1. Lieber @gast_xy , ich fände es schade, wenn das die Bilanz ist. Aus meiner Sicht erlebe ich den Thread nicht als einseitiges Frau gg Mann. Der männliche FS wollte doch explizit, dass guter Sex aus Frauensicht beschrieben wird. Er stellte ja nicht die Frage, was wir Frauen selbst tun, um gute Liebhaberinnen zu sein und ob wir selbst lediglich passiv unserer Befriedigung harren. Persönlich würde ich mir sehr wünschen, dass mein Partner mir gegenüber auch unangenehme Wahrheiten, z.b. unerfüllte Bedürfnisse aussprechen kann.
     
  2. Schlechter Sex ist für mich, wenn ich mich drauf einlasse, obwohl ich nicht will.

    Wenn ich mitmache, nur, um ihm einen Gefallen zu tun und mich damit selbst nicht mag.

    Sex ist für mich immer dann schlecht, wenn er nicht einvernehmlich und von beiden Seiten gerne gewollt ist.

    Ich habe auch schon erlebt, dass ich erst beim Essen Appetit bekam. Beim Sex ist das schon auch so. Aber am schönsten und am bereicherndsten ist Sex für mich, wenn ich meinen Mann wirklich wollte und er mich.

    Alles andere ist doch wohl die bekannte "Triebabfuhr". Das will ich doch nicht. Dann mache ich es mir lieber selbst. Obwohl ich die Vorstellung, dass mein Mann es sich selbst macht, weil ich nicht will, auch irgendwie schwierig finde.

    Wie ist es denn, wenn beide sich füreinander entscheiden. Klar und laut und deutlich sagen: Ja, genau du bist es!! und dann danach leben?

    Das kann doch gut gehen, oder?!

    Es gibt doch auch noch ganz andere Wege, mit einem Triebstau umzugehen. Wie das schon klingt. Will ich denn mit sowas konfrontiert werden? Ein Trieb ist doch etwas, dass man von sich selbst isoliert hat und das man deshalb beherrschen muss.

    Wie ist das denn, wenn man alle seine bewussten und unbewussten Teile für sich und bei sich behält und nur mit dem teilt, mit dem man eine Einheit, also Mann und Frau bildet?
     
  3. Na genauso wie Frauen das auch "sollten". Die Freude an der Lust genießen, hemmungslos sein, sich keine Gedanken darüber machen, was das Gegenüber vom Schmerbäuchlein hält oder den Geräuschen, beobachten und fühlen, statt zu denken oder einen "Plan abzuarbeiten .. keine Ahnung was einem Mann dabei durch den Kopf geht?

    Ich nicht. Ich bin danach auch müde und will schlafen.

    Den schlimmsten Sex hatte ich mit einem Mann, der mich nicht schlafen ließ, sondern ständig reden musste. Ich konnte mir nicht vorstellen, wie aggressiv es mich machen würde, wenn mich jemand mit permanenten Liebesschwüren immer wieder weckte.

    Oh ja, das finde ich auch ganz schlimm.

    Ich finde es dann auch schwierig, jemanden der so von sich überzeugt ist, klar zu machen, dass das nicht toll ist. Zumindest nicht für mich.

    Zulange finde ich fast noch schlimmer als zu kurz.
     
  4. Bitte was? Was soll denn eine Frau, deiner Meinung nach, sonst machen, wenn sie mit dem geliebten Mann nicht zum Abschluss kommt? Vielleicht wie @Noor , sich selber befriedigen und alle Nummern, wie in Pornos durchspielen, damit der Mann zufrieden ist? Nicht dein Ernst?
    Das hat mein erster Freund auch immer gesagt…. mit der Ergänzung, ich sei Schuld das er zu schnell kommt. Ich solle doch bitte seinen Orgasmus hinauszögern und mich nebenbei um meinen kümmern!
    …. Sonst noch Wünsche?.., habe ich mir gedacht.
    Er war nämlich der Überzeugung ich sei "Schuld" das er so schnell kommt. Das empfand er auch als super unbefriedigend, weil es sooo schnell vorbei war und meinte ich solle mich doch bitte darum kümmern!
     
  5. Schon, allerdings bei einem guten Liebhaber! Es sein denn, dein ganzer Körper ist eine erogene Zone und es ist egal wo du berührt wirst.
    Mir reicht es definitiv nicht, das es einvernehmlich ist.
    Es ist wie beim Essen: Nicht alles was lecker aussieht, schmeckt tatsächlich auch.
     
