1. Zu hohe Erwartungen? Was ist wichtig für eine harmonische Partnerschaft?

    Hallo Zusammen

    Kurz zu mir, ich bin bald 29 Jahre als und seit kurzem singel. Seit meinem 16 Lebensjahr war ich fast ausschließlich in Beziehungen gewesen, zwischendurch mal drei bis vier Monate Single. Meine letzte Beziehung ging zu Bruch aufgrund zu wenig Gemeinsamkeiten und zu wenig Anziehung von meiner Seite her gegenüber meinem Partner.

    Seit ich nun Single bin, habe ich bereits einige Männer kennen lernen dürfen und habe mich sogar in einen verliebt, der mittlerweile auch bereits Geschichte ist. Auch hierbei hat es nicht funktioniert aufgrund zu wenig Gemeinsamkeiten. Die Anziehung war bei ihm jedoch vorhanden und unsere Treffen waren immer super. Wir hatten eine Bindung und ich erhoffte mir mehr. Er hat dann aber den Schlussstrich gezogen.

    Nun bin ich verwirrt, da ich bei meinem Ex genau aus dem Grund von zu wenig Gemeinsamkeiten den Schlussstrich zog. Bei der neuen Bekanntschaft hat mich dies plötzlich weniger gestört und ich war bereit, mich mehr anzupassen und Kompromisse einzugehen.

    Sind nun Gemeinsamkeiten sehr wichtig in einer Beziehung oder geht es auch mit weniger Gemeinsamkeiten, Hauptsache die Gefühle stimmen und man ist gewillt, Kompromisse einzugehen? Klar wichtig sind ja vor allem Vertrauen, Kommunikation, gemeinsame Werte und gleiche Lebensziele, Respekt, Verständnis, gegenseitige Liebe etc. Aber wie sieht es mit den Gemeinsamkeiten aus? Und wie sieht es mit der Anziehung aus? Ist es nicht auch wichtig, dass man sich gegenseitig begehrt und anziehend findet? Oder ist dies eher nebensächlich.

    Ja am liebsten hätte ich alles, was ich oben beschrieben habe, aber ist dies überhaupt realistisch? Gibt es überhaupt einen Menschen, der genau zu einem passt? Oder sind meine Ansprüche zu hoch? Wo muss ich als erstes Abstriche machen?
    Zudem verringert sich die Auswahl, je älter man wird auch noch ;)

    Vielen Dank für ein paar Tipps und eure Erfahrungen.
     
    Moderationsanmerkung: Beitrag wurde durch einen Moderator editiert
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  3. Hallo @joli ,
    es gibt Dinge, die einem wichtiger sind als anderes. Das ist allerdings individuell verschieden. Unterschiedliche Interessen kann man auch ohne den Freund/ die Freundin ausleben. Mir ist es nicht wirklich wichtig, dass sie mit mir am alten Auto schraubt - aber Verständnis dafür, dass ich das gerne mache, sollte sie haben.
    Wenn ich mich auch dann mit ihr wohlfühle, obwohl wir etwas zusammen unternehmen, was mir eigentlich zu langweilig ist - dann ist das für mich ein sehr gutes Zeichen. Eine gewisse Neugier darauf, erfahren zu wollen, was dem anderen an einer Sache wichtig ist - auch ein gutes Zeichen für mich.
    Insofern wirst du entscheiden müssen, ob eine Gemeinsamkeit wichtig oder weniger wichtig für dich ist. Meine Erfahrung: mir reichen wenige Gemeinsamkeiten, dann bleibts spannend.
     
  4. Hallo,
    ich bin doppelt so alt wie du...
    deine Werte sind auch mir sehr wichtig, aber auch schon gemeisame Interessen, wobei es nicht alles sein muss...Ich möchte oder mache einiges sehr wohl alleine und mag es auch von meinem Partner, anders kann es meiner Meinung nach gar nicht auf Dauer klappen.
    Nur zusammen zukleben ist für mich nichts.
    Vertrauen muss natürlich vorhanden sein. Und wenn man verschiedene Interessen hat, ist es doch schön, dem anderen sein Vergnügen zu gönnen.

    Anziehung ist mir schon sehr wichtig, wenn ich

    Kompromisse eingehe, ( habe ich erlebt, aber so, dass ich mich einengen habe lassen) , ging auch die Anziehung abhanden.
    Kann sein, dass es mit dem Alter schwieriger wird, doch dann gehts mir alleine besser , als vielleicht dauernd Rücksicht zu nehmen.
    Hast du sehr exotische Interessen ?

    lg Lizzy
     
  5. Hallo joli,

    also erst mal muß ich sagen, dass aus meiner Sicht Deine Fragen und Ansichten recht seltsam und befremdlich sind. Das liegt aber sicherlich daran, dass ich komplett anders gestrickt bin als Du, deshalb werde ich es so empfinden...

