1. Da wäre es interessant, was Du genauer meinst.

    Ansprüche hinsichtlich Werte, Haltungen sind etwas anderes, gerade in diesem Bereich sollte es mE sehr ähnlich sein.
    Dazu gehören die Themen Nähe - emotional, körperlich, sexuell - und Kommunikation ganz explizit.
    Bei Interessen, Hobbies reicht eine ausreichende Schnittmenge, ich möchte gerne Zeit mit meinem Partner verbringen, aber jeder hat sich sein Eigenes.
    Es braucht eine tragfähige Passung, und auch Kompromissfähigkeit, und die Akzeptanz, dass jeder Mensch individuell ist.
    Weiterer "Anspruch"- ich habe Bedürfnisse und Ziele, kann ich mich in einer Partnerschaft mit diesem Menschen wieder finden?
    Und der grundlegende Punkt, ohne den für mich gar nichts ginge - passt die Chemie, finde ich ihn anziehend, liebe ich ihn.

    Da finde ich mich mit diesen Ansprüchen zwar anspruchsvoll, möchte aber nicht weniger.

    Aber bei Dir geht es um das Werben und Bemühen?
    "sehr bemühen"
    Und Du bekommst das Echo, Du seist
    .

    Da wäre es durchaus wichtig für die Antworten, was erwartest Du, und was tust Du, wie agierst / reagierst Du?
    Was würdest Du für einen Mann tun?

    Du sprichst wahrscheinlich nicht von gelegentlich einer Einladung, dass er Ideen hat, was man miteinander unternehmen könnte? Oder dass er, für mich wichtig, sich interessiert zeigt, an dem was ich fühle, tue, an mir als Mensch, mir zuhört?

    Ich kann jetzt auch in diesem Zusammenhang mit dem Pauschalurteil Oberflächlichkeit nichts anfangen - magst Du da präziser werden?
    Oberflächlichkeit wären für mich die Kriterien bei der Partnerwahl - wenn es nur um Äußerlichkeiten, Status u.ä. geht und nicht um den Menschen mit allen Facetten. Und das gab es früher mehr - als die Frau für die Versorgung unbedingt einen Mann brauchte. Meine Mutter legte mir dies nachdrücklich nahe.
    Oberflächlichkeit wäre für mich ebenso das sich nicht Einlassen auf den anderen und ihn nicht wahrzunehmen in seiner Individualität und seinen Wünschen, Bedürfnissen.
    Also woran machst Du Oberflächlichkeit fest?

    Und was ist Deine Einstellung zu Geben und Nehmen? Schaust Du, wie Du ihm eine Freude machst, initiierst Du auch, hörst zu, interessierst Dich?

    Es wäre nun schön, Du würdest präziser, so finde ich die Fragestellung sehr interpretationsfähig.

    W,49
     
  2. Machst Du es denn anderen Leuten gerne recht? Verlange von anderen keine Dinge, welche Du nicht selber bereit bist zu tun.

    Es nervt mich, den ersten Schritt zum machen, Schüchternheit zu überbrücken und mich anzupassen, nur weil der andere das nicht kann. Ich denk mir da jeweils, dass die Frau einen anderen Esel suchen oder mir wenigstens eine bessere Karotte vor die Nase halten soll.

    Wenn ich schon in der Partnersuche die Drecksarbeit machen soll, wähle ich jemand, der mir selber passt und es läge mir fern, jemanden zu bevorzugen, der einfach nur vor einen Karren spannt.
     
  3. Das ist dein erster Fehler. Du hast generell eine schlechte Meinung über Männer, und gehst mit diesem Vorurteil an den Markt. Mit diesem übertriebenem Mißtrauen begegnest Du dann jedem, und beim kleinsten Anzeichen von Unehrlichkeit brichst Du wahrscheinlich den Kontakt ab - selbst wenn es nicht erwiesen war sondern nur ein Verdacht deinerseits.

    Ja Du bist im falschen Film, denn die Zeiten haben sich geändert. Heute begegnet man sich eher auf Augenhöhe, gleichberechtigt. Jemand der gedanklich noch in 1955 lebt wird dann natürlich schnell als arrogant und hochnäsig empfunden.

    Du kommst mir vor wie eine Frau, die am liebsten fünf Verehrer gleichzeitig haben möchte, die ihr alle den Hof machen, täglich Rosen senden, sie mit Geschenken überhäufen und sich einen regelrechten Krieg um Dich liefern. Oder als Minnesänger geduldig unter deinem Fenster stehen und ein ums andere Lied dichten.

    Bist Du zu lange spröde, denkt man(n) "Andere Mütter haben auch schöne Töchter..." und ist weg. Also einfach weniger Spielchen spielen und die Ansprüche etwas herunterschrauben - dann klappt's auch mit dem Nachbarn... ;-)

    Noch etwas... den Anspruch auf Umwerbung darfst Du nicht zu früh haben. Also z.B. deine Bilder nicht freischalten, weil er Dich ja erst umwerben soll.
     
