1. Wie macht ihr das mit der finanziellen Aufteilung in Beziehungen/Ehen?

    Liebes Forum

    Ich brauche noch einmal eure Meinung, zu einem Thema und möchte euch bitten einfach nur diesen einen Sachverhalt zu bewerten.

    In letzter Zeit hatten wir hier im Forum das Thema Lebenshaltungskosten und Aufteilung untereinander schon öfter, so richtig kann ich meine Situation aber nicht einschätzen.

    Derzeit sieht die Aufteilung bei uns so aus. Mein Mann gibt mir monatlich 500 Euro. Diese sind für das Wohnen (in einem Haus), Nebenkosten, Lebensmittel und Hygieneartikel gedacht. Inklusive ist auch GEZ, Telefon / Internet, Fitnessstudio.

    Selbst zahlt er zwei Versicherungen, sein Handy, Benzin und Kosten für sein Auto allgemein. Wenn wir weg gehen (Essen, Kino usw) zahlen wir im Wechsel. Urlaub zahlt er für sich und ich für uns/mich.

    Da er Unterhaltspflichtig ist geht ein großer Teil seines Einkommens schon mal vorab weg und die Anwaltskosten sind auch stetig zu zahlen, da es hauptsächlich bezüglich Umgangsrecht Uneinigkeit gibt.

    Ich weiß, es gilt gekauft wie gesehen, aber ich dachte die Situation wird ja mal besser, bisher ist leider immer noch kein Ende in Sicht. Er kann dazu auch nichts, aber bei mir stellt sich langsam Frust ein. Sorry, dass ich das sage. Ich würde gerne beruflich ein paar Stunden weniger arbeiten, da ich einfach mehr für meine beiden Kinder da sein möchte, aber das wäre derzeit unverantwortlich, solange seine Situation so ist wie sie ist. Ich dachte halt einfach es wird mit den Jahren besser, aber davon ist nichts in Sicht. Ich war einfach verliebt bis über beide Ohren und dachte, die Zeit wird es richten. Das Gegenteil ist der Fall und bin immer mehr gefrustet.

    Grundsätzlich hilft mir mein Mann mit meinen Kindern, er hilft im Haushalt und er ist liebevoll und fürsorglich zu mir. Auch muss man bedenken, das ich und meine Kids in der Überzahl sind und natürlich den größeren Anteil an Kosten verursachen. Das sind ja Qualitäten die ich gegenrechnen muss, was ich auch tue. Und trotzdem fühle ich mich gerade irgendwie... sagen wir mal... nicht gut. Ich fühle mich aber auch schlecht, weil ich überhaut darüber nachdenke. Ich wollte nie aufrechnen und doch tue ich es insgeheim gerade.

    500 Euro für quasi all in , ist das fair?
    Ich kann das gerade nicht beurteilen!
     
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  3. Liebe FS,

    ich habe deine Zeilen so verstanden:

    Du gehst arbeiten, hast also selber ein Einkommen, dazu Kindergeld und Unterhalt vom Kindesvater und dein jetziger Mann gibt dir für sich mtl. 500 Euro. Finde ich, sofern das Geld wirklich nur sein Anteil für sich gesehen ist, ausreichend.

    Es fehlen aber Infos zur Gestaltung/Aufteilung der Miete, oder ist es sein Haus, bzw. da fallen ja auch Kosten an, die irgendwie geteilt werden müssen.

    Ansonsten auch hier wieder mein Tipp an alle jungen Frauen:

    Vorausschauend schauen, denken und handeln, auch wenn das Herz übervoll voller Liebe ist, kann viel Ärger, Frust und auch negative Beeinflussung bzw. das Vorleben für die Kinder vermeiden.

    W ü50
     
    • # 2
    • 19.12.2017
    • iras
    Ich verstehe das Problem irgendwie nicht. Ich gebe meiner Frau genau 0 Euro im Monat, ebenfalls Haus und 2 Kinder. Unsere beiden Gehälter laufen auf ein gemeinsames Konto, jeder nimmt sich, was er braucht. Bisher hat sich keiner übervorteilt gefühlt.
    Ok, Unterhalt zahle ich nicht.
     
  4. Immer wieder die gleiche Debatte.
    Und ich verstehe es nicht.

    Ihr seid in einer festen Beziehung, ihr wohnt zusammen, ihr teilt Euer Leben.
    Die Freuden, die schönen Momente, sicher auch die Pflichten, Haushalt, gemeinsamer Bürokram, die Versorgung der Kinder, auch wenn sie nicht seinec sind
    Und da versucht man eine ausgewogene Aufteilung hinzubekommen, ohne Buchführung, sondern nach Zeit und Fähigkeiten.
    Ein WIR.

    Dazu gehören genauso die Finanzen.
    Der große gemeinsame Topf, aus dem als, von Urlaub bis zum Toilettenpapier gezahlt wird, die Versicherungen, Miete, etc. und ggf. hat jeder noch ein eigenes Konto.
    War bei uns nie nötig. Es gab ein Konto, wie alles andere eben gemeinsam.
    Man redete über die Einnahmen und die Ausgaben, zusammen.

    Aber wenn Ihr es anders haben wollt, dann musst ihr eben eine Gesamtaufstellung machen mit Einnahmen / Ausgaben, mit den Pflichten, usw.
    Und dann zusammen eine Lösung finden.

    Mir ist bei diesen buchhalterisch Rechenkunststücken viel zuwenig WIR.
    Wie verrechnet man das gekochte Mittagessen, die Zusatzabnutzung von Möbeln durch die Kinder eines Partners, den Stromanteil...überspitzt ausgedrückt.

