1. Wie sich trennen, wenn man sich doch braucht?

    Wer hat Erfahrung damit, und nur bitte jene, wie die Eingangsfrage schon ausdrückt, die sich aus Beziehungen rausschälten, wo man sich aus welchen Gründen auch immer brauchte, und man bzw frau das Gefühl hatte, ich kann ohne dem was ich durch sie habe/bekomme nicht (gut) weiterleben, ja man kann es ruhig Abhängigkeit nennen, ohne dem was man durch den Partner egal ob materiell, psychisch oder sexuell an Zugewinn hat. Ohne Kinder natürlich, da stellt sich die Frage in gewisser Weise gar nicht.

    Wie habt ihr das geschafft, konntet ihr den Kontakt halten, Freundschaft entwickeln? Weiterhin von der Ex/dem Ex bekommen was ihr in der Beziehung auch hattet? Oder kam es doch irgendwann (wann?) zum endgültigem Cut? Oder lieber gleich verzichten und fortan ohne auskommen, und frustriert in der Vergangenheit leben und vermissen, niemanden mehr an sich heranlassen, weil nur die/der Eine(r) oder Keine(r). Die heute noch träumen, nie wieder hab ich das bei jemanden gefühlt usw.

    Oder besteht eher die Haltung, im nächsten Dorf ist das Gras noch grüner, optimistisch, was ich schon hatte, kann ich wieder in einer neuen Partnerschaft bekommen? War es dann auch so?

    Freue mich über eure Erfahrungen!
    Danke

    MoonRiver
     
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  3. Meiner Erfahrung nach lohnt es sich immer zu gehen, wenn ich merke etwas,jemand schadet mir oder tut nicht gut.
    Egal ob Partner, Job, Familienmitglieder o.a.

    Es gibt dann diesen schmerzhaften Moment der Ungewissheit. Wie ein Hochseilkuenstler, der die eine Schaukel loslässt während die nächste ihm entgegen schwingt. Zwischendrin aber sind die Hände leer und er könnte abstürzen.

    Wenn ich aus innerer Überzeugung etwas beendet habe, ist IMMER!!..nicht sofort, manchmal nach Tagen, Monaten oder Jahren etwas passenderes nachgefolgt.

    Beim letzten Beziehungsversuch letztes Jahr hatte ich einen Partner, der log und dem ich nicht vertraute.
    Ich wollte das nicht.
    Heute habe ich einen absolut ehrlichen, loyalen Partner.
    Dazwischen gab es ein Jahr, wo ich nicht wusste wie es weitergeht.
    Oder einmal kündigte ich einen Job, weil der AG mir weniger zahlte als bei Einstellung besprochen.
    Ich wusste nicht wie es weiter geht.
    Aber ich kündigte weil es gegen meine Prinzipien verstößt wenn ich verarscht werde.
    Drei Wochen später hatte ich ein Angebot, selbe Tätigkeit, selber Stundenumfang, 600 Euro mehr im Monat Gehalt :)

    Ich will damit sagen: setze Deine Standards unabhängig vermeintlicher Abhängigkeiten.
    Und vertraue dass es Alternativen gibt.

    Den anderen wegen gewisser Vorteile als "Freund" zu halten ist parasitaeres Denken. Ich persönlich versuche Menschen zu meiden, die so denken.
    Ich will geliebt werden und keine Tankzapfstelle sein.
    Wenn ich geliebt werde um meiner selbst willen und das spüre, geb ich eh Feuer :)
     
  4. Das wollte ich niemals, da würde ich mich für eine neue Beziehung blockieren und dem neuen Partner nichts Gutes antun! Ende ist für mich Ende, sonst kann ich ja gleich bleiben! Von einer Beziehung in die Freundschaft möchte ich nicht, abschließen mit Kontaktabbruch ist konsequent und besser, zumindest für mich!
    Wer die Situation verarbeitet, sich Zeit dafür läßt, wieder frei ist und was Neues beginnt ist vielmehr besser dran!
    Den Druck raus nehmen, cool und gelassen werden und auch bleiben und alles kommt dann so, wie es passen wird!
    In diesem Beitrag lese ich zuviel Strategie, zuviel Kopf, zuviel Angst, guter Tipp, bitte mehr Selbstwert, mehr Selbstbewusstsein und mehr Selbstvertrauen!
     