    Was mir auffällt ist, dass es den Eindruck macht, dass Du quasi zwanghaft einen "Partner" an Deiner Seite brauchst. Die Vehemenz mit der Du darauf hinarbeitest, einen "Freund" zu haben, erschreckt mich förmlich, weil ich damit so gar nichts anfangen kann. Das impliziert für mich, dass man sein Lebensglück nur mit einem "Partner" an der Seite finden kann... Aber das by the way, ist ja eigentlich nicht das Thema, es springt mir nur sehr ins Auge. Vielleicht macht es für Dich trotzdem irgendeinen Sinn, dass ich es erwähne. Möglicherweise tickt aber auch Deine biologische Uhr und Du möchtest eine Familie gründen, dann wäre das natürlich wiederum anders zu bewerten und nachvollziehbar, dass Du zeitnah einen brauchbaren Mann benötigst und deshalb die Männer auf Kompatibilität durchtestest...

    Anziehung ist für mich persönlich die unabdingbare Voraussetzung, emotional und nachfolgend gedanklich auch nur annähernd in die Nähe einer amourösen Freundschaft zu kommen... ohne Anziehung sitze ich lieber neben meinem Hund auf dem Sofa:)

    Gemeinsamkeiten sind für mich vollkommen unwichtig. Ich habe ja nicht vor, meine gesamte Freizeit mit dem Mann zu verbringen, bin ja kein siamesischer Zwilling, deshalb wären diese für mich in einer Beziehung vollkommen zu vernachlässigen, und seine Interessen dürfen mich auch dementsprechend gerne langweilen oder desinteressieren, denn ich habe ja auch noch mein eigenes reichhaltiges Leben und in einer Beziehung nicht nur ein "Paarleben". Wenn jemand das Bedürfnis hat, sich über Interessen auszutauschen, wird er auch außerhalb einer Liebesbeziehung die adäquaten Personen dafür finden...

    Kompromisse würde ich auch nicht eingehen wollen und verlange oder erwarte ich auch nicht von einem anderen Menschen. Wenn überhaupt, dann dürfen Kompromisse auf beiden Seiten nur minimal sein und müssen gerne germacht werden ohne Verzicht und ohne Groll, sonst rächt sich das früher oder später in der Beziehung. Ich denke einfach, wenn zu viele Kompromisse gemacht werden müssen, paßt es einfach nicht.

    Den anderen Attributen, die Du anführst, stimme ich zu. Lediglich ein gemeinsames Lebensziel halte ich nicht für wichtig. Außer vielleicht das Lebensziel ist Famile und Kinder, dann sollte das wohl so sein.

    Just my 2 cents. Wünsche Dir beim nächsten Mann ein gutes Händchen und viel Glück!:)
     
  6. Liebe FS
    Ich glaube, es müssen Anziehung und Gemeinsamkeiten da sein, dass eine Beziehung lange und auf gute Weise hält. Insgesamt machen Menschen aber manchmal Kompromisse, wenn entweder die Anziehung oder die Gemeinsamkeiten sehr stark sind. Oder wenn sie eben dringend einen Partner "brauchen", weil es ihnen schlecht gelingt, alleine zu sein.
    Gib dir doch mal ein bisschen Zeit ohne Mann? Gestalte dein Leben so, wie du es willst und überleg' dir, was deine Standards für eine nächste Beziehung wären.
     
  7. Meiner Meinung nach sind unterschiedliche Interessen bzw. Hobbys eher zweitrangig, so lange es keine extrem krassen, unvereinbaren Gegensätze gibt. Viel wichtiger finde ich eigentlich, dass man ähnliche Normen, Moral- und Wertvorstellungen hat.
     
  8. Du wirst hier viele unterschiedliche Ansätze bekommen, letztendlich solltest Du Dir überlegen, was Dir ganz persönlich wichtig ist, welche Wünsche, Bedürfnisse Du hast.
    Vielleicht auch eher eine YesGo Liste erstellen.

    Ich habe für mich festgestellt, ohne Attraktivität (sehr individuelle Definition) und Liebe geht gar nichts.
    Was mir wichtig ist - gemeinsame Werte, Einstellungen, gerade wenn man irgendwann vielleicht zusammen wohnt (Haushalt, Finanzen, Organisation), Themen wie Nähe - Distanz, Vertrauen, Treue, Sexualität.
    Wie ist der Umgang miteinander, Kommunikation, Respekt, Achtsamkeit, kann man miteinander lachen, genießen.

    Ich brauche eine gewisse Basis an gemeinsamen Interessen, die man in den Paarzeiten leben und teilen kann.
    Ich koche gerne sehr vielseitig, bin aktiv, mag fortgehen, reise gerne, bin in den Bergen unterwegs.
    Natürlich kann man Hobbies auslagern, mit anderen Menschen teilen, aber gerade Dinge, die mich beschäftigen, die mir Freude machen, möchte ich gerne mit meinem Partner teilen. Das sind die Momente, Erlebnisse, die verbinden.
    Mit ihm z.B. abends draußen sitzen und Stille und Abendhimmel genießen...
    Gegensätze ziehen sich an, heißt es, aber das was am Anfang noch charmant war, nervt spätestens nach einigen Jahren.

    Kompromisse gibt es, aber letztendlich doch eine NoGo Liste -
    Ich mag keine -Ismen, reagiere allergisch auf Eifersucht, Neid, Geiz, Aggressionen, Pessimismus, Intoleranz, Schubladendenken.