    Wenn es knapp ist, muss man gemeinsam Wege finden, wie man mit den Ressourcen umgeht.
    Es können ja nicht nur Unterhaltsverpflichtungen sein, auch mal Krankheit oder andere Gründe wie eine Fortbildungsmaßnahme, Jobverlust, warum sich das Einkommen ändert. Oder der Karrietesprung enges Partners im Positiven.

    Aber bei Euch gibt es ja noch einige andere Baustellen.
    Wieviel WIR gibt es für Dich wirkich noch?
    Scheidungskrieg, finanzielle Probleme, etc. können zermürben und eine Beziehung zerstören.
    Für ihn ist die Situation mit dem Kindesumgang sicher zusätzlich belastend.
    Es heißt gekauft, wie gesehen, aber mit manchen rechnet man nicht, und man denkt, dass man als zusammen schon schafft. Bis die Realität kommt, und hier der Worst Case.

    Ich glaube nicht, daß es tatsächlich die Finanzielle Aufteilung ist, warum es Dir nicht gut geht.

    Ihr solltet insgesamt reden.
     
  5. Wie soll man bei den wenigen Infos einen Rat geben?
    Wieviele Personen leben im Haushalt? Was verdienst Du, was verdient er? Wie hoch ist die Gesamtmiete? Was zahlt er an Unterhalt?
     
  6. Wieviel Sie selbst dazu verdienen, und wie hoch das Einkommen Ihres Mannes ist, das wären auch wichtige Informationen. Ohne diese lässt es sich schwer beurteilen, ob die 500,- “zu wenig“ oder “angemessen“ sind. Es hört sich für mich so an, als sei das Einkommen Ihres Mannes auch nicht sehr hoch.
    Bei uns ist es so, dass ungefähr prozentual gemäß eigenem Gehalt jeder zu den laufenden Kosten beiträgt.
     
  7. Führt er einen Lebensstil "auf dicke Hose", den er sich nicht leisten kann? Prasst er in der Gegend rum? Nein, tut er offensichtlich nicht.

    Was für ein Problem hast Du?
    Neid, weil die Kollegen oder Nachbarn schöne Urlaube machen?

    Ihr habt eben Kinder, die nunmal durchgebracht werden müssen. Sie werden es euch hoffentlich mal danken. Haben Deine Eltern oder Großeltern so gedacht wie Du?
     
  8. Tja, was ist fair? Wenn jeder den gleichen Anteil an den gemeinsamen Kosten trägt? Oder wenn jeder nach Abzug aller Fixkosten noch gleich viel Geld zur freien Verfügung übrig hat? Es ist wohl irgendwas dazwischen und da muss jedes Paar für sich einen Weg finden, der für beide tragbar ist.

    Ich verstehe das so, du besitzt ein Haus und trägst alle anfallenden Kosten für wohnen, essen etc. allein. Und du bezahlst sein Fitnessstudio? Er gibt dir jeden Monat 500€ für Kost und Logis und trägt sonst nur seine eigenen Ausgaben.

    Also ich finde 500€ all inklusive tatsächlich sehr wenig. Würde er eine eigene Wohnung beziehen und alles alleine bezahlen, müsste er deutlich mehr ausgeben. Du müsstest dann etwas weniger bezahlen, sein Essen, etwas weniger Strom und warm Wasser, etwas weniger Hygieneartikel. Schwer zu sagen, wie viel das ist, denn das hängt sehr von seinem Lebensstil ab. Die restlichen Kosten müsstest du sonst auch alleine tragen.

    Ich finde die fairste Lösung ist immer noch, ein gemeinsames und zwei getrennte Konten zu führen. Auf das gemeinsame Konto zahlt jeder einen Betrag ein, der gemessen an den individuellen Möglichkeiten und Gegebenheiten auch durchaus verschieden sein kann. Wenn er 500 € einzahlen würde und du z.B. 500€ + 300€ pro Kind = 1100€, würde denn das Geld dann für die anfallenden Kosten ausreichen?
     
  9. In meiner Ehe gab es nur ein WIR. Wir hatten zwar jeder ein eigenes Konto und haben gleichviel verdient. Er hat die festen Ausgaben überwiesen, ich hab alles andere bezahlt wie Einkauf, Kleidung, Geschenke für die Familie u Freunde, etc.

    Was übrig blieb, wurde gespart und für gemeinsame Anschaffungen oder Urlaub ausgegeben.

    Schwierig bei dir. Aber ich würde schon schauen, dass er zumindest die Kosten, die er verursacht, auch trägt. Also anteilig Miete und Nebenkosten, etc.

    Andererseits würde ich nicht erwarten, dass er deine Kinder finanziert- dafür gibt's Kindergeld und Unterhalt und du ebensowenig seine Kinder oder daraus folgende Kosten.

    Und warum sollte er es finanzieren, wenn du wegen deinen Kindern weniger arbeiten willst?
     
  10. Wir wirtschaften gemeinsam und es wird bezahlt/gekauft/gespart in Abstimmung.

    Liebe FS, wirft der Mann Geld für Unsinn zum Fenster hinaus oder wirtschaftet er vernünftig? Im zweiten Fall fass Dir ein Herz und schlage ihm vor, dass ihr einfach das gesamte Einkommen auf einen Haufen werft und gemeinsam so gut wie möglich davon zu Recht kommt.

    Das schafft ein ganz anderes Gemeinschaftsgefühl, Deine jetzige Regelung spaltet Deine Familie in "Wir" (Du und Deine Kinder) und "Er".
    Sollte er aber unvernünftig mit Geld umgehen, belass es lieber bei der jetzigen Regelung.
     
