wenn ich es dann gewagt habe zu sagen, dass ich es nicht mag so oder so berührt zu werden, war der Mann oft gekränkt. Das installierte Programm wurde aber nicht nennenswert verändert. Ein "rubbler" ist ein "rubbler" geblieben, ein "bohrer" ein "bohrer" u.s.w. Einigen Männern scheint auch nicht klar zu sein, das es wenig Frauen gibt, die gerne wie im Porno "geliebt" werden wollen. Der Überpotente Sexprotz, der seine Partnerin wie ein "Objekt" zur Triebabfuhr benutzt und dann auch noch glaubt, das sei sexy, erotisch und geil ist bei mir einfach nicht gefragt. Über Phantasien sollte man reden, aber auch respektieren, wenn der Partner nicht dafür zu haben ist. Dafür dann lieber die Gegenseitige Schnittmenge im Bett ausbauen. Je mehr ich meinem Partner vertraue um so eher kann ich den Kopf ausmachen und mich gehen lassen. Dann habe ich wirklich guten Sex!
     
  16. Es ist meine Überzeugung, daß ein Mann, der tief liebt, der Frau immer guten Sex bietet.

    Durch die Liebe wird sogar ein etwas dominanter männlich-kerniger Mann automatisch mehr auf die Bedürfnisse der Frau eingehen, hingebungsvoll sein und es wird ihm viel daran liegen, ob sie befriedigt ist. Er wird aufmerksamer als sonst sein und auf ihre Signale achten und nicht einfach dumpf seinen Trieb befriedigen wollen.

    Also ist guter Sex bei echter Liebe der tolle Nebeneffekt. Und die Frau spürt das alles und reagiert entsprechend aufmerksam und hingebungsvoll - wie bei einem Paartanz.

    Schlechter Sex ist einfach Triebbefriedigung - in allen Varianten: ONS, F+, Affäre, gleichgültiger routinemäßiger Sex ohne Empathie.
     
  17. Dem kann ich voll zustimmen.
    Schlechter Sex ist für mich auch, wenn es immer gleich ist, das ist langweilig.

    Manchmal denken Männer offenbar, wenn es einer Frau auf eine bestimmte Art gefallen hat, sie einen Orgasmus hatte, gefällt es ihr auch, wenn sie es dann immer auf die gleiche Art machen.

    Einen Orgasmus zu haben ist nicht zwangsläufig guter Sex für mich - siehe den Abschnitt davor.

    Wenn ein Mann zu verfügbar, zu nett, zu anhänglich ist, kann er machen was er will, dann wird es niemals auf guten Sex hinauslaufen.

    Guter Sex ist aber vor allen Dingen auch mein Kopfkino.

    Ich hatte mal eine heiße Affäre, in die ich wirklich verliebt war und ich hatte ihn aber niemals sicher. Ich habe es beendet, weil es mich emotional zugrunde gerichtet hat. Aber damals hatte ich den besten Sex meines Lebens.

    Es ergab sich, dass ich ein paar Jahre später noch mal mit ihm Sex hatte, ich wollte einfach wissen, ob es immer noch so schön ist, aber da war der ganze Zauber verflogen, weil ich ihn nicht mehr begehrte und nicht mehr in ihn verliebt war.

    Apropos Begehren: für guten Sex ist es wichtig, dass der Mann mir das Gefühl vermittelt mich zu begehren, nicht nur rein körperlich, sondern auch als Mensch.

    Ich selbst finde es auch sehr anregend wenn ich merke wie ein Mann auf meine Berührungen anspricht.
     
  18. ...

    ....das gibt wieder, wie wenig man voneinander weiß, denn den Reibungszustand kann man als Frau durchaus erhöhen, er ist sogar orgasmusfördernd.
    Nun, auch Männer haben ihre Pakete, die sie mit sich rumschleppen..., nicht groß, nicht lang genug, Druck, sofort den Ständer vorweisen zu können, Versagensängste....Ach Gott ja, die armen Frauen, die von Männer nur benutzt werden. Wer sich nicht schenken kann und sich als Opfer sieht und zudem den Mann machen lässt......Das ist die desolate Kommunikation, die zwischen beiden Geschlechtern herrscht und aus der man wohl nie herauskommen will. Der Mann, der schlechte Liebhaber, der die Knöpfe nicht drücken kann, die Frau, die den Mann nicht bedienen kann und die vielen anderen Gedankenkonstrukte, die auf einem ganz niederen Niveau angesiedelt sind.
    Beide Geschlechter sind gleichermaßen verhaftet in ihren Mustern, die sie gelernt haben und nur beide können in Liebe zueinander, diese Muster auflösen. Nur b e i d e müssen es wollen und für sich die Verantwortung übernehmen.
     