  4. Ich habe mir gerade dein Profil angesehen. Du bist sehr attraktiv. Gelegenheitsraucherin ist allerdings ein dickes Minus, die meisten Nichtraucher werden sich das nicht vorstellen können mit Dir. Auch in dieser Beziehung bist Du etwas aus der Zeit gefallen.
    Überlege ob es nicht Sinn macht, das zu ändern um mehr Chancen zu haben. Denn Du willst ja keine Affäre, bei der man(n) eventuell über das Rauchen hinwegsieht, um Sex zu bekommen, sondern eine lebenslange Partnerschaft.

    Am einfachsten wäre es, wenn Du deine Vorliebe für das Umwerben explizit in dein Profil schreibst. Schreibe einfach, dass Du darauf stehst. Männer mögen es, wenn die dich besser einschätzen können. Nur übertreibe es nicht vom zeitlichen Aspekt her. Je länger Du jemanden schmoren lässt, desto mehr steigt dein Risiko, dass er sich eine andere attraktive Frau schnappt.

    Denn die Männer, die für Dich als attraktive Unternehmerin wahrscheinlich in Frage kommen, sind eh nur oberste "Liga". Will heißen, sie haben auch überall woanders gute Chancen.

    Außer den attraktiven Fotos ist dein Profil auch noch sehr dünn. Anspruchsvolle Männer könnten vermuten, dass hinter der hübschen Fassade nicht allzuviel Tiefgang und Witz steckt. Das könntest Du durch das Ausfüllen des Profils widerlegen.

    Selbstverständlich bist Du überzeugt, dass Du auch jenseits deines Äußeren sehr attraktiv bist. Das musst Du aber mit deinem Profil auch sofort zeigen und nicht mit einem "Finde es heraus..." implizit fordern, weil Du dich selbst so toll findest. Die Zeit will heute keiner investieren.

    Letzter Aspekt: bist Du auch bereit, abseits von deinem attraktiven Äußeren etwas zu geben in Richtung Mann? Also Fürsorge, Liebe, Aufmerksamkeit...
    Um mal ein bekanntes Zitat abzuwandeln:

    Frage dich nicht, was Du bekommen kannst von einem Mann - sondern frage Dich lieber, was Du tun kannst für ihn... ;-)
     
  5. Hm... Gender Mainstreaming als Argument gegen Monogamie anzuführen halte ich für gewagt... :)
     
  6. Man kann es voraussetzen, aber es ist dennoch in den allermeisten Fällen nicht so, die meisten Frauen warten immer noch bis der Mann den Impuls setzt, auch und gerade in bestehenden Liebes-Beziehungen, um dann aufgrund dessen zu reagieren, quasi ein Ping/Pong Spiel, was mir persönlich nicht gefällt! Ich habe viele solche Kontakte und Beziehungen abgebrochen, da ich keine solche strategischen Spielchen mag.
     
  7. Du klingst, als hättest du zu viele Hollywood-Filme gesehen.
    Du teilst hoffentlich keinen Korb an Männer aus, die dir eigentlich gut gefallen, aber da sie sich nicht genug bemühen, servierst du sie ab? Das wäre dumm.
    Wie hier schon einige geschrieben haben, ist die Gleichberechtigung heute auch beim Paarungsverhalten abgebildet. Auch wenn der Mann meist noch den ersten Schritt machen muss (aber nachdem die Frau ihm bedeutet hat, es wäre okay) und den Heiratsantrag stellen muss, ist der Rest recht ausgeglichen. Beide müssen sich umeinander bemühen. Bei mir war es durchaus so, dass mein Freund mir Zettelchen geschrieben hat, einen Kuchen gebacken, mich nachts am Bahnhof abgeholt und mich nach Hause gebracht hat, dann zu sich gefahren ist, weil er am nächsten Tag früh rausmusste - alles sehr romantisch. Ich hab ihm gleichzeitig Postkarten geschrieben, ein Plüschtier genäht und Schokoriegel in seinen Taschen versteckt. Und es war auch klar, dass wir quasi zusammen sind, ich hätte ihn nie zappeln lassen, denn ich fand ihn ja toll. Bei anderen waren solche romantischen Gesten gar nicht der Fall, was ich für mich schade fände, aber das hat den erfolgreichen und auch durchaus liebevollen Beziehungen keinen Abbruch getan. Dass ein Mann einer Frau ewig hinterherrennt, das ist aber wirklich passé. Ich würde ihn für einen Stalker halten, wenn ich einmal Nein gesagt habe und mich bedrängt fühlen. Überall Gleichberechtigung zu fordern, aber dann sowas zu verlangen, ist halt nicht sehr zeitgemäß. Das Werben kommt ja aus einer Zeit, wo man den besten Verehrer ausgesucht hat (Prestige und Geld); und nicht die Liebe zählte. Ich bin entweder hin und weg von jemandem, oder nicht. Der kann es sich verscherzen, wenn er sich gemein oder desinteressiert verhält, nicht meldet o.ä. Aber sicher nicht, wenn er nicht "wirbt".

    w, 35
     
  8. Es gibt ja auch noch ein paar Raucher ..... bei denen hat sie dafür ein dickes Plus. Ausserdem kann sie Rauchen auch als Genuss ansehen ... und Geniesser mögen keine Asketen. Insofern - nein, nicht mit Rauchen aufhören, wenn es dir etwas gibt. Ausserdem kann Frau in den entsprechenden Raucherlokalen, Lounges etc durchaus auch interessante Männer finden. Und die ganzen Nichtraucher? Sind gar nicht alles Nichtraucher, sieht man an den Absatzzahlen der Tabakindustrie.
    Übrigens Raucher und Nichtraucher können durchaus über 50 Jahre verheiratet sein - ohne dass Rauchen ein Thema ist. Meine Eltern zeigen das ....
     
