1. Was konkret unterscheidet eine Freundschaft von Beziehung?

    In jungen Jahren habe ich da „einfacher“ gedacht: mit Sex Beziehung, ohne Sex Freundschaft.
    In Verlauf meines Lebens habe ich aber gemerkt, das es viel komplizierter ist:
    Es gibt auch Beziehungen ohne Sex, Freundschaften mit Sex usw.
    Nun stehe ich gerade mal wieder vor der Frage, was ich da habe mit einem Mann, eine Freundschaft oder eine Beziehung.
    Woran kann ich das festmachen?
    Zb am Endziel, das eine Beziehung immer auf zusammen wohnen hinausläuft?
    Aber das ist es ja auch nicht, wieviele Beziehung gibt es, wo man nicht zusammen wohnt und es auch nie dazu kommen wird.
    Was denkt ihr? Was sie die unterscheidenden Kriterien?
     
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  3. Beziehung ist für mich alles. Jede Form von Beziehung zwischen Menschen.

    Kollegen, Kunden, Bekannte, Verwandte, Freunde und Beziehungen mit einer sexuellen Komponente:

    Affäre, F+, Partnerschaft, Ehe. Sex bleibt dabei eine mehr oder starke Option und ist kein zwingendes Ist. Fehlender Sex ist aber oft (nicht immer) ein Zeichen, dass so eine Beziehung am zerbröseln ist.

    Was viele als Beziehung bezeichnen ist für mich Partnerschaft mit und ohne Trauschein.

    Man hat nicht nur im Jetzt Spaß miteinander sondern steht sich in der Krise gegenseitig bei und plant gemeinsam Zukunft. Gemeinsame Pläne reichen von der Freizeit-/Urlaubsplanung bis zur Familiengründung. Es gilt Verbind- und Verlässlichkeit.

    Verweigert jemand Verbind-/Verlässlichkeit, Beistand in der Not (das ist schon etwas für einen leicht Erkrankten sorgen) und jede Art der Planung (schon das Festlegen ob man am nächsten WE sich treffen will ist zuviel) ist diese Beziehung eine Affäre, ggf. reine Sexaffäre, max. ein F+ wobei ich dann das Freundschaft in Frage stellen würde, denn echte Freunde bieten viel partnerschaftliches Verhalten.

    Zusammen wohnen ist für mich allerdings kein zwingendes Unterscheidungsmerkmal. Nur wenn es um Familiengründung geht würde ich einen gemeinsamen Haushalt als überwiegend vorteilhaft ansehen. Partnerschaft ohne Familiengründung geht aber auch in einer LAT.
     
  4. Deine Frage kann man so einfach nicht allgemein beantworten, diese Frage ist viel zu individuell, viel zu verschieden und viel zu persönlich! Ich halte z.b. von Freundschaft mit Sex uberhaupt nichts, Freundschaft ist für mich immer ohne Sex, mit Sex ist es keine Freundschaft mehr, jede Freundschaft die in Sex mündet, geht zu 99,99% kaputt. Eine Freundschaft hat mit Sex für mich nichts zu suchen, eine Beziehung ohne Sex gibt es für mich ebenso nicht, gemeinsames Wohnen, geht bei mir nur dann, wenn man sich ein paar Jahre sehr gut kennt und eine besonders gute und stabile Beziehung führt! Von schnell zusammenziehen, weil man nicht alleine sein kann, und/oder einen Zweck Vorteil dadurch hat, und/oder tändig Sex haben zu können, halte ich nichts davon!!
     
  5. Ach, immer diese Begrifflichkeiten und der Versuch, sich über ein Wort vermeintliche Sicherheit verschaffen zu wollen. Was soll das in Zeiten, in denen viele "Beziehungen" keine 2 Jahre überdauern? Warum langt es nicht zu gucken: fühle ich mich wohl in dem Konstrukt oder nicht, egal wie man es benennt.

