"> ">

Interview mit Carina Hashagen: „Wer lernt, das Richtige zu lieben, wird auch den Richtigen finden“

von: ElitePartner Redaktion , 16. November 2011

Den Mann fürs Leben zu finden, ist kein Glücksspiel. Klingt beruhigend! Autorin und Bankerin Carina Hashagen verrät in ihrem Buch "Ja! 10 Regeln, den Mann fürs Leben zu finden und zu heiraten" wie Frauen ihr Liebesglück selbst in die Hand nehmen. Wir trafen sie zum Interview und ließen uns die Suche nach Mr. Right genauer erklären.

Als Bankerin einen Liebes-Ratgeber zu schreiben ist ungewöhnlich. Wie kam es dazu?

Eigentlich hat schon ein Blick in meinen Umfeld gereicht: Immer mehr attraktive, gut ausgebildete, junge Frauen sind heute immer länger als Single unterwegs. Das ist ein wirklich trauriger Befund, wie ich finde. Auch wenn das Single-Dasein heutzutage gesellschaftlich akzeptiert ist, wünscht sich am Ende des Tages doch jede Frau, irgendwann den passenden Partner fürs Leben zu finden. In meinem Buch versuche ich, alles Wissenswerte zur erfolgreichen Partnersuche zusammenzufassen. Ziel ist es, die Chance den Richtigen zu finden, zu erhöhen.
Der Titel des Buches versteht sich als Antwort auf den 90er Jahre US-Bestseller „The Rules“ („Die Kunst, den Mann fürs Leben zu finden“). „The Rules“ empfiehlt Frauen, sich rar und geheimnisvoll zu geben, um den Mann fürs Leben um den Finger zu wickeln. Mein Buch verfolgt eher einen ganzheitlichen Ansatz, nämlich alle wichtigen Themenbereiche der Partnersuche anzuschneiden.

Es scheint, als würden viele Frauen von „der Eier legenden Wollmilchsau“ als Partner träumen. Warum ist das so?

Im Zeitalter der Selbstverwirklichung ist unser Anspruchsniveau einfach sehr hoch. Bevor wir uns mit jemandem „zufrieden“ geben, muss wirklich alles stimmen. Zudem ist das Single-Dasein nicht mehr stigmatisiert, das führt dazu, dass wir uns immer länger Zeit lassen mit der Suche nach dem perfekten Partner. Frauen sind zudem heute selbständig und unabhängig. Für viele ist ein Mann nur interessant, wenn er eine echte Herausforderung darstellt. Mit diesem Suchschema wird es schwierig, den Richtigen zu erwischen. Ich persönlich empfehle Frauen, sich eine Liste mit ihren zentralen  Bedürfnissen zu machen, die durch eine Partnerschaft erfüllt werden sollen. Auf die zwei wichtigsten Bedürfnisse sollte man sich dann konzentrieren. Wenn ganz oben auf der Wunschliste „Familie“ und „Seelenverwandtschaft“ stehen, wird man bei „Nervenkitzel“ und „Herausforderung“ auf Platz drei und vier Abstriche machen müssen.

Männer scheinen bei der Partnersuche genügsamer zu sein, oder?

Frauen orientieren sich bei der Partnersuche tendenziell nach oben. Das heißt, sie wählen fast ausnahmslos Partner, die denselben sozioökonomischen Status wie selbst haben oder höhergestellt sind. Männer hingegen sind wesentlich flexibler:  Rund die Hälfte der männlichen Akademiker wählt eine jüngere, unstudierte Frau. Mit Blick auf das seit Jahrzehnten ansteigende Ausbildungsniveau der Frauen führt das dazu, dass Männer auf dem Partnermarkt eine viel größere Auswahl potentieller Partnerinnen vorfinden. Gerade für anspruchsvolle Akademikerinnen wird die Luft dünn am Heiratsmarkt! Sie sollten daher mit Bedacht suchen.

Ein Trend ist das so genannte Downdating. Hier wird gebildeten Frauen empfohlen, sich auch auf Männer einzulassen, die unter ihrem Bildungsniveau liegen, um ihre Auswahl zu vergrößern. Wie stehen Sie dazu?