    Es gilt für mich immer wieder der Satz, eine Partnerschaft muss mein Leben bereichern, oder zumindest gleichwertig (mit anderen Kriterien) sein, alles andere ist vergeudete Lebenszeit.

    Aber vielleicht bin ich mit dieser Haltung eben auch Single, früher war ich kompromissbereiter, gedankenlos, naiver, und durchaus längere Zeiten verpartnert. Nur solche Beziehungen möchte ich auch nicht mehr.
     
  9. Moin,

    in meiner zurückliegenden Ehe habe ich sehr am Mangel an Gemeinsamkeiten gelitten. Nur als Beispiel: meine Ex schaut extrem viel fern und mag Tiere nicht wirklich. Ich in beidem das krasse Gegenteil, eine dauerhafte Quelle zumindest von Unzufriedenheit... so viele schöne Dinge hätte man zusammen tun können, stattdessen schränkt man sich sogar gegenseitig ein (ich wollte jetzt keinen Hund, aber hätte ja sein können...).
    Unser Geschmack war dagegen immer sehr ähnlich, so fiel es uns meistens leicht, Einrichtungsfragen zu klären, dieselbe Musik oder Kunst gut zu finden... aber mit so was verbringe ich einfach nicht besonders viel Zeit. Unsere Werte waren immer sehr kompatibel, so dass allgemein Organisatorisches, Erziehungsfragen etc. sehr gut funktionierten. Vielleicht war das letztlich auch der Grund für den Zeitpunkt unserer Trennung - das Nest war leer, unsere unterschiedlichen Interessen standen immer mehr im Vordergrund.

    Was ich wirklich schlimm fand, ein ziemlicher Beziehungskiller: Meine Ex besaß extrem wenig Bereitschaft, für meine Hobbies zumindest Interesse zu zeigen, ganz zu schweigen davon, dass sie mal "mitgemacht" hätte. Bei mir war diese Bereitschaft durchaus vorhanden, und wenn wir mal was gemeinsam unternommen haben, war es meistens mein Zugeständnis an ihre Aktivitäten.

    Bei meiner neuen Freundin ist das ganz anders - wir machen gerne dieselben Dinge, haben dieselben Lieblingsreiseziele usw.. Das ist zumindest eine sehr schöne Basis für eine Beziehung.

    manchmal
     
  10. Das dachte ich auch einmal und während der Familiengründungszeit hat das auch gut geklappt. Da hat man so viel Gemeinsamkeiten durch Kinder und familiengerechter Freizeitgestaltung, dass es nicht auffällt, wie wenig eigentliche Gemeinsamkeiten fehlen. Jeder nimmt sich seinen kleinen Freiraum und geht seinen Hobbies nach.
    Wenn die Kinder aus dem Haus sind, ist plötzlich nichts mehr da außer den Normen, Moral- und Wertvorstellungen. Und dann?
    Ganz schlimm wird es, wenn dann auch noch die Arbeit wegbricht.
    Dann ist es sehr, sehr schwer, noch gemeinsame Hobbies zu finden.

    Ich denke, Beides muss passen. Man muss nicht ständig aufeinanderkleben, aber neben einer ähnlichen Weltanschauung sollte schon etwas da sein, dass man gerne zusammen unternimmt.
     
  11. Hm es erschreckt mich, dass du seit dem 16. LJ bisher fast immer in Beziehungen warst. Wie viele waren es denn insgesamt? Bei 3 oder 4 ok. Aber 10 - da würde ich mir Gedanken machen. Aber auch grundsätzlich, da du ja offensichtlich immer wieder ruck zuck zum nächsten gehüpft bist. Und jetzt bist du seit kurzem Single, hast schon einige getroffen (ich frag mich immer wie das geht) und suchst hier schon nach Hilfe.

    Nun zum eigentlichen Thema:
    Ich kenne Leute, die sagen, dass es einfach Liebe ein muss, der Rest wäre rel. wurscht. Ich persönlich finde gleiche Werte in den meisten Bereichen sehr wichtig. Land oder Stadt, Sommermensch, Wintermensch etc. pp. Mich zieht ein Mensch an, der ähnlich Vorstellungen hat wie ich z.B. Winter und Sport mag. Der Mensch braucht ein Standing, auch eigene Interessen. Bloß nicht alles zusammen machen. Aber vieles. Ich glaube, dass "Gleich und Gleich gesellt sich gern" auf Dauer deutlich vielversprechender ist als "Gegensätze ziehen sich an".

    Das wird vllt. noch schlimmer, aber deshalb mehr Kompromisse machen? Versuch doch mal mit Dir alleine zurecht zu kommen (finde ich wichtig), denn ich glaube nicht, dass man glücklicher ist, wenn man jemand an der Seite hat, bei dem man zu viele Kompromisse machen muss.

    Was ich auch schwierig finde in Deinem Post:

    Du weißt nicht, ob da für Dich wichtig ist? Ich würde Dir wirklich empfehlen, bewusst alleine zu bleiben für Monate, um Dich mal zu hinterfragen...