    Die Frage ist, was man überhaupt Beziehung nennt. Die meisten tun das nach wenigen Wochen Zusammensein:
    - Männer, damit die Frau nicht abhaut, bevor sie nicht ein bisschen Sex hatten
    - Frauen, weil sie darin ein Statusupdate sehen (Wertsteigerung als Frau, weil ein Mann sie will).

    Für mich beginnt eine Beziehung frühestens nach 2 Jahren intensivem Kennenlernprozess. Erst wenn beide sich gut kennen und das geht nicht über tägliche stundenlange Schreiberei sondern über vielfältige/unterschiedliche gemeinsame Erlebnisse, können beide guten Gewissens sagen, ob sie miteihander eine längere Lebensphase verbringen und den anderen in ihr Leben wirkluch einbeziehen möchten.
    Und genau das ist der Unterschied zu Freundschaft: meinen Freunden teile ich mich mit, ich vertraue ihnen, verbringe gern Zeit mit ihnen, aber ich richte meine persönliche Lebensplanung nicht nach ihnen aus.
    Wenn ich mit einem Mann eine Beziehung eingehe, dann stellen sich Themen wie Wohnort, Berufstätigkeit etc, die miteinander koordiniert werden, alles was erforderlich ist um ein gemeinsames Leben zu haben.
     
  6. FrauRossi50, warum ist das wichtig, dass das Kind einen Namen hat? Für wen? Weil du nicht weißt, was du deinen Freundinnen sagen sollst, was es ist.
    Es gibt KEINE Kriterien. Und kompliziert muss es doch auch nicht sein, wer sagt das? Ist es denn nicht im Grunde wundervoller, dass wir heutzutage JEDEN Status haben dürfen, den wir mögen und zulassen (können).

    Ich fände es umgekehrt besser, wenn du in dich hören könntest, was du haben möchtest und / oder brauchst, um zufrieden und glücklich zu sein. Es ist in jedem Fall eine Konvention, ohne Zweifel. Kannst du den Spieß nicht umdrehen, lass IHN doch nicht entscheiden, was ihr habt, sondern DU entscheidest das für dich. Good luck!
     
    • # 5
    • 18.01.2020
    • frei
    Ich hatte eine schöne Pflanze im Garten. Die blüht jedes Jahr ganz wunderschön und das ohne jegliche Pflege.
    Ich dachte, die heißt Ehrenpreis. Meine Tochter beharrte darauf, dass dass sie Vergißmeinnicht heißt.
    Vergissmeinnicht gab es in einer anderen Ecke des Gartens auch, die sah etwas anders aus, das sagte ich meiner Tochter.
    Sie fragte, 'kann ich die ( das Ehrenpreis ) hier nicht auch Vergissmeinnicht nennen ?' Ich sagte, 'na klar, kannst du das, du kannst sie auch Günther nennen, das ist der Pflanze vollkommen wurscht'.
    Wie sich später mit Hilfe des Internets herausstellte, war es wirklich eine andere Form von Vergissmeinnicht, meine Tochter hatte also recht. Und Ehrenpreis sieht vollkommen anders aus, ich habe halt keine Ahnung.

    Was spielt es aber für eine Rolle, wie die Pflanze heißt ? Sie bildet ganz ohne mein Zutun einen wunderschönen blauen Teppich.
    Was spielt es für dich für eine Rolle, wie das, was du mit dem Mann hast, heißt ?
    Ist es schön oder nicht ?
    Wenn du unzufrieden bist, bist du es auch, wenn er was von Zukunft und Heirat und Kindern lallt.

    w 52
     
  7. Ich würde sagen, die Worte "Ich liebe dich" machen da klar den Unterschied zwischen Freundschaft und Liebesbeziehung. Diese Worte, dieses Gefühl muss dabei gegenseitig sein, nicht einseitig.
    Eine Liebesbeziehung ist intim, es gibt ein tieferes Vertrauen.
    Eine Freundschaft ist auch eine soziale Beziehung, aber eben keine Liebesbeziehung. Bei einer Freundschaft ist man sich lediglich sympathisch. Man liebt dabei nicht. Es gibt eine gewisse Distanz. Diese Beziehung ist nicht intim auf der Gefühlsebene.
    In einer Liebesbeziehung, liebt man sich.
    Man kann natürlich auch jemanden lieben, mit dem man keine Beziehung hat. Für eine Beziehung braucht es ein ausgesprochenes oder unausgesprochenes Zusammengehörigkeitsgefühl.
    Dies kann auch über eine große zeitliche oder räumliche Distanz bestehen.
     