  19. Hmmm - ich frage einfach mal unqualifiziert dazwischen ....
    Wie soll ein Mann seinen Kopf abschalten?
    Sich richtig auf eine Frau einlassen - wie macht Mann das ?
    Fallenlassen - als Mann ? Igendwie konträr zu meinem Männerbild ...

    Ich gebs ja zu, für mich war Sex eine lange Zeit reiner Trieb, ziemlich egal, welche Frau dabei war. Ist nicht mehr so ... aber den Kopf ausschalten und meine Wünsche ausblenden ... kann ich nicht.
     
  20. Fast alles, was hier steht, könnte ich so unterschreiben.
    Dann möchte ich mich "outen". Ich habe nicht ein einziges mal einen Orgasmus vorgetäuscht, was ich aber teilweise bereue.
    In meinen jungen Jahren habe ich das Ego meiner Männer unterschätzt. Außerdem wusste ich, in meiner Naivität, nicht das es so eine große Rolle spielen kann. 1. War frustriert, 1. War gleich weg und einem war es einfach egal. Ich bereue es nur deswegen, weil ich keinen Vergleich habe, was passiert wäre, hätte ich getäuscht.
    Also sorry…. wenn ich mich beim Sex selber befriedigen muss (und den Partner) warum habe ich dann Sex?
    Dann kann ich es auch gleich ganz sein lassen und NUR um mich nur um mich kümmern.
     
    • # 22
    • 27.01.2018
    • frei
    Lieber Herr @Ejscheff, ich finde es toll, dass du sowas überhaupt wissen willst.
    Ich denke, du willst wissen, was für die Normfrau guter Sex ist, denn du weißt natürlich, dass es auch ab und an davon Abweichendes gibt, eine Frau z.B. entgegen dem Durchschnitt auf schnellen, harten Sex steht und das gerne auch dreimal täglich, dass andere erregt werden, wenn man ihnen mit widerlicher Stimme dreckige Unverschämtheiten ins Ohr raunt oder wenn man sie ungefragt nimmt und dabei ihre Hände gegen die Wand drückt ( je eine Stimme hier ).

    Wir kennen deine Freundin nicht, du hast es aber immerhin geschafft, sie mit deiner offenbar guten, charmanten, jedenfalls passenden Art für dich zu gewinnen, nochmal meine Mitfreude darüber.
    Du möchtest sicher wegen ihr, vielleicht auch wegen künftiger Frauen gerne wissen, was ihnen gefällt und da kannst du nur auf die Majorität schauen.
    Du könntest allerdings, falls du selbst etwas davon Abweichendes schätzt, versuchen, dich in homöopathischen Teilschritten an dieses Thema anzunähern und dich jeweils steigern, wenn du den Eindruck hast, ihr gefällt es ebenfalls.
    Das ist allerdings riskant, denn möglicherweise macht sie die ersten Kleinstdosen mit, weil sie es dann doch nicht so schlimm findet und dir einen Gefallen tun will.
    Da besteht immer das Risiko, dass sie abgeturnt ist, aber nun...das Leben besteht aus Risiken.

    Die Mehrheit hat dir hier jedenfalls, denke ich, ziemlich übereinstimmend gesagt, worauf es ankommt.
    Ob es dir gelingt, dies nicht nur am Anfang, wenn du dich in der Werbephase, wie jetzt bei deiner neuen Freundin befindest, sondern dauerhaft über vielleicht viele Jahre, umzusetzen, ist die große Frage.
    Denn hier wird ja empfohlen, sich sehr viel Zeit zu nehmen und das schaffst du vielleicht nicht sehr lange.