  6. Das was ich schreibe gehört ganz genau dazu! Deshalb ist es wichtig, eine Frau zu fühlen, ihre Wünsche zu antizipieren, um sie regelmäßig zu der Spitze der Freude zu bringen. Atmosphäre, Entspannung, Vorspiel, Das ist von Frau zu Frau verschieden, aber! Meiner Meinung nach soll man zuerst eine Frau richtig erregen! Vorspiel ist sehr wichtig, es kann eine Massage sein, die leicht in Liebkosung von Zunge fließt, besonders der Bereich um den Unterbauch und die inneren Oberschenkel! Für Frauen ist auch eine harmonische Umgebung sehr wichtig – ein gedämpftes Licht oder Kerzen, ruhige Musik.
     
  7. Es kommt ja auch immer ein bisschen auf das WIE an. Die Schuldzuweisung deines Freundes und dass du dich dann selbst um dich kümmern sollst, finde ich völlig daneben. Da würde es mir auch vergehen.

    Aber man merkt doch auch, wenn ein Mann kurz davor ist, da kann man ihn doch auch mal ausbremsen, das finde ich im übrigen ein sehr nettes Spielchen :)

    Es kommt doch auf das Miteinander an, wenn es insgesamt dann länger dauert, haben ja letztlich beide was davon. Was ist daran so schlimm?

    Was Frau machen kann wenn sie nicht zum Abschluss kommt? Ihm sagen was sie möchte, seinen Kopf oder seine Hände packen und ihm zeigen, was er zu machen hat ! :)
     
    • # 37
    • 27.01.2018
    • Noor
    Liebe Silencea, das hast du leider völlig missverstanden! Ich spiele weder Pornos nach (das finde ich im Gegenteil völlig abwegig und abturnend, weil umkreativ und Schema F, und den einzigen Mann, der das ernsthaft von mir verlangt hat, habe ich sofort verlassen), noch befriedige ich mich beim Sex selbst. Aber ich komme immer. Weil mir Sex sonst auch viel weniger Spaß macht.

    Selbst wenn der Mann nicht besonders begabt ist, kann ich durch bestimmte Techniken über meine eigene Lust ziemlich weit selbst entscheiden. Und nein, @frei, ich brauche es auch überhaupt nicht hart. Im Gegenteil, durch jahrelanges Training habe ich gelernt, sogar Orgasmen haben zu können, wenn man die Geschlechtsorgane dabei gar nicht berührt.

    Ich hatte auch grandiose Liebhaber, die ihre Sexualität selbst verstanden, durchdrungen und verfeinert hatten, die selbst ihre und meine Lust tagelang steigern konnten, überhaupt nicht mehr fixiert auf irgendwelche Akte waren, und mit denen ich in Kopf, Herz und Leben aufs Innigste verschmelzen durfte.

    Die anderen hatte ich natürlich auch. Mit dem Mann, über den ich hier schrieb, war es eben so, dass wir unzertrennlich den ganzen Tag unsere Kunst machten, liebten, feierten und stritten. Anlässe zum Sex gab es da mehrfach täglich, danach machten wir einfach weiter, auf dem selben hohen Energielevel. Der verstand aber eigentlich nichts von Sexualität. War trotzdem gut, weil unsere Körper so harmonierten.

    Heute, arbeitend und lange verheiratet und Mutter mit mehreren Kindern ist diese Art von Artcore-Sex zwischen mir und meinem Mann natürlich nur noch sehr selten drin. Da ist dann auch viel Standard, und das ist auch völlig ok so.

    Aber wenn wir alleine reisen, dann... ploppt die ansonsten eingefaltete Sexualität wieder wie ein großes, freischwebendes Zelt in uns und für uns auf... Und dann gibt es auch Tage voller Versenkung, sexueller und intellektueller, künstlerischer und spiritueller Natur... *sofortdennächstenurlaubbuch*

    LG

    Noor
     
    • # 38
    • 27.01.2018
    • frei
    Hm...das kann natürlich niemand wollen.
    Wenn du dich in Beziehungen zurück ziehst und nicht mehr über deine Wünsche oder auch Ärgernisse sprechen magst, weil du Streit oder Disharmonie fürchtest, wird das nicht lange gut gehen.

    Hier im Forum ist das anders, da kannst du natürlich entscheiden, lieber nichts mehr zu posten, sondern nur noch mitzulesen, das ist vollkommen ok.
    Aber falls du doch mal wieder etwas sagen willst, so wie jetzt ja zum Glück, nimm es bitte nicht persönlich, wenn dir Gehässigkeiten entgegen schlagen.
    Das gehört zum Spiel, das ist gerade das, was für den ein oder anderen hier den Gewinn ausmacht.
    Hier hat es sogar mal eine Frau auf den Punkt gebracht, sie habe Spaß am Widersprechen, ganz ohne den Inhalt dessen, was sie sagt.

