1. Zielscheibe Single

    Vor einigen Tagen hatten wir unsere Firmen-Weihnachtsfeier. Auch ein Kollege war dabei, der schon seit Jahren Single ist und damit ganz offen und auf den ersten Blick souverän umgeht. In einigen Gesprächen in der letzten Zeit konnte man jedoch raushören, dass er mit seinem Single-Leben nicht unbedingt glücklich ist, aber nach außen hin will er eben nicht verzweifelt oder unglücklich wirken. Das kann ich (w) gut nachvollziehen, denn ich bin selbst zur Zeit nicht ganz freiwillig alleine und da möchte man sein Gefühlsleben eben nicht für alle sichtbar nach außen tragen.

    Nun war es auf der Weihnachtsfeier jedenfalls so, dass einige Kollegen (natürlich alle "glücklich" vergeben) Witze auf seine Kosten gemacht haben und er immer wieder wegen seines Single-Daseins durch den Kakao gezogen wurde. Auch in der Firma ist mir schon öfter aufgefallen, dass er in Gesprächen, die sich z. B. um Beziehungsprobleme drehen in seine Schranken gewiesen wird mit der Begründung, er hätte davon doch gar keine Ahnung. Auch ist er schon einmal vor mehreren Kollegen danach gefragt worden, wie er denn mit gewissen Bedürfnissen umgehen würde, ob sich denn da nicht einiges anstauen würde...
    Auf der Weihnachtsfeier hat man jedenfalls sichtlich gemerkt, dass er sich in seiner Haut unwohl gefühlt hat, auch wenn er versuchte das zu überspielen. Ich könnte mir vorstellen, dass er anschließend ziemlich geknickt nach Hause gefahren ist.

    Ich habe mich jedenfalls sehr über die betreffenden Kollegen geärgert, da ich selbst schon ähnliche Erfahrungen gemacht habe. Manche meinen scheinbar das Recht zu haben indiskrete Fragen über das (Nicht)-Liebesleben zu stellen ohne Rücksicht auf die Gefühle des anderen. Wehrt man sich dann, heißt es, man wäre frustriert und käme mit dem Alleinsein nicht zurecht.

    Mich würde mal interessieren, ob andere Singles ähnliche Erfahrungen gemacht haben und wie sie damit umgehen.
     
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    • # 1
    • 14.12.2013
    • Gast
    ...Wie ärmlich und erbärmlich diese ach so glückliche "Weihnachtsgesellschaft" ist... Oft ist es so, dass diejenigen, die am lautesten schreien, die größten Leichen im Keller haben. Wer hat je behauptet, dass man in einer Beziehung *automatisch* ein geregeltes Sexleben hat ?!?!?

    m40
     
    • # 2
    • 14.12.2013
    • Gast
    Kein Wunder! Eine Weihnachtsfeier, nach der man noch nach Hause fahren kann und demzufolge offensichtlich kein Alkohol ausgeschenkt wurde, würde mich auch in eine tiefe Depression stürzen. Klingt wie die Hölle auf Erden! ;-)

    Und nun zu dem nebensächlichen Problem. Ich denke, man muss hier unterscheiden zwischen grenzüberschreitenden Scherzen und dem sogenannten "Dissen".

    Der Begriff ist relativ neu, das sich dahinter verbergende Phänomen hingegen überhaupt nicht. Insbesondere unter Männern (ich vermute, aus Gründen des allgemeinen Wettbewerbs) gehört ein gewisses Sticheln und Reizen einfach zum freundschaftlichen Umgangston. Man sucht gezielt die Schwächen des Gegenübers heraus und trampelt ein wenig auf dessen Gefühlen herum. Solange der Bogen nicht überspannt wird, geschieht das aber alles auf einer rein freundschaftlichen Basis und in gewisser Hinsicht bekundet das Verhalten sogar Sympathie. Zumal jeder mal trampeln und jeder mal einstecken darf/muss. In der Regel lernen Männer diesen Umgang miteinander schon recht früh und sind dementsprechend daran gewöhnt. Für Frauen mag dieses Verhalten evtl. auch mal zu grob wirken, aber grundsätzlich verbirgt sich dahinter keine Böswilligkeit. Vielleicht macht er sich im Gegenzug auf andere Art über seine Kollegen lustig? Bspw. über die verschwenderische Ehefrau oder die schlechten Noten der Kinder?