  9. Hat denn deine Mutter von deinem Vater damals - beim ersten Kennenlernen - e r w a r t e t, dass er ihr "den Hof" macht? Oder tat er es aus eigener Begeisterung heraus? Wenn du kannst, frage deine Mutter noch einmal diesbezüglich. Davon einmal abgesehen, würde ich an deiner Stelle dieses "früher war alles besser" so schnell wie möglich loslassen, denn zwischen Frauenfatansien der Umwerbung, wie sie beispielsweise in Geschichten wie "Stolz und Vorurteil" erzählt werden und der historischen Faktenlage gibt es himmelweite Unterschiede. Du schreibst von Ansprüchen und Erwartungen, der Einfachheit halber verstehe ich beide Begriffe als Synonyme: Erwartungen können das eigene Leben nicht nur leiten, sondern auch erschweren. Ich habe nie von Männern erwartet, "umworben" zu werden und bin doch einigen Männern begegnet, die machmal formvollendet, mit Lust am Spiel, mir verbal und durch Taten ihre Meisterschaft an Umwerbung vorführten. Dem sind nicht immer auch glückliche Beziehungen entsprungen. Im alltäglichen Umgang mit meinen Partnern hatte ich, ganz im Gegensatz zur Kennenlernphase, dann eine Menge romantischer Erwartungen, die mir das Leben erschwert haben und zu vielen Konflikten führ(t)en. Letztlich zeigt sich für mich, dass auch i n einer Beziehung Erwartungen oder Ansprüche an den anderen wenig zielführend sind. Selbstverständlich solltest du dir einen Partner wünschen, der deine W e r t e (Ehrlichkeit, Pünktlichkeit, Struktur etc.) teilt, aber von der grundsätzlichen Erwartung, dass dir als Frau ein spezifisches Verhalten des Mannes per se zusteht, kann ich dir nur abraten. Wenn dir die Unverbindlichkeiten von Männern der Generation WhatsApp nicht gefallen, solltest du dich auf die Suche begeben nach klügeren oder mehr werteorientierten Zeitgenossen, es gibt diese auch heute - finde heraus wo, anstatt angeblich gute alte Zeiten zu bemühen.
     
  10. Ich glaube zum Einen, dass du im Thread durch deine sehr konkrete Vorstellung von wegen, dass es auch nur Freundschaft plus sein könnte, und dadurch, dass du meintest, dass du dich in deinem Leben sehr gut arrangiert hast und nun nicht unbedingt eine konventionelle Bindung suchst, angeeckt hast. Das ist ein eher konservatives Forum und es wird von vielen von der klassischen Frau ausgegangen, die eine langfristige Bindung sucht. Damit passtest du nicht in die Erwartungshaltung daran, wie eine Frau zu sein hat und wurdest unfairerweise etwas spitzer "abgewatscht".

    Zum Anderen denke ich aber wirklich, dass du ein sehr genau umrissenes Profil hast, dem der Mann entsprechen muss. Du suchst irgendwie das Beste aus verschiedenen Bereichen, nach dem der Rest der Welt auch sucht, und bist auch selbstbewusst genug, das zu äußern. Das eckt auch an.
     
  11. Gerade die Kennenlerngeschichte der eigenen Eltern kann oft einen märchenartigen Touch erhalten, wenn sie den Kindern berichtet wird. Das kann in Wirklichkeit ganz anders abgelaufen sein, wird aber aus dem Blickwinkel der Kindererziehung eingefärbt. Das erzeugt dann falsche Vorstellungen oder Erwartungen, dass die Geschichte sozusagen auf diesem Niveau fortgesetzt wird.
    Also, mach unbelastet von diesen tradierten Erwartungen deine eigene Geschichte, ich könnte mir vorstellen, dir wurde eine Erwartungshaltung anerzogen, die dich nur behindert.
     
  12. Meine Bekannte hat mehrfach erwähnt, dass sie gerne Blumen bekommt. Nun ist es aber so, dass ich seit längeren nicht mehr in ihrer Wohnung war, sie übernachtet stattdessen ein- bis zweimal in der Woche bei mir. Die Idee ihr Blumen zu schenken wenn sie mich besucht finde ich Strange.

    Die Frau davor hatte ich u.a. mit romantischen Texten auf Märchenpostkarten von mir überzeugt. Das hat mir dann hier u.a. den Vorwurf eingebracht ein Mega-pick-up-Manipulator zu sein.

    In einem anderen Thread verlangt eine Dame nach archaischen Kerlen und lehnt gleichzeitig Aufreisser ab. Noch ein Beispiel dafür wie sich einige Frauen irrational selbst wieder sprechen.
     