  11. Genauso war es in meiner Ehe auch.

    Alle Einahmen waren über ein gemeinsames Konto für uns beide zugänglich, wobei mein Beitrag zu Beginn der Ehe bei 50%, zwischenzeitlich bei 25 %, später bei 90% lag. Grössere private Anschaffungen haben wir uns immer gegenseitig frei geben lassen.

    Ein festes Taschengeld gab es für uns Beide nicht.
     
    • # 11
    • 19.12.2017
    • frei
    Für die Beantwortung der Frage, ob sein Beitrag angemessen ist, gibt es zwei Ebenen:
    - wie viel kann er bezahlen ? Und dazu: wie viel kannst du stemmen ?
    - wie viel kostet ganz objektiv das Wohnen und Essen nebst Klopapier und Waschmittel eines erwachsenen Mannes ?

    Auf Ebene zwei ist es ganz sicher viel zu wenig.
    Nehmen wir an, er würde allein in einer kleinen Wohnung leben, dann wäre es erheblich mehr, aber selbst in einer WG, was eher vergleichbar ist, weil man sich auch da die Wohnkosten für gemeinsam genutzte Bereiche teilt, müsste er deutlich mehr bezahlen.
    Ich würde sagen, dass in unserer Stadt ein Zimmer in einer Vierer-WG allein 500 € incl. Nebenkosten kosten würde.

    Ihr habe ein gutes Verhältnis, er trägt zur Haushaltsarbeit in angemessener Form bei und kümmert sich sogar um deine Kinder.
    Wahrscheinlich hat er deutlich weniger Geld als du, vielleicht nur 1.000 €, wie im Nachbarthread.
    Falls du genug hast, würde ich alles gut und richtig finden.
    Falls er aber nach Abzug aller euch gemeinsam betreffenden Kosten mehr im Säckel hat, würde ich es nicht gut finden.
    Frage: du nennst sein Auto. Habt ihr nur dieses eine und du hast an ihm auch einen Nutzen, z.B. weil er damit die Einkäufe erledigt und die Kinder überall hin fährt ? Dann würde ich das Auto und dessen Kosten, das werden mit Abschreibung mindestens 300 € sein, in die Überlegung einfließen lassen und nicht anfangen mit, er sitzt da aber öfter drin. Deine Kinder sind sicher auch länger in der Wohnung als er.

    Ich habe einen ähnlichen, allerdings deutlich extremeren Fall in der Familie:
    Meiner Mutter gehört das Haus, sie macht die GANZE Arbeit, das meine ich wörtlich und für das rundum-sorglos-Hotel-Ehefrau-Paket gibt ihr Ehemann ihr monatlich 350 €. Das fing vor knappen 30 Jahren mit 250 DM an.
    Er will immer irgendwas an- oder umbauen, die Dachschräge anheben, eine 60-qm-Massivbau-Garage und noch vieles Kleine. Das wird dann gemacht und zwar so, wie er es will, aber bezahlen muss meine Mutter, weil es ja ihr Haus sei (sein Argument).
    Tja, dazu gehören immer zwei, ich habe mir in der Anfangszeit den Mund fransig geredet, aber darüber bin ich längst hinweg.
    Das eigentlich Schlimme ist für mich, dass dieser Mann glaubt, der Chef / Hausherr zu sein, er behandelt sie wie jeder Mann in den 50ern seine Frau behandelt hat.
    Da geht mir heute noch der Hut hoch und ich werde grob, wenn ich dabei bin.

    Ok, meiner Mutter tut das finanziell nicht weh, sie hat genug, um einen Schmarotzer durchzufüttern, während dieser Mann wegen geringer Berufsausbildung nie viel verdiente, seine Rente ist jetzt auch entsprechend traurig.
    Aber um einen auf dicke Hose zu machen, reicht es, dickes Landei-Auto, das was alle alten Schnäuzerträger fahren, ihr wisst schon....aber auch, in der Kneipe den anderen Suffköppen Runden auszugeben etc.
    Ich wäre längst weg, aber sowas von.

    w 50
     
  12. Sprecht drüber!

    Außenstehende können vermutlich nicht sagen was bei Euch der richtige Weg wäre.

    Ich bin bspw zufrieden mit unserer Lösung. Mein Lebensgefährte hat eine kleine Wohnung behalten die uns zur Verfügung steht wenn wir dort sind. Das sind wegen unseres Arbeitsortes dann mal 1-2 Stunden am Tag wenn man nicht nach Hause fahren möchte. Bei Bedarf auch mal eine Übernachtung allein oder zu zweit.
    Er ist zu mir in meine größere Wohnung gekommen als wir zusammenzogen da sie einfach den nötigen Platz und Komfort bietet. Er zahlt "seine", ich "meine". Ich habe diese Wohnung Jahre lang alleine bewohnt und würde das auch wieder können wenn es auseinander ginge. Mein Gehalt ist nicht wesentlich, aber doch spürbar höher als seines.

    Da ich meist die Einkäufe alleine erledige zahle ich sie dann. Wenn er mitkommt will er zahlen, wenn er mitbekommt ich plane einzukaufen wenn er nicht dabei sein wird gibt er mir Geld mit. Wenn wir essen gehen zahlt er. Gehe ich tanken wenn wir gemeinsam unterwegs sind möchte er das zahlen. Mal lasse ich ihn, mal nicht da es mein Auto ist und ich für mein Hobby auch viel fahre.

    Ich habe noch ein teureres Hobby. Er hat zwei Kinder aus einer früheren Beziehung. Ich rechne nichts auf was ich für die Kinder kaufe. Das kommt von uns- ob er es kauft oder ich- denn wir lieben die Kinder.