    Personen, die nicht Teil des freundschaftlichen Kreises sind, dürfen sich solche Bemerkungen natürlich nicht erlauben. Das ist definitiv grenzüberschreitend. Auch die Frage nach der Befriedigung seiner Bedürfnisse und das Ausschließen bei (Beziehungs-)Gesprächen geht eindeutig zu weit. Aber was will man machen? Manche Menschen sind ziemlich unsensibel und einen Streit mit den Kollegen wollte er vermutlich nicht riskieren. Manchmal muss man unangenehme Situationen eben aussitzen. C'est la vie.

    Ich selbst war auch schon in ähnlichen Situationen und hab es dann einfach über mich ergehen lassen. Macht zwar keinen Spaß aber im Grunde meinen die Leute es nicht böse, weshalb dann eben auch keine Gegenwehr erfolgte. Sind halt Trampeltiere - muss man mit Humor nehmen.
     
    • # 3
    • 14.12.2013
    • Gast
    Bei meinem Arbeitgeber (einem bekannten international tätigen US-amerikanischer Pharmakonzern) werden Singles bevorzugt in Führungspositionen gehoben, insbes. in der Forschung. Familienväter etc. mit entsprechenden Verpflichtungen etc. sind jedenfalls nicht erste Wahl.
    Außerdem sorgt mein Arbeitgeber durch weltweite Pflichtrotation angehender Führungskräfte bis zum 40 Lebensjahr dafür vor, dass sich erst gar keine Beziehungen entwickeln können.
    Sehr eng gesteckte Zeitpläne für Forschungsprojekte machen idR. Wochenend- und Nachtarbeit im Labor zur Selbstverständlichkeit. Dafür gibt es aber ein fast doppelt so hohes Gehalt wie bei Mitbewerbern und vor allem Partizipation von Forscherteams an Patenten.
    Ich halte die Personalpolitik meines Arbeitgebers für richtig, denn es ist besser einen soliden Arbeitgeber als Lebensmittelpunkt zu haben (mit dem man sich als Ersatzfamilie identifizieren kann) als eine Beziehung, die oft nur Fassade ist, wo man ausgenutzt wird und die in vielen Fällen eine Enttäuschung ist.
     
  3. Ich erzähle am Arbeitsplatz und im Freundeskreis wenig über mein Privatleben. So vermeide ich solche Probleme.

    Ob mit 20,30,37 J. etc. - immer gab es Welche, die sich wunderten, wenn ich mal Single war.
    Aber wenn ich eine Partnerin vorwies - dann war Ruhe. Also in deren Augen Normalfall.

    Mit 50+ scheine ich in meinen Kreisen und Altersklasse der einzige Single zu sein.
    Also halte ich den Mund, um nicht aufzufallen.

    Egal was man zu seiner Begründung/Rechtfertigung als Single sagt - es wird immer zu seinen Lasten ausgelegt.
    Besser man reagiert nicht darauf, und ignoriert es. Dann vergeht den Leuten ihr Spass am lästern.
    Weil sie ihr "Opfer" nicht provozieren können.
     
    • # 5
    • 14.12.2013
    • Gast
    Ich liebe diesen Pragmatismus! Als Frau kann ich von den Männern in dieser Hinsicht immer wieder nur lernen.

    Zur Sache: Es ist doch so: kaum ist man in einer Beziehung, da wünscht man sich all die verlockenden Freiheiten, die ein Single-Leben so mit sich bringt, sehnlichst wieder zurück, nicht? Kein nerviger Partner, der mir an der Pelle hängt - wir wissen schon wie das so ist, nicht? Die ganzen Krämpfe in der Partnerschaft, das Leidvolle muss ich hier nicht noch alles aufzählen...

    Und kaum ist man wieder alleine, Single, da wünscht man sich einen Partner an seiner Seite. Bastelt sich gedanklich die ganzen nervigen Seiten wieder schön und sieht nur die Vorteile, die eine Partnerschaft durchaus mit sich bringen können. Man sucht wieder, weil man wieder möchte, es war ja so schön und man fühlt sich ja so alleine....
     
