Hochzeitskatastrophen: Diese Szenarien sind der Albtraum für Brautpaare

von: Beatrice Bartsch , 6. Mai 2019

Der schönste Tag im Leben soll es sein – bei so hohen Ansprüchen an die eigene Hochzeit kann umso mehr schiefgehen. Die bevölkerungsrepräsentative ElitePartner-Studie 2019 zeigt, welche Szenarien – neben typischen Pannen – auf keinen Fall eintreten dürfen. Und offenbart dabei, worauf es Brautpaaren heute am meisten ankommt.

Die Top 10 der größten Hochzeits-Katastrophen

  1. Die Gäste haben keinen Spaß (64 %)
  2. Es gibt Reibereien zwischen den Gästen (61 %)
  3. Der Tag ist so stressig, dass wir ihn kaum genießen können (54 %)
  4. Es kommt keine Partystimmung auf (53 %)
  5. Wichtige Familienmitglieder oder Freunde fehlen (50 %)
  6. Unsere Familien und Freundeskreise finden nicht zusammen (45 %)
  7. Die Hochzeit übersteigt die geplanten Kosten deutlich (43 %)
  8. Die Gäste gehen zu früh, die Hochzeit ist zu früh vorbei (42 %)
  9. Bei der Trauung kommen kaum Emotionen auf (42 %)
  10. Die Hochzeitsnacht fällt aus (38 %)

Das Wohl der Gäste steht über dem eigenen Vergnügen

Bei einer Hochzeit dreht sich alles um das Brautpaar? Nicht unbedingt. Im Mittelpunkt stehen vielmehr die geladenen Freunde und Familienmitglieder. Darauf deutet jedenfalls der erste Platz der schlimmsten Hochzeitskatastrophen hin: unzufriedene Gäste. 64 Prozent der Befragten könnten nicht damit leben, wenn die Hochzeitsgesellschaft keinen Spaß hätte. Ähnlich schlimm sind Streit oder sogar Handgreiflichkeiten zwischen den Gästen (61 Prozent). Wenn wichtige Freunde und Familienmitglieder nicht zur Feier erscheinen, wäre das für die Hälfte ein Problem (50 Prozent). Wichtig ist vielen auch, dass die Familien und Freundeskreise zusammenfinden. 45 Prozent könnten nicht damit leben, wenn diese unter sich bleiben. Jeder Fünfte findet das dagegen verschmerzbar.

Die Hochzeitsnacht fällt ins Wasser? Für Männer eine Enttäuschung

Ganz unwichtig ist der eigene Spaß dann aber doch nicht. Für gut die Hälfte der Befragten (54 Prozent) wäre es nicht akzeptabel, wenn der Tag so stressig ist, dass sie ihn selbst nicht genießen können. 24 Prozent fänden das sogar „katastrophal“. 17 Prozent haben sich dagegen schon an den Gedanken gewöhnt und könnten damit leben, wenn sie selbst nicht allzu viel vom Hochzeitsfest haben. Apropos Spaß: Fällt das erotische Highlight der Feier, die Hochzeitsnacht, ganz aus, wäre das für 40 Prozent der Männer ein größeres Problem. Nur jede dritte Frau wäre darüber sehr enttäuscht (35 Prozent). Eine gestrichene Hochzeitsnacht ist übrigens das einzige Szenario, das Männer stärker aus der Ruhe bringt als Frauen.  

Eine gute Party ist wichtiger als Emotionen bei der Trauung

Die Trauzeremonie stellt das Highlight einer Hochzeit dar – könnte man meinen. Tatsächlich würden Heiratswillige aber eher auf eine emotionale Trauung als auf eine gute Party verzichten. Für mehr als jeden Zweiten (53 Prozent) wäre es schlimm, wenn keine Partystimmung aufkommt, jeder fünfte findet den Gedanken daran sogar „katastrophal“. Kaum Emotionen bei der Trauung sind dagegen für deutlich weniger Befragte ein echtes Problem (42 Prozent). Ein Qualitätszeichen ist offenbar auch die Dauer der Party: Wenn die Feier zu früh vorbei ist und die Gäste vorzeitig gehen, wären 45 Prozent der Frauen und 40 Prozent der Männer enttäuscht. 

Katastrophal für Frauen: Misslungene Hochzeitsfotos und Styling-Pannen

Das Kleid rutscht, die Locken lösen sich und der Lippenstift macht blass? Wenn es um die Optik geht, tolerieren Frauen bei ihrer eigenen Hochzeit keine Makel. Für 51 Prozent der weiblichen Befragten wäre es absolut inakzeptabel, wenn sie bei ihrer Hochzeit nicht so gut aussehen, wie sie es sich vorgestellt haben. Jede fünfte Frau (20 Prozent) fände es sogar „katastrophal“, wenn bei Frisur, Kleid oder Make-Up etwas schiefgeht. Männer sind da weitaus gelassener. Nicht einmal jeder vierte (22 Prozent) hätte mit Abstrichen beim eigenen Styling ein ernsthaftes Problem.

Immer wichtiger werden offenbar auch perfekte Hochzeitsfotos: 46 Prozent der Frauen könnten nicht damit leben, wenn ihnen die Bilder nicht gefallen, 19 Prozent finden Fotos, die nicht perfekt sind, sogar „katastrophal“. Männer sehen das weniger eng: Nur 28 Prozent fänden es sehr schlimm, wenn ihnen die Fotos nicht gefallen.

Je älter, desto gelassener: Wenn ein Gast die Show stiehlt

Generell gilt: Je jünger die Befragten, desto dramatischer wird es, wenn etwas schiefgeht. Ob Hochzeitsstress oder fehlende Freunde, ein frühes Ende oder eine verschlafene Hochzeitsnacht – mehr Lebenserfahrung führt in den meisten Punkten zu mehr Gelassenheit. Vor allem können Jüngere offenbar schlecht damit leben, wenn ihnen auf ihrer eigenen Hochzeitsfeier jemand anderes die Show stiehlt. 40 Prozent der unter 30-Jährigen bewerten das als sehr schlimm, während nur 27 Prozent der über 60-Jährigen sehr genervt wären, dass sie nicht im Mittelpunkt stehen.

Hochzeit zu teuer? Für viele ein Schreckensszenario

Ein Klassiker der Hochzeitspannen kommt traditionell zum Schluss: Nämlich die Abrechnung hinterher. Dabei stimmt keinesfalls das Klischee, dass die Frau das Geld ausgibt und der Mann sich darüber ärgert. Auch Frauen zeigen sich preissensibel. Für 48 Prozent der Frauen und 38 Prozent der Männer wäre es ein größeres Problem, wenn die Hochzeit deutlich teurer wird als geplant. 18 Prozent bewerten unerwartet hohe Ausgaben sogar als „katastrophal“. Ob sich die Mehrausgaben nachhaltig lohnen, ist tatsächlich fraglich, denn für die meisten scheint ein Hochzeitsfest eher eine Momentaufnahme zu sein: Nur 19 Prozent wären sehr enttäuscht, wenn die Hochzeit den Gästen nicht im Gedächtnis bleibt.

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