    Aber: Deine Ansprüche finde ich nicht zu hoch. Und ich wünsche dir bei allem viele Glück.

    M 47, der seit seinem 16 Lebensjahr in Summe 14 Jahre Single war.
     
  12. Ich denke zu deinem Ex waren die Gefühle abgeflaut und für den Neuen eben gerade frisch entflammt, daher deine Bereitschaft zu mehr Kompromissen. Noch dazu wollte er dich nicht.

    Ich find es ganz nett, wenn man ein wenig voneinander lernen kann. Für die praktische Lebensgestaltung ist mir aber wichtig, dass wir beide die gleiche Art von Urlauben und Freizeitgestaltung mögen, weil es sonst einfach lästig wird das alles allein planen zu müssen.
     
  13. Schon die Frage finde ich schräg. Wie soll eine Beziehung ohne gegenseitige Anziehung und Begehren funktionieren? Hier kannst Du fast täglich von Beziehungen lesen, die nicht mehr funktionieren, weil beide nur noch nebeneinander her leben.

    Das wiederum ist typabhängig und nur individuell zu beantworten. Manche Menschen müssen in einer Beziehung jede freie Minute gemeinsam verbringen, manche sind öfter mal getrennt unterwegs. Das muss dann schlicht kompatibel sein.
     
  14. Liebe FS,

    deine Vorstellungen sind realistisch und lebbar, sonst könntest du es dir nicht vorstellen. Hinderlich könnten deine Fragezeichen und Unsicherheiten sein.
    Gemeinsamkeiten.... das ist ein Begriff, der alles mögliche aussagen kann und ist sehr individuell. Fehlende Gemeinsamkeiten kann auch der Ausdruck dafür sein, dass es sich gefühlsmässig gemeinsam nicht rund genug anfühlt. Auch wenn Begehren und körperliche Anziehung vorhanden ist, so kann das seelisch geistige Begehren fehlen.
    Für sehr wichtig halte ich, dass in einer Beziehung Gemeinsamkeiten gefunden und gelebt werden. Gleichzeitig sollte man entspannt seine eigenen Interessen leben dürfen. Geistige Teilnahme an dem Partner, seinen Belangen und Hobbys, bereichern und halten eine Beziehung lebendig.
    Viel gelebte Gemeinsamkeiten sind kein Garant für eine glückliche Beziehung, eine gute Kommunikation und Interesse an dem DU und dessen Gedankengut, aber sehr wohl.

    Bleib bei dir und sei dir treu, dann hast du die beste Chance, den Mann zu finden, der sich auf dich einschwingt.
     
    • # 13
    • 01.06.2017
    • frei
    Das ist leicht, wenn man eine Frau ist, mindestens einigermaßen gut aussieht und sehr geringe Ansprüche an die Partnerschaft / den Mann hat. Bei mir: er sollte lieb sein, süß aussehen und gut tanzen können. Das reichte. Naja, treu, loyal und gepflegt sollte er schon auch sein, mich nicht schlagen, nicht saufen, nicht kriminell sein, aber das alles dürfte wohl selbstverständlich sein.
    Ich hatte also extrem geringe Ansprüche und so war auch ich zwischen 16 und 30 nahezu ständig in Beziehungen. Davon eine 5 Jahre, eine 2,5 Jahre, zwei mal 1 Jahr und dann noch kürzere.

    Ja und dann wird man groß, findet es nicht mehr so wichtig, unbedingt einen Partner zu haben, nimmt auch nicht mehr wahllos nahezu jeden und so kommt es, dass die Bilanz sich vollkommen drehen kann.
    Ich bin jetzt ziemlich nah an deiner Quote:

    w 50, die seit ihrem 16 Lebensjahr in Summe sicher 17 Jahre Single war, davon 13 am Stück.
     
    • # 14
    • 01.06.2017
    • joli
    Nein es waren 3 und eine Beziehung davon hielt 10 Jahre, also nichts mit vom Einen zum Anderen hüpfen. Aber ja, in den Zeiten dazwischen war ich nicht sehr lange singel und deshalb tut es mir jetzt sicherlich auch gut, mal alleine zu sein, auch wenn es sich ungewohnt anfühlt. Und ja man kann einige treffen, heutzutage mit den Online-Dating-Portalen nicht sehr schwierig ;) Seit ich dies auch mache und sogar jemand kennen lernen durfte, der mir gefielt aber es leider nicht klappte, stellt man sich halt schon solche Fragen und es nimmt einen Wunder, wie andere darüber denken.

    Ja genau, die biologische Uhr tickt und ich hätte gerne eine Familie. Klar bleiben mir noch einige Jahre und man weiss ja nie, ob es überhaupt klappt. Aber wünschen tu ich mir dies und zwar mit dem richtigen Partner an meiner Seite.

    Ich danke allen, die mir ihre Ansichten zeigten und mir meine Fragen so gut wie möglich beantworteten. Es zeigt mir auch, wie unterschiedlich die Ansätze sind. Jeder hat seine ganz eigenen persönlichen, wichtigen Wünsche, Bedürfnisse etc. Ich muss meine nur noch selber rausfinden.
     
