1. Zu früh Privates erzählt?

    Ich habe vor fünf Wochen auf einer Party einen Mann kennengelernt. Wir haben uns nach der Party ein bis zweimal die Woche gesehen. Nach ca. vier Woche habe ich gemerkt, dass er eine Situtation zu erschaffen versucht in der er mich küssen kann (kann es nicht besser ausdrücken). Für mich ist Nähe etwas sehr schwieriges aber nicht unmögliches. Brauche einfach viel Zeit, da ich von meinen Eltern bis zu meinem 18. Lebensjahr regelmäßig geschlagen wurde, aber habe eine Therapie hinter mir und mir geht es gut). Nach fünf Wochen habe ich beschlossen es ihm zu erzählen, da ich sonst Angst hatte, den Eindruck von Intressenlosigkeit zu erwecken. Nun seit vier Tagen keine Reaktion mehr von ihm. Hätte ich es besser nicht erzählen sollen? Und wenn nein, was wäre eine bessere Option?
     
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    • # 1
    • 28.03.2012
    • Gast
    Nein, meiner Meinung nach war das nicht zu früh. Falls dies der Grund war, den Kontakt abzubrechen, war er wohl nicht der Richtige.
     
    • # 2
    • 28.03.2012
    • Gast
    Kommt vielleicht darauf an, wie ausführlich Du warst.
    Man sollte nicht gleich alles erzählen.
    Wer möchte schon gleich am Anfang, wenn man sich noch gar nicht kennt, mit tiefen Problemen konfrontiert werden.
    Warte ab, eventuell braucht er einfach Zeit.
    Bleib immer locker und heb das Thema für später auf.
    w/45
     
    • # 3
    • 28.03.2012
    • Gast
    Wenn Du eine Therapie hinter Dir hast und es Dir gut geht, hätte es völlig ausgereicht, erstmal zu sagen, dass Du Zeit brauchst, um Nähe zu zulassen. Deine Geschichte in Bezug aufs Küssen, (Nähe) dann so zu schildern, finde ich für jemanden, den man erst kurz kennt, schon etwas heftig. Mich würde es völlig irritieren. Dein Text hat mich schon irritiert. Dir geht es gut und dann so eine "Geschichte", wenns ums Küssen geht. Da bekommt " Mann" ja Angst, was noch alle kommen könnte. Ich möchte Deine "Geschichte" nicht abwerten, denn es tut mir leid für Dich (vor allem was Du wahrscheinlich durch gemacht hast ), doch die für mich bessere Option wäre, damit erst vertrauter miteinander zu werden. Also etwas später zu erwähnen. In Deinem sowie seinem Interesse. Ginge es Dir aufgrund der "Geschichte" schlecht, dann ist es gut die "Geschichte" gleich zu erzählen. Dann macht es Sinn. So gerät jedoch Dein "es geht Dir gut" in den Hintergrund und man ist verwirrt darüber. Jetzt ist es jedoch wie es ist. Er weiss es jetzt, auch gut. Ruf ihn an und rede nochmal mit ihm. Ich wünsche Dir viel Glück
     
  3. Scheinbar hast du aber trotzdem immer noch Probleme, und das Bedürfnis, darüber zu sprechen.

    Ich hätte es nicht getan!
    Natürlich kannst du ihm zu verstehen geben, dass du etwas länger brauchst, um Nähe zu zulassen, aber bitte nicht gleich dieses furchtbare Therapeuten- Gedöhns von schlechter Kindheit und so... Das interessiert höchstens den Psycho-Fachmann, aber ein verliebter junger Mann nimmt da verständlicherweise Reißaus!
     
  4. Es ist schon richtig das zu erzählen, aber der Mann will offensichtlich so eine Bürde nicht auf sich nehmen. Das würde er auch nicht, wenn du es später erzählt hättest. Und dein Verhalten wird auch von deinem erlebten geprägt sein, daher würdest du auch komisch rüber kommen ohne gesagt zu haben, warum
     
    • # 6
    • 28.03.2012
    • Gast
    Du hast ihn mit wichtigen und schwer verdaulichen Themen aus deinem Leben konfrontiert. Kann sein, dass ihm das zuviel war. Gib ihm Zeit das zu verarbeiten.

    Sollte er sich nicht mehr melden, würde ich beim nächsten Kontakt deine Problematik umschreiben.. "du brauchst einfach Zeit um Vertrauen zu fassen".. o.a.. Genaueres muss ein Mann nicht gleich wissen, denn gerade deine Erfahrungen klingen heftig, vor allem wenn man sich noch nicht kennt. Egal, ob du es verarbeitet hast oder nicht: ein Mann hört "Therapie" und glaubt mit dir stimmt was nicht.... ist immer so leider, deshalb besser vorerst darüber schweigen. ;-)

    Alles Gute!
     
  5. Irgendwann hätte sie es ihm erzählen müssen, doch wann? Andernfalls wäre der Mann irritiert über ihr Verhalten und könnte nicht verstehen, warum sie so distanziert und verschlossen sei. Nein es war richtig, dass sie es ihm erzählt hatte. Das Problem liegt nicht an der frühen Beichte, sondern, dass der junge Mann nicht mit dieser Nachricht umgehen konnte.

