1. Würdet ihr eine Tanzpartnerin neben der Beziehung akzeptieren?

    Bin m/45 und habe seit 3 Jahren eine Tanzpartnerin, mit der mich (wirklich und ganz ehrlich!) nur freundschaftliches verbindet. Da wir schon ein gewisses Niveau erreicht haben, möchten wir weiterhin miteinander tanzen, auch wenn sich für einen von uns eine Beziehung ergeben sollte.
    Daher nun meine Frage an die Damen:

    1) wäre das für euch akzeptabel, wenn euer Partner 1-2x die Woche mit einer anderen Frau tanzen geht und

    2) sollte er diesen Umstand auch gleich in sein Profil schreiben?

    Danke im voraus für eure Rückmeldungen!
     
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  3. Das ist eine wirklich interessante Fragestellung, die sicherlich kontroverse Antworten hervorrufen wird. Ich bin sicher, dass die Einstzellung einzelner Frauen dazu stark unterschiedlich ist -- aber vorallem auch, dass die Einstellung "in Theorie" und "falls ich selbst betroffen wäre" doch ziemlich unterschiedlich sein würde.

    Ich tanze selber und kann daher sehr gut und persönlich nachvollziehen, was Du meinst und welche Probleme sich stellen.

    Ganz grob schon mal vorab einige Punkte zur Diskussion und aus meiner persönlichen Sicht:

    + In der Kennenlern- und frühen Beziehungsphase kann man absolut nicht erwarten, dass Hobbys gleich aufgegeben oder etablierte Tanzpartnerschaften aufgekündigt werden. So schnell findet ein Mann nicht wieder eine tolle Tanzpartnerin, mit der es tänziersch harmoniert (und umgekehrt erst recht keine Frau einen guten Tanzpartner). Es ist bei Standard/Latein oder Discofox eben nicht so, dass man mit jedem guten Tänzer gerne und gut regelmäßig tanzt, sondern es muss einfach harmonieren und das tut es höchstens bei jedem Zehnten. Neue Partnerschaften können glücken oder nicht und man kann nicht bei frischer Verliebtheit gleich alle Brücken abbrechen und Tanzpartnerschaften beenden.

    + Ich glaube Dir zwar, auch aus eigener Erfahrung, dass es mit einem Tanzpartner eine absolut platonische und rein kumpelhafte Beziehung sein kann. Andererseits glaube ich nicht, dass bei zwei heterosexuellen Tanzpartnern nicht doch irgendwelche freundschaftlichen Komponenten mit zumindest etwas erotischer Spannung exisitieren. Wenn es so gut harmoniert, man beim Tanz verschmilzt, dieses gleitende Paargefühl aufkommt, dann sind damit einfach Emotionen verbunden. Tanzen ist schon eine verdammt körperliche Sache und man sich den Gefühlen nicht 100%ig verschließen, finde ich. Ich glaube einfach niemandem, dass bei einem spaßig-harmonierenden Paar nicht mindestens etwas mehr als reine Kumpelhaftigkeit beteiligt ist, sondern schon irgendwie Harmonie, man mag den Geruch, die Art, die Bewegung, man tut sich gegenseitig Gefallen mit besonders favorisierten Figuren oder Bewegungen und die Nähe ist einfach groß.

    + Wenn man eine Tanzpartnerschaft parallel zu einer Beziehung aufrecht erhalten möchte, dann müssen sich die Frauen zumindest kennenlernen und selbst einschätzen dürfen, wie es denn steht und wie es sich für sie anfühlt. Für langfristige Partnerschaften ist eine parallel Tanzpartnerschaft meines Erachtens schon belastend, auf keinen Fall bereichernd. Man kann es möglicherweise tolerieren, aber man wird es nie wirklich gut finden. Es wird imemr etwas berechtigte Eifersucht dabei sein. Solche Nähe, solche Verbundenheit, solche gemeinsamen Erfolge und Erlebnisse sind einfach Dinge, die man am liebsten exklusiv mit seinem Lebenspartner teilt und nicht mit dritten Frauen. Also mein Gefühlsleben wäre dadurch als Partnerin durchaus gestört,. das gebe ich unumwunden zu.
     