    • # 42
    • 14.12.2018
    • frei
    Nicht dein Ernst, Ejscheff.
    Deine Bekannte fordert dich wiederholt auf, ihr Blumen zu schenken und du tust das nicht, weil sie zu dir kommt und nicht du zu ihr ?
    Warum stellst du denn nicht einfach einen Strauß mit ihren Lieblingsblumen auf den Tisch, den sieht sie dann, wenn sie zu dir kommt.
    Dann kannst du ja sagen, dass du für sie nicht nur das leckere Essen und den guten Wein gekauft hast, sondern auch diese schönen Blumen. Um ihr eine Freude zu machen.

    Also, mein Freund macht das und zwar, weil ich mehrfach ( sehr freundlich und wie ich finde ohne ihn zu verletzen ), gesagt habe, dass ich keine Blumen haben möchte.
    Dass mit das nichts bedeutet.
    Dass mir das Arbeit macht ( zuschneiden, ausrichten, Wasser erneuern, Blumen entsorgen, Vase spülen ).
    Dass ich lieber was zu essen habe oder sehr froh bin, wenn er was bei mir repariert. Ich bin halt komplett unromantisch.

    Und trotzdem will er mir Blumen schenken, weil er romantisch ist. Naja, das ist jetzt kein Bringer, finde ich. Erinnert mich an die Ehemänner, die ihrer Frau ein Bügeleisen zu Weihnachten schenken, damit sie seine Hemden damit bügeln kann.
    Aber das ist nur der unerfreuliche Nebenaspekt.
    Was ich dir erzählen will, ist, dass ich am Samstag, wenn ich zu ihm komme, ziemlich oft Blumen auf dem Tisch sehe und zwar die, von denen ich mal vor ewigen Zeiten, als ich mich noch nicht traute, ihm zu sagen, dass er das komplett lassen soll, sagte, dass mir die gefallen.
    Er sagt dann immer, dass er die für mich gekauft hat.
    Na gut, ich sage dann immer, dass er die nicht für mich gekauft hat, sondern für sich, denn ich hätte ja oft genug gesagt, dass ich keine Blumen haben will.

    Was ich sagen will: du kannst deiner Bekannten sehr wohl Blumen schenken, auch bei dir zuhause.
    Versuch's doch mal, sie freut sich bestimmt.
    Auch, weil sie dann mit der Arbeit nichts zu tun hat.

    w 51
     
  13. ... Und wenn sie Blumen mag, kann sie sie dann mit nach Hause nehmen.

    Ich habe einen Freund, also nicht mal Partner, der mir so im Frühjahr eine Freude machen wollte, und eine Hyazinzhe besorgt hatte
    Die stand da, und ich nahm sie dann mit.
    Mich hat es gefreut.
    Ich freue mich nämlich über Blumen...Nur die großen Sträuße sind mir zu üppig und zuviel, aber die kleinere Nummer?

    Und wenn er vorbei kommt, er ist als Freund oft bei mir, und ich möchte ihm etwas geben, kommt auch vor, - dann gebe ich es ihm.
    Verstehe das Problem nicht.

    W,49
     
  14. Grundsätzlich zu den Ansprüchen: man KANN sie nicht einfach so herunterschrauben, du hast sie, oder du hast sie nicht. Damit zu zaudern bringt genau überhaupt nichts.
    Hast du hier jemals schon gelesen: dann habe ich meine Ansprüche heruntergeschraubt, und dann hab ich IHN kennengelernt, und weger meiner niedrigeren Ansprüche waren wir dann glücklich bis an unser Lebensende? Nein, eben.
    "Zu hohe" Ansprüche, damit meinst du vermutlich, eine geringere Auswahl an Partnern zu finden. Na und? Du wirst ja sowieso nicht glücklich mit jemandem, den du unter deinem Niveau empfindest, und bist daher glücklicher allein mit dir selbst.
    Wozu willst du dich denn verbiegen, das geht ja gar nicht. Ja es mag sein, dass die Konsequenz dann ist, dass du allein bleibst, aber warum wäre das schlimm, wenn mit jemand anderem zusammenzusein für dich eine so emotionale Last bedeuten würde?
     
  15. Ich habe den Eindruck, dass da in der Fragestellung schon etwas vermischt wurde.

    Das eine sind Erwartungen an ein bestimmtes Verhalten. Das bezieht sich für mich z.B. auf deine Vorstellung von "den Hof gemacht bekommen". Ich freue mich über sowas auch. Aber ich bin dann eher positiv überrascht, wenn es kommt und nicht enttäuscht, wenn nicht und habe nicht von vornherein bestimmte Erwartungen. Hängt ja auch vom Mann ab, wie der so ist.

    Das andere sind Ansprüche. An Charakter, Intelligenz, Humor, Ausbildung, Vermögen, Aussehen, was auch immer.
    Dann habe ich sozusagen eine Rangfolge festgelegt, was mir am wichtigsten ist. Und es hat sich herausgestellt, dass die weiteren Punkte vernachlässigbar sind (für mich), wenn die ersten drei voll meine Erwartungen treffen.
    Aber viele Suchende scheinen sehr genaue Vorstellungen zu haben und sehen es als unabdingbar, dass alle Punkte ihrer Liste ein Häkchen bekommen.
    Und da sehe ich dann ein Problem. Menschen sind nicht perfekt. Man selbst ist es nicht und der andere auch nicht. Aber an der Liste will man keine Abstriche machen. Kann nicht funktionieren.
     