    Am Beispiel 'nicht direkt hinterher einpennen' kann man das ganz gut verdeutlichen.
    Ich denke, das ist für einen Mann wirklich sehr schwer, da darf man als Frau nicht von sich auf ihn schließen.
    Ich bin nach dem Orgasmus aufgedreht, daher mache ich es mir nicht spät am Abend, wenn ich am nächsten Tag früh raus muss.
    Männer hingegen masturbieren meines Wissens sogar genau umgekehrt, quasi als Schlafmittel, stimmt das ?
    Frauen wollen hinterher noch lange schmusen und reden, Männer wollen pennen.
    Vielleicht ist wenigstens das etwas, was man als Frau dem armen Kerl zugestehen sollte, ohne ein Drama draus zu machen oder es als Zeichen von Lieblosigkeit zu werten.

    Ich kenne solche Zustände, nämlich wenn mein Magen voll ist.
    Da geht bei mir nichts mehr, ich kann kaum die Augen offen halten.
    Deswegen esse ich tagsüber nur ganz wenig.
    Ich habe Verständnis für Männer, die nach dem Sex einschlafen.

    w 50
     
  21. Lieber Ejscheff
    "Guter Sex" ist für mich: gewisses Grundwissen/Grundtechnik plus Einfühlungsvermögen plus Humor und Gelassenheit. Fokus auf gemeinsamen Genuss und Vertrauen darin, dass das stattfinden kann. Eine innere Haltung von "wir haben Spass zusammen, und wenn heute kein doppelter Rittberger stattfindet und dreifache Umdrehung, ist auch gut. Es geht um uns." Keine To-Do Liste, was die Frau, was der Mann heut Nacht alles zustande gebracht haben muss. Die Kunst, ab und zu mal nachzufragen. Rückmeldung zu geben, sich bemerkbar zu machen. Die Kunst, mitten im Sex ein freches Kompliment ins Ohr zu flüstern und einen leidenschaftlichen Moment noch besser zu machen.
    "Schlechter Sex" ist demnach: Mangelndes Wissen/Können plus fehlendes Einfühlungsvermögen/fehlendes Interesse an der Frau. Und obendrauf noch humorloses, verbissenes, gar drängendes und kindisch-trotziges Vorgehen, wenn nicht alles genau so abläuft wie im Lieblingsporno. Unwilligkeit, dazu zu lernen, weil das ja an sich schon ein Eingeständnis von Schwäche oder Unwissen wäre. Emotionaler und sexueller Geiz im Sinne von "du bist einmal mehr gekommen, jetzt schuldest du mir noch mal ne Runde".
    Es ist vor allem eine respektlose, desinteressierte, unmotivierte Haltung, die dahinter steckt. Ein unglückliches Selbst- und Frauenbild und oft vielleicht auch ein Überkonsum an Pornographie. Das schürt die Fehlwahrnehmung, man kenne sich aus.
    Übrigens möchte ich mit diesem Post nicht behaupten, für die Qualität des Sex sei alleine der Mann zuständig und uns Frauen komme lediglich die bewertende Position zu (Daumen rauf/runter). Was ich geschrieben habe, gilt eigentlich für beide Geschlechter.
     
  22. Schlechter Sex ist für mich die stupide Abhandlung des Sich-Ausziehens, Hinlegens, Akt, und Anziehens. Gewürzt mit den Hinweisen, ihn bitte nicht an den Brustwarzen zu berühren, das mochte er noch nie, und ich solle aufpassen, keine Flecken zu machen, denn er hat gestern erst sein Bett frisch bezogen. Er kommt zu früh.
    Danach noch positiv auf seine Frage: Wie wars reagieren.
    Guter Sex ist Flüstern, Stöhnen, aufmerksame Blicke, Fürsorglichkeit, wenn die Decke wegrutscht...
     
  23. 1) Wenn die Frau nach dem Sex glücklich und entspannt ist, war der Sex gut. Dazu muss es nicht zwingend einen körperlichen Orgasmus gegeben haben.

    2) Es gibt einen körperlichen Orgasmus, der im wesentlichen durch die Stimulation der Klitoris ausgelöst wird, von Frau zu Frau verschieden zusätzlich durch andere Stellen im Vaginalbereich. Dazu braucht eine Frau aber nicht zwingend einen Mann. Und wenn doch, sollte er diese Stellen kennen, mit der Hand oder was auch immer stimulieren. Dazu gehört jedoch Können, so wie bei einem guten "Blowjob".