  4. + Eine entscheidende Komponente spielt für mich auch die Frage, ob die neue Partnerin selbst tanzt und wie gut es tänzerisch mit ihr harmoniert. Wenn es mit der Partnerin auch sehr viel Spaß bringt, tänzerisch harmoniert, Aussichten auf tolle Tanzpartnerschaft gegeben sind, wäre mir es wichtiger, gemeinsame Erlebnisse mit meinem neuen Partner zu haben als die absolute Tanzqualität. Hochtanzen geht schnell und bringt Spaß, wenn man sich liebt und begehrt und einfach gerne Zeit miteinander verbingt.

    Wenn ich einen neuen Partner finde, der auch tanzt oder Lust hat zu tanzen, würde ich sicherlich versuchen, in der Frühphase meine Tanzpartnerschaften aufrecht zu erhalten, aber gleichfalls viel mit ihm tanzen, ihn auf Veranstaltungen mitnehmen und ihm meine Tanzpartner vorstellen. Ich würde auch sicherstellen, dass auf Tanzpartys klar ist, dass er mein Partner ist -- und alle das wissen und sehen dürfen. Dass es keine Geheimnisse gibt, dass mein Partner sieht und spürt, dass sowohl alle Bekannten dort als auch andere Tanzpartner klare Signale haben, wer mein Freund und wer Tanzpartner ist. Diese Offenheit halte ich für wichtig, sie setzt das klare Signal, dass man mit offenen Karten spielt.

    Eine weitere entscheidende Komponente ist für mich, dass zum Beispiel Bälle wie Maiball oder Weihnachtsball, auf jeden Fall dem Lebenspartner gehören, und zwar ohne Gezicke oder Verhandeln, sondern einfach gerade heraus weil der Partner Priorität hat, wenn es um Sozialleben geht und nicht um Tanztrainings. Wer auf einen Weihnachtsball mit einem Tanzpartner geht und der Partner sitzt zuhause -- sorry, das geht echt gar nicht.

    Noch zwei konkrete Antworten zu Deinen Fragen:

    zu 1) Ich würde das nicht allzu früh diskutieren oder gar zerreden. Im allgemeinen lernt man sich ja allmählich, schrittweise kennen und eine tanzende Frau wird sich als in allererster Linie freuen, einen tanzbaren Partner gefunden zu haben. Ihr wird klar sein, dass es fest oder zumindest regelmäßige Tanzpartnerinnen gibt. Sie wird darin zunächst kein großes Problem sehen. Insofern lieber den Ball flach halten, zusammen tanzen gehen und fertig.

    zu 2) Nein, bloß nicht reinschreiben. Grundregel: "Keine Probleme schreiben, nur Lösungen!" Also einfach nur erwähnen, dass Du gerne Standard/Latein (oder was auch immer) tanzt, z.B. in einer der drei fragen "Hättest Du Lust Standard/Latein zu tanzen, Kurse zu belegen oder zu Bällen zu gehen?" Darauf kann eine geneigte Frau anbeißen.
     
    • # 3
    • 13.02.2012
    • Gast
    also ich bin selbst turniertänzerin. bei dir klingt es, als ob du breitensport betriebst richtig? ich würde z.b. mit einem partner der breitensport tanzt nicht zu irgendeinem tanzkreis gehen, da ich bei dem enormen trainingspensum vom leistungssport keine zeit für just for fun tanzen habe. von daher käme es mir sehr gelegen, wenn mein partner da jemanden hat mit der tanzen kann und ich mir meinem leistungssportpartner in ruhe weiter trainieren kann.

    bevor ich mit dem leistungssport angefangen habe, habe ich auch einige zeit in der tanzschule verbracht um dort die grundlagen zu lernen. dort hatte ich unterschiedliche partner. mit den meisten kam null erotische spannung auf, da die gar nicht mein typ waren. von daher habe ich nicht die erfahrungen gemacht, dass man sich zwangsläufig zu seinem tanzpartner hingezogen fühlt.
     