  16. Liebe Völligegal
    Was war nicht alles schon normal zwischen Mann und Frau: Kinderheirat, Zwangsheirat, Vielehe, arrangierte Ehe, Ehe zwingend innerhalb desselben Standes oder derselben Konfession, Jungfräulichkeit vor der Ehe..
    Man hat mir auch von den "alten Zeiten" erzählt, von der Generation unserer Väter. Klar, hast du als Mann einer Frau den Hof gemacht. Du warst jung, wolltest Erfahrungen sammeln, warst neugierig und viele junge Frauen wurden streng überwacht, dass das alles sittsam zu und her geht. Also musstest du übers Hofieren herausfinden, ob ihr zueinander passt. Und zwar oft gleich für das ganze Leben. Denn Heirat und Familiengründung hatten etwas beinahe obligatorisches. Übrigens hat diese Generation dann später auch eine hohe Scheidungsrate gehabt.
    Ich weiss, ich widerspreche mir von aussen betrachtet. Einerseits ermuntere ich in diesem Forum die Männer zum "aktiven Werben", wenn sie eine Frau wollen, andererseits mahne ich die Frauen, dass sie nicht so passiv sein sollen. Die Wahrheit liegt, so finde ich, in der Mitte.
    Da gebe ich @INSPIRATIONMASTER absolut recht, wenngleich ich auch jungen Männern rate, am Anfang ein bisschen mehr zu werben. Weil das eben vielfach als attraktiv erlebt wird.
    Akzeptiere die Zeiten und die Menschen, wie sie sind. Versuche sie erst einmal zu verstehen, statt zu verurteilen. Formuliere deine Ansprüche und Erwartungen flexibel, realistisch, im Prozess.
     
  17. Meine Erwartungen richten sich ausschließlich an das Verhalten des Mannes.. Damit meine ich natürlich keine eher materiellen Dinge wie „ständig zum Essen einladen“ & Co.. Schwer in Worte zu fassen was ich spezifisch damit meine..
    Es geht um die Denkweise der meisten Männer heutzutage.. Sie picken sich quasi nicht ihre Favoritin heraus auf die sie sich dann konzentrieren & wirklich tiefgründig kennen lernen.. Nein - man schwimmt quasi mit zig weiteren Damen in einem Topf u darf sich glücklich schätzen wenn er beim gemeinsamen Date wenigstens den Anstand hat nicht online zu sein.. ich meine was soll das?! Man kann faktisch keinen Memschen vollkommen so kennen lernen mit all seinen Facetten - wenn man durch 15 andere Kontakte viel zu abgelenkt ist!
    Ich geb es offiziell auf - denn immerhin reden wir hier von gebildeten Männern, denen grundsätzlich sehr wohl ein gutes Maß an Anstand & Respekt anerzogen wurde. Leider sind Frauen wie ich es bin, jedem Mann heutzutage zu schwierig.. Klar.. man hat ja noch 29 andere zur Auswahl - die zwar nicht so perfekt die eigenen Ansprüche erfüllen aber stattdessen UNKOMPLIZIERT sind ‍♀️
     
  18. Da könntest du gar nicht mal so falsch damit liegen .. Das mich diese Erziehung in Sachen Partnersuche pausenlos behindert lässt sich wohl nicht abstreiten..
     
  19. Liebe völligegal,

    Glaube doch nicht alles, was kolportiert wird. Damit machst Du Dich kleiner als Du bist.
    Die wenigsten haben gleichzeitig viele Kontakte am Start.

    Was im Onlinebereich mal passiert, sind 1/2Parallelkontakte, die sich spätestens nach dem 1.Date auch verabschieden.
    Im realen Leben lernt man sich sowieso anders, exklusiv, kennen.

    Es gbt ein paar Player*Innen, die erkennt man aber schnell, und dann Haken darunter.

    Aber nimm auch Männer ernst, auch sie wollen spüren, dass sich Frau interessiert.
    Die Zeit der Minnesänger und Prinzessinnen ist vorbei.
    Auch Männer sind unsicher, wenn es um das andere Geschlecht geht, egal wie groß das Standing ansonsten ist.

    Also braucht es Deinen Part - Signale, Reaktionen, und auch Deine wahrnehmbaren Initiativen, wenn das Ganze mal gestartet ist.
    Frau kann Komplimente machen, danke sagen, Lächeln, ihm die Chance für Berührungen geben, ihn nett mal einladen, ihm zuhören, fragen...
    Den Mann, in dem ich mich so richtig verliebte, erwähnte ganz am Anfang seine Schwäche für guten Nougat - rate mal , was ich bei der nächsten Gelegenheit dabei hatte :). Die Erinnerung an seine Freude damals freut mich immer noch .

    Ich bin mir sicher, dass auch Deine Mutter Deinem Vater die entsprechenden Signale setzte. Er hat nicht eine Wand angeflirtet.

    W,49
     
  20. Das machen aber nicht alle Männer. Dies macht aber wohl deine Auswahl. Sicher alles sehr selbstbewusste Typen mit einem Hang zu Machertum?

