1. Zeig mir Deine Mutter und ich sage Dir, wie Du in 30 Jahren bist?

    Häufig sagt man ja, dass Kinder im Laufe Ihres Lebens den Eltern immer ähnlicher werden.
    Würde Sie es von einer Beziehung abschrecken, wenn der neue Partner oder die neue Partnerin eine unsympathische Mutter hat, die immer nur herum meckert, ungepflegt aussieht, Kette raucht, etc. ?
    Oder einen Vater, der ständig mit anderen Frauen schäkert? Gibt es hier auch Unterschiede zwischen der Wahrnehmung von Eigenschaften des Vaters oder der Mutter?
     
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  3. Meine Mutter war in der Erziehung wenig selbstbewusst, auch was Nähe betraf. Mein Vater war da offener, aber auch streng, belehrend, wenig duldsam, einschüchternd, charismatisch, maskulin und konservativ. Er war auch der Erzieher in eigentlich allen Belangen, nicht meine Mutter. Die bereut es heute, ihm kaum was entgegen gesetzt zu haben. Aber das hätte wahrscheinlich nur zur Explosion gebracht. Wie werde ich in 30 Jahren sein? Auf jeden Fall älter und hoffentlich noch am Leben und gesund.
     
    • # 2
    • 04.11.2013
    • Gast
    Ja, ich habe in der (meiner) Vergangenheit sehr gute Erfahrungen damit gemacht, dass gemittelt über einen langen Zeitraum mit vielen Ereignissen und gemittelt über viele Verwandte, meine Frau sich auf diesen Pfaden bewegte und mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit (*) auch heute noch bewegen würde.

    Die Familie war, bzw. ist toll und es würde mich abschrecken, wenn eine Frau mir erzählen würde, dass in ihrer Familie z.B. sehr viele Paare (insb. Eltern, Geschwister, Onkel/Tanten und deren Nachkommen) geschieden sind, oder dass es mehrere Personen mit Suchtproblemen und/oder Psychoknäcken gibt, etc.

    Das "schwarze Schaaf" hat ja jeder in der Familie, aber in manchen Familien fällt es gar nicht auf, weil die Herde insgesamt eher dunkel ist...

    m43

    (*) Diese hohe Wahrscheinlichkeit leite ich wiederum von der Entwicklung anderer weiblicher Verwandter (Schwester, Cousine) der gleichen Altersstufe in dieser Familie ab.
     
    • # 3
    • 04.11.2013
    • Gast
    Unsere Herkunft prägt uns zweifelsohne, aber das bedeutet nicht, dass wir auch zwangsläufig den Weg unserer Eltern einschlagen. Würde man mich nach meiner Mutter beurteilen, dürfte man erwarten, dass ich bereits in diesem Alter mit zwei Kindern, einer gescheiterten Ehe und erheblichen Übergewicht belastet bin. Das trifft nicht zu, und umgekehrt muss ein Mann kein kettenrauchender Taugenichts werden, nur weil sein Vater ein solcher ist. Es ist wahr, dass es eine familiäre Vorbelastung in Bezug auf psychische Erkrankungen gibt, doch wenn ich einen Menschen bereits so gut kenne, dass ich mit seiner Familiengeschichte vertraut bin, erscheint es mir erfolgversprechender, ihn anhand seines eigenen Charakters zu beurteilen, anstelle anhand des Charakters seiner Verwandten. Daher ist es mir nicht wichtig, aus welchen Verhältnissen mein Partner stammt.

    26, w
     
    • # 4
    • 04.11.2013
    • Gast
    Das ist aber sehr engstirnig.
    Meiner Ansicht nach, werden Kinder genau das Gegenteil der Eltern und nehmen sich das als negatives "Vorbild", um so niemals zu werden (inklusive mir).

    Ich sehe meinen Eltern schon optisch überhaupt nicht ähnlich. Sie sind beide hellblond, ich bin dunkelhaarig. Meine Mutter hat einen anderen Körperbau als ich - schlanke Taille, volle Brust, bei mir es genau anders rum. Mein Vater raucht und trinkt, ich habe beides niemals getan aus Überzeugn und das wird sich auch nicht ändern.
    Meine Eltern sind zwar nicht geschieden, ware in schwierigen Verhältnissen. Ich würde niemals wie meine Eltern werden, lieber würde ich mich vorher scheiden lassen. Ihre Wertvorstellungen sind ein wenig altmodisch und gehen mit meinen niemals konform.

