1. Eine interessante Frage. Vorweg würde ich sagen, dass es alter spezifisch ist, was die einen oder anderen als guten Sex empfinden.

    Ich kann da nur aus der Ich-Perspektive berichten wie ich mich in dem Bereich entwickelt habe. Früher war ich wesentlich leichter erregt als heute. Ich lege mittlerweile mehr Wert auf das Vorspiel, denn für mich gibt es nichts besseres mehr :) Jeder von uns hat sich doch bestimmt mal Pornos angeguckt. Die wenigsten sind wirklich mal sinnlich und erotisch. Da geht es meist direkt zur Sache. Da kann ich nur noch bei gähnen.

    Ich vermute, dass Frauen auch eher eine sinnliche Ebene bevorzugen, denn diese ist mitunter erregender als der Akt selbst. Was nun gut oder schlecht ist muss jeder selbst entscheiden.

    Wenn die Frauen oder Männer an schlechtem Sex leiden wäre es vielleicht mal nicht schlecht miteinander darüber zu reden! Vielleicht hat Sie oder Er ja geheime Vorlieben, diese aber noch nie geäußert.
     
  2. Ich fürchte, das lässt sich nicht so einfach wegdiskutieren oder erlernen...

    Ich finde im allgemeinen den Sex am Anfang einer Beziehung immer gut, da man doch auf den Partner abfährt, man sich spüren will. Ich habe das nie als schlecht empfunden. (Ausser einmal, aber daraus wurde auch nie etwas, als der Mann mir sagte, dass seine Ex dabei immer geschrien hätte und er nur dann kommen könnte....ich sollte das auch tun....ja, solche Typen gibt es wirklich!)

    Schwierig finde ich, wenn man innerhalb einer langen Beziehung, wenn alles eingefahren ist, Sex wieder spannend machen will. Natürlich spricht man über geheime Vorlieben und versucht diese auch umzusetzen. Doch lässt man das dann, wenn z. B. Fingerspiele oder die Frau oral befriedigen nicht funktioniert, weil der Mann kein Händchen dafür hat. Und dann wird der Sex zwar nicht richtig schlecht, aber immer weniger befriedigend. Folglich schwindet die Lust darauf....und das ist dann schlecht. Weil man nicht mehr richtig davon etwas hat....und sich immer "den Orgasmus erarbeiten" oder "die Stimulation selbst erzeugen" ist ermüdend. Das ist für mich schlechter Sex.
     
  3. Ich muss keine Widerspruch auflösen, wenn es keinen Widerspruch gibt - alles eine Frage von differenziertem Denken.
    Ich sage nicht, dass JEDES Ansprechen von sexuellen Themen keine Besserung bringt.
    Ich rede über sexuelle Probleme nicht, wenn die Kommunikation grundsätzlich gestört ist
    - wenn es Vorwürfe statt Innehalten, nachdenken, Selbstreflexion gibt und diese persönlich diskreditierend sind
    - wenn ich nicht aussprechen kann, er antwortet bevor ich zuende geredet habe
    - wenn seine Antwort keinen Bezug zu meinem Text hat, sondern irgendwas global-galaktisches aus der Vergangenheit betrifft, Hauptsache Gegenvorwurf
    - wenn ich keine Lust habe, weil wir grad einen Streit hatten oder ich einfach müde, gestresst, unkonzentriert bin und dann eine Grundsatzdiskussion über"sich ungeliebt fühlen" vom Zaun gebrochen wirdl

    Wenn ein Paar bei Unstimmigkeiten nur so über Sex reden kann, dann nervt es und "nicht reden" ist die bessere Alternative. Nach meinen Erfahrungen ist das ein sehr destruktives männliches Kommunikationsmuster. Es gibt da grad einen Parallelthread "uuups, mein Partner ist noch verheiratet" wo so eine Kommunikation beschrieben wird. Da ist reden sinnlos.