    Warum machen dies nicht alle Männer

    1) Nur eine begrenzte Anzahl oberflächlich besonders attraktiver Männer hat überhaupt die Auswahl zwischen einer Vielzahl von Damen die sich ansatzweise so ein Programm bieten lassen.

    2) In diesen Pool sind ohnehin nur jene Männer die nicht an einer Familiengründung oder stabilen Partnerschaft sondern an abwechslungsreichen Spaß interessiert sind. In diesen Topf gehören auch die Propagandisten moderner Beziehungsformen wie Polyamorie oder offene Beziehung aber auch auf den ersten Blick charismatische Persönlichkeiten, deren Charisma letztlich auf einer Störung (Z.B. Narzissmus) beruht.

    Vermutlich hast du als Unternehmerin auch nicht allzuviel Zeit für eine Beziehung. Vielleicht nur ein-, zweimal im Monat oder max. wöchentlich. Das ist ideal für Typen deren Konzept Parallelbeziehungen sind. Jemanden der so wenig Kontakt bevorzugt kann man mit dem richtigen Job (viele Dienstreisen) perfekt als Affäre neben einer bestehenden Hauptbeziehung (Z.B. Ehe mit Kindern) einbauen. Und wenn das auffliegt kann man(n) noch schnell mit der polyamoren Karte um Verständnis und Fortbestand der Affäre werben.
     
  21. Volle Zustimmung. Ich denke auch, die Probleme mit diesem Typ Mann beginnen bei der Männerauswahl. Die Frauen, die nur "das Beste" für sich akzeptieren und sich entsprechend nach oben orientieren, wundern sich dann, wenn sie nur eine von vielen "im Teich" sind. Wenn ich mich nach unten orientiere kann ich auch problemlos so einen "Teich" aufmachen.

    Es gibt auch hier einige Damen, die ein aus meiner Sicht reichlich gestörtes Männerbild haben und dadurch im Grunde völlig beziehungsuntauglich sind. Prinzessinnen auf der Suche nach dem Millionär, der ihre Wünsche erfüllt. Wenn ich mich an 25jährigen Topmodels orientiere, dann darf ich mich auch nicht wundern, wenn ich von denen zwar mal gerne ausgenutzt werde, sie sich aber anderweitig orientieren, wenn sie ernsthaft suchen.
     
  22. Sind hier glaube ich eher selten.

    Häufiger gibt die oft hochsensiblen Geschöpfe die sich einerseits eine starke Schulter zum anlehnen wünschen und andererseits viel Zeit für sich brauchen und sich gern zurück ziehen um sich von Reizüberflutung zu erholen.

    Diese in ihren Erwartungen kompromisslosen Frauen finden relativ schnell oberflächlich passende Männer, sie erkennen aber immer mal wieder nicht den Wolf in dem Mann an den sie sich gerade anlehnen und übersehen dabei gern die zuverlässigen aber nicht ganz so sexy Hirtenhunde im Hintergrund. Der Wolf gibt ihnen viel Zeit, die er mit seinem Harem füllt, der Hirtehund käme ihnen nur zu nah.

    Feuer und scharfe Klingen ziehen solche sensiblen Geschöpfe magnetisch an. Der Typ mit dem Verbandskasten gefällt ihnen natürlich auch ... als Kumpel.
     
  23. Ich glaube nicht, dass es besonders viele hochsensible Frauen gibt, die so reagieren. Ich ordne mich selbst da ein und ja, ich habe sehr oft das Bedürfnis nach Rückzug von Reizüberflutung. Aber diese Reizüberflutung ist keine Folge von (zu) enger Beziehung, sondern von zu vielen sensorischen Eindrücken. Das bedeutet einfach nur, dass ich mich nicht zu großen, lauten Ereignissen hingezogen fühle und mich zu Hause, in meinen vertrauten vier Wänden, am wohlsten fühle. Meine Lieblingsmenschen dürfen sich aber sehr gern ebenfalls häufig in diesen vier Wänden aufhalten.

    Bei besagten, von @Lebens_Lust erwähnten Userinnen gehe ich eher von Internet-Trollen aus, die sich wahrscheinlich hinter ihrem Computer zu Hause köstlichst amüsieren, wenn man sich über ihre Beiträge aufregt.
     
  24. .. Und, sorry für die mE notwendige Ergänzung, auch manche Männer, bei denen es mir eher gruseln würde...

    Auch hier, nicht geschlechtsspezifische.

    Es gilt umgekehrt für etliche Männer, die lieber die FRAU mit Zicken, Allüren, Drama schätzen, die sie erobern können oder die so Zarte, Sensible...
    Und die Unkompliziertere, mit der man sich wohl fühlt, lachen kann, etwas unternehmen kann, spontan ist - ist auch nur als Kumpeline gefragt. Bei der Man sich dann über die Dramaqueen "ausheulen" kann.

    Es ziehen sich schon die entsprechenden Menschen an.
    Es wird Gründe haben, warum manche das Drama brauchen.

    Für mich ist Spannung, Lebendigkeit anders erreichbar, mit einem Partner brauche ich Harmonie.
     