    • # 6
    • 14.12.2013
    • Gast
    Ja! Ich frage mich dann immer ob diese Paare auch wirklich immer so glücklich sind. Viele Ehen sind kaputt. Dann lieber sorgloser Single. Vielleicht ist es auch Neid. Man kann in einer Ehe genauso gefrustet sein. Der Schein nach außen trügt oft. Auch wenn Kinder da sind wird oft eine Fassade bewahrt. Man kann als Single auch locker sein und damit umgehen … stell dir vor du hast einen lästigen Partner am Hals, den du nicht so leicht los wirst … grusel. w
     
    • # 7
    • 14.12.2013
    • Gast
    Liebe FS,
    so einen Umgangston gibt es bei uns in der Firma nicht (hoher Bildungsstand). Männliche Singles gibt es nur kurzzeitig. Die sind bei den Frauen wegen des guten Gehalts und sicheren Jobs offensichtlich gefragt.

    Es gibt aber unter den Frauen auffällig viele Singles. Ich gehöre auch dazu und kann sagen, dass mir sowas noch nie passiert ist, weder im Job noch in der Freizeit. Da kommt höchstens mal eine Bemerkung, dass sie nicht verstehen, dass ein Mensch mit solchen Qualitäten allein ist. Ich kommentiere das überhaupt nicht - so weit lasse ich keinen Kollegen in mein Innenleben gucken. Ich ahbe das auch noch nie von meinen Kolleginnen gehört - als Singles unternehmen wir einiges und tauschen uns auch in diesen Dingen aus. Das hat vermutlich damit zu tun, dass wir ein Frauenschlag sind, dessen Sprüche waffenscheinpflichtig werden, wenn uns jemand dumm kommt.

    Ich denke, es hat im wesentlichen damit zu tun, dass Dein Kollege durchklingen lässt, dass der Singlestatus nicht sein bevorzugtes Lebensmodell ist. Wer sich in solchen privaten Dingen am Arbeitsplatz öffnet, muss damit rechnen, dass diese Information anders genutzt wird, als er sich das wünscht.
    Sowas wird als grobe Neckerei verwendet und zeigt schwelende Konflikte die aus anderen Zusammenhängen resultieren. Gerade dass man ihm öffentlich soziale Kompetenzen abspricht finde ich im Job grenzwertig. An seiner Steller würde ich darauf achten, mich frühzeitig aus solchen Gesprächsitationen zurückzuziehen.
    Und in der Tat sind die Agressoren in der Regel diejenigen, die in unbefriedigenden Beziehungen festhängen und ihm seine Freiheiten neiden.

    Er muss lernen, damit umzugehen. Das Unglück zeigen ist der falsche Weg, rechtzeitiger Rückzug oder aber Offensive gegen den Agressor "neidisch? ...." Du kannst das nur für Dich handeln, nicht für ihn.
     
  4. Wer selbst Lebensentwurfs-Klischees bedient und oft nicht einmal weiss, warum, kann es selten leiden dass jemand der dieses Klischee nicht bedient, ihm dieses allein durch Anwesenheit vor Augen hält.

    Ich lach mir gemütlich heimlich einen Ast wenn ich in meiner Firma mitbekomme, wie die ganzen Ü35 U45+/- modern versuchen das Bild des heilen Familienidylls zu bedienen, wozu aus ihrer Sicht die Klassiker "mein ..., mein ..., meine Frau ..." gehören, als ob sie irgendeinem unsichtbaren Elternteil beweisen wollten wie toll sie es hinkriegen was von ihnen erwartet wurde/wird. Die Medien tun schön ihren Teil dazu, das Heile-Welt-Bild immer wieder zu bedienen. So erschafft man die willigsten, am wenigsten hinterfragenden Robotermenschlein. Wer dieses Bild erfüllen will, der ist leichter erpressbar - die weiter oben beschriebene amerikanische Variante finde ich aus dieser Warte aber auch ganz interessant.

    Weil ich genauso weiss, wie es in Wirklichkeit oft genug aussieht, und wie die meisten von ihnen in 10 oder 15 Jahren dastehen, nämlich im erbitterten Krieg um das so mühsam aufgebaute Bild, entweder mit sich selbst oder dem ehemaligen Klischee-Partner. Also nicht beneidenswert - vielleicht wollen sie genau den Gedanken erfolgreich abwehren indem sie den Single mobben, diss-kredit-ieren oder wie auch immer man das nennen möchte. Der macht ja ihr Bild sogar jetzt schon kaputt - wie kann er nur, allein durch sein Dasein.