    Ich würde immer schauen, dass ich genau das Gegenteil meiner Eltern mache. Ich habe auch einen ganz anderen Geschmack als meinen Eltern, das ist mir wichtig und ich finde das auch korrekt so. Es wäre ja schlimm, wenn man so enden will wie seine eigenen Eltern!
     
    • # 5
    • 04.11.2013
    • Gast
    So ganz kann ich das nicht unterschreiben. Ich habe eine Freundin, deren Mutter wirklich eine Giftspritze war, der Vater war eine Lusche.
    Diese Freundin ist inzwischen 50 und ist der herzlichste und ehrlichste Mensch, den ich kenne. Sie ist ausgleichend und sensibel, es gibt kaum Menschen, die mit ihr nicht auskommen.

    Ich selbst habe schon Züge meiner Mutter, aber wenn ich meine Schwester anschaue, dann ist da nichts zu merken.
    Daher würde ich NIE meine Entscheidung darauf aufbauen, wie die zukünftige Schwiegermutter/-vater sind. Das wäre mir zu einfach.
     
    • # 6
    • 04.11.2013
    • Gast
    Wir können uns unsere Eltern nicht aussuchen, bis zur Pubertät äffen wir unsere Beziehungspersonen in allen guten und schlechten Facetten nach, und bis zur echten eigenen Selbstständigkeit nach dem Studium, oder der Lehre, sind wir direkt von unserer Eltern abhängig, und wir verhalten uns bewusst, oder unbewusst, ihren Erwartungen entsprechend. - Unsere Eltern prägen uns mehr als wir glauben, und oft mehr als uns lieb ist, und viele Menschen die niemals so werden wollten wie ihre Eltern verhalten sich denoch entsprechend.

    Eltern haben haben ohne Zweifel großen Einfluss auf die Genetik, die Sozialisierung, und die Charakterbildung ihrer Kinder. - Deshalb, ja, ich finde es immer sehr aufschlussreich wenn erwachsene Menschen auf ihre Eltern treffen. Hier zeigt sich die Sozialisierung ungeschönt und ohne Filter. - Und die gereiften Körper der Eltern lassen definitiv Rückschlüsse auf die Genetik der Kinder zu.

    m
     
    • # 7
    • 04.11.2013
    • Gast
    Das ist biologisch unmöglich (rezessiv-dominante Vererbungslehre). Wenn du dunkle Haare hast, muss mindestens ein Elternteil ebenfalls dunkle Haare haben. Andersherum (zwei dunkle Eltern & blondes Kind) ist ohne weiteres möglich.
     
    • # 8
    • 04.11.2013
    • Gast
    Da würde ich als ehestes noch #4 zustimmen; inzwischen lebt meine Mutter nicht mehr (vom Vater (Fremdgänger) schon geschieden als ich noch im Kiga-Alter war); aber bis zuletzt waren meine Mutter und ich sooo extrem unterschiedlich in allem, und hatten quasi auch optisch keinerlei Ähnlichkeit miteinander, dass Aussenstehende NIEMALS auf ein Familienverhältnis, geschweige denn Mutter-Tochter geschlossen hätten ;) Meine Mutter war eine unglückliche zierliche Frau, die einen beinahe schon neutralen Sexus hatte und sich selbst gar nicht als Frau wahr nahm, bis zu ihrem Tod, in zweiter Ehe mehr oder weniger "Zweckgemeinschaft-verheiratet" mit einem AE-Vater... ich bin zeitlebens ein glücklicher "Moppel", sehr, sehr feminin, IMMER schon etwas über meinem Norm-BMI ;) und mit dem besten aller Männer in über 20 jähriger glücklicher Beziehung... (zu meinem Vater kann ich nichts sagen, FremdgängerInnen und EhebrecherInnen möchte ich nicht im Freundes- und Familienkreis haben, so etwas verurteile ich! Es gibt IMMER auch einen "geraden" Weg, wenn man will).w, ü40
     