  5. Wie soll das gehen, weiterhin vom Ex das "Gute" aus den Beziehung bekommen?
    Ich hatte vor sieben Jahren eine Trennung von einem Mann, der sehr sensibel und tiefgründig war. Diese Gespräche über Gott und die Welt, oft philosophisch, waren wunderbar. Als PARTNER war er zu kompliziert, nahm alles zu schwer.
    Nach der Trennung haben wir noch manchmal telefoniert.
    Ich habe das dann auslaufen lassen, es ging mir zu nah.
    Also dosierter Cut
     
  6. Hi MoonRiver,
    jedes Mal wenn Du Dich mit Deinem erwachsenen Kopf entscheidest, Dich aus einer unglücklichen Beziehung/Freundschaft/Arbeitsstelle/Mietwohnung zu lösen, Du Dich aber daraus nicht lösen kannst, weil Dir Dein Bauch sagt, Du kannst Dich nicht lösen... dann bist Du immer auf ein Muster aus der Kindheit gestoßen.

    Aus Deiner Kindheit kennst Du das Gefühl, nix ändern zu können und erdulden zu müssen. Als Kind warst Du abhängig.
    Sobald Du Dich an die konkreten Situationen erinnerst, hast Du einen großen Schritt gemacht.

    Schaue Dir genauer an, was der konkrete Zugewinn in Realität tatsächlich ist.

    Wenn der Zugewinn durch die Beziehung für Dich passt, gibt es keinen Grund, sich zu trennen.

    Natürlich kann Beziehung eine Art Deal sein mit dem Inhalt: "zwar nicht die große Liebe, aber er finanziert meinen super Lebensstil" oder "nicht die große Liebe, aber Hammer-Köchin und Granate im Bett".

    Schau, ob dieser Vorteil tatsächlich besteht.
    Schau, ob der Vorteil die Nachteile tatsächlich aufwiegt. Dann ist doch alles gut für Dich.

    In toxischen Beziehungen besteht oft nur die Illusion des Vorteils, z.B. trennst Du Dich nicht wegen des
    sexuellen Zugewinns. Schaust Du Aber mal darauf, wie oft und mit welcher Qualität der Sex tatsächlich stattfindet, was Du dafür tun musst, siehst Du vielleicht, dass der Sex selten und nur stattfindet, wenn der Partner will und auch nur so, wie der Partner will, nachdem Du lange gebettelt hast und der Partner ungeduscht von der Nebenbeziehung heim kommt etc.

    Schaue, was für Dich ein absolutes No-Go ist. Also lässt Du Dich für den Zugewinn schlagen, anschreien, beleidigen? Wo ist Deine Grenze?
    Auch die krankenhausreif geschlagene Ehefrau sagt oft, sie kann sich nicht trennen und eigentlich ist es doch garnicht so schlimm.
     
  7. MoonRiver, du willst Sicherheit, die in dem Leben nie so geben wird. Es wird immer Zeiten geben, wo du von Zweifel geplagt bist oder vor Angst in die Hose machst. Was hat das für einen Zweck? Wir leben in einer Polaritätwekt und wenn du nie unsicher bist, weisst du nicht, wo du absolut überzeugt bist. Wenn du keine Angst spürst, baust du erstens oft Blödsinn oder gefährdet dein Leben oder du wirst nie erfahren, wie das ist, mutig gewesen zu sein. Deine Haltung ist die eines kleines Kindes, dass erwartet, Mami und Papi kommen und retten einen. Du bist aber kein kleines Kind und bist in der Lage, aus der Opferrolle rauszukomnen und Verantwortung für dein Leben zu übernehmen. Leicht gesagt, als getan, deswegen empfehle ich dir die Methode der kleinen Schritte. Fange ab jetzt an zu lernen, nein zu sagen. Zu Party, weil du eigentlich müde bist. Zu Freundin, weil ihre immer gleiche Leier dir auf die Nerven geht. Zum Kollegen, der schon wieder versucht, dir seine Arbeit aufzutauchen. Du lässt ab sofort keine Menschen durch, die sich bei der Kasse vordrängen. Betrachte es als Spiel - du spielst eine Woche die Rolle des Miststücks und dann schau dir das Ergebnis an. Hier gibt es paar Haken - es kann sein, dass die Leute anfangen , dich nicht mehr zu mögen und du wirst irgendwann mal ziemlich einsam sein, weil alte sind weg und die neue noch nicht da. Und du wirst das Gefühl der Leere und der Ungewissheit aushalten müssen. ABER. Wenn du durchhältst, wirst du dich freier, stärker und echter fühlen. Und wenn das soweit ist, ziehst du die Menschen in dein Leben, die dich dafür mögen, was du wirklich bist. Wie sollen sie dich sonst finden, wenn du dich nie zeigst.
    Oder du vergisst alles, was ich geschrieben habe und akzeptierst, dass dir das alles zu anstrengend ist und du auf Außenstehende angewiesen bist/sein willst,weil es doch irgendwie bequem ist.
     