    Ich bringe Dir mal ein Gegenbeispiel, wie man konstruktiv mit solchen Problemen umgehen kann (anderer Mann, gute Kommunikationskultur):
    Mein Partner wird bei einem Freundestreffen körperlich aktiv von einer anderen Frau angegangen. Er hat sie nicht auf Distanz gebracht, was mir missfiel.
    Als wir nach Hause kamen, sagte ich ihm dazu, was ich denke. Er hörte mir zu, wertete nicht (eifersüchtig, besitzergreifend o.ä) sondern sagte mir genauso sachlich, wie er diese Situation erlebt hat und das hörte ich mir an, glaubte ihm.

    Natürlich wäre ihm lieb gewesen, wenn ich "Schwamm drüber" gesagt und getan hätte, als wäre nichts. So habe ich es früher immer gemacht: keine Rücksicht auf meine Gefühle, immer die moderne Frau, die nichts fordert.
    Ich konnte ihm offen sagen, dass ich Abstand brauche, in der Nacht nicht mit ihm zusammen in einem Bett, keinesfalls "Versöhnungsex" haben will und schlief im Gästezimmer. Er war sehr betroffen, aber er kennt auch meinen Ehehintergrund rudimentär - als intelligenter Mann kann er sich den Rest denken. Es gab keine Vorwürfe, dass er sich mit Liebesentzug bestraft fühlt.

    Wenn es so respektvoll miteinander läuft, dann kann man sich gegenseitig seine tiefsten Gefühle anvertrauen, muss keine Maske zeigen und das zeigt sich dann auch in der Sexualität - da ist es genauso offen und ehrlich.

    Er darf sich für andere Frauen interessieren und begeistern, wenn er das will. Ich mache ihm keinerlei Drama sondern trenne mich schnell und lautlos.
     
  4. Das finde ich gut und richtig. Ich habe das aus einem anderen Grund auch gemacht.

    Genau dafür ist es lohnend. Es wird Zeit, dass alle Menschen zu einer selbstbestimmten Sexualität kommen, mit der sie wirklich zufrieden sind.

    Verbitterung? Nein, sicher nicht. Mir begegnen in der Realität ständig Frauen, die das völlig anders sehen und die damit viel selbstbestimmter umgehen können als manche Dame hier im Forum. Es ist eher Kopfschütteln als Verbitterung. Mein Frauenbild ist einfach völlig anders als das, was hier im Forum auftritt.

    Das ist kein frauenspezifisches Problem. Ich hatte auch Erfahrungen mit Frauen, die sich wenig engagieren. Ich empfinde das nicht als unverschämt, ich empfinde das als wenig sensibel und letztlich als dumm. Ich ziehe dann die Konsequenzen und beende die Beziehung. Ich übertrage das auch nicht auf "alle Frauen". Es gibt schlicht sowohl Frauen (meine Erfahrung) als auch Männer (Schilderungen im Forum), mit denen der Sex "schlecht" ist. Man sucht sich andere Sexualpartner. Für mich ist funktionierende und befriedigende Sexualität (für beide) ein essentieller Bestandteil einer Beziehung. Ich habe auch keinerlei Skrupel, mich anderweitig zu orientieren, wenn es dauerhaft nicht passt oder die Frau keine Lust mehr auf Sex hat.
     
  5. Nach meiner Erfahrung ist Hopfen und Malz verloren, wenn man anfängt, Beziehungsgespräche über Sex zu führen. Mit den paar wenigen Männern, mit denen ich echt guten Sex hatte, wurde Sex nie zum Problem, die grosse Anziehung und das miteinander Harmonieren und die Freude aneinander waren da und blieben da. Die Quantität mag sich im Lauf der Jahre verändern, die Qualität bleibt. Reden über Sex war dann Austausch, Neugierde aufeinander, sich anmachen. Nix anderes.