    Und natürlich wirst du hier die Hardlinerinnen treffen, die finden, dass der Mann per se an allem Schuld ist und für alles verantwortlich. Streich das einfach raus, wie man eine seriöse Statistik um die Ausreißer bereinigt.
    Vielleicht erinnerst du dich noch, ich schätze, dass nur wenige dir vorgeworfen hatten, du seist schuld, mitnichten alle, stimmt's ?
    Nun, ich denke, dass es in vielen Fällen umgekehrt ist, aber ich glaube dir, dass du persönlich diese Erfahrungen gemacht hast.
    Mein Freund nämlich auch und zwar ausschließlich, bis er mich traf.
    Ich tippe, dass das kein Zufall ist, denn er sieht wie ein Macher aus und zieht damit passive Frauen an.
    Riesig groß, ein echter Brocken, riesige Hände, Schuhgröße 47, heftig behaart, schwarz gekleidet, Schiebermütze ( lechz ), wer kommt da schon auf einen submissiven, lieben, süßen Kerl ?
    Seine Exen legten sich wie Käfer auf den Rücken ( sein Zitat ) und erwarteten Bedienung.
    Er fand das vielleicht zwei- oder auch fünfmal gut, danach erfüllte er vielleicht noch ein Jahr seine häusliche Pflicht und dann schlief es ein, was er als Erleichterung empfand.

    Auch er dachte, wie du, das sei halt so, Sex sei halt so.
    Reden hätte vielleicht geholfen.

    w 50
     
  8. Hallo Ejscheff,

    eine sehr interessante Frage, die du da stellst. Ich kann hier den meissten zustimmen. Schlechter Sex ist, wenn ich das Gefühl habe, der Mann möchte seinen Trieb befriedigen und es geht ihm nur um sich selbst. Außerdem hasse ich die Routine. Wenn der Sex immer gleich abläuft und ich weiss schon, wenn der Mann wieder das gleiche Programm fährt und es darauf hinausläuft.

    Als neugierige und leidenschaftliche Frau brauche ich die Abwechslung und das spontane und unvorhergesehene. Ich möchte überrascht werden und dazu sollte er mir mit den Blicken sein Begehren zeigen. Ein Mann, der weiss was er will und das zeigt, ein Macher. Außerdem merkt er sich, was ich mag und wo ich gern berührt werde. Es gab in meinem Leben schon Männer, denen ich gezeigt habe,was ich mag und beim nächsten mal hat er es schlicht und ergreifend nicht mehr gewusst. Unbegreiflich für mich.

    Im Rückblick habe ich folgende Erkenntnisse gesammelt: Wenn er nicht gut küsst, also zu schnell und ohne Gefühl, dann war der Sex nur mittelmäßig. Taktgefühl ist bei Männern auch von Vorteil. Außerdem soll er leidenschaftlich, phantasievoll und Genießer sein.

    Man sagt ja, dass man leidenschaftliche Menschen ean den Lippen physiognomisch erkennen kann. Männer mit Strichlippe sind leidenschaftlos und keine Genießer. Davon lasse ich die Finger.
     
  9. Schon… nur wenn der Mann bei der ersten Runde (ungelogen) ca. 2-3 Minuten braucht und bei der 2. Runde dann vielleicht 5 Minuten, kann ich da wirklich nicht viel machen.
    Aber um ehrlich zu sein, war das schon ganz ok für mich, denn es war wenigstens schnell vorbei… naja, die Meckerei hinterher aber nicht ;-)
    Hat nicht geklappt. Es war einfach unangenehm…. irgendwie gefühllos, als ob er irgendwelche Dinge, die er mal gelesen hat, ausprobieren würde. Als ob er im Lift stehen würde und ganz oft auf eine Taste drückt, in der Hoffnung, der Lift wird schneller.
     
  10. Lach.. ist mal ganz nett, aber bitte nicht immer.
    Wenn der Mann erst das Licht dämpft, Kerzen anzündet, sanfte Musik auflegt ist mir das zu unspontan, auch wenn's lieb und einfühlsam gemeint ist. Ich gehöre aber eh weniger zur Romantik-Fraktion und mehr zur Gruppe wild und schmutzig... Bei mir dürfte eher Metal nebenbei laufen. Ich weiß aber von einigen Frauen, dass sie Romantik sehr schätzen.
    So unterschiedlich sind wir...
    Dies nur als kleiner Einwurf, da Männern in diesem Thread überdurchschnittlich häufig Stereotypie vorgeworfen wurde - nichts für ungut lieber Master.
    Das ist doch Quatsch. Hier schildern Frauen ihre Erfahrungen und auch ihre Wünsche entsprechend der Ausgangsfrage.
    Umgekehrt könnte man sagen: wie zu erwarten kommt wieder ein Mann daher, der sich persönlich angefressen fühlt.
    Ich bin mir sicher, auch für die Frauen wäre ein Gegen-Thread "Was macht für Männer guter Sex aus?" interessant.
     