  8. Für mich wäre der Unterschied ein wenig die Exklusivität. In einer Beziehung teilt man mit einem Partner besonders viel Nähe, wodurch sich dieser Kontakt von allen anderen unterscheidet. Freunde kann man mehrere enge haben, die miteinander nicht in "Konkurrenz" stehen. Und bei mir wäre es auch der Sex, weil ich mir a) keine Beziehung ohne Sex noch b) Sex mit meinen Freunden vorstellen kann. ;-)

    Aber das ist nur meine Meinung, heute gibt es in der Tat ganz andere Modelle (auch was Exklusivität angeht).
     
  9. Beziehung heißt für mich Wunsch nach körperlicher und geistiger Nähe, Sex, Emotionalität, den anderen vermissen, gemeinsame Wertvorstellungen, gemeinsame Zukunft planen, Loyalität, Verlässlichkeit, Treue, ggf. gemeinsames Wohnen.

    Freundschaft (zu einer Frau) heißt für mich Wunsch nach geistiger Nähe ohne einen Gedanken an Sex & Partnerschaft zu verschwenden, z.T. gemeinsame Wertvorstellungen, Loyalität, Verlässlichkeit.

    Mit meiner Ex-Beziehung sind wir aus der Beziehung (10 Jahre, ein Kind) raus in eine echte Freundschaft. Das ist großartig, was wir da geschafft haben nachdem die Nähe in der Beziehung unsere Partnerschaft zerstört hat. Diese Freundschaft funktioniert aber nur weil beidsietig keine Gefühle mehr da sind und kein Wunsch nach Sex.

    Ich denke mit Sex hört jede echte Freundschaft auf, weil man sich hier emotional sehr nahe, ja zu nahe kommt und sich dabei angreifbar macht.
     
    • # 9
    • 18.01.2020
    • void
    In einen Menschen, den ich "Freund" nenne, war ich nie verliebt. Sonst wäre es eine Beziehung geworden oder wieder auseinandergegangen, weil ich es nicht aushalten würde, eine Verbindung mit ihm zu haben, aber nicht als Partnerin bei ihm sein zu können.

    Ein Mann, mit dem ich eine Partnerschaft eingehe, sollte schon auch Freund sein können. Also gemeinsame Interessen, sich unterhalten können, Spaß jenseits des Sex' haben können zusammen.

    Einem Mann, der mein Partner ist, will ich ab und an die Klamotten vom Leib reißen. Einem Freund nicht.

    Am Zusammenziehen würde ich es nie festmachen.
    Wenn beide nie wieder Sex im Leben haben wollen oder Sex aus der Beziehung ausgelagert haben als Thema, ist das okay. Wenn wenigstens einer das nicht so richtig findet, verbiegt er sich und macht einen Deal. Ich bin sicher, irgendwann fällt ihm das auf die Füße und dann war es das mit der "Beziehung ohne Sex". Denn ich glaube nicht, dass zwei, die keinen Sex mehr miteinander wollen, aber nur wegen des Beziehungskonstruktes darauf verzichten, plötzlich neu ihre körperliche Begierde aufeinander entdecken. Die haben ja irgendwann entdeckt, dass sie keine haben bzgl. des Partners.

    F+ ist für mich Triebbefriedigung. Die Verliebtheit fehlt. Manchmal fehlt sogar die Freundschaft als solche. Es geht nur darum, dass der Körper nicht darben muss.