    Generell finde ich, dass eine Beziehung eben auch ein Geben bedeutet. Ich helfe meinem Partner gerne. Wenn ich weiß, ich erwirtschafte mehr ohne dass er faul wäre(wir beide arbeiten viel, er tatsächlich aber doch mehr als ich- auch um über Überstunden usw bei seiner geringeren Gehaltsstufe mehr zu bekommen). Für ihn ist es manchmal schwierig als "der Mann" weniger beisteuern zu können.
    Ich dagegen denke: jeder soviel wie möglich für ein gemeinsames, gutes Leben, das man dann gemeinsam genießen kann!

    Und hier lese ich oft so viel verqueren Kram von verschiedensten Leuten. Die Damen die meinen ein Mann sei zur Finanzierung ihrer Launen da und um eine gepflegte Oberklassenerwerbslosigkeit ihrerseits zu ermöglichen, die Herren die sich bei Beziehungen vor allem um ihre Finanzen sorgen und Attraktivität und Bettakrobatik gegen die Investition halten um zu ermitteln ob alles soweit stimmt.

    Wenn man wirklich eine Familie sein und leben will, dann hat das etwas mit Zusammenarbeit und eben auch teilen/geben/annehmen zu tun. Wenn Geld zum Problem wird, hängt glaube ich woanders was schief.... man sollte herausfinden was das genau ist...
     
  13. Und dann wird vom gemeinsamen Konto alles für´s tägliche Leben eingekauft. Sie will den teuren Biobergkäse und im reicht das günstige Schweinschnitzel aus der norddeutschen Massentierhaltung. Auch das ist nur in der Theorie fair. Solche wie überspitzt dargestellte Diskussionen hatte ich schon.

    Hier fehlt meiner Ansicht nach ein grundsätzliches Vertrauen.

    M 47
     
  14. Liebe FS,

    diesen Satz habe ich aus eine anderen Post von dir rauskopiert
    **Ich weiß aber nicht, ob ich den Terror und den Druck aushalte, der dann wieder von seitens der Ex ausgeübt wird. Das war bis vor dem letzten Umgang 3 Jahre Dauer Thema. Kinder, Ex, Ex, Kinder. (Ich würde näher darauf eingehen, aber Zeichen Begrenzung).**

    Dein aktueller Post drückt nur aus, dass es höchstwahrscheinlich um ganz andere Probleme geht. Vielleicht möchtest du aber für dich auch nur von seiten der Foristen die Aussage, dass die finanzielle Aufteilung der Gelder nicht gerecht ist. Vielleicht suchst du eine Möglichkeit zu entkommen und sammelst Gründe, um guten Gewissens eine Trennung herbeizuführen. Wir wissen es nicht.
    Zu spüren ist deutlich, dass du mit diesem Gerangel, was dein Mann mit seiner ehemaligen Frau hat, deutlich zu kämpfen hat und das zu Recht. Eure Beziehung steht unter Dauerstress und es gehört sehr viel Kraft, Geduld und Mut von beiden Seiten dazu, dass ihr aus dem aktuellen Zustand für euch noch etwas gewinnen könnt. Gibt es Unterstützung, oder andere Möglichkeiten? Leider ziehen sich solche Klärungen, gerade wenn der andere Part, in diesem Fall die Ex nicht mitzieht, lange hin.
    Du kannst nur für dich allein entscheiden, ohne künstlich Ungleichheiten zu produzieren, ob du das noch eine ganze Weile aushalten kannst. Wie seid ihr Zweibeiden denn im Gespräch? Ist sich dieser Mann darüber auch im Klaren, dass es so nicht dauerhaft gehen kann?
     
  15. Ich hab gar nicht verstanden, für was er dir die 500€ gibt? Kann er diese Kosten nicht gleich selbst an die richtigen Stellen abführen lassen, oder wieso geht das erst durch deine Hand?

    Ihr geht doch beide arbeiten, so wie ich das verstehe. Warum gibt nicht einfach jeder sein verdientes Geld für das nötige aus? Was am Ende übrig bleibt, hat jeder für sich. Das ist bei einem, der mehr verdient, dann möglicherweise auch mehr. Aber so ist das nun mal. Das Leben ist ungerecht.

    Meine Einstellung: niemand hat Anspruch auf das selber verdiente Geld des anderen, auch nicht, wenn man in einer Ehe lebt. Fair ist, wenn die Lebenshaltungskosten gleich aufgeteilt werden. Was sich der eine oder andere darüber hinaus leisten will, ist seine Sache, dafür geht er ja schließlich arbeiten.

    Man sollte immer so wirtschaften, als wäre der andere nicht da. So macht man sich finanziell nicht abhängig und fällt nicht in ein tiefes Loch, wenn die Beziehung/ Ehe mal zerbricht. Aus diesem Grunde lehne ich für mich persönlich ein gemeinsames Konto mit Partner ab. Man sollte in solchen Dingen meiner Meinung nach keine Kompromisse schließen. Und wenn du es dir nicht leisten kannst, weniger zu arbeiten, dann geht es eben nicht. Sag das mal der Fleischereiverkäuferin, die für 10€ die Stunde bei Vollzeit arbeitet, die hat auch keine Zeit für ihre Kinder.

    Ich bin auch immer sehr irritiert, wenn ich lese „mein Mann gibt mir jeden Monat Betrag X“. Wo leben wir denn? Was gibt es für einen Grund, dass ein Partner dem anderen monatlich Geld gibt (was ja dann, wie im vorliegenden Fall, auch meistens als zu wenig wahrgenommen wird)?
    Wenn man Nahrungsmittel einkaufen geht, dann versteh ich das, dass der eine dem anderen was dazu gibt, meistens geht ja nur einer einkaufen. Das soll ja gleich verteilt sein. Aber wieso gibt er dir Geld, damit du sein Fitnessstudio bezahlst? Oder die GEZ? Gibts da keine Einzugsermächtigung? Ich verstehe solche Konstrukte nicht.