    • # 4
    • 13.02.2012
    • Gast
    Schwierige Frage. Ich glaube nicht, dass ich im klassischen Sinn eifersüchtig wäre, bzw. Angst hätte den Mann an die Frau zu verlieben (Sie tanzen schließen schon seit drei Jahren zusammen).

    Ich hätte eher ein Problem mit dem Zeitfaktor. Einmal in der WOche fände ich so eben noch ok, aber zweimal Verabredungen zum Tanzen und dann evtl noch einmal in der Woche die Freunde treffen, das wäre mir zu viel.

    Außerdem tanze ich selber sehr gerne und würde mir wünschen, dass mein Partner auch mit mir (trotz Anfängerniveaus) tanzen geht.

    Wie meistens im Leben kommt es wohl auf einen Kompromiss an.
     
  5. Frage @ Frederika, da Du ja auch Tanzsport seit langem aktiv betreibst:

    Was machst Du persönlich mit Deinem Tanzpartner/dem ganzen Hobby, wenn Du jetzt eine neue Beziehung eingehst? Und der nicht ungewöhnliche Fall eintritt, dass der neue Partner weder schon tanzen kann noch es je lernen möchte?
    Den angestammten Tanzpartner aufgeben? Das ganze Hobby aufgeben?

    Ich habe glücklicherweise mit dem Entzückenden einen Gefährten gefunden, der Bett und Parkett mit mir teilt. Aber was, wenn das mal nicht mehr so sein sollte?
     
  6. Oh Gott, wie gefühlskalt ist das denn? Froh sein, wenn "er mit einer anderen tanzt", damit man mit einem besseren Mann tanzen kann? Also das wäre für mich schon mal keine Basis für eine Partnerschaft. ich würde schon wollen, dass es auch tänzerisch harmoniert, dass es Spaß bringt und sich toll anfühlt, zusammen zu tanzen.

    Ich kann als Hobbytänzerin zwar Deine Leistungssportkomponente nicht ganz nachvollziehen, aber ich finde ganz entschieden, dass Tanzen mit einem Partner, den man toll findet, eine ganz andere emotionale Qualität bekommt. Es ist so schön und fühlt sich so toll an, mit jemanden zu tanzen, den man mag. Ganz anders als Tanzen als Sport. Tanzen kann Gefühl und tief empfundene Freude sein. Das sollte man erlebt haben und erleben wollen.

    Das geht mir genau wie Dir. Zu ganz vielen Tanzpartnern fühle ich mich nicht hingezogen und das würde auch nicht mehr passieren. Aber mit jenen tanze ich dann auch nicht so gerne. Wenn Sympathie vorhanden ist, man sich riechen mag, man Spaß zusammen hat, man sich mit Blicken versteht, man spürt, wann man Pause machen möchte, dann ist das gleich viel schöner. Ich suche meine Tanzpartner schon danach aus, dass es sowohl tänzerisch als auch menschlich harmoniert. Einfach nur Schritt abgehen mit einem Kerl, der einem völlig schnuppe ist, dazu wäre mir meine Freizeit zu schade und dafür ist Tanzen auch viel zu schön, wenn man die Version mit menschlicher Harmonie kennt.

    Im Sinne der Fragestellung gehe ich daher schon davon aus, dass der Fragesteller eine Tanzpartnerin hat, mit der es gut harmoniert und eben besser harmoniert als sich einfach nur nicht auf die Füße zu treten.
     
  7. Richtig, das ist eine sehr wichtige Antwort, die ich ganz vergessen hatte. Sehr gut!

    Zweimal die Woche ist schon viel für regelmäßig blockiert sein. Dann kommt es auch noch darauf an, wann das denn ist. Wenn dadurch Wochenende blockiert wäre, wäre bei mir der Spaß aus. Ich möchte schon mal spontan ausgehen oder Kurzurlaub machen können. Also Wochenende müssen schon dem Partner gehören.