    Wenn es so ist, hat das null mit Techniken oder Können zu tun, es ist schlichtwegs eine Frage der Passung, Übereinstimmung, möglicherweise reine Chemie. Und es ist selten. Das merke ich beim ersten Mal, ob das etwas ist, das ich wieder und wieder und wieder will. Mit dem besseren Kennenlernen wird es vertrauter, offener, geiler. Schlechter wird es nicht. Darum fände ich es für mich dämlich, beim Kennenlernen mit Sex zuzuwarten. Wenn ein erstes Mal nicht mein Herz berührt, kann ich das Kennenlernen abbrechen. Weil ich genau weiss, dass mir nach kurzer Zeit jede Lust vergeht, wenn meine Seele nicht glücklich ist.

    Was gibt es zu diskutieren, wenn ich keine Lust habe? Logisch, dass er dann frustriert ist. Einen Kompromiss aushandeln, dass ich mich ab und zu überwinde und er ab und zu klaglos ein nein akzeptiert? Super. Ich hatte das in meinem Leben und will es nie wieder.

    Frau 51
     
  6. Ich glaube durchaus, dass auch die Normal-Konversation etwas mit dem Sex in der Beziehung zutun hat.

    Mann darf Dich also nicht unterbrechen.
    Hörst Du denn nach 1- 2 Minuten auch auf, oder redest Du einfach weiter ? Ansonsten ein guter Trick, ein echtes Rhetorikgenie, war mir bisher völlig unbekannt.

    Genau, perfekt gelöst.

    Selbst einfach alle richtigen Schlüsse ziehen und dann auch folgerichtig sofort handeln, denn man weiß ja aus Erfahrung Bescheid. Kommunikation ist nicht alles.

    Ich finde nicht jeder Mensch braucht einen Partner und bin nicht der Meinung dass ein Single-Anteil von etwa 20-30 % der Erwachsenen besonders schädlich wäre.
    ich würde aber durchaus meinen, dass der Sex parallel mit dieser Quote sich verschelchtert, oder ganz aufhört, da die Menschen auch in dieser Hinsicht sich möglichst egoistisch verhalten.
     
  7. Lieber FS, deine Frage finde ich interessant. Anscheinend ist das Thema für dich im Moment sehr wichtig und du willst es unbedingt wissen in der Hoffnung durch gewonnene Erkenntnisse ein besserer Liebhaber für deine Freundin zu sein. Das finde ich sehr aufmerksam, gleichwohl bin ich mir unsicher, ob es unbedingt der richtige Weg ist. Ich hatte vor meiner Ehe einen Freund, der sich in den Kopf gesetzt hatte mir alles zu geben, was ich brauche. Er war wirklich sehr aufmerksam und ich gebe es zu, es war das Beste was ich damals je erlebt hatte. Das Problem war nur, dass ich alles sehr mechanisch fand und letztendlich es auch nicht mochte. Er war so fokussiert auf technische und mechanische Handfertigkeiten mich, stellte ständig Fragen, wollte alles wissen und vielleicht war ich auch nicht offen genug und konnte mich ihm gegenüber nicht öffnen. Technisch gesehen hatte er alles richtig gemacht und mir hat es auch gefallen, auf der anderen Seite haben die Emotionen und Leidenschaft gefehlt. Es ist doch entscheidend wie du deine Partnerin anpackst, welche Wörter du benutzt und welchen Ton du anwendest. Es war sehr mechanisch, kontrolliert, nicht entspannt, wie ein Fahrplan, der sich nie änderte. Sicherlich ist es auch von Mensch zu Mensch anders aber für mich reichte es nicht. Er dachte, wenn der Sex phänomenal ist, würde unser Leben perfekt sein, wir würden ankommen und alles wäre dann gut. Ich denke, dass Männer generell viele Frauen durch Sex gewinnen wollen, deshalb ist ihnen auch Org...der Frau ein großes Thema. In meinen Augen ein Irrtum.
    Dieses Problem hatte ich in meiner Ehe nicht. Der Sex war viel Emotionaler, weniger technisch/mechanisch und mehr leidenschaftlich.
     
  8. Das verstehe ich nicht. Wo liegt dann der Unterschied dazu dass sich jede(r) selbst befriedigt? Wozu dann ein "gemeinsames" interagieren?
    Ich finde es das reizvollste am Sex, der Frau Lust und Freude zu bereiten (und andersrum). Das ist es, was am meisten Spaß macht. Nicht der eigene Orgasmus. Den kriege ich allein auch hin.
     
