Das neues Liebesmodell living apart together wird durch ein glückliches Paar das Stirn an Stirn einander gegenübersteht dargestellt

Living apart together & Co. – die Zukunft der Liebe

von: ElitePartner Redaktion , 24. September 2012

„Liebt, wie es euch gefällt“ - so lautet die Botschaft der Zukunftsforscher. Denn tradierte Beziehungsmuster und alte Rollenverständnisse lösen sich zunehmend in individuelles Wohlgefallen auf. Das Zukunftsinstitut Kelkheim hat herausgefunden, dass die Liebe zur "persönlichen Verhandlungssache" wird. Doch welche neuen Beziehungsformen wird es geben? Wir klären auf.

Die Vorboten einer veränderten Partnerschaftskultur

Bereits in den vergangenen Jahrzehnten sprengten Liebende mit ihren eigenen Regeln die Fesseln der traditionellen Vorstellungen von Partnerschaft. So sind zum Beispiel getrennte Schlafzimmer populärer geworden. Was früher als Ende von Liebe und Leidenschaft verpönt war, haben nach einer repräsentativen Umfrage der GfK Marktforschung 7 Prozent der Deutschen für sich entdeckt: Sie kuscheln sich in ihr eigenes Bett, statt sich von nächtlicher Unruhe oder Schnarchgeräuschen des Partners aus dem Reich der Träume vertreiben zu lassen. Diese räumliche Trennung kann sich auch positiv auf das Liebesleben auswirken: Paare mit zwei Schlafzimmern berichten, dass die erotische Spannung mit der Distanz steigt.
Auch das Familienmodell Ehe ist auf dem Rückzug, wie das Statistische Bundesamt vermeldet. 1996 waren 72 Prozent der Eltern von minderjährigen Kindern in Ostdeutschland verheiratet, in Westdeutschland 75 Prozent: Im Jahr 2011 waren es nur noch 54 Prozent im Osten.

Die von Zukunftsforschern identifizierten neuen Partnerschaftsformen lassen noch mehr Freiheit für individuelle „Vor-Lieben“.

Living apart together

Räumliche Distanz als Romantikfaktor statt Nähe im gemeinsamen Liebesnest: Living apart together ist mittlerweile ein akzeptiertes Paarmodell. Ob klassische Fernbeziehung oder getrennte Wohnungen in derselben Stadt: Um Zeit zusammen zu verbringen, muss man sich verabreden. Das hält den Alltag fern – und jeder Partner hat sein eigenes Reich, in dem er walten kann, wie er möchte. Ein weiterer Vorteil: Beziehungsstreit um die offene Zahnpastatube und schmutzige Wäscheberge bleibt dem Paar beim Modell Living apart together mit großer Wahrscheinlichkeit erspart. Allerdings auch eine weitere Dimension des einander Kennenlernens und Näherkommens, wie Gegner dieses Liebesentwurfs argumentieren. Denn umso einfacher fällt es bei dieser Beziehungsform, stets die eigene Schokoladenseite hervorzukehren. Ob das ein Vor- oder Nachteil ist, muss wohl jeder selbst entscheiden.

Mingles: Mixed Singles – ein Paar, aber den Single-Lifestyle pflegen

Dieser neue Trend wird von Menschen etabliert, die Trendforscher Mingles nennen. Dieser Begriff setzt sich aus den Worten Mixed Singles zusammen und versinnbildlicht, dass Single-Lifestyle und Pärchenhabitus miteinander verschmelzen. Prominente Vorbilder dieses Modells sind Monica Belucci und ihr Mann Vincent Cassel. Die Schauspielerin lebt in London, ihr Mann in Paris. Sie haben sogar zwei gemeinsame Töchter, Deva und Léonie – und leben als Familie teilweise an unterschiedlichen Orten.

Polyamory: Die Beziehung mit mehr als einem Partner

Der Gegenentwurf zur exklusiven Zweisamkeit ist die Polyamory. Dieses Beziehungsmodell lässt die Liebesbeziehung zu mehr als einem Partner zu. Es manifestiert sich in verschiedenen Konstellationen: Sind zum Beispiel drei Personen miteinander liiert, spricht man von einer Triade. Geprägt ist die Polyamory von Verbindlichkeit, Loyalität, Respekt und Verständnis. Dabei ist die Liebe kein limitiertes Gut wie in einer Zweierbeziehung, sondern kann verschiedenen Menschen zuteil werden. Schon Simone de Beauvoir und Jean-Paul Sartre gestanden sich diese Form des Lebens und Liebens zu.

Wie sich aber orientieren bei all den ungeahnten Möglichkeiten des Liebens, die in Zukunft noch an Bedeutung gewinnen werden? Immerhin sollen auch Seitensprünge weniger stigmatisiert werden, prophezeien die Forscher vom Zukunftsinstitut Kelkheim. Einschlägige Ratgeber-Literatur hilft Interessierten, ein passendes Liebesmodell für sich zu finden. Ob Treue ist auch keine Lösung von Lisa Fischbach und Holger Lendt oder Hallo, ich liebe Ihren Mann von Karin Müller und Henri Guttmann: In Büchern wie diesen finden Sie Denkanstöße, neue Perspektiven – und vielleicht auch ein neues Liebes- und Lebensgefühl!

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