    • # 6
    • 10.11.2019
    • void
    Wenn ich Dich richtig verstehe, geht es Dir nicht um finanzielle Abhängigkeiten, sondern ausschließlich um zwischenmenschliche Werte, die mit Partnersein nicht direkt was zu tun haben. Z.B. gleicher Humor, gleiche Gesprächsthemen.
    Das wäre dann aber doch eine psychische Abhängigkeit, wenn man meint, man könne ohne das nicht leben, und es als einzigen Punkt betrachtet, weshalb man am anderen so hängt.
    Wollte ich nicht, weil die Beziehung schon nicht mehr so war, dass ich es als freundschaftlich empfand. Humormäßig habe ich keinen Menschen mehr so gefunden außer eine Freundin, mit der ich auch keinen Kontakt mehr habe. Dh. es muss auch von beiden Seiten gewollt werden, wenn der andere Deinen Beitrag zur Beziehung nicht so schätzt, wie Du seinen schätzt, dann klappt das sowieso nicht.

    Ja, ohne leben. Das geht auch, wenn der Rest nicht gestimmt hat. Es ist nicht die Norm, eine superschöne Beziehung zu führen, sondern genau die Kompromisse schließen zu können, die man ertragen kann und dann eine normal gute bis vielleicht auch problematische Beziehung zu führen, die aber noch ertragbar ist, wenn man sich genug aus dem Weg geht.
    Das hat nichts damit zu tun, dass man frustriert in der Vergangenheit lebt, niemanden mehr an sich ranlässt usw.. Wenn man mal die große Liebe hatte, ist das schon mehr, was viele Menschen haben. Und wenn sie nicht mehr besteht, so hat man es doch mal fühlen dürfen, wie es ist. Das hat nichts damit zu tun, dass man es unbedingt behalten MUSS, wenn was anderes nicht mehr hinhaut. Es ist verloren, weil es nicht mehr gut war. Vielleicht gibt es was Nächstes, vielleicht nicht mehr, aber das fühlt sich dann auch richtig an.
    Wenn man Anteile, die man unbedingt so dermaßen braucht, von der Exbeziehung behalten will, vergrätzt man sicher den nächsten Menschen, der merkt, dass das eine große Abhängigkeit besteht. Man ist "besetzt", wenn man die Exbeziehung nicht loslässt.

    Da ich denke, dass bei einem geeigneten Menschen genau wieder solche Gefühle kommen werden, träume ich nicht mehr vom Vergangenen, sondern lasse es los als Gefühl, das nunmal derzeit niemand auslösen kann. Damit lebt sich's auch nicht schlecht, da ruhig. Vielleicht begegnet mit sowas nie wieder. Vielleicht bin ich irgendwann einsam und schließe Kompromisse. Vielleicht bleibe ich allein, weil sich das richtig anfühlt. Weiß ich nicht, es gibt nur den Ist-Zustand.
     
  8. Super Antwort. Das erwarte ich übrigens auch wenn ich in einer Beziehung. Man will ja an der ersten Stelle sein. Ansonsten ist das für mich keine Beziehung. Habe mich deshalb auch von meiner Ex Freundin getrennt. Sie hat sich von ihrem Ex getrennt und wollte trotzdem mit ihm befreundet sein. Habe zu ihr klipp und klar gesagt entweder dein oder ich.

    Da sage ich nur wer nicht hören will muss fühlen.
     