    • # 9
    • 04.11.2013
    • Gast
    Hier muss ich erheblich protestieren. Wenn ein Mann mich daran messen würde, wie meine Mutter und meine Schwester waren und sind, so sagt das gar nichts über mich aus. Meine Mutter und Schwester hatten/haben beide erhebliche Suchtprobleme mit entsprechenden Folgekrankheiten. Bei beiden musste ich vor Jahren die relevanten Behörden kontaktieren. Meine Mutter wurde keinen Tag mehr aus der geschlossenen Psychiatrie entlassen; die Schwester - suchtabhängig, H4 bzw. jetzt sterbenskrank - ist in einem unbeschreiblichen Zustand. Beide Frauen sterben um die Wette - entschuldigt den sarkastischen Ausdruck. Sie haben beide ihr Leben vermasselt, zerstört - einfach weggeworfen. Beim Anblick meiner Mutter ist mir immer wieder das Grauen gekommen. Meine Schwester ist in die Fußstapfen meiner Mutter getreten - ich habe mein Leben bewusst anders geformt.
    Schon als Teenager habe ich mir vorgenommen, mich nie einer Sucht hinzugeben, immer selbstbestimmt zu leben und gut auf meine Gesundheit zu achten. Es ist mit gelungen!
    Mein Hausarzt wundert sich bei den normalen Routineuntersuchungen immer wieder darüber, wie "bemerkenswert gesund" ich sei. Alle Werte hervorragend; ich bin unmediziniert, schlank und voller Energie. Ich habe zwei akademische Ausbildungen, bin seit über 30 Jahren mehr als Vollzeit im Job, habe 3 Kinder sehr erfolgreich groß gezogen und habe noch ganz viel vor im Leben.
    Wenn ein Mann mich an meiner Mutter und Schwester messen würde, würde es nur noch ein verständnisloses Kopfschütteln geben.
    Nein - man kann eben nicht immer die Tochter an der Mutter messen!
     
    • # 10
    • 04.11.2013
    • Gast
    Kann man machen, ist aber sicherlich einer der größten Irrtümer. Meine Mutter lebte in meinem Alter nicht mehr. Sie war eine wenig gebildete, inaktive depressive und zänkische Nur-Hausfrau und kalt-abweisende Mutter von 6 ungeliebten Kindern.
    Ich habe 2 Hochschulabschlüsse, war immer Vollzeit berufstätig, habe keine Kinder, viele Freizeitaktivitäten, bin immer noch wissbegierig und gelte als sehr verträglicher Mensch.
    Meine Mutter liebte und pflegte ihre Krankheiten, tat alles, damit es ihr nicht besser geht. Ich achte auf meine Ernährung, treibe Sport, hasse es krank zu sein und wenn ich es selten mal bin, tu' ich alles, um schnell wieder auf die Beine zu kommen.

    Gegensätzlicher geht nicht.
     
    • # 11
    • 04.11.2013
    • Gast
    Das ist schlichtweg nicht korrekt. Bitte informieren Sie sich besser, bevor Sie Fehlinformationen verbreiten.
     
  4. Man sagt, wie die Mutter so die Tochter - wie der Vater so der Sohn. Ich würde es nicht wortwörtlich verallgemeinern, aber ich würde z.B. darauf achten, wie die Konflikte in der Familie gelöst werden. Ich kenne von einer meiner Tanten, dass, wenn es einen Streit gegeben hat, sie mit ihrem Mann wochenlang nicht gesprochen hat. Genauso ihre Tochter, meine Cousine. Sie ist jetzt geschieden, aber sie hat sich genauso verhalten immer nach dem Motto, mehrere Tage nicht zu sprechen und vom Mann zu erwarten, dass er den ersten Schritt macht und sich entschuldigt. Von meinen Cousins ist es meistens so, dass sie sowohl körperlich wie auch seelisch entweder ihren Vätern oder interessanterweise Großvätern ähnlich sind. D.h. es würde sich vielleicht lohnen, auch die Großeltern kennenzulernen. In meinem Fall scheiden sich die Meinungen, es gibt welche, die behaupten, ich wäre wie meine Mutter, und es gibt welche, die fest überzeugt sind, ich wäre wie mein Vater.
     
  5. Eltern können ggf. ihren Kindern auch ein abschreckendes Beispiel sein.
    So das ihre Kinder alles daran setzen, bloß nicht wie ihre Eltern zu werden.
     
  6. Meine Mutter wird meiner Großmutter immer ähnlicher in bestimmten Verhaltensweisen.
    Ich habe Macken und Eigenheiten die meinen Vater gut spiegeln, auch wenn ich nie so sein wollte.
    Ich habe aber auch, ein paar positive Verrücktheiten von meinem Opa abbekommen.

    Selbst die, die überhaupt nicht wie ihre Eltern sein wollen, wären überrascht, wie oft sie ihnen ähneln.
     
    • # 15
    • 04.11.2013
    • Gast
    Ich sehe meiner Mutter äußerlich wohl sehr ähnlich - selbst fand ich das nie. Dennoch denke und handle ich sehr anders. Nicht besser oder schlechter, einfach weit von allem entfernt, was sie ausmacht.