    Richtig, das gehört zu einer Partnerschaft einfach dazu. Wenn er auch tanzen möchte, dann tanze ich ihn gerne hoch und genieße es einfach mit ihm. Bälle und Tanzpartys gehören dann auf jedem Fall meinem Partner und keinen dritten Tanzpartnern mehr.

    In der Tat.
     
  8. Ich tanze noch gar nicht so lange, aber inzwischen ziemlich gut und vor allem regelmäßig und mit Begeisterung.

    Ja, schwierige Frage. Daher finde ich diesen Thread auch sehr interessant. Zunächst würde ich schauen, dass ich einmal die Woche weiterhin mit einem etablierten Tanzpartner tanze und hoffe darauf, dass ein neuer Partner damit leben könnte.

    Noch vielmehr hoffe ich aber darauf, dass ich ihn zum Tanzen animieren könnte und wir dann das Hobby gemeinsam ausüben können.

    Wenn alles andere super toll passt, notfalls eines oder beides, ja. Nicht sofort, aber langfristig schon.

    Darauf hoffe ich doch sehr, zumal man ja gerade auf Tanzveranstaltungen auch gut neue Männer kennenlernt...
     
  9. Deswegen frage ich so explizit. Wir haben, als wir damals gemeinsam anfingen, alle Pärchen und Single-Männer und die eine Single-Frau im Bekanntenkreis gefragt, ob sie nicht mitmachen wollen.
    KEINER der Männer wollte Tanzen. Die Mädels hätten zum Teil schon sehr gerne, aber die Jungs haben sich durchweg strikt geweigert.
    Wenn ich das jetzt mal als halbwegs repräsentativ annehme, dann wird die Wahrscheinlichkeit, dass ein neuer Partner für eine tanzbegeisterte Frau selber damit beginnen wird, nicht allzu groß sein.
    Frau wird wahrscheinlich darauf angewiesen sein, weiter mit anderen Tanzpartnern ihrem Hobby zu frönen.
    Und zu hoffen, dass das in einer neuen Beziehung nicht zu Eifersucht führt.

    Ich finde die Frage auch interessant!
     
    • # 10
    • 13.02.2012
    • Gast
    Warum denn nicht, das sind Sportkollegen und ich könnte das Training der beiden auch anschauen.Mich daran freuen auch.Das dürfte ein Turniertanzpaar sein.Ich selbst habe in der Jugend A/F Tanzkurs, Rock/Roll mal probiert.Stepptanz auch.Wenn man diese Dinge gut kann , muss man mit der passende Tanzpartnerin bleiben, sonst beginnt man neu , das wäre schade!
    w51
     
    • # 11
    • 13.02.2012
    • Gast
    hier ist noch mal die mit dem turniertanzen: also ich habe 15 stunden training in der woche im verein, da habe ich leider wirklich keine zeit (und auch nicht viel lust) noch 1-2 mal die woche in einer tanzschule zu tanzen. da fände ich es super, wenn mein partner eine tolle tanzpartnerin auf seinem niveau hat mit der er die tanzschule besuchen kann. dann tanze ich gerne in der disco oder auf bällen und partys mit meinem partner, aber nicht regelmäßig 1-2 mal die woche, das geht nicht. und als sporttanzpartner würde ich auch ungern den eigenen partner wollen, das gibt zu häufig streit. das sieht übrigens die mehrheit der turniertänzer so. bei uns im verein gibt es paare die beide turniertänzer sind, aber jeweils mit anderen tanzpartnern tanzen, es gibt leute die einen partner außerhalb des turniersports haben, der halt beim unisport oder in einer tanzschule breitensport mit einer anderen tanzparnerin /einem anderen tanzpartner betreibt und es gibt leute die partner haben die gar nicht tanzen. bei keinem von diesen päärchen wird ein drama um die tanzpartnergeschichte gemacht.
     