    3) Es gibt den schwer greifbaren, allgemeinen, emotionalen Orgasmus mit mehr oder weniger stark ausgeprägten körperlichen Anteilen. Das ist das allgemeine Lustempfinden, die Summe der Höhenflüge und ausgeschütteten Glückshormone. Er hat sehr viel mit dem Zusammenspiel zwischen Mann und Frau zu tun, mit Verliebtheit, gegenseitigem Begehren, mit Berührungen am ganzen Körper. Dieser emotional ganzheitliche Orgasmus ist sehr komplex, kann auch in mehreren kleinen Höhenflügen und Lustgefühlen Ausdruck finden und kann im Idealfall mit dem körperlichen Orgasmus kombiniert werden. Muss aber nicht.

    Fazit: Ein bisschen hier und da rubbeln bringt es meist nicht und möglichst lange "raus - rein" erst recht nicht. Es ist das Zusammenspiel, wie beim Tanzen. Lieber ein lustvoller Tanz mit einfachem, gemeinsamem Rhytmus und schönen, aus der Situation entstandenen Bewegungen und Figuren als eine perfekt einstudierte, abgespulte Choreographie ohne Taktgefühl.
     
  24. Wie zu erwarten läuft dieser Thread ja leider mal wieder in Richtung einseitiger Verturteilung eines Geschlechtes. Und wenn ich hier nun wieder diese Selbstverantwortung abgebende Sichtweite lese, dass wenn eine Frau sich im Bett passiv verhält, dies auch wieder die Schuld des Mannes sei, stimmt mich solch eine stupide Äußerung erst sehr wütend und dann habe ich große Zweifel, ob in Anbetracht dieser unreflektiert weiblichen Perspektive zu diesem Thema jemals eine für beide Seiten einvernehmliche und letztlich sexuell befriedigende Klärung erzielt werden kann. Denn es gibt wohl nur weniges, das Frauen wie Männern den Sex mehr vermiest, als im Hinterkopf immer "Du bist Schuld, wenn das hier nicht gut läuft!" zu hören. Als Mann habe ich selbst durchaus schon Sex als unbefriedigend empfunden. Nur als ich dies hier einmal äußerte, oder überhaupt wenn man hier als Mann von seinen Gefühlen spricht, dann war dies in erstem Fall auch wieder meine Schuld, und bei zweitem habe der Sachverhalt unmöglich der Realität entsprechen können. Das Endergebnis ist, dass Männer nicht mehr über ihre Bedürfnisse, Sichtweisen und Empfindungen sprechen, weil es von Frauen offenbar nicht respektiert wird. Auch wenn ich nun etwas abgeschweift bin, könnte diese permanente gegenseitige Schuldzuweisung und nicht Nichtakzepatnz zwischen den Geschlechtern einer der zentralen Gründen sein, weswegen es in den Betten häufig disharmonisch läuft.
    Eines der Probleme bei der Sicht auf den Mann ist mitunter, dass die Erfüllung seiner Sexualität häufig auf Erektion und Ejakulation reduziert wird und dazwischen hat er sich bitte um die Frau zu kümmern, ohne aber Gleiches von ihr erwarten zu können. Erfüllter Sex ist auch für einen Mann etwas anders als das. Daher nehme ich an, dass bspw. durch dieses Missverständis aus anfänglich um die Frau bemühtem männlichen Sexualverhalten aus Enttäuschung und Ernüchterung über die Jahre mechanische Quickies werden können.
    Ich glaube zudem, dass wenn ein Mensch Sex als schlecht erlebt, in der Regel mindestens einer der Partner mit jemandem im Bett liegt auf den er nicht oder nicht mehr steht, dies sich selbst und dem anderen gegenüber aber nicht zugibt. Und dies kann sowohl die Person sein, die den Sex als schlecht erlebt als auch die Person, mit der der Sex als schlecht empfunden wird.
     