    • # 55
    • 28.12.2018
    • void
    Das Online-Sein und vielleicht schnell mal Reagieren auf andere Meldungen fänd ich bei jedem halbwegs Befreundeten, mit dem ich unterwegs bin, daneben. Beim Date geht das gar nicht.
    Das andere ist mE ein Problem des Überangebotes und des Nichtwissens, wie man damit umgehen soll.

    Im RL sieht man sich und findet sich attraktiv. Daneben stehen die ganzen anderen Leute, die man nicht attraktiv findet, und man ist froh, wenigstens diesem einen begegnet zu sein (es gibt auch wahllose Männer, bei denen die Bedingung lautet "is ne Frau", die meine ich hier nicht). Man sieht sich, man riecht sich unbewusst auf Pheromonbasis, man sieht die Bewegungen und man hört die Stimme.
    Im Netz sucht sich jeder das raus, was ihm zusagt und hat dann die Wahl zwischen x vermeintlichen Top-"Angeboten" und denkt auch, er müsste nun wählen können, da er die wichtigen Infos schon hat: Bild und Profil, also Warten auf den Kick. Dass der nicht kommen kann, ist eigentlich logisch, weil man nicht genau hinsieht, da das Angebot so umfangreich ist. Wenn einem alle x Auserwählten super gefallen, die man nie auf einen Haufen im RL getroffen hätte, und wenn man nicht begreift, dass man DANN erst anfangen muss zu selektieren nach tieferen Kriterien, die man nur abchecken kann, wenn man viel Zeit mit dem anderen verbringt, dann wird das immer nur Oberflächengeplänkel bleiben und Warten darauf, dass endlich mal eine richtig begeistert. Aber wer hat die Zeit und die Konzentration, sich auf x verschiedene Menschen so einzulassen, als würde er sie ohne Beziehungshintergedanken im RL kennenlernen. Meist ist doch der Konsumgedanke hinter der Partnersuche: "Begeistere mich, ich langweile mich schnell".

    Vielleicht sind es auch wirklich die falschen Männer, mit denen Du Kontakt aufnimmst. Frauenkonsumierer mit Deppenkriterien, die für eine Partnerschaft völlig unwichtig sind.
     
  25. Den Eindruck, dass es daran hapern könnte, hatte ich jedenfalls, nachdem ich die Posts von @Völligegal gelesen hatte.

    Daran könnte es auch liegen!

    Onlinesuche ist allein deshalb schon so zeitaufwändig, weil es viele Personen gibt, die nicht wissen, was sie wollen und können
    oder die es zwar wissen, aber lieber täuschen.
    Es ist Arbeit und kostet richtig viel Zeit,
    - einen möglicherweise passenden Mann anhand der Profile zu finden- d.h. lesen, lesen, lesen in den Profilen, stecke die Suche räumlich nicht zu eng ab, es gibt überall auch umzugswillige Männer-
    - die Profile, die dir gefallen, mehrmals zu besuchen- der Besuch wird dem Mann angezeigt, wenn das Profil nicht auf stumm geschaltet wurde, damit gibst du die Gelegenheit, dich zu finden-
    - selbst anzuschreiben, wenn dir jemand gefällt
    - einen schriftlichen Kontakt miteinander aufzubauen, der nicht nur oberflächlich ist, sondern die eigene Persönlichkeit genauso transportiert wie das Gegenüber
    - Täuscher auszusortieren
    - die telefonische, also kommunikative Passung zu ermitteln
    - Dates umzusetzen

    Je genauer du bei deinen eigenen Vorstellungen vom Charakter, von der Intelligenz und vom Humor eines Mannes bleibst, desto leichter wird es dir fallen, den Passenden zu finden. Alles andere ist Zeitverschwendung, beidseitig.

    Du bist doch Unternehmerin, geh es mal kämpferisch an, nicht frustriert!
     
  26. Teilweise kann ich dich verstehen.
    Ja, heute muss man sich weniger schnell festlegen - als Mann sowieso nicht , aber auch als Frau nicht. Beide haben und nutzen heute die Gelegenheiten, Kontakte herzustellen. Und dann irgendwann die Erkenntnis zu erlangen: Ja, diese Person will ich näher kennen lernen.
    Mit mir wärst du bspw verrückt geworden. Weil ich sehr viele Menschen kenne. Und auch angesprochen werde. Klar sind das nicht alles Männer. Irgendwie st auch das ein Kriterium für mich: SIE kann damit souverän und locker umgehen. Unkompliziert ist ebenfalls wichtig für mich - endlose Diskussionen um Nichts langweilen und nerven mich.
    Ob ich charmant, attraktiv und / oder charismatisch bin? Müssen die Mädels beantworten. Ich bin völlig normal - für mich.
    Das heisst in meinem Falle für die Prinzessin: die Rolle der Favoritin bekommt sie nicht geschenkt. Sie muss mich becircen. Ok, ist erledigt, ich bin vergeben. Vielleicht auch, weil ich 2 Handys habe - eines ganz privat, für wichtige Menschen in meinem Leben. Und nur dieses mich beim Essen mit meiner V. stören darf. (Kranker Vater - da will ich erreichbar sein) Und sie das auch so weiss, weil ich solche Dinge sage. Man muss eben auch zuhören. Nicht nur als Mann, sondern auch als Frau.
    Leider hat Lionne recht. Nicht alle Menschen kommen mit den techn. Möglichkeiten wirklich klar. Und viele Menschen haben darüber vergessen, dass auch andere Dinge wichtig sein können. Die Toleranz gegenüber den unterschiedlichen Wünschen - die fehlt mir. Im Privaten bei mir nicht. Im Alltag schon.
    Es sind oft die Kleinigkeiten, die ausmachen, ob Mann und Frau zusammen passen. Wir sind bspw heute beide müde von einem anstrengenden Jahr. Sie liest im Faulpelzsessel im Wohnzimmer, ich bin am Lappy im Büro. Aber: wir besuchen uns ab und zu gegenseitig. Und freuen uns über diese Besuche. Das ist der Unterschied zu vielen alten Paaren. Klein - aber fein. Und ungemein wichtig.
    Insofern - eine Atmosphäre, die zu mehr einlädt, muss von beiden geschaffen werden. Früher wie heute. Das bleibt so. Nur die Umgebung ändert sich.
     