  11. Gut ist der Sex dann, wenn er mich liebt, wenn er also die Fähigkeit hat, sich auf mich einzuschwingen, in der ganz alltäglichen Kommunikation.

    Wenn er klar über seine Gefühle und Bedürfnisse (die sexuellen und auch die ganzen anderen) spricht. Wenn er auch NEIN sagen kann.

    Wenn er weiß wer er ist, was er mag, das klar sagt und dazu steht.

    Körperlich ist der Sex dann gut, wenn er spielen kann, frei und neugierig ist.

    Ach..Männer sind schon toll. : )
     
    • # 43
    • 27.01.2018
    • void
    Nee, ehrlich. Ich bin ne Frau und kann das sofort falsifizieren. Vorspiel ist nicht per se wichtig, wenn ... der bestimmte Typ Frau auf den richtigen Mann trifft. Verführung vielleicht, aber nicht "wir wollen bald Sex haben, also stimm ich dich mal ein, während du schon merkst, worauf es hinausläuft". Wenns nicht der richtige Mann ist, kann es vielleicht auch schön werden, aber ist nicht dasselbe wie total heiß auf jemanden sein.
    Vorspiel kann passieren, wenn es hocherotisch ist, aber MUSS nicht, weil frau selbst scharf drauf ist. Wer IMMER Vorspiel braucht, ist vielleicht so ein Typ Frau, der nicht leicht auf Touren kommt. Nicht der heißblütige, leidenschaftliche Typ, sondern eher der Typ, für den erst die Lust geweckt werden muss. Ich weiß nicht, wie diese Frauen empfinden.

    Harmonische Umgebung wär mir da auch egal, außer es ist irgendwas total nervtötend. Massage würde mich irritieren, wenn beide wissen, dass sie "es" wollen. Musik als Stimmungsmacher würde mich ablenken, Kerzen - falls sie einfach schon brennen, okay. Aber wenn sie brennen und ich denke, das soll mich jetzt einstimmen, könnte es sein, dass es genau das Gegenteil bewirkt, FALLS der Mann verkrampft daherkommt und ich denke, ich komme in Lieferungszwang. Wenn ich auch Sex will, kann es sein, dass ich denke "warum dieser Umweg, komm zur Sache". Wenn man in einer Beziehung ist, ist das noch anders. Aber da ist für mich die Massage eine Massage und kein wirklich geplantes Vorspiel. Also sie KANN zum Sex führen, SOLLTE aber nicht MÜSSEN. Wenn der Mann mich nicht so gern massiert, sollte er das auch nicht mit der Absicht mich einzustimmen tun.

    Eine Frau richtig erregen kann mann meiner Ansicht nach nur durch sich selbst. Durch Geruch, Aussehen, Bewegung. Wenn das schon nicht funktioniert, wird in meinen Augen der Sex nur lauwarm. Aber das kann für andere Frauen ganz anders sein.

    Orgasmen vorspielen würde ich wohl nie. Habe ich jedenfalls bislang nicht, weil ich denke, wenn es nicht gut war, lag es an mir oder an irgendwas, aber ich muss nicht lügen, als hätte ich ein Kind vor mir, das Selbstzweifel bekommt und wahnsinnig mit sich hadert, weil bei mir was blockiert war. Schlechten Sex würde ich nicht mit gespieltem Orgasmus belohnen, denke ich (keine Ahnung, ob es Ausnahmesituationen geben könnte, aber ich bin kein Therapiewesen). Ich kann mir auch vorstellen, dass das nicht so einfach ist, aber mein innerer Drang wäre, einer Frau, die gerade denkt "hoffentlich ist der bald fertig", zu sagen, dass sie es sofort abbrechen soll. Denn frau ist keine Dienstleisterin, die ihre eigenen Empfindungen und Interessen zurückstellen sollte, nur damit ein anderer eine Befriedigung erleben kann.
     
  12. Moin,

    schon interessant... es ist schlecht, wenn der Mann vor allem seinen Trieb ausleben will, und er soll die Frau stattdessen spielen wie ein Instrument.
    Von Frauen finde ich das ein eher gutes Vorgehen, das die Sache für mich als Mann durchaus eher attraktiver macht, wenn sie z. B. zielstrebig auf ihren Orgasmus hinarbeitet. Ist aber tatsächlich eher selten.

    manchmal
     
  13. Mir geht leider alles, was als "guter Sex" beschrieben wird, ziemlich (und mit zunehmendem Alter immer mehr) auf die Nerven...also Küssen, Vorspiel, sich Zeit lassen, ein Mann, der auf die Frau eingeht usw. Meinem Empfinden nach soll der Mann einfach machen - schnell, rücksichts- und schnörkellos (die geschmähte "Triebabfuhr"), und wenn ich in dem Moment absolut nicht will, werde ich mich schon wehren.
     