    So würde ich auch rangehen.
    Ich denke, das Beziehungnennen kommt daher, dass man wissen will, ob der andere es auch so ernst meint. In einer F+ guckt der Mann sich ja z.B. noch nach DER Frau um, in die er sich verlieben kann, und dann ist die F+-Frau wegzuschieben.
    Also ich glaube, der Wunsch, das ganze zu benennen, kommt von Unsicherheit und Verlustangst.
     
  10. Es ist der Mensch, in den ich mal total verknallt gewesen bin, gleich darauf verliebt und wo sich Liebe entwickelt hat. Ob zusammen wohnen oder nicht, Sex oder nicht - alles irrelevant. Dieser Mensch sitzt einfach im Zentrum meines Herzens. Ob dauernd neben mir auf der Couch oder ständig irgendwo herumkletternd - alles irrelevant.
    ErwinM, 50
     
  11. Du hast ja schon öfter das Thema Zusammenziehen am Wickel gehabt. Wenn ich mal so drüberscanne….wie viele Paare wohnen zusammen, haben aber meiner Meinung nach keine Beziehung, weil sich einer oder beide einen Schei*** für den Anderen interessieren, Hauptsache der Hintern ist warm und der Bauch voll?

    Ich mache Beziehung nicht am reinen Zusammenwohnen oder am Sex fest. Grauslich was dann alles als Bez. gelten würde.

    Für mich ist das durchaus die gewollte und erwünschte Aufnahme eines anderen Menschen in den eigenen Lebens- und denkens-Dunstkreis.
     
  12. Das ist letzten Endes alles Wortgeklingel. Man kann sich so vereinbaren wie es den Bedürfnissen entspricht.

    Ich habe just heute Nachmittag ein Date gehabt. Beide wollen keine Beziehung. Wir wollen vielmehr erstmal zusammen losziehen. Dann wird man sehen wie es sich entwickelt. Das Kind hat keinen Namen und braucht auch keinen.

    Es ist übrigens eine Rumänin, die schon 25 Jahre in Deutschland lebt. Meiner Erfahrung nach sind es überwiegend Osteuropäerinnen, die für Offenheit und Freiheit zu haben sind: Deutsche mit DDR-Sozialisation, Polinnen, Russinnen und jetzt die Rumänin. Üble Klammeräffchen sind leider ganz häufig Deutsche mit BRD-Sozialisiation, noch schlimmer meist Deutschtürkinnen und Iranerinnen. Engländerinnen, um die Ehre des Westens zu retten, sind dagegen unschlagbare Spaßkanonen; hier nur leider viel zu selten gesäht.
     
  13. Du scheinst aus Erfahrung zu sprechen :). Die Frage ist nur, warum dein Losziehen mit allen Osteuropäerinnen bis jetzt nicht gefruchtet hat und du immer noch losziehen musst. Kann es sein, dass das Problem eher woanders liegt? Bist du eher ein "Mingle"?

    Liebe FS,
    Eine Beziehung kann freundschaftlich sein aber auch sich zu einer Partnerschaft mit gegenseitiger sexuellen Anziehung weiterentwickeln. Somit ist das Wort "Beziehung" ein Oberbegriff für Freundschaft, Liebe, Sex, Partnerschaft, freundschaftliche Liebe etc.
     
  14. Für mich setzt eine Beziehung im Unterschied zu einer Freundschaft eine gemeinsame Lebensplanung voraus.
     
  15. Ersteres - Jein. Sex zu haben bedeutet nicht für jeden eine verbindliche Beziehung. Beide Partner müssen sich kennenlernen und was Verbindliches wollen. Sonst ist es eine Affäre, ONS etc., also eine unverbindliche, erotische Beziehung.

    Zweiteres- ganz klares Ja. Sobald eine erotische Komponente ins Spiel kommt, ist es keine echte, reine Freundschaft mehr. Deshalb finde ich die sogenannte F+ eine irreführende Bezeichnung und Augenwischerei.
     