  9. Abhängige Beziehungen funktionieren nur wenn die beiderseitigen Erwartungen „gestillt“ werden. Bei dem einen ist es die Kontrolle, beim anderen der materielle, sexuelle Mehrwert, oder dass Gefühl ohne den anderen nichts wert zu sein.
    Jedoch sind diese Beziehungen wie Tauziehen, irgendwann geht der Kontrollierende über eine Grenze, sagt einmal zu viel Nein, macht immer mehr rigide Vorschriften und der Andere wacht langsam auf und wehrt sich meist mit passiv-aggressiven verhalten oder will nicht mehr so völlig abhängig sein. Aus meiner Erfahrung kommt es in diesen Beziehungen zu einem großen Knall und zugespitzem Finale, der dann eine schnelle Trennung (nahezu Flucht) auslöst. Also freundschaftlicher und wohlwollender Kontakt nach Abhängigkeiten, entschuldige, vergiss es. Meist einer nähert sich dem anderen an, man will wieder in den Tanz zurück, die Vorteile zurück, aber unter Bedingungen, das funktioniert nie, weil von außen erkennt man das Konstrukt nicht, was beiderseits nach einem Muster verläuft, da ist von großer Liebe, Leidenschaft und sehr viel Leid die Rede. Und irgendwann, wenn man dann merkt, man kommt so in die Beziehung (einer will, die Bedingungen ändern, der andere nicht) nicht mehr zurück, dann knallt es nochmal richtig heftig.
    Lange Rede, kurzer Sinn: wenn man in einer abhängigen Beziehung, die vermeintlichen Vorteile genießen will, dann braucht man sich nicht zu trennen. Sich Trennen und die Bedingungen nachzuverhandeln, oder für sich bessere Bedingungen auszuhandeln, neben dem behalten der „Vorteile“ funktioniert so nicht, und führt erst recht zur Trennung, welche unberechenbar ist bzw. noch zeitlang On/Off, wo richtig die Fetzen fliegen.
     
  10. Auf eine solche oberflächliche Beziehung verzichte ich immer und zwar sofort, da sie mit Liebe nichts zu tun hat und nur eine Solche für mich in Frage kommt! Bei einer oberflächlichen Beziehung bin ich jederzeit auswechselbar, das müsste doch jeder wissen und wer möchte das schon?
    Dafür bin ich mir zu wertvoll und gebe mich nicht dafür her!!
     
  11. Hallo Moonriver,
    normallerweise bin ich eine absolut unabhängige Frau. Ich war sechs Jahre in einer harmonischen Beziehung, die ich leider übereilt und durch ein Kurzschlusserlebnis beendet habe.
    Er war sehr enttäuscht darüber, wir konnten beide auch nicht wirklich ohne einander. Mir ging es zu dem Zeitpunkt der Beendung psychisch sehr schlecht. Er war noch 1,5 Jahre für mich da, bis ich einen anderen Mann näher kennenlernen wollte.
    In der Zwischenzeit haben wir eine sehr schöne Freundschaft plus gelebt. Das Jahr war fast noch schöner als die Jahre zuvor, weil keiner dem anderen "Vorschriften" oder Erwartungen sagte, sondern wir machten Urlaub, trafen uns, wenn wir uns sehen wollten und hatten gelegentlich Sex, dadurch war dieser auch irgendwie exklusiver.

    Aber alles hat sich einfach so ergeben, wenn er in dem Jahr für mich nicht da gewesen wäre, wäre ich einsamer und unglücklicher gewesen.

    LG, Kerry129
     
  12. Wer so lebt und handelt, bei dem läuft so einiges emotional schief und ist fähig den Partner ohne weiteres auszuwechseln, ich erkenne für mich keine innere Verbindung, alles sehr oberflächlich und verkopft!
     
  13. Wir waren zuvor 6 Jahre zusammen hatten starke Gefühle für einander, wir konnten uns nicht von heute auf morgen trennen, wir haben die langjährige Beziehung langsam auslaufen lassen. Ich endschuldige mich für meine übereilte Trennung und fragte ihn, ob wir/er die Partnerschaft wiederaufnehmen möchte/n. Das lehnte er ab. Sein Devise war immer, eine Beziehung ist ein wertvolle japanische Vase, wenn sie runter fällt ist sie unwiderruflich zerstört.