    Man könnte es alles so einfach haben, wenn man mal schön bei sich und seinen finanziellen Angelegenheiten bliebe (das betrifft auch die Verantwortung für die Kinder).

    Also, alle Fix- und existenziellen Versorgungskosten (Nahrung, Strom, Hausrat, Haftpflicht, Internet)teilen, und der Rest liegt bei jedem selbst (Privatvergnügen, Kleidung der Partner, die Kosten für die jeweiligen Kinder der Partner, etc.). Wenn es in den Urlaub gehen soll, spart eben jeder für sich und bezahlt seinen Anteil, oder der reichere von beiden lädt ein, was aber kein Muss ist.
     
  16. In deinem Fall (wohnen in einem Haus, nicht gemeinsame Kinder, U zahlender Mann) schlage ich prozentuale Aufteilung oder folgende Aufteilung vor:

    Sein Einkommen= nach U = E.Mann

    Dein Einkommen = 1.) abzüglich Kindesunterhalt vom Vater deiner Kinder (es ist für die Kinder und muss außerhalb bleiben) und 2.) abzüglich des staatl. Kindergeldes, falls du es bekommst und 3.) abzüglich des Geldes für Kinderunterhalt, was du trägst, was aber mangels U zahlung an dich selbst, was keinen Sinn macht, auf deinem Konto verbleibt = E.Frau

    Du hast sogar 3 Posten von deinem Geld abzuziehen, da du spiegelbildlich ebenso Kindesunterhalt zahlst, aber weil sie bei dir wohnen, bleibt es auf deinem Konto.

    Miete des Hauses z.B. 1300€ incl. Nebenkosten bei 110qm.
    Die zwei Kinderzimmer sind 12qm und 14qm gross, 26qm also zusammen, verbleiben von den 110qm 84qm, die zwischen dir und ihm geteilt werden sollten, pro Kopf also 42qm.
    Ich halte irgendwie nichts davon, die Kinder voll einzubeziehen, es sollte ein Unterschied zwischen Erwachsenen und Kindern bleiben und Unterhalt geht auch nur vom Kinderzimmer aus.

    Dann musst du die 42qm zu den 110qm ins Verhältnis setzen, ergibt gerundet 38,2%.
    Dann die 38,2% zu der Gesamtmiete 1300€ ins Verhältnis setzen, macht 496,6€ Miete für ihn.

    Allein bei der Mietrechnung käme ich für ihn auf knapp 500€...

    Dann noch sein Essensanteil (200€?) plus Fitness, GEZ usw rauf.

    Sollte er nach meiner Aufstellung oben auch monatlich mehr als du zur Verfügung haben, kannst du es auch ins Verhältnis zum Einkommen setzen. Beachte aber bei dir, du musst auch von deinem Einkommen Kindesunterhalt, den du aus deinem Verdienst zahlst, abziehen und nicht nur das vom Vater.

    Was mich betrifft, ich habe (noch) keine eigenen Kinder, möchte aber mit meinem Partner zusammenziehen und da soll alles Einkommen zusammengeschmissen werden. Stellt es sich leider heraus, dass er bzw. dich nicht die Liebe füreinander sind, bestehe ich auf relativ schnelle Trennung. Letzteres schreibe ich, weil manche im Lebenskonzept haben, lieber der Finanzen wegen leiden anstatt glücklich zu sein, was notfalls auch Singlewohnen bedeutet.

    Du kannst dir aber auch überlegen, ob er wirklich deine Liebe ist. Notfalls musst du wenn du lieber es alleine ohne ihn versuchen willst, etwas mehr arbeiten, hättest aber unter Umständen mehr Lebensqualität und die Aussicht auf einen besseren Mann, falls du mit ihm als Partner unzufrieden bist.
     
  17. Wenn Du es warst, die in dieser Geldsache Bestätigung haben wolltest, dass sie ausgenutzt wird, so muss ich dich enttäuschen. In meinen Augen ist es Berechnung, wenn man so alles auf Kleinlichste aufrechnet. Reche doch mal so wie vorhin hier vorgeschlagen wurde: erwachsene je 500€, die Kids je 300€. Da es deine Kinder sind, alle Anschaffungen für sie werden von Dir gezahlt, Urlaub genau so. Ob er dann der große Schmarotzer ist? Mein Partner hat mir 18 Monate Schule plus Lebensunterhalt gezahlt, es war nie ein Thema. Auch heute nachrechnen wir nichts auf
     
  18. Da du nicht geschrieben hast, wie hoch die Miete insgesamt ist, lässt sich schwer beurteilen, ob 500 Euro ausreichend sind. Vom Gefühl her hört es sich wenig an. 500 Euro würde dein Mann, je nach Stadt, schon Miete zahlen, wenn er alleine wohnen würde. So hat er mit 500 Euro Miete, Lebensmittel, Fitnessstudio etc. abgegolten.
    Wenn ihr euch einen Überblick über die monatlichen Ausgaben verschafft (zB mal einige Zeit ein Haushaltsbuch führen), könnt ihr zukünftig die Ausgaben gerecht verteilen, ohne das ein Gefühl der Ungerechtigkeit entsteht.
    Natürlich ist es finanziell schwierig für deinen Mann, wenn er Unterhalt zahlen muss. Da du selbst aber auch Kinder hast, wirst du ebenfalls Einschränkungen kennen.
    Vielleicht hast du Versorgungswünsche und es wäre schön für dich, wenn einer käme, der es dir ermöglichen könnte, dass du dir mehr leisten und weniger arbeiten müsstest.
    Ich hab zwar keine Kinder, aber als ich im Studium finanziell harte Zeiten durchgemacht habe, hegte ich auch diesen Wunsch. Damals hatte ich sogar einen Partner, der ein hohes Einkommen hatte. Nur, er wollte mich nicht unterstützen, bestand auf Miete, lud mich nicht ein.
    Ich selbst war immer großzügig zu meinen Partnern, erst recht, als ich die finanziellen Mittel hatte. Umgekehrt war das nicht der Fall nach meinem Empfinden.
    Manchmal denke ich darüber nach, was wäre, wenn ich krank oder schwanger werden würde und nicht mehr oder nur eingeschränkt arbeiten könnte.
    Aber das sind eben Kleinmädchen-Versorgungswünsche. Jeder Mensch muss für sich selbst arbeiten und sorgen. Und so kann ich zumindest stolz sein, dass ich es selbst schaffe und von niemanden abhängig bin.
    Ich denke, wenn die Liebe stark ist, werdet ihr einen Weg finden, dass jeder sich dabei gut fühlt.
     