    • # 12
    • 13.02.2012
    • Gast
    @9 Frizzante: Du sagst, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ein neuer Partner für eine tanzbegeisterte Frau selber damit beginnen wird, nicht allzu groß sein wird. Das stimmt natürlich für den Fall dass SIE einen neuen Partner findet. Nun ist der FS jedoch ein Mann. Hier ist es umgekehrt: mit großer Wahrscheinlichkeit wird seine neue Partnerin auch gerne tanzen, was natürlich Zündstoff für eine Konfliktsituation darstellt.
     
  10. Ja, es gibt wesentlich mehr tanzbegeisterte Frauen als Männer, das ist eindeutig so. Nichtsdestotrotz gibt es eine recht gute Chance, dass Männer von einer passenden Partnerin fürs Tanzen begeistert werden.

    Im Falle des Fragestellers (männlich) ist die Chance, auf eine Frau zu treffen, die gerne tanzt, aber natürlich ungleich höher als bei Deiner an mich gestellten Frage.

    Ja, genau so ist es wohl in vielen Fällen, aber ich glaube nicht, dass sich Eifersucht sicher vermeiden lässt. Da ist viel Fingerspitzengefühl erdorderlich und dennoch besteht die Chance, dass es einem neuen Partner nicht gefällt.

    Wir reden hier ja nicht von Turniertanz, sondern von Hobbytänzern. In dem Bereich glaube ich, wie gesagt, niemandem, dass nicht schöne Gefühle und zwischenmenschliche Aspekte beim Tanzen eine Rolle spielen. Also ich habe wirklich viele Tanzpartner ausprobiert und muss sagen, dass ich nur mit ganz wenigen wirklich gerne tanze und die zum Glück als regelmäßige Tanzpartner gewinnen konnte. Bei keinem von ihnen sind "gar keine" Gefühle beteiligt, sondern man mag sich, flirtet vielleicht ein wenig, stellt sich auf die Wünsche und Vorlieben ein, hat Spaß zusammen. Für mich ist nach wie vor, egal wie gesellschaftlich anerkannt, die Nähe und Körperlichkeit beim Tanzen schon deutlich spürbar und das möchte ich erstens gar nicht mit irgendeinem Mann teilen und zweitens trägt die Sympathie und Nähe durchaus zum Genuß des Tanzens bei. Wer das bestreitet, muss seltsam gefühllos tanzen. Wie gesagt, bei Hobbytänzern, die es auch Spaß an der Freude machen.
     
  11. @ 9 und @ Frederika:
    Sorry, dass ich das jetzt auch auf tanzende Frauen bezogen habe und nicht beim individuellen Thema des tanzenden männlichen Fragestellers belassen habe. Da ließ ich mich wohl von meinem allgemeinen Interesse an der Themenstellung hinreißen.

    Im Falle des Fragestellers würde ich parallel mit einer neuen (Lebens-)Partnerin den Versuch starten, sie erst Mal für die Grundstufen zu motivieren und gleichzeitig mit der angestammten Tanzpartnerin einstweilen weiter auf höherem Niveau tanzen. Wie Du das sagst, Frederika. Falls sich die neue (Lebens-)Partnerin als interessiert und dafür begeisterungsfähig herausstellt, würden auf lange Dauer die Karten neu gemischt, das heißt, sie bekäme die Chance, die Stamm-Tanzpartnerin abzulösen.
    Ansonsten würde ich es einfach bei der Konstellation mit der angestammten Tanzpartnerin belassen. Wenn das Tanzpaar schon so lange besteht, ohne im echten Leben auch ein Paar zu werden, dann wäre Eifersucht in meinen Augen unangebracht.
     
  12. Es ist völlig legitim, eine solche Frage aus der Sicht beider Geschlechter zu diskutieren. Mich interessieren auch beide Richtungen sehr. Nichtsdestotrotz muss man bei geschlechtsspezifischen Unterschieden eben drauf hinweisen -- und eine tanzende Frau zu finden, ist für Männer eben ungleich leichter, als für Frauen einen tanzbaren Mann zu finden.