    Vielleicht tun sie es auch, um den Single auf Abstand zu halten wenn eigebntlich SIE lieber mit den weiblichen Kollegen schäkern würden und sich sorgen, dass dieser da mehr Aufmerksamkeit bekommen würde.

    Weibliche Singles werden aber von gebundenen Kolleginnen gerne mal genommen, um über den Partner zuhause abzulästern wenns zuhause nicht läuft, so nach dem Motto, bei der kannman sich ja auskotzen. Muss ich ebenfalls nicht haben.

    Alles ganz tolle charakterliche Eigenschaften also, die angeblich glückliche Partnerschaften wohl so ans Tageslicht bringen.

    Der Geniesser also schweigt und grinst sich eins.
     
    • # 9
    • 14.12.2013
    • Gast
    Das Alter dazu wäre immer interessant, denn es ist ein Unterschied, ob der junge Herr 28 oder 48 ist. Ein junger Kerl wird gerne aufgezogen, wenn er sich besonders schwerwiegend mit Frauen anstellt. Wenn er selbst nicht ganz wohl mit seinem Zustand ist, dann kann er wohl nicht ganz so souverän sein und das merkt man dann auch und das bietet eben eine gute "Zielscheibe" für andere.

    Ich habe und hatte als Single nie Probleme, ich wurde nie belächelt, eher im Gegenteil. Man sagte mir, ich wäre eine starke Persönlichkeit, die sich nichts gefallen lässt und weiss, was sie will (und vor allem, was sie nicht will).

    Prinzipiell lassen mich solche Kränkungen, wie deine genannten, kalt, denn wer andere kritisiert, der hat ein Problem mit sich. Er sucht an anderen Fehlern, um von sich abzulenken. Auf andere Beziehungen wäre ich gar nicht neidisch, mit vielen habe ich eher Mitleid.
     
    • # 10
    • 14.12.2013
    • Gast
    Das, was du auf der Weihnachtsfeier gesehen hast, nennt man Mobbing.
    Ist nicht witzig.
    Nach außen harmlose Neckeri, geht aber ans Eingemachte.
     
    • # 11
    • 14.12.2013
    • Gast
    Nein, ich, w, habe solche Erfahrungen noch nicht gemacht. Höchstens, als ich noch sehr jung war und meine Tussi-Freundinnen mich verkuppeln wollten. Lange her.

    So ein bisschen Gefrozele und Konflikte finde ich aber gar nicht so schlimm, zeigt es doch zumindest Interesse an dem betreffenden Kollegen. Er ist für die anderen nicht unsichtbar. Außerdem ist es sehr offen. Wer weiß, was die Leute in gesitteterem Umgang so voneinander denken, ohne es auszusprechen.

    Bei mir ist es so, entweder ich behalte die Dinge für mich, oder spreche offen darüber. Auch gibt es keinen Grund, dass man aufgrund einer Singlephase nicht bei Beziehungsproblemen mitreden könnte. Das kann man so pauschal nicht behaupten, wenn er zuvor eine Beziehung hatte.

    Aber was heißt indiskrete Fragen? Auf indiskrete Fragen kann man wiederum andere indiskrete Fragen stellen. Wenn man sich als Single jedoch immer verschlossen gibt, und Angst vor falschen Fragen hat, während man von Pärchen umgeben ist, die offen über Dinge reden, DANN ist doch klar, wo die Unterschiede liegen, und das dies nicht nur auf Vorurteile der Pärchen zurückgeht.

    Wenn ich verschlossen bin, bin ich das, und dann fragt mich auch keiner komisches, ich freue mich aber auch, wenn man sich gesprächsmäßig etwas offener unterhalten kann und habe keine Angst vor falschen Fragen. Egal, ob als Single oder als "Pärchenteil", bekannt ist mir beides.
     
    • # 12
    • 15.12.2013
    • Gast
    Das geht auch umgekehrt.
    Als Single kann ich Kurzurlaub machen, ohne große Terminabstimmung.
    Ich kann ONS oder ins Geizhaus gehen, ohne was tarnen zu muessen.