  15. Gemeinsamkeiten sind sicherlich wichtig. Aber diese können sich auch im Laufe der Jahre ändern. Mein Mann und ich hatten sehr viele Gemeinsamkeiten, gleichen Sinn für Humor und gleichen Musikgeschmack, wir beide lieben Literatur und Poesie und Kunst. Aber er war viel Sportlicher als ich. Mir reicht es schon 5 km zu laufen, während er viel mehr erreichen wollte. Letztendlich hat es auch daran gescheitert. Er fand eine Frau, die sportlich ihm geben konnte, was ihm fehlte. Ich war wirklich unheimlich traurig darüber, dass nach allem was wir zusammen aufgebaut haben, zusammen Kinder bekamen und uns ein zu Hause erschaffen haben, er alles fallen ließ, um Sport machen zu können.
    Die Beziehung zu dieser Frau ist vor kurzem auch gescheitert, weil es ihm andere Sachen fehlten, wie Musik und Literatur, jemand, der mit ihm lacht und weint. Je mehr ich mich zurückgezogen habe, ist die Bindung zwischen den Beiden auch geschwächt worden. Naja, man kann es drehen und wenden, wie man es will. Mittlerweile denke ich, dass es sich letztendlich nur um die körperliche Anziehungskraft handelt und dann spricht man sich alles schön und ist dankbar und nach Jahren kommt der Tag, wo man aufwacht und sieht, hey so wollte ich es nicht.
     
    • # 16
    • 02.06.2017
    • frei
    Du willst sagen, du und dein Mann habt euch super verstanden, alles gut, ihr habt sogar geheiratet und Kinder bekommen und dann hat er sich eine andere gesucht, die mehr als 5 km joggen möchte und alles andere war ihm nicht so wichtig ?
    Uff !
    Dein Exmann scheint sehr eindimensional zu denken, findest du nicht ?

    Möglicherweise hat ihm aber viel mehr gefehlt und er konnte dir das nicht sagen oder es nicht mal selbst empfinden.
    Wie alt war er denn da ? Mir drängt sich sofort die Midlifecrisis auf, die nicht gerade selten durch Marathonlauf gelindert zu werden versucht wird.

    Hm...dieses miese Gefühl 'war das jetzt schon alles ?'
    Vielleicht fand er das mit dem Heim und den Kindern eben gar nicht mehr gut.
    So eine Sinnkrise kann man vielleicht auch unabhängig vom Alter, also deutlich früher bekommen, wenn man das Gefühl hat, völlig subjektiv, etwas verpasst, die Weichen zu früh und natürlich in die falsche Richtung gestellt zu haben.

    Was ich sagen will: es könnte vielleicht sein, dass deine 'Unsportlichkeit' ( übrigens finde ich fünf km joggen doch schon gut, also ich könnte das nicht ) gar nicht der Grund für seinen Ausbruch war. Wenn du den Ironwoman gewonnen hättest, hätte er vielleicht gesagt, dass er keine kurzhaarige Frau mehr ertragen kann oder dass du ihn nicht gegen deine Mutter verteidigst oder dass du nicht oft genug mit ihm schlafen willst oder dein Essen nicht schmeckt.
    Ein Mann ( Mensch ), der weg will, findet einen Grund.

    Wenn er sein Leben mit dir und den Kindern toll gefunden hätte und dich weiter geliebt hätte, hätte er sich einen Laufpartner gesucht, das ist doch leicht und man kann sein Leben behalten ( wenn man das will ).

    w 50
     
  16. Liebe @frei, Ob du es glaubst oder nicht, genauso habe ich es ihm auch damals gesagt. "Hätte er uns geliebt, hätte er sich für uns entschieden". Ja, ich denke, dass wir ihm nicht geben könnten, was er brauchte. Er dachte vielleicht eine Andere Frau kann ihm geben, was er braucht aber es ist auch nicht so gewesen.
    Sport wurde ihm immer wichtiger und es wurde zu einem Problem für unsere Beziehung, er und meine Söhne ebenso sind sehr sportlich und ich konnte nie mithalten und es war wirklich ein Problem. Ich mag keine Schwarze Skipisten runter zu sausen und bin eigentlich sehr ruhiger Mensch und Eigentlich hat es mir ein schönes Buch und ein wenig Sonne gereicht um glücklich zu sein und er wollte, Ski fahren, Joggen und schwimmen, Fahrradfahren und zwar jeden Tag, am liebsten rund um die Uhr und er wollte eine Frau dabei haben, die all das mitmacht. Ich weiß noch wie er mich auf der Skipiste anbrüllte und mich eigentlich für mein Ungeschicklichkeit hasste und ja er dachte er möchte so nicht mehr leben. Er wollte Spaß und zwar sehr viel Spaß und hatte keine Lust auf Familie und Kinder, er wollte nicht verzichten, er wollte nicht warten.
    Ja es war wahrscheinlich ein Midlife crisis, angefangen mit Ende 30 und es endet wahrscheinlich nie.
    Was ich sagen wollte, ist, dass die Gemeinsamkeiten zwar wichtig sind aber man verändert sich auch mit der Zeit und was früher geliebt wurde, wird irgendwann langweilig und dann kommen neue Themen dazu und wahrscheinlich muss man es akzeptieren, dass eine lebenslange Beziehung ein Auslaufmodell ist, nichts für die Ewigkeit ist und alles endet eines Tages und es ist auch ok. Dann widmet man sich eben neue Themen und neue Menschen. Vielleicht liegt die Erlösung daran zu schauen, wo und mit wem man sich wohl fühlt und solange dabei bleibt bis es passt und wenn es nicht mehr passt, dann ist es halt so.
     