    Danke für die Zustimmung. In der Anfangsphase lässt man ja ohnehin nicht gleich alle Hobbys sausen. Insofern sollte das ja auch kein Problem darstellen und genug Raum bieten, um das Tanzen auszuprobieren.

    Eben, so muss es sein. Anders geht es doch in einer Partnerschaft auch gar nicht, zumal es vielschöner ist, mit einer geliebten Person zu tanzen.

    Hm, das sehe ich nicht ganz so. Eifersucht hängt nicht nur von objektiven Chancen ab, sondern von beteiligten Gefühlen. Ich kann es nachvollziehen, dass man bestimmte tolle, körperorientierte Erlebnisse am liebsten mit seinem Partner hat und es nicht so gerne sieht, wenn er das mit Dritten macht. Gefühle sind generell gefährliches Terrain und nicht objektiven Kriterien einfach so unterwerfbar.
     
    • # 16
    • 13.02.2012
    • Gast
    was hat denn das eine mit dem anderen zu tun? das eine ist sport, das andere wäre beziehung.
     
  13. Dieses Argument verfängt nur bei Turniertänzen und echtem Training.

    Hobbytänzer, die zu Kursen, Tanzkreisen, Tanzpartys und Bällen gehen, sehen es nicht als Sport, sondern als Hobby, Freizeitgestaltung und Spaß. Körpernähe und Verschmelzen sind beim Tanzen schon eine ganz andere Dimension als bei anderen Sportarten oder Hobbys.
     
  14. zuerst einmal könnte man im profil unter hobbys erwähnen, dass man gern tanzt und dieses auch regelmäßig macht.
    damit ergibt sich für den lesenden doch automatisch der eindruck, dass man eine, oder mehrere tanzpartner/innen hat.

    bei einer sich anbahnenden beziehung, bei der der neue partner auch tanzen möchte, dieses aber lernen muss, da kenn ich nur eine veriante:
    der eine tanzt weiter in seinen kursen, der andere fängt mit neuem partner in den anfängerkursen an.
    auf den tanzpartys tanzt man dann auch mal zusammen.
    die anfängerkurse kann man auch gut zu hause miteinander intensivieren. der anfänger lernt dann sehr schnell.
    nichts halte ich von der version, das der versierte, der vielleicht schon jahre im oberen niveau tanzt (hobbymäßig), dann die ganze prozedur von anfang an wierderholen soll.
    parallel dazu, jagt er seinen alten tanzpartner vom hof.

    von der salsa her, kenn ich eigentlich nur die eine variante.
    ich weiss aber auch, das standart deutlich konservativer ausgelegt ist, und tanzpartnerwechsel nicht so üblich sind.
    weder würde ich auf die idee kommen, bei einer tanzveranstaltung fast ausschlieslich mit meiner frau zu tanzen, noch kämen andere frauen auf diese idee.
    man ist jahrelang dabei. alles wirkt sehr gemeinschaftlich, freiundschaftlich untereinander.
    privat grillt man, feiert private partys und unternimmt mit einigen auch andere private sachen.
    da käme niemand auf die idee, nur mit einer frau zu tanzen.
    ganz wichtig: der anfänger profitiert ungemein davon, mit unterschiedlichen partnern zu tanzen.

    diese ganze thema wird gerade von den standarttänzern immer sehr verbissen gesehen.
    nicht einmal vom tango argentino, der nun wirklich extrem eng getanzt wird, kenne ich diese sichtweise.
    auch hier wird der partner immer mal wieder gewechselt...obwohl schon deutlich mehr selektiert wird, als bei der salsa.
     