  19. Die Schieflage in diesem Thread, so wie in fast allen anderen Threads dieser Art, besteht schonmal darin, dass in nahezu allen Fällen die Kinder der Frau in dem gemeinsamen Haushalt leben, während die Kinder des Mannes extern, i.d.R. bei der Mutter der Kinder, leben.

    Nur, wenn auch seine Kinder im Haushalt leben würden, oder die Kinder von BEIDEN Seite extern, könnte man anfangen zu rechnen!

    Eine Frage an die Damen hier im Thread: Wenn über den "Wert" von Erziehungszeiten (für Frauen) diskutiert wird, wie hoch ist denn dann der Wert anzurechnen, mit dem sich die Männer um die Kinder der Frau bemühen?

    Im Nachbarthread äußert die Frau ganz unverblümt, dass sie mit seinen Kindern nichts zu tun haben will und hier in diesem Thread wird zwar gesagt, dass sich der Mann nett gegenüber ihren Kindern verhält, aber mit keinen Wort darauf eingegeangen, dass sich die TE genauso um seine Kinder bemüht!

    Ich finde, dass der Mann gar nichts bezahlen sollte, sondern Kost und Logis dafür frei erhalten müsste, dass er in den kaputten Familienverhältnissen der Frau, die wohnpräsente Vaterfigur ersetzt ...was sie schließlich im Gegenzuge, bei seinen Kindern, nicht tut!

    V.m47
     
  20. So, ich bin auch Betriebswirtin und mir schwirrt der Kopf beim Lesen.

    Ehrlich, wenn so in einer Partnerschaft miteinander gerechnet wird, dann will ich keine führen.
    Für mich heißt Partnerschaft ganz kurz und knackig WIR, ein ausgewogenes Geben und Nehmen nach den Möglichkeiten, den Fähigkeiten und den Bedürfnissen, ohne Erbsenzählerei.
    Gerade wenn man ein Zuhause zusammen hat.

    Bei LAT - Partnerschaften ist dies aus dem Umständen heraus etwas anders, weil jeder eine eigene Wohnung hat und entsprechend Ausgaben.
    Aber bei Gemeinsamen wird es auch da Lösungen geben müssen.

    Oder wir haben demnächst einen Thread, wo es heißt, wir haben eine LAT - Beziehung, Er/sie ist dauernd bei mir und frisst meinen Kühlschrank leer, wie regeln wir das finanziell. Und dann wird ein Wochenplan geführt. (Bei mir zahlen Gäste, Freunde, Partner nicht).

    Wenn ich das lese, bin ich gerne Single:)
     
  21. Hallo FS, ich schließe mich meinen Vorschreibern an und verstehe so richtig Euer "System" nicht... ich kenne das von niemandem, dass einer dem anderen den Betrag X monatlich gibt für das "Zusammenleben", wenn man in einer Ehe lebt und im gemeinsamen Haushalt und eine Familie ist. Finde ich verstörend... kenne ich nicht von meinen Eltern, nicht aus der Familie und auch nicht aus dem Freundes- und Bekanntenkreis... da wird gemeinsam gewirtschaftet, es läuft alles über entweder ein gemeinsames Konto oder über ein gemeinsames Hauswirtschaftskonto... aber vermutlich seid Ihr durch das "Patchwürg"-Konstrukt und diese vorherigen Verhältnisse Deines "Mannes" eher Lebensabschnittsgefährten? Seid Ihr verheiratet? Dann verstehe ich es gar nicht... Wahrscheinlich muß man eher von WG-Verhältnissen bei Euch ausgehen... siehe, dass bundesweit im Schnitt ein WG-Zimmer, möbliert, incl. aller Nebenkosten und Nutzung aller Räume, Waschmaschine, Internet, GEZ, etc. je nach Region 350-450 EUR kostet. Das vielleicht als Anhaltspunkt für Deine Rechnerei... allerdings sorgt dabei JEDER WG Bewohner zusätzlich noch selbst für seine Lebensmittel, seine Hygieneartikel und Freizeitaktivitäten wie Fitnessstudio, usw. Von diesem Aspekt her ist es definitiv zu wenig Geld... aber wie gesagt, ich verstehe in einer "Ehe" (?) eh diese Rechnerei nicht... Gruß
     