  9. Aufgrund der von mir gemachten Erfahrungen - extreme Abweichungen vom Durchschnitt nach oben sowie nach unten -, ist anatomische Passung für mich ein ausschlaggebendes Kriterium ob (guter) Sex überhaupt möglich ist.

    Körperliche Anziehung und stimmige 'Chemie' sind weitere Voraussetzungen für mich um Sex mit einem Mann zu haben.
    Wenn außerdem die Vorlieben großteils übereinstimmen und keiner auf wesentliche Dinge verzichten muss, die ihm Spaß machen, stehen die Chancen auf guten Sex gut.

    Mit passiven Männern oder Männer die ständig Fragen ob sie dies oder jenes machen dürfen oder richtig machen kann ich nichts anfangen. Andererseits mag ich es auch nicht wenn Praktiken, die verbreitet sind und dennoch nicht jedermanns Sache sind, ohne Vorwarnung umgesetzt werden. So leider schon erlebt.

    Ich bemühe mich dem Mann den Weg zum Höhepunkt so angenehm als möglich zu gestalten. Gleiches erwarte ich von ihm. Guter Sex ist für mich wenn beide geben und nehmen können und sich beides die Waage hält.
     
  10. Für mich persönlich ist es am Anfang auch immer sehr spannend, weil man denjenigen noch nicht so gut kennt und erforschen will. Jedoch wird es mit zunehmendem Vertrauen einfach schöner, da man schon viel ausprobiert hat, weiss was dem anderen gefällt, sich eher fallen lassen kann, nicht verkrampft ist und offen sagt, wie man das gerne hätte. Das ist wiederum auch sehr schön. Für mich also beides toll.

    Manche hier schreiben von sehr passiven Frauen. Auf mich wirkt es befremdlich. Wie kann ich mir das vorstellen? Sie liegt nur wie ein Brett da und wartet bis der Akt zu ende ist? Also als Mann hätte ich da auch keine Freude daran.

    Wie für manch andere hier sehe ich den Sex zum einen mit einem Fremden eher als Trieb/Lust und mit dem Partner als "Liebe" in Form von "Liebe machen", was zum einen zärtlich oder auch wild sein kann, je nach Lust und Laune. In der Beziehung hat der Sex für mich einen hohen Stellenwert. Daher muss die Passung vorhanden sein und das merkt man relativ schnell am Anfang.
     
  11. Ja, "size matters" beim Mann. Kann mit guter Technik nicht wirklich vollkommen wettgemacht werden. Ich glaube es liegt an der Stimulation der weiblichen Geschlechtsorgane von innen heraus. Das hat tatsächlich dazu beigetragen, daß ich keine Lust mehr auf meinen damaligen Partner hatte. Er hat es aber selber angesprochen weil er deshalb Komplexe hatte.

    Was die Passivität angeht - mag ich selber mehr als porno-ähnliche Verrenkungen. Ein Hoch auf die Missionarsstellung. Ist was für Frauen, die gerne bedient werden, glaube ich. Frau überläßt dem Mann die ganze Arbeit vom Auspacken des Negliges bis zum Akt. Die einzige Sache wo ich ungezügelt wild bin ist das Küssen aber sonst ist mir vieles einfach zu unbequem und unangenehm.

    Allerdings bin ich gerade Null am Sex interessiert sondern zur Zeit hätte ich lieber jemand der mir das Parkett verlegt.
    Fände ich spannender. So ein netter lieber Kerl, der handwerkeln kann und es gerne tut.

    Oder jemand der einen Roman schreibt und ihn mir widmet. Dann würde ich wieder extrem viel Lust entwickeln. Aber diese 08/15 Anbaggereien lassen mich kalt.
     