    Jemand zeigt Verständnis und Empathie und bleibt, jemand anders bekommt Unbehagen und verschwindet. Sie hat es schon richtig gemacht und kann nur hoffen auf einen anderen verständnisvollen, sympathischen Mann zu treffen oder dass er sich, sobald er ihre "Geschichte" verdaut hat, meldet. Für einen, der ein glückliches, unbeschwertes Leben hatte, ist eine solche Mitteilung fast ein Schock!
     
    • # 8
    • 29.03.2012
    • Gast
    Liebe FS
    Als erwachsener Mensch kann man so eine Nachricht verdauen! Ich gehe davon aus, dass Du diesem Mann ganz "sachlich" erzählt hast, was mit Dir los ist, ihm nicht von Deiner schlimmen Kindheit vor gejammert hast? Ich finde Dein Verhalten mutig, Kompliment! Wenn er sich jetzt nicht mehr meldet, lass ihn ziehen, es wird einer kommen, der bleibt, Dir zuhört und Verständnis hat.

    w/43, seit 12 Jahren in "Therapie" und glücklich verliebt
     
  6. Du hast ganz genau richtig gehandelt! Warum gleich zu Beginn hinter dem Berg halten? Das würde ich nicht verstehen! Die Probleme kommen sonst später wesentlich vergrößert, wenn die Karten dann auf den Tisch kommen. Ich sehe das genau wie #1! Wer solche Informationen gleich zu Beginn nicht annimmt, wird sie später erst Recht nicht annehmen und sogar beleidigt spielen, diese verschwiegen zu bekommen. m
     
    • # 10
    • 29.03.2012
    • Gast
    Eine Beziehung, auch eine sich anbahnende, besteht nicht immer nur aus Schönwetterwolken. So eine Erfahrung prägt und hat auch Auswirkungen auf die Ausstrahlung und die Sicht aufs Leben. Wenn ich von mir ausgehe, mit ähnlichen Erfahrungen, aber ohne Therapie, dann wirst du vielleicht auch eher ein "das Glas ist halb leer" Mensch sein als ein "das Glas ist halb voll"-Typ.

    Diese vielleicht manchmal getragenere oder ernsthaftere Verhaltensweise muss ein neuer Partner mittragen. Ein ewiger Spring-ins-Feld wird damit nichts anfangen können, weil ihm der Tiefgang fehlt. Viele Erfahrungen kann man auch erst einordnen, wenn man es selber erlebt hat.

    Ich finde nicht, dass du es zu früh erzählt hast. Wenn er nicht damit umgehen kann, dann hat er vom Typ her vielleicht nicht zu dir gepasst. Dann hätte das nächste Problem eben zum Abstand-Halten geführt, selbst, wenn er dieses verdaut hätte. Wahrscheinlich hat ihm nach dem ernsthaften Geständnis die Leichtigkeit gefehlt. Und die Reife.
     
    • # 11
    • 29.03.2012
    • Gast
    Ich finde es völlig in Ordnung, so etwas zu erzählen - durchaus auch schon eher, damit gar nicht erst Irritationen beim anderen entstehen. Mich würde solche Offenheit nicht abschrecken, wenn die allgemeine Verhaltensweise einigermaßen stimmig ist.

    Was ich eher annehme: Da ihr schon einen reichlichen Monat miteinander ausgeht und es bislang ohne jeden Kuß ablief, scheint er eher von der zurückaltenden Sorte zu sein. Vielleicht kann er damit nicht richtig umgehen.

    Ich habe so eine Offenheit mal bei einem ersten Date erlebt, das sehr schön und ganztägig war. Es war noch etwas härterer Tobak, aber es hat mich nicht abgeschreckt sondern eher erschüttert, aber keinesfalls abgeschreckt. Leider hat sich dann nachfolgend die Sache ihrerseits dermaßen verkompliziert (so wie Fluchtverhalten bei jeder kleinen Annäherung - schon rein telefonisch), daß mir ein mögliches Zusammenkommen höchst kompliziert erschien und ich es daher beendete. Also schaue auch mal auf den Ablauf der letzten Wochen, ob er da schon ein wenig irritiert oder abgeschreckt war. Mit der Offenheit an sich wird es weniger zu tun haben, eher mit dem gezeigten Verhalten bis dahin.
     
    • # 12
    • 29.03.2012
    • Gast
    Vielen Dank für die vielen Antworten.
    Allgemein: Ich habe nicht mehr zu ihm gesagt, als ich in der Nachricht geschrieben habe. Und habe auch kein Verlangen darüber zu reden. Der Grund warum ich es gesagt habe, war, dass ich durch diese Erfahrung (Kindheit) sehr wenig sexuelle Erfahrung habe. Und sowas merkt man doch... daher dachte ich es ist besser mal zu sagen.
    Nein, ich bin kein Glas halb leer Typ. Ich bin ein sehr fröhlicher Mensch, der gerne lebt und auch nicht von Alpträumen oder Depressionen heimgesucht wird. :) Aber natürlich kenn ich das, sonst hätte ich keine Therapie gemacht und sonst wäre ich nun nicht so unerfahren. Wie ich bereits in der ersten Nachricht gesagt habe, mir geht es gut, ich habe das alles verarbeitet und habe auch heute ein recht gutes und vertrautes Verhältnis zu meinen Eltern.
    die FS; w/28
     

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