1. Wie gehen Männer mit einem unerfüllten Kinderwunsch um?

    Gerade wird ja die Samenbank-Methode für Singlemütter ausgiebig diskutiert.
    Mich würde mal interessieren, wie Männer mit einem unerfüllten Kinderwunsch umgehen? Die also auch nie die richtige Frau dafür gefunden haben und z.B. mit Ü45 - 50 auch keine viel jüngere Frau bzw. kein später Vater werden wollen? Also Männer, die realisiert haben, dass sie in ihrem Leben wohl keine eigenen Kinder mehr bekommen werden, obwohl sie den Wunsch haben bzw. hatten.
     
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    • # 1
    • 20.02.2015
    • Gast
    Die haben einfach nur Pech gehabt.
    Bzw. müssen sich vorwerfen lassen, zu hohe Ansprüche an eine potentielle Frau gehabt zu haben.
    Oder, sie waren schlicht und ergreifend zu hässlich.
    Ja, auch das gibt es...
    Aber gut - irgendwann realisiert Mann es ja doch das nix mehr ''kommt'', und dann kann Mann recht komfortabel leben.
    Das nötige Kleingeld natürlich vorausgesetzt, was ich im EP-Forum aber mal als gesetzt sehe.
    Naja, und kommen dann so in den Mittvierzigern die ganzen ''Rückläufer'', also die 14-tätigen Wochenendzahlväter wieder auf's Trapez, dann kann der ''altlastenfreie'' Mann u.U. sagen, hey Jungs - mein Leben ist gar nicht mal sooo schlecht gelaufen.
    Du siehst, alles eine Frage der Betrachtungsweise.
    Nicht auf jeden Eimer passt ein Gesicht.
    Um es mal krass zu sagen...
     
  3. Eine gute Frage. Die Samenbank nützt wenig, eine Eizellenspende auch nicht ;-) Es gibt für Männer wenige Möglichkeiten für einen "aktiven" Umgang mit dem Thema. Auf der anderen Seite bin ich auch nicht überzeugt, dass Samenbankkind und Samenbankmutter dann mit dieser Entscheidung glücklich werden. Dieses "Hauptsache ein Kind" ist für mich ein Ausdruck der heutigen Zeit.

    Ich bin jetzt 47, es verbleibt eine geringe werdende Restwahrscheinlichkeit, aber realistisch betrachtet dürfte das mit der Familie eher nichts mehr werden.
    Für mich ändern sich einfach einzelne Lebenziele, ein Thema, das mich im Moment wirklich beschäftigt. Eher das Leben geniessen, die passende Partnerin dafür finden. Zuletzt hatte ich eine Partnerin, die ich rückblickend durchaus auch im Hinblick auf Familiengründung genommen habe, das würde ich (nach Scheitern) heute nicht mehr tun. Ich hatte ja parallel auch das Thema "moderne Frauen" angerissen, natürlich verändert sich die Blickrichtung auf Beziehung und Partnerin und mann lernt dazu. Die "moderne Frau" reizt mich heute mehr als vor 5 Jahren und ich bin zuversichtlich, dass sich eine passende Partnerin findet. Aktuell finden sich in meinem Umfeld mehrere tolle Frauen, die für so ein Lebensmodell geeignet sind.

    Insgesamt sehe ich das Thema mit etwas Wehmut, aber letztlich hat alles im Leben Vor- und Nachteile. Ich bin ein positiv denkender Mensch, also sehe ich eher die Vorteile - Freiheit, zu reisen, mir mehr leisten können, mehr meine Ziele verfolgen also die meiner Kinder. Auch mit Kindern weiß niemand, wie das im Alter ist, ich kann mich eben von vorneherein auf die Alters-WG einstellen.
     
    • # 2
    • 21.02.2015
    • frei
    Gibt es das noch ?: 'Waisenheim' ?
    Soweit ich weiß, werden kleine Kinder ohne Eltern schnell in Familien vermittelt. Die Waisen kommen vorzugsweise in der eigenen Familie unter, also bei Onkel oder Tante. Die, die wirklich niemanden haben, werden von anderen Familien adoptiert, diejenigen, die noch eine Mutter haben, die sich aber nicht um sie kümmern kann, kommen in Pflegefamilien, wo sie unter Umständen bis zum Erwachsenwerden bleiben.
    Das ist auch das Übliche, wenn das Kind schon etwas älter ist, wenn es 'neue Eltern' braucht.
    Größere Kinder, die bei den Eltern nicht mehr bleiben können, kommen in Heime, wenn man für sie keine Pflegefamilie findet, aber das sind wohl eher selten Waisen.
    Solche Kinder, also die älteren kannst du auch in Pflege nehmen, wenn du selbst älter bist, aber nur, wenn du eine Frau hast.

