Hunde und Hundehalsband mit Aufschrift Diva als Symbolbild für die Ausnahme oder der Beginn einer Wende bei der Rollenerwartung

Ausnahmen oder der Beginn einer Wende?

von: ElitePartner Redaktion , 23. April 2009

Die Partnerwahl wird freier und weniger von Rollenerwartungen bestimmt.

Endlich zeigt sich das Erbe der Emanzipation bei der Partnerwahl. Frauen haben in den letzten 20 Jahren viel in Sachen Gleichberechtigung erreicht: Sie sind beruflich erfolgreich, finanziell unabhängig, gebildet, es gibt erstmals mehr weibliche Studienbeginner als männliche. Und so wird auch die Partnerwahl freier und weniger von Rollenerwartungen bestimmt.

Auch wenn Dr. Woinoff in seinem neuem Buch feststellt, dass viele Frauen immer noch archaisch wählen, also den Mann mit höherer Bildung, mehr sozialem Status, eben einen so genannten Versorgertypen, gibt es einen leisen, noch wenig auffälligen, aber immer mehr Beachtung findenden Trend. Frauen können sich zunehmend eine Partnerschaft mit einem Mann vorstellen, der um einige Jahre jünger ist.

So wächst sogar mit steigendem Alter bei Frauen die Offenheit gegenüber jüngeren Partnern. Das unterstreicht das Ergebnis der ElitePartner-Singlestudie© von ElitePartner.de. Darin wurden 4.217 Singlefrauen befragt. Demnach kann sich ein Drittel der über 45jährigen vorstellen, einen mehr als sieben Jahre jüngeren Partner zu haben. Ein vier bis sechs Jahre Jüngerer käme für jede Zweite in Frage. So wie sich klassische Rollenmuster à la typisch Mann bzw. Frau auflösen, wandelt sich die Vorstellung, dass Frauen einen gleichaltrigen oder älteren Partner haben müssen. Noch fehlt diesem Partnerschaftsmodell eine umfangreiche gesellschaftliche Akzeptanz. Aber die Tendenz ist vorhanden und so wird es sicher auch mit der Zeit mehr nichtprominente Partnerschaften geben, in denen der Mann jünger als seine Partnerin ist.

Natürlich gibt es längst für prominente Vorbilder wie Demi Moore, Halle Berry, Drew Barrymore oder Jennifer Aniston, die allesamt mit jüngeren Männern ausgehen, eine Bezeichnung: Die Cougardamen. Wie die Berliner Morgenpost schreibt hat sich der Beiname „Cougar“ in der ganzen englischsprachigen Welt ausgebreitet und bezeichnet ein Phänomen, einen Trend oder einfach einen Frauentyp, für den es in der deutschen Sprache kein einziges Wort gibt. Ursprünglich war der Begriff negativ besetzt und bezeichnete Frauen zwischen 35 und 50, die Angst vor dem Älterwerden haben, die versuchen, sich mit mädchenhafter Kleidung und viel zu jungen Männern zu schmücken. Doch heute steht „Cougar“ für erfolgreiche Frauen, die ein selbstbewusstes Single-Leben führen, wissen, was sie als Frau wollen und Gefallen an einer Beziehung mit einem jüngeren Partnern haben. Doch nicht nur in TV-Serien wie „Sex and the City“ oder in Hollywood existiert dieser Frauentyp. Er wird mehr und mehr Wirklichkeit im ganz normalen Leben.

Auch in meinem Praxisalltag taucht diese Partnerschaftsform zunehmend auf. Kürzlich beriet ich ein Paar. Die Frau war 45, ihr Partner 34 Jahre alt. Miteinander hatten die beide keine Probleme wegen des Alters oder damit verbundener Themen. Was ihnen zu schaffen machte, waren die engstirnigen, intoleranten Reaktionen ihres Umfeldes. Leider prägen Klischees über Männer und Frauen immer noch unsere Akzeptanz gegenüber anderen Lebensentwürfen. Der Chefarzt erhält Anerkennung für die 20 Jahre jüngere Freundin, die attraktive Geschäftsfrau um die 50 muss sich eher verwunderten Blicken und Getuschel erwehren, wenn sie mit ihrem 10 Jahre jüngeren Freund zum Geschäftsessen auftaucht. Anlass genug, noch einen Schritt weiter in Richtung Gleichberechtigung zu gehen und die eigenen Vorurteile kritisch zu hinterfragen und zu verändern.

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