  17. Ich hab noch nicht mal eine Ahnung wie viele km ich joggen kann. Ich kann auf jeden Fall viel mehr, da ich ständig in den Bergen unterwegs bin und so auch jetzt nach meiner OP schon viel fitter bin als der Großteil der Bevölkerung. Mein Frau war nie so fit, wollte nie so viel Sport machen. Und klar würde mir eine Frau mit mehr Sport besser gefallen. ABER: Dann würde mir evtl. auch der Humor, die Intelligenz, die Werte, der Austausch auf Augenhöhe etc. fehlen. Ich finde man braucht viele Gemeinsamkeiten. Aber bitte nicht alles. Meine Frau hat meinen Sport sehr oft mitgemacht. Und wenn es mir nicht gereicht hat, dann bin ich nach der Bergtour halt noch Rad gefahren oder habe im Garten gearbeitet. Was ich damit sagen will. Ein dickes Ding reicht nicht. Also liebe FS, schau das vieles passt aber es muss nicht alles sein. Zu viele Kompromisse führen aber auch zum Frust.

    M 47 (der mit einem vermutlich auch zu hohen Anspruch)
     
    • # 19
    • 03.06.2017
    • frei
    Ja, das habe ich zumindest für mich vor etwa 20 Jahren kapiert.
    Eine Garantie auf eine lebenslange Partnerschaft gibt es nicht, das ist ein Fakt.
    Und nicht mal eine hohe Wahrscheinlichkeit, das ist eher kein Fakt, sondern meine Meinung.

    Die Konsequenz aus dieser Haltung ist, dass man sich niemals auf eine andere Person verlassen darf, nur und ausschließlich auf sich selbst.
    Keine Abhängigkeiten in Bereichen von signifikanter Bedeutung.
    Wenn mich also jemand zu einer Party mit dem Auto abholen will, nehme ich das gerne an, denn falls er nicht kommt oder zu spät, sind die Folgen gering bis null.
    Wenn mich jemand zum Flughafen oder zu einem Vorstellungsgespräch fahren will, lehne ich freundlich ab, denn diese Folgen wären etwas größer.
    Und ganz sicher lehne ich Handlungen ab, deren Folgen beim Scheitern mein Leben erheblich verändern würden.

    Das bedeutet, dass ich
    - nicht heirate
    - mit niemandem zusammen ziehe
    - mit niemandem ein Haus finanziere
    - mir nicht das Sorgerecht für das Kind teile
    - mit niemandem eine Firma gründe
    - immer mindestens soviel arbeite, dass ich selbst und mein Kind davon leben können

    Schief gehen kann immer noch genug, ich könnte z.B. einen Unfall mit anschließender Arbeitsunfähigkeit haben oder mein einziges Haus brennt ab.
    Gegen manches kann man sich versichern und das tue ich.
    Allerdings nur gegen Risiken, deren Eintritt mich in den Ruin treiben würden.

    Ich verhindere aktiv den Eintritt von Schäden oder auch deren Folgen bei Eintritt sofern es in meiner Macht liegt und mich an einen Partner zu binden gehört dazu.
    Allerdings könnte ich das nach Nohls Risikobewertung ( Risiko = Schadensschwere x Eintrittswahrscheinlichkeit ) sehr wohl tun, wenn wir keine Kinder bekommen, keine materiellen Werte erwirtschaften oder den gegenseitigen Ausgleich im Falle der Trennung versprechen, aber dann muss ich ja auch nicht heiraten, denn das tut man ja gerade zur gegenseitigen Absicherung.

    w 50
     
  18. Liebe FS,
    wie soll denn langfristig Partnerschaft ohne Anziehung gehen? Daran glaube ich nicht. Das sind dann die Beziehungen, in denen beide mehr oder weniger unzufrieden nebeneinander herleben. Will ich nicht - da ist Single besser.

    Ich habe einen anderen Begriff von Gemeinsamkeit, als mit gleicher Begeisterung auf exakt dem gleichen Leistungsniveau wie der Partner zu machen.
    Gemeinsamkeiten bedeutet für mich einen Grundkonsens an Werten und Aktivitäten, nicht 1:1-Passung.