  22. @Peaches!
    Ja, er zahlt dir viel zu wenig, das ist ein Witz. Für 500 Euro Miete bekommt er keine Wohnung. Ich zahle in meiner 3-Zimmer-Wohnung für mich als Single bereits neu 400 Euro Nebenkosten! Rechne deine NK genau aus und schlage sie ihm oben drauf auf die 500 Euro Miete. Stromkosten sind auch gestiegen. Für Essen gebe ich zurzeit 50 Euro in der Woche aus, da ich spare. Früher waren Das schon 100 Euro und die Lebensmittel sind ehrlich teuer. Er müsste also locker 200 Euro für Lebensmittel bezahlen. Telefon und GEZ musst du sowieso bezahlen für dein Haus. Ich denke, er müsste dir 900-1000 Euro geben im Monat und das ist eher zu seinen Gunsten geschätzt. Er nimmt dich wissentlich aus und profitiert eiskalt und berechnend! Männer nehmen gerne... So naiv ist er nicht, dass er das nicht wüsste. Er schmarotzt willentlich und es geht auf deine Kosten. Ob er dir wohl finanziell aus der Patsche helfen würde, wenn es dir mal schlecht geht?
    W47
     
  23. Liebe Peaches!,
    falls du aus dem japanischen Kulturkreis kommst und es gewohnt bist, was dort normal ist, dass der Mann einmal im Monat sein ganzes Geld der Frau gibt und diese ihm nur ein Taschengeld zahlt, das restliche Geld aber allein verwaltet, sprich doch mit ihm drüber und versuche dich zu einigen, dass er wenigstens ein Jahr mal eure Tradition probiert!
    Mir ist Japan eher als erfolgreiches Land bekannt, von daher kann diese Tradition nicht so schlecht sein.
     
  24. @kcLydia hat das Ganze ja wunderbar auseinander gerechnet. Genauso würde ich es machen. Genau berechnen, was sein Anteil an den Kosten ist, alles andere ist auf Dauer ungerecht und aus deinem Post klingt ja auch die Unzufriedenheit mit der Situation. Daraus schließe ich, dass er weniger Kosten trägt als er verursacht. Und dann ist es auch nicht so, dass er deine Teilzeit finanzieren soll, sondern du ihn finanzierst. In Patchwork-Familien ist es manchmal halt nicht so einfach mit dem „wir“, wie einige hier sagen. Trotzdem bleibt ja die Frage, ob du auf Dauer damit zufrieden bist. Wie kamt ihr überhaupt darauf, dass sowas wie Fitness und Essen in so einer Rechnung sind? Dass man sich die Miete teilt, ist völlig klar, aber so ein all-inclusive-Paket klingt ziemlich seltsam.
     
  25. Ich glaube nicht, dass es dir primär ums Geld geht.

    Die ganze Denkweise ist mir fremd, vor allem wenn man verheiratet ist. Ist es nicht sinnvoller alles in einen Topf zu schmeissen? Der Topf kann auch imaginär sein, solange beide über das Konto des anderen verfügen können. Die Summe X kommt im Monat rein, und davon muss alles bestritten werden.
    Wir stark ist das "wir" ausgeprägt, wenn jeder Angst hat, zu kurz zu kommen? Wird alles andere auch aufgerechnet? Erledigungen? Tätigkeiten im Haushalt? Aufmerksamkeit?
     
  26. Das steht doch nirgendwo, dass sie sich nicht um seine Kinder kümmert. Und ob er als „Vaterfigur“ fungiert, wissen wir auch nicht. Vielleicht kommen seine Kinder ja auch mal am Wochenende oder in den Ferien und die Frau kümmert sich mit. Abgesehen davon hat der Mann, der hier als Opfer dargestellt wird, ebenso „kaputte Familienverhältnisse“ wie die Frau. Und ihm bleibt vermutlich der Alltagsstress mit Hausaufgaben usw. seiner eigenen Kinder erspart.
    Singles mit Kindern passen eben am besten mit anderen Singles mit Kindern zusammen und dass dann nicht immer alles 100% gerecht ist, ist ja klar. Es gleicht sich aber irgendwo ja aus.

    Ich finde die „Miete“ ziemlich günstig für ihn - wo kommt man mit Miete, allen Haushaltsausgaben und Fitness mit 500€ aus? Sogar als Student wäre das viel zu wenig.
     
  27. Liebe FS,
    die Ehe ist eine Wirtschaftsgemeinschaft, sofern man keine Gütertrennung vereinbart hat. Das heißt, beide werfen ihre gesamten Einkünfte in einen Topf, aus dem alle Ausgaben für den Familienhaushalt bestritten werden. Aus dem Rest werden Rücklagen für Anschaffungen, Reparaturen etc gebildet und bleibt dann noch was übrig, kann man sich das teilen als persönliches Taschengeld.
    So viel zur Theorie bei Familien mit gemeinsamen Kindern, denn Patchworkfamilien funktionieren anders.

    Beziehungen handhabe ich anders: es gibt kein gemeinsames Konto. Bei LAT stellt sich die Frage nicht, jeder finanziert sich selber.
    Lebt man zusammen, werden die Kosten geteilt: entweder 50:50 (endliche Lebensabschnittspartnerschaft) oder nach Einkommen prozentual - Einzahlung auf ein gemeinsames Haushaltskonto.
    Bevor ich heiratete machten wir prozentual nach Einkommen, fand ich fairer und hatte ja die Persektive "für immer zusammen".

    Bei Patchwork muss man sich anschauen, was geht und was man will. Ganz ungünstig ist immer: im Nachgang das ändern zu wollen, was man vorher vereinbart und jahrelang praktiziert hat, weil Du Dich über was ganz anderes ärgerst. Das bringt Dir Konflikte in die Beziehung und hat Folgen, die Du nicht willst.

    Als Erstes solltest Du Dir klar werden, was eigentlich Dein Problem ist:
    - sein geringer Beitrag zum Familienunterhalt, der deutlich unter den tatsächlichen Kosten liegt, die ein erwachsener Mann braucht?
    - dass er auf Deine Kosten finanziell besser gestellt ist als Du?
    - Stellvertreterkrieg, weil Du Dich ärgerst, dass eure Ehe durch die Konflikte mit seiner Ex dauerbelastet sind?