  16. Es kann doch auch sein, dass sich aus einer Freundschaft eine Beziehung entwickelt. Normalerweise sollte man das nicht machen.

    Icg hatte noch nie Sex ohne Beziehung. Wahrscheinlich denkt jetzt bestimmt der ein oder andere ich wäre altmodisch. Ich hätte gar nicht das Bedürfnis.
     
  17. Frau Rossi, schlicht das Gefühl, danke @ErwinM.

    Wobei, ganz korrekt - ich habe zu vielen Menschen Beziehung gen, mit jedem Menschen zu dem ich engeren Kontakt habe.
    Beruf, Ehrenamt, Bekannte, Freunde, Familie, Partner.

    Manche Grenzen sind fließend, wo endet Bekanntschaft, wo fängt Freundschaft an....

    Partnerschaft ist für mich klar, das Kriterium ist gegenseitig Verliebtheit / Liebe, alles andere ist irrelevant.

    Und ansonsten, ich achte darauf, ob ich mich in der jeweiligen Beziehung wohl fühle, ob beruflich, bei Bekanntschaften, Freundschaften und erst recht bei Partnerschaften.
    Was mir nicht gut tut, lasse ich.

    Bei Dir und den vielen Posts in doch sehr seltsamen Konstellationen frage ich mich aber, willst Du auf Biegen und Brechen eine Partnerschaft, und versuchst jetzt, Dir auf das, was Du gerade hast - der Mann, der keinen Sex kann / will? - ein Etikett zu bringen?

    Etiketten machen keine Verbindlichkeit.
    Verbindlichkeit, WIR kommt aus dem Gefühl.
    Es wohnen genug Menschen zusammen, Paare, die sich nicht leiden können... Auch für Sex sind Gefühle nicht zwangsläufig notwendig.

    W,50
     
  18. Wie bereits angesprochen wurde, glaube ich, Du meinst mit „Beziehung“ eine „Partnerschaft“, dann ist die Antwort leicht:
    Freundschaften kann man viele haben, auch sehr innige, verstrauensvolle, mit einem Gefühl ähnlich wie bei Geschwistern.
    Partnerschaft auf allen Ebenen der Liebe und Verbindlichkeit (Eros-Philia-Agape) kann man nur mit einem Menschen haben, und das ist eine bewusste Entscheidung beider auf Augenhöhe.
     
  19. Wie @Lavieestbelle schreibt, Beziehung ist genaugenommen ein Oberbegriff für alles, sogar die Beziehung, das Verhältnis etc. zu meinem Chef oder meiner Katze;-) Du meinst jedoch mit Beziehung die klassische Liebesbeziehung mit Verliebtheit, Erotik, Verbindlichkeit. Dazu muss man nicht zwangsläufig zusammenwohnen, es kann auch sein, dass Sex, Verliebtheit oder Begehren nachgelassen haben.

    Du hast leider keine Beziehung in diesem Sinne, weil du dich nicht wohlzufühlen scheinst mit diesem Verhältnis und dir vor allem Vertrauen, Verbindlichkeit und Zukunftspläne fehlen. Eine Freundschaft ist es auch nicht. Du scheinst in einer unverbindlichen Beziehung oder Affäre gelandet zu sein.

    Als "DDR-Sozialisierte" (bis 21) kann ich nur sagen, dass sowohl Männlein wie Weiblein die Liebe betreffend tendenziell tatsächlich offener sind, aber nicht unverbindlicher. Ganz im Gegenteil. Zeitnahe Ehe ist nicht so wichtig, bürgerliche Hausfrauenehe ohnehin nicht. Aber wer miteinander anbändelt, entscheidet sich recht schnell, ob es was "Festes" werden soll, er bekennt sich in Freundeskreis und Familie zu seinem Partner. Er eiert nicht rum oder lügt dem anderen ins Gesicht. Das galt als ehrlos und feige.
     