    Bin ich schlechter dran als die armen Kerle, die von ihren Freundin oder Ehefrauen zu
    Pfrundt , Haushaltshilfe etc verbogen werden dafür meist schlechten Routinesex bekommen.
    Manchmal habe ich auch Zweifel, ob in viele Beziehungen nach viel GV läuft, so, wie viele M und F in Beziehungen sich verhalten.
     
    • # 13
    • 15.12.2013
    • Gast
    Liebe FS

    du arbeitest in schlechter Gesellschaft.
    Was ist denn das für eine Horde Spiesser ?
    Welche Branche ? (damit ich das vermeiden kann)


    Ein typischer Tag im Leben einen Singles
    würde manchem auf deiner Betriebsparty
    die Röte ins Gesicht treiben. Vor Wut nicht mithalten zu können.

    Wir sind verantwortungsbewusste Mitglieder dieser Gesellschaft.
    Wir spenden für die Tafel, die Palliativmedizin, das Kinderheim
    und unterstützen sogar die Schule obwohl wir gar keine Kinder haben !
    Wir haben nur high-quality statt high frequency Sex mit Menschen die wir wirklich lieben
    und begehren.
    Sag das mal einem Durchschnittsehemann.
     
    • # 14
    • 15.12.2013
    • Gast
    Und ich hasse diese Art von zwanghaft krampfiger Zurschaustellung von "Originalität" und "Schlagfertigkeit". Wo bitte, hat die FS etwas davon gesagt, dass man sich um nach Hause zu fahren an das eigene Steuer setzen muss. Mann kann auch mit Bus/U-Bahn/Taxi heimfahren.

    Und genau das passt aber hervorragend zum Thema. Denn genau so "originell" und mit "lustigen Sprüchen" werden Minderheiten in einer Gruppe abgebügelt. Bei der FS handelt es sich halt um eine Single-Minderheit in einer Gruppe von Verpartnerten und beim originellen Sprücheklopfer oben handelt es sich um die Minderheit von Leuten die unter Feiern nicht unbedingt Komasaufen verstehen. Alles typische Gruppendynamische Prozesse. Wenn man das erkannt hat, kann man da auch gut damit umgehen.

    m.
     
    • # 15
    • 15.12.2013
    • Gast
    Ein Freund eines Freundes ist so einer, der immer wieder an mir herumstichelt aufgrund meines Singlestatus. Obwohl leicht zu durchschauen ist, daß er eigentlich ein Problem haben muß, tut es weh - ich war bis jetzt immer so vor den Kopf gestoßen, daß ich mich nicht zu wehren wußte. Damit sich nicht noch mehr Wut anstaut, habe ich mir vorgenommen, das nächste Mal Klartext zu reden - wenn ich ihn nochmal treffe, was ich aber eigentlich auch gar nicht mehr will.
    Es handelt sich um einen Ex-Dauersingle, der mit Mitte vierzig geheiratet hat, und es fehlt ihm an Benehmen. Es ist sowieso schon für einen Single nicht unbedingt immer ganz einfach, mit Paaren was zu unternehmen - dann auch noch gehänselt zu werden, finde ich das Allerletzte, das brauche ich nicht.
    m Anfang 40
     
    • # 16
    • 15.12.2013
    • Gast
    Ach Gottchen, ein Diplom-Übelnehmer.

    Ich hoffe, in meine nachfolgende Entschuldigung eben jene "Originalität" einweben zu können, welche ich zuvor vermissen ließ.

    Ich entschuldige mich hiermit offiziell für meinen widerwärtigen Beitrag und bitte demütigst um Verzeihung. Es lag nicht in meinem Interesse, Antialkoholiker, ehemalige Alkoholiker oder eben jene Menschen, welche eine Weihnachtsfeier auch ohne Alkohol genießen können, zu beleidigen oder bloßzustellen. Ich wollte lediglich anmerken, dass solche Feierlichkeiten oftmals zum Anlass für einen heiteren Umtrunk genommen werden und ich ohne eben diesen Spaß enttäuscht gewesen wäre.

    Ferner räume ich untertänigst die Möglichkeit ein, dass der von der FS beschriebene Herr sehr wohl Alkohol getrunken haben könnte und einfach nur ein Taxi, den Bus oder die Bahn für seinen Heimweg nutzte. Möglicherweise hat ihn auch sein Schwippschwager aus Tripsdrill abgeholt.