    Zum einen ist klar: von 500 € im Monat kann kein erwachsener Mann seine Warmmiete, Lebensunterhalt und Fitnessstudio bezahlen - selbst in der letzten Einöde nicht, d.h. Du sponserst ihn erheblich.
    Warum also tust Du das? Bist Du die Vereinbarung eingegangen, weil Du sonst den Mann nicht bekommen hättest? Und wofür willst Du ihn jetzt mit Mehrforderungen bestrafen?

    Als erstes die Frage: hat er bei eurer Regelung mehr für sich zur freien Verfügung als Du für Dich?
    Wenn ja: wie alt sind Deine Kinder? Bei 12+ sind ihre Unterhaltskosten vergleichbar mit Erwachsenen. Ihr habt Wohnkosten, lebt mit 4 Personen dort, d.h. Warmmiete, Internet, GEZ und Co geteilt durch 4 Personen: 75% Deine Kosten, denn es sind Deine Kinder, für deren Versorgung Du zuständig bist und vermutlich Unterhalt bekommst.
    Sonstige Haushaltskosten nach ca.-Verbrauch: istt er in der Kantine, nimmt er sich was mit, wie handhabst Du das mit den Kindern?
    Ja, das ist kleinliche Rechnerei, die Frau machen muss, wenn sie sich Großzügigkeit nicht leisten kann und/oder nicht draufzahlen will.

    Wenn er nicht mehr hat als Du, dann sei gefälligst nicht so kleinlich und aufrechnerisch, schließlich leistet er viel Soziales für Dich und Deine Kinder, was man kaum umrechnen kann.
     
  28. Ich möchte hier in deinem Falle dringlich von gemeinsamem Konto abraten, es könnte sein, dass ihr beide dann noch heftiger von seiner Ex geschröpft werden könnt. Dies vorab. Daher ist es für mich stimmig, dass er dir jeden Monat einen Betrag X überweist. Ob dieser Betrag ausreicht, kann ich so nicht sagen. Ich als Mann brauche ungefähr 1500 Euro im Monat für die Lebenshaltung, wohne aber in Eigentum und habe Handy etc auf die Firma. Das heisst, Hausgeld, Strom, Wasser Heizung und Futter sowie Getränke. Kleinkram wie GEZ, Haftpflicht und Hausratversicherung dürften auch drin sein. Klopapier auch.
    Insofern erscheinen mir 500 Euro sehr wenig.
    Ich lebe ja LAT. Und ganz einfach, wir sind am WE meist bei mir, weil sie eine erwachsene Tochter hat, diese sich auch freut, sturmfrei zu haben. Sie zahlt ihren Haushalt, ich meinen. Aber ganz ehrlich - ich würde mir blöd vorkommen, wenn ich für die WE Einkäufe und das Klopapier am WE von ihr jeden Monat Geld bekommen würde. Vielleicht muss ich nicht rechnen, aber ich wüsste gar nicht, welche "Kosten" sie verursacht. Wahrscheinlich bin ich auch altmodisch, ihre Kosmetikartikel, der Wein, den sie mag, diverse Speisen, die sie genüsslich verzehrt - das kaufe ich ein, weil ich will, dass sie sich bei mir wohlfühlt. Ich habe auch immer ihre Zigarettenmarke da ...
    Bringt sie etwas mit, dann bekommt sie auch kein Geld dafür.

    Ich muss beruflich darauf achten, jeden EURO penibelst aufzulisten - ich gönne mir die Freiheit, dies privat nicht machen zu müssen. Kannst du dir das leisten - dann rate ich dazu. Wenns eng ist, dann rede mit ihm.
     
    Moderationsanmerkung: Provokante Phrasen entfernt. Bitte halten Sie sich an unsere Verhaltensregeln. Vielen Dank.
  29. Kurzer Nachtrag von mir.

    Wir wohnen in einem Haus zur Miete. Es musste ja ein Haus sein, damit seine Kinder (die derzeit gar nicht da sind) auch Platz haben. Ich zahle die Miete, die NK - Strom, Gas, Wasser, Müll usw., Tel, Internet, GEZ, sein Fitnessstudio, ich kaufe ein, Lebensmittel und Hygieneartikel.

    Für meine Kinder komme ich selbst auf, das ist doch selbstverständlich.

    Er arbeitet Vollzeit, ich Teilzeit.

    Mir geht es nicht um fehlenden Luxus oder große Urlaube. Es gibt sehr schöne Ecken hier in Deutschland. Und ich weiß auch nicht wirklich, warum mir das gerade alles unfair erscheint?! Die letzten Jahre war das überhaupt kein Thema für mich, ich dachte, es geht ja immer vorwärts und irgendwann hat er dann mehr Geld übrig und ich kann mal ein paar Euro sparen, aber jeder Termin der vielleicht ein wenig Klarheit gebracht hätte (Unterhalt für die Ex, Dinge so geklärt dass der Anwalt nicht alle paar Monate ein ganzes Einkommen in Rechnung stellt usw) wurde verschoben, weil es von der anderen Seite (seiner Ex Frau) in die Länge gezogen wird.

    Ich sehe irgendwie kein Licht am Ende des Tunnels. Ich fühle mich als der Zahlesel, während es seiner Ex an nichts fehlt und sie unsere Beziehung zerstört.
    Es war blöd von mir, diese Frage hier zu stellen, weil mit ein paar Worten gar nicht rüber kommen kann, was bei uns seit Jahren los ist.

    Gekauft wie gesehen. Muss ich wohl mit Leben.
     

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