  12. Sieht wohl jeder Mann anders.
    Mein erster Freund mochte es auch nicht, wenn ich den "Takt" vorgab und mich zu sehr/ intensiv bewegte. Er hasste es sogar und meinte, er würde sich "unmännlich" und "benutzt" vorkommen.
    Dementsprechend denke ich, es ist beliebter wenn eine Frau sich hingibt und sich dem Rhythmus leise anpasst, bzw. das Becken in die richtige (für Sie) angenehme Position schiebt.
     
  13. Na dann haben wir jetzt ja wenigstens mal eine weitere Beschreibung von "schlechtem Sex". Vielleicht weniger aus Frauensicht, aber klar aus Männersicht. Dieses "Bedienenlassen" ist vermutlich auch aus Frauensicht ein klarer Abturner.

    Kein Problem. Dazu gibt es Handwerker. Die bezahlt man halt und dafür leisten sie professionelle Arbeit. Oder gehörst Du zu den Frauen, für die Männer gerade recht sind, die Arbeit zu machen, damit sie es bequem haben?
     
  14. Schlechter Sex heisst für mich erstmal: ich habe keinen Spaß.
    Als junge Frau lag es eindeutig auch an mir (Missbrauch mit 7).
    Heute weiß ich aber dass es nicht nur an mir lag.
    Später bekam ich viel mehr Körperbewusstsein und Offenheit.
    Schlecht wird er für mich, wenn man mich nicht offen sein lässt und kein Interesse zeigt, was meine Wünsche sind.
    Nachdem die verknalltheitshormone aufhören, muss als erstes die Kommunikation stimmen.
    Hier zeigten sich meine Partner als vollkommen festgefahren.
    Darüber reden ging nicht, wurde nur als Beleidigung ihrer Männlichkeit gesehen.
    Somit folgte schlechter Sex, weil kein Interesse bestand ihn für mich zu verbessern, solange es für ihn gut war.
    Reden ist Grundvorrausetzung, es regt Kopfkino und Lust an.
    Sich gegenseitig Lust zu bereiten heisst zu entdecken was Lust bereitet.
    Ich finde es spannend meinen Partner und mich zu erforschen.
    Neugierig sein, ausprobieren und auch zu lachen wenn mans nicht mal hinbekommt, weil die Gräten zu ungelenk sind.
    Der größte Fehler ist, wenn einer behauptet er weiss was Frauen denken.
    Weil niemand für den anderen entscheiden kann was ihm guttut.
    Guter Sex ist wenn beide ihren Spaß haben.
     
  15. tja, es kann schon schmerzen zu wissen, daß Frauen Wert legen darauf wie gut ein Mann bestückt ist - wir sind ja meistens taktvoll aber die Wahrheit ist halt so wie sie ist.

    Die Missionarsstellung ist hervorragend. Habe mal gelesen, daß sie sehr befriedigend für Frauen ist weil der Mann im besten Winkel eindringen kann (oder so ähnlich) und sie leichter zum Höhepunkt kommen. Kann ich von mir jedenfalls bestätigen.

    Außerdem ist sie herrlich romantisch weil sich die Partner direkt anblicken können bzw. küssen können. Sehr innig das Ganze. Porno-Akrobatik ist mir zu unpersönlich.
     
  16. Rosendame, Du kannst für Dich begründen, warum DU
    - Sex eigentlich eh wenig magst, als zu anstrengend, und wohl auch sonst nicht
    - Du an Sex nur passiv teilnimmst
    - Dir eine Stellung reicht.
    - Für Dich es im Endeffekt keinen guten Sex gibt (und es wohl wenig Männer gibt, die mit Dir solchen erleben)

    Was überflüssig ist, ist andere Stellungen als Porno-Akrobatik abzuwerten.
    Oder über die Männer in diesem Maß Häme zu vergießen.

    Es gibt Menschen, die Sex mögen, die im Miteinander aktiv sind, und deswegen auch mal probieren, was ihnen Spaß macht. Mit sehr unterschiedlichen Vorlieben, wo Stellungen nur ein Teil sind.
    Es geht um Berührungen, um Geschwindigkeit, um alle Sinne, um Küssen,... Die Vielfalt ist groß.