  14. Aber tut man sich als Frau damit denn einen Gefallen? Ok, wenn man einen ONS unter diesen Umständen abbricht, vielleicht.
    Aber in einer festen Beziehung kommt man ja um den Sex, ob man persönlich ihn jetzt gut oder schlecht findet, doch nicht herum, und wenn man das Thema durch "Unmutsbekundungen" auch noch problematisiert, macht man es sich meiner Meinung nach nur schwerer. Da finde ich es für alle Beteiligten einfacher, wenn ich als Frau eine Show abziehe.
     
  15. Für mich ist guter Sex vor allem eine Frage des Vertrauens, denn sonst kann ich mich nicht fallen lassen. Und dieses Vertrauen hat nichts mit Kerzen im Schlafzimmer oder Vorspiel zu tun, sondern mit der grundsätzlichen Beziehung. Ich werde nie wieder einen Mann akzeptieren, der mich nur küsst oder streichelt, wenn er Sex haben will; um das Wort noch mal zu zitieren: Ich war lange genug ein Instrument zur „Triebabfuhr“.

    Wenn grundsätzliches Vertrauen da ist, ist mir das setting beim Sex eigentlich ziemlich egal, Hauptsache es ist keine bloße Rein-Raus-Nummer. Für meinen Orgasmus kann ich leicht selber sorgen oder dem Mann mitteilen, was ich von ihm haben möchte. Aber guter Sex ist bei mir definitiv nicht an meinen Orgasmus gebunden, im Gegenteil: das verzweifelte Bemühen eines Mannes, mich zum "Höhepunkt" zu bringen, finde ich teilweise eher kontraproduktiv. Wenn ich mich unter Druck gesetzt oder zu einer Leistung gedrängt fühle, ist es mit meiner Lust ganz schnell vorbei.

    Da hilft nur zu kommunizieren, aber es scheint für Männer schwer vorstellbar zu sein, dass ich manchmal auch ohne Orgasmus vollkommen happy sei kann. Ich habe überhaupt kein Problem damit, mit meinem Partner ins Bett zu gehen, tollen Sex zu haben, ihm zum Orgasmus zu verhelfen und damit zufrieden zu sein. Einen Orgasmus vorgespielt habe ich noch nie und es käme mir auch nicht in den Sinn.
     
  16. Schade, dass Du das so siehst,denn ich finde nicht,dass wir Frauen hier nur ablästern, oder gar Schuld zuweisen, denn immerhin sind beim Akt zwei beteiligt. Sie hat also immer ihren Anteil, sondern wir hier unsere guten und weniger guten Erfahrungen posten. Du musst sehr schlechte Erfahrungen gemacht haben.
    Schlechter Sex sollte kommuniziert werden, ob verbal oder non-verbal. Das ist meine Erkenntnis nach über 30 Jahren.
    Wie soll der andere wissen, was mir gefällt und umgekehrt, wenn ich es nicht selbst herausfinde.
     
  17. Märchen beginnen mit “Es war einmal„ ...
    Meine Antworten in diesem Forum zunehmend, wenn ich es überhaupt noch tue, mit “Wieder einmal„ ...
    frage ich mich, warum man sich der Art mit einem Thema beschäftigt. Wenn Du Dich nur mit gutem Sex beschäftigen würdest, bräuchtest Du nicht nach schlechtem fragen. Aber tröstend kann ich Dir berichten, dass ich (wieder) gelernt habe, die “Halbleere-Glas-Fraktion„ aus meinem Leben zu verbannen und zu halten. War gar nicht so einfach, es sind sehr viele, zu viele.

    Guter Sex?!
    Voraussetzung ist, dass sich Beide mit allen Sinnen “riechen„ können. Wenn sich dann noch beide darum “kümmern„, dass es der/dem Anderen gut dabei (er)geht, ist er aus meiner Sicht gut und gibt es keine Bretter und Triebabfuhren. Ja, daher ist es, @Tom26, schwierig sich fallen zu lassen, aber mit zunehmenden Vertrauen und Vertrautheit ebenso möglich.
    So hatte ich noch keinen schlechten Sex, nur nicht immer besten. Sie auch nicht. Warum sich so viele Frauen diesen antun, das ist für mich eine interessante Frage, die ich mir selbstverständlich entsprechend meiner Philosophie und Lebenseinstellung nie stellen würde, und sagt viel über diese Frauen aus. Zumindest in entsprechender Lebensphase.

    Ach ich vergaß, ich bin ja nur ein Mann und nicht gefragt.
     