Vom „Downdating“ halte ich nicht so viel. Generell basieren erfolgreiche Partnerschaften auf dem Prinzip der Ähnlichkeiten. Je mehr Ähnlichkeiten in Bezug auf Bildung, Werte und sozialen Hintergrund ein Paar mitbringt, desto besser die Aussichten für eine langfristige Partnerschaft. Meiner Meinung nach wäre es schon ein Schritt nach vorne, wenn Frauen sich mehr auf Augenhöhe umschauen würden. Wie wäre es mit dem Kollegen statt dem Chef? Schlau ist es, seinen Fokus zu erweitern und auch mal Männer zu daten, die man ursprünglich nicht als potentielle Kandidaten im Auge hatte.

Natürlich interessiert uns Ihre Meinung zur Online-Partnersuche: Eine gute Alternative zu Büro und Bar, um einen Partner kennen zu lernen?

Ich persönlich halte die Online-Partnersuche, wie zum Beispiel ElitePartner, für einen sehr guten Weg, potentielle Partner kennenzulernen. Den Richtigen zu finden, ist immer auch eine Frage von Wahrscheinlichkeiten. Je mehr potentielle Partner man kennenlernt, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass der Richtige dabei ist.
In Großstadt-Bars und Afterwork-Locations herrscht heute vielfach eine große soziale Distanz. Man bleibt unter sich und verlässt das Lokal mit den gleichen Kollegen und Bekannten, mit denen man es betreten hat. Jemand Neues kennenzulernen ist oft eher die Ausnahme als die Regel. Im Vergleich dazu ist die Partnersuche unkompliziert und praktisch. Wichtig finde ich es generell, locker und entspannt an die Sache ranzugehen und den Humor dabei nicht zu vergessen.

Sie schreiben: Männer machen nicht glücklich. Klingt hart. Was meinen Sie damit?

Viele Frauen glauben, mit der Liebe kommt das Glück. Männer wollen jedoch nicht glücklich machen – sie wollen beglückt werden. Männer wollen keine Frau, die ihr Lebensglück von einem Mann abhängig macht. Männer wollen Frauen, die mit sich im Reinen sind und zufrieden mit sich und ihrem Leben. Sobald ein Mann spürt, dass eine Frau in ihm den „Retter“ sieht, sinkt sofort sein Interesse an ihr. Ein gewisses Maß an Unabhängigkeit und Selbstzufriedenheit macht Frauen attraktiv.

Auf ihrem Cover versprechen Sie die „Göttergatten-Garantie“ – ein haltbares Versprechen?

Die „Göttergatten-Garantie“ habe nicht ich sondern der Verlag für das Buch vergeben. Das Buch versucht ja, alle zentralen Aspekte der erfolgreichen Partnersuche zu vermitteln. Natürlich ist die Praxis immer etwas anderes als die Theorie. Dennoch bin ich absolut überzeugt: Wissen ist Macht – und das gilt auch bei der Partnersuche.

Zehn Regeln auf dem Weg zu Mr. Right – welche ist die wichtigste?

Wichtig ist es, nicht den falschen Idealen hinterher zu laufen. Ein großer Hormonrausch hat wenig mit Liebe zu tun. Ebensowenig Leiden oder Schmerz.  Liebe ist ein Zustand des Wohlfühlens, der Harmonie und Freundschaft. Wer lernt, das Richtige zu lieben, wird auch den Richtigen finden.

Und zum Schluss: Haben Sie für unsere Leser einen Durchalte-Tipp, falls die Suche nach Mr. Perfect ein bisschen länger dauern sollte?

Meine Erfahrung sagt, dass selbst die tollsten Frauen in ihrem Leben Fehlschläge und Fehltritte in der Liebe zu verzeichnen haben. Ich bin mir sicher: Wer durchhält und nicht die Flinte ins Korn wirft, findet früher oder später auch den Richtigen!

Sehr geehrte Frau Hashagen, wie danken Ihnen für das Gespräch!

>> Hier können Sie das Buch bestellen

Jetzt kostenlos anmelden

Ich bin
Ich suche

Es gelten die AGB und Datenschutzhinweise. Mit der kostenlosen Mitgliedschaft erhalten Sie regelmäßig Angebote zur kostenpflichtigen Mitgliedschaft und weiteren Produkten der PE Digital GmbH per Email (Widerspruch jederzeit möglich).