  20. Wenn ich ehrlich bin, ist es ähnlich wie mit dem verlieben oder noch mehr hängt es vom verlieben ab.

    Ich würde wohl bei jeder wörtlichen Beschreibung eine Lücke haben, in der ein anderer sein Hebel ansetzten könnte um mich " zu belehren'.

    Ich kann die Unterschiede nur in mir und den Gefühlen für eine Person festmachen

    Sie ist zu einem Partner anders als zu einem Freund, wie sie anders ist zu Kindern
     
  21. Unverbindliches Verlieben ohne Idee einer gemeinsamen Perspektive (jenseits von Teenager Liebschaften). Die Angst sich falsch festzulegen, eine bessere Option zu verpassen. Oder der Wunsch heimlich oder irgendwie legitmisiert parallel zu fahren.

    Das alles ist eine zeitgeistige Entwicklung und nur bedingt Ergebnis unterschiedlicher Herkunft.

    Veränderung der Sexualmoral, allgemein zugängliche Verhütungsmethoden inkl. Entaboisierung der Abtreibung und weitgehende wirtschaftliche Selbstständigkeit machen es allen möglich, dass das was früher nur relativ wenigen uneingeschränkt möglich war auszuleben.

    Die Reduzierung von Nähe auf temporäre rauschhafte Verliebheit und Sex bei vielen Menschen.

    Die wahrscheinlich schon früher vorhandene Angst vor Verantwortung und Verbindlichkeit kann heute offen ausgelebt werden. Vielleicht ist das auch gut, denn dann sind jene Beziehungen die nach wie vor auf gegenseitige Verbindlichkeit und Loyalität setzen echter und wahrer und damit glücklicher und nicht nur von gesellschaftlichen Zwängen bestimmt was im letzten Fall oft unglücklich verlaufen kann.
     
  22. Ganz einfach.
    Sobald ich mir Gedanken mache, wie man das Kind nennen könnte und wie welche Definition anderer Leute darauf passt -
    Habe ich genau nichts Gutes.
    Ausnahme sind jur. klar definierte Verträge wie die Ehe.
     
  23. Für mich ist der Unterschied ganz einfach die Art der Liebe. Die Liebe die ich Freunden gegenüber empfinde (ähnlich wie Familienmitgliedern) ist einfach eine andere als die gegenüber des Partners. Und das ist für mich der grundlegende Unterschied zwischen Freundschaft und Beziehung. Wie genau sich die Freundschaft oder auch die Beziehung dann gestaltet ist da für mich eher weniger ausschlaggebend.
    LG
     
  24. So unterschiedlich waren Herkunft oder privates Wertesystem ja nicht, wohl aber die realen Umstände: Bin ich wirtschaftlich oder anderweitig vom anderen abhängig, kann ich frei entscheiden? Dazu gehören volle Berufstätigkeit und gute, zumindest verfügbare Kinderbetreuung (wenn es mit Verhütung oder der großen Liebe dann doch mal nicht so glückte)
     
  25. Beziehung: Sex und (natürliche) Eifersucht sind vorhanden.

    Freundschaft: kein Sex. Und man freut sich, wenn der andere in jemand anderen (frisch) verliebt ist.
     
  26. Ganz einfach: Mit einer Beziehung habe ich Sex und mit einer Freundschaft nicht, da ich keine F-Plus Frau bin.

    Gerade der Sex macht die Beziehung aus. Wie oft wurden den nach 4 0der 8 Wehende Beziehungen schon wieder getrennt, weil der Sex nicht so gut war.

    Früher machten dies fast nur Männer, aber heutzutage haben wir Frauen uns auch emanzipiert und manche wegen schlechten Sex einfach Schluss
     
  27. Ja und deshalb gibt es ja F-Plus.

    Gut wenn eine Frau nicht auf F-Plus steht, dann bleibt die Freundschaft sexlos, aber viele Männer gehen ja die F-Plus nur ein, weil sie dann Sex haben.

    Dasselbe gilt auch für die Affären.
    Eine Affäre macht weniger Probleme, als eine echte Partnerschaft, aber man hat viel mehr Spaß
     

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