  18. Schlechter Sex ist für mich:

    - er versucht mich zum Orgasmus zu bringen.
    - er will oral stimuliert oder befriedigt werden
    -er will verführt werden

    Guter Sex ist für mich:
    - jeder agiert nach seiner eigenen Lust.
    - Keiner versucht den anderen zum Orgasmus zu bringen
    - er verliert die Kontrolle, Koof ist komplett ausgeknocked.

    Zärtlichkeit gehört für mich zum Alltag und zum Nachspiel. Zumindest die bewusste.
     
  19. Wenn Männer darauf fixiert sind, dass Frau einen Orgasmus bekommt, womöglich den eigenen deshalb stundenlang rauszögern und einen erwartungsvoll angucken. Da kann ich hundertmal sagen, dass ich alles andere an Gefühlen während des gesamten Aktes wichtiger finde und total genieße, von der ersten bis zur letzten Sekunde, seine Gefühle mitzuerleben, jede Berührung, jeden Blick, das tolle Gefühl beim GV, die Wärme und Nähe...dass ich am Ende auch ohne Orgasmus absolut glücklich und entspannt sein kann. - Wenn einem das nicht geglaubt wird und der Mann trotzdem enttäuscht ist. Das ist extrem nervig, sodass man als Frau dadurch erst recht nicht kommt gemeinsam mit dem Mann, und sich massiv dazu genötigt sieht, den O. vorzuspielen. Dabei ist es doch nichts besonderes: einen Orgasmus kann doch Jede/r mit Selbstbefriedigung innerhalb von 5 Minuten haben (ich jedenfalls). Aber all die anderen schönen Gefühle kann man nur mit Partner haben. Sehr schade, wenn der Sexpartner dann mit solchem Leistungsdruck alles kaputt macht.
     
  20. Guten Morgen,
    das kann nicht sein liebe FS, denn es wird ja hier behauptet, dass nahezu alle Frauen schon mal diesen Höhenflug vorgetäuscht haben.;-) Solche irreführenden Meinungen direkt von Frauen ausgesprochen, hinterlässt natürlich auch in den Köpfen der Männer kleine Dachschäden. Denn sie können nicht wissen, ob hinter so einer Aussage nicht der pure Neid steckt, oder das eigene Versagen, das man anderen auch gleich mit überstülpt.

    Es gibt einige Frauen, die ihrem Mann nur das schenken können, Vortäuschung falscher Tatsachen, weil sie sonst wenig geben können und großzügig ihrem Mann den vorgetäuschten Erfolg gönnen. Für mich wäre dieses Vortäuschen ein Verrat, der ein zerstörrerisches Ausmaß hat. Zu glauben, dass der Mann zu dusselig ist, das zu erkennen, der irrt. Er mag es an Äußerlichkeiten nicht erkennen und sich kurz täuschen lassen, aber tief im Inneren, wird er diese Disharmonie spüren. Denn ein richtiger Orgasmus berührt die Seele ganz anders, als ein vorgetäuschter.
    Männer können durchaus damit umgehen, wenn man sie einlädt, an der sexuellen Welt der Frau teilzunehmen, nur wie sie einladen, darauf kommt es an.

    Zu einem miserablen Sex gehören immer zwei, deswegen kann sich keiner rausreden und den schwarzen Peter dem anderen zuschieben. Mit dem konsumieren von Sex verhält es sich so, wie mit anderen Dingen auch, wer sich zumüllt mit Sex bis zum Abwinken, ohne in seine Untiefen für sich die Wahrheit über den eigenen, individuellen Sex zu spüren und zu erfassen, wird die Erfahrungen machen, die man macht, miserable. Die Dosis macht auch hier das Gift. Allein das Wissen um das, was man nicht will, genügt nicht, um ein sexuell glücklicher Mensch zu werden.
     
  21. Zum Thema Kerzenlicht: ein Ex- Freund zündete immer, wenn er Lust auf Sex hatte, die Kerzen an. Sonst nie. Das war zu vorhersehbar.

    Da ich erst mit Ende 30 meine Lust entdeckt habe, fakte ich 20 Jahre Orgasmen. Durch Einnahme der Pille und vielleicht auch, weil die richtigen Männer erst spät kamen, war ich nicht orgasmusfähig.

    Am Anfang aller Beziehungen war ich ehrlich. Mir macht es nichts aus, beim Sex keinen Orgasmus zu haben. Spaß hat es mir anfangs trotzdem gemacht. Aber das kam nie gut an. Die Männer waren enttäuscht und gekränkt. Zudem wurde zwanghaft und ewig lange versucht, mich endlich zum Orgasmus zu bringen. Männer gehen viel zu oft von ihrer eigenen Sexualität aus, die sehr orgasmusfixiert ist. Gefakte Orgasmen waren für mich eine Notlösung, um nicht stundenlang Sex oder einen bockigen Mann ertragen zu müssen.