  27. 100 Punkte - da hat jemand komplett verstanden um was es mir ging in dem Beitrag. Deswegen meinte ich ja „wo ist das Problem sich auf eine/n Favoriten zu konzentrieren? Es ist doch logisch das man die ganze Sache nur oberflächlich sehen kann,wenn man mehrere Kontakte gleichzeitig pflegt. Immerhin kann man sich so nie tiefgründiger mit einer Person beschäftigen. Am Ende herrscht dann grosse Enttäuschung dass das „gewisse Etwas“ fehlt - u man fragt sich nur .. „wie hättest du das herrgott nochmal überhaupt bemerken können,so oberflächlich wie du das ganze gehandhabt hast??? „
     
  28. Wirklich tiefgründig kann ich mich mit einer Person erst auseinander setzen, wenn ich sie getroffen habe.
    Virtuell kann man wunderbar schreiben, diskutieren, flirten und vor allem Raum für Projektionen finden.
    Man liest den Text des anderen mit dem eigenen Ton, setzt ein Lächeln hinzu oder Verärgerung (Warum geht Kommunikation über WhatsApp so oft schief - weil man Zwischentöne hinein interpretiert).
    Man nimmt sich die Zeit, schreibt, schlüpft in eine Rolle.
    Die virtuelle Person ist real ganz anders, manchmal weil sowieso Eckdaten gelogen sind, aber weil man sich ein eigenes Bild macht.
    Wenn ich heute hier fragen würde, wie stellt Ihr Euch mich vor, dann gäbe es bei 20 Antworten 20 Varianten.
    Manche mögen mich aufgrund dieses Bildes, ich mag auch einige sehr - aber was real wäre, ist etwas ganz anderes.

    Und genauso ist für mich ein Kontakt über eine Partnerbörse. Genügend Anfragen verschwinden ins Leere, andere Kontakte versandeten, selbst wenn man sich intensiver austauschte. Zu Beginn meiner Dating Zeit schrieb ich mit einigen Männern sehr intensiv und länger. Es fühlte sich gut an, ein wunderbarer Austausch, Gleichklang, man komnte wunderbar kommunizieren. Bei all diesen Kontakten blieb es virtuell, ich fragte durchaus nach Treffen...

    Für mich macht Exklusivität deswegen vor einem ersten Treffen keinen Sinn.

    Auf einer Party mit vielen unbekannten Menschen mache ich auch erstmal Smalltalk mit den Menschen, die sympathisch wirken. Und dann ergibt sich mit der / dem einen oder anderen intensivere Gespräche.

    Das Onlineportal ist nur ein anderes Medium für einen Erstkontakt, da überlege ich aufgrund des ersten Eindruckes, mag ich kennen lernen oder nicht.
    Das 1. Date entscheidet, ob weiteres Kennenlernen Sinn macht - die Chemie vermittelt sich nicht virtuell. Gestik, Mimik, Augen, Stimme, Geruch, Körperhaltung...
    Die Interaktion im direkten Kontakt.

    Und dann geht es erst los, Kennenlernen, Schmetterlinge, Feststellung, dass es passt, Umwandlung von Verliebtheit in Liebe.
    Der Grund, warum Partnerschaften meist schief gegen, ist weil man nicht auf die ausreichende Passung achtet.
    Nur dafür braucht es reale Begegnungen, Mensch zu Mensch, Offenheit, Bereitschaft sich einzulassen und Zeit.

    Der Minderwertigkeitsgedanke, ich bin eine unter vielen, kommt mir irgendwie nicht. Ich bin ich, ganz und gar individuell und einzigartig.
    Ich bin hier, und wenn mich jemand kennen lernen mag, und es beruht auf Gegenseitigkeit, ok. Alles andere findet sich - oder nicht.

    Und ich möchte nicht das Gefühl haben, es entscheidet sich jemand für mich, weil er keine anderen Chancen hat.

    Aber dies ist nur meine persönliche Meinung.

    Anekdote
    Ich habe nach einem 1.Date den Kontakt beendet, weil er zwar super interessant, aufmerksam, charmant war, aber dann absolut grundlos die Bedienung anschnauzte... Das erlebt man nur real.

    W,49
     

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