    Die Gemeinsamkeiten, wo wir Unterschiede haben in meiner Beziehung sind:
    - wir lesen beide viel, aber nicht imer die gleichen Sachen. Es ist aber so, dass das nicht bewertet wird, sondern wir trotzdem darüber reden können, was wir grad lesen
    - er hat als Bergbewohner keine Neigung zum segeln, aber er kommt mit aufs Boot und macht grad meinen Arbeitsdienst in meinem Segelclub
    - er fährt Rennrad, ich habe davor Angst, macht er allein. Er fährt Mountainbike, ich lerne es und nehme Trainerstunden um auf gewissen Niveau mithalten zu können. Ich mache lieber Radtouren mit Freunden und er gewinnt zunehmend Gefallen daran ohne Leistungsbezug durch die Gegend zu fahren.
    - er ist fast 30 cm größer als ich. Ich kann nicht sein Tempo laufen, aber ich schaffe einen Halbmarathon und so ist der Konsens, statt 10km Tempolauf 15 km zügiges Joggen
    - beim Bergwandern kann ich ohne Kletterpartien mithalten, d.h. meistens bin ich dabei und ab und die schweren Touren gehe ich nicht mit.
    - er steigt beivielen meiner Kulturgeschichten aus, aber einen Grundkonsens gibt es, sodass wir auch da zusammen was machen können. Er interessiert sich für meine Malerei und lässt sich das erklären, so wie ich die Musik hören mag, die er macht.
    - ich hasse Schnee und Kälte, er ist begeisterter Skilauefer. Na und? Dann wird ein Hotel gewählt, was mir ermöglicht den Schnee aus der Sauna zu sehen.

    Wir wollen viel gemeinsam machen, ohne unsere Eigenständigkeit aufzugeben und das klappt, wenn beide das wollen.
     
  19. Äussere solche Gedanken als Mann, dann bist du natürlich:
    - egoistisch
    - beziehungsunfähig
    - empathiebefreit
    - narzistisch
    (die letzten beiden Punkte kommen daher, dass so manche Foristin gerne wichtig tut ohne zu verstehen, was sie so schreibt)

    Denn - es ist doch so: auch diesen Weg muss man zu zweit gehen. Ohne das entsprechende Pendant stehst du irgendwann vor der Wahl: Kompromiss oder Tschüss.
    Wie du allerdings das alleinige Sorgerecht erhalten konntest, würde mich interessieren. Ok, die Frau gibt eben keinen Vater an - damit verzichtet sie aber auch auf den Unterhalt fürs Kind. Oder man bezahlt für den Verzicht. Denn einen komplett unfähigen Typen traue ich dir nicht zu .
     
    • # 22
    • 03.06.2017
    • frei
    Keine Sorge, diese und ähnliche Eigenschaften werden mir gerade in diesem Forum auch gerne bezeugt.
    Natürlich nur von Lesern, die selbst Nutznießer im Falle des Scheiterns wären, somit nehme ich es nicht persönlich.
    Es waren andere Zeiten, es ist bei mir immerhin 22 Jahre her, dass sich diese Frage stellte.
    Ich gab den Vater beim Standesamt an, er anerkannte die Vaterschaft und er steht in der Geburtsurkunde.
    Wir waren aber nicht verheiratet und da war es damals der Standard, dass die Mutter das alleinige Sorgerecht erhält.
    Abweichungen mussten aktiv beantragt werden.

    Ich habe offiziell nie auf Unterhalt verzichtet, de facto aber bald, denn mein Seelenfrieden war mir wichtiger, als die 280 DM, die damals der Mindestsatz war.
    Er hat nie einen einzigen Pfennig, später Cent bezahlt.
    Er hat allerdings auch nie Geld verdient, sondern abwechselnd von seinen Eltern, Freundinnen, dem Staat und der Krankenkasse gelebt.

    Später wird er vielleicht von meiner ( na ok, irgendwie entfernt auch seiner ) Tochter leben, sobald sie etwas verdient.
    Wir haben uns schon juristisch beraten lassen.
    Das Schlupfloch ( und das ist das einzige, außer wir könnten nachweisen, dass er sie versucht hat zu töten oder dergleichen bei uns nicht vorhandenes ) könnte tatsächlich sein, dass ich nachweisen kann, dass er wirklich niemals bezahlt hat.
    Das ist die einzige kleine Hoffnung, sonst zahlt sie, bis einer von beiden stirbt.
    Und ich würde zahlen, bis einer von uns beiden stirbt, wenn wir verheiratet gewesen wären. Das ist vor ca. 20 Jahren mal amtlich geprüft worden.
    Da kannst du mal sehen, wie man sich irren kann.
    Ich habe mich von einem wirklich komplett unfähigen Typen schwängern lassen.
    Aber wer weiß, wofür es gut war ?
    Mein Leben ist gut verlaufen, ich bin glücklich und meine Tochter ist gut gelungen.
    Und wenn er es damals nicht gewesen wäre und ich auf einen guten Mann gewartet hätte, hätte ich vielleicht nie ein Kind bekommen.

    w 50
     
  20. Oder Variante
    Ich habe meinem Ex, der es sehr bequem haben wollte und das Interesse an seinen Söhnen nicht ausgeprägt war, erklärt, was es bedeutet.
    - Für jeden Mäh die beidseitige Unterschrift, vom Arztbesuch, Schule, etc. Kann sein, dass ich bei den Nichtigkeiten übertrieb, aber wenn ich im Nachgang sende, wie oft ich das Sorgerechturteil vorlegen musste.. Ich schilderte den Aufwand und zeigte ihm, dass es doch viel bequemer ginge.
    Das überzeugte ihn, er unterschrieb das Formular, verzichtete auch vor Gericht.