    Aus heutiger Sicht denke ich, ich hätte alleine bleiben sollen. Aber leider habe ich erst mit über 40 entdeckt, wie toll ein Singleleben ist. Damals wollte ich keinen Sex, die Männer aber als wichtigsten Menschen in meinem Leben nicht verlieren. Ich wusste, wenn wir keinen Sex haben, dann verlassen sie mich und dann haben sie an mir kein Interesse mehr.
    Nur mein Ex- Mann hat fast 10 Jahre akzeptiert, dass wir sexlos zusammen lebten. Er hat mich als Mensch geliebt, egal ob wir Sex hatten oder nicht. Aber solche Männer sind selten.
    Zum Glück sind diese Zeiten vorbei. Ich wäre nicht mehr bereit, einen Orgasmus zu faken. Ok, leicht gesagt, weil ich ja mittlerweile meistens einen habe. Aber ich weiß nun, dass ich prima alleine leben kann. Unabhängigkeit ist für mich die Voraussetzung für ehrliche Sexualität. Als emotional oder finanziell abhängige Frau kann ich mir gar nicht leisten, nie einen Orgasmus zu liefern.

    Die Sexualität mit meinem aktuellen Freund ist locker und spielerisch. Wir fangen beim Näherkommen nicht mit dem Ziel an, einen Orgasmus haben zu wollen. Ich denke, es ist wichtig, sich als Paar oft zu berühren und sich immer wieder scharf zu machen. Wir machen das täglich, aber es kommt nicht immer zum Sex. So bleibt es unvorhersehbar und spannend. Man bleibt besser in Kontakt und die Sexualität versandet nicht so schnell.
     
    • # 54
    • 28.01.2018
    • void
    Ich vermute, dass es für die Frauen in dem Moment das Umgehen eines Problems ist. Man will nicht diskutieren und es soll, falls die Frau orgasmusfähig ist, nicht rauskommen, dass sie auf den Mann keine Lust mehr hat oder es nicht so häufig will. Vielleicht macht sie es auch aus Angst, dass er sich Sex sonst woanders holt.

    Oberflächlich gesehen schon. Das ist sicher zu unterscheiden: a) Habe ich NIE Orgasmen, weil ich selbst nicht kann, b) habe ich NIE Orgasmen, weil es der falsche Mann ist oder c) könnte ich Orgasmen haben, aber er macht es einfach immer falsch bzw. mir ist nur nicht so häufig nach Sex wie ihm.

    a gibt sich selbst die Schuld und könnte es erstmal sowieso nicht ändern (beim nächsten Mann wäre es ja genauso, deswegen ist es vielleicht eine Therapiefrage oder einfach ne Neigung oder wie auch immer), b hat den falschen Mann gewählt, sexuell inkompatibel, c verkauft ihren Orgasmus für eine andere Sache, die sie braucht wie z.B. keine Diskussionen, bzw. erfüllt das Bedürfnis nach mehr Sex und hat wenigstens ab und an Orgasmen, wobei ich mich frage, ob das noch geht, dass man überhaupt noch Lust auf diesen Mann entwickelt, wenn man "so oft" zum Sex "herangezogen" wird.

    Aber guter Sex ist für mich ein Bestandteil einer guten Bez., also die Einstellung "man kommt um Sex nicht herum, egal ob er gut oder schlecht ist" wäre für mich schon falsch für eine gute Beziehung.

    Macht Vortäuschen nicht was sehr Schlechtes mit der Beziehung? Erstmal IN der Frau? Sie hält still, damit er sie benutzen kann für sein Vergnügen und heuchelt auch noch, ihr hätte es auch Spaß gemacht. Kann man jemanden lieben, den man so behandelt wie eine selbstlose Mutter, die ihre Bedürfnisse hintenan stellt für ihr Kind, aber es eigentlich nicht gern tut?
    Und kann so eine Beziehung gut sein, wo man selbst so lügen muss, damit keine Probleme auftreten?

    Das sind keine Feststellungen, nur Fragen. Ich kann es mir nicht vorstellen, dass ich faken würde und dann noch zufrieden sein könnte mit dem Rest der Beziehung.
     
  22. Hallo Ejscheff,


    Hallo allseits,

    ich habe auch noch nie einen vorgetäuscht, denn dann würde ich mich selbst täuschen. Das widerstrebt mir. Wenn ein Mann dann ein schlechtes Gefühl hat, ist das nicht mein Problem. Schlimm finde ich auch, wenn der Mann sich bei der ganzen Sache dermaßen unter Druck setzt, sodass mir die Lust total vergeht. Irgendwie scheinen die Männer zu denken, dass der Orgasmus unbedingt das Ziel sein soll. Für die meissten Frauen ist er nicht so bedeutend wie für Männer. Er ist sozusagen die Sahnehaube auf dem Kuchen...
     