    Soweit ich weiß, kommen auf ein ( kleines ) Waisenkind unheimlich viele adoptionswillige Elternpaare, was-weiß-ich, hundert oder so. Das ist der Grund, warum du als Elternpaar, das der Behörde nicht optimal erscheint, z.B. weil es schon älter ist, keine Chance hast. Du konkurrierst mit vielen Paaren, bei denen eben alles stimmt. die nicht nur gut situiert sind wie du, sondern auch noch im richtigen Alter.
    Es ist keine Strafe für dich und es geht auch nicht um dich, sondern um das Kind und da sollen eben die bestmöglichen Bedingungen her.

    Ich denke auch, dass das mit der Adoption von Waisen hier keine Möglichkeit, mit dem unerfüllten Wunsch nach eigenen Kindern von älteren Männern umzugehen, darstellt, denn dazu bräuchtest ja genauso eine Frau, die ein Kind möchte. Wenn du die hättest, hättest du ja dieses Problem nicht, außer einer von euch ist unfruchtbar und ihr habt deswegen kein Kind.

    w 47
    Moderation: Danke für den informativen Beitrag. Bitte zurück zur Ausgangsfrage.
     
  4. Mit Sicherheit weitaus pragmatischer als Frauen. Ich habe noch nie im Leben einen Mann getroffen, den das über einen längeren Zeitraum gestört hat. Wohl aber 4 Frauen, und denen ging es viel zu nahe. Eine z.B. wird ihre Melancholie wohl mit ins Grad nehmen, eine andere kanalisiert ihren Frust über das eigene Versagen in Hass auf die Männerwelt.
    Jeder mag zu seinen Ansprüchen stehen, aber mit allen Konsequenzen bitte. Und wenn die Ansprüche an einen Partner so hoch sind, dass er realistisch niemals auftaucht, dann hat man nur die eine Pflicht, den Totalausfall auch anstandslos zu akzeptieren. Und genau in diesem Punkt sind Männer nach meiner Erfahrung weitaus besser aufgestellt.
     
  5. Alles was ich habe, was ich kann, was ich weiss, und was ich bin, möchte ich meinen Kindern mit auf den Weg geben, nicht weniger als das. Kinder sind für mich kein Projekt mit Planungsphase, Start, Realisierung, und Ziel. Kinder sind für mich eine Lebensaufgabe in dem Sinne, dass man ein Leben lang die volle Verantwortung für sie trägt, und zugleich ihnen die notwenigen Freiheiten lässt. Und selbst wenn Kinder erwachsen werden, so bleiben sie dennoch für immer die eigenen Kinder.

    Lange Zeit hat es sich für mich richtig angefühlt mit den falschen Frauen zusammen zu sein. Deshalb bin ich objektiv gesehen spät dran mit Familiengründung, das weiß ich. Möglicherweise passiert es noch, möglicherweise nicht. Es kommt wie es kommt. Es ist Teil meines Lebens, und es gehört zu mir wie alles andere auch.

    Mit der richtigen Frau wäre ich JEDERZEIT bereit das Abenteuer Familiengründung zu starten. Und ebenso wichtig ist es, dass sie mich als richtigen Partner sieht. Das muss auf Gegenseitigkeit beruhen, sonst macht das keinen Sinn.

    Ich bin noch keine 45, und ich bin wer ich bin.
     
  6. Relativ entspannt. Man schätzt mehr, was Einem erspart blieb.

    Mehrere Partnerinnen wollten gar keine Kinder, egal mit welchem Mann.
    Das erfuhr ich aber erst im Laufe der Beziehung. Kein Interesse, und ihnen zuviel Stress. Einer Frau war es peinlich, mit dickem Bauch in der Öffentlichkeit = auch deswegen keine Kinder.

    Mit den anderen Partnerinnen wollte ich keine gemeinsamen Kinder. z.B. weil ich sie damit für überfordert hielt. Oder weil sie das gemeinsame Kind als Druckmittel für die Beziehung einsetzen würden.

    Meine Mutter wünschte sich sehnlichst Enkelkinder. Aber als sie erfuhr, wie Frauen heutzutage in Beziehungen sein können, und wie schwierig und teuer Scheidungen + Unterhalt sein können, war sie froh, dass ihren Söhnen sowas erspart bleibt = keine Hochzeit, keine leiblichen Kinder -> keine Enkelkinder für sie.

    Lieber noch als AE-Vater mit 1-2 Kindern, als die falsche Frau am Hals.

    Eigentlich hätte ich mich schon längst sterilisieren lassen können. Aber ich glaubte lange, dass ich doch eine bessere Frau bekommen könnte. Und ggf. deren Kinderwunsch.

    Aber da der Partnermarkt inzwischen noch schwieriger geworden ist, wird sich das Thema Vaterschaft von selber erledigen - als künftiger Dauer-Single ?
     
    • # 6
    • 21.02.2015
    • Gast
    Für mich steht an erster Stelle einmal die Frage nach einer Partnerin und einer Beziehung. Denn im Gegensatz zu den Frauen wäre es mir nicht egal, wer die Mutter meiner Kinder ist. Wenn die Beziehung passt, kann ich mir in Folge auch Kinder vorstellen.
    Und wenn ich keine passende Partnerin finde, dann denke ich auch nicht über Kinder nach. Das kann ich dann für mich selbst auch akzeptieren.
     

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