    Ein Mann mit etwas weniger Bestückung kam dies intensiv hervorragend ausgleichen, wenn er mag.
    Schwierig ist eher der andere Fall, weil es Anspannung produziert, und wirklich schmerzhaft sein kann.

    Frau kann übrigens durch eine gut trainierte Beckenbodenmuskulatur einiges beitragen, insgesamt und gerade im Fall, wenn etwas weniger gegeben ist.
    Sollte Frau besonders nach Schwangerschaften sowieso trainieren, damit Tena nicht irgendwann die beste Freundin wird.

    Guter Sex scheitert nicht zwangsläufig an der Anatomie, es ist allerdings möglich, dass es gar nicht kompatibel ist.

    Guter Sex scheitert daran, dass man oder der / die Partner*in Sex nicht mag. Oder divergierende Vorlieben hat.
    Und er scheitert daran, dass man keinen Respekt, keine Achtung vor dem.anderem Menschen hat.
     
  17. Bitte keine Verallgemeinerungen! Wenn Du das so siehst - bittesehr.
    Mir jedoch ist "Größe" definitiv nicht wichtig und wenn, hätte ich persönlich eher Probleme mit Oversize.
    Aber das hängt natürlich auch von den eigenen anatomischen Gegebenheiten ab.
    Wenn für Dich ein Mann zu "klein" ist, bist Du für ihn wohl einfach auch zu "groß" - was daran ist seine Schuld? Warum sollte das für ihn schmerzhaft sein und für Dich nicht - dass es größentechnisch nicht passt liegt ja immer an Beiden. Und keiner hat daran schuld, weil weder ein "kleiner" Mann, noch eine "große" Frau was für die eigene Anatomie können. Obwohl das so nicht ganz richtig ist, als Frau hat man - im Gegensatz zu Männern -schon Möglichkeiten durch Muskeltraining "gestalterisch zu wirken", was dann die anatomische Passung verbessern kann.
     
  18. Wenn der Mann selbst sagt, daß er zu klein/zu kurz geraten ist, dann liegt es nicht an meiner Bodenmuskulatur. Da fehlten einfach etliche Zentimeter weil er sonst auch eher schmächtig war. Tatsache. Ich war natürlich taktvoll und verständnisvoll und sprach das nicht an aber es störte mich insgeheim obwohl ich noch ganz unberührt war dabei.

    Pornoakrobatik - vielleicht mag ich es einfach gefühlvoller und intimer. Es ist meine Vorliebe. Wie seit Tausenden von Jahren für viele Frauen auch die gerne Missionarsstellung mögen.

    Habe alles andere ausprobiert, so ist es nicht, aber ICH komme mir nach der Porno-Nummer etwas billig vor.

    Die Männer sind übrigens froh und willig auf meine Wünsche einzugehen - liebevoller Sex kann auch schön sein. Man kann noch andere Sachen einfügen die nicht unbedingt mit Position zu tun haben.

    Übrigens, hier schreibt jeder von seinen persönlichen Vorlieben, kein Grund zu giften oder sich angegriffen zu fühlen! Oder gleich die gleiche Leier mit Respekt vorzukrammen.

    Was andere machen im Bett tangiert mich nicht, können vn mir aus gleich von der Decke runterhängen im Latex oder was auch immer.
     
  19. Unglaublich, wie lange manche Menschen sowas mitmachen. Die meisten jüngeren Frauen verlassen ihren Freund doch, wenn er es nicht wirklich kann, oder sie gehen fremd, weil es ansonsten ja ganz gut passt.

    Ich glaube nicht, dass er sich da komplett wandeln wird, das ist wie mit Sport, wenn ich kein Tennis spielen kann weil ich einfach zu blöd oder zu ungeschickt bin, Körperbeherrschung etc., wird da wohl auch mit viel Übung kein Champion aus mir. Wenn du mit ihm redest darüber und er kann das annehmen ohne verletzt oder beleidigt zu sein, wird er sich vielleicht anstrengen, aber komplett ändern ist da wohl nicht drin, dazu müsste er ein neuer Mensch werden.