    Und als sich die nacheheliche Beziehung massiv verschlechterte, weil er als erstes 50% meines Erbes (nach der Trennung angefallen) haben wollte, Kindesunterhalt nicht leisten wollte - Außenstände werden nie mehr rückzahlbar sein, den Umgang erst äußerst nur unzuverlässig wahrnahm, alles konsequent boykottierte, und dann bei jeder Gelegenheit und jeder Nichtigkeit prozessierte, als ich einen neuen Partner hatte - war ich heilfroh über dieses alleinige Sorgerecht.
    Es wäre das Kriegsmittel schlechthin gewesen.
    Jugendamt und andere Stellen waren sowieso schon vermittelnd eingeschaltet, ergebnislos.
    Irgendwann erledigt sich das Thema von selbst. Warum wollte mein jüngerer Sohn von seinem Stiefvater adoptiert werden?!

    Dieses Obige ist für mich die Konsequenz aus nicht sorgsamer Partnerwahl, es war sicher von vornherein nicht stimmig, wir hatten beide Illusionen, es gab damals bei mir mit gerade 22 einige Lebensbrüche, Todesfälle, ich wollte Halt, Familie, ein Zuhause - und mir begegnete ein deutlich älterer Mann (nicht erfolgreich, vermögend), von dem ich mir dies irgendwie versprach. Es wird schon...

    Ich bin dankbar für meine Kinder, alleine schon deswegen ist es kein Fehler.

    Aber diese Partnerwahl?
    Sehr exemplarisch, wie es so richtig voll daneben gehen kann.

    Deswegen ist es m.E. so wichtig, selbst zu wissen, wo stehe ich, was will ich, was man ich, was tut mir gut. Wieviel Nähe, wieviel Vertrauen, wieviel Einlassen.

    Wobei, liebe@ frei, Dein Statement (Du vertraust niemanden), berührt mich sehr, macht mich traurig.
    Du kommst nämlich bei mir als ein sehr aufmerksamer, liebevoller und sehr liebenswerter Mensch an.

    @frei
    Meine Kinder werden definitiv nie für Ihren leiblichen Vater zahlen aufgrund der Unterhaltsrückstände, es gibt einen Titel.
     
    • # 24
    • 04.06.2017
    • frei
    Interessant. Auch das haben wir mal erwägt.
    Es scheiterte daran, dass der leibliche Vater einer Adoption zustimmen muß und das hätte er niemals.
    Jetzt ist es ohnehin zu spät, denn Adoptionen von Erwachsenen sind etwas Spezielles, genau wegen Fällen wie unserem schließen die nämlich das Erlöschen eines Unterhaltsanspruchs an den leiblichen Elternteil aus.
    Oha, sieht so aus, als sei das unser Schlupfloch.
    Uns hat der Anwalt gesagt, dass das nur möglich sei, weil 'unser' Papa NIE gezahlt hat, aber bei dir geht es offenbar auch, weil er nicht immer alles gezahlt hat, richtig ?
    Oder meinst du, dass deine Söhne nicht werden bezahlen müssen, weil sie das mit den ausstehenden Unterhaltszahlungen verrechnen können ? Für DIE hast du den Titel, richtig ?
    Ich schätze, du hast keinen Titel dafür, dass sie nicht für dessen Unterhalt rangezogen werden können.
    Das mit dem Verrechnen, fürchte ich, wird nicht klappen.
    Laß dich da besser noch mal beraten.
    Vielen Dank, das ist sehr lieb von dir.
    Tja, Vertrauen...ich war bis vor kurzem der Meinung, dass ich immerhin meinen beiden Müttern vertrauen kann, ich meine finanziell bzw. dass sie mich nicht über den Tisch ziehen und nun tut das leider meine Stiefmutter doch.
    Mein Vater kann seine Interessen nicht mehr wahrnehmen, also ist meine Mutter dazu bestellt.
    D.h. sie hat die Verfügungsgewalt über sein Vermögen.
    Und nun verschenkt sie das sukzessive an ihre Neffen und Nichten.
    Ich kriege das nur sporadisch mit und ich denke, dass im Erbfall nichts mehr da sein wird.
    Beispiel: sie hat das schöne Haus, in dem ich auch aufgewachsen bin und aus dem sie vor ca. zwei Jahren ausgezogen ist, weil es für sie allein unsinnig war, ihrem Bruder zum symbolischen Betrag von einem € verkauft ( ich schätze den Wert, und ich kann das, auf ca. 1.500.000 € ein ).
    Das Geld und davon gehörte meinem Vater die Hälfte ist also schon mal futsch und das völlig legal.
    Blut ist dicker als Wasser und nun sehe ich, dass ihr ihre leiblichen Verwandten näher stehen als wir.
    Hinweis: die schwimmen auch ohne ihre Geschenke im Geld.

    Ich brauche das Erbe nicht, es ist gut, dass ich selbst genug verdiene. Das sieht man hier und ich bin daher sicher, dass meine Haltung, mich auf niemanden zu verlassen, richtig ist.

    w 50
     

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