    Nebenbei: Diejenige Minderheit, die wohl am häufigsten Opfer von Spott und Hohn wird, sind die ewig jammernden Dauermeckerer, welche jeden Pups, und sei er auch noch so harmlos, als persönliche Beleidigung auffassen und einen riesen Wind um nichts machen. Möglicherweise sollten diese Menschen den Besen, welcher knallhart in deren Hinterteilen verkeilt ist, zum Kehren vor der eigenen Haustür nutzen. Wenn der von der FS beschriebene Mann zu eben jener Gruppe gehören sollte, so muss er sich über den wohlverdienten Spott seiner Kollegen nicht wundern.
     
    • # 17
    • 16.12.2013
    • Gast
    Eben! Genau das wollte der Vorposter doch verdeutlichen (ich bin nicht er, fand seinen Kommentar aber bestens). Erst beschweren sich welche über die bösen Paare, die einen Single auf einer Feier necken, um sogleich hellauf begeistert zu sein, wenn jemand einen Spruch gegen die anwesenden Necker bringt. Meine Güte, entweder man ist in dem Moment schlagfertig, und verliert kein Wort mehr darüber, oder man diskutiert über die bösen Menschen, die Sprüche machen, beides zugleich wirkt etwas geheuchelt.
     
    • # 18
    • 16.12.2013
    • Gast
    Herr im Himmel, es wurde trotz unterwürfiger Entschuldigung offensichtlich nicht verstanden. Es gibt überhaupt keinen Grund beleidigt zu sein, weil niemand beleidigt oder geneckt wurde. ICH wäre enttäuscht von einer Weihnachtsfeier ohne Alkohol enttäuscht gewesen. Da steckt doch gar kein Angriff drin.

    Leute, die sich aber dennoch wegen jedem Mist angegriffen fühlen, werden vollkommen zu Recht durch den Kakao gezogen.
     
  5. Hallo FS

    Das hat nix mit Single zu tun- solche Leute finden immer einen Grund andere zu dissen. Sie haben ein Mobbingopfer gefunden und das hat sich den Schuh angezogen.

    Wäre für mich ein Grund die Firma schnellstens zu verlassen. Da fehlts am Respekt vor dem Kollegen und da der guten Kinderstube. Ein AG der ein solches Klima zulässt wäre für mich nicht attraktiv.

    Auch der wäre für mich völlig undenkbar. Merkst Du nicht wie Du dort zur Maschine degradiert wirst die gefälligst zu funktionieren hat? Ich hab die Erfahrung gemacht dass Mitarbeiter die eine Häusliches Umfeld haben in dem Sie aufgefangen werden und glücklich sind die weitaus belastbareren und loyaleren sind. Diese Überperformenden austauschbaren Singles taugen vielleicht für einen guten Quartalsbericht, mittel-und langfristig jedoch nicht. Ist kein Zufall dass sich Familienunternehmen die völlig anders ticken über 20Jahre-Fristen doppelt so gut entwickeln wie solche Konzerne.
     
    • # 20
    • 16.12.2013
    • Gast
    Dieses Thema ist in meiner Firma keins, denn die Kollegen in höheren Positionen sind alle singles, sonst kommen sie nicht nach oben.
    Gilt insbesondere für Frauen.
    Ich bin die einzige Frau auf meiner Hierarchieebene, die ein Kind hat ( inzwischen erwachsen ), das ging nur, weil meine Eltern die Betreuung übernommen hatten.
    Partner haben wir alle nicht.

    Aber es geht ja auch ums ganze, nicht ? Das ist nur ein Beispiel, richtig ?

    Was du beschreibst, finde ich nicht gut und nicht witzig.
    Ich neige dazu, das 'Opfer' verteidigen zu wollen, aber das macht die Sache nur noch schlimmer, ist zusätzlich demütigend.

    Ich würde da eher bei den Stichlern ansetzen, die haben nämlich offensichtlich selbst ein Problem.
    Wer mit sich und seinem Leben zufrieden ist, macht so etwas nicht.
    Es sind immer die Schwachen, die nach unten treten.

    Als selbst Betroffener könnte ich mich gut wehren und den Spieß umdrehen, aber genau deswegen bin ich nicht betroffen.
    Aggressoren suchen sich ihre Opfer aus.
     

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