    • # 19
    • 13.02.2012
    • Gast
    @ frederika: mich würde wirklich mal interessieren (ohne dich angreifen zu wollen), warum du nicht mit deinem tanzpartner zusammen bist, wenn du nur mit männer tanzt die du körperlich anziehend und zugleich symphatisch findest
     
  15. Wie unsinnig, mal ehrlich. Gerade mit einem guten Tanzpartner lernt man ja wahnsinnig schnell und tanzt sich viel schneller hoch. Anfänger mit Anfänger ist völliger Mist und wenn es vermeidbar ist, sollte man das tun. Außerdem möchte man doch auch gleich seine Techniken und Vorlieben weitergeben. Ich würde mit einem Mann, der tanzen lernen will, einfach Privatunterricht nehmen und mit einigen wichtigen und favorisierten Tänzen anfangen. Dann hat man auch Lernerfolge und es bringt Spaß zusammen.

    Also ich habe mit einem Mann gelernt, der deutlich besser war und es war perfekt. Lernt und übt sich viel schneller und man erspart sich die lächerlich langsamen Fortschritte der Allerweltskurse.

    Salsa und Tango Argentino sind einfach eine völlig andere Welt, quasi promiskes Tanzen. :) Das klappt bei Standard/Latein nicht. Wer da auf eine Tanzparty oder einen Ball geht, der tanz auch weit überwiegend mit seinem Tanzpartner und höchstens einzelne Tänze mal mit anderen und selbst die sind dann meist gute Bekannte oder allenfalls Tischnachbarn.

    Das wiederum trifft auch auf Standard/Latein zu. Man sollte nicht allzu sehr auf einen Mann eingetanzt sein (und umgekehrt), sondern Folgen und Führen mit unterschiedlichen Partnern lernen.

    Wie gesagt, es ist auch eine andere Art der Körpernähe und des Verschmelzens während des geschmeidigen gleitenden Tanzes. Und ja, es ist eben anders üblich. Daran kann ich nichts schlechtes erkennen.
     
  16. Erstens muss es auf Gegenseitigkeit beruhen, zweitens reicht bloße Sympathie eben doch nicht aus.

    Wohlgemerkt, ich unterstelle hier niemandem mit festem Tanzparter, dass er fremdgeht, anbandelt oder sonstwie unlautere Kontakte hat. Aber für einen Partner fühlt es sich dennoch komisch an, seine Partnerin mit einem anderen Mann glücklich und verschmelzend tanzen zu sehen und umgekehrt erst recht.
     
  17. Bei der Salsa tanzt Du ja die Rueda, da hat sich das erledigt mit einem individuellen Partner. Das wäre eine Variante - mit der angestammten Tanz-Partnerin Standard und mit der neuen Lebens-Partnerin Salsa! Gute Idee!
     
    • # 23
    • 13.02.2012
    • Gast
    ich kann Gast '#4 voll bestätigen!

    auch ich habe - bevor ich mit dem leistungssport angefangen habe - einige (entwicklungs-) zeit in der tanzschule verbracht, um dort die grundlagen zu lernen und aufzusteigen.
    bei keinem der unterschiedlichen partner. - hatte lbedauerlicherwese keinen festen - kam erotische spannung auf, da sie gar nicht mein typ waren.

    leider konnte ich nicht so wählerisch sein und warten und dann erst - irgendwann?? - wählen...
    außerdem ging es um's tanzen, da war ein guter tänzer geradezu gold wert.
    ich habe mich zu keinem tanzpartner hingezogen fühlt.

    auch während der turnierzeit hatte ich einen "nur" sportpartner bis in s-klasse.
    es waren etliche paare, die nicht verbandelt oder verheiratet waren - obwohl nicht mehr ganz so jung. ergo nicht besonderes.

    <MOD: Bitte beachten Sie, dass es nicht um Turniertanz geht. Bitte dieses Nebenthema beenden.>
     
    • # 24
    • 13.02.2012
    • Gast
    Ich beneide Frederika!
    Das Gefühl >.... man beim Tanz verschmilzt, dieses gleitende Paargefühl aufkommt, dann sind damit einfach Emotionen verbunden.< habe ich selbst in S-Klasse Standard beim schönsten und gleitesten aller Tänze, dem Slow Fox, eigentlich nie erlebt. Schade eigentlich....
     