  23. Dass es "schlechten Sex" und "guten Sex" gibt und somit "schlecht im Bett" und "gut im Bett", habe ich erstmals als Teenager in einer Zeitung gelesen. Damals gab es noch kein Internet, aufgeklärt wurde man in Jugendzeitschriften ...

    Sensibel wie ich bin, war ich regelrecht erschrocken. Wie jetzt, dachte ich damals, könnte das möglicherweise heißen, dass, wenn einer Schluss macht, die Begründung nachreicht: Du warst schlecht im Bett ...
    Wo es diesen Thread nun gibt: Ich kann mich nach all den Jahrzehnten gut daran erinnern. Auch, dass ich kurze Zeit später gelesen habe, was "guten Sex" ausmachen soll: dass man im Bett miteinander lachen kann - MITeinander, nicht ÜBEReinander ... Das hat mich dann wieder etwas beruhigt ...

    Bekanntlich bin ich insofern nicht aktiv. Ich glaube jedoch - mit noch immer leicht romatisch-verklärtem Blick -, dass, wenn sich zwei Menschen finden, die wirklich beide richtig ineinander verliebt sind - die sind einfach glücklich, sich zu fühlen, den anderen ganz nah bei sich zu haben. Die können auch stundenlang schmusen, sich küssen - und wundern sich mit einem Mal, wie schnell die Zeit dabei vergangen ist. Das stelle ich mir unter "gutem" - ich sage lieber liebevollem - Sex vor ...
     
  24. Was mir noch rein technisch einfällt.Wenn man dauernd Stellung wechselt.Kaum lässt sich Frau fallen und konzentriert sich auf Gefühl, wird sie rausgerissen.Oder man verschiebt den Winkel, dieses zurechtbiegen lenkt ab. Was noch.Wenn mann dabei flüstert,was er mit mir machen würde,während er drin ist (?). Oder permanent küsst und/oder nachfragt, ob mir Sex gefällt.Küssen für mich entweder davor oder danach, sonst lenkt es ab.Es gibt aber dieser Typ mann,küssen, streicheln,sanft.Mann,das ist oft nervig.Davor gut, währenddessen ist wie Porsche mit Handbremse.Und absoluter Abtörner,wenn man kaum angefangen,den Kopf der Frau nach unten drückt.Oder gibt zu verstehen stehen, Frau soll sich um seinen "Freund" kümmern.Das mache ich gern,aber als Pflichtprogramm vergeht mir die Lust.
     
  25. Naja, ich weiß ja nicht.
    Wenn die Frau grundsätzlich kommen kann, aber mit ihrem Partner (in X Jahren), trotz Gesprächen, Erklärungen oder Anleitungen nie einen Orgasmus hat, finde ich das jetzt nicht gerade unwichtig oder befriedigend.

    Vielleicht ist das ja auch ein Grund, warum der Sex nach einer Weile einschläft? Die Frau will nicht mehr, weil sie nicht auf ihre Kosten kommt?
     
  26. Hier wiederholen sich besonders drei Punkte

    1) Orgasmus vortäuschen
    2) Einschlafen/Müdigkeit nach dem Sex
    3) Sich fallen können

    Meine Meinung dazu

    1) Wenn mir nicht direkt gesagt wird "Ich habe dir einen Orgasmus vorgetäuscht" spielt es für mich überhaupt keine Rolle ob es sich um einen echten oder einen Fakeorgasmus handelt. Ich merke es ja nicht.

    2) Müde nach dem Sex sind nicht nur Männer sondern auch Frauen. Außerdem lässt sich das nicht generalisieren. Mich vitalisiert Sex oft. Ich bin dann nicht müde sondern eher fit. Müde bin ich manchmal.

    3) Ich definiere sich völlig fallen lassen können mit völlig die (Selbst)Kontrolle aufgeben (können). Das kann ich tatsächlich nicht. U.a. nicht, weil ich Frau achte. Ich achte nicht darauf, dass sie einen Orgasmus bekommt, sondern auf ihre Mimik, Geräusche usw. Ich versuche zu erkennen, macht es Spaß oder nicht. Ob das klappt weiß ich aber nicht.

    Die Kontrolle kann ich selbst aufgeben, wenn ich "bedient" werde. Ich behaupte dies gilt auch für Frauen. Synchrones fallen lassen ist aus meiner Sicht unmöglich. Einer muss immer geben damit sich der andere fallen lassen kann. Mir ist es aber nicht so wichtig bedient zu werden, ich gebe gerne. Ok ab und zu würde ich mich auch einmal gern fallen lassen.
     

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