    Nun, es soll Paare geben, die ohne nennenswertes Sexleben glücklich sind, vielleicht auch, weil sie nie wirklich guten Sex hatten. Das ist aber hoffentlich heutzutage nicht mehr so häufig. Von der Generation meiner Eltern weiß ich das mit Sicherheit, da war das eher Pflichtübung, selten und kurz.
     
    • # 139
    • 07.08.2018
    • void
    Ich bin sicher, die meisten jüngeren Frauen tun das nicht, sondern denken, es läge an ihnen oder nehmen es für die emotionale Sicherheit in Kauf.
    Ob das die jungen Frauen von heute nun auch noch in dem Maße machen, wie die Frauen aus vorigen Generationen, also die Ü40 z.B., als die jung waren, weiß ich nicht. Es gibt ja die Bezeichnung "Generation Porno". Da Pornos nun allermeist auf die Befriedigung des Mannes "ausgelegt" sind, also männliche und weibliche Jugendliche mit dem Bild aufwachsen, dass Frauen zum Sex da sind und zu ihrer Befriedigung, und das schon in vorpubertärem Lebensalter wg Videos im Netz, glaube ich nicht, dass es den jungen Frauen von heute klar ist, dass Sex auch bedeutet, dass sie befriedigt sind und dass sie nichts zu machen haben, das sie nicht wollen, nur um als "sexy" zu gelten. Daher denke ich nicht, dass die Emanzipation der Achtziger sich geradlinig auf die jüngere Generation auswirkt. Die haben heute mit anderen Problemen zu tun, und wenn man es in Hinblick auf den weiblichen Orgasmus und die weibliche Sexualität betrachtet, denke ich, dass man einfach vor neuen Problemen steht.
    Zusätzlich ist D mit seinem gutgemeinten Prostituiertengesetz auch der Puff der EU geworden, und Prostitution bewirkt nun nicht gerade in Männerköpfen, dass Frauen nicht dafür da sind, ihnen Befriedigung zu verschaffen.

    Wegen all dem denke ich nicht, dass junge Frauen in der Mehrzahl denken, "wenn er es nicht bringt, verlasse ich ihn". Ich glaube, die sind immer noch genauso unsicher wie Frauen von früher, ob ihre Sexualität und ihre Befriedigung in einer Beziehung wichtig ist. Aber die Frauen Ü40 werden, denke ich, eher einen Mann weiterziehen lassen, der im Bett unbedarft und unbelehrbar ist.

    Das ist mE alles noch im Wandel. Aber heute gibt es z.B. #metoo, das sexuelle Belästigung zum gesellschaftlichen Thema gemacht hat, dh. weg von "du bist ein Einzelfall eines Gestörten" oder als Bagatelle gesehen. Dass Frauen nicht mehr per se als Sexobjekte zum Spaß irgendeinen Mannes gesehen werden wollen, der gerade dahergelaufen kommt, ist durch #metoo mal deutlich und weitgreifend artikuliert.
     
  20. Was für die einen langweiliger Blümchensex kann für andere sexuelle Erfüllung sein. Es wäre so als würde man fragen was ist langweiliges Trinken?
    Frag mal Menschen die ausschliesslich Wasser trinken ob es langweilig schmeckt?

    Kommt drauf an ob man ihn kurz oder langfristig , mit einem oder mehreren Geschlechtspartner und ob man körperliche Lust eher durch starke (An)spannung oder sanftes vertrautes Wohlgefühl empfindet..

    Guter und schlechter Sex ist langfristig nicht abhängig von bestimmten Stellungen oder Techniken und auch nicht von Hart oder Zart ..

    Guter Sex ist langfristig ein gutes Zusammenspiel zwischen den Sexpartnern das mal Blümchen, mal Hart, mal Kurz, mal lang, mal draussen, mal drinnen, mal oben , mal unten stattfindet..

    Letztendlich macht es die richtige Mischung!
     

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