    Obwohl ich (heute) finde, dass ich großartige Eltern habe, habe ich immer das absolute Gegenteil von dem gemacht, was sie mir nahe gelegt haben. Inzwischen finden sogar meine Eltern das gut. Ich glaube, wenn das Äußere nicht wäre ... niemand würde mich diesen Eltern zuordnen.

    Bei meinen Brüdern sieht es genauso aus: äußere Ähnlichkeiten ja, innere kaum. Es hängt, glaube ich, doch sehr davon ab, welche "Freiheiten" zur eigenen Persönlichkeitsfindung uns unsere Eltern zugestehen - und schon trauen wir uns, "ganz anders" zu werden.

    Ich glaube auch, dass Kinder mit "problematischen" Eltern, sich nicht unbedingt an den Eltern ausrichten müssen und dabei werden wie sie. Die meisten werden, sobald sie das schlechte Vorbild erkennen, schnell versuchen, ihre eigenen Wege (und Entwicklung) zu gehen.

    Ausnahmen (also "Ebenbilder") wird es immer geben. Ich würde einen Menschen allerdings nie danach beurteilen, welchen Eindruck seine Familie auf mich macht. w
     
    • # 16
    • 04.11.2013
    • Gast
    An der Aussage ist schon was drann.
    Ich kenne einigen Töchter, die Ihren Müttern immer ähnlicher werden..
    Reiner Zufall
     
  7. Das kommt immer darauf an, wie jemand sich mit seinen Eltern und sonstigen unterbewussten Einflüssen, die manches Mal über Generationen weitergegeben werden auseinandersetzt oder -gesetzt hat. Biologisch gibt es bestimmte Prädispositionen, bereits in der Schwangerschaft wird die Entwicklung des Kindes von vielfältigen Faktoren mitbeeinflusst, dann Prägungen auf Nahrungsverhalten, Rollenverhalten - und dennoch ist es möglich, sehr sehr viele dieser statements ganz neu zu definieren.

    Und nun: Manche tuns, manche tuns nicht und lassen einfach laufen, glauben dass sie das sind wie sie geworden sind und identifizieren ihr selbst damit ohne zu hinterfragen. Was nun aber nicht sinnvoll ist, denn wir haben ab einem bestimmten Zeitpunkt resp. Stadium des Bewusstseins selbst vielfältigen Einfluss auf das was wir werden wollen und werden, in jeder Hinsicht.

    Sehr schön bildhaft gemacht in dem "Mär-chen" von Aschenputtel, welches die guten von den schlechten Linsen trennte, mit etwas Hilfe von "oben".

    In diesem Sinne, eine gute Woche.
     
    • # 18
    • 05.11.2013
    • Gast
    An FS:

    Ich würde das nicht zu fest machen, eher locker sehen:

    Mein Leben ist völlig anders als das meiner Mutter, aber körperlich sehe ich selbst etliche Ähnlichkeiten, ich habe so eine Ahnung, wie ich mit 70 mal aussehen werde.

    Früher hatte ich mich immer gefragt, was denn meine Mutter mit ihrem Sport, Lauftreff, dies und jenes hat, und habe lieber Bücher gelesen. Sie hatte nie Figurprobleme und als Altenpflegerin musste sie selber Schwerstarbeit leisten.

    Nun ebenfalls im Alter von 40 merke ich, dass ich Lust auf Bewegung, Radfahren etc. habe, weil ich mich dabei abreagieren kann. Irgendwie bin ich auch in einem medizinischen Beruf gelandet.

    Reisen tun wir beide gerne. Aber, es gibt auch gewaltige Unterschiede. Ich hasse Unordnung in der Wohnung, sie ist eher etwas chaotisch. Sie schweigt Probleme gerner aus, ich muss sie ansprechen und lösen... usw.

    Ich denke, in manchen Dingen ist man ähnlich, aber wenn es Eigenschaften gibt, die man an den Eltern gar nicht mag, kann es gut sein, dass man dann genau deswegen, genau das Gegenteil wird, siehe mein Beispiel mit der Ordnung und dem Probleme ausquatschen müssen.

    w,40
     
    • # 19
    • 13.11.2013
    • Gast
    Zu 90% unterschreibe ich diese Aussage, das ist meine Lebenserfahrung. Oftmals werden später die Kinder genau das, was sie bei ihren Eltern nicht gut fanden, kommen aber selbst auf dieses Gleis. Die,die es schaffen anders zu sein, ist schon die Ausnahme. So wie die Alten, so zwitschern die Jungen, sagt man nicht umsonst. m/55
     

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