    • # 27
    • 27.01.2018
    • void
    Die Frage ist komplex zu beantworten. Eine Frau, die innerlich nicht "frei" ist für Sex, wird immer "gebremsten" Sex haben. Muss nicht schlecht für sie sein, aber "guter" Sex ist für mich anders. Dafür dürfen keine Schranken und Ängste im Kopf sein.

    Es gibt Frauen, die daliegen und denken "mach mal". Keine Ahnung, ob die jemals guten Sex haben, aber ich nehme es an, wenn der richtige Mann kommt und "macht". Ebenso gibt es Männer, die denken, wenn sie ein bisschen gestochert haben und einen Orgasmus hatten, sei das guter Sex. Die scheren sich überhaupt nicht darum, was die Frau will. Also würde ich sagen, wenn beide dem anderen die größte Lust bereiten wollen, ist das eine Voraussetzung für guten Sex - das Achten auf den anderen.

    Und noch eine wesentliche Voraussetzung in meinen Augen ist, dass man den anderen auch wirklich richtig und wahnsinnig begehrt. Dass er gut riecht, dass man wie von einem Magneten angezogen wird, wenn man in seiner Nähe ist usw.. Also es muss auch PASSEN. Die Immunsysteme also, die Pheromone müssen "stimmen".

    Also wären das für mich 3 Punkte:
    - beide sind in der Lage, frei und offen Sex zu erleben
    - beide achten aufeinander beim Sex, dass auch beide was davon haben
    - beide fühlen sich physisch wahnsinnig angezogen voneinander.

    Das wird aber auch andere Definitionen geben. Wenn z.B. gewisse Neigungen reinspielen wie weiblicher Masochismus.

    Von mir gibt es dazu ein klares Nein.

    Und noch eine Frage: Wir sprechen hier über SEX, nicht über Verführung und Erotik, oder? Ich bin vom reinen Beischlaf ausgegangen und von Befriedigungstaktiken, nicht von Verführung ZUM Sex oder "wie schaffe ich es, ein aufregendes Sexleben in meiner Bez. zu erhalten".
     
  25. Für Frauen ist Sex mit einer großen Anzahl von gesundheitlichen Risiken verbunden.
    Es ist mittlerweile nachgewiesen, dass Gebärmutterhalskrebs u.a. von HPV Viren ausgelöst wird, welche beim Sexualverkehr übertragen werden. Diese Viren sind danach auch 20 Jahre später noch im Körper der Frau und können Krebs auslösen.

    Je mehr Sexualkontakte eine Frau hat, umso mehr steigt das Krebsrisiko. Eine Vielzahl unterschiedlicher Viren, was vor allem bei einer größeren Anzahl verschiedener Sexualpartner zutrifft, wirkt sich besonders ungünstig aus.

    Statistiken haben erwiesen, dass Frauen in monogamen Beziehungen mit wenig Sexualverkehr deutlich weniger von Gebärmutterhalskrebs betroffen sind. Bei Frauen, die vollkommen sexuell enthaltsam leben, tritt dieser hingegen so gut wie nie auf.

    Ich stelle mir unter diesen enormen gesundheitlichen Risiken schon ernsthaft die Frage, wie eine Frau bereits beim 5.Date mit einem Mann sexuell verkehren kann und damit in der Regel neue Viren aufnimmt.

    Da zumindest manchen Frauen dies bewusst ist, ist dies eine Erklärung auf deine Feststellung, dass Männer häufiger Sex wollen als Frauen
     
  26. Lieber Tom,ich liebe deine Beiträge und Russin bin ich auch, deswegen helfe ich dir (und allen anderen Mânnern)gern.Grins.Du bist ein ausgesprochener Kopfmensch,aber es gibt def.irgendwas,was du magst.Z.B.Gas geben.Wie fühlt sich das an?Das Gefühl der Macht,der Druck des Pedals,Geruch der Reifen, Windrauschen... Übertrag das auf deine Freundin-Geruch ihrer Haare..Gefühl ihrer Haut auf deiner.Ihre Wärme.Ihr Arsch.Beliebig fortsetzbar.Ja, Mann wird manchmal rührseelig.Das erste tiefe Gefühl wird dir den Boden unter den Füssen wegreissen.Aber wenn du das aushältst, wirst du dich befreit fühlen.Fahren gelernt hast du schliesslich auch.
     

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