    Und er hat schon recht, wenn man die Liebe als wertvollste Vase betrachtet, die keinen Sprung erhalten sollte, ist das schon mal ein guter Beziehungsratgeber.
     
  14. liebe @Kerry129 danke für die Schilderung deiner Beziehung - ja ich gebe mir auch Zeit und denke die braucht es eben.
    Danke auch an @void, wie immer...

    Ich finde seine Reaktion ist ein Zeichen für ein überzeichnetes Ego, sonst hätte er sich doch gefreut und die Beziehung wieder aufnehmen können, wenn ihm die Beziehung mit dir genauso viel bedeutet hat.
    Die Beziehung ist eben keine Vase und eine Vase kann man auch kitten und dann kann man wieder Wasser einfüllen.

    Ist er wieder neu verpartnert?
     
  15. Einer trennt sich schnell, beim Anderen dauert es und er benötigt noch etwas Zeit um es "auslaufen" zu lassen.
    Das kann verschiedene Gründe haben und ist alles sehr individuell...alles in allem jedoch jedem seine eigene Sache. Viel wichtiger finde ich wie man mit der Vergangenheit (vergangene Beziehungen) umgeht und diese da lässt wo sie hingehört. Aufgewärmter Kaffee schmeckt nunmal nicht. Doch warum sollte man den/die Ex verdammen, sie bleibt auch ein Mensch und es hatte einen Grund warum man mit ihm/ihr zusammen war und sich verliebt hat. Auf die richtige Dosis kommt es an, mich würde ein täglicher Kontakt und Geschreibse mit dem Ex schon stören und ich würde mich schon fragen wo ihre Prioritäten liegen. Aus einer Liebe entseht keine Freundschaft auf emotionaler Ebene, da ist ein ganz intimer Hintergrund vorhanden, wo es mal um Gefühle ging. Und die kann man(n)/Frau nicht abstellen wenn sie empathisch veranlagt ist.
     
  16. Hä, wie soll das funktionieren? Was willst du genau? Du musst dich schon entscheiden. Inkonsequenz und Drama ist nicht jedermann's Sache und wirkt abschreckend auf potentielle neue Partner.

    Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen:

    So viel zur "Freundschaft".
     
  17. Eine geklebte Vase hat einen Riss.
    Mein Vertrauen hätte es auch. Ich kann mit viel Willen kitten. Beim Thema Partnerschaft möchte ich nicht.
    Das ist nicht übersteigertes Ego, nur gesunder Selbstwert und Selbstschutz.
    Es gibt für vieles eine 2.Chance, bei einem so deutlichen Nein zu mir gibt es keine 2. Chance.
    Es ist wie mit der Vase, man kann sie nutzen. Man kann die Partnerschaft wieder aufnehmen. Es ist nicht mehr das Gleiche.

    Mit Gefühlen anderer wie mit wertvollen Vasen sollte man sorgsam umgehen.

    Zur Frage, ich bin mit meiner jetzigen Partnerin zusammen weil ich sie liebe.
    Ich war über 20Jahre verheiratet, aus Liebe. Bis zu ihrem Tod.

    "Brauchen" ist kein Grund.
    Ich kann alleine leben, ich bin unabhängig, ich brauche meine Partnerin nicht in dieser Bedeutung.
    Ich erlaube mir, meine Partnerin zu brauchen, sie "braucht" mich auch. Im Gleichgewicht. Wir ergänzen uns. Vieles ist zusammen leichter, schöner.
    Weil wir uns lieben, weil es freiwillig ist. Ohne Vernunftsgründe.

    Meine Partnerin ist genauso konsequent, Partnerschaft pflegen, bewahren ja. Kitten, aus Vernunft, Bequemlichkeit Nein. Sie hat sich von ihrem Ex einvernehmlich getrennt, es war der unbequeme Weg, aber ehrlich. Die Liebe war weg.

    Er ist heute mit uns befreundet.

    M, 54
     
  18. Wenn man sich braucht, dann trennt man sich nicht und trennt man sich, dann braucht man sich nicht so, wie gedacht.

    Auf der anderen Seite geht es um Beziehungen nicht darum, ob man den anderen braucht, sondern ob man den anderen liebt. Sollte man den anderen nicht mehr lieben, dann ist eine Trennung der richtige Weg und man sollte nicht eine Trennung schönreden.
     

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