  18. Ja, sehr schade!

    Wahrscheinlich zu verbissen auf Leistungssport und Turnier getanzt. Es gibt auch Super-Kletterer, die um Längen besser sind als ich und all die schönen Momente, Aussichten, Natur, romantischen Täler, Tiere, Sonnenaufgänge in den Bergen verpassen, weil sie nur Fels sehen, Muskeln trainieren und vom nächsten Schwierigkeitsgrad träumen.

    Es gibt Leute, die gehen schwimmen, um Spaß zu haben mit Wellen, Wildwasser, Rutschen, Whirlpool, zu zweit auch ein wenig Petting oder Flirt in der Lagune oder sich necken und es gibt welche, die täglich zwanzig Bahnen rasant schwimmen und dann sagen, "nö, Gefühle sind im Wasser bei mir noch nie aufgekommen."

    Jedem das Seine.

    Aber für mich ist Tanzen nicht Sport, sondern Hobby. Es ist Spaß und Freude am Paargefühl, mit Lachen dabei, ohne Verbissenheit, locker und lustig, gefühlvoll. Klar auch mal sportlich, aber auch das dann, weil die schnellen Schritte und Drehungen Spaß bringen, nicht um Rekorde zu brechen.

    Mir kommt es deswegen auch darauf an, welche Musik gespielt wird, mit wem ich tanze, wie das Ambiente ist. Ich sehe Tanzen als tolles, gefühlvolles Hobbys an, das zugleich Denken, Technik, Koordination erfordert -- aber nicht als Leistungssport.

    Ich finde auch, wenn man Tanzpaaren zuguckt, die miteinander flirten, sich sich offensichtlich mögen, die ihre Figuren und Drehungen so richtig genießen, sich anlachen, anlächeln, Spaß haben, dann geht das Herz auf. Da können tänzerisch viel versiertere Paare oft nicht mithalten, sondern wirken steif, lustbefreit, technisch, gefühllos.
     
  19. rueda, stimmt, das könnte man machen. machen übrigens auch viele. ich kenne diverse frauen, die lernten die cubanische salsa nur über die rueda.
    bei mir ist es aber kein thema, da meine freundin auch salsa tanzt.
    trotzdem wir im selben kurs waren, hatten wir andere tanzpartner.
    bei den nächsten kursen werden wir dann vermutlich aber zusammen tanzen.

    @#20 frederika, salsa und tangoargentino sind promiske tänze...jetzt gehst du doch etwas weit mit deiner auslegung der promiskuität;-)
    zu verschmelzen beim tanzen...dieser effekt ist beim tango argentino sicher deutlich höher, als bei jedem anderen standardtanz!
    trotzdem wird immer mal wieder der partner gewechselt. allerdingst hörte ich auch, es wird deutlich mehr auf den partner geachtet. mit jedem wird nicht getanzt. argument ist dann immer das thema enge.
     
  20. Hey, das war ein Scherz und Wortspiel, wo ich doch immer soviel von Promiskuität schreibe. Hier war das natürlich gemeint im Sinne von "...mit häufig wechselnden Tanzpartnern" statt wie sonst "mit häufig wechselnden Geschlechtspartnern." Ich unterstelle Salsa- oder TA-Tänzern natürlich keine sexuelle Promiskuität.

    ...durchaus nachvollziehbar, oder? Man denke nur an Facetten wie Körpergeruch, schweißnasse Hemden, anzügliche Nähe.
     
    • # 28
    • 14.02.2012
    • Gast
    Sagen wir es so: es ist ein notwendiges Übel, das mich bei Fremden allerdings nicht weiter berührt, da muß schließlich (fast) jeder durch. Allerdings würde mir meine Freundin leid tun, wenn ich sie so einem herumholzenden Nichtkönner überlassen müßte. Infolgedessen erbarme ich mich dann halt, den Kurs mit ihr zu machen, selbst wenn mich das Niveau eigentlich langweilt.
     
  21. nee, nee frederika, das habe ich auch schon so verstanden!
    meine antwort war auch entsprechend zu nehmen, darum wurde auch der ;-